31.08.11

Film•Peteback: The Last House on the Left

Hallo und guten Tag ihr Fische!
Ich begrüße euch zu einer weiteren Folge mit nem gar wunderbaren Peteback :)
Heute wird es düster, denn es geht um einen Film der erstens; Wirklich zu schockieren weiß
und zweitens; Von seinem eigenen Regiesseur als Remake rausgebracht wurde.

Er geht dabei um
The Last House On The Left

"The Last House on the Left" ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2009. Es ist das Remake des gleichnamigen Films von 1972 der ebenfalls von Wes Craven stammt.

Trailer

Fakten
Originaltitle: The Last House on the Left
Deutscher Titel: The Last House on the Left
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2009
Länge ca. 110 Minuten
Regie: Dennis Iliadis
Drehbuch Adam Alleca, Carl Ellsworth, Wes Craven (1972)
Produktion: Wes Craven
FSK: geschnitten ab 18


Die 17-jährige Mari Collingwood (Sara Paxton) ist immer noch nicht über den Tod ihres Bruders Ben hinweg. Um diesen Schicksalsschlag endgültig zu überwinden, planen ihre Eltern John (Tony Collingwood) und Emma (Monica Potter) einen Familienurlaub im idyllischen Ferienhaus, welches an einem abgelegenen See steht. Als Mari erfährt, dass ihre Jugendfreundin Paige auch dort ist, willigt sie sofort ein mitzukommen. Als Mari Paige in dem Laden besucht, in dem sie arbeitet, treffen die beiden auf den schüchternen Justin (Spencer Treat Clark), der unter anderem Zigaretten kaufen möchte. Da Paige seinen Ausweis verlangt, den er nicht hat, bietet er den Mädchen als Gegenangebot Haschisch an, welches in seinem Motelzimmer ist. Als plötzlich Justins Vater Krug (Garret Dillahunt), der aus der Gefangenschaft entflohen ist, unerwartet mit seiner Freundin Sadie (Riki Lindhime) und seinem Bruder Francis (Aaron Paul) auftaucht, endet die gute Stimmung abrupt. Die Gangsterbande nimmt die beiden Mädchen aus Angst, diese könnten sie verraten, als Geiseln. Während der anschließenden Autofahrt ins Nirgendwo, lotst Mari die Gangster in die Nähe des Ferienhauses ihrer Eltern, in der Hoffnung das sie doch noch geschickt entkommen kann. Bei diesem Fluchtversuch gerät das Auto allerdings ins Schleudern und prallt gegen mehrere Bäume. Alle sechs Insassen überleben jedoch. Aus Wut stechen die Brüder brutal auf Paige ein und verletzten sie schwer. Mari wird danach von Krug vergewaltigt. Sie verliert dabei ihre Halskette mit einem Anhänger ihres verstorbenen Bruders. Als sie einen weiteren Fluchtversuch antritt, springt sie in einen See. Krug schießt auf sie und eine Kugel trifft sie ins Schulterblatt. In der Annahme, das Mädchen getötet zu haben, sucht die Gangsterbande aufgrund eines starken Sturms Zuflucht im nächstgelegenenen Haus, das ausgerechnet das Ferienhaus der Collingwoods ist...

---------------------------------------------------------------------------------
 Backround-Info!
Tjaja...die Realität kann manchmal ganz schön grausam sein, wie ein Fall beweist, der sich laut Überlieferung im Schweden des 14. Jahrhunderts zugetragen haben soll - und der erstmals in Ingmar Bergman`s “Die Jungfrauenquelle” (1960) verarbeitet wurde. Damals sollen drei Schäfer eine Bauerntochter brutal vergewaltigt und anschließend umgebracht haben, bevor sie sich ausgerechnet im Haus der Eltern des ermordeten Mädchens verirrten. Richtig hellhörig auf diese Sage wurde das breite Publikum allerdings erst durch die Version Cravens, der aus dem dramatischen Stoff einen bitterbösen Terror- Reißer strickte, der in der ungeschnittenen Fassung schleunigst vom Markt genommen wurde. Dennis Iliadis verfremdet in seinem “Last House”- Remake das Thema abermals und nimmt entscheidende Skript- Änderungen vor. Es gibt da natürlich die Frage, ob es sich hier nicht um eine unsachgemäße Instrumentalisierung handelt, die wirklich stattgefundene Tragödie zum selbstzweckhaften Suspense-Stück auszuschlachten, erübrigt sich somit, dass das Kino ein Ort der Fantasie ist, an dem (fast) alles erlaubt ist, solange der Respekt vor den realen Vorbildern gewahrt wird. Außerdem bleibt zu ergänzen, dass es sich bei der von den Drehbuchautoren aufgegriffenen Geschichte um eine Legende handelt, die meines Wissens nach historisch nicht hundertprozentig belegbar ist.

---------------------------------------------------------------------------------

Aber kommen wir zum Film selbst. 
Die Mission, die Iliadis angeht, Wes Craven`s psychologisch geerdeten Brutalo- Schocker adäquat in das neue Jahrtausend zu transportieren, ist zwar keine unlösbare, aber zumindest gewagt, gilt die Vorlage doch als unumstößlicher Monolith im Horrorgenre und eines der ersten Werke überhaupt, die es sich trauten, die Schmerzgrenzen, und die wird ganz sicher erreicht, der Zuschauer kategorisch auszuloten. Dem Kultstatus des Originals hält der griechische Newcomer, dessen “The Last House On The Left” den Geist der Moderne inhaliert, rabiat- grimmigen Remake-Charme, unumstößliche Härte und eine spannungsgeladene, professionelle Inszenierung entgegen.

Wie seinerzeit Großmeister Craven hantiert Iliadis mit der Frage nach Schuld und Sühne und dem Recht auf Selbstjustiz und spielt mit Sympathie- und Antipathiewechseln beim Zuschauer. Die Ausgangslage, welche ein ländliches Idyll beschreibt, das urplötzlich in einem verstörenden Sumpf aus menschenverachtender Gewalt versinkt, ist zwar einerseits nicht unbedingt ein Novum und der erfahrene Fan braucht ab und an lediglich sein breit gefächertes Horror- Allgemeinwissen abzurufen, um das Story-Konstrukt zu erfassen, andererseits gleicht sich dieser Schwachpunkt aber dadurch aus, dass Iliadis diese Disziplin einfach spielend beherrscht und er sich handwerklich auf hohem Niveau bewegt. Beispielhaft hierfür ist die Szene, in der die besorgten Eltern von Mari dem unheimlichen Klopfen, das von draußen zu vernehmen ist, instinktiv auf die Veranda folgen und dort ihre von erheblichen körperlichen Wundmalen gezeichnete Tochter vorfinden, die vollkommen durchnässt und entkräftet vor einem Schaukelstuhl liegt, mit welchem sie gegen die Tür geklopft hat, um auf sich aufmerksam zu machen. Durch die fantastische Kameraführung in der verregneten Nacht wird diese Sequenz zum Gänsehautmoment. Bei mir hat es auf jeden Fall funktioniert.

Dass die personifizierten Teufel in Gestalt der vier Schwerverbrecher zu diesem Zeitpunkt bereits Unterschlupf bei dem unwissenden Ehepaar gefunden haben, erhöht den Adrenalinpegel von nun an natürlich noch weiter. Obendrein schürt Iliadis die Spannung durch das Sichtbarwerden einer Hierarchie innerhalb der Psycho- Gang, so dass der unterdrückte Sohn, den sein sadistischer Vater zur Vergewaltigung der Mädchen zwingen wollte, gegen die Autorität und Gewalt-bereitschaft seines Erzeugers rebelliert und auf einmal die Fronten wechselt. Ob diese Wendung in Anbetracht des Gesamtbildes nun glaubwürdig und logisch nachvollziehbar ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

Dennis Iliadis jedenfalls ist ganz gewiss kein Chorknabe. Er nimmt seine Zuschauer, die unbedingt über ein stabiles Nervenkostüm verfügen sollten!, ausgesprochen hart ran. So schocken die krassen, mit der Kamera unverblümt eingefangenen Vergewaltigungsszenen dank wirkungsvoller, wenn auch knapp gehaltener Figurenexposition, auch anno 2009 noch, so dass selbst beim beißenden Sarkasmus einiger leicht augenzwinkernder Szenen, in denen Schlitzohr Iliadis eindeutig den Schalk im Nacken sitzen hatte, das Lachen im Halse stecken bleibt (John Collingwood, ein Arzt, flickt die Nase eines der Täter in penibler Kleinarbeit zusammen, nur um sie ihm später, nachdem er hinter das düstere Geheimnis seines “Patienten”- und der übrigen Gäste- gekommen ist, wieder zu brechen). Das Ende ist dann jedoch ein wenig zu ausufernd geraten. Auch wenn Iliadis im Grande Finale noch einmal alles auffährt, was der gut sortierte Baumarkt hergibt, hätte man die Handlung im Schlussakt doch etwas straffen können. Dass er hier sein anvisiertes Ziel erreichen wollte, das Original, welches sogar den ausgekochtesten Bluthunden schwer im Magen lag, zu toppen, wird immer offensichtlicher. 

Was bei Horrorfilme ja nicht imm so sahnig abläuft, ist die Schauspielerei. Dennoch...
Auf der schauspielerischen Ebene läuft bei “The Last House On The Left” alles im grünen Bereich ab. Der bekannteste Name auf der Besetzungsliste dürfte wohl Monica Potter sein. Die Mimin, die hier als Mutter mit Beschützerinstinkt rot sieht, ist Fans des Genres vor allem durch den ersten Film der "Saw" -Reihe ein Begriff. Tony Goldwyn als Vater Collingwood sowie Garret Dillahunt als Psycho- Dad auf der Gegenseite vermögen mit starken Auftreten beim Zuschauer Eindruck zu schinden. Sara Paxton und Martha MacIsaac (letztere war im schlüpfrigen Gagfeuerwerk “Superbad” als Highschool- Schülerin mit von der Partie) fallen in der ersten Hälfte, bevor sie von Iliadis auf ihren brutalen Leidensweg geschickt werden, vor allem durch ihr entzückendes Erscheinungsbild und einigen “Körpereinsatz” auf. Damit erfüllt der Regiesseur leider das übliche Horrorklischee mit den hübschen Frauen die hier durch die Hölle gehen, aber...mein Gott, manche Klischees sind einfach sehenswert :D


Was für ein Fazit zieht man denn da?
“The Last House On The Left”, die Neuauflage von Wes Cravens kontroversem Terrorfilm aus den 70ern, ist zwar kein Genre- Glanzlicht und erfindet das Rad garantiert nicht neu, hebt sich aus der neumodischen Remake- Flut aber dennoch ziemlich heraus und ist der selbstverliebten “Saw”- Reihe, die mittlerweile zum Auslaufmodell verkommen ist, in vielerlei Hinsicht um einiges voraus. Dennis Iliadis Film überzeugt mit dichter Atmosphäre, viel Spannung und einem ordentlichen Punch und ist somit auch für Kenner des Originals interessant. :)






Das war das Peteback für diese Perle und nun verabschiede ich mich und empfehle mich vorallem!
Tschödeldö!






P.S.: Was haltet ihr eigentlich von dieser Art von Horrorfilmen, mit explizieter Gewaltdarstellung wie halt "The Last House on the Left" oder er "SAW"-Reihe?

25.08.11

PeteBACK-Manifest Reloaded!


Spieler aller Länder vereinigt euch, kämpf gegen falsche Berichterstattung und gegen falsche Recherche in den Medien!

Ja ich bin mal wieder gut dabei auf die Pauke zu hauen! Ich heiße euch willkommen zu "Akt II" des PeteBACK-Manifests, dass aufgrund der vergangen Ereignisse der letzten zwei Tage, eine echt gute Grundlage gefunden hat. Ich finde mich ein in die Reihe der Leute, die unbedingt ein Statement dazu abgeben müssen, obwohl es eigentlicht nich nötig wäre, aber ich mach es trotzdem, obwohl ich nicht muss, sonder kann und auch will, obwohl sicher doch schon alles gesagt wurde. *Luft hol*

Wer in der Materie noch nicht so din steckt, dem werde ich mal kurz helfen: Auslöser war ein Betrag der Sendung "RTL Explosiv" auf...nun RTL halt 

Meine Damen und Herren, RTL hat mal wieder mit einem Spaten ins Fettnäpfchen gegriffen und verteilt alles mit beiden Händen auf einer Scheibe. Und das wird RTL so schnell nicht mehr abbekommen.
Zurück zum Thema.
"RTL Explosiv" strahlte einen Beitrag über die in Köln stattgefundene "Gamescom" aus. An sich ja nichts schlechtes. Denkt man. Aber in dem Beitrag ging es in keiner Weise um die Spiele die gezeigt und vorgestellt wurde, oder die Entwickler, oder die Pressekonferenzen. Nein. Es ging um die Besucher. Diese "Reporter", wenn man sie so nennen darf, haben es geschafft die Klischeebeispiele der Gamerkultur ausfindig zu machen, um somit wieder einmal Menschen in eine schöne Schublade zu stecken und zu Menschen zweiter Klasse zu degradieren. Ja man wird auf der "Gamescom" sogar in Kategorien eingeteilt, so schnell kann's ja gehen. Alles kommentiert von einem Messebabe, Gamegirl oder wie man die laufen Cockteaser auf zwei Beinen vor den Messeständen bezeichnen darf. Aber man sollte das Video denke ich mal selber sehen:

Selbst für ein Boulevard.Magazin wie "RTL Explosiv" ist das eine Berichterstattung die so dermaßen unter jede Sau geht und schon nichts mehr mit Journalismus zu tun hat, sondern nurnoch mit Anprangern. Und anpranger kann RTL ja schon im Allgemein gut, siehe alle "aus dem Leben gegriffenen"-Shows die produziert werden. Investigativer Journalismus kann auch seine Grenzen haben und ich bin nicht ganz sicher, ob sich jemand den Breitag vorher angeguckt hat, denn das Sachliche bleibt bei diesem Paradebeispiel der Anprangerung komplett auf der Strecke. Es geht nur darum Darzustellen. Und das auf eine schon ekelhafte Art und Weise, mit Zuhilfenahme von Laura, dem netten Messebabe.
Sie ist einen Tag auf der Gamescom um dort als bewegliche Ausstellerpuppe rumzuhüpfen und Fotos machen zu lassen. Und man sieht es auf den ersten Blick, Laura ist nicht auf den Mund gefallen, aber anscheinend auf den Rest ihres Kopfes, denn das oberflächliche Verhalten zeugt mehr von schwachem Geist als ihr lieb ist. Man sollte nicht über diejenigen herziehen, mit denen man sein Geld verdient. Man wird als Gamer als joblos bezeichnet, Single, introvertiert und ungewaschen, ungepflegt und haste nicht gesehen. Und irgendwo kann man sich da schon so Leutchen rauspicken, wo man dann was zusammenschneiden kann.  "Und ein Mädchen haben sie auch nicht kennengelernt" Das waren die letzten Worte des Off-Sprechers. Na klar. Das ist ja auch ganz schön blöd. Da ist man auch auf einer der weltgrößten Partnerbörsen, der GAMEScom und greift nichtmal ein passendes Nerd-Weibchen für sich ab Auf Gleichberechtigung fährt RTL aber ab, denn Männer und Frauen, werden hier gleichermaßen vor die Linse gezerrt und nach allen Regeln der Pseudokunst auseinander genommen...

Obwohl man sich da auch fragen sollte, was die Leute da geritten hat, vor eine Kamera zu treten und RTL ein paar Fragen zu beantworten. Man muss sich da doch seinen Teil denken, was dann daraus wird. Traurig bei der ganzen Geschichte ist eigentlich nur, dass es nicht darum geht, worum es gegen sollte. Um eine Messe, um eine Art von Festival, ähnlich einem Musikfestival pilgern Tausende, Zehntausende, Hunderttausende zu einem Ort, um ein paar Tage mit Gleichgesinnte einem Hobby nachzugehen. Man trifft sich, man lacht, man hat Spaß, man staunt, man wird unterhalten, das ist es worüber man berichten sollte, lieber Privatsender! Obwohl man dementsprechen auch den Spieß umdrehen kann, wie die Redakteure von GIGA zeigen:


Es ist eigentlich schön zu sehen, dass die Community in den Foren, auf Facebook (über 10000 geteilt Links des Beitrags), Tumblr und auf Youtube und wo noch, gemeinsam einsteht und gegen Soetwas vorgeht, Aufrufe macht, Beschwerde einreicht und was nicht noch alles. RTL ahnt anscheinend gar nicht, mit was für einer Organisation sie sich angelegt hat. Nein Spaß wir sind ja alle nett. Als "Erklärung" bekommt man dann ein Satz zurück der da lautet " Ich persönlich glaube, Gamescom-Besucher und Computerspieler sind ein humorloser Menschenschlag." Humorlos lieber Redakteur Tim Kickbusch? Wir Gamer? Bitte? Wir jagen virtuelle Häuser in die Luft, bekämpfen Drachen, setzen interdimensionale Portal, schießen mit virtuellen Kugel um uns, und freuen uns dabei einen Ast ab. Und machen dann noch Insiderwitze die sonst keiner checkt. Wir haben den Humor erfunden! =D 

----------------- 

Es ist ja nunmal kein Einzelfall, dass die Medien mit der Gameskultur auf Kriegsfuß steht und das es zwangsläufig zu Reibereihen kommt. Das liegt nicht direkt an der Kultur der Spieler, auch nichtmal direkt an den Spielen selbst. Es geht hier um Unwissen, schlechte Recherche, falsche Berichterstattung und Engstirnigkeit, sowie Quotengeilheit. Denn wer will schon was Ordentliches über Spieler sehen? Diese potenziellen Amokläufer, diese Kellerkinder und Pizza-und-Pepsi-Junkies, diese Rollenspielliebhaber und Konsolenknutscher? Genau. Niemand. Liebenslieder funktionieren ja auch nur, wenn sie tragisch sind, denn die Wahrheit ist weniger unterhaltsam.

Es ist nicht gerade dienlich für eine Kultur, und die Spiele haben eine Kultur um sich aufgebaut, wenn man sie als Amokgefährdent einstuft. Wir sind doch keine Sekte! Das ist das was viele Teile der Bevölkerung glauben und es ist immer einfacher den Schuldigen in einer Konsole oder einem Datenträger zu finden. Shooter sollen zum töten animieren und das Töten "lehren" und vorallem die Hemmschwelle senken.

Ich will nicht ausschließen, dass es nicht auch Spiele waren, die die Täter eindeutig gespielt haben, zu ihrer kranken Tat beflügelt haben. Aber man sollte nach der Basis suchen und nicht nach dem Ventil.
Es gibt ja den schönen Spruch "Waffen töten keine Menschen, sondern Menschen töten Menschen mit Waffen." Den Spruch wendet nur keiner auf die Spiele an, weil Spiele ja zu Hauf gewaltverherrlichend sind. "Spiele töten keine Menschen, Menschen töten Menschen mit Waffen, die sie irgendwoher haben und spielen nunmal gerne Shooter." Diesen Menschen fehlt die gesunde Distanz zu dem, was sie da auf dem Bilschirm sehen und tun. Eine klasse Compilation von falscher Recherche und mieser Berichterstattung und vorallem Unwissenheit über die Materie findet man hier, sogar bei den "Guten", den Öffentlich Rechtlichen:


Und deswegen sage ich; Liebe Medienmogule! Sorgt für eine ordentliche, richtige und vorallem nachvollziehbare Berichterstattung! Recherchiert, prüft und denkt nach bevor ihr etwas sendet. Prangert nicht an und stellt nicht zur Schau. Degradiert nicht die Menschen und bildet keine falsche Meinung beim Zuschauer. Vergesst Quoten und besinnt euch auf die Grundsätze des Journalismus!
Der Worte sind nun genug gewechselt, nun lasst endlich Taten sprechen. :)

Und wenn nicht. Dann gibt es bald eine Revolution! *Versteckte Werbung einblende*


21.08.11

Film•Peteback: Der Tintenfisch und der Wal

Hallo und Willkommen zurück in meiner schwarz-grünen Welt!
Heute gönn ich euch mal wieder einen kleinen Einblick in einem Film, wo der Titel doch mal was ganz anderes vermuten lässt, als dass, worum es im Film nun wirklich geht.
Irreführung ist doch eine tolle Sache, vorallem wenn man sich einen Film kaufen will und sich dann auf den Titel verlässt. Obwohl es doch auch langweilig wäre, wenn der Titel schon alles verraten würde, dann doch lieber den Titel subtiler als direkt machen.
So aber nun genug abgeschwofen :D
Heute gibt es einen Film der erstens; Unglaublich realitätsnah wirkt
und zweitens; Eines der besten Familiendramen darstellt die ich je gesehen habe.

Heute zeige ich
Der Tintenfisch und der Wal

"Der Tintenfisch und der Wal" ist ein Familiendrama vom US-amerikanuschen Regiesseur Noah Baumbach und basiert auf einem Originaldrehbuch von ihm selber.

Trailer

Fakten über Meeresgetier
Originaltitel: The Squid and the Whale
Deutscher Titel: Der Tintenfisch und der Wal
Originalsprache: Englisch
Länge: ca. 88 Minuten
Regie: Noah Baumbach
Drehbuch: Noah Baumbach
 Produktion: u.a. Wes Anderson


Wir befinden uns im Jahr 1986 in New York.

Bernard Berkman (Jeff Daniels) ist Akademiker und Schriftsteller, gnau so wie seine Ehefrau Joan (Laura Linney) und beide haben ihre Ehe aufgegeben. Joan hat schon seit vier Jahren eine heimliche Affäre mit dem Tennislehrer Ivan (William Baldwin) und hat gerade eine Kurzgeschichte an den New Yorker verkauft. Ihr Ehemann zehrt derweil seit Jahren, und das sehr frustriert, von dem Erfolg seines ersten Romans, befindet sich aber auch schon seit längerem in einer künstlerischen Schaffenskrise. Er versteht nicht, aus welchen Gründen seine Ehe mit Joan scheiterte und beginnt eine Affäre mit der Studentin Lili, die bei ihm und seinem Sohn zur Untermiete eigezogen ist.
Das Sorgerecht für die Söhne Frank (Owen Kline) und Walt (Jesse Eisenberg) und ihre Katze wollen sich die Eltern teilen. Der 16-jährige Walt zieht mit seinem Vater in ein neues, doch eher sparsames Zuhause, während der 12-jährige Frank bei seiner Mutter im alten Haus verbleibt. Die beiden Söhne sind traumatisiert von der Scheidung ihrer Eltern und der Vereinbarung, dass sie die Hälfte der Woche mit dem jeweils anderen Elternteil verbringen sollen. Vorallem dem jüngsten Spross der Familie macht das zerstörte Familienleben sehr zu schaffen.

Allerdings ist Frank seiner Mutter und ihrem Freund, dem Draufgänger Ivan, sehr zugetan. Der Junge, der grade am Anfang seiner Pubertät steht, beginnt bald, bei jeder Gelegenheit obszöne Wörter zu verwenden und die Masturbation als eine Art Alleilmittel für alles zu entdecken. Er fängt an, Bier zu trinken und geht auch in der Schule eifrig seinem neuen Hobby nach, was ein ernstes Gespräch mit seinen Eltern und seinen Lehrern nach sich zieht. Tss...Kinder...

Der intelligente und sexuell unerfahrene Walt identifiziert sich sehr mit seinem Vater und beginnt bald, ebenso wie sein Vater, von seiner Mutter das Schlimmste zu denken, die die Beziehung zu ihrem Liebhaber nicht mehr geheim hält und diesen mit zu sich nach Hause bringt. Walt jongliert dazu noch eher stümperhaft mit literarischen Fachausdrücken seines Vaters, um seine Mitschülerin Sophie zu beeindrucken. Mr. Berkman ist zwar ein gütiger Vater, doch so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass er die wichtigen Momente im Leben seiner Söhne verpasst. Um seinem Vater zu imponieren, gibt Walt bei einer Talentshow in seiner Schule den Song „Hey You“ der Band "Pink Floyd" als eigene Komposition aus. Walts Auftritt ist zunächst ein großer Erfolg, doch er wird danach von einem Mitschüler, der die Liedtexte von Pink Floyd kennt, des geistigen Diebstahls überführt. Rückschläge, Frustration, falsches Denken und Aussichtslosigkeit regieren. Und auch der größte Wunsch der zwei Brüder, dass ihre Eltern wieder zueinander finden mögen, erfüllt sich nicht.
Wie zwei Brüder in den Trümmern der elterlichen Ehe nach Orientierung suchen, erzählt Noah Baumbach mit einer schon glänzender Gratwanderung zwischen Drama und Komödie. Wobei das Drama eindeutig im Vordergrund steht und oft latent zu spühren ist. Das doch sehr autobiografisch Drehbuch Baumbachs, war außerdem für den Oscar nominiert. Mit gutem Grund, gelingt es doch dem Skript, die Vergiftung des Familienlebens, die ungewollte Neuordnung der inneren Hierarchie und die Unsicherheiten des Heranwachsens zu zeigen und doch viele Situationen mit einem Augenzwinkern dazustellen. Es muss ja nicht immeralles knallhart und ernst sein ;)

Klasse ist vorallem die Darstellungen von Jeff Daniels und Laura Linney, die mit sympathischen und auch unangenehmen Zügen helfen, die Desorientierung der Kids zu verstehen. Nachdem die Disharmonien bei einem giftigen Tennismatch schon am Anfang zu Tage kommt, trennt sich Joan (Linney) von Bernard (Daniels). Der ehemals gefeierte Autor und Intellektuelle zieht aus, bildet mit seinem 16-jährigen Sohn Walt eine Einheit, während sich der jüngere Sohn mit der Mutter besser zu verstehen weiß.

Die Spaltung der Familie findet ihre räumliche Entsprechung, als Walt zu seinem Vater zieht. Beide Söhne reagieren auf die veränderte Situation mit Verunsicherung. Der Jüngere sucht ein Ventil für seinen Zorn, der Ältere kopiert die arrogante Überlegenheit seines Vaters und sabotiert so die Beziehung zu seiner ersten Freundin, die er stellvertretend für seine Mutter demütigt. Obwohl er doch eigentlich am Anfang ganz andere Gefühle für sie hegt. Vermutlich ist es auch seine Frustration, dass sein Vater doch mehr Glück bei den Frauen hat ausschlaggebend. Baumbach beobachtet ohne großartige Überzeichnung. Ja er beobachtet. Und lässt dabei beide Elternteile in eine Affäre flüchten, die ihre Persönlichkeit widerspiegelt. Joan sucht Trost bei einem Tennislehrer und zeigt Reife, Bernard schläft mit einer Studentin und gibt das trotzige Kind, das sein Ego wiederaufrichten muss, weil ihn Frau und Erfolg verlassen haben. Linney hat hier die Rolle der Verantwortungsträgerin inne, während Daniels zwischen frustriertem Egomanen und einer coolem Art von Kindskopf für gezwungene Schmunzler sorgt. Es finden die bekannten Positionierungskämpfe der Eltern statt, vorallem nach dem Bruch. Und die  porträtiert Baumbach genau so souverän, wie auch die Zerrissenheit der Kinder. Am Ende reiht sich "Der Tintenfisch und der Wal", zusammen mit Alan Parkers "Du oder beide", wer den Film kennt, in die Reihe der besten Trennungsfilme ein.

Ich empfehle "Der Tintenfisch und der Wal" allen die einen soliden Film sehen möchten, mit viel Realtitätsnähe. Der Film ist durchgehend authentisch und man wird sicher nie gelangweilt sein, denn die Charaktere halten einen wirklich bei Laune und man ist gespannt, wie sich die gesamte Geschichte entwickeln wird.

Und damit empfehle ich mich wieder einmal und sage Tschödeldö und wünsche noch einen schönen Tag. ( Obwohl es gerade in Strömen regnet :-/ )

16.08.11

Film•Peteback: Das Labyrinth der Wörter

Hallo-hallo-hallo,
heute gibt es mal wieder ein nettes Peteback von mir, nachdem anderen Kroams den ich hier in letzter Zeit fabriziert habe. :D
Heute geht es mal wieder um einen Film. Und was für einen Film. Eigentlich ein Film für die Rubrik "Über den Teller gerannt". Es ist ein Film der erstens;
Aus uns unserem freundlichen Nachbarland Frankreich kommt
und zweitens; Einen meiner Lieblingsschauspieler in der Hauptrolle hat.

Die Rede ist von 
Das Labyrinth der Wörter

"Das Labyrinth der Wöter" ist eine französische Romanverfilmung aus dem Jahr 2010. Die Romanvorlage stammt von Marie-Sabine Roger und Regie bei dem Film führte Jean Becker.

Le Trailer
 

Ein paar Fakten
 Originaltitel: La tête en friche
Deutscher Titel: Das Labyrinth der Wörter
Originalsprache: Französisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 85 Minuten
Regie: Jean Becker

In Jean Beckers Verfilmung von Marie-Sabine Rogers Roman mimt Gérard Depardieu den sich mit verschiedenen Jobs über Wasser haltenden Germain Chazes. Mit dem Lesen hat er es eigentlich nicht so, wie er selbst sagt, und auch sonst ist er nicht der Scharfsinnigste. Über 50 Jahre lang führte er in einem kleinen Dorf in der südfranzösischen Provinz ein ruhiges und einfaches Leben. Aufstehen, Arbeiten, im Café seine Freunde und Bekannte treffen, in den Park gehen um die Tauben zu zählen, ein ganz normaler Alltag eben und wer würde ihn auch in seinem Leben stören? 

Bei seiner täglichen Taubeninspektion im Park, lernt er die 94-jährige Margueritte (Gisèle Casadesus) kennen, die ihren Lebensabend ausschließlich ihrer großen Leidenschaft, der Literatur, verschrieben hat. Bei den folgenden Treffen liest Margueritte dem aufgeschlossenen Germain Stück für Stück bedeutende französische Klassiker, wie zum Beispiel aus "Die Pest" von Albert Camus vor und eröffnet ihm so eine neue Welt, die Germain für sich eigentlich für unerreichbar erachtete. Margueritte und Germain bilden in ihrem respekt- und liebevollen Umgang miteinander das rührende Zentrum des Films, ohne ihn dabei in Sentimentalität abgleiten zu lassen. Becker gelingt eine glaubwürdige Entwicklung der Protagonisten. Der Umgang der gebildeten und kultivierten „Wissenschaftlerin, wenn man so will“, wie sie Germains Frage nach ihrem ehemaligen Beruf beantwortet, mit dem Illiteraten ist frei von jeglicher Überheblichkeit. Seine Anmerkungen nimmt sie stets ernst, mögen sie auch oft etwas unqualifiziert erscheinen und wirr, bishin zu kindlich erscheinen. Diese Empathie erklärt sich daher, dass sie das ungewöhnliche zweite „t“ in ihrem Namen ihrem Vater verdankt, der selbst seine Schwierigkeiten mit den Wörtern hatte. Marqueritte wirkt wie eine gemischt Person aus Mutter und Lehrerin und so fasst Germain sie auch auf. Er sieht in ihr das, was er selber gerne wäre bzw. hätte.

Depardieus Figur wird, neben seinem gewohnt präzisen Spiel, durch Rückblenden erschlossen, die zeigen, wie er als Kind von seiner Umwelt zurückgewiesen wurde. Angefangen von seinem Lehrer der in niedermachte, weil er eine Lese- und Rechtschreibschwäche hatte und schon als Kind eher...klein im Geiste war. Bishin zu seiner Mutter, die nicht sehr viel Liebe für ihn übrig hatte, da er auch kein Wunschkind war. Bei der Darstellung des liebenswürdigen Tölpels kommt Depardieu einmal mehr seine einzigartige Natur zugute. Germains wörtliche Ungewandtheit und sein fehlender Sinn für Feingefühl stimmt alle mal überein, mit der Grobschlächtigkeit, mit der sich dieser, nunja, Berg von Mann bewegt. Die Erscheinung Marguerittes dagegen, der zierlichen alten Dame, die Germain seiner Feststellung nach mit bloßer Hand zerbrechen könnte, steht nicht nur in Kontrast zu dem Hünen, sondern auch zu der Kraft ihrer Persönlichkeit und ihrer Lesungen und deren Bedeutung für die Entwicklung Germains.

"La tête en friche", so ist der Originaltitel von Roman und Film, meint wörtlich etwas wie „brachliegende Kopf“ und beschreibt Germains Ausgangssituation. Auch wenn er des Öfteren Hohn erntet, hat er mit seinen letztlich doch verlässlichen Freunden und mit der Busfahrerin Annette (Sophie Guillemin), die ihn aufrichtig liebt, eine gute Grundlage zum Glücklichsein. Seine Begriffsschwäche, durch die er sich gebrandmarkt sieht, und seine ihm gegenüber meist verächtliche Mutter (Claire Maurier) stehen dem jedoch im Wege.

Die über das Band der Literatur entstandene Beziehung zu Margueritte und die daraus hervorgehende geistige und emotionale Bereicherung verändern Germains Leben grundlegend. Sie ermutigen ihn, kleine Schritte ins Neue zu wagen, um schließlich die dadurch erreichbaren Schönheiten des Lebens genießen zu können. Demgemäß ist "Das Labyrinth der Wörter" in mehrfacher Hinsicht ein Liebesfilm. Neben der Liebe zu einer Sache, in diesem Fall zur Literatur, geht es um die platonische Liebe zwischen Seelenverwandten. Natürlich um die Liebe zwischen Frau und Mann und nicht zuletzt um Mutterliebe, die auch dort vorhanden ist, wo es schwer fällt, sie zu entdecken. Auch wenn der Erzählstrang der Mutter-Sohn-Beziehung einige tragische Momente enthält, die durch die Überzogenheit der Figur der Mutter freilich entschärft werden: Der Grundton bleibt der einer Komödie. Seinen Humor gewinnt "Labyrinth der Wörter" schlüssigerweise primär auf der verbalen Ebene, die von feinsinnigen Wortspielereien und amüsanten Dialogen geprägt ist. So entfaltet Jean Becker ein doch schon lebensbejahendes Plädoyer dafür, seine Möglichkeiten wahrzunehmen, und huldigt zugleich der Literatur, nicht als Selbstzweck, sondern als Weg zur einer gewissen Selbstfindung und vorallem grade der Selbsterkenntnis.


Dann empfehle ich mich nach langem mal wieder und sage Tschödeldö bis zum (baldigen) nächsten Peteback! :)

P.S: Derjenige oder diejenige die das hier liest, was hälst du von französischen Filmen und was macht die Filme so oft so besonders? Lasst ein Kommentar da ;D

10.08.11

Nehmt es euch zu Herzen! - PeteBACK-Manifest!


Spieler aller Länder vereinigt euch, kämpf gegen die Monotonie und Mittelmäßigkeit!
 
Klingt gewagt oder? Aber ich will nicht zu großen Protesten und Ausschreitungen aufrufen, das hätte ich auch viel zu wenig Zeit für. Anreiz gab mir eine paar ältere Folgen von GameOne, dem charmanten Miniklon von GIGA-Games, Gott hab diese Sendung selig... Mal davon abgesehn das ich nun wieder in Erinnerungen schwelge, an all die schöne Zeit, fünf Tage die Woche von 22-0 Uhr vor dem Fenseher zu hängen und mir die werktägliche Dosis Videospiel-Infos zu holen. Doch ich schweife ab! Das Peteback-Manifest ist eine böse, exakte Kopie des GameOne-Manifests. Jeder braucht doch irgendwo mal ein Sprachrohr, wo man seiner Wut über alles mögliche und gar nichts freien lauf lassen kann, ohne jemanden zu verletzten.

Und ich sage!; Entwickler! Schafft eine in sich geschlossene Welt in euren Spielen.

Ich meine damit, wie soll man sich in eine andere Welt einfinden, wenn man von Sachen abgelenkt wird, die einem selbst in einem Videospiel dermaßen merkwürdig und unsinnig vorkommen? Richtig, nämlich gar nicht.

Wie soll man sich auf ein Abenteuer einstimmen, wenn einem der Dorfälteste erstmal erklärt wie man springt oder ein Schild vor sich hält? Hallo?! Und dann wird einem das noch erklärt im Sinne von: "Um zu springen, drücke den "B"-Knopf. Um nach Vorne zu springen, drücke "B" und die Pfeiltaste nach vorne."

Sicher. Ein Spiel ist nunmal kein Buch und es nicht so leicht in eine andere Rolle zu schlüpfen, aber man übernimmt dich die Identität von jemandem und muss bestimmten Gesetzen folgen. Warum reden dann NPCs (non-player character) in Spielen von "Knöpfen" von denen sie keine Ahnung haben sollten? Zu weit geht dann schon die Tatsache, dass es die Art von NPCs gibt die auch wissen das alles nur ein Spiel ist und keine für sie reale Welt. Und dann sie Sache mit dem "Aktionen beibringen" - Ich meine damit, wenn es um bestimmte Angriffe mit dem Schwert geht, oder eine Art von magischen Angriff, dann ist das sinnvoll, aber doch nicht sowas elementares wie Springen... "Mein Sohn, du hast nun das zehnte Lebensjahr erreicht und du bist nun bereit, in die Welt hinauszuziehen um ein wahrer Held zu werden, nur du bist auserwählt und kannst das Königreich vor der Dunkelheit bewahren. Hier nimm das Schild und das Schwert unserer Vorväter (und Vorfrauen, wir wollen ja politisch korrekt bleiben) und nun geh zum Dorfältesten, der wird dich das Springen lehren" - 

Klingt lässig oder? Man bekommt ein Schild und ein Schwert in die Hand gedrückt und kann nicht mal springen? Man kann ja klein anfangen liebe Entwickler, aber doch bitte nicht so klein. Abgehandelt hätten wir damit die Unsinnigkeit vom Wissen der Charaktere über das "Spiel".

Doch es gibt noch viel mehr was den spieler in seiner, ich nenne sie mal "spielerischen Illusion" stören kann. Dazu gehört zum einen das altbekannte "Runterfallen". Man fällt irgendwo runter und ist tot...buff. Klingt auf den ersten Gedanken natürlich einleuchtend, aber man wird ja immer vor bestimmte Szenarien gestellt. Ich bring da mal ein paar Beispiele wie man so sterben kann, bzw. nicht sterben kann und was daran überhaupt keinen Sinn ergibt;

- Hey Mario! Sag mal wie kann das sein, dass es in manchen Levels keinen Boden gibt? Wo ist der hin? Wer hat den weggeschaugelt? Und wer ist so gut ein bodenloses Loch zu graben?
- Hey Minecraft-Charakter! Schützt einen eine Rüstung aus Diamant wirklich vor dem Tod, bei einem Sturz aus einer Höhe von mehreren Kilometern?
- Hey Lara Croft? Warum stirbst du bei einem größeren Sprung der danaben geht sofort, aber kannst mehre Prankenhiebe eines Bären einstecken?
- Hey Shooter-Soldat! Wie oft kann man dich eigentlich Treffen ohne das deine Leistung sich vermindert und die verblutest, aber ne Granate macht dir sofort den garaus?
- Hey Tommy Vercetti (GTA Vice City)! Wenn du so ein harter Gangster und harter Bursche bist, warum gehst du dann sofort über den Jordan, wenn du mal ins Wasser fällst?
- Hey Need for Speed-Auto! Wieso kannst du bei einer Geschwindigkeit von 200km/h an einem Laternenpfahl hängen bleiben?

Ich glaube ich wisst was ich meine...
Und deshalb sage ich; Liebe Entwickler! Schafft eine in sich geschlossene Spielwelt, ohne Charaktere die Wissen haben, was sie nicht haben sollten und erklärt nicht an allen Ecken und Enden dem Sinn den Krieg. Schafft eine Welt mit eigenen Gesetzen oder ahmt die Gesetze der Realität nach, aber dann doch bitte sinnvoll!

02.08.11

Es ist ein schöner Tag zum taggen!

Yihaa ich wurde bei Formspring getaggt und da dacht ich mir ich könnte das auch gleich mal auf den Blog ausweiten, natürlich auch gleich ein Tag zum richtigen Thema :D
Na dann wollen wir uns mal nicht lumpen lassen und stürzen uns in Vergnügen!

1. Lieblings Filmgenres?
Eigentlich mag ich Horrorfilme am liebsten, bzw. kann man das Mysteri-Genre auch noch dazu nehmen. Ich liebe das Unbekannte, das Schaurige, was aber leider dazu geführt hat, dass ich nicht mehr wirklich vor Filme gruseln kann, erschrecken ja, aber gruseln? Ähäh.
Doch auch das Si-Fi bzw. Fantasy-Genre gefällt mir. Ich könnt eigentlich sagen, mein Filmgeschmack geht durch alle Genres, aber die eben genannten dominieren da eindeutig.

2. Lieblings Produktionsländer?
Ehrlich gesagt wäre das USA. Weil da wirklich die meisten Filme gedreht, oder besser produziert werden die ich gesehen hab und auch schaue. Doch es sind eher die Ausnahmen die interessant sind. Zuum einen wäre da Spanien, weil bisher alle spanischen Filme die ich gesehen hab hervorragend waren, vorallem was die Horrorfilme angeht ;D
Zum anderen auch Japan, weil ich ja Manga und Anime Fan bin und somit sind auch japanische bzw. auch koreoanische Filme gucke, obwohl sich diese Filme schon von europäischen oder amerikanischen unterscheiden, vorallem was Emotionen angeht.

3. Lieblings Schauspielerinnen?
Da wäre zum einen Emma Stone weil sie wunderbar sympathisch rüber kommt und grade mal am Anfang einer hoffentlich großen Karriere steht. Jemand der schon auf eine lange Karriere zurückblicken kann ist  Maggie Smith, eine grandiose Schauspielerin. Und zum Schluss noch Meryl Streep, weil ich selten eine Schauspielerin gesehen hab, die so wandelbar in ihren Rollen ist.

4. Lieblings Schauspieler?
Oh da war ich mal großer Fan von Nicolas Cage, aber bei dem was er in den letzten Jahren abgeliefert hat muss man sich schon fragen, was mit dem Mann eigentlich los ist. Andere die mir immernoch gefallen sind Jim Carrey, Mark Wahlberg, John Cusack und jemand der ganz aus der Reihe fällt, Gérard Depardieu.

5. Lieblings Regisseure?
 Da kann ich mich wohl auf ein paar beschränken, nämlich David Lynch, ein klasse Regiesseur für Mystrie und auch Horror, wer schonmal Twin Peaks oder Eraserhead gesehen hat, weiß wovon ich spreche.
Zum anderen wäre da noch Quentin Tarantino und Michael Bay, ja ich weiß, Michael Bay ist nur Special Effects, aber seine Filme machen einfach Spaß! :]
Dazu noch M. Night Shyamalan,  und auch ein großer Meister des Mysteriösen, dann noch Danny Boyleund und zum Schluss der Großmeister, der Eine, der Wahre, Martin Scorsese.

6. Lieblings Komödien?
 Ich schätze da ist ganz vorne die Scary Movie Reihe mit dabei, ich hab glaub ich noch bekeiner Filmreihe so sehr gelacht. Ganz dicht gefolgt und eigentlich auch auf dem ersten Platz ist die Nackte Kanone Reihe mit Leslie Nielsen, Gott hab ihn selig :(
In einer ganz anderen, einer viel absurderen Liga spielen die Monty Python Filme wie Das Leben des Brian, Die Ritter der Kokosnuss und Der Sinn des Lebens.

7. Lieblings Actionfilme?
 Ich glaube da könnte man zuerst Pulp Fiction nennen, dicht gefolgt von Lord of War und dann natürlich die Bourne-Filme. Danach kämen noch Shoot'em Up, Sin City, Departed, HERO und Natürlich die Stirb Langsam-Reihe.

8. Lieblings Romanzen?
 Romanzen...also..ich muss sagen...das mir dazu eigentich gar nichts einfällt. Romanzen sind nicht so mein Fall :-/

9. Lieblings Dramen?
  Nun...das erste Drama woran ich denke ist Stadt der Engel mit Nicolas Cage, damals war er noch ein guter Schauspieler...
Als Kriegsdrama gibts noch Letters From Iwo Jima, Flags Of Our Fathers und Der Soldat James Ryan.
Dann wären da noch Goodbye Bafana, Schindlers Liste, Der Tintenfisch und der Wal, Engel und Joe und Kammerflimmern, die beiden letzten sogar zwei deutsche Filme. Ich glaub was Dramen angeht, sind wir ganz gut :D

10. Lieblings Roman/Comic-Verfilmungen?
Ganz vorne mit dabei sind natürlich die Herr der Ringe Filme. Erstklassig! Schindlers Liste, auch eine Romanvorlage hat mich tief getroffen. Per Anhalter durch die Galaxis wurde nicht sooo genial umgesetzt, dennoch hat der Film den Charme und den Witz des Bucher gut eingefangen.
Was Romane angeht, kann man die ganzen Stephen King Filme dazu nehmen, weil die eigentlich alle gut sind. Außer Der Rasenmährmann :-/
 Comic-Verfilmungen sind ja immer so ne Sache. Ich nenne mal als erstes Scott Pilgrim vs. The World. Die beste Comic-Verfilmung die ich je gesehen hab. Auch Sin City wurde klasse adaptiert sowei auch The Watchmen. Rund um die Marvel Comics nenne ich da den ersten X-Men Film und den neusten X-Men: Erste Entscheidung.
Wenn ich mal auf die Mangawelt zurückgreifen darf, gibt es zwei wunderbar-glaubhafte Liveaction Movies von Detecitve Conan

11. Lieblings Horrorfilme?
Och da könnte ich sehr weit ausholen, denn wie gesagt, Horrorfilme sind genau meine Welt. Ich denke ich fange mal an mit Ereaserhead. Ich liebe die so genannten Oldschool Horrorfilme. Dazu gesellen sich noch Friedhof der Kuscheltiere, ES und Der Nebel. Ja das sind alle Stephen King Filme, denn die sind immer Klasse. Dazu kommt dann natürlich auch noch The Shining von Stanley Kubrick aus den 80ern. Neuere Filme wären...The Blair Witch Projekt, ein Film der mir nachts immernoch unbehagen bereitet wenn ich ihn gucke. Dann nehm ich noch The Last House On The Left dazu und ganz sicher Devil. :)

12. Schlechtester Filme aller Zeiten?
Meiner Meinung nach ist das wohl die schwerste Frage. Eigentlich hat auch jeder auf den ersten Blick schlechte Film irgendwo seine Vorzüge.
Aber ich glaub ich bin da mal ganz kritisch. Als ersten wäre das Buried Alive. Ich hab mich bei keinem Film so tötlich gelangweilt wie bei dem Schinken in der Kiste. :-/
Dann wäre da noch Skyline, über den ich ja schon ne Kritik geschrieben hab, ich hab selten dümmere und sinnlosere Dialoge gehört.
Zum Schluss noch die Adaption der Dragonball Mangas. Die grausamste, lächerlichste und sinnfreiste Verstümmelung einer Comicvorlage die je auf eine Filmrolle gepresst wurde -.-


Das waren die 12 tollen Fragen zum Thema "Filme" mir hats eigentlich Spaß gemacht und wird auch wieder mal einen Tag bearbeiten :)
Also dann empfehle ich mich und die guten, oben genannten Filme und sage Tschödeldö!