26.06.11

Film•Peteback: Dogma

Dingdong die Hexe ist tot...
Ja da bin ich mal wieder und wir legen auch wieder ohne Umschweife los, denn heute geht es mal um einen Film der;
Erstens: Gott und allen Gläubigen mal so richtig ins Heck tritt
und zweitens: Vor guten Zitaten nur so trieft :D

Ich präsentiere
Dogma
"Dogma" ist eine Fantasie-Satire des US-amerkanischen Regiesseurs Kevin Smith aus dem Jahr 1999
und reiht sich ein in die Rige der "New-Jersey-Filme" von Kevin Smith. 

Gott schick mir einen Trailer!

Die geheiligten Filmfakten:
Originaltitel: Dogma
Deutscher Titel: Dogma
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 1999
Länge: ca. 120 Minuten
Drehbuch: Kevin Smith
Regie: Kevin Smith
Produktion: Scott Mosier, Kevin Smith

Nachdem die zwei Engel Bartleby (Ben Affleck) und Loki (Matt Damon) vor über tausend Jahren bis zum Ende der Menschhiet auf die Erde verbannt wurden, genau genommen nach Wisconsin, aufgrund einer Säuferei und anschließendem gotteslästerlichen Verhalten, wollen sie nun durch einen kleinen Tipp einer geheimnisvollen Person wieder in den Himmel zurück. Ein Dämon namens Azrael (Jason Lee) spielte ihnen einene Zeitungsartikel zu, in dem erklärt wird, dass eine katholische Kirche in New Jersey ihre 100 Jahr-Feier abhält. Der Kardinal dieser Kirche Kardinal Ignatius Glick (Georgie Carlin) hat allen Katholiken den Generalablass versprochen, sprich: Jeder der die Kirche betritt, ist von allen Sünden reingewaschen. Das wäre die Chance für die beiden Engelskumpel legal in den Himmel  zurück zu kehren, denn die Kirche ist Gottes Wort auf Erden und Gottes Wort sei Gesetz. Wer allerdings auf dem Himmel verbannt wurde, darf nach dem dogmatischen Gesetz Gottes nie wieder zurückkehren. Im Endeffekt würde das Betreten der Kirch durch die zwei Engel aber Gottes Fehlbarkeit beweisen und alle Existenz würde vernichtet werden, denn alles Sein basiert auf dem Grundsatz das Gott unfehlbar ist.
Leider hat es sich aber zugetragen, dass Gott in der Gestallt eines Menschen nicht von einem Minigolf spiel auf der Erde zurückgekehrt ist, weil die Person in die er gefahren ist von Schlägern ins Koma geprügelt wurde. Gott steckt also auf Erden fest und kann das Vorhaben der beiden nicht vereiteln. Also müssen andere Retter der Menschheit her. Die personifizierte Stimme Gottes , der Engel Metatron (Alan Rickman), wird nun ausgesand um den letzten Nachfahren der Eltern Jesus Christus, eine junge Frau namens Bethany (Linda Fiorentino), davon zu überzeugen die Mission im Namen Gottes zu übernehmen. Sie hält das alles für nicht wirklich sinnvoll, wird aber durch verschiedene Ereignisse doch nach New Jersey getrieben. Auf ihrem Weg wird sie von den beiden Kiffern Jay und Silent Bob (Jason Mewes & Kevin Smith), die den Status von Propheten inne haben unterstüzt. Die beiden retten sie im übrigen vor den gleichen Schlägern die schon Gott saures gegeben haben. Die beiden wissen allerdings nichts von ihrer Mission und wollen nur Sex von Bethany.
Auf dem Weg nach New Jersey trifft sie noch auf den schwarzen 13. Apostel Rufus (Chris Rock) und die Muse Serendipity (Salma Hayek) die in einem Nachtclub strippt, weil ihre Karriere als Schriftstellerin gefloppt ist. Unterdessen haben Loki und Bartleby nichts besseres zu tun als auf dem Weg nach Jersey Sünder zu töten und Chaos zu verbreiten. Ihre Ansicht von Party machen, denn sie haben ja nichts mehr zu befürchten, wegen dem oben genannten Generalablassen, bis sie gestreckt bekommen das jemand unterwegs ist um sie aufzuhalten. Bis die beiden Gruppierungen endlich aufeinander treffen...
Abgefahren! Aber man sowas von abgefahren!
Das kennzeichnet Kevin Smiths Film wohl am besten.Man sollte in dem Film nicht unbedingt nach der großen Logik suchen, jedenfalls nicht, was christliche Lehre und Bibelfestigkeit angeht. Darum geht es aber dem Anschein nach aber auch nicht. Ob Engel, Menschen, Dämonen, es menschelt nur so in „Dogma“. Die beiden gefallenen Engel wirken wie vom Leben enttäuschte Menschen, die endlich ihr Glück machen wollen und nicht verstehen, wie Gott immer noch hinter einer solchen Menschheit stehen kann, die durch und durch sündenverseucht und lasterhaft durch die Weltgeschichte tanzt, während sie selbst endlich ins Himmelreich zurückkehren wollen. Soll sie doch sang- und klanglos untergehen, diese verrohte Menschheit. Der Egoismus macht sich breit, wer will es ihnen schon verdenken...

Affleck und Damon spielen diese beiden Gestalten als enttäuschte Engelskumpel, all ihrer Macht beraubt und zu Boden geschmettert sehr gut und schlüssig.  Sie sind zwischen dem Glauben an das Heilsversprechen und der Fehlbarkeit des Menschen hin und her gerissen, haben ihr Ziel aber genau vor Augen. Sie streiten sich, philosophieren und denken letztendlich an nichts anderes als an sich selbst. Quod erat demonstrandum! Auch sie sind fehlbar. Denn so sehr sie doch am gleichen strang ziehen, verfolgen sie doch mit unterschiedlichen Ansichten ihren Plan und einer scheint auch überzeugter als der andere zu sein. Sie wirken wie ein großer und ein kleiner Bruder.
Doch nun kommen wir zu den Rittern in güldener Rüstung.
Das Pärchen Jay und Silent Bob hat sich darauf spezialisiert, nur noch an einem festzuhalten: SEX! Da kennen sie keine Schranken und lassen alle moralischen Hüllen fallen, allein, das von ihnen ausgewählte Objekt ihrer Begierde, Bethany, weigert sich strikt und geschickt, ihrem permanenten Drängen nachzugeben. Trotzdem zwei irgendwie nette Kerle mit dem Herz am rechten Fleck und immer einen flotten Spruch auf den Lippen...naja, jedenfalls einer von ihnen, die Bethany immer zur Seite stehen. Alan Rickman als Stimme des Herrn ist einfach köstlich und vollgepumpt mit Ironie und Sarkasmus; er kennt alle Schwächen der Menschen, weiß, was zu tun ist und hat trotzdem seinen für einen Engel schwarzen Humor nicht verloren. Er kennt aber auch seinen Gott, den einsamen, aber lebenslustigen Gott, der ab und an in Gestalt eines Menschen unerkannt die Erde besucht, um Minigolf zu spielen: Alanis Morissette, der / die / das Gott, der / die / das schweigen muss, weil Menschen ansonsten durch ihre / seine gewaltige Stimme zerplatzen würden. 
Linda Fiorentino, die die zweifelnde Gläubige spielt, weil Bethany von ihrem Mann verlassen wurde, da sei keine Kinder bekommen kann, mimt sehenswert eine in allen Situationen mehr oder weniger standhafte Frau, die sich ihrem Schicksal als Retterin der Menschheit hingibt. Die sympathische Stimme Gottes, Metatron, verschafft ihr Mut und Vertrauen. Und das ist es, was Smiths Film durchweg, neben trockenem Humor auszeichnet. Ganz unterschiedliche Menschen bzw. Engel suchen einen Weg zwischen Orthodoxie und Dogmatik und der Unvollkommenheit menschlichen Daseins. Man mag diese Positionierung für trivial oder banal halten. Doch Smith entreißt religiöse Fragen, spirituelle Gefühlslagen und damit verbundene Konflikte. Für ihn ist Kirche nicht ein Ort der Angst oder gar des Schreckes, der devoten Haltung, der Selbstkasteiung und der Sinnes- und Lustfeindlichkeit. Gott ist vor allem Lebensfreude und als Rückbezug der Menschen auf die transzendente Frage nach dem Grund des Seins die Möglichkeit einer Erleuchtung, die nicht in den Wolken respektive im Jenseits verankert ist, sondern handfest im diesseitigen Leben. Insofern ist „Dogma“ ein durch und durch religiöser Film, der gleichzeitig die Anmaßung päpstlicher Unfehlbarkeit nicht nur anzweifelt, sondern ablehnt.

Smith hält seine Figuren stark an der Realität, was nicht ausschließt, dies mit abgefahrenem Humor zu untermauern. Aber „Dogma“ driftet eigentlich nie in die Sphären des Lächerlichen oder Dämlichen, so dämlich sich einige vielleicht manchmal verhalten mögen. Selbst das Auftauchen des „Scheiß-Dämons“ aus dem Klosett, der sich aus den Fäkalien der in Golgatha Gekreuzigten zusammensetzt, mag zwar dem guten Geschmack einiger Leute den Rest geben. Ich fand es gradezu genial und einfallsreich, wie Silent Bob ihn mit einem Raumspray ein für allemal erledigt hat. „Dogma“ ist kein „Anti-Dogma“ im Sinne einer philosophisch gelehrten Auseinandersetzung mit dem Katholizismus. Smith verortet die Auseinandersetzung auf der Ebene seiner unterschiedlichen und in sich widersprüchlichen Figuren. Und bei allem darf man nicht vergessen, dass es sich um Ironie, Sarkasmus, um eine Satire handelt, die zu allererst Freude bringen soll. Wer sich einer dogmatischen Feindschaft kirchlicher Glaubensgrundsätze und kirchlicher Politik verschrieben hat, wird diesen Film ebensowenig gut finden wie die Gralshüter der Catholic League – da treffen sich die Extremen.

In dieser Hinsicht ist „Dogma“ allerdings nicht immer überzeugend. Der schmale Grat zwischen abgefahrener Fantasy-Satire und (mehr oder weniger) ernsthafter Auseinandersetzung mit religiösen Fragen ist nicht durchweg so ausgewogen, wie Smith es vielleicht beabsichtigte. Das geht auf Kosten dieser Fragen. Manchmal versackt der Humor auch angesichts etwas gekünstelter Dialoge und umständlicher Handlungsmomente.

Alles in allem aber war „Dogma“ ein „Heiden“-Spaß! HAHAHAHA...hust...
auch für Nicht-Heiden. It works! Jedenfalls im Großen und Ganzen. Beleidigt oder in seinen religiösen Gefühlen verletzt wird hier niemand. Dazu ist der Film selbst zu religiös. Dogmatiker aller Sorten allerdings müssen sich angegriffen fühlen, weil Smith auf dem Sinn allen Religiösen – und zwar unabhängig in welcher Religion – beharrt. Zumal sollte der Film auch für alle Schnabeltierliebhaber ein Genuss werden. Warum fragt man sich? Das wird schon gleich im Intro klar. Also einfach mal reinschauen :)

Und damit kehre ich zurück in mein himmlisches Reich und empfehle mich und sage Tschödeldö und Amen :)

23.06.11

Film•Peteback: Letters from Iwo Jima

Hallo liebe Freunde der medialen Unterhaltung! :D
Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder zurück auf meinem Blog. Lange lange wars still, was eigentlich daran lag, dass ich viel um die Ohren hatte, dann war das das Hurricane Festival und ich hab in letzter Zeit auch nicht viele Filme gesehen. Doch es geht nun weiter mit ein paar Leckerbissen aus meiner Sammlung und wir legen auch gleich mal los :)
Und es geht geht in diesem Peteback um einen Film der;
Erstens: Im Zweiten Weltkrieg spielt
und zweitens: Sich mit dem Kriegsgeschehen aus einer ganz anderen Sicht beschäftigt.

Ich präsentiere
Letters from Iwo Jima
  "Letters From Iwo Jima" ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm von (man höre und staune) Clint Eastwood aus dem Jahre 2006. Er schildert die Ereignisse die sich während des Zweiten Weltkriegs bei der Schlacht um die japanische Insel Iwojima zugetragen haben, aus der Sicht der dort stationieren, japanischen Soldaten.

Trailer

Filmfakten:
Originaltitel: Letters from Iwo Jima
Deutscher Titel: Letters From Iwo Jima
Orignalsprache: Japanisch, Englisch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 141 Minuten
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Iris Yamashita
Produktion: Clint Eastwood, Steven Spielberg

Der Film beginnt damit, dass eine Gruppe von Wissenschaftlers die sehr weitläufigen Höhlensysteme der japanischen Insel Iwo Jima erforschen, die während des Zweiten Weltkriegs von japanischen Soldaten angelegt wurden. Bei Untersuchungen finden sie im Boden einer Höhle einen merkwürdigen Gegenstand und die Handlung wechselt in des Jahr 1944 während des Zweiten Weltkriegs.
Die japanischen Soldaten sind gerade dabei sich und vorallem den Stand der Insel Iwo Jima, gegen den bevorstehenden Angriff der amerikansichen Streitkräfte vorzubereiten. Hier treffen wir auch auf die erste Hauptperson des Films, den Gefreiten Saigo einen ehemaligen Bäcker, der grade mit anderen Soldaten Schützengräben aushebt. Zeitgleich trifft Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe) als neuer befehlshabender Kommandeur der Inselstreitkräfte auf der Insel ein. Er beginnt sofort mit einer Inspektion der Verteidigungsanlagen. Unterdessen hat sich Saigo mit einer defätistischen Äußerung gegenüber eines anderen Soldaten in große Schwierigkeiten gebracht, sodass er vom Hauptmann Tanida körperlich gezüchtigt wird. Kuribayashi trifft am Ort des Geschehens ein und unterbindet die Bestrafung mit der Begründung, das man keinen Mann demoralisieren und verletzen darf, denn es wird jeder gebraucht.
Auf der Insel und vorallem unter den Soldaten sowie den Befehlshabern läuft aber nicht alles so ab wie es eigentlich sollte...
Zumal ist Kuribayashi davon überzeugt, dass es aussichtslos ist die Amerikaner schon am Stand zu bekämpfen. Im Gegensatz zu Konteradmiral Osugi und Generalmajor Hayashi, sieht er die Lage der Japaner eher schlecht, denn sie sind zahlenmäßig und vorallem waffentechnisch unterlegen. Was ihnen bleibt wäre der Heimvorteil. Er will den Feind ins Innere der Insel vorrücken lassen, um ihn aus den Schießständen, Bunkern und Höhlen heraus zu bekämpfen. Außerdem muss Kuribayashi feststellen, dass ihm für den Krieg wichtige Informationen vorenthalten werden. Er wurde nicht davon in Kenntnis gesetzt das die japanische Flotte komplett zerstört wurde. Zumal zweifeln seine Untergebenen an seinen Qualitäten als Stratege und verfolgen hinter seinem Rücken eigene Pläne. Eine weitere wichtige Person trifft auf der Insel ein. Oberstleutnant Takeichi Nishi, ein berühmter und hochgeschätzter Stratege. In der Vergangenheit war er Springreiter und hat an den Olympischen Spielen teilgenommen. Er hatte bis zum Krieg gute Verbindungen in die USA weil er im Auswärtigen Amt als Militärattaché tätig war.

Schon nach der Ladnung der Amerikaner spitzen sich die Zustände dramatisch zu. Nishi kann keinerlei Unterstüzung aus Tokio erwarten, desweiteren gehen die Vorräte und vorallem das Wasser zur neige und Munition wird auch Mangelware. Doch der Kampf um die Insel Iwo Jima wird nicht aufgegeben. Saigo und viele andere Soldaten schreiben Briefe an ihre Freunde und Familie und sammeln diese fürs erste in einer Tasche, weil der Ausgang von Post erstmal unterbunden wurde. Als ein wichtiger Stützpunkt am Mount Suribachi verloren ist, begeht die Truppe unter Hauptmann Tanida der Ehre halber Selbstmord, was allerdings dem Befehl von Kuribayashi widerspricht. Einzig Saigo und ein Gefreiter namens Shimizu, ein ehemaliges aber degradiertes Mitglied der Geheimpolizei überleben und fliehen in den nördlichen Teil der Insel...
Euphorische Begeisterungen stiegen in mir auf, als ich von Clint Eastwoods Projekt hörte – die Kriegshandlungen auf der Insel Iwo Jima in zwei Filmen, sowohl aus amerikanischer als auch aus japanischer Perspektive zu erzählen. Dennoch  stellte sich nach dem ersten Teil "Flags Of Our Fathers" schon eine gewisse Ernüchterung ein. Das Kriegsdrama um die amerikanischen Soldaten die die amerikanische Flage bei Iwo Jima aufgestellt haben, war in Bezug auf ein Kriegsdrama dramaturgisch nur ein gutes Mittelmaß. Mit dem zweiten Teil „Letters From Iwo Jima“, der die japanische Sicht auf die Ereignisse vorstellt, legt Eastwood nach dem hervorragenden Drehbuch von Iris Yamashita jetzt allerdings einen Film vor, bei dem das historische bzw. deprimierende Konzept und dessen emotionale Dimension  zusammenpassen.

Wie auch „Flags Of Our Fathers“ beruht „Letters From Iwo Jima“ auf schriftlichen Zeugnissen. (Letters...schriftliche Zeugnisse...höhö :D) Während von Clint Eastwood als Grundlage für den Film über die amerikanische Perspektive, deren Dreh- und Angelpunkt Joe Rosenthals Pulitzer-Preis prämiertes Foto war, stützt sich der zweite Teil doch  auf die Jahrzehnte nach der Schlacht gefundenen Briefe der japanischen Soldaten an ihre Familien. Man darf aber mit Fug und Recht behaupten, dass "Letters From Iwo Jima" doch sehr gradlinig ist, wenn man den im Gegensatz den Vorgänger betrachtet. Abgesehen von einigen kurzen Rückblenden ist der Schauplatz des Films die pazifische Vulkan-Insel Iwo Jima, die sich ca. 1000 Kilometer südlich von Tokio befindet.

Beispielhaft stellt Eastwood das Schicksal einiger Soldaten vor. Alle ahnen, dass es sich bei der Verteidigung der Insel um ein Selbstmordkommando, ja ein wahres Himmelfahrtskommando handelt. Darunter sind Saigo (Kazunari Ninomiya), der junger Bäcker, der unbedingt überleben will, Oberstleutnant Nishi (Tsuyoshi Ihara), der siegreicher Reiter der letzten olympischen Spiele, der Idealist Shimizu (Ryo Kase) und der überzeugte Soldat Ito (Shidou Nakamura).


„Wir Soldaten graben uns ein...In diesem Loch werden wir kämpfen und auch sterben”

Das erste Drittel des Films stellt die Figuren vor und macht mit den unwirklichen Gegebenheiten der Insel vertraut. Steinige Landschaften aus erkaltäter Lava, Staub, Dreck und keine Vegetation. Dazu auch noch unzureichend versorgt mit Nahrung, Wasser, Waffen und Werkzeugen, erzählt der Film von den aufopfernden Anstrengungen aber auch vom eisernen Willen und der Opferbereitschaft der japanischen Soldaten, die nach Plan ihres Kommandanten Tadamichi Kurubayashi tiefe Gänge in das Vulkangestein der Insel treiben, anstatt sich in Schützengräben auf die Verteidigung der Küsten zu konzentrieren. Aufgrund dieser anfangs belächelten Kriegstaktik wurde aus dem erwarteten schnellen Sieg der Amerikaner, die ja zahlenmäßig und vorallem auch waffentechnisch im Vorteil waren, ein blutiger Kampf. Er dauerte rund 40 Tage und 7000 amerikanischen Soldaten das Leben kostete. Von den über 21 000 japanischen Soldaten auf der Insel starben fast alle. Wobei man da auf beiden Seiten nicht von einem Sieg reden kann, meiner Meinung nach.

Um die Geschehnisse auf Iwo Jima darzustellen, findet Altmeister Clint Eastwood beeindruckende Bilder. Ähnlich, wie man es schon in „Flags Of Our Fathers“ gesehen hat, sind die Farben ausgewaschen, so dass das Ganze mehr oder weniger Ähnlichkeit mit einem Schwarz-Weiß-Film aufweißt. Das ist der Handlung und dem Setting sehr zuträglich, weil dieser Effekt nochmal die Emotionen und vorallem die Stimmung untermalt.
Obwohl, oder vielleicht sogar gerade weil das Ende bekannt ist, bleibt der Film über seine ganzen 142 Minuten spannend und hoch dramatisch. Man lernt die Figuren immer besser kennen und nimmt Anteil an ihrem aussichtslosen Schicksal. So sehr sich die Amerikaner von den Japanern kulturell unterscheiden wie man im Zwillingsfilm sehen konnte, so ähnlich sind sie ihnen in anderen Dingen. Wenn man bei „Flags Of Our Fathers“ einen roten Faden benennen will, dann ist es sicher Reflektion über Wahrheit und Lüge – in „Letters From Iwo Jima“ ist es die Auseinandersetzung mit dem Fremden und dem Bekannten. Auch der Begriff der Ehre auf japanischer Seite wird, wird stark kritisiert und angeprangert. Es gibt in dem Film immer wieder Stellen der Annährung, Momente, die deutlich machen, dass es durchaus Berührungspunkte zwischen den Kriegsparteien gibt. Der Kommandant der Japaner liebt Amerika. Voll Stolz trägt er immer noch die Pistole, die ihm bei einem Amerikabesuch geschenkt wurde. Auch genießen Nishi und Kuribayashi gemeinsam eine Flasche Johnnie Walker-Whiskey. Auch die Soldaten unterscheiden sich in ihrer Todesangst nicht voneinander, genauso wie in ihrer Grausamkeit gegenüber dem Gegner. Ein emotionaler Höhepunkt des Films ist die Szene, in der der verwundete GI Sam bei den Japanern in Gefangenschaft gerät. Als ein Soldat den Verletzten töten will, interveniert Generalleutnant Tadamichi Kurubayash und lässt ihn pflegen. Doch genauso wie manche Szenen des Films die Gemeinsamkeiten herausstellen, machen andere die unglaubliche Distanz zwischen den Kulturen deutlich. Vor allem die Sequenzen, in denen die Offiziere samt ihren Untergebenen gegen den Willen ihres Kommandanten Seppuku (die ritualisierte Form der Selbsttötung) begehen, lassen den Zuschauer schaudern. 

Die Geschichte wird ja – laut einem Sprichwort – von Siegern geschrieben. Umso wichtiger, dass Clint Eastwood mit sein Team die Geschichte der Sieger mal relativieren und auch den Unterlegenden ein Stimme verschafft. Wie auch in „Flags Of Our Fathers“, in dem er Schicht um Schicht die amerikanische Wahrheit abträgt und die aktuell salonfähige Kriegspropaganda seines Heimatlandes anprangert, dekonstruiert er auch in seinem neuen Film die Idee des Heldentums – nur wesentlich mitreißender. „Letters From Iwo Jima“ war für vier Oscars nominiert. Außerdem wurde Eastwood für das Doppelprojekt „Flags of Our Fathers“ und „Letters From Iwo Jima“ mit dem Friedenspreis „Cinema for Peace Award“ ausgezeichnet. Die Filme werden sich ihren Platz in der Hall Of Fame des Antikriegfilms erobern.

 Ich empfehle daher "Letters from Iwo Jima" allen Liebhabern von Kriegsfilmen bzw. Antikriegsfilmen, denn dieser Film legt wieder eine Meilenstein in diesem Filmgenre, wie schon Filme wie "Platoon", "Band of Brothers" oder "Wir waren Helden" vor ihm. Wer aber mit dem Kriegsfilmgenre überhaupt nichts anfangen kann, wird mit dem Film vermutlich nicht warm werden. Auch empfehle ich seinen Zwillingsfilm "Flags of our Fathers", der aber für das Verständnis von "Letters from Iwo Jima" nicht wirklich wichtig ist. Er zeigt nur die andere Kriegsseite und sollte daher vielleicht auch angesehen werden.

So und nun verabschiede ich mich wieder und empfehle mich und werde auch schon bald wieder mit einem neuen Peteback bereitstehen. Tschödeldö!

07.06.11

Film•Peteback: Der Fantastische Mr. Fox

Ein ganz ausgefuchstes Hallo an alle Tierfreunde!
Heute komme ich wieder einmal mit einer Kurzkritik zu einem Film der;
Erstens: Auf einem Kinderbuch basiert, das ich auch meiner Kindheit kenne
und zweitens: Eine ganz besondere Animationstechnik verwendet.

Ich präsentiere
Der Fantastische Mr. Fox

"Der Fantastische Mr. Fox" ist ein US-amerikanischer Stop-Motion Animationsfilm von Regiesseur Wes Anderson aus dem Jahr 2009. Er basiert auf einer Buchvorlage von Roald Dahl in dem es um die Abenteuer von Mr. Fox und seiner Familie und seiner Freunde geht.

Trailer

Filmfakten:
Originaltitel: Fantastic Mr. Fox
Deutscher Titel: Der Fantastische Mr. Fox
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2009
Länge: ca. 87 Minuten
Regie: Wes Anderson
Drehbuch: Wes Anderson, Noah Baumbach, Roald Dahl
Produktion: Regency Enterprises, Indian Paintbrush

Familie Fox lebt unter einem Hügel in unterirdischen Höhlen – zusammen mit einem Dachs, einem Hasen, einem Wiesel und all deren Verwandschaft. In der Umgebung leben drei missmutige Farmer, bei denen Mr. Fox regelmäßig Nahrung stiehlt, aber was soll er auch sonst tun, schließlich besitzen die drei regelrecht das Monopol auf Nachrung in der Region. Mr. Fox hat dank seines Geruchssinns eigentich keine Probleme, den habgierigen Farmern aus dem Weg zu gehen. Er hat dieses Laster des Stehlens eigentlich abgelegt als er Vater wurde, doch nach Jahren des Familienlebens und der Arbeit bei der örtlichen Waldtierzeitung, juckt es ihm wieder in den Krallen. Leider treibt er es mit seinen Beutezügen zu weit bis die Bauer zu drastischeren Mitteln greifen müssen.
Eines Tages schließen sich aber die Landwirte zusammen, um Mr. Fox das Lebenslicht auszuhauchen. Sie locken den diebischen Fuchs in einen Hinterhalt. Zwar kann Mr. Fox in letzter Sekunde entkommen, verliert jedoch bei der Flucht seinen Schwanz. Es läßt sich also auch für den cleveren Fuchs verneinen, daß etwas getan werden muß.
Ich war damals begeistert, als ich gehört habe das es einen Animationsfilm zu "Der Fantastische Mr. Fox" geben wird. Und meine Erwartungen wurden keinesfalls enttäuscht. Die Dioaloge sind zackig, die Szenen sind schnittig und vorallem ist das Setting wunderschön. Anderson hat hier eine schicke, detailreiche Welt geschaffen mit Wäldern, Wiesen, Städten und Bauernhöfen, die realen Landschaften ins nichts nachstehen. Der Film ist echte Handarbeit. Und das bezieht sich vorallem auf das sehr zeitaufwendige Stop-Motion-Verfahren, wo Figuren immer wieder ein kleines Stück bewegt werden und dann abgefilmt werden. Diese Technik kennt man schon aus den Knetfigurenfilmen mit "Wallace & Gromit" die ja ähnlich unterhaltsam und gut in Szene gesetzt waren.
Die Story ist schön erzählt und man wird mit genug Hintergrundinformationen gefüttert um immer den Überblick zu behalten. Zwangsläufig verschwimmen hier die Grenzen zwischen Mensch und Tier, weil sie in vielen Situationen in ihrem Handeln sehr ähnlich sind.
Die Charaktere sind einfallsreich und auch wieder sehr stereotyp und man sollte sich mal Fragen was ein  Opossum eigentlich in der Gegend zu suchen hat. Selten wirde eine Figur so lässig, schlagfertig und cool wie Mr. Fox und seine Frau steht ihm da in nichts nach. Das liegt vorallem wie schon gesagt an den zackigen und schlagfertigen Dialogen.
Mit dem kaum subtilen „klassenkämpferischen“ Subtext der Story öffnet sich Anderson auch Themen, die in seinem Kosmos bislang eher unbekannt waren. Am Ende ist es der materielle Überlebenskampf, der die Foxens und die anderen Tiere, bei allen gegenseitigen zu einer Solidargemeinschaft zusammenschweißt, ein wortwörtlich in den Untergrund verbannter Guerillatrupp, der bei Nacht seine Schläge gegen die Supermärkte der reichen Unterdrücker ausführt. Vielleicht kann man sagen, dass Wes Anderson in "Der Fantastische Mr. Fox" den familiären Kampfschauplatz erstmals auf den sozialen Raum ausdehnt.
Zugleich schmiegt sich der Film perfekt dem Universum von Roald Dahl an. Der schwarze Humor und die teils unterschwellige, teils offene Grausamkeit der Vorlage, die viele von den Kinderbücher Dahls auszeichnet, wird nicht nur unbeschönigt übernommen, sondern manchmal, etwa beim Tod der die Bean-Farm bewachenden Ratte, sogar überboten. Dass Hühnerreißen und Fuchsjagen tödliche Spiele sind, daran lassen weder Buch noch Film einen Zweifel.
Die Sprachaufnahmen für den Film wurden nicht, wie sonst üblich im Tonstudio vorgenommen. Stattdessen setzte Regisseur Wes Anderson darauf, die Schauspieler an Orten aufzunehmen, die denen der jeweiligen Szene ähnelten.
Für die Sprachaufnahmen der Figuren konnte er im Original einen All-Star-Hollywood Cast gewinnen, die zum Teil schon in einer Vielzahl seiner früheren Filme aufgetreten waren inkl. George Cloony, Meryl Streep, Bill Murray, Andrien Brody, William Dafoe und Jasen Schwartzman.
 Im deutschen wurde wiedermal die namenhafte Synchronsprecherrige versammelt, mit Andrea Sawatzki (Mrs. Fox), Christian Berkel (Mr. Fox), Norman Matt (Ash), Nicolas Artajo (Kristofferson) und Joachim Zennstedt (Dachs).

Im Endeffekt empfehle ich "Der Fantastische Mr. Fox" allen, die auf  eine schön gestalltete Welt und auf ein einmaliges Filmerlebnis aus sind. Man wird lachen und man wird erstaunt sein. Der Film ist eine gute Abhilfe für einen Abend wenn man keine Lust auf einen Pixar Film hat, denn dieser Film schafft es gleichermaßen witzig und eindrucksvoll zu sein. :)

Ich empfehle mich nun wiedermal und sage Tschödeldö und geh mit nun ein Täubchen jagen =D

02.06.11

Film•Peteback: Devil

Hey Folks! Willkommen in meiner Welt des blanken Horrors und des Schreckens. :)
Im bin gerade wieder mal in Horrorfilmstimmung und deshalb gibt es heute wieder einen Filmm der;
Erstens: Von einem der Großmeister der Mystery kommt
und zweitens: Zeigt das man nirgendwo sicher vor IHM sein kann ;D

Ich präsentiere dann mal feierlich
Devil

"Devil" ist eine US-amerikanischer Horrorfilm/Mysterie-Thriller au dem Jahr 2010, der auf einer Story von M. Night Shyamalan basiert und auch von ihm produziert wurde. In dem Film geht es um 5 Personen die in einem Fahrstuhl stecken bleiben, bis sich merkwürdige Ereignisse häufen.

Trailer

Filmfakten:
Originaltitel: Devil
Deutscher Titel: Devil
Originalsprache: Englisch
Erschienen. Januar 2011
Länge: ca. 80 Minuten
FSK: 16
Regie: John Erick Dowdle
Drehbuch: Brian Nelson, M. Night Shyamalan

Der Film beginnt Schlag auf Schlag. Ein Mann stürtzt sich aus dem 35. Stock einen Bürogebäudes und schlägt auf einem Kleintransporter auf, der sich dann in Bewegung setzt und davon rollt. Kurz darauf besteigen scheinbar zufällig 5 Personen einen Fahrstuhl im selben Haus. Der Sicherheitsmann Ben Larson (Brokeem Woodbine), der Ex-Soldat Tony Janekowski (Logan Marshall-Green), Matratzenverkäufer Vince McCormick (Geoffrey Arend), die junge Frau Sarah Caraway (Bojana Novakovic) und die ältere Dame Jane (Jenny O'Hara).
Der Aufzug bleibt aber plötzlich stecken nachdem das Licht angefangen hat zu flackern. Die Insassen machen sich aber noch keine großen Sorgen, da die Musik von funktioniert und können auch einen Notruf über die Notsignalknopf absetzen. Nun heißt es warten...Für den Wachmann Ben eine regelrechte Qual, da er unter Platzangst leidet, was die ganze Angelegenheit noch verschärft.
Unterdessen trifft Detective Bowden (Chris Messina) beim Tatort ein. Durch klare Spuren und Schlussfolgerungen führt es ihn zum besagten Bürogebäude und stellt ihn als Unglücksort fest und lässt ihn erstmal absperren. Die Untersuchungen beginnen.
Zu gleicher Zeit beraten sich die beiden Wachmänner Ramirez (Jacob Vargas) und Lustig (Matt Craven) in ihrem Überwachungsraum wie sie mit den steckengebliebenen Leuten verfahren sollen, die sie über eine Kamera sehen können. Sie können zwar über die Sprechanlage zu ihnen Sprechen, aber hören sie nicht die beiden nicht. Zumal hat der Techniker festgestellt das der Aufzug gar nicht stecken geblieben sein kann. Auf Anweisungen der beiden Wachmänner macht sich dieser auf den Weg in den Aufzugschacht.
Plötzlich fällt das Licht aus und geht wieder an und das in scheinbar beliebigen Abständen. Während der ersten Dunkelphase wird Sahra scheinbar angegriffen, wobei der Spiegel im Fahrstuhl zerstört wird. Sie bemerkt eine Art "Bisswunde" an ihrem Rücken als das Licht wieder angegangen ist. Die Personen trauen sich nun gegenseitig kein Stück mehr über den Weg, vorallem Vince gerät in Verdacht weil er Sarahs Blut am Hemd hat und auch schon vorher belästigt hat.
Ramirez versucht im Kontrollraum den Vorfall zu verstehen und schaut sich die Videoaufname noch einmal an und entdeckt etwas abnormales in dem Video was in in Panik versetzt. Sein Kollege hält das alles für Humbuk. Detective Bowden hat sich inzwischen auch im Kontrollraum eingefunden und wird von der Situation unterrichtet. Er stellt nun das gesammte Gebäude als Tatort sicher und will es räumen lassen. Plötzlich erlischt das Licht wieder und als es wieder angeht liegt Vince scheinbar mit einer Glasscherbe ermordet auf dem Fahrstuhlboden.Und auch das Leben des Technikers, der sich in den Schacht hinablässt, nimmt auch ein unvorhersehbares Ende.
Der Himmel verdunkelt sich und ein Gewitter zieht auf. Ramirez glaub an das Werk von übernatürlichen Mächten und im weiteren Verlauf des Filmes zeigt sich, dass er damit nicht ganz falsch liegt. Es ist nie alles so, wie es scheint...
Voran darf ich sagen das ich ein Fan von M. Night Shyamalan und seinen Filmen bin. Die schwanken zwar oft zwischen "Gut" bis "Mittelmäßig" aber meiner Meinung nach haben sie eine einzigartige Qualität, die aber nicht jeder Zuschauer erkennt. Alle haben sie gemeinsam das das Mysteriöse im Vordergrund steht und das hat Herr Shyamalan auch hier bei "Devil" wieder geschafft.
Schon der Trailer hat bei mir so viel Spannung geweckt das ich diesen Film unbedingt sehen musste.
"Devil" ist hierbei der erste Film einer Trilogie die M. Night Shyamalan " The Night Chronicles" nennt. Welche beiden Filme noch folgen werden ist allerdings noch unklar.
"Devil" hat man wieder etwas gezeigt, was in der heutigen Zeit der Horror- und Mystriefilme selten ist. Nämlich das man Spannung und Grusel mit ganz einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln erreichen kann und das man keinen Splatter braucht.
Also wer diesen Film nicht als "bis zum Zerreißen spannend" bezeichnet, hat defenitiv keine Ahnung was Spannung wirklich ist.
Die merkwürdigen Ereignisse die sich in dem Fahrstuhl und im gesamten Bürogebäude ereignen führen dazu, dass der Zuschauer selber seine Schlüsse ziehen muss und dann wieder mit der Story des Films konfrontiert wird, um zu sehen dass man letzten Endes doch falsch lag und das alles gar nicht so ist wie es scheint.
Man wird mit subtilen Andeutunegn und Hinweisen versorgt und wird hineingezogen in einen klaustrophobischen Mystery-Thriller, der vorallem auf den christlichen Urängsten basiert und seine Wirkung keinesfalls verfehlt. Die immer wieder auftretenden Verbindungen zwischen den handelnden Personen und die Twists in der Story lassen den Zuschauer nicht mehr los und sorgen mehr als einmal für den nötigen "OMG-WTF"-Effekt.
Der Zuschauer wird von dem Film regelrecht reingelegt, wenn des darum geht einen Täter zu ermitteln. Von Anfang an geht die Bedrohung von dem erst harmlosen Matratzenverkäufer Vince aus, springt dann zu dem Wachmann Ben, der durch seine Klaustrophobie eine tickende Zeitbombe ist und so und so schon sehr bedrohlich gegenüber der alten Dame Jane erscheint. Dann springt die Bedrohung zu Tony, den Ex-Soldaten, der ja mit Waffen und bestimmten Griffen umzugehen weiß, bis am Ende nur noch eine Person übrig bleibt, obwohl man der auch nicht recht vertrauen kann. Am Ende zeigt sich dann das wahre Gesicht mancher Charaktere, obwohl man da auch eine bewisse Skepsis im Hinterkopf behalten sollte. Erst durch die Hintergrundinformationen über die Personen die sich in dem Fahrstuhl befinden, wird die Story richtig pikant und gewinnt an Fahrt.
Zumal das Setting und die Atmosphäre wirklich klasse ist. Ein dunkler, Wolken verhangener Himmel mit einem nahenden Gewitter und ein dunkles Bürogebäude. Ich bekam eine Gänsehaut, als plötzlich im gesamten Gebäuder der Strom ausfiel und der Bürokomplex in den finsteren Himmel ragt. Der Film lebt im Wesentlichen von seinen Schatten-, Schock- und Geräuscheffekten, die die Atmosphäre ausmachen. Aber es funktioniert und das ist wichtig.
Schon das Intro gibt einem einen netten Vorgeschmack auf das was der Film parat hält. Eingeleitet wird er mit dem Bibelzitat ;" Seit nüchten und wachet, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und suchet, welchen er verschlinge. - Petrus 5:8". 
Darauf folgt eine Erzählung von Ramirez " Als ich noch ein Kind war, erzählte mir meine Mutter die Geschihte vom Teufel der die Erde heimsucht. Manchmal, sagte sie, nehme er menschliche Gestallt an, um die Verdammten schon auf Erden zu strafen, bevor er ihre Seelen einforderte. Seine Auserwählten würd er um sich scharen und peinigen und er verstecke sich unter ihnen, sich als einer der Ihren auszugebend. Ich hab immer geblaubt das meine Mutter mir ein Ammenmärchen auftischt..." Danach fliegt die Kamera auf die Stadt Toronto zu die allerdings auf dem Kopf steht, was zuerst für Verwirrung sorgt. Ich fands super :D
 Bei dem schauspielerischen Talent, sowie der deutschen Synchronisation kann man eigentlich nicht meckern. Die Personen sind authentisch und von Charakter her grundverschieden. Die Synchronisation ist lippensynchron und die Stimmen wurden gut für die jeweiligen Personen gewählt. Es sind auch bekannte Stimmen dabei wie Sasha Rotermund (u.a. Dr. Chase aus "Dr. House") für den Detective, Sonja Deutsch für die Rolle der alten Dame Jane und Natasha Geisler (Standartstimme für Jennifer Lopez) für die Rolle von Sarah.

Nun empfehle ich den Film allen Freunden der Mysteyfilme und den Freunden von M. Night Shyamalan, der sich mit diesem Drehbuch mal wieder selbst übertroffen hat. Aber auch die Gruselmuffel werden hier aufihre Kosten kommen, da der Film doch eher Spannend als Erschreckend ist. Meiner Meinung nach. Jedenfalls sollte man mal einen Blick drauf werfen, wenn man etwas mit viel Spannung und Twists in der Handlung sucht. :)

Also macht's gut liebe Sünder, ich empfehle mich und sage Tschödeldö!