28.05.11

Film•Peteback: Ein Freund von mir

Seid gegrüßt ihr Würmchen!
Heute gibt es mal wieder eine Kurzreview zu einem Film der;
Erstens: Der erste deutsche Film ist, über den ich schreibe
und zweitens: Ein echter Film für Kumpels ist.

Ich präsentiere
Ein Freund von mir

"Ein Freund von mir" ist ein deutscher Film von Sebastian Schipper aus dem Jahr 2006, der die Geschichte einer interessanten Männerfreundschaft zwischen zwei ganz unterschiedlichen Charakteren erzählt.

Trailer

Filmfakten:
Originaltitel: Ein Freund von mir
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 87 Minuten
Regie: Sebastian Schipper
Drehbuch: Sebastian Schipper
Produktion: Tom Tykwer

Wie genau entstehen Freundschaften? Sind es die Gemeinsamkeiten die man bei einer anderen Person entdeckt, oder sind es doh die Gegensätze? Oder macht es doch die Mischung?
Genau deswegen schauen wir uns mal den Film "Ein Freund von mir" an.
Zuerst treffen wir auf Karl (Daniel Brühl). Er ist ein talentierter, aufsteigender Jungmanager in einer Versicherungsfirme. Er hat sich mit seinem gesamten Leben arrangeriert und wirkt wie jemand der fest und gesund im Leben steht. Doch im Innersten bringt ihn die Banalität seines Berufs nicht weiter, immer der gleiche Trott, ihm fehlt der Spaß, ihm fehlen...halt Freunde.
Im Rahmen eines Projektes versetzt ihn sein Chef gegen seinen Willen zu einem Autovermietungsunternehmen, wo er undercover zu "Marktforschungszwecken" arbeiten solle. Dort trifft er auf Hans (Jürgen Vogel) durch den er einen Job bei dem Autoverleih bekommt. Hans schlägt charakterlich gesehen in eine ganz andere Kerbe. Er ist ein Lebenskünstler, furchtbar philosophisch veranlagt und sehr mitteilungsbedürftig. Das geht dem eher introvertierten Karl am Anfang natürlich tierisch auf den Zeiger, zumal Hans ihn mit mehr und mehr respekt- und auch zeitweise niveaulosen Fragen löchert. Doch grade Hans Verhalten ist es, dass Karl dazu bringt seine eigene Gefühlswelt mehr und mehr wahr zu nehmen und preiszugeben.
Alles sieht schon danach aus alsob sich Karl auf dem Weg zu einem besseren "Ich" befindet, dass ändert sich aber doch alles, als Hans ihm seine Freundin Stelle (Sabine Timoteo) vorstellt. Karl verliebt sich in sie und gerät dadurch in eine Zwickmühle. Hans hingegeben nimmt das alles eher locker und steht einer offenen Dreiecksbeziehung positiv gegenüber, er ist halt Hans. Karl hingegen verunsichter das ganze, zieht sich mehr und mehr zurück und verfällt auch wieder in seine alten Lebensmuster. Letztendlich Gibt er preis wer er wirklich ist und das sein ganzen verhalten nur "gespielt" gewesen sei. Er gibt Hans klar zu verstehen, dass sie nichts gemeinsam hätten und das sie auf keinen Fall Freunde seien.
Wie sich die ganze Sache weiterentwickelt  könnt ihr ja selber sehen... :)
"Ein Freund von mir" war ein Film den ich mir mal so aus Langeweile angesehen habe. Ich mag Daniel Brühl und Jürgen Vogel als Schauspieler sehr gerne und beide zusammen in einem Film, dachte ich, das würde super klappen. Es war nicht ganz die Art von Film die ich erwartet habe. Aber letzten Endes war ich nach dem Film doch sehr zufrieden, vorallem mit dem Ende.
Man hätte wohl kaum die Rollen von Karl und Hans besser besetzen können, als mit diesen beiden deutschen Spitzenschauspielern. Daniel Brühl spielt die Rolle des karriereorientierten, gefühlskalten Managers wirklich souverän und auch Jürgen Vogel glänzt in seiner Rolle als Spaßvogel und Lebemann den ganzen Film über.
Sehr interessant fand ich die Entwicklung der Charaktere. Also größtenteils sieht man es nur bei Karl, weil Hans eigentlich immer Hans bleibt und fällt und nie aus seiner Rolle als "Besser-Leben-Mentor" von Karl heraus. Obwohl mir manchmal selbst der Charakter und die Art von Hans gegen den Strich ging, ist es doch ein Indiz dafür wie gut Jürgen Vogel ihn spielt. Vielleicht bin ich ja selber so ein kleiner Karl. ;D
Der Film ist meiner Meinung nach nicht zu lang und nicht zu kurz. Ich hab was gegen Filme die sich so unendlich ziehen und es eigentlich sinnlos ist. "Ein Freund von mir" hat aber eine genau abgepasste Länge um den Zuschauer gut zu beschäftigen, aber nie in die Langeweile abzudriften.
Schön fand ich das der Begriff "Freundschaft" allgegenwärtig in dem Film ist und wie Freundschaft eigentlich entsteht und warum und was es für Charaktere dafür benötigt. Am Anfang denkt man das die beiden überhaupt nicht zusammenpassen, doch es sind meist auch die Gegensätze die sich da anziehen und was den anderen daher so sympathisch ist, weil man in ihm etwas sieht, was man selber nicht hat. Alles in Allem ein richtiger Kumpelfilm.
Aber da könnte ihr euch ja mal selber drüber Gedanken machen. Die Botschaft kommt auf jedenfall rüber. Daumen hoch!

Nun empfehle ich doch allen Leuten den Film, die entweder auf Daniel Brühl oder Jürgen Vogel abfahren, oder die mal sehen wollen, was sie beiden gemeinsam so berwerkstelligen. Hier ist mal wieder ein guter, deutscher Film entstanden, den man einfach zu weggucken kann und am Ende doch was mitgenommen und gelernt hat. Und! Auch Autofetischisten kommen hier auf ihre Kosten. :D

Also empfehle ich mich wieder in aller Form und sage Tschödeldöö und bis zum ganz bald nächsten Mal.

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