17.07.11

Game•Peteback: Vanquish


Hallöle ich melde mich wieder einmal zurück! Und dieses Mal geht es nicht um einen Film. Nönö.
Dieses Mal gibt es eine Review zu einem Spiel. Ja ist schon ein bisschen länger her, seitdem ich ein Spiel vorgestellt habe, aber hey!
Heute geht es dementsprechend um eine PS3 Spiel das;
Erstens: Einen hart an die Grenze der Epilepsie bringt und
zweitens: Ein muss für jeden Freund der blanken Action ist!

Ich präsentiere
Vanquish
"Vanquish" ist ein Third-Person Shooter der Entwicklerschmiede "Platinum Games" (Bayonetta, Infinite Space) und wurde von SEGA ge-published. Das Spiel wurde von dem Team ausgearbeitet was schon für das grandiose "Resident Evil 4" verantwortlich war, mit dabei natürlich Lead Director Shinji Mikami, dem Vater der Resident Evil Reihe.

Trailer

und Gameplay

 Ein paar Fakten zu der Ballerei
Originaltitel: Vanquish
Deutscher Tital: Vanquish
Originalsprache: Japanisch
Plattformen: PlayStation 3 & Xboy 360
Genre: Third-Person Shooter
Entwickler: Platinum Games
Publisher: SEGA
Director: Shinji Mikami


Gegen Ende des 20. Jahrhunderts ließ das rasante Bwvölkerungswachstum die Anzahl der Menschen auf über 10 Milliarden ansteigen. Ressourcen sowie Nahrungsquellen wurden rar und knapp und so kam es zwangsläufig zu Kriegen. Kein wunder das die USA ihre Hoffnung in ein Projekt legte, dass aus einer mobilen Raumstation, einer Weltraumkolonie namens SC-01 Providence bestand. Diese Station kreis im Orbit um den Planeten und bietet Wohnraum, Natur, Arbeit und ein ruhiges Leben. So schien es. Doch auch die Kolonie blieb von den irdischen Konflikten nicht verschohnt. So griff eine radikale, politische Gruppe namens "Der Orden des Russischen Sterns" die Raumstation an. Und das mit kaum menschlichen Aufwand, denn die invasierenden Truppen der Russen bestehen zum größten Teil aus Androiden mit künstlicher Intelligenz. Die Invasoren bauten das Mikrowellen-Energiefeld, was die Kolonie mit Energie versorgt in einen Laser um und richteten diesen gegen die Erde und beschossen San Francisco, was dazu führte das die Stadt zum Teil zerstört wurde und die meisten Menschen in der Stadt einfach gekocht wurden.

Natürlich kann die Weltmacht USA sich nicht einfach in den A. treten lassen und erklärte den Russen kurzerhand den Krieg. Die Präsidenten lehnte die Kapitulationsbedingungen ab und ordnete den sofortigen Angriff auf die Kolonie an. Dafür verantwortlich Lt. Col. Robert Burns, Einsatzleiter des Spacemarine Corps. Dazu stößt der "Defense Advanced Research Projects Agency"-Agent, kurz DARPA-Agent namens Sam Gideon, um den Truppen als eine Ein-Mann-Armee unter die Arme zu greifen.
Man schlüpft im Tutorial (das PFLICHT ist) in die Rolle von Sam Gideon.
Er ist kein Allerwelts-Spacemarine. Zum einen ist er politisch wunderbar inkorrekt. Er flucht wie eine Kneipe voller Iren, raucht wie ein Schlot (mit einer Fluppe kann man übrigens auch Gegner ablenken) und pflegt eine etwas übercoole Badass-Knarzstimme wie der dunkle Ritter himself. Dennoch ist er sehr menschlich eingestellt und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Zum anderen trägt er den coolsten Anzug seit der Master Chief-Kluft - den »Augmented Reaction Suit« kurz ARS. Der sieht nicht nur verdammt stylisch aus, sondern hat auch einige Extras. Der Anzug ist ein Prototyp bestehen aus einem Textil aus Kohlenstoffnanoröhrchen. Markenzeichen: Leicht und vorallem strapazierfähig. Eine nützliche Funktion des Anzugs wäre zum einen der Boost, dank dem er auf Knien oder dem Hintern raketenbeschleunigt durch die Level schliddert - zwar aufgrund der begrenzten Anzugenergie nur kurz, aber dafür umso heftiger. Denn dieser Boost sorgt für ein unglaublich rasantes Spielerlebnis: Raus aus der Deckung, Boost an, dem Gegner im Nahkampf das rotglühende Auge ausgekickt, rein in den Boost, hinein in die nächste Deckung, erstmal Kippe an. Klingt noch nicht aus den Socken sprengend-beeindruckend?! 

Okay, packen wir nochmal ne Schippe Epicness drauf. Dann kombinieren wir das doch mal mit dem anderen Extra: Dem AR-Modus, der hier nur ein anderes Wort für Zeitlupe ist, die man ebenfalls begrenzt aktivieren kann. Nehmen wir nochmal das gleiche Beispiel zur Hand: In Zeitlupe raus aus der Deckung, im Sprung zwei Gegner erledigen, mit dem Boost zum dritten, diesen mit einem Sprungkick in Fetzen Schrott verwandelt, schnell die Scharfschützenknarre gezückt, einen Mech-Besitzer aus seiner Kanzel geballert, ab in den Boost, zack in den Mech gehopst, die Umgebung in ein rauchendes Trümmerfeld verwandelt, raus aus dem Mech, rein in den Boost, hinter die nächste Deckung gezischt, erstmal Kippe an.

Die Zeitlupe kann nicht nur manuell angeknipst werden, sondern wird im Notfall, wenn man kurz vor dem Exitus steht, auch als eine Art letztes Hilfsmittel automatisch aktiviert. So oder so braucht man dafür (sowie für den Boost und den Nahkampf) eine gefüllte Anzugsenergie-Leiste. Ist diese leer, überhitzt die Kluft und muss ein paar Sekunden lang entlüftet werden - so lange sollte man sich entweder in der Deckung verkriechen oder die Feinde ganz klassisch über Kimme und Korn auseinander nehmen.

In Bewegung ergibt das ein derart berauschendes Ergebnis, das beim Filmvergnügen mit dem Fallenlassen der Popcornschüssel gleichgesetzt werden kann.

This! Is! Vanquish!

Sicher. Man muss sich erstmal in die Steuerung und die Manöver einarbeiten, aber wenn man erstmal verstanden hat, wie man kombinieren kann, steigert sich "Vanquish" in ein Shooter-Ballett das an Möglichkeiten und Einfallsreichtum nur so strotzt. Damit man auch immer schön schlagfertig bleibt, gibt es das "Battle Logic Adaptable Electronic"-Waffensystem, oder kurz BLADE-System. Das ist ein sehr hilfreiches Gadjet mit dem sich Waffendaten scannen lassen. Sam kann mit seinem Anzug immer die Daten von drei verschiedenen Waffen speichern, die nach belieben ausgetauscht werden können. Die Waffen entfalten sich beim Wechsel einfach aus seinem rechten Arm heraus. Das ist sehr platzsparend und vorallem für schnellen Zugriff geeignet. Immer wieder findet man im Spiel Waffen auf dem Boden, in Versorgungskisten oder Waffenständern. Wenn man sie scannt läd man entweder seinen Munitionsvorat für die ausgerüstete Waffe auf, oder wenn die Waffe schon volle Munition hat, bekommt die Waffe einfachen einen Rang als Upgrade. Die Waffenpalette reicht da vom Sturmgewehr über das Schwere Stumgewehr, dem Raktenwerfer, der Shotgun, dem Snipergewehr bis hin zu futuristischen Waffen wie dem Erfassungslaser und den Laserscheibenwerfer. Und was macht noch am meisten BUMM? Genau, Granaten. Davon bekommt man in "Vanquish" zwei Arten in die Hand gedrückt. Einmal die normalen Granaten und zum anderen EMP-Granaten die einen elektrischen Impuls aussenden, die die Androiden für kurze zeit lahm legt. 

Nun ja, es ist eigentlich erstaunlich.
Da produzieren Japaner hochkreative Anime-Filme, schreiben herzzerreißende Geschichten für Rollenspiele und kriegen für einen kreativen Shooter wie "Vanquish" nur eine Wiederbelebung des USA-Russland-Konflikts hin. Okay, das Ganze spielt in der Zukunft, die russische Militärmacht "Orden des Russischen Sterns" vernichtet San Francisco mit einer fiesen Mikrowellen-Waffe, das Spiel handelt an Bord einer gigantischen Raumstation, auf der normalerweise mehrere Millionen Menschen leben. Und trotzdem ist die Story eigentlich nur eine Ausrede, um die teilweise großartig inszenierten Zwischensequenzen abspulen zu können. Man muss sich eigentlich nur merken, dass man auf Seiten der USA gegen die bösen roten Roboter antritt. Das reicht dann auch schon. Diese Kritik kommt vorallem von der englisch-sprachigen Seite der Spielergemeinschaft. Aber es wird nun gerade den Japanern angekreidet sich mal auf eeiner unkreativen Welle zu bewegen und das ist eindeutig nicht fair. Denn andere, vorallem amerikanische Entwickler spielen die "Alte Konflikte"-Karte schon über Jahre aus. Was man allerdings sagen könnte, das Shinji Mikami ein bisschen mehr an der Tiefe der Story hätte arbeiten können. Den die wirkt sehr schnell abgespult und doch sehr gerafft.

Zum anderen muss man den Entwicklern schon sehr viel Kreativität einräumen, wenn es um die Gegner geht. Denn es ist viel schwerer gute, mechanische Gegner zu entwerfen, als humanoide oder fantastische. Und da hat "Platinum Games" gute Arbeit geleistet, angefangen bei Sams Anzug. Wer mal die Zeit hat, kann sich mal die "Ausklappanimation" der Waffen an Sams rechten Arm ansehen. Auch gibt auf der Gegnerseite ein großes Repertoire an Schergen. Die verschiedenen Einheiten der Androiden unterschiedenen sich in Aussehen sowie auch in Funktionalität. Die einen können springen oder fliegen oder bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit. Auch gibt es Gegner die einem Kopfzerbrechen breiten. Darunter der "Buzzard" und "Unbekannt" und so gar eine Art Silver Surfer hat einen Auftritt. Buzzard ist eine Boden-Luft-Einheit mit einem Hochfrequenzlaser. Unbekannt hingegen ein Prototyp einer mobilen Energiezelle die Teile von Androiden um sich ansammelt und diese kontrollieren kann. Es ist auch der einzige Gegner der einen "Instant Kill" ausführen kann. Sprich: Er spießt einen auf und reißt einen in vier Teile...etwas frustrierend. Dazu muss man sich für die dickeren Androiden erstmal einen Kniff zurechtlegen wie man die Jungs aufs Korn nimmt.
Die Shotgun ist dabei ein gutes Hilfmittel wenn man viel Durchschlagskraft möchte. Dabei ist es auch wichtig den Schwachpunkt jedes Gegners zu lokalisieren und das ist meist der Kopf oder der sogenannte "ARGUS-Kern", so etwas wie die Energiezelle der Androideneinheiten. Wenn die erstmal kaputt ist, gehen den Schwergen auch schnell der Saft aus.

Man darf bei einem Spiel wie "Vanquish" natürlich expliziet nach dem Sinn oder der Logik fragen. Sonst müsste man dem Spiel ankreiden, warum der Anzug nicht alle Waffendaten speichern kann, sondern immer nur drei. Oder wie das bitte mit der Zeitlupe abläuft. Denn alles verlangsamt zu sehen bringt wenig, wenn die Zeit eigentlich normal weiter läuft. Außerdem reagiert der Körper von Sam schneller in der Zeitlupe als zum Beispiel die Projektile der Gegner fliegen können.
Aber das sind so Sachen die einem ins Auge springen wenn man im Nachhinein über das Spiel nachdenkt. Im Spiel selber stört das allerdings wenig. Denn da kommt es auf das gut in Szene gesetze Setting und die Action an. 

Kommen wir mal zu K.I. Nicht nur die K.I der Gegner ist relativ akzeptabel sondern auch die K.I der Mitstreiter. Die Gegner gegen in Deckung, schießen aus dem Hinterhalt, gehen in den Nahkampf über, rufen Verstärkung, bemannen Geschütze und Mechs und geben sich gegenseitig Deckung. Die Spacemarines wirken nicht ganz so organisiert. Sie geben Sperrfeuer während man selber die Gegner in Altmetall verwandelt. Sie werfen aber leider keine Granaten, geben aber Feuerschutz und helfen sich unter anderem gegenseitig, können sich aber gegenseitig keine Medipacks geben, das muss Sam erledigen. Dafür gibt es aber auch Punkte in der Statistik und kleine Extras von den Kameraden.

Die Synchronisation? Klares Steitthema. Im Englischen hören sich die Stimmen sehr authentisch an, wenn auch mit kratzigen und männlichen Stimmen. Das haben die deutschen Synchronsprecher versucht so gut es geht nachzuahmen. Das hat auch einigermaßen funktioniert, hört sich aber doch sehr gekünstelt überzogen an. Obwohl überzogen bei einem Spiel wie "Vanquish" ja kein Kritikpunkt sein darf. Wenn ich eine Sprache empfehlen müsste würde ich die Englisch nehmen, aber wer lieber auf deutsch was auf die Ohren haben will, der kann sich auch ruhig die Deutsche Synchro gönnen. Man kann sie sogar während des Spiels wechseln. Man kann es also mal austesten was einem besser gefällt.
Wer schon einmal "Bayonetta", "Gears of War" oder "Bulletstorm" gespielt hat, wird sich bei "Vanquish" sofort zu Hause fühlen. Man sollte keine tiefgriefende Story erwarten und auch kein perfektes Ende und man sollte nicht gleich frustriert sein, wenn etwas nicht klappt. Denn "Vanquish" will gelernt sein und genossen werden, denn entfalltet es seine wahre Schönheit in Form Kampfchoreoprafien mit Gewehr und viel Tempo. Wer mit viel Action. schnellen Aktionen, Quicktime Events und überzogenen Charakteren nichts anfangen kann, der sollte lieber fern bleiben und weiter Pfefferminztee trinken. Ihr Weicheier!





Bis dahin - Tschödeldö




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