19.05.13

Film•Peteback: Dead Space Downfall


Nachdem wir uns letztens schon im SiFi-Horrofilm-Genre bewegt haben, gehen wir nun über zum Animationsfilm, aber bleiben auch beim Horror und auch bei SiFi.

Dead Space Downfall


Originaltitel: Dead Space Downfall
Deutscher Titel: Dead Space Downfall
Origianlsprache: Englisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 75 Minuten
Regie: Chuck Patton
Drehbuch: Justin Gray, Jimmy Palmiotti
Entwicklerstudio: Film Roman, Electronic Arts
Cast: u.a. Victoria Sturm, Bernd Vollbrecht, Engelbert von Nordhausen, Jan Spitzer, Sebastian Jacob, Rainer Doering, Ghadah Al-Akel, Thomas Schmuckert


Kurz gesagt: "Dead Space Downfall" ist ein animierter Horrorfilm des Studios 'Film Roman' und 'Electronic Arts', aus dem Jahr 2008. Regie führte hierbei der Comic Artist Chuck Patton, der auch maßgeblich den Stil des Film vorgegeben hat. "Downfall" inszeniert ein Prequel zum Multiplattform-Survival-Horror-Spiel "Dead Space" und zeigt die vorherigen Ereignisse, bis Protagonist Isaac Clarke die 'USG Ishimura' betritt.




Auf dem Planet 'Aegis VII' wird ein uraltes Artefakt gefunden, welches als ein 'Marker' identifiziert wird. Es soll sogar der lange gesuchte 'Zweite, rote Marker' sein. Um diese Marker-Artefakte hat sich schon lange ein religiöser, sektenartiger Kult gebildet, der sich selbst als "Church of Unitology" sehen und diese Marker verehren. Durch Einflüsse dieses Kults, wird das Bergbauschiff 'USG Ishimura' nach 'Aegis VII' geschickt um dort unter Vortäuschung von falscher Tatsachen das Artefakt zu bergen.Während das Schiff im Orbit des Planeten die Bergung vorbereitet, kommen Übertragungen rein, dass es auf der Planetenkolonie zu Zwischenfällen gekommen ist, bei dem auch Kolonisten getötet wurden. Captain Marthius ignoriert diese Funksprüche und lässt mit den Vorbereitungen weitermachen. Alissa Vincent, Oberhaupt der Sicherheitseinheit, will die Vorfälle lieber untersuchen und spätere Probleme zu vermeiden. Ihre Bedenken, werden aber vom Captain abgeschmettert. Auf dem Planeten selber infiltrieren zwei Minenarbeiter einen Außenposten, zu dem jede Funkverbindung abgebrochen ist. Während eines Stromausfalls verschwindet einer der beiden spurlos. Der Andere, Colin Barrows, findet seine Frau Jen, die merkwürdige Sachen von sich gibt und sich dann Suizid begeht. Barrows versteht, dass etwas grausames auf dem Planeten und der Kolonie vor sich geht und flieht mit der Leiche seiner Frau zu einem Rettungsschiff und fliegt zur Ishimura - unwissentlich, was sich im Körper seiner Frau befindet...




Merchandise Produkte zu Spielen laufen gut und sind von der Fangemeinde gerne gesehen. Noch lieber sehen die Fans es aber, wenn zu dem geliebten Spiel noch ein Film rauskommt. Davon gibt es einige weniger, gute Beispiele und einen Laster von schlechter Beispiele. Gleiches hat sich anscheinend auch "EA" gedacht, als sie beim Animationsstudio 'Film Roman' einen 'Dead Space"-Film in Auftrag gegeben haben.

Es ist sehr zuträglich, dass sich EA dafür entschieden hat ein Prequel-Film zu machen. So werden eventuelle Nörgelein, wegen einer Adaption der Story oder einer fortlaufenden Story unterbunden. Ein Jahr nach dem Film kam dann auch für die Wii ein Titel namens "Dead Space: Extraction" raus, der die Geschichte von Downfall aufgreift. Das ist eine recht merkwürdige Vorgehensweise, aber vermutlich war der Wii-Teil von "Dead Space" schon vor dem Film in Planung gewesen.
Was soll man groß zu "Dead Space Downfall" sagen. Die Animationen sind stimmig und der Stil ist passend zur Thematik, wirkt aber teilweise etwas unsauber. Wer andere Arbeiten von 'Film Roman' kennt, dem wird der Stil teilweise bekannt vorkommen. Gerade in Bezug auf Produktionen die mit dem Marvel Universum zu tun haben, ist das Studio sehr engagiert.. Dead-Space-typisch geht es auch im Film hart zur Sache. Die durch den Marker hervorgerufenen Nekromorphs machen Jagd auf alles, was nach einer gesunden Lebensform aussieht und verwandeln diese in ein widerliches Hybridwesen mit Fangzähnen, Krallen und insektenartigen Beinen. So geht das Töten immer weiter, bis alles Leben in gewisser Weise ausgelöscht ist. Man erlebt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. So springt der Film zwischen Handlungssträngen hin und her. Mal erlebt man die Geschehnisse auf der Brücke der Ishimura, dann springt man wieder zu Alissa Vincent, wie sie sich mit einer Gruppe Überlebender durch die nekromorph-verseuchten Gänge des Schiffes schlägt.

Die Kernhandlung des Film ist eigentlich kaum der Rede wert, aber das ist die Kernhandlung des Spiels auch nicht. Dabei bewegt sich der Film mit dem Spiel auf einem Storyniveau. Das trifft auch auf den Gore-Faktor zu. Abgerissene Körperteile und Menschen die sich live in Nekromorphs verwandeln. Der Film fährt schon eine wirklich nicht jugendfreie Schiene und das ist auch gut so. Nur so kann auch die Stimmung des Spiels aufgefangen werden, damit ein Wiedererkennungswert erzeugt wird. Leider kann der Film mit der Stimmung dann doch nicht mithalten, denn das Spiel lebt auch größtenteils von Dunkelheit und vor allem von der Isolation des Hauptcharakters, der dazu noch stumm ist. Dieses Gefühl kommt im Film einfach nicht richtig auf, weil sich immer mehrere Personen auf dem Bildschirm befinden, die dann auch nacheinander dezimiert werden. Dabei sind auch die einzelnen Charaktere gar nicht so wichtig, auch wenn man sie zum Teil in Textlogs im Spiel wiedererkennt.

Die Synchronisation ist nicht die Beste, aber dennoch annehmbar. Ich empfehle aber den Originalton, weil die Emotionen dort besser rüberkommen und auch der Ton etwas klarer ist.
Fazit.
Wer "Dead Space" gespielt hat, oder jedenfalls mit dem Spiel etwas anfangen kann und auch mit der Geschichte vertraut ist, dem wird "Dead Space Downfall" sicherlich viel Freude bereiten. Die Gewaltdarstellung ist enorm, die Story eher plump, aber es ergibt sich allgemein ein harmonisch-düsteres Gesamtbild, das den geneigten SiFi-Horror-Freund zufriedenstellen sollte. Alle anderen können sich da an den Trailer halten, weil der schon viel vom Film zeigt.






Bis dahin - Tschödeldö







Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Dead_Space:_Downfall
Bilder:  http://www.dvd-forum.at/userkritik/33483-dead-space-downfall
             http://gamesbackgrounds.com/view-dead_space_downfall_wallpaper_5-1280x720.html
             http://thatwasabitmental.com/2012/03/31/deadspacedownfall/

17.05.13

Game•Peteback: Dishonored - The Knife of Dunwall


Momentan ist irgendwie die Zeit der DLCs. Nachdem ich letztens über die Erweiterungen zu 'Assassins'c Creed III' geschrieben habe, wende ich mich einem anderen Spiel zu.

Dishonored
The Knife of Dunwall


'Dishonored' aus dem Hause Bethesda, war einer der Überraschungstitel des letzten Jahres und hat größtenteils positive Kritiken einsacken können. Für viele war er ein Toptitel für das Jahr 2012 und konnte mit einem gut durchdachten Gameplay, einer authentischen, Steam-Punk-artigen Welt,  interessanten Charakteren und Missionen und einem Gesinnungs-Feature glänzen. Und wie es in der heutigen Zeit nun mal so ist, bekommt auch ein, ich lehne mich mal aus dem Fenster, Meisterwerk wie 'Dishonored' ein paar DLCs spendiert.




In dem DLC "The Knife of Dunwall" geht es um den Auftragsmörder Daud. Er ist bekannt aus der Hauptstory von 'Dishonored', als Mörder der Kaiserin Jessamine Kaldwin und Anführer einer Gruppe von Assassinen die "The Whalers" oder "Die Walfänger" genannt werden. Bei seine Attentat auf die Kaiserin wird er in die Parallelwelt des Outsiders geholt, von dem der Assassine auch seine übernatürlichen Kräfte hat. Diese mystische Gestalt mit den schwarzen Augen eröffnet Daud, dass seine "Geschichte" zu Ende sein wird. Wie es mit Daud enden wird, steht allerdings noch nicht fest. Alles liegt nun in der Hand von Daud herauszufinden, was hinter dem Namen 'Delilah' steckt und was er für eine Bedeutung für ihn selbst hat. Sechs Monate vergingen, bis Dauds fähigste Assassinin Billie Lurk die Information erhielt, dass es ein Schriff namens "The Delilah" gibt, welches dem Schlachthausbesitzer gehört und im Hafen vor Anker liegt.




Wer 'Dishonored' kennt und/oder gespielt halt, dem ist der Name Daud ein Begriff. Genau genommen ist die Konfrontation zwischen den Ex-Leibwächter der Kaiserin, Corvo Attano, und dem Mörder der Kaiserin, ein größerer Höhepunkt als das Ende von 'Dishonored' selber. ER hat die Kaiserin ermordet, ER hat die Prinzessin Emily zu einer Waisen gemacht, ER hat das Komplott ausgelöst, welches Corvo ins Gefängnis gebracht hat, ER hat Dunwall auf dem Gewissen.

Da sind wir auch schon bei der Prämisse, um die auslösend für 'The Knife of Dunwall' ist. Daud, der kaltblütige Killer, hat Schuldgefühle den Mord der Kaiserin betreffend. Der Mord macht ihm ziemlich zu schaffen und er fängt an sein eigenes Handeln in Frage zu stellen. Nebenbei muss er sich auch noch auf die Suche nach einer ominösen Person namens Delilah machen. Wer ist Delila und was hat sie mit Daud zu tun? Und warum hält der Outsider diese Verbindung für wichtig für Dauds Schicksal? Nun, das Schicksal von ihm ist einigermaßen geklärt. Genau das macht den DLC so interessant. Es wird eine Geschichte geschaffen, die Parallel zu der von  'Dishonored' spielt, wobei das Ende des Hauptcharakters des DLCs einigermaßen klar ist. Als Corvo Attano hat man wie immer die Wahl - entweder lässt man Daud leben oder tötet ihn. Keine Entscheidung fiel mir in dem Spiel schwerer. Wie passt da also die Geschichte von 'The Knife of Dunwall' hinein? Ich kann es nicht genau sagen...
Was bekommt man also für die 9.99€ die man für das Add On hinblättert?
Man bekommt drei neue Missionen, die man mit Daud bestreiten kann. Die erste Mission führt uns in ein Schlachthaus für Wale, in der Hafengegend. Die Zweite in einen neuen Bezirk in Dunwall, den Justizbezirk und die dritte Mission findest in einer Gegend statt, die man schon auf dem Hauptspiel kennt. Dauds Hauptquartier im überschwemmten Bezirk. Das hört sich für's erste nach etwas wenig an, was es eigentlich auch ist. Zwei neue Areale und ein bisschen etwas Recycletes. Da hätte man gut noch eine individuelle Map für das DLC und den Preis drauflegen können. Die Maps die man aber bekommt sind aber wirklich toll ausgearbeitet und auch in Szene gesetzt. Das Schlachthaus in dem die Wale ausgenommen und zu Walöl und Fleisch verarbeitet werden ist nun wirklich kein Ort wo man gerne ist. Blut, Knochen, stahlkalte Räume, vergammelter Abfall und grobschlächtige Fleischer. Schade, dass es diese Mission nicht irgendwie in das Hauptspiel geschafft hat. Natürlich hat man auch wieder die Möglichkeit auf die verschiedensten Arten an das Ziel heranzukommen. Ob nun brutal und brachial oder semibrutal, bis friedfertig. Alles ist möglich. Das Ziel kann sowohl eliminiert, als auch neutralisiert werden. Wie man es halt möchte.

Das Zum Beispiel kann man bei dem Schlachthaus einen Mechanismus aktivieren, der eine Kette freigibt, damit man in den höheren Etagen in die Schlachterei einsteigen kann. So muss man nicht durch das Haupttor marschieren, wo man aber auch nur reinkommt, wenn man eine Stechkarte hat. Auch ein Weg durch die Rohrsystem des Abwassers kann man nehmen. Wie oft man entdeckt wurde, wie viele Menschen man getötet hat, was man mit dem Ziel gemacht hat - alles spielt wieder hinein in den Chaosfaktor, der bestimmte Gegebenheiten in den Folgemissionen verändern kann und das Ende beeinflusst. Daud ist es durch seine Untergrundverbindungen auch gegönnt, dass er Leute schmieren kann, wenn nur der Preis stimmt. So kann man im Schwarzmarkt-Bildschirm "Gefallen" kaufen. So wird eine Rune in einem Abwasserrohr platziert, Alarme werden deaktiviert, oder es stehen ein paar Walöltanks strategisch günstig bereit.
Daud lässt sich als Meisterassassine genau so gut spielen wie der Leibwächter Corvo. Er kann fast auf die gleichen Fähigkeiten zurückgreifen wie Corvo. Er kann keine Rattenschwärme beschwören und auf den Windstoß muss man auch verzichten. Doch von Blinzeln über Zeit anhalten, bis hin zum Leichen zu Staub zerfallen lassen, ist alles dabei. Alles erweiterbar durch Runen und die Knochenartefakte sind auch wieder dabei. Neu bei Daud ist, dass er einen Assassinen herbeirufen kann, der dann die Wachen eliminiert oder ein bisschen unterhält, bis man selber vorbeigeschlichen ist. Außerdem hat Daud eine modifizierte Art einer Armbrust dabei, die an seinem Handgelenk (Assassin's-Creed-like) befestigt ist. Auch gibt es neue, kleine Maschinen von Sokolov. Darunter eine Blitzmine, die Gegner zu Staub zerbrät und eine Narkosemine. Eine neue Art von Granate gibt es auch, die Gegner für einen kurzen Moment kampfunfähig machen kann. Vom Spielgeschehen her, gibt es also mannigfaltige Möglichkeiten, wie man den Gegnern den garaus oder das Leben schwer machen kann. Bis auf die Fleischer mit ihren walöl-betriebenen Sägen gibt es aber keine neuen Gegner. Auch hat bekommt man es in keiner Mission mit Tallboys oder Weinern zu tun.

Die Synchronisation ist wieder sehr gut gelungen. Hier und da passt der Text natürlich nicht ganz zu den Mundbewegungen, aber das ist zu verschmerzen. Die Stimmen sind passend zu den verschiedenen Charakteren und wirken authentisch. Was ist ein wenig vermisst habe, war das lebendige Herz, welches Corvo gegeben wurde. Mir fehlten ein wenig die Extrainformationen zu den Personen auf die man trifft und zu der Umgebung in der man sich befindet. Einen kleinen Teil davon übernimmt Dauds Schülerin Lurk, die manchmal auftaucht und ihren Senf zu gewissen Themen abgibt. Die kann einen schon mal ziemlich erschrecken, wenn sie sich plötzlich neben einem materialisiert! Und dabei hat sie so eine beruhigende, geheimnisvolle Stimme. Auch stellt sie das jeweilige Handeln von Daud in den Missionen in Frage und agiert entsprechend dem Verhalten des Spielers.

Leider haben sich die Entwickler ein ein paar grobe Schnitzer und Logikfehler geleistet. So kann man Gegner auch fokusieren, wie man es mit Corvos Objektiven in der Maske konnte. Wie Daud das allerdings ohne Maske macht, ist fragwürdig. Ein Glasauge vielleicht? Auch hat Lurk anscheinend Fähigkeiten, die ihr Lehrmeister nicht hat. Das macht im Endeffekt aber keinen Sinn, da Dauds Assassinen nur die selben Fähigkeiten haben können wie er selbst, da er sie mit ihnen teilen kann. 

Fazit.
'The Knife of Dunwall' ist in erster Linie ein würdiges DLC für 'Dishonored'. Allerdings ist mit zwei neuen Maps und einer recycleten die Ausbeute doch etwas dürftig, für die fast zehn Euro die man zahlt. Wer allerdings Fan des Spiels ist und Bock auf Missions-Futter hat, der sollte hier zugreifen. Die Story ist bis jetzt eher so lala und kommt mit dem nächsten, finalen DLC 'The Brigmore Witches' noch richtig in Fahrt. Das Gameplay ist aber wieder fantastisch, die Missionen interessant, spannend und fordernd und Daud eine gelungene Abwechslung zum kühnen, stummen Corvo Attano. Wer den Schleichweg geht, so wenig wie möglich töten will und alles Sammelbare einsacken will, der wird schon 6-7 Stunden Spielspaß haben. Wer meuchelt und rusched, der kann das DLC auch in gut 2-3 Stunden beenden. Ich war mit dem DLC ganz zufrieden, ob wohl ich doch etwas zu kurz fand. Aber es bleibt spannend!





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://dishonored.wikia.com/wiki/The_Knife_of_Dunwall
Bilder:  http://www.gamestar.de/spiele/dishonored-die-maske-des-zorns/news/dishonored,46378,3010271.html
             http://www.gamespot.com/dishonored-the-knife-of-dunwall/images/1798852/
           http://elder-geek.com/2013/04/dishonored-the-knife-of-dunwall-video-review/

14.05.13

In Nuce #7 - Ein tödliches Spiel


Hossa! Diese mal geht es in 'In Nuce' wieder richtig zur Sache, ohne banale Themen zu Spielen oder irgendwas was mir gefällt oder missfällt. Es ist Anime-Zeit!


Vor kurzem bin ich auf einen Anime gestoßen, den man eigentlich gar nicht großartig vorstellen muss. Somit eignet er sich perfekt für einen Auftritt in der Rubrik mit der Nuss, die sich dieses mal übrigens sehr schick gemacht hat.

'Death Billards' heißt das gute Stück um das es heute gehen soll. Die OVA bzw. das TV-Spezial stammt aus dem Hause "Madhouse" und ist im März dieses Jahres erschienen. Für ein Spezial üblich, geht der Anime auch nur ca. 25 Minuten und hat daher eine eher geraffte Handlung. Ein junger Mann und ein älterer Herr treffen im "Queen Decim", einer niveauvoll eingerichteten Bar, ein. Beide können sich nicht an das erinnern, was sie kurz vor ihrem Eintreffen gemacht haben und das verwirrt dir beiden Gäste ein wenig. Sie werden vom weißhaarigen Barmann höflich empfangen und sie bestellen etwas zu trinken. Der Mann hinter dem Tresen eröffnen den beiden dann, dass sie ein Spiel spielen werden in dem sie ihr Leben riskieren werden. Der jüngere Mann will das nicht akzeptieren und will die Bar verlassen, muss aber schnell feststellen, dass es keinen Ausweg gibt. Durch ein Roulette-Spiel fällt die Wahl auf ein Billardspiel und ein Tisch erscheint wie aus dem Nichts. Auf den Kugeln des Spiels sind die jeweiligen Organe der Spieler abgebildet. Wer zuerst alle Kugeln des Gegners versenkt und dann die schwarze 8, gewinnt. Da den beiden Herren eh keine andere Option übrig bleibt

Ein Spiel auf Leben und Tod. Ein bekanntest Setting, welches auch schon oft in Anime verwendet wurde und so auch hier. Der Name für den Anime ist vielleicht etwas zu plakativ gewählt, da man schon gleich weiß, worum es eigentlich gehen wird. Dennoch muss ich sagen, dass die Handlung zwar gerafft ist, aber hintersinnig doch recht viel Tiefgang bietet. Das liegt vor allem daran, dass man nicht sehr viel über die Charaktere erfahrt und sich nach und nach vieles selber zusammenreimen muss. Auch die Mimik der Personen ist in diesem Anime sehr ausgeprägt und wichtig, was eigentlich auch Madhouse-typisch ist. Wir man es von dem Studio kennt und erwartet, sind die Hintergründe wieder wunderbar in Szene gesetzt. Die Bar wirkt gleichermaßen geheimnisvoll wie auch gemütlich und vornehm. Man würde am liebsten selber an am Tresen Platz nehmen und einen Drink bestellen.

Ich kann diesen Anime wärmstens empfehlen und die Zeit kann man sich dafür ruhig nehmen. Da die Göttin des Glücks auf unserer Seite ist, kann man auf Youtube "Death Billards" mit deutschen Untertiteln schauen. In zweit Pats unterteilt, gibt es ihn HIER zu sehen. Dann wünsche ich viel Spaß beim anschauen und sagt mir doch, wie es euch gefallen hat.






Bis dahin - Tschödeldö