29.05.11

Film•Peteback: Tucker & Dale vs. Evil

Und da wären wir auch schon wieder zurück bei einem neuen Peteback!
Und diesmal wird es;
Erstens. Echt blutig und echt eklig
und zweitens: Gar nicht so schlimm wie man eigentlich vermutet :)

Ich präsentiere
Tucker & Dale vs. Evil

"Tucker & Dale vs. The Evil" ist ein kanadische Splatter/Horrorkomödie des Newcomer-Regiesseurs Eli Craig aus dem Jahr 2010, in dem es um eine Gruppe Teenager, zwei Hillbillys und eine ganze Reihe von Missverständnissen geht, was für die Teenager kein gutes Ende nimmt.

Trailer

Fakten zum Gemetzel:
Originaltitel: Tucker & Dale vs. Evil
Deutscher Titel: Tucker & Dale vs. Evil
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 86 Minuten
FSK: 16
Regie: Eli Craig
Drehbuch: Morgen Jurgenson, Eli Craig

Willkommen im Horrorfilmklischee!
Eine Gruppe von College-Studenten trifft auf dem Weg zum Camping in einer entlegenen Waldregion auf die beiden leicht verwahrlosten Einheimischen Dale und Tucker, die auf die vorurteilsbeladenen Großstädter einen bedrohlichen Eindruck machen. Könnte auch daran liegen wie sich Dale den jungen Leuten gegen über benimmt. Es kommt nicht ganz so gut rüber wenn man merkwürdiges Zeug redet un dabei eine messerscharfe Sense in der Hand hält. Tatsächlich sind Dale und Tucker aber gutmütige Heimwerker, die nichts weiter wollen, als eine heruntergekommene Ferienhütte zu renovieren und dort Urlaub zu machen.
Als die beiden beim nächtlichen Fischen auf einem Waldsee der Gruppe begegnen, retten sie die hübsche Allison, die bei dem Versuch, von einem Felsen aus ins Wasser zu steigen, sich den Kopf anstieß und fast ertrank. Ihre Freunde, die im Dunkeln nicht genau sehen können, was passiert ist, glauben, dass Allison von den beiden entführt wurde.
Allison erwacht in der Hütte der beiden und merkt bald, dass sie sich nicht vor ihnen fürchten muss. Den Dale der sich heimlich in die Schönheit verguckt hat, kümmert sich bestens um ihre Verletzungen und hält sie bei Laune. Ihre Freunde hingegen versuchen, angefeuert vom fanatischen Chad, Allison gewaltsam aus den Händen der vermeintlichen Kidnapper zu befreien. Eine Verkettung unglücklicher Umstände führt dazu, dass ein tollpatschiger Student nach dem anderen ganz ohne Dale und Tuckers Zutun (naja fast) ganz der klischeehaften Horrorfilmmanier ums Leben kommt, während die Überlebenden immer überzeugter davon sind, es mit skrupellosen Mördern zu tun zu haben. Allison gelingt es nach weiteren blutigen Zwischenfällen, Chad sowie Tucker und Dale an einen Tisch zu bringen, um das fatale Missverständnis aufzuklären. Doch die Situation eskaliert erneut...


Eigentlich dachte ich das ich hier einen soliden Splatter-bzw. Slasherfilm vor mir habe. Denn die Ähnlichkeit ist wirklich verbrüffend. Doch schon am Anfang mehr man, dass sich der Film nicht ganz so ernst nimmt und vorallem viel zu klischeehaft ist um ein echter Splatterfilm zu sein.
"Tucker & Dale vs. Evil" ist viel mehr eine Parodie wie "Scary Movie". Der Film nimmt die bekannten Horrorfilmklischees und verpackt sie nett und passend in eine Szenario was einen nicht gleich anekelt und einen vorallem zum schmunzeln und lachen bringt. Es sind grade die Kette von unvorhersehbaren Ereignissen und Missverständnissen was die Teenager das Leben kostet.


Angeführt von dem fanatischen Chad, dessen Eltern von einem wahnsinnigen Hillbilly getötet wurden stürzt sich die Gruppe in eine unnötige Rettungsaktion mit dem Ziel Tucker und Dale den Gar auszumachen und ihre Freundin zu befreien. Doch wie man an dem Bild schon sieht sind das alle keine geborenen Kämpfer und tollpatschig sind sie noch dazu. So will sich einer mit dem Messer auf Tucker stürzen, der bückt sich aber im richtigen Moment nach einem Holzstamm und so spingt der Junge in den Holzhäcksler und muss die ganze obere Hälfte seines Körper dafür einbüßen. Der auftauchende Polizist, der von den Jugendlichen verständigt wurde, ist gleichermaßen überrascht als Tucker und Dale dort mit einem halben Menschen in der Hand stehen. Doch auch er bleibt nicht lange am Leben, dem maroden und morschen Haus zu verdanken.
Zum mal ist die Kritik klar zu erkennen. All diese grauenhaften Tode passieren nur wegen der mangelnden Kommunikation und den Vorurteilen, die die Städter von den stereotypen Hillbillys im Landesinnere haben.
Zitat von Michael Kohler aus der FAZ Februar 2011:
Regiedebütant Eli Craig legt eine amüsante Splatter-Parodie vor: eine Parabel auf die Gefahren, die aus dem Zusammentreffen kultureller Missverständnisse und schlechter Kommunikation resultieren können.
Die Charaktere Tucker und Dale sind wirklich liebenswert und sie sind einem auch recht sympathisch, sowie einige von der Teenager. Doch man merkt schon von Anfang auf welche Leute man ein Auge werfen sollte. In diesem Film sind sie sozusagen die klischeehaften Hillbillys die "Guten" und die Teenager die eigentlich nur feiern wollen, nehmen hier die Rolle der "Bösen" ein und wollen den beiden missverstandenen Jungs ans Leder.


Wiedermal leg in den Filmen allen ans Herz die auf Splatter- und Slasherfilme stehen oder mal wieder einen Film sehen möchten, bei dem man was zu lachen hat, der aber nicht so unweigerlich dämmlich ist wie "Scary Movie", der sich aber nicht so ernst nimmt, das die Tode wirklich im Vordergrund stehen. Ich war von dem Film wirklich positiv überrascht und hab ich sogar schon ein zweites Mal gesehen :D

Also empfehle ich mich wieder, Tschödeldö, bis zum nächsten Mal! :]

28.05.11

Film•Peteback: Ein Freund von mir

Seid gegrüßt ihr Würmchen!
Heute gibt es mal wieder eine Kurzreview zu einem Film der;
Erstens: Der erste deutsche Film ist, über den ich schreibe
und zweitens: Ein echter Film für Kumpels ist.

Ich präsentiere
Ein Freund von mir

"Ein Freund von mir" ist ein deutscher Film von Sebastian Schipper aus dem Jahr 2006, der die Geschichte einer interessanten Männerfreundschaft zwischen zwei ganz unterschiedlichen Charakteren erzählt.

Trailer

Filmfakten:
Originaltitel: Ein Freund von mir
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 87 Minuten
Regie: Sebastian Schipper
Drehbuch: Sebastian Schipper
Produktion: Tom Tykwer

Wie genau entstehen Freundschaften? Sind es die Gemeinsamkeiten die man bei einer anderen Person entdeckt, oder sind es doh die Gegensätze? Oder macht es doch die Mischung?
Genau deswegen schauen wir uns mal den Film "Ein Freund von mir" an.
Zuerst treffen wir auf Karl (Daniel Brühl). Er ist ein talentierter, aufsteigender Jungmanager in einer Versicherungsfirme. Er hat sich mit seinem gesamten Leben arrangeriert und wirkt wie jemand der fest und gesund im Leben steht. Doch im Innersten bringt ihn die Banalität seines Berufs nicht weiter, immer der gleiche Trott, ihm fehlt der Spaß, ihm fehlen...halt Freunde.
Im Rahmen eines Projektes versetzt ihn sein Chef gegen seinen Willen zu einem Autovermietungsunternehmen, wo er undercover zu "Marktforschungszwecken" arbeiten solle. Dort trifft er auf Hans (Jürgen Vogel) durch den er einen Job bei dem Autoverleih bekommt. Hans schlägt charakterlich gesehen in eine ganz andere Kerbe. Er ist ein Lebenskünstler, furchtbar philosophisch veranlagt und sehr mitteilungsbedürftig. Das geht dem eher introvertierten Karl am Anfang natürlich tierisch auf den Zeiger, zumal Hans ihn mit mehr und mehr respekt- und auch zeitweise niveaulosen Fragen löchert. Doch grade Hans Verhalten ist es, dass Karl dazu bringt seine eigene Gefühlswelt mehr und mehr wahr zu nehmen und preiszugeben.
Alles sieht schon danach aus alsob sich Karl auf dem Weg zu einem besseren "Ich" befindet, dass ändert sich aber doch alles, als Hans ihm seine Freundin Stelle (Sabine Timoteo) vorstellt. Karl verliebt sich in sie und gerät dadurch in eine Zwickmühle. Hans hingegeben nimmt das alles eher locker und steht einer offenen Dreiecksbeziehung positiv gegenüber, er ist halt Hans. Karl hingegen verunsichter das ganze, zieht sich mehr und mehr zurück und verfällt auch wieder in seine alten Lebensmuster. Letztendlich Gibt er preis wer er wirklich ist und das sein ganzen verhalten nur "gespielt" gewesen sei. Er gibt Hans klar zu verstehen, dass sie nichts gemeinsam hätten und das sie auf keinen Fall Freunde seien.
Wie sich die ganze Sache weiterentwickelt  könnt ihr ja selber sehen... :)
"Ein Freund von mir" war ein Film den ich mir mal so aus Langeweile angesehen habe. Ich mag Daniel Brühl und Jürgen Vogel als Schauspieler sehr gerne und beide zusammen in einem Film, dachte ich, das würde super klappen. Es war nicht ganz die Art von Film die ich erwartet habe. Aber letzten Endes war ich nach dem Film doch sehr zufrieden, vorallem mit dem Ende.
Man hätte wohl kaum die Rollen von Karl und Hans besser besetzen können, als mit diesen beiden deutschen Spitzenschauspielern. Daniel Brühl spielt die Rolle des karriereorientierten, gefühlskalten Managers wirklich souverän und auch Jürgen Vogel glänzt in seiner Rolle als Spaßvogel und Lebemann den ganzen Film über.
Sehr interessant fand ich die Entwicklung der Charaktere. Also größtenteils sieht man es nur bei Karl, weil Hans eigentlich immer Hans bleibt und fällt und nie aus seiner Rolle als "Besser-Leben-Mentor" von Karl heraus. Obwohl mir manchmal selbst der Charakter und die Art von Hans gegen den Strich ging, ist es doch ein Indiz dafür wie gut Jürgen Vogel ihn spielt. Vielleicht bin ich ja selber so ein kleiner Karl. ;D
Der Film ist meiner Meinung nach nicht zu lang und nicht zu kurz. Ich hab was gegen Filme die sich so unendlich ziehen und es eigentlich sinnlos ist. "Ein Freund von mir" hat aber eine genau abgepasste Länge um den Zuschauer gut zu beschäftigen, aber nie in die Langeweile abzudriften.
Schön fand ich das der Begriff "Freundschaft" allgegenwärtig in dem Film ist und wie Freundschaft eigentlich entsteht und warum und was es für Charaktere dafür benötigt. Am Anfang denkt man das die beiden überhaupt nicht zusammenpassen, doch es sind meist auch die Gegensätze die sich da anziehen und was den anderen daher so sympathisch ist, weil man in ihm etwas sieht, was man selber nicht hat. Alles in Allem ein richtiger Kumpelfilm.
Aber da könnte ihr euch ja mal selber drüber Gedanken machen. Die Botschaft kommt auf jedenfall rüber. Daumen hoch!

Nun empfehle ich doch allen Leuten den Film, die entweder auf Daniel Brühl oder Jürgen Vogel abfahren, oder die mal sehen wollen, was sie beiden gemeinsam so berwerkstelligen. Hier ist mal wieder ein guter, deutscher Film entstanden, den man einfach zu weggucken kann und am Ende doch was mitgenommen und gelernt hat. Und! Auch Autofetischisten kommen hier auf ihre Kosten. :D

Also empfehle ich mich wieder in aller Form und sage Tschödeldöö und bis zum ganz bald nächsten Mal.

24.05.11

Film•Peteback: Zimmer 1408

Hello and welcome to my bedroom!
Heute geht es seit langen mal wieder um einen richtigen Film und ohne große Umschweife fangen wir auch gleich mal an :)
Dieses Mal geht es um einen Film der;
Erstens: Mein erstes Peteback zu einem Horrorfilm verdient hat
und zweitens: Einer Geschichte von einem meiner Lieblingsautoren zu Grunde liegt.

Und hier präsentiere ich
Zimmer 1408

"Zimmer 1408" ist ein US-amerkanischer Horrorfilm bzw. eher ein Mystery-Thriller vom dem Regiesseur Mikael Hafström aus dem Jahr 2007. Das Drehbuch basiert auf der Kurzgeschichte "1408" von Stephen King, in der es um einen Autor geht, der sein Geld damit verdient Orte zu besuchen ,an denen es paranormale Erscheinungen geben soll, um dann darüber zu schreiben. Aber grade in einem vielbesuchten Hotel erlebt er die albtraumhafteste Nacht seines Lebens.

Trailer please

Einige gruselige Fakten:
Originaltitel: 1408
Deutscher Titel: Zimmer 1408
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2007
Länge: ca. 104 Minuten
FSK: 16
Regie: Mikael Hafström
Drehbuch: Scott Alexander, Matt Greenberg, Larry Karaszewski

"Schaffen sie es mich zu erschrecken?" - Einen Satz den Mike Enslin (John Cusack) oft zu seinen Klienten sagt. Der Schriftsteller lebt getrennt von seiner Frau Lily und verdient, seit dem Tod seiner Tochter Katie, seinen Lebenshunterhalt mit dem schreiben von Büchern über übernatürliche Phänomene und widerlegt diese. Leider sind diese Reisen durch ganz Amerika und andere Länder, meist immer fruchtlos. Bis er nach einer erneuten, ereigneslosen Geisterjagd eine Postkarte aus dem "Dolphin Hotel" in New York bekommt. Eine Einladung sozusagen.
Im dortigen Hotel trifft er auf dem Manager Gerald Olin (Samuel L. Jackson) der ihn über gewisse Geschehnisse im Zimmer Nr. 1408 unterrichten, die sich so über die Jahre, die das Hotel schon auf dem Buckel hat, ereignet haben. Sage und schreibe 56 Menschen sollen in dem Zimmer zu Tode gekommen sein und das innerhalb von nicht mehr als einer Stunde. Enslin findet das absolut klasse und will sofort eine Nacht in dem Zimmer verbringen. Olin rät ihm sehr davon ab, da er das Zimmer auch nur unter strenger Bewachung und Sicherung der Tür reinigen lässt und so und so alle Hotelangestellten der Meinung sind das es doch spuken muss. Enslin sieht das alles nur als eine Masche, dass haben schon ganz andere Hotelbesitzer mit ihm versucht und so ist er festentschlossen in dem Zimmer zu nächtigen und am Leben zu bleiben.
Das Zimmer wirkt normal, sogar gewöhnlich, aber dennoch mit einem guten Komfort ausgestattet. Die "Banalität des Bösen " wie Enslin es scherzhaft nennt. Er wird alles als Memo auf seinem Diktiergerät festhalten, obwohl ja vermutlich nichts passieren wird. Denkt er...
Nach einer kleinen Inspektion seines temporären Domizils sprich, Blumentapete, vintage Badezimmer, Schnapsschrank, vintage Möbel, alte Schränke und eine kaputte Klimaanlage, macht er es sich erstmal auf dem Bett gemütlich mit einer Flasche Schnaps und Dokumenten über das Zimmer.
Doch nach einem Blick aus dem Fenster erhärtet sich doch ein kleiner Verdacht, dass an den Berichten des Hotelmanagers Olin doch was dran sein könnte. Als Enslin sich umdreht ist das Bett frisch gemacht und ordentlich, obwohl es noch 2 Minuten zuvor drin gelegen hat. Und die Toilettenpapierrolle die er im Bad spaßhaft abgerollte hatte, ist auch wieder feinsäuberlich aufgerollt.
Von dem Zeitpunkt an häufen sich die Ereignisse und Mike Enslin erlebt eine Nacht die alles was er bisher an paranormalen Sachen gesehen hat in den Schatten stellt, gefangen in einem Zimmer das gerne mit seinen Insassen spielt...
Ich hoffe diese kleine Einleitung in die Story hat gereicht um euch anzuteasen. Mich hat es das damals auf jeden Fall. Eigentlich hat es schon gereicht, dass ich wusste das es sich hier um einen Film mit einer Romanvorlage von Stephen King handelt, der ja bekanntlich der Meister des Horrors ist. Und meine Erwartungen wurde nicht enttäuscht.
Wer allerdings ein Gemetzel erwartet ist hier ganz falsch. "Zimmer 1408" läuft wie alle Stephen King Geschichten langsam an und läuft im weiteren zur Hochform auf. Der schleichende Horrer, der Grusel, das Ungewisse und das man nie so wirklich weiß, was nun wahr und was nun Illusion ist. Ich habe mehr als einmal ein "WTF"-Gesicht aufegesetzt und das zurecht.
Die Illusionen die das Zimmer dem Protagonisten vorspielt, fügen sich so echt in die reale Szenerie ein, dass man zwischen Wahn und Wirklichkeit nicht mehr unterschieden kann. Und damit hat Mikael Hafström das geschafft, was auch ein Stephen King Roman schafft. Man wird selber zum Protagonisten. Damit meine ich nicht das man selber spielt, sondern das man nie mehr weiß als der Protagonist selber und man ist auch nicht weniger überrascht über das was als nächstes passiert.
Die Aufklärung über die Story, über die Hintergründe, über den Sinn des Horrorspektakels läuft gefühlt in Echtzeit ab. Und das schaffen wirklich nur wenige Filme. Der Film wird immer spannender und das Wichtigste, man sorgt sich im Mike Enslin. Oh ja.
Okay. Mal davon abgesehen sit die Präsentation wirklich klasse gelungen. Das Hotel sieht klasse aus, sowie alle Schausplätze. Selbst als sich das Zimmer in eine Eislandschaft verwandelt, weil die Klimaanlage ihren Job ein wenig zu ernst nimmt, sa es noch wirklich schön und eiskalt aus. Nun der Film ist kein Effektfeuerwerk, die Schockmomente sind einfach, aber sie funktionieren. Und das ist der Sinn der Sache. Man darf das diesem Film nicht als schlechten Kritikpunkt vorhalten. Tut man bei "Paranormal Activity" ja auch nicht.
Die Gewalt in dem Film ist...minimal. Sie läuft eher im Kopf des Protagonisten und im Kopf des Zuschauers ab. Was ist real? Was nicht? Hat er sich wirklich grade verletzt?
Meiner Meinung nach können sich Fime wie Saw, Hostel oder Final Destination eine GANZ dicke Scheibe von "Zimmer 1408" abschneiden. Denn hier wird noch Grusel, Mystey und Horrer of einem Niveau betrieben, dass sich von allem Splatter und TorturePorn abhebt. Ein einfaches Hotelzimmer als Ort für einen perfiden Gruselspaß einer geplagten Seele, der eine Mann in den Wahnsinn treibt. Das ist noch ein Schockerlebnis der alten Schule, wie es damals "Friedhof der Kuscheltiere", "Poltergeist" oder "Blair Witch Project" vorgemacht haben.
Was gibt es noch von der schauspielerischen Seite zu sagen? John Cusack ist eigentlich wie immer John Cusack, er kann auch nur John Cusack spielen. Es gibt keinen Film mit John Cusack wo er nicht John Cusack ist. Da reiht er sich ein in die Schauspielerrige mit Adam Sandler, Hugh Grand und Micheal Cera. Die können auch nur sich selber spielen.
Aber grade deshalb ist die Fugur des "Mike Enslin" dem John Cusack so auf dem Leib geschnitten. Er schafft es ihn wirklich gut zu verkörpern. Und er bringt Wahn, Verzweiflung, Verständnislosigkeit, Wut und Angst genau so rüber wie es ein ganz normal Autor eben macht. Er ist kein kampferfahrener Soldat oder ein Ghostbuster. Er ist normal...Und grade das macht ihn in seiner Rolle so sympathisch und für den Zuschauer leicht zugänglich.
Mr. Samuel L. Jackson hingegen hat diesmal einen passiven Part abgestaubt. Man kennt ihn ja eher in Rollen wo er leicht in Rage zu bringen ist. Hier gibt er den mysteriösen Hotelmanager, der gerne mit Andeutungen im sich wirft, aber immer geheimnisvoll wirkt. Denn wer weiß schon was er wirklich im Schilde führt. Schrieb er die Karte die Mike Enslin bekam und die ihn nach New York lockte? Dabei ist er aber immer um das Wohl unseres Protagonisten besorgt. Es ist ganz nett Jackson mal in so einer Art von Rolle zu sehen und er verkörpert das wirklich sehr gut.
Einen netten Auftritt hat auch Tony Shalhoub, den wir alle wohl am besten aus seiner Rolle als "Monk" in der gleichnamigen Krimiserie kennen. Er spielt hier Mikes engagierten Verleger Sam Farrell. Seine Rolle wirkt gleichermaßen überzeugend und ist nett in Szene gesetzt, auch wenn er nur ein paar mal auftaucht. Mit Horrorgeschichten scheint sich der Mann ja auszukennen, nach seinem Auftritt in dem Geisterschocker "13 Geister".
Die Synchronisation betreffend gibt es absolut nichts zu meckern. Für Mike Enslin wurde John Cusacks Standardstimme verwendet, die ja bekanntlich Andreas Fröhlich gehört. Auch Samuel L. Jackson durfte seine umwerfende Standardstimme von Engelbert von Nordhausen behalten. Und auch bei Sam Farrell alias Tony Shalhoub glänzt mit seiner Standard-Monk-Stimme von Bodo Wolf.
Wie man sieht sind hier Topsprecher am Werke, also kann man sich vollkommen auf die deutsche Synchro verlassen. Daumen hoch!

So von meiner Seite aus wars das für heute. Ich lege jedem Fan von guten Horror und sattem Grusel den Film sehr ans Herzen, aber auch den Angsthasen unter euch könnte der Film gefallen, denn er bietet Spannung pur. Das beste für einen gelungenen DVD-Abend oder mal alleine. Wenn man sich traut ;D

Ich empfehle mich an diesem Punkt, denn ich hab eine Nacht in einem alten Schloss gewonnen. Wenn ich morgens noch lebe bekomm ich ein Gratisfrühstück und 5000€. Ich freu mich drauf! :]
Also dann Tschödeldöö!!

22.05.11

Anime•Peteback: Pale Cocoon

 So und da wären wir schon wieder mit einem neuen Peteback!
Heute mach ich mal eine neue Folge aus der Rubrik "Über den Teller gerannt" und diesmal wird es um einen Film gehen der;
Erstens: Was für Animeliebhaber ist und 
zweitens: Zeigt, dass meist in der Kürze die meiste Würze steckt.

Ich präsentiere von meiner Seite aus
Pale Cocoon

"Pale Cocoon" ist eine CG-Anime von dem Regiesseur Yashuhiro Yoshiura aus dem Jahr 2006. Der Film spiel in einer endzeitähnlichen Epoche, wo die Menschheit geszwungen war die Erde zu verlassen und nun in der Vergangenheit nach Antworten suchen.

Trailer für das grandiose Schauspiel

Filmfakten:
Originaltitel: Peiru Kokūn
Deutscher Titel: Pale Cocoon
Orignalsprache: Japanisch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 23 Minuten
Regie: Yasuhiro Yoshiura
Studio: Studio Rikka

Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus? Diese Frage ist allgegenwärtig und auch „Pale Cocoon“ stellt sich jener Thematik. Dabei schafft es Studio Rikka, eine packende Stimmung zu erzeugen, die den Zuschauer mit allerlei Fragen konfrontiert und ihn am Ende nachdenklich zurücklässt.
Die Welt ist nicht mehr die, die sie einst war und befindet sich im anzunehmenden Stillstand. Flora und Fauna, so wie wir sie heutzutage kennen, gibt es aus vielerlei Gründen schon lange nicht mehr. Die Oberfläche der Erde scheint unbewohnbar und die Menschen leben unterirdisch und versuchen die Vergangenheit, aufgrund von Video-, Text- und Bilddateien zu archivieren. So macht sich auch der Hauptprotagonist " Ura" auf die Suche nach der Vergangenheit einer ihm unbekannten Welt, wobei er auf eine Datei stößt, die sein bisheriges Dasein komplett verändern wird.

Die Handlung wird lediglich von 2 Personen getragen — nicht mehr, aber auch nicht weniger. Auf der einen Seite ein junger Mann namens Ura, Mitarbeiter des „Archive Excavation Department“, der für die Archivierung von Relikten aus längst vergangenen Zeiten zuständig ist, um so die Fehler der damaligen Menschheit besser nachvollziehen zu könnnen. Auf der anderen Seite steht seine Kollegin Riko, die bereits jegliche Hoffnung in die Zukunft aufgegeben hat, wie bereits so viele Menschen vor ihr. Sie sind die letzten Menschen die in der Abteilung arbeiten wollen. Für die anderen Menschen hat es keinen Sinn mehr in der Vergangenheit zu wühlen.
Dialoge zwischen den beiden sind rar gesät. Hier der enthusiastische Forscherdrang der eigenen, tristen Realität zu entfliehen und dort die Resignation in Anbetracht der ausweglosen Situation und der Unrühmlichkeit der menschlichen Taten sorgen für zusätzliche Spannung und tragen maßgeblich zur Unterhaltung bei.
Ansprechende CG–Effekte und die meist sehr dunkle und futuristisch anmutende Optik verleihen dem ganzen einen sehr ungewöhnlichen, aber durchaus melancholischen Touch. Auch die musikalische Untermalung passt sehr gut zum Ambiente und endet mit einem Song, der geschickt in die Story eingebunden wird und hier eine entscheidende Rolle spielt. Ruhig erzählt und mit eindrucksvoller Optik präsentiert sich der Anime und erzeugt dabei eine sehr nachdenkliche Stimmung.
Das Studio spielt hier sehr viel mit den Lichteffekt. Das sieht sehr schön und gleichzeig einsam aus.
Man muss sich wirklich auf diese kleine Perle einlassen um zu sehen was da wirklich drin steckt. Denn durch die oft triste Optik wird der Film nicht unbedingt für Jeden interessant. Doch man sollte wirklich "hinter" das Grau blicken.
Vorallem in seiner Kürze ist der Anime interessant, wie er es schafft eine Botschaft so eindrucksvoll und nachdenklich rüberzubringen, wie es sonst nur ganze Serien oder Spielfilme schaffen.
Der Titel selbst stellt ein großes Rätsel dar. Es ist unklar, wen oder was genau „Pale Cocoon“ wirklich darstellen soll und es es ist. Der rostfarbene Kokon, der die Erde symbolisiert, den Mond wo die neuen Kollonien sind oder die Menschen, die nur noch als eine Art Hülle in einsamer Monotonie ihrem tristen Alltag nachgehen? Im Gegensatz dazu steht der Song „Aoi Tamago“ am Ende des Animes, dessen Titel übersetzt soviel bedeutet wie „bläuliche Kugel“, was wiederum auf unsere Erde schließen lässt und dabei ein Gefühl der Hoffnung, zumindest beim Hauptcharakter, aufkommen lässt. Fragen über Fragen...
Einige davon werden beantwortet und mit manchen wird der Zuschauer alleingelassen, um für sich selbst die Antworten finden, wobei der Anime am Ende jedoch eine Überraschung zu bieten hat. 
Die zwei Sprechen werden einem wohl bekannt vorkommen. Für Ura hat man Dirk Meyer verpflichtet dessen Stimme z.B aus "One Piece" als Lysop und Fry aus "Futurama" bekannt ist. Den weiblichen Part der Rico übernimmt Shandra Schadt. Ihre Stimme ist auch bekannt aus der Serie "Futurama", dort spricht sie die Amy. Außerdem ist sie die feste, deutsche Stimme von Miley Cyrus, Jassica Alba und Anne Hathaway.


Kommen wir mal zum Fazit.:
Müsste man "Pale Cocoon" beschreiben, so kann man das auf verschiedenste Weise tun. Von einer kurzweiligen, atmosphärisch dichten Science-Fiction-Geschichte, einer postapokalyptschen Zukunftsvision, einer Gesellschaftskritik bis hin zu einer modernen Interpretation von Platons Höhlengleichnis. Doch die Frage ist vielmehr, wie sehr man sich auf die Thematik einlassen möchte und wie viel man in das Werk hineininterpretiert. Mir selbst gefiel die Präsentation der Story außerordentlich gut und ich bin sogar der Meinung, dass das Werk Pale Cocoon eben genau diese Zeit von 23 Minuten braucht, um sein Potenzial vollends entfalten zu können. Meiner Meinung nach ein Muss für jeden Animefan mit erhöhtem Niveauanspruch! :]

Also empfehle ich mich dieses Mal und sage Tschödeldö und möchte doch gerne wieder ein Feedback sehen, wenn ihr den Film gesehen hab! Ich bin gespannt :)

Game•Peteback: Cave Story

 
Hallöle. Es ist Sonntag, ich hab Zeit und des wegen gibt es ein kurzes Peteback zu einem Spiel!
Kurzum, es geht heute um ein PC Spiel das;

Erstens: Kostenlos ist,
und zweitens: Einen netten 2D Charme hat.
 
Heute präsentiere ich
Cave Story
"Cave Story" ist ein 2D Action-Adventure aus dem Jahr 2004 das von Daisuke Amaya programmiert wurde im Original als Freeware für PC erhältlich ist. In dem Spiel geht es um einen Androiden der nicht wirklich weiß wer er ist und auch nicht wirklich weiß was seine Aufgabe ist, doch das Herz am rechten Fleck hat und sein bestes tut um eine unterirdische Welt zu retten.

Trailer

Fakten dafür:
Originaltitel: Dōkutsu Monogatari
Englischer Titel: Cave Story
Originalsprache: Japanisch
Versionsprache: Englisch
Erschienen: 2004
Genre: Action-Adventure
Entwickler: Studio Pixel / Daisuke "Pixel" Amaya
Publischer: Studio Pixel

Der Androide "Quote" erwacht ohne jegliche Erinnerungen in einem unterirdischen Höhlesystem. Nach dem man ein wenig rumgelaufen und gesprungen ist, findet man in einem leeren Haus eine Schusswaffe die sich anscheinend "Polar Star" nennt. Nun sind wir schlagfertig genug um uns gegen die Wesen um Untergrund zu behaupten. Kurz darauf entdeckt er ein Dorf, das von tierähnlichen Humanoiden, den sogenannten "Mimigas" bewohnt wird. Diese werden vom "Doktor" bedroht und verfolgt, der aus ihnen mit Hilfe von genetisch veränderten Blumen Killermaschinen machen will und sich eine Armee aufbauen möchte umd die Oberfläche zu unterjochen. Zwei der Untertanen des Doktors – die Hexe "Misery" und "Balrog" – sind auf der Suche nach einem Mimiga namens "Sue"; nehmen jedoch aus Versehen den Mimiga "Toroko" gefangen, was ihren Freunden sauer aufstößt. Das Hauptziel des Spiels ist nun Sue zu retten, die Mimigas vor dem Doktor zu beschützen und aus der Höhle zu flüchten.
Also das Erste was mir bei dem Spiel in den Sinn kam war "Ai ist das knuffig!". Und das ist es wirklich. Dieses Indepentenprodukt ist wirklich witzig und knuffig gemacht und macht vorallem ne ganze Menge Spaß! Die Spielfigur bewegt sich nach dem Prinzip eines Side-Scrollers über den Bildschirm, wie es schon bei Super Mario und Metroid auf dem Nintendo der Fall war.

Man muss dabei geschickt die Lage peilen, springen und seine Gegner mit einigen verschiedenen Waffen aufs Korn nehmen. Während des Spielverlaufs kann Quote verschiedene Waffen und Items einsammeln und auch eintauschen wenn man möchte, des Getauscht ist aber nicht immer so toll wie das was man getauscht hat. Der Spielverlauf baut ähnlich wie Super Metroid auf umfangreichen, frei begehbare Level auf. Neuere Abschnitte werden durch eingesammelte Waffen oder Items zugänglich, so dass ein immer größer werdender Teil der Welt begehbar wird. So kann man mit einem Jetpack höher springen, oder mit Bomben brüchige Wände sprengen. Die Charaktere sind ganz nett in Pixel Art designed, aber man erkennt sofort was sie darstellen möchten und sollen. Ich konnte mich sehr schnell mit dem Look des Spiel anfreunden, weil ich so und so ein Freund von Pixeln bin. Jemand der lieber was hochauflösendes Spielen möchte, der sollte lieber zu einer der kommerziellen Versionen für PSP, Xbox oder Wii greifen. Aber das Original ist halt kostenlos. Da kann man auch schonmal Kompromisse machen.
Leider kann man nicht wirklich Gefühl für die Figuren entwickeln, die Story haut einen auch nicht vom Hocker, aber das fällt nicht wirklich ins Gewicht, weil die Präsentation einfach klasse ist. Es stellen sich einem natürlich auch reichlich Gegner in den Weg, seien es Insekten, Fische, bärenartige Wesen, Maschienen und auch einige undefinierbare Wesen. Außerdem können einen manche Endgegner schon an den Rand des Wahnsinns treiben, wenn man nicht auf die richtige Taktik kommt. Das liegt aber an jedem selber. Das Spiel wartet auch mit einigen Überraschungen auf, so kann man zum Beispiel verschiedene Enden hervorrufen, je nach dem wie man auf bestimmte Dialoge anwortet. So bekommt man auch bestimme Items, oder bekommt sie auch nicht. Je nach dem...

Soo ich empfehle daher "Cave Story" jedem der was mit 2D Shooter mag und vorallem auf eine Pixel-Anime-Optik steht. Das Spiel ist wirkich nett gemacht und macht vorallem Spaß und wird einem mindestens 15 Stunden beschäftigen. Wenn man noch ein paar Nebenaufgaben macht, sogar ganze 20 Stunden. Außerdem ist es umsonst. Ich werd den Downloadlink hier mal posten!




Also sag ich mal Tschödeldö und sagen bis zum nächsten mal! Heute keine Empfehlung von mir, denn ich bin recht müde. Haha =D

18.05.11

Film•Peteback: Waking Life (Träumen ist Schicksal...)

Gott zum Gruße!
Und willkommen zu meinem ersten Beitrag zum Thema 
"Über den Teller gerannt"
In dieser kleinen Rubrik werde ich kurze bis lange Reviews zu Filmen, Serien und Spielen machen,
die schon als Geheimtipp gelten, aber auch nicht für jeden etwas sind. :]

Und schon kommen wir zum ersten Schmankerl. Es ist ein Film der;
Erstens: Ein Film ist für den man sich ein bisschen Zeit nehmen sollte
und zweitens: Ein Film mit einer interessanten Optik ist.

Und hier kommt
Waking Life
"Waking Life" ist ein animations-ähnlicher Film aus dem Jahr 2001, der viele philosophische Fragen und Gedanken aufnimmt und sie in interessanten Dialogen versucht zu klären.

Original Träiler!



Fakten zum besseren Verständnis:
Originaltitel: Waking Life
Deutscher Titel: Waking Life
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2001
Länge: ca. 99 Minuten
Regie: Richard Linklater
Drehbuch: Richart Linklater

Seit ihr auch schonmal von einem Nickerchen aufgewacht und habt euch die Frage gestellt, warum sich der Traum den ihr grade hatten, so unglaublich real angefühlt hat?
Der Protagonist in "Waking Life" hat so ein ähnliches Problem, nur noch ein bisschen verschärfter. Er kann nämlich nich mehr aus seinem Traum aufwachen. "Waking Life" erzählt die unfreiwillig tragische Geschichte eines jungen, namenlosen Mannes, der träumt. Oder nicht? Oder doch? Mhh...
Während seines Traumes trifft er auf viele andere Charaktere, die alle sehr redselig sind und über Themen wie: Den freien Willen, die menschliche Existenz, die Wahrnehmung der Realität und viele andere philosophische Themen diskutieren und den Protagonisten daran teil haben lassen wollen.
Doch warum?
Die Antwort - Keine Ahnung
Es wird dabei sehr viel über den Existentialismus und vorallem die Interpretationsversuche geredet. Der Hauptcharakter rutscht mehr oder minder freiwillig in diese Themen hinein, hört sich alles aber immer brav an, nimmt aber nie wirklich an den Diskussionen teil. Schlussendlich kommt er auf seiner Reise dahinter, dass er wirklich träumt und nicht aufwachen kann. Oder ist vielleicht doch alles Realtität? Der Film lässt da sehr viel Raum für Interpretationen.
Okay ich bin mal ehrlich. Die Story ist wirklich mal pille palle. Allerdings bildet sie ein solides Fundament für die Themen die der Film anschneidet. Es ist mal ganz nett das man einen Film sehen kann, wo Namen keinerlei Rollen spielen. Denn keiner hat in dem Film einen Namen, angefangen beim Protagonisten.
Dennoch seh ich darin ein kleines Problem. Man kann sich mit den Leuten in dem Film nicht wirklich anfreunden, es entsteht keine Sympathie, keine Abneigung, kein Mitleid. Selbst der Hauptcharakter wirkt so, als würde er nur eine Nebenrolle spielen und das die Dialoge und die Themen die eigentlichen Hauptpersonen sind. Auch kommen Szenen vor, wo der eigentlich Hauptcharakter gar nicht dabei ist und die nur weniger zum weiteren Verlauf des Films beitragen. Die Schauplätze ändern sich rasand von der Straße, in eine Kneipe, zu einem Paar im Bett, zu einem Café oder einer Fernsehsendung. Wie schon gesagt steht hier die Pholosophie im Vordergrund, das nicht natürlich nichts für jeden, aber man wird sachte an die ganzen Themen herangeführt und wird nicht sofort zugeschwallt mit Fachbegriffen und komplexen Gedankengängen. 
Mir ist allerdings aufgefallen, dass die Überleitungen doch etwas schwammig sind und die Dialoge wirkten stellenweise etwas langweilig und schleppen sich ein wenig. Trotzdem kann man immer gespannt sein, was als nächstes passieren wird.

Ich komme jetzt mal zur Optik. Ein sehr wichtiger Punkt. Der Film ist nämlich eine sogenannte Rotoskopie. Das bedeutet, dass der Film zwar komplett mit Schauspielern gedreht wurde, aber dann nach dem Drehschluss am PC mittels Effekten und und Animationen nachbearbeitet wurde. Das verleiht dem Film einen Touch von Animationsfilm, wirkt aber viel grober und verdrehter, weil viele verschiedene Stilmittel der Zeichenkunst verwendet werden. Von Weichzeichner, über Farbverschiebungen, bishin zu verzerrten Bildern und den Charakteren die wirken, als wären sie aus einzelnen Schnippseln zusammengesetzt.
Jedes Setting wirkt dabei wie ein kleines Gemälde. Das ist sehr erfrischend und weckt vorallem das Interesse des Zuschauers. Also jedenfalls bei mir.

Dieses kleine Kommentar von Andreas Platthaus aus der FAZ fasst es nochmal nett zusammen:
"Es gibt kein Werk der Animationsgeschichte, das sich so wenig um die klassische negative Definition des Metiers schert, die bezeichnenderweise von Max Fleischer stammt:  "Wenn es im richtigen Leben passieren kann, dann ist es kein Zeichentrick ." Alles, was  " Waking Life " erzählt, kann im richtigen Leben passieren. Mehr als das: Das, was in diesem Film geschieht, ist jedem schon einmal passiert. Seine Protagonisten unterhalten sich hundert Minuten lang über Leben und Tod, sie entwickeln ihre individuellen Zugänge zur condition humaine, oft banal, manchmal tiefschürfend, in Monologen oder Zwiegesprächen, auf Kinoleinwänden und im Fernsehen, in der Kneipe oder im Bett""

Es bleibt außerdem zu sagen, dass die Synchronisation wirklich sehr schön gelungen ist. Die Lippensychronität ist nahezu perfekt. Die Stimmen wurden gut für die einzelnen Personen gewählt.
Darunter sind bekannte Sprecher wie Nana Spier (Stimme von Drew Barrymore und Sarah Michelle Gellar), Nicolas Artajo als der Hauptcharakter (Stimme von Jamie Bell und Micheal Cera) und Andreas Fröhlich als sein Kumpel Jesse (Stimme von John Cusack und Ethan Hawke)
Schlussendlich ist ein "Waking Life" etwas für alle die sich gerne mit philosophischen Themen auseinander setzten, oder gerne daran teil haben. Philosophiemuffeln würde ich den Film nicht unbedingt empfehlen, weil da das Interesse nicht so groß ist um dem Film anständig zu folgen.
Es muss als jeder selber entscheiden. Mir hat er gut gefallen, obwohl ich nicht sher viel diskutieren, sondern lieber zuhören :)

Und nun machts gut, danke für die Aufmerksamkeit! Soll ich vielleicht mit dieser Rubrik weitermachen? Gebt mir doch ein Feedback wenn ihr den Film gesehen habt. Wäre nett :)
Also empfehle ich mich also und Tschödeldö alle da draußen!

P.S.: Pssst! :-o Keinem weitersagen, aber...  Waking Life  :3

15.05.11

Anime•Peteback: Meine Nachbarn die Yamadas (Was kann schöner sein?...)

So und schon geht es in windeseile weiter mit dem nächsten Peteback zu einen Anime.
Heute geht es um einen Anime der;
Erstens: Von Studio Ghibli stammt
und zweitens: Was für die ganze Familie ist

Ich präsentiere
Meine Nachbarn die Yamadas

"Meine Nachbarn die Yamadas" ist ein japanischer Anime von Studio Ghibli und dem Autor Isao Takahata, aus dem Jahr 1999 in dem es, wie der Titel sagt um die nicht ganz so normale Familie Yamada geht.

Hier ein Intro-Clip

Filmfakten:
Originaltitel: Hōhokekyo Tonari no Yamada-kun
Deutscher Titel: Meine Nachbarn die Yamadas
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 1999
Länge: ca. 104 Minuten
Regie: Isao Takahata
Drehbuch: Isao Takahata
Musik: Akiko Yano

Die Familie Yamada, deren Leben sich zwischen Normalität und Wahnsinn bewegt, lebt in einer japanischen Vorstadt. Es wird nicht genau gesagt welche. Ich vermute aber das es Tokyo ist.  Das Oberhaupt der Familie ist Takashi Yamada, er fristet sein Leben mit einem langweiligen Job in einem Büro, wie es viele japanische Ehemänner tun. Seine Frau Matsuko hält von der klassischen Hausarbeit, und auch vom Arbeiten im Allgemeinen, nicht viel. Sie wirkt er faul und vergesslich, kümmert sich allerdings liebevoll um ihre Familie.
Die Yamadas haben zusammen zwei Kinder Noboru, der Sohn sowie Nonoko, die Tochter. Neben den Kindern lebt auch die Oma Shige, die Mutter von Matsuko im Haus, die immer etwas zu meckern hat, sowie der etwas faule Hund Pochi, der in einer Hundehütte im Garten lebt. So erlebt man in den 104 Minuten Filmzeit, dass sich Herr Yamada mit seiner Frau im Karate-Stil im Wohnzimmer um die Fernbedienung des Fernsehers streiten, oder aber dass seine Frau wieder mal nichts gekocht hat und er zum Abendessen nichts außer einer Banane erhält. Noboru wünscht sich deswegen oft, dass seine Familie cooler wäre, im Gegensatz zu seiner Schwester die mit der Situation zufriedener ist.
Wiedermal steht hier ein Film des Studio Ghibli vor uns, welches ja schon für seine eindrucksvollen Werke wie: Das Kriegsdrama " Die letzten Glühwürmchen", das magische Epos "Prinzessin Mononoke" oder das bezaubernde Märchen von " Chihiros Reise ins Zauberland" bekannt ist.
Mit "Meine Nachbarn die Yamadas" hat sich Studio Ghibli mal von magischen Wesen, Göttern und allem mystischen abgewand und wendet sich den ganz normalen und verrückt-komischen Alltagssituationen eine japanischen Vorstadtfamilie zu. Das ist sehr erfirschend und macht vorallem Spaß. Denn jedes einzelne Familienmitglied ist gut durchdacht und ganz für sich ein sympatischer Charakter, angefangen bei der kleinen Tochter Nonoko und bishin zur betagten, aber noch relativ unverbrauchten, mit trockenen Humor erfüllten Großmutter Shige.
Es werden Alltagssituationen dargestellt wie ein Fernsehabend, der Chef kommt zum Essen, es muss aufgeräumt werden, oder die Schulnoten des Sohnes entsprechen nicht wirklich den Erwartungen der Eltern. Doch das alles immer mit einem gewissen Augenzwinken, womit jede Situation unweigerlich in eine Katastrophe und in die Comedy abgleitet.
Die Familie Yamada ist dabei klar in die altjapanischen Vorstellungen einer Familie gegliedert. Vater geht arbeiten, Mutter macht den Haushalt und dazu noch Sohn und Tochter. Alles sehr traditionell und genau so ist vorallem der Vater der Familie eingestellt.
Der Film ist in einem gesunden Mangastil gehalten, keine aufwändigen Animationen und kein großes Brumborium. Und trotzdem ist der Film, wie alle Filme von Studio Ghibli, mit viel liebe zum Detail gemacht. Man erkennt eindeutig wo die Kinder ihre Ähnlichkeiten mit den Eltern haben, das vom körperlichen und auch vom charakteristischen Standpunkt her.
Es gibt keine zusammenhängende Story, sondern es gibt mehr Einzelepisoden zu bestimmen Überschriften. Dennoch gehen die Geschichten doch nahtlos ineinander über. Am ende jeder Überschrift gibt es dann ein nettes Haiku von einem oder mehreren, namenhaften japanischen Dichtern der früheren Zeit.

Die Synchronisation ist hier mittelprächtig gelungen, die Stimmen passen aber sehr gut zu den einzelnen Personen und sie sind angenehm zu hören. Ich hab den Film damals auf ARTE in der Originalsprache mit deutschen Untertiteln gesehen und fand es ein wenig besser als die deutsche Synchro, obwohl die den Witz genau so gut rüberbringt.
Ich empfehle "Meine Nachbarn die Yamadas" jedem Studio-Ghibli-Freund und jeden der einen unterhaltsamen Animefilm sucht, wo die Charaktere wirklich liebevoll gestaltet sind und der sich einfach so wegschaut und man einfach mit der Story mitgezogen wird und man total die Zeit vergisst.

Und nun verabschiede mich nach diesem kurzen Peteback. War es vielleicht zu kurz?War es dennoch hilfreich? Dann empfehle mich mal und sage Tschödeldö bis zum nächsten Mal!

13.05.11

Anime•Peteback: 5 Centimeters per Second

Hallo und herzlich Willkommen zu einer erneuten Premiere!
Heute wird es zum ersten Mal eine Kritik zu einen Anime geben, der;
Erstens: Einer der schönsten Animes ist die ich je gesehen hab (und ich hab viele gesehen ;D)
und zweitens: In der DVD und BlueRay Fassung drei Fime in sich vereint.

Ich präsentiere daher hochherrschaftlich
5 Centimeters per Second


"5 Centimeters per Second" ist ein Animefilm von Makoto Shinkai aus dem Jahr 2007, der sich auch drei Kapiteln zusammensetzt, in denen vorallem Themen wie Beziehungen, Zeit, Raum, Liebe und Nähe zueinandern thematisiert wird.

Hier eine schicker Trailer von "FerusDoyle" - schaut mal auf seinem Kanal vorbei. Lohnt sich!


Ein paar Fakten nebenbei:
Originaltitel: Byōsoku 5 Senchimētoru
Untertitel: A Chain of short Stories about their Distance
Deutscher Titel: 5 Centimeters per Second/5 Zentimeter pro Sekunde
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: März 2007
Länge: ca. 63 Minuten
Regie: Makoto Shinkai
Drehbuch: Makoto Shinkai
Produktion: CoMix Wave Inc.
 
Hat es nicht jeder schonmal in seinem Leben erlebt, das man sich von einem Menschen entfernt hat, den man eigentlich sehr mochte, sei es aus geographischen oder emotionalen Gründen. Und das man sich am Ende die Frage stellt, wieso das alles passiert ist und wie das alles passieren konnte? Genau diesen Gedanken geht "5 Centimeters per Second" in drei einzelnen, aber zusammenhängenden Kurzgeschichten nach.
Wir befinden uns im Japan der 90er Jahre und springen damit gleich in das erste Kapitel "Kirschblüten. Essenz". In der Grundschule trifft unser erster Hauptcharakter Takaki Tôno zum ersten mal auf das Mädchen Akari Shinohara. Sie sind sich von Anfang an sympathisch, da beide ein eher schwächliches Auftreten haben und sie lieber ihre Zeit in der Bibliothek verbringen. So entwickelt sich über die Grundschulzeit eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen und ein paar spezielle Gefühle bleiben in ihren jungen Herzen nicht aus, werden aber nie ausgesprochen. Sie versprechen sich jedes Jahr wieder im Frühling die Kirschblüten fallen zu sehen, die ja bekanntlich mit einer Geschwindigkeit von 5 Zentimentern pro Sekunde fallen.Dann nach der Grundschule kommt allerdinfs der schicksalhafte Tag, wo Akari Tokyo verlässt um mit ihre Famlie in die Präfektur Tochigi zu ziehenTakaki besucht unterdess die Mittelschule in Tokyo. Trotz allem halten die beiden eine Brieffreundschaft aufrecht die auch auf eine harte Probe gestellt wird, da Takaki erfährt das seine Familie ebenfalls wegziehen wird undzwar nach Kagoshima. Das sind knapp 1000km Luftlinie. Das Bedürfnis nach Nähe schreit grade zu danach sich noch einmal zu treffen, bevor sie zu weit auseinander wohnen. Takaki fährt also nach Tochigi um Akari zu treffen, im Gepäck einen Brief, wo sich der Zuschauer schon denken kann was drinsteht. Akari hat einen ähnlichen Brief geschrieben.
Mit reichlich Verspätung durch einen Schneesturm sehen sich die beiden endlich wieder und leider bleiben ihnen dann nur ein paar Stunden bis Takaki den Zug zurück nehmen muss. Durch einen Kuss vor einem verschneiten Kirschbaum, wird nun klar was die beiden wirklich verbindet, doch der letzte Schritt, die Übergabe der Biefe, findet nie statt. Takaki hat seinen auf der Zugreise verloren und Akari traut es sich nicht, ihren Takaki zu geben...
Somit endet die erste Kurzgeschichte "Kirschblüten. Essenz".

Es folgen dann die Kurzgeschichten "Cosmonaut" und "5 Zentimeter pro Sekunde" wo auch ein neuer Charakter die Bühne betritt, nämlich Takakis Oberstufenmitschülerin Kanae Sumita, die sich ebensfalls in den jungen Takaki verliebt.
Im letzten Kapitel sind alle drei Hauptpersonen erwachsen und gehen ihrem Arbeitsleben nach, doch die Gedanken und Gefühle hängen der geliebten Person immernoch nach.
Aber wie es dann ausgeht sollte jeder selber sehen :)

Gut. Die Story haut einen nicht wirklich von Hocker, das ist schonmal klar. Klingt nach einem x-beliebigen Softromantic Film den man überall findet. Aber "5 Centimeters per Second" ist eigentlich noch viel mehr als das. Er wirft viele Fragen auf die man bestimmt auch auf sich selber beziehen kann und die einen nachdenken lassen, ob man sich nicht schonmal wirklich in der selben Position wie unsere Protagonisten befand. Der Untertitel "A Chain of short Stories about their Distance" ist in der Hinsicht doch sehr gehaltvoll. Er beschreibt wirklich schön, was in dem Film eigentlich vor sich geht. Nämlich eine ungewollte Entfremdung und eine Distanzierung von dem, was man eigentlich so gerne behalten würde. Außerdem wird einem vor Augen geführt, wodurch das alles ausgelöst werden kann, denn im Endeffekt ist man doch immernoch selber dafür verantwortlich...
Der Film zeigt den Wandel des Lebens im Japan der damaligen bis in die heutige Zeit. Schule - Studium - Beruf. Das ist die klare abfolge und so kann sich jeder, egal in welcher Altersgruppe er sich befindet damit identifizieren. Selbst ich hab mir nach dem Film mal überlegt, was eigentlich meine alten Freunde aus der Grundschule nun machen, die ich entweder nie mehr gesehen habe, oder nur mal kurz aus Zufall wiedergetroffen habe. Natürlich wird einem auch gezeigt, welche gesellschaftlichen Steine dem jungen Glück in den Weg gelegt werden. Die Freundschaft wird einzig und alleine deswegen zerrissen, weil die Väter beruflich immer wieder umziehen müssen, um einen gewissen Lebensstandard zu halten.

Wiederum ist es eindrucksvoll zu sehen, wie die drei Herzen noch aneinander hängen. Das von Takaki an Akaris und umgekehrt und das von Kanae an Takaki. Wobei letztere Verbundenheit wohl die hoffnungsloseste ist, weil Takaki nicht von Akari wegkommt und so eine Liebe keine Chance hat, weil Takaki immer wieder in die Ferne sieht und nach etwas sucht und auch SMS an niemanden schreibt, nur um das zu formulieren was er im Innersten denkt. Der Haupttitel "5 Centimeters per Second" bezieht sich auf die Fallgeschwindigkeit Kirschblütenblattes im Frühjahr. Diese unglaublich kurze Zeit der Blüte dieses heiligen Baumes in Japan, kommt eine besondere Bedeutung im japanischen Jahreskreis zu. Shinkai wählte diesen Titel jedoch, um das Voneindertreiben der Menschen in unserer Gesellschaft zu symbolisieren. Einst zusammen, verstreut der Wind die Blätter in alle Richtungen. Shinkai verzichtet in dieser Erzählung gänzlich auf fiktive Mittel und zeigt in einer absolut alltäglichen Story das Drama menschlicher Gefühle. Das ganze Werk zeigt einen sehr fein ausgewogenen Rhythmus zwischen sich treffen und auseinander gehen, Hoffnung und Enttäuschung, die ihrerseits wieder neue Hoffnung schürt. Die Figur der Kanae, die kurzzeitig die Hoffnung eines Ersatzes für Akari darstellt, dann aber an Takakis Stelle die innere Sehnsucht verkörpert, bildet die Weiterleitung des dramatischen Fadens über die zweite Episode hinweg. Shinkai beendet seinen Film mit einem Lächeln des Hauptprotagonisten, womit er es dem Zuschauer offen lässt, seine Gedanken zu erraten.

Der Großteil des Films wird durch Off-Dialoge dominiert. Es gibt zwar auch reelle Dialoge zwischen den Personen, die sind allerdings nicht so gehaltvoll, wie die Dialoge die von jedem einzelnen der Personen aus dem Off gesprochen wird. Die Identifikation und das Kennenlernen der Hauptpersonen, läuft also in der Regel eher passiv ab, was der Handlung allerdings nichts tut. Es wirkt wie ein Interview das einem mit den passenden Bildern präsentiert wird, wo jeder seine Sichtweise der Geschichte erzählt und doch hängen alle Ansichten zusammen und ergänzen sich zu einem ganzen Film. Dabei wird viel mit Symbolen und Umschreibungen gearbeitet und das meist von den Protagonisten selber, dass der Zuschauer selber darauf kommen muss, was die Personen wirklich fühlen und sich wirklich wünschen.

Ich poste hier die ganze Zeit hochauflösende Bilder und nun erklär ich mal warum. "5 Centimeters per Second" ist, und da lehne ich mich vielleicht weit aus dem Fenster, der Anime mit den schönsten Hintergründen den es bisher gibt. Viele dieser Hintergründe basieren auf echten Schauplätzen die am PC mit Photoshop in eine Computergrafik umgewandelt und nachgezeichnet wurden. Das erste Bild des Bahnsteigs ist so ein Hintergrund des echten Bahnhofen in der Präfektur wo sich Takaki und Akari trafen. Die Bilder sind eine weiterer wichtiger Grund was den Film so unglaublich sehenswert macht, den wer sich ein wenig für atmosphärische Bilder begeistern kann, der wird den Film auf jeden Fall lieben.

Kommen wir mal zur Musik. Einen weiteren wichtigen Punkt. Die Stücke die gespielt werden wirken ruhig und nie dramatisch. Die Musik ist wie ein Fluss der sich durch den ganzen Film zieht und am Ende in ein grandioses Schlusstück mündet. Und das ist "One more time, one more chance" von Masayoshi Yamazaki. Ich werd das Lied mal am Ende des Absatzes posten und noch ein weiteres schönes Pianostück. Den größten Teil des Films machen vorallem Klaviermelodien aus, die von einem Künster Names "Tenmon" geschrieben wurden. Teilweise hat er auch einzelne Stücke von anderen Komponisten übernommen und eine schöne Pioanoversion von "One more time, one more chance" auf die Beine gestellt. Ich hab mir auchden Soundtrack zum Film gekauft und ich bin wirklich sehr zufrieden damit.             

Die Synchronisation ist wirklich gelungen und ist größtenteils sogar Lippensynchron. Die Stimmen sind sympathisch und sind gut für die jeweiligen Charaktere ausgewählt. Gemeinsam haben sie alle das sie sehr weich und ruhig klingen, obwohl trotzdem viele Emotionen rübergebracht werden.

Kommen wir mal zu dem was man mit der DVD bekommt. Man erhält mit der DVD, oder BlueRay, eine zweite Disc, wo der Kurzfilm "The Voice of a distant Star" und "She and her Cat" drauf sind. Das sind zwei weitere Kurzfilme des Autors, die an schönen Bilder, tollen Charakteren und passender Musik, dem Hauptfilm in keiner Weise nachstehen. Außerdem erhält man die DVD bzw. BlueRay ist einem schönen Schuber mit einem Booklet wo Concept Art drin ist, Erklärungen zu den Schauplätzen, zu den Personen und auch viele weitere interessante Informationen. Dazu auch noch Erläuterungen und ein schöner Einleitungstext des Autors persönlich. Spitze! :)

Am Ende bleibt zu sagen, das "5 Centimeters per Second" ein wahrer Augenschmaus für alle Animeliebhaber ist, obwohl alle Hintergründe per Computer generiert wurden und nicht mit echter Farbe und einem echten Pinsel. Außerdem werden vermutlich auch Animemuffel auf ihre Kosten kommen, denn der Film bietet eine doch im Innersten spannende Geschichte um drei junge Menschen die versuchen einander zu finden und sich selber auch. Auch von der Romantikseite bekommt der Film genug Input um nicht unbedingt schnulzig zu wirken, doch aber genug um das Herz zu berühren. Und ich sage das als eine gestandener Kerl :D

Und hier sag ich wieder auf Wiedersehen und empfehle mich und komme zum bekannten Tschödeldö!

07.05.11

Game•Peteback: Monster Hunter Freedom Unite

*Horn blas* 
Waidmanns heil, liebe Freunde der Jagd!
Heute kommen wir mal zu einen Peteback wo ich schon einen ganzen Tag drüber nachgedacht habe, wie ich es am besten angehen sollte.
Und aus diesem wohl überlegten Grund gibt es heute ein Spiel das;
Erstens: Ich schon spielen wollte als es exklusiv für PS2 rauskam
und zweitens: Einen ekelhaft hohen Suchtfaktor hat.

Ich präsentiere
Monster Hunter Freedom Unite 


Die Monster Hunter Videospielreihe wurde und wird entwickelt und vertrieben von CAPCOM. Das erste Spiel erschien am 11. März 2004 in Japan und am 27. Mai 2005 in Deutschland für die PlayStation 2. Von den Ablegern der Monster-Hunter-Reihe wurden bis heute mehr als 4,5 Mio. Exemplare im Handel vertrieben.

Hier ein Game Trailer und ein Ingame Video zum Spiel:

Wichtige Fakten für die Jagd:
Originaltitel: Monster Hunter Portable 2nd G
Deutscher Titel: Monster Hunter Freedom Unite
Plattform: PSP
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Erschienen: Juni 2009
Genre: Adventure/ RPG/ Hack and Slash

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Ein ruhiges Flussufer mit angeschwemmtem Kies, das Gras ist kurz und vom Frost gehärtet, wie es in den eisigen Gebirgen der Tundra nun mal so ist. Nur hier und da stehen längere Grashalme und Farne in kleinen Gruppen zusammen, die einzigen die sich in dem rauen Klima der Eiszeit durchschlagen konnten. Von unserem höher gelegenen Lager machen ich mich auf, in Richtung des Berges, der sich über dem dahinströmenden Fluss in den wolkenverhangenen Himmel erhebt, mit seinen steilen Hängen und der schneebedeckten Spitze. Vorher noch eine Karte der Region und ein paar wichtige Gebrauchsgegenstände eingepackt und schon geht es eine Anhöhe hinunter. Das breite Flussufer ist in Sicht, ein prüfender Blick um eine Felskante und dann ducken und langsam heranpirschen. Wichtig ist erst einmal die Lage aus der Entfernung zu beobachten, unnötige Bewegungen vermeiden. Der Trainer hat mir ja alles beigebracht. Ein Platschen ertönt vom Ufer her, vermutlich eine dieser Messermakrelen die in dieser Gegend vorkommen. Eine gute Nahrungsquelle, sie sind aufgrund der Temperaturen völlig ausgehungert und schnappen nach jedem Köder.
"Da! Da sind sie!"- denk ich mir im Stillen. Natürlich kein lautes Wort auf der Jagd. Ich hab sie entdeckt, die Antekas. Sieht so aus als hätten sie mich noch nicht entdeckt. Mit den Viechern ist so und so nicht zu Spaßen. Antekas sind reine Pflanzenfresser, elch-ähnliche Tier mit prähistorischen Ausmaßen. Ein massiger Körper, starke Muskulatur, dichtes Fell gegen die Kälte, alles zerschmetternde Hufe und ein Geweih das an Größe und Pracht jeder Beschreibung spottet. Werden aber aggressiv wenn sie bedroht werden und verteidigen ihr Revier und ihre Herde. Antekas sind nie alleine... Sie sind perfekt an das Leben hier angepasst, im Gegensatz zu mir...Ein schneidend-kalter Wind weht und ich fröstele, selbst unter meiner warmen, aus Fellen gefertigten Rüstung. Sie schützt mich mehr vor der Kälte, als vor physischen Angriffen. Die Kälte ist allemal schlimmer als die Kreaturen die hier hausen. Mafumofu Rüstung nannten sie sie im Pokke Dorf. Die Leute da haben wirklich Ahnung von Rüst- und Waffenschmiedekunst.

Nun aber los, ich hab nicht unbegrenzt Zeit. Auf die Geweihe hab ich es abgesehen. Gutes Material für Waffen und auch für Rüstungen, genau wie das Fell. Ich greife zu meinem Kurzschwert das ich an meiner Hüfte befestigt habe, das Schild ist fest an meinen Arm geschnallt. Noch schnell ein Tier auswählen das grade am grasen ist und lossprinten! Ich mache einen Sprung und ziehe gleichzeitig das Schwert. Eine Klinge aus geschärftem Knochen, eine gute und stabile Waffe. Der wuchtige Schlag trifft das Tier radikal das es straucheln muss, aber ich bleibe nicht untätig. "Wer untätig ist verliert" sagte mir mein Trainer. Ich setze mir drei schnellen Hieben nach. Alles Treffer! Das Anteka geht zu Boden, es zuckt noch und bleibt reglos liegen. Schnell das Schwert wegpacken und das Messer zücken und die wichtigsten Teile entfernen, vor allem das Geweih und die Felle. Plötzlich trifft mich ein harter Stoß in den Rücken, ich fliege mindestens 2 Meter weit. Schmerzen durchzucken meinen Körper, während ich mich aufrappele. Ein anderes Anteka hat mich auf die Hörner genommen, ich hab nicht richtig aufgepasst. Ich hab eine der wichtigsten Regeln vergessen, "Das Ziel nie aus den Augen lassen". Man sieht ja was passiert. Das Anteka ist nun richtig angefressen und stürmt auf mich zu, doch so leicht mach ich es ihm nicht. Ich gehe in Abwehrhaltung und halten mein Schild vor mich, in der anderen Hand wieder das gezogene Schwert. Das Geweih knallt auf meinen Knochenschild, eine Reiberei Knochen gegen Knochen. Das Vieh lässt ab. Ich merke wie meine Ausdauer zur Neige geht ich muss mich mit gebratenem Fleisch stärken, dass ich vorsichtshalber eingepackt habe. Ich knöpfe mir das Tier vor und schon bald liegt es auch auf dem Boden und ich nehme mir meine Trophäen. Die anderen Antekas haben sich verzogen. Richtung Gipfel. Mein nächstes Ziel....
Auf dem Weg habe ich ein wenig Zeit nachzudenken. Eine angespannte Haltung kann ich allerdings nicht vermeiden. Hier in den Bergen gibt es genug Kreaturen die mir Sorgen bereiten. Ich bin ins Pokke Dorf gekommen durch einen Unfall. Ich war auf Materialsuche im Gebirge und wurde angegriffen und über eine Klippe geschleudert, es war einer dieser Wyvern die in der Gegend leben. Diese drachen-ähnlichen Mischwesen... Die Leute aus dem Pokke Dorf haben mich gefunden und verarztet. Meine Waffe ist verschwunden, vermutlich liegt sie in irgendeiner Felsspalte. Nun muss ich von neuem beginnen. Der Dorfälteste gab mir eine Auswahl von Waffen und eine Rüstung. Die Leute sind gastfreundlicher als es das Klima hier vermuten lässt. Ich weiß schon warum ich mich für Schwert und Schild entschieden habe, ich muss erst wieder in die Jagdtaktiken reinkommen, dafür ist diese Waffenkombination perfekt. Und nun, muss ich mein Quest beenden bevor die Zeit abläuft, denn ich will wieder ein echter MONSTER HUNTER werden!

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Ich denke damit hat man einen kleinen Einblick erhalten, was in "Monster Hunter Freedom Unite" so abgeht. Im Folgenden werde ich das Spiel lieber mit "MHFU" abkürzen wenn's recht ist. Wie am Anfang schon erwähnt, wollte ich schon lange mal ein Spiel aus der Monster Hunter Reihe spielen, hatte aber nie die passende Konsole dafür. Mit der PSP hab ich das nun geändert.

Um es nochmal zusammen zu fassen; Monster Hunter ist eine Rollenspiel. Man hat aber keine vorgegebene Hauptperson, mit festen Charakterzügen und Eigenarten. Nein. Zu Beginn des spielst bastelt man sich einen Charakter aus den üblichen Einzelteilen zusammen. Geschlecht, Frisur, Haarfarbe, Hautfarbe, Kleidung, Gesichtsform etc. Somit schafft man seinen individuellen Charakter. Ob man nun Mann oder Frau nimmt, ist in erster Linie egal, denn man hat keinen Nachteil. Einzig und allein die Rüstung werden dann speziell für das Geschlecht im Spiel angeboten. Man kann nun anführen das das Spielerlebnis dann doch sehr unpersönlich wird, weil man einen gesichtslosen Charakter spielt. Mich hat es nicht sonderlich gestört, da das Spiel so und so ohne eine feste Story auskommt. Das Spiel ist das, was man aus dem Spiel macht. Man macht sich nun mit der Anfangsausrüstung auf zur Jagd um erst einmal einfache Rohstoffe zu sammeln um Waffe und Rüstung zu verbessern. Damit komm ich auch schon zu einen Thema was den Spieler bei Monster Hunter tierisch zum Grübeln bringen wird. Und das sind die Waffen!

Man kann in "MHFU" zwischen sage und schreibe zehn Waffentypen wählen. Das wären:

Schwert und Schild, Großschwert, Langschwert, Doppelklingen, Hammer, Jagdhorn, Lanzen, Gewehrlanzen, Armbrust, Schwere Armbrust und dem Bogen. Ganz schön starker Tobak, wenn man einfach so ins Spiel geworfen wird und dann aus einer von zehn Waffengattungen auswählen soll. Man sollte seine Waffe aber mit Bedacht wählen um Erfolg bei der Jagd zu haben. Man kann natürlich jederzeit die Waffe wechseln, sodass man nicht das ganze Spiel lang an eine Waffengattung gebunden ist. Beim Trainer hat man außerdem die Möglichkeit jede Waffe in Trainingsquest zu testen. Doch irgendwie sehe ich der großen Waffenauswahl ein Problem, weil es auf Spieler die nicht so viel mit Rollenspielen zu tun haben, dann sofort abgeschreckt werden. Außerdem sind manche Waffen von ihren Werten her nicht für eine Solo-Kampagne geeignet. Wie zum Beispiel der Bogen und die verschiedenen Armbrüste. Die sind eindeutig Supporterwaffen, also Waffen die in der Unterstützung in der Gruppe geeignet sind. Sie besitzen wenig Durchschlagskraft und dienen Hauptsächlich dazu Gegner zu vergiften, zu lähmen oder ihm mit anderen Statusveränderungen das Leben schwer zu machen, während die Kameraden mit den schweren Waffen auf ihn einprügeln. Sei wie's sei. Es gilt in Monster Hunter die Devise "Jede Waffe ist nur so gut, wie man mit ihr umgehen kann". Man sollte deshalb rumprobieren und sich vielleicht nicht unbedingt auf eine Waffengattung festlegen.

Ich hab mich übrigens nach einigen Trainingsquest für die Gewehrlanze entschieden. Inzwischen bin ich aber dazu übergegangen neben der Gewehrlanze auch Lanzen und Langschwerter zu verwenden, für bestimmte Missionen.

So was jagt man denn wohl in Monster Hunter? Genau! Monster! Der Begriff ist allerdings sehr schwammig, denn es gibt in der Spielreihe eine großes Spektrum an Kreaturen auf das man jagt machen kann. Dazu gehören die Pflanzenfresser wie Antekas, wie oben in der Story beschrieben, aber auch Arten von Wildschweinen, Rehen und Mamuts. Außerdem auch Wesen die wir als Dinosaurier bezeichnen würden. Diese Wesen sind alle in der Regel friedliebend, wenn man sie denn in Ruhe lässt.

Angriffslustiger sind dagegen die Fleischfresser wie gewisse Raptorenarten und krebs-ähnliche Monster die sich gerne im lockeren Sand verstecken. Doch um die Monster um die es sich wirklich dreht sich die sogenannten "Wyvern", kurzum kann man sie auch als Drachen bezeichnen. Der größte Teil von ihnen hat auch ein drachen-ähnlichen Aussehen. Echsenartiger Körper, Flügen, drei Reihen gut geschärfter Zähne und ein angsteinflößendes Gebrüll. Sie heißen Tigrex, Rathalos, Monoblos und Gurenzeburu. Doch man begegnet auch hybriden Vertretern, die eher Ähnlichkeit mit Vögeln, Affen, Panthern und Fischen und Insekten haben. Dazu gesellen sich noch die "Elder Dragons". Riesige Drachen aus Überlieferungen und Sagen die immer wieder gesichtet, aber nur von weniger besiegt wurden. Sie bilden die seltenste Rasse in Monster Hunter. Für jeden dieser Gegner braucht man eine Taktik um an das zu bekommen was man will. Einige können sehr gut hören und reagieren empfindlich auf Lärm, andere haben gute Augen und sind damit leicht zu blenden. Oder man greift Schwachstellen am Körper an, wie z.B den Bauch, die Flügel oder den Schwanz.

Nur wenn man seinen Gegner studiert und beobachtet und sein Kampfverhalten kennt, kann man ihn auch schlagen und seltene Items mit nach Hause nehmen. Und grade das macht den hohen Suchtfaktor des Spiels aus. Es ist das Ausdenken von Taktiken, das Herausfinden, das Probieren, das Experimentieren, dass einen nicht mehr loslässt bis man das erreicht hat was man will. Der Spielspaß wird dadurch endlich lange verlängert, wenn man sich einmal auf das Spiel eingelassen hat. Manche Spieler wird das allerdings auch abschrecken, weil "MHFU" mit einer Komplexität spielt, die nicht jedermanns Sache ist. Mich fesseln grade die Kämpfe und das Erstellen von Waffen und Rüstungen. Da die wirklich toll designet sind und man auch erkennt aus welchen Materialien die Gegenstände gemacht sind und von welchen Wesen sie kommen.

Wenn man alleine unterwegs ist man natürlich auch nicht ganz alleine wie man denkt. Man bekommt nämlich kleine Helfer zu Seite gestellt die einem nach besten Kräften unter die Arme greifen. Ich spreche dabei von den sogenannten "Felyne". Das sind (bitte nicht lachen :D) Katzenwesen, die erstens sprachbegabt sind und zweitens sehr gute und loyale Kämpfer sind. Man kann sie auf die Jagd mitnehmen und sie werfen Bombe auf die Feinde, greifen mit ihrer Waffe an, heilen den Spieler oder bringen ihn zurück ins Lager wenn er bewusstlos ist. Man kann eine ganze Gruppe der kleinen Recken anstellen und sie trainieren und mit verschiedenen Fähigkeiten ausstatten. Aber man kann immer nur einen mitnehmen. Außerdem spüren sie Stellen auf wo es was zu finden und entdecken gibt. Die K.I. der Kleinen ist soweit okay. Nicht grandios. Sie schleudern Bomben oft am Gegner vorbei, weil der sich schon in der Zwischenzeit wegbewegt hat. Nützlich ist die Tatsache das sie nicht sterben können, sondern nur K.O. gehen. Somit können sie die Aufmerksamkeit von Gegner auf sich ziehen und ihn Ablenken, während man sich selber heilt, Fallen aufstellt oder einen Angriff von Hinten plant.
Eine andre Möglichkeit ist die Felyne in die Küche zu stellen. Dort lernen sie kochen, braten das gesammelte Fleisch von Tieren und Fischen und versorgen den Spieler mit allerlei Tipps zu Nahrung, denn die ist unabdinglich. Jeder Spieler muss Fleisch essen um die Ausdauerleiste wieder vollständig nutzen zu können. Die Ausdauer entscheidet über die Zeit in der man sprinten kann und wie lange man sich mit dem Schild verteidigen kann. Dabei wirkt Monster Hunter sehr real, denn, wer hart arbeitet muss auch gut essen. Im Dorf hat man auch die Möglichkeit durch Quest erhaltene Punkte die eigene Farm zu verbesser, auf der natürlich auch Felyne arbeiten. Dort kann man Käfer sammeln, nach Erz schürfen, einige Beete bepflanzen, Pilze ernten und angeln. Nach jedem Quest kann man neue Materialien von der Farm sammeln und muss nicht immer auf Quest alles absuchen.

Man muss auch mal sagen das "MHFU" vorallem auf die Multiplayeraktionen ausgelegt ist, die eine WiFi-Connection bietet. Damit kann man mit bis zu 4 Spielern auf die Jagd gehen und ist nicht mehr auf die Felyne angewiesen. Doch das geht natürlich nur falls man genug Freunde hat die eine PSP und das Spiel besitzen. Im Multiplayer kommt dabei natürlich mehr Spaß auf als alleine, obwohl das leveln der Ausrüstung auch alleine Spaß bereitet. Von grafischer Seite her gibt es nicht so viel zu meckern. Die Grafik ist für PSP-Verhältnisse sehr gut, vor allem die gerenderten Sequenzen können sich eindeutig sehen lassen! Das Spiel ruckelt nur selten und die Umgebung wirkt schön gestaltet und ist perfekt designt. Ganz vorne dabei der Dschungel, er sieht sehr schön aus mit Palmen, Lianen und den hohen Gräsern. Das Spiel läuft flüssig, auch wenn ich empfehlen muss, das Spiel auf dem externen Datenträger zu installieren, damit die Ladezeiten verkürzt werden. Es lohnt sich! Abstriche muss man hingegen bei der Steuerung machen. Diese ist auf den ersten Blick knifflig, auch die Einstellung der Kamera bringt einen manchmal an den Rand des Wahnsinns. Doch wenn man eine Weile gespielt hat, geht die Steuerung schon gut von der Hand und man verwendet Items und Waffen geschickt und schnell wie ein Profi. Ich habe dabei nicht sehr viel Eingewöhnungszeit gebraucht. Aber es ist ja bei jedem anders.

Wer sich noch ein bisschen mehr mit Monster Hunter auseinander setzen möchte, könnte die folgende Seite besuchen. Eine sehr schöne Wiki-Seite die mit viel Liebe erstellt wurde und auch ständig aktualisiert wird! :)



Als Jägerfazit bleibt mir nur zu sagen, dass Monster Hunter Freedom Unite ein Pflichtkauf für alle Rollenspielliebhaber und für diejenigen, die großen, bösen Monstern gern eins auf die Schnauze hauen.

Nein mal ehrlich. Monster Hunter bietet in Sachen Rollenspiel so viel zu erleben und zu entdecken, dass es einen auf mindestens 200 Stunden Spielzeit beschäftigt, wenn man genug Ausdauer dafür hat und der Akku der PSP es zulässt. Man bekommt für den im Verhältnis kleinen Preis wirklich ein Spiel das an Detailverliebtheit, Spielspaß, Experimentierfreudigkeit, Suchtfaktor und Frustrationsgrad von keinem anderen PSP Rollenspiel übertroffen wird! Also wer mal das gerne das Schwert schwingen will, kann ohne Bedenken zuschlagen!

Ich empfehle mich nun hier und greife zu meiner Lanze und geh dem ollen Tigrex mal kräftig in seinen beschuppten Hintern pieken! Tschödeldö!