15.05.11

Anime•Peteback: Meine Nachbarn die Yamadas (Was kann schöner sein?...)

So und schon geht es in windeseile weiter mit dem nächsten Peteback zu einen Anime.
Heute geht es um einen Anime der;
Erstens: Von Studio Ghibli stammt
und zweitens: Was für die ganze Familie ist

Ich präsentiere
Meine Nachbarn die Yamadas

"Meine Nachbarn die Yamadas" ist ein japanischer Anime von Studio Ghibli und dem Autor Isao Takahata, aus dem Jahr 1999 in dem es, wie der Titel sagt um die nicht ganz so normale Familie Yamada geht.

Hier ein Intro-Clip

Filmfakten:
Originaltitel: Hōhokekyo Tonari no Yamada-kun
Deutscher Titel: Meine Nachbarn die Yamadas
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 1999
Länge: ca. 104 Minuten
Regie: Isao Takahata
Drehbuch: Isao Takahata
Musik: Akiko Yano

Die Familie Yamada, deren Leben sich zwischen Normalität und Wahnsinn bewegt, lebt in einer japanischen Vorstadt. Es wird nicht genau gesagt welche. Ich vermute aber das es Tokyo ist.  Das Oberhaupt der Familie ist Takashi Yamada, er fristet sein Leben mit einem langweiligen Job in einem Büro, wie es viele japanische Ehemänner tun. Seine Frau Matsuko hält von der klassischen Hausarbeit, und auch vom Arbeiten im Allgemeinen, nicht viel. Sie wirkt er faul und vergesslich, kümmert sich allerdings liebevoll um ihre Familie.
Die Yamadas haben zusammen zwei Kinder Noboru, der Sohn sowie Nonoko, die Tochter. Neben den Kindern lebt auch die Oma Shige, die Mutter von Matsuko im Haus, die immer etwas zu meckern hat, sowie der etwas faule Hund Pochi, der in einer Hundehütte im Garten lebt. So erlebt man in den 104 Minuten Filmzeit, dass sich Herr Yamada mit seiner Frau im Karate-Stil im Wohnzimmer um die Fernbedienung des Fernsehers streiten, oder aber dass seine Frau wieder mal nichts gekocht hat und er zum Abendessen nichts außer einer Banane erhält. Noboru wünscht sich deswegen oft, dass seine Familie cooler wäre, im Gegensatz zu seiner Schwester die mit der Situation zufriedener ist.
Wiedermal steht hier ein Film des Studio Ghibli vor uns, welches ja schon für seine eindrucksvollen Werke wie: Das Kriegsdrama " Die letzten Glühwürmchen", das magische Epos "Prinzessin Mononoke" oder das bezaubernde Märchen von " Chihiros Reise ins Zauberland" bekannt ist.
Mit "Meine Nachbarn die Yamadas" hat sich Studio Ghibli mal von magischen Wesen, Göttern und allem mystischen abgewand und wendet sich den ganz normalen und verrückt-komischen Alltagssituationen eine japanischen Vorstadtfamilie zu. Das ist sehr erfirschend und macht vorallem Spaß. Denn jedes einzelne Familienmitglied ist gut durchdacht und ganz für sich ein sympatischer Charakter, angefangen bei der kleinen Tochter Nonoko und bishin zur betagten, aber noch relativ unverbrauchten, mit trockenen Humor erfüllten Großmutter Shige.
Es werden Alltagssituationen dargestellt wie ein Fernsehabend, der Chef kommt zum Essen, es muss aufgeräumt werden, oder die Schulnoten des Sohnes entsprechen nicht wirklich den Erwartungen der Eltern. Doch das alles immer mit einem gewissen Augenzwinken, womit jede Situation unweigerlich in eine Katastrophe und in die Comedy abgleitet.
Die Familie Yamada ist dabei klar in die altjapanischen Vorstellungen einer Familie gegliedert. Vater geht arbeiten, Mutter macht den Haushalt und dazu noch Sohn und Tochter. Alles sehr traditionell und genau so ist vorallem der Vater der Familie eingestellt.
Der Film ist in einem gesunden Mangastil gehalten, keine aufwändigen Animationen und kein großes Brumborium. Und trotzdem ist der Film, wie alle Filme von Studio Ghibli, mit viel liebe zum Detail gemacht. Man erkennt eindeutig wo die Kinder ihre Ähnlichkeiten mit den Eltern haben, das vom körperlichen und auch vom charakteristischen Standpunkt her.
Es gibt keine zusammenhängende Story, sondern es gibt mehr Einzelepisoden zu bestimmen Überschriften. Dennoch gehen die Geschichten doch nahtlos ineinander über. Am ende jeder Überschrift gibt es dann ein nettes Haiku von einem oder mehreren, namenhaften japanischen Dichtern der früheren Zeit.

Die Synchronisation ist hier mittelprächtig gelungen, die Stimmen passen aber sehr gut zu den einzelnen Personen und sie sind angenehm zu hören. Ich hab den Film damals auf ARTE in der Originalsprache mit deutschen Untertiteln gesehen und fand es ein wenig besser als die deutsche Synchro, obwohl die den Witz genau so gut rüberbringt.
Ich empfehle "Meine Nachbarn die Yamadas" jedem Studio-Ghibli-Freund und jeden der einen unterhaltsamen Animefilm sucht, wo die Charaktere wirklich liebevoll gestaltet sind und der sich einfach so wegschaut und man einfach mit der Story mitgezogen wird und man total die Zeit vergisst.

Und nun verabschiede mich nach diesem kurzen Peteback. War es vielleicht zu kurz?War es dennoch hilfreich? Dann empfehle mich mal und sage Tschödeldö bis zum nächsten Mal!

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