16.04.11

GamePeteback: Machinarium

Hallo liebe Freunde aus Zinn und Stahl! Heute gibt es eine Premiere!
Ja ich werde heute meine erste Kritik zu einem Spiel zum Besten geben. Applaus! Applaus! Applaus!
Ich habe mich dabei für ein Spiel entscheiden das;
Erstens: Auf PC spielbar ist
und zweitens: Etwas zum knobeln bietet.

Ich präsentiere
Machinarium
"Machinarium" ist ein skurriles 2D Point-and-Click-Adventure um den kleinen Roboter Josef und wurde von dem tschechischen Entwicklerstudio Amanita Design gemacht.

Hier ein kleiner Trailer:

Und wie die ein paar Facts:
Entwickler: Amanita Design
Publisher: Daedalic Entertainment
Erschienen: Oktober 2009
Plattformen: Windows, Linux, Mac OS XGenre: Adventure
Altersfreigabe: USK 0

Die Story beginnt doch recht ernüchternd. Auf einem Maschinenplaneten irgendwo in den Weiten des Weltalls, findet sich der kleine Roboter namens Josef auf einem Schrottplatz wieder. Er liegt in Einzelteilen auf einer Deponie außerhalb der Roboter Hauptstadt die im Hintergrund in den Himmel ragt. Nachdem er seine Einzelteile wieder zusammengesucht hat, macht sich der kleine Recke auf den Weg zurück in die Stadt. Dies gestaltet sich schwierig weil die Tore der Stadt gut bewacht werden und der Roboterförtner ihn nicht durchlassen will. Durch einen kleinen Trick schafft es der kleine Kerl doch über die Zugbrücke, rutscht aber durch seine Tollpatschigkeit auf einer Ölpfütze aus und stürzt von der Brücke, in die industriellen Eingeweide der Stadt. Auf der Suche nach der Antwort, was geschehen ist, kommt Josef den Vorbereitungen eines Bombenanschlags auf die Spur. Klar das der kleine Roboter sich nicht lumpen lässt und sich aufmacht den Bösewichten ich die Ölsuppe zu spucken. Denn eine bösartige Robotergemeinschaft sorgt in der Stadt für Unheil und versucht den Turm des Bürgermeisters zu zerstören, der als eine Art Hauptcomputer der Stadt im Turm sitzt. Vermutlich wollen sie so die Macht über die Stadt an sich zu reißen.

Die Storyline wirkt auf den ersten Blick sehr einfach gestrickt und das ist sie auch. Allerdings fällt das kaum ins Gewicht, weil eine einfach Geschichte mit ein bisschen Dramatik, Heldentum und Romantik immer noch besser ist, als eine verworrene Story mit haufenweise Twists hier und da. Wie gesagt ist der Hauptcharakter in diesem Point-and-Click-Adventure der kleine Roboter Josef, mit dem die Amanita Design Studios einen putzigen und liebenswerten Charakter erschaffen haben, den man auch gerne spielt, egal ob jung oder schon etwas älter. Meiner Meinung nach richtet sich das Spiel wiedermal an die etwas jüngere Generation, was der Charme dieses Spiels auch vermuten lässt. Es gibt keinerlei überzogene Gewaltdarstellung und es wendet sich alles immer zum Guten. Allerdings hatte ich mit meinen 21 Jahren auch sehr viel Spaß mit dem Spiel, erstens weil ich ein großer Adventure Fan bin und mit Spielen wie "Monkey Island", "Simon the Sorcerer" und "Sam & Max" aufgewachsen bin. Die ja in die gleiche Point-and-Click-Kerbe schlagen. Und zweitens, weil ich ein Freund der Kunst bin und auf sehr aufs grafische Setting achte.

Und grade dazu kommen wir auch gleich mal. Zum nächsten Punkt auf meiner Liste, das Leveldesign. Das ist nämlich wirklich eine Augenweide, da jeder neue Abschnitt den man betritt komplett handgezeichnet ist und großartig aussieht. Vor allem die Detailverliebtheit der Entwickler sticht heraus. Man sieht Kabel, Schrauben, Kleinteile, Apparaturen, Schalter, Schweißnähte, Rostflecken, Ölspritzer, Leuchtreklamen im Hintergrund und noch vieles mehr und das vor allem deutlich. 10 Daumen hoch! :)

Man kann "Machinarium" vorwerfen, dass es doch sehr steril und düster wirkt mit den gedrückten Farbtönen, aber reißen die Bewohner der Stadt auf jeden Fall wieder raus. Man trifft in dem Spiel auf zahlreiche Artgenossen des kleinen Josef und deren Design ist auch immer wieder verschieden und immer individuell.

Kommen wir mal zu den Rätseln, die ja wohl das wichtigste bei einem Point-and-Click-Adventure sind. Die Rätsel sind gut in das Setting "Maschine" eingebaut. Es gibt viele Schalter, Knöpfe und Apparaturen mit denen Josef hantieren kann um sich seinen Weg durch die Stadt zu bahnen.

Ein Rätsel davon sieht man schon Oben auf dem eingefügten Bild. Das ist der Rätsel mit der Band. Denen wurden von den Schurken ihre Instrumente kaputt gemacht oder entwendet und nun liegt es an Josef ihnen neue zu besorgen. Dazu nehmen wir ein altes Rohr, ein Lautsprecher, ein altes Ölfass und ein paar Kleinigkeiten zu Hand, die wir in der Umgebung finden und zimmern daraus ein Didgeridoo, ein Saxophon und eine Trommel. Und schon ist wieder alles tutti und die Band kann wieder Straßenmusik machen. Doch wofür? Im oberen Stock des Hauses geht ein Fenster auf und ein Roboter wirft ein Geldstück raus (soweit ich mich erinnere...) um die Band zu entlohnen. Mit diesem Geldstück können wir dann in der Spielothek, in einem anderen Abschnitt, an den Automaten spielen. An viele Sachen kommt man nur ran, wenn man Josefs zwei Spezialfähigkeiten nutzt. Er kann sich nämlich strecken oder stauchen. Damit kommt er an höher gelegene Orte, oder kann durch kleine Passagen wackeln.

Alle gesammelten Gegenstände verschwinden im Bauch unseres Helden und warten dort auf ihren Einsatz.Das Instrumenträtsel ist doch noch eins der leichteren Rätsel, aber mit der Zeit wird es doch schon kniffeliger und man muss seine Umgebung auch schon genau untersuchen und vor allem die richtigen Schlüsse ziehen. Meistens bekommt man da Hinweise was zu machen ist von den Bewohnern.

Das Spiel kommt komplett ohne Sprachausgabe aus, was aber auch nicht sonderlich stört. Alles was man durch Sprache ausdrücken würde, wird halt in kleinen Denkblasen über den Figuren mit einer kleinen Animation dargestellt, wenn man sie anspricht.

Was bleibt hier noch zu sagen? Achja! Die Spieldauer und der Preis. Ich hab mir "Machinarium" an einem Wochenende ausgeliehen und es an diesem auch durchgespielt. Das ist so ne Sache, weil "Machinarium" nur eine Spieldauer von ca. 5-7 Stunden hat, wenn man gut in solchen Spielen ist, oder es schon kennt, sogar nur 1-2 Stunden. Das ist für den Preis von 15€ auf der Internetseite eindeutig zu wenig. Man kann auf der Seite mit Kreditkarte oder PayPal zahlen. Bei Amazon hab ich das Spiel für 13€ gefunden, in der Collectors Edition. Zu dem Spiel gibt es aber noch ein anderes Spiel (Samorost 2/ Point-and-Click) + ein Poster in A3 + den Soundtrack (der sich wirklich hören lassen kann :) ) + ein Booklet mit Concept Art + einen gedruckten Walkthrough. Da bekommt man ja noch wirklich was für sein Geld. Lohnt sich!


Zum Schluss bleibt mir nur noch das Fazit und das ist wie schon erwartet doch recht positiv.

Machinarium ist ein solides, spaßiges, skurilles und mit Liebe gemachtes Adventure eines Independent Studios. Es ist für echte Gamer doch etwas zu kurz und vielleicht etwas zu knuffig geraten, aber wer sich wirklich für Point-and-Click-Adventures begeistern kann, sollte auf jeden Fall mal einen Blick drauf werfen. Man wird nicht enttäuscht werden.Es ist für Kinder ein riesen Spaß und für Ältere eine nette Spielerei und wer bei Youtube mit sogenannten "Let's Plays" arbeitet, wird hier ein nettes Nebenprojekt finden, dass Spaß macht und wo wenig Frust aufkommt.

Und noch etwas! :)

Für die die auf den Geschmack gekommen sind; Auf der Internetseite der Entwickler gibt es eine kleine Demo des Spiels wo schon gezeigt wird in welche Richtung das Spiel geht und man kann schonmal ein bisschen der Musik lauschen. Also! Ausprobieren!


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