13.05.11

Anime•Peteback: 5 Centimeters per Second

Hallo und herzlich Willkommen zu einer erneuten Premiere!
Heute wird es zum ersten Mal eine Kritik zu einen Anime geben, der;
Erstens: Einer der schönsten Animes ist die ich je gesehen hab (und ich hab viele gesehen ;D)
und zweitens: In der DVD und BlueRay Fassung drei Fime in sich vereint.

Ich präsentiere daher hochherrschaftlich
5 Centimeters per Second


"5 Centimeters per Second" ist ein Animefilm von Makoto Shinkai aus dem Jahr 2007, der sich auch drei Kapiteln zusammensetzt, in denen vorallem Themen wie Beziehungen, Zeit, Raum, Liebe und Nähe zueinandern thematisiert wird.

Hier eine schicker Trailer von "FerusDoyle" - schaut mal auf seinem Kanal vorbei. Lohnt sich!


Ein paar Fakten nebenbei:
Originaltitel: Byōsoku 5 Senchimētoru
Untertitel: A Chain of short Stories about their Distance
Deutscher Titel: 5 Centimeters per Second/5 Zentimeter pro Sekunde
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: März 2007
Länge: ca. 63 Minuten
Regie: Makoto Shinkai
Drehbuch: Makoto Shinkai
Produktion: CoMix Wave Inc.
 
Hat es nicht jeder schonmal in seinem Leben erlebt, das man sich von einem Menschen entfernt hat, den man eigentlich sehr mochte, sei es aus geographischen oder emotionalen Gründen. Und das man sich am Ende die Frage stellt, wieso das alles passiert ist und wie das alles passieren konnte? Genau diesen Gedanken geht "5 Centimeters per Second" in drei einzelnen, aber zusammenhängenden Kurzgeschichten nach.
Wir befinden uns im Japan der 90er Jahre und springen damit gleich in das erste Kapitel "Kirschblüten. Essenz". In der Grundschule trifft unser erster Hauptcharakter Takaki Tôno zum ersten mal auf das Mädchen Akari Shinohara. Sie sind sich von Anfang an sympathisch, da beide ein eher schwächliches Auftreten haben und sie lieber ihre Zeit in der Bibliothek verbringen. So entwickelt sich über die Grundschulzeit eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen und ein paar spezielle Gefühle bleiben in ihren jungen Herzen nicht aus, werden aber nie ausgesprochen. Sie versprechen sich jedes Jahr wieder im Frühling die Kirschblüten fallen zu sehen, die ja bekanntlich mit einer Geschwindigkeit von 5 Zentimentern pro Sekunde fallen.Dann nach der Grundschule kommt allerdinfs der schicksalhafte Tag, wo Akari Tokyo verlässt um mit ihre Famlie in die Präfektur Tochigi zu ziehenTakaki besucht unterdess die Mittelschule in Tokyo. Trotz allem halten die beiden eine Brieffreundschaft aufrecht die auch auf eine harte Probe gestellt wird, da Takaki erfährt das seine Familie ebenfalls wegziehen wird undzwar nach Kagoshima. Das sind knapp 1000km Luftlinie. Das Bedürfnis nach Nähe schreit grade zu danach sich noch einmal zu treffen, bevor sie zu weit auseinander wohnen. Takaki fährt also nach Tochigi um Akari zu treffen, im Gepäck einen Brief, wo sich der Zuschauer schon denken kann was drinsteht. Akari hat einen ähnlichen Brief geschrieben.
Mit reichlich Verspätung durch einen Schneesturm sehen sich die beiden endlich wieder und leider bleiben ihnen dann nur ein paar Stunden bis Takaki den Zug zurück nehmen muss. Durch einen Kuss vor einem verschneiten Kirschbaum, wird nun klar was die beiden wirklich verbindet, doch der letzte Schritt, die Übergabe der Biefe, findet nie statt. Takaki hat seinen auf der Zugreise verloren und Akari traut es sich nicht, ihren Takaki zu geben...
Somit endet die erste Kurzgeschichte "Kirschblüten. Essenz".

Es folgen dann die Kurzgeschichten "Cosmonaut" und "5 Zentimeter pro Sekunde" wo auch ein neuer Charakter die Bühne betritt, nämlich Takakis Oberstufenmitschülerin Kanae Sumita, die sich ebensfalls in den jungen Takaki verliebt.
Im letzten Kapitel sind alle drei Hauptpersonen erwachsen und gehen ihrem Arbeitsleben nach, doch die Gedanken und Gefühle hängen der geliebten Person immernoch nach.
Aber wie es dann ausgeht sollte jeder selber sehen :)

Gut. Die Story haut einen nicht wirklich von Hocker, das ist schonmal klar. Klingt nach einem x-beliebigen Softromantic Film den man überall findet. Aber "5 Centimeters per Second" ist eigentlich noch viel mehr als das. Er wirft viele Fragen auf die man bestimmt auch auf sich selber beziehen kann und die einen nachdenken lassen, ob man sich nicht schonmal wirklich in der selben Position wie unsere Protagonisten befand. Der Untertitel "A Chain of short Stories about their Distance" ist in der Hinsicht doch sehr gehaltvoll. Er beschreibt wirklich schön, was in dem Film eigentlich vor sich geht. Nämlich eine ungewollte Entfremdung und eine Distanzierung von dem, was man eigentlich so gerne behalten würde. Außerdem wird einem vor Augen geführt, wodurch das alles ausgelöst werden kann, denn im Endeffekt ist man doch immernoch selber dafür verantwortlich...
Der Film zeigt den Wandel des Lebens im Japan der damaligen bis in die heutige Zeit. Schule - Studium - Beruf. Das ist die klare abfolge und so kann sich jeder, egal in welcher Altersgruppe er sich befindet damit identifizieren. Selbst ich hab mir nach dem Film mal überlegt, was eigentlich meine alten Freunde aus der Grundschule nun machen, die ich entweder nie mehr gesehen habe, oder nur mal kurz aus Zufall wiedergetroffen habe. Natürlich wird einem auch gezeigt, welche gesellschaftlichen Steine dem jungen Glück in den Weg gelegt werden. Die Freundschaft wird einzig und alleine deswegen zerrissen, weil die Väter beruflich immer wieder umziehen müssen, um einen gewissen Lebensstandard zu halten.

Wiederum ist es eindrucksvoll zu sehen, wie die drei Herzen noch aneinander hängen. Das von Takaki an Akaris und umgekehrt und das von Kanae an Takaki. Wobei letztere Verbundenheit wohl die hoffnungsloseste ist, weil Takaki nicht von Akari wegkommt und so eine Liebe keine Chance hat, weil Takaki immer wieder in die Ferne sieht und nach etwas sucht und auch SMS an niemanden schreibt, nur um das zu formulieren was er im Innersten denkt. Der Haupttitel "5 Centimeters per Second" bezieht sich auf die Fallgeschwindigkeit Kirschblütenblattes im Frühjahr. Diese unglaublich kurze Zeit der Blüte dieses heiligen Baumes in Japan, kommt eine besondere Bedeutung im japanischen Jahreskreis zu. Shinkai wählte diesen Titel jedoch, um das Voneindertreiben der Menschen in unserer Gesellschaft zu symbolisieren. Einst zusammen, verstreut der Wind die Blätter in alle Richtungen. Shinkai verzichtet in dieser Erzählung gänzlich auf fiktive Mittel und zeigt in einer absolut alltäglichen Story das Drama menschlicher Gefühle. Das ganze Werk zeigt einen sehr fein ausgewogenen Rhythmus zwischen sich treffen und auseinander gehen, Hoffnung und Enttäuschung, die ihrerseits wieder neue Hoffnung schürt. Die Figur der Kanae, die kurzzeitig die Hoffnung eines Ersatzes für Akari darstellt, dann aber an Takakis Stelle die innere Sehnsucht verkörpert, bildet die Weiterleitung des dramatischen Fadens über die zweite Episode hinweg. Shinkai beendet seinen Film mit einem Lächeln des Hauptprotagonisten, womit er es dem Zuschauer offen lässt, seine Gedanken zu erraten.

Der Großteil des Films wird durch Off-Dialoge dominiert. Es gibt zwar auch reelle Dialoge zwischen den Personen, die sind allerdings nicht so gehaltvoll, wie die Dialoge die von jedem einzelnen der Personen aus dem Off gesprochen wird. Die Identifikation und das Kennenlernen der Hauptpersonen, läuft also in der Regel eher passiv ab, was der Handlung allerdings nichts tut. Es wirkt wie ein Interview das einem mit den passenden Bildern präsentiert wird, wo jeder seine Sichtweise der Geschichte erzählt und doch hängen alle Ansichten zusammen und ergänzen sich zu einem ganzen Film. Dabei wird viel mit Symbolen und Umschreibungen gearbeitet und das meist von den Protagonisten selber, dass der Zuschauer selber darauf kommen muss, was die Personen wirklich fühlen und sich wirklich wünschen.

Ich poste hier die ganze Zeit hochauflösende Bilder und nun erklär ich mal warum. "5 Centimeters per Second" ist, und da lehne ich mich vielleicht weit aus dem Fenster, der Anime mit den schönsten Hintergründen den es bisher gibt. Viele dieser Hintergründe basieren auf echten Schauplätzen die am PC mit Photoshop in eine Computergrafik umgewandelt und nachgezeichnet wurden. Das erste Bild des Bahnsteigs ist so ein Hintergrund des echten Bahnhofen in der Präfektur wo sich Takaki und Akari trafen. Die Bilder sind eine weiterer wichtiger Grund was den Film so unglaublich sehenswert macht, den wer sich ein wenig für atmosphärische Bilder begeistern kann, der wird den Film auf jeden Fall lieben.

Kommen wir mal zur Musik. Einen weiteren wichtigen Punkt. Die Stücke die gespielt werden wirken ruhig und nie dramatisch. Die Musik ist wie ein Fluss der sich durch den ganzen Film zieht und am Ende in ein grandioses Schlusstück mündet. Und das ist "One more time, one more chance" von Masayoshi Yamazaki. Ich werd das Lied mal am Ende des Absatzes posten und noch ein weiteres schönes Pianostück. Den größten Teil des Films machen vorallem Klaviermelodien aus, die von einem Künster Names "Tenmon" geschrieben wurden. Teilweise hat er auch einzelne Stücke von anderen Komponisten übernommen und eine schöne Pioanoversion von "One more time, one more chance" auf die Beine gestellt. Ich hab mir auchden Soundtrack zum Film gekauft und ich bin wirklich sehr zufrieden damit.             

Die Synchronisation ist wirklich gelungen und ist größtenteils sogar Lippensynchron. Die Stimmen sind sympathisch und sind gut für die jeweiligen Charaktere ausgewählt. Gemeinsam haben sie alle das sie sehr weich und ruhig klingen, obwohl trotzdem viele Emotionen rübergebracht werden.

Kommen wir mal zu dem was man mit der DVD bekommt. Man erhält mit der DVD, oder BlueRay, eine zweite Disc, wo der Kurzfilm "The Voice of a distant Star" und "She and her Cat" drauf sind. Das sind zwei weitere Kurzfilme des Autors, die an schönen Bilder, tollen Charakteren und passender Musik, dem Hauptfilm in keiner Weise nachstehen. Außerdem erhält man die DVD bzw. BlueRay ist einem schönen Schuber mit einem Booklet wo Concept Art drin ist, Erklärungen zu den Schauplätzen, zu den Personen und auch viele weitere interessante Informationen. Dazu auch noch Erläuterungen und ein schöner Einleitungstext des Autors persönlich. Spitze! :)

Am Ende bleibt zu sagen, das "5 Centimeters per Second" ein wahrer Augenschmaus für alle Animeliebhaber ist, obwohl alle Hintergründe per Computer generiert wurden und nicht mit echter Farbe und einem echten Pinsel. Außerdem werden vermutlich auch Animemuffel auf ihre Kosten kommen, denn der Film bietet eine doch im Innersten spannende Geschichte um drei junge Menschen die versuchen einander zu finden und sich selber auch. Auch von der Romantikseite bekommt der Film genug Input um nicht unbedingt schnulzig zu wirken, doch aber genug um das Herz zu berühren. Und ich sage das als eine gestandener Kerl :D

Und hier sag ich wieder auf Wiedersehen und empfehle mich und komme zum bekannten Tschödeldö!

Kommentare:

  1. Unglauber toller Anime und sehr treffendes Peteback :)
    Bin wirklich sehr begeistert und das obwohl ich ja sonst keine Animes schaue. Die Story ist nichts außergewöhnliches, aber trotzdem wunderschön erzählt. Ich fand die Off-Dialoge sehr passend und stimmig und die Musik war einfach grandios. Der erste Teil der zweiten Kurzgeschichte hat mir zuerst nicht so gut gefallen, vielleicht weil ich befürchtet habe, dass Takaki sich doch anders entscheidet. Das Ende war wunderschön traurig....ich mochte den Satz irgendwie, den Kanae da gesagt hat... "Er hat seine Augen immer auf etwas gerichtet, das weit, weit weg von meiner Welt ist..."
    Wirklich sehr schön, Danke für die Empfehlung :)

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