24.05.11

Film•Peteback: Zimmer 1408

Hello and welcome to my bedroom!
Heute geht es seit langen mal wieder um einen richtigen Film und ohne große Umschweife fangen wir auch gleich mal an :)
Dieses Mal geht es um einen Film der;
Erstens: Mein erstes Peteback zu einem Horrorfilm verdient hat
und zweitens: Einer Geschichte von einem meiner Lieblingsautoren zu Grunde liegt.

Und hier präsentiere ich
Zimmer 1408

"Zimmer 1408" ist ein US-amerkanischer Horrorfilm bzw. eher ein Mystery-Thriller vom dem Regiesseur Mikael Hafström aus dem Jahr 2007. Das Drehbuch basiert auf der Kurzgeschichte "1408" von Stephen King, in der es um einen Autor geht, der sein Geld damit verdient Orte zu besuchen ,an denen es paranormale Erscheinungen geben soll, um dann darüber zu schreiben. Aber grade in einem vielbesuchten Hotel erlebt er die albtraumhafteste Nacht seines Lebens.

Trailer please

Einige gruselige Fakten:
Originaltitel: 1408
Deutscher Titel: Zimmer 1408
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2007
Länge: ca. 104 Minuten
FSK: 16
Regie: Mikael Hafström
Drehbuch: Scott Alexander, Matt Greenberg, Larry Karaszewski

"Schaffen sie es mich zu erschrecken?" - Einen Satz den Mike Enslin (John Cusack) oft zu seinen Klienten sagt. Der Schriftsteller lebt getrennt von seiner Frau Lily und verdient, seit dem Tod seiner Tochter Katie, seinen Lebenshunterhalt mit dem schreiben von Büchern über übernatürliche Phänomene und widerlegt diese. Leider sind diese Reisen durch ganz Amerika und andere Länder, meist immer fruchtlos. Bis er nach einer erneuten, ereigneslosen Geisterjagd eine Postkarte aus dem "Dolphin Hotel" in New York bekommt. Eine Einladung sozusagen.
Im dortigen Hotel trifft er auf dem Manager Gerald Olin (Samuel L. Jackson) der ihn über gewisse Geschehnisse im Zimmer Nr. 1408 unterrichten, die sich so über die Jahre, die das Hotel schon auf dem Buckel hat, ereignet haben. Sage und schreibe 56 Menschen sollen in dem Zimmer zu Tode gekommen sein und das innerhalb von nicht mehr als einer Stunde. Enslin findet das absolut klasse und will sofort eine Nacht in dem Zimmer verbringen. Olin rät ihm sehr davon ab, da er das Zimmer auch nur unter strenger Bewachung und Sicherung der Tür reinigen lässt und so und so alle Hotelangestellten der Meinung sind das es doch spuken muss. Enslin sieht das alles nur als eine Masche, dass haben schon ganz andere Hotelbesitzer mit ihm versucht und so ist er festentschlossen in dem Zimmer zu nächtigen und am Leben zu bleiben.
Das Zimmer wirkt normal, sogar gewöhnlich, aber dennoch mit einem guten Komfort ausgestattet. Die "Banalität des Bösen " wie Enslin es scherzhaft nennt. Er wird alles als Memo auf seinem Diktiergerät festhalten, obwohl ja vermutlich nichts passieren wird. Denkt er...
Nach einer kleinen Inspektion seines temporären Domizils sprich, Blumentapete, vintage Badezimmer, Schnapsschrank, vintage Möbel, alte Schränke und eine kaputte Klimaanlage, macht er es sich erstmal auf dem Bett gemütlich mit einer Flasche Schnaps und Dokumenten über das Zimmer.
Doch nach einem Blick aus dem Fenster erhärtet sich doch ein kleiner Verdacht, dass an den Berichten des Hotelmanagers Olin doch was dran sein könnte. Als Enslin sich umdreht ist das Bett frisch gemacht und ordentlich, obwohl es noch 2 Minuten zuvor drin gelegen hat. Und die Toilettenpapierrolle die er im Bad spaßhaft abgerollte hatte, ist auch wieder feinsäuberlich aufgerollt.
Von dem Zeitpunkt an häufen sich die Ereignisse und Mike Enslin erlebt eine Nacht die alles was er bisher an paranormalen Sachen gesehen hat in den Schatten stellt, gefangen in einem Zimmer das gerne mit seinen Insassen spielt...
Ich hoffe diese kleine Einleitung in die Story hat gereicht um euch anzuteasen. Mich hat es das damals auf jeden Fall. Eigentlich hat es schon gereicht, dass ich wusste das es sich hier um einen Film mit einer Romanvorlage von Stephen King handelt, der ja bekanntlich der Meister des Horrors ist. Und meine Erwartungen wurde nicht enttäuscht.
Wer allerdings ein Gemetzel erwartet ist hier ganz falsch. "Zimmer 1408" läuft wie alle Stephen King Geschichten langsam an und läuft im weiteren zur Hochform auf. Der schleichende Horrer, der Grusel, das Ungewisse und das man nie so wirklich weiß, was nun wahr und was nun Illusion ist. Ich habe mehr als einmal ein "WTF"-Gesicht aufegesetzt und das zurecht.
Die Illusionen die das Zimmer dem Protagonisten vorspielt, fügen sich so echt in die reale Szenerie ein, dass man zwischen Wahn und Wirklichkeit nicht mehr unterschieden kann. Und damit hat Mikael Hafström das geschafft, was auch ein Stephen King Roman schafft. Man wird selber zum Protagonisten. Damit meine ich nicht das man selber spielt, sondern das man nie mehr weiß als der Protagonist selber und man ist auch nicht weniger überrascht über das was als nächstes passiert.
Die Aufklärung über die Story, über die Hintergründe, über den Sinn des Horrorspektakels läuft gefühlt in Echtzeit ab. Und das schaffen wirklich nur wenige Filme. Der Film wird immer spannender und das Wichtigste, man sorgt sich im Mike Enslin. Oh ja.
Okay. Mal davon abgesehen sit die Präsentation wirklich klasse gelungen. Das Hotel sieht klasse aus, sowie alle Schausplätze. Selbst als sich das Zimmer in eine Eislandschaft verwandelt, weil die Klimaanlage ihren Job ein wenig zu ernst nimmt, sa es noch wirklich schön und eiskalt aus. Nun der Film ist kein Effektfeuerwerk, die Schockmomente sind einfach, aber sie funktionieren. Und das ist der Sinn der Sache. Man darf das diesem Film nicht als schlechten Kritikpunkt vorhalten. Tut man bei "Paranormal Activity" ja auch nicht.
Die Gewalt in dem Film ist...minimal. Sie läuft eher im Kopf des Protagonisten und im Kopf des Zuschauers ab. Was ist real? Was nicht? Hat er sich wirklich grade verletzt?
Meiner Meinung nach können sich Fime wie Saw, Hostel oder Final Destination eine GANZ dicke Scheibe von "Zimmer 1408" abschneiden. Denn hier wird noch Grusel, Mystey und Horrer of einem Niveau betrieben, dass sich von allem Splatter und TorturePorn abhebt. Ein einfaches Hotelzimmer als Ort für einen perfiden Gruselspaß einer geplagten Seele, der eine Mann in den Wahnsinn treibt. Das ist noch ein Schockerlebnis der alten Schule, wie es damals "Friedhof der Kuscheltiere", "Poltergeist" oder "Blair Witch Project" vorgemacht haben.
Was gibt es noch von der schauspielerischen Seite zu sagen? John Cusack ist eigentlich wie immer John Cusack, er kann auch nur John Cusack spielen. Es gibt keinen Film mit John Cusack wo er nicht John Cusack ist. Da reiht er sich ein in die Schauspielerrige mit Adam Sandler, Hugh Grand und Micheal Cera. Die können auch nur sich selber spielen.
Aber grade deshalb ist die Fugur des "Mike Enslin" dem John Cusack so auf dem Leib geschnitten. Er schafft es ihn wirklich gut zu verkörpern. Und er bringt Wahn, Verzweiflung, Verständnislosigkeit, Wut und Angst genau so rüber wie es ein ganz normal Autor eben macht. Er ist kein kampferfahrener Soldat oder ein Ghostbuster. Er ist normal...Und grade das macht ihn in seiner Rolle so sympathisch und für den Zuschauer leicht zugänglich.
Mr. Samuel L. Jackson hingegen hat diesmal einen passiven Part abgestaubt. Man kennt ihn ja eher in Rollen wo er leicht in Rage zu bringen ist. Hier gibt er den mysteriösen Hotelmanager, der gerne mit Andeutungen im sich wirft, aber immer geheimnisvoll wirkt. Denn wer weiß schon was er wirklich im Schilde führt. Schrieb er die Karte die Mike Enslin bekam und die ihn nach New York lockte? Dabei ist er aber immer um das Wohl unseres Protagonisten besorgt. Es ist ganz nett Jackson mal in so einer Art von Rolle zu sehen und er verkörpert das wirklich sehr gut.
Einen netten Auftritt hat auch Tony Shalhoub, den wir alle wohl am besten aus seiner Rolle als "Monk" in der gleichnamigen Krimiserie kennen. Er spielt hier Mikes engagierten Verleger Sam Farrell. Seine Rolle wirkt gleichermaßen überzeugend und ist nett in Szene gesetzt, auch wenn er nur ein paar mal auftaucht. Mit Horrorgeschichten scheint sich der Mann ja auszukennen, nach seinem Auftritt in dem Geisterschocker "13 Geister".
Die Synchronisation betreffend gibt es absolut nichts zu meckern. Für Mike Enslin wurde John Cusacks Standardstimme verwendet, die ja bekanntlich Andreas Fröhlich gehört. Auch Samuel L. Jackson durfte seine umwerfende Standardstimme von Engelbert von Nordhausen behalten. Und auch bei Sam Farrell alias Tony Shalhoub glänzt mit seiner Standard-Monk-Stimme von Bodo Wolf.
Wie man sieht sind hier Topsprecher am Werke, also kann man sich vollkommen auf die deutsche Synchro verlassen. Daumen hoch!

So von meiner Seite aus wars das für heute. Ich lege jedem Fan von guten Horror und sattem Grusel den Film sehr ans Herzen, aber auch den Angsthasen unter euch könnte der Film gefallen, denn er bietet Spannung pur. Das beste für einen gelungenen DVD-Abend oder mal alleine. Wenn man sich traut ;D

Ich empfehle mich an diesem Punkt, denn ich hab eine Nacht in einem alten Schloss gewonnen. Wenn ich morgens noch lebe bekomm ich ein Gratisfrühstück und 5000€. Ich freu mich drauf! :]
Also dann Tschödeldöö!!

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