29.09.11

Konsumfreude mit Nerdsentimentalität :)

Guten Tak und so!
Ich war gestern ziemlich down, allein wegen meiner Arbeit und den dortigen Gemeinheiten.
Doch als ich Abends nach Hause kam, stand da ein schickes Paket mit meinerm Namen drauf. =D
Es war meine Bestellung von Kingplayer.de die ich vor nem Monat aufgegeben habe.
Wenn man sich die Seite mal anschaut, dann wird man schon wissen worum es geht, aber trotzdem werd ich meine Erungenschaften doch mal hier vorführen. :)




Auf der Seite gibt es super Merchandise Material zu Games und Animes. Von Shirts über Figuren, Poster, Wallscolls bis zu Kuscheltieren. Alles was das Nerdherz begehrt, schaut doch mal vorbei!
Außerdem haben sie oft super Restposten- und Schnäppchenangebote.

P.S.: Das hier ist der erste Post in der neuen PeteBACK-Ära, denn wie man sieht habe ich ein wenig an meinem Blogdesign gebastelt. Wie gefällt es der Leserschaft denn? :)

Bis dahin - Tschödeldö


27.09.11

Film•Peteback: Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht

Tritra Trullala und schon bin ich wieder da!
Hallo und herzlich willkommen zu einen neun Peteback zu einem Film, ohja. :)
Heute spare ich mir mal die "Erstens/- Zweitens"-Nummer und komme einfach mal gleich zum Punkt, es kann ja auch nicht immer nur das selbe sein. :D

Heute präsentiere ich 
Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht

"Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht" ist ein Teeny-Komödie von 2008. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller Buch von Rachel Cohn und David Levithan.

Trailer

Fakten:
Original Titel: Nick and Norah's Infinite Playlist
Deutscher Titel: Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 89 Minuten
Regie: Peter Sollett
Drehbuch: Rachel Cohn, David Levithan


Es ist nicht einfach, hetero zu sein. Ja echt mal. Für Nick (Michael Cera) den einzigen Nicht-Schwulen der Queercore-Band „The Jerk-Offs“, bedeutet das vor allem eine monogamische Fixierung auf seine Ex Tris (Alexis Dziena), der er mit großer Begeisterung liebevoll gestaltete Mix-CDs schenkt. Er ist Musikfanatiker und natürlich auch Musiker, mit seinen „Road To Closure“-Scheiben, von der sogar Vol.1 bis Vol.12 existieren, will er natürlich nicht über sie hinwegkommen, sondern seine Ex-Freundin zurückerobern. Doch schon der Titel verrät, das Paar um das es hier gehen soll, das sind Nick und Norah (Kat Dennings). Beide jagen eine Nacht ihrer Lieblings-Band hinterher, die die Konsequenzen der Download-Ära verinnerlicht hat und komplett aufs Event setzt. Niemand weiß, wo „Where’s Fluffy?“ am Abend spielt. Während die beiden Hardcore-Fans der davonhoppelden Band hinterherjagen, machen sich Nicks schwule Freunde daran, die beiden zu verkuppeln, gegen den Widerstand von Nicks Ex und Norahs Ex-Freund-Noch-Freund Tall, der tatsächlich deutlich größer ist als der verschrobene Protagonist.

Die Besetzung von Michael Cera aus bekannt aus dem Teeny-Schwangerschafts-Musik-Komödien-Drama "Juno", liefert den ersten Hinweis auf das Genre. Man braucht ihm bloß in der ersten Filmszene beim altklug-unsicheren Anrufbeantworter-Aufsprechen zuhören, um zu wissen: hier handelt es sich erneut um eine Romantic Comedy mit Nerd-Einschlag. Uncool sein ist doch mal ehrlich genommen die neue Coolness. Ihre Bestätigung erfahren Nerds im Kino von heute nicht nur retrospektiv, aus der Erwachsenen-Perspektive, etwa wegen ihrem späteren Erfolg als Computer-Experte oder Künstler. Nein – vorallem Woody Allenwird’s freuen – Nerds sind im Mainstream angelangt.
Nerds gibt es in unterschiedlichen Gestalten, im Hollywood-Kino sind sie derzeit allgegenwärtig. Von "Napoleon Dynamite" von 2004 über "Beim ersten Mal" aus dem Jahr 2006 bis zum Kracher "Superbad" von 2007. Eine passende Übersetzung für die Typen-Bezeichnung gibt es nicht, Nerds können Streber sein, meist sind sie aber einfach nur introvertierte Menschen, die sich zu Spezialisten in einem eingegrenzten Gebiet ihrer Vorliebe entwickelt haben. Sie sind alles andere als beliebt und in Highschool-Komödien waren sie bis dato das hässliche Entlein vor der Wandlung zur Prom-Queen oder zum Football-Quarterback, alla "Made" - wenn man die Mtv Serie kennt. Nicht so in den sich rapide vermehrenden Komödien, in denen Loser Loser bleiben dürfen, gar müssen, um als Helden zu bestehen. Halt jemand mit dem man sich anfreunden kann, jemand von dem man es nicht erwartet. Musik fällt in den meisten Highschool-Komödien nicht in die Kategorie der nerdigen Beschäftigungen – außer es betrifft das Schulorchester. Und tatsächlich hat Nick bis auf seine leicht schrullige Art und seine Obsession für Musik, wie der Soundtrack nahelegt vorzugsweise kleiner lokaler Bands, tatsächlich recht wenig vom klassischen Nerd. Außenseiter ist er aber allemal und als Hetero in einer Schwulen-Gruppe sogar doppelt. „We’re not all gay“ protestiert Nick leise, um sich gegen Tall zu behaupten. Norah braucht er aber gar nicht zu überzeugen. Sie ist ihm von Anfang an erlegen, nicht nur aufgrund der genannten „Closure-Tapes“, den Mixtapes die sie einsammelt wenn Tris sie wegwirft. Mit Weichzeichner und warmen Farben wird Michael Cera immer wieder als Objekt der romantischen Begierde in Szene gesetzt, der nicht trotz, sondern aufgrund seiner Macken liebenswert ist.Eigentlich total kitschig, wenn mans bedenkt. :-/
Nick und Norah macht daraus aber keine große Plotwendung. Denn eigentlich ist Nick mit seiner ultracoolen Frisur, seinem samtweichen Haar und seiner enganliegenden Hose vom klassischen Highschool-Liebling gar nicht so weit entfernt. Nur dass er eben voll und ganz Nerd sein darf. Damit landet er erst beim aufgetakelten, später beim unscheinbaren Mädchen. Das ist von Anfang an klar. Denn es lässt einem als Zuschauer dieses Musterbeispiels einer gut geölten romantischen Komödie jede Menge Zeit, um die Situationskomik und sarkastischen Verbal-Orgien zu genießen. Dabei vermittelt Nick und Norah treffsicher die Spannung zwischen jugendlichen, nächtlich Spaß und Sich-Erwachsen-Fühlen, zwischen dem Gefühl der Welterfahrenheit und der Unsicherheit, die die Adoleszenz mit sich bringt. Der titelgebende Soundtrack, der diese Zeit für Nick und Norah prägt, tönt unablässig. Keine Minute vergeht ohne musikalische Untermalung. Die „unendliche Playlist“ des Originaltitels rückt aber entgegen der Thematisierung durch die Protagonisten überraschend in den Hintergrund. Was auf der einen Seite schade ist, auf der anderen Seite aber dem Film zuträglich. Einen erinnerungswürdigen Auftritt hat sie aber allemal, in einer fast schon fantastischen Szene gegen Ende des Films kommt es schließlich zum musikalischen Orgasmus. Der ist romantisch und verspielt zugleich, irgendwie aber auch ganz schön nerdig.
Alles in allem ist "Nick and Nora - Soundtrack einer Nacht" ein netter Film für einen  DVD-Abend. Leider ist der Film kein Meisterstück geworden und man wird ihn auf weite Sicht aus dem Gedächtnis löschen, da er keine großartigen Szenen besitzt, die sich einem ins Gedächtnis einbrennen. Man wird aber alle mal gut unterhalten und man kann am Ende sagen, dass man seine Zeit nicht verschwendet hat und doch irgendwie, irgendwo etwas mitgenommen hat. Wenn man auf Musik steht und sich mal ganz dem Nerd sein hingeben will, ist der Film ein Paradebeispiel, dass in einer dementsprechenden DVD-Sammlung nicht fehlen darf. :)

 Ich empfehle mich dann wiedermal!
Bis dahin - Tschödeldö


22.09.11

Ey kommt schon...Schlaf wird doch allgemein echt überbewertet...

SLEEP by ferwar (Deviantart.com)

Tages- bzw. Nachtablauf:
2:00 Uhr - 2 Folgen Highschool of the Dead gucken und dabei eine Skizze für meine "One Piece Projekt" machen.
2:45 Uhr - Wollte schlafen gehen, aber die Skizze ist nicht so geworden wie sie sollte...
3:23 Uhr - Die Skizze ist fertig...yuché!
3:24 Uhr - Hm...ich kann ja schonmal ein bisschen mit der Feinarbeit anfangen.
3:25 Uhr - Ich krame den Lightdesk hervor und schalte ihn an.
3:25:41 Uhr - Ich bin blind... X_x
3:52 Uhr - Arbeit läuft gut, aber der Kater zerfetzt grade die Küchenrolle, die ich benutze wenn ich mit Tinte rumschmiere...haaach Haustiere...
4:09 Uhr - Man kann Ruffy schon schön erkennen
4:28 Uhr - So! Das Tagewerk wird beendet und ich kann mich schlafen legen, bin aber nicht wirklich müde
4:43 Uhr - Ich lieg im Bettchen und versuche den Sandmann herbei zu flöten.
5:19 Uhr - Greife auf den Nachttisch und nehme meinen mp3-Player und meinen Raiko-Lautsprecher.
5:20 Uhr - Albumwahl..."Marc-Uwe Kling - Das Känguru-Manifest"
6:12 Uhr - Habe noch kein Auge zu gemacht, aber mich im Bett halb tot gelacht. Ich greife aus Langeweile zum Nachttisch und nehme den Taschenrechner, den mein Vater vom letzten Gewerkschaftestreffen mitgebracht hatte. Nicht das ich was ausrechnen wollte, nein nein. Es sieht nur futuristisch und witzig aus, weil er sich von alleine aufmachen und hinstellen kann. :D
6:48 Uhr - Überlege mir: "Ey schlafen ist doch überbewertet...darüber kann man doch sicher bloggen"
7:12 Uhr - Ich stehe auf. Nehme mp3-Player und Lautsprecher mit zum Schreibtisch und setze mich wieder and en Lightdesk. Hi Ruffy ._.
7:30 Uhr - Schreibe dem Abspackfrettchen eine böse Nachricht in Skype, weil sie noch nicht wach ist, es aber gesagt hat.
8:00 Uhr - Die Zeichnung ist nun fertig. Fehlt noch Farbe. Schreibe eine weitere böse Nachricht in Skype.
8:59 Uhr - Die Coloration ist gut vorangekommen, gefällt mir aber noch nicht wirklich. Das Abspackfrettchen meldet sich in Skype.
9:17 Uhr - Ich gehe runter und mache schwarzen Tee und was zum frühstücken.
9:30 Uhr - Guten Morgen Welt, die Nacht hat tausend Wunder...
Zum Glück hab ich heute frei...

Bis dahin - Tschödeldö! :D

16.09.11

Film•Peteback: Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?

Grüßt euch liebe Freunde von...naja von...ach ihr wisst schon :D
Heute gibt es mal wieder ein Peteback zu bestaunen! Und zwar von einem Film der;
Erstens: In schön gedeckten Farbtönen gehalten ist
und zweitens: Eine echte Perle für die Leute ist, die Knete mögen.

Heute gibt es

Mary & Max 
oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?

"Mary & Max" ist ein Stop-Motion-Film aus dem schönen Australien. Regie führte dabei Adam Elliot und hatte 2009 auf dem Sundance Film Festivals seine Premiere gefeiert.

Trailer


Australien 1976...
Erzählt wird die Geschichte der achtjährigen Mary Daisy Dinkle, die in Mount Waverley, einem kleinen Vorort von Melbourne lebt, zusammen mit ihrer kettenrauchenden, sherrysüchtigen und kleptomanischen Mutter und einem Vater, der seine ganze Freizeit dem Ausstopfen von auf der Straße verunglückter Vögel widmet. (Ey mal echt. Schon dieser Input reicht mir um einen Story genial zu finden :D) Mary hat einen Hahn als Haustier (der einst von einem Schlachtviehtransport gefallen ist) und ein Muttermal auf der Stirn, wegen dem sie immer gehänselt wird. Ihre Lieblingsfarbe ist braun, und ihr Leibgericht ist süße, gezuckerte Kondensmilch – dicht gefolgt von Schokolade. Mary liebt die Noblets – Figuren aus ihrer Lieblingscartoon-Serie, weil diese braun sind, in einer Teekanne wohnen und eine Menge Freunde haben. Sie hat keine Geschwister – obwohl sie gerne welche hätte –, und sie sei ein Unfall, hat sie von ihrer Mutter erfahren. Marys Großvater hingegen meint, Kinder seien immer gewollt und würden in Australien von den Vätern in Bierkrügen gefunden. Was Mary fehlt, ist ein Freund, der ihr die Welt erklärt. 

Da kommt auch schon der zweite, wichtige Charakter ins Spiel. Verwundert wie Babys wohl in Amerika geboren werden, entschließt sie sich, einen Amerikaner zu fragen. Durch Zufall wählt sie einen Namen aus einem Telefonbuch im Postamt: Max Jerry Horowitz. Max ist das totale Gegenteil von Mary. Er ist ein übergewichtiger, 44-jähriger Bewohner von New York. Er leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer Art von authistische Störung, die es ihm schwer macht, mit anderen Menschen zu interagieren. Er lebt in einer kleinen Wohnung mit einer Auswahl an Haustieren, seine einzigen zwischenmenschlichen Beziehungen finden bei seinen wöchentlichen Weight-Watcher-Treffen statt. Er bekommt Marys Brief ganz unterwartet, in dem sie ihm von sich berichtet. Er enthält ein Selbstportrait und einen Schokoriegel als Dankeschön, für die Frage die er ihr beantworten wird. Im Folgenden findet ein reger Briefwechsel zwischen den beiden über viele Jahre statt, wodurch die Story mehr und mehr vorangetrieben wird und man mehr und mehr über die Charaktere erfährt.

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Jetzt mal echt.
2009 war ein Granatenjahr für den Animationsfilm und alle Welt redete von „Up“, „Fantastic Mr. Fox“, „Coraline“ oder „Küss den Frosch“, womit dann auch drei markante Stile, nämlich Computeranimation, Stop-Motion und klassisch Handgezeichnetes, abgedeckt waren. Da kann man den erwartungsgemäß viel zu späten Kinostart in Deutschland fast als Glücksfall bezeichnen. Als australischer Stop-Motion Animationsfilm aus Knetmasse, mit schwarz-weiß Bildern und Knautschgesichtern, hat es der Film wahrscheinlich eh nicht so leicht beim Publikum. Dabei ist „Mary und Max“ ein Juwel, ein absoluter Glücksfall von Film. Eine emotionale Wucht, wie die erste Viertelstunde aus „Up“ in Spielfilmlänge.

Animationsfilme sind nicht automatisch Kinderfilme, dass sollte hinlänglich bekannt sein und das dürften mittlerweile die meisten Zuschauer begriffen haben. „Mary und Max“ demonstriert die Möglichkeiten dieser Erzählform erneut, beleuchtet die Innenwelt einer achtjährigen Außenseiterin und eines pathologisch ängstlichen Ü40ers. Zwei Generation, zwei Kontinente und selbst als zwanzigjähriger Europäer dürfte man sich der Magie des Films nicht entziehen können. „Mary und Max“ ist besonders emotional eine selten erlebte Wucht, ein sprichwörtliches Wechselbad der Gefühle, das alle Spielarten beherrscht und wunderbar kombiniert. Dieses Filmerlebnis platt als „Tragikkomödie“ abzutun wird ihm nicht gerecht. Da kann man auch glatt das obligatorische „Basierend auf wahren Begebenheiten“ ignorieren, denn Adam Elliots Inszenierung ist eigenständig und wirkungsvoll genug. Es sind die Figuren, die uns ans Herz wachsen, die wir kennen lernen und in die wir uns hineinversetzen können. Ihre Probleme sind entweder universell oder auf eine andere Ebene übertragbar.

Dabei ist der Film keineswegs ein simpler Film über zwei Außenseiter. Mary und Max sind Außenseiter, ohne Frage, aber erneut wäre es eine simple Reduzierung, nur von Außenseitern zu sprechen. Durch diese beiden so unterschiedlichen und doch gleichen Augenpaare blicken wir auch auf die Welt, die Eigenheiten von Nebenfiguren und gesellschaftlichen Konventionen. Unsere Welt tickt immerfort und sie tickt nicht ganz richtig, ist schroff, unverständlich, widersprüchlich oder ungerecht. Wunderbar gelungen ist Marys zunächst kindliche Welt. Sie stellt neugierige Fragen, mal naiv, mal klug und präzise. Die Antworten die sie erhält und ihr vorhandenes Wissen verschmelzen höchst amüsant zu kleinen sketchartigen Szenen. Die übliche Frage nach der Herkunft von Babys, beispielsweise. 
Sie kommen aus Bier oder schlüpfen aus Eiern und die beiden Hunde auf der Straße spielen Huckepack. Auch Mary wünscht sich jemanden zum Huckepack spielen und dass sie die Tragweite des hündischen Huckepacks noch nicht durchschaut, gibt dem ganzen Ansatz eine tolle zusätzliche humoristische und psychologische Note. Max gibt Antworten, die selbst ein wenig kindisch wirken. Und er stellt Fragen, die ihn beschäftigen. Max lebt zurückgezogen, hat kaum menschlichen Kontakt und muss sich alle paar Monate einen neuen Goldfisch kaufen, da diese in teils absurd-komischen Momenten das Zeitliche segnen. Als ihn Marys erster Brief erreicht verwirrt es ihn und schließlich schildert er einem achtjährigen Mädchen, fast auf der anderen Seite der Welt, seine Probleme, wie er dazu neigt, die Dinge wörtlich und logisch aufzufassen.

Wunderbar gelungen ist dabei die Erzählweise. Zwei Drittel des Films bestehen aus zusammenfassender Erzählung, aus den (vor-)gelesenen Briefen und den geschickt montierten Träumen und Erinnerungen, die daraus entstehen. Eine klare Handlung ist dazwischen zunächst nur stichpunktartig zu erkennen, wird jedoch immer deutlicher. Dazu behilft man sich noch mit einem Erzähler, der auch dringend nötig ist, um die schnell aufeinander folgenden Eindrücke zu ordnen und im Fluss zu halten. Die Episodenstruktur möchte man zunächst als schlechten Stil abtun, doch die emotionale Wirkung des Ganzen wirkt wie die fällige Ohrfeige für den ungehörigen Gedanken. Wunderhübsch visualisiert ist das Frage-Antwort-Spiel der beiden. Die Blicke in Vergangenheit und theoretische Zukunft, die Schilderungen der Umwelt, der anderen Menschen im Umkreis und des inneren Seelenlebens werden geschickt montiert. Der Humor ist meist schwarz, gemischt mit kindlicher Unbeschwertheit und einer unkonventionellen Offenheit. So werden dann auch ernste Themen in einer eigentümlichen Art und Weise behandelt. Der Tod ist sicherlich kein Spaß und besonders Mary muss sich schon bald damit auseinandersetzen, doch statt nach Mitleid und Trauer zu gieren, garniert Regisseur Elliot die Szenen mit gedämpftem Witz.
 
Die ganze Stimmung ist dabei nicht albern, sondern relativ bedrückend, mitunter morbide. Da wird der Humor schon beinahe zu Galgenhumor. Marys Nachbar ist ein ähnlich zurückgezogener Mensch wie Max, der sich kaum aus dem Haus traut und bei jedem vorsichtigen Versuch, doch einen Fuß auf die Straße zu setzen, einen neuerlichen Grund bekommt, im Haus zu bleiben. Marys Vater beschäftigt sich lieber mit toten Tieren, während die Mutter als fast tote Alkoholabhängige erklärt, dass sie im Supermarkt nur ausleiht, nicht klaut. Mary wird in der Schule geärgert, wird von niemandem beachtet und schämt sich für einen Schönheitsfleck auf der Stirn. Allein das ist schon Verbundenheit genug für Max, der wegen Schokoladensucht übergewichtig ist und bei den Weight Watchers von einer aufdringlichen Frau terrorisiert wird. So dienen Schokolade und Süßigkeiten, sowie eine Kinderserie mit Sammelfiguren, als Verbindungsgrundlage – neben der emotionalen Verbundenheit der Einsamkeit. Die relative Anonymität – oder schlichtes Vertrauen durch Vertrautheitsgefühl – lässt beide absolut offen miteinander sprechen, auch wenn Mary erst in späteren Jahren wirklich versteht, was da um sie herum passiert. 
 
 
Elliot ist sich sicher in seiner Inszenierung, schafft es immer wieder, mal simple, mal subtile und einfach zutreffende Bilder und Symbole zu kreieren. Auch dank einer vorzüglichen Kameraarbeit und einer gelungenen Farbdramaturgie. Dass Max im schwarzweißen New York, Mary im erdigbraunen Australien lebt, mag reichlich offensichtlich erscheinen, doch es funktioniert und ist ein so kleiner Aspekt. Kauzige Details, alles etwas schräg, zerbeult und leicht deformiert, aber irgendwie angenehm und vertraut. Genau dieses Gefühl strahlt der Film aus, so sieht er die Welt und genau das bringt das Design des Films erstklassig rüber. Die Knetanimation ist generell absolut gelungen. Elliot versucht sich nie an irgendwelchen halsüberkopf Szenen, die mit Rasanz und Effekten begeistern, wie etwa in den „Wallace und Gromit“ Filmen. Er braucht das auch nicht, weil er ein brillantes Script und einen Animationsstil gefunden hat, die sein Anliegen ideal unterstützen. So wackeln die Figuren meist etwas eirig durch die Gegend, aber nicht etwa, weil die Animation unsauber ist, sondern weil die Figuren nun mal zu einer merkwürdig eiernden, verwirrenden, ungerechten und nicht ganz makellosen Welt gehören. Im Zentrum stehen weiterhin Mary und Max. Dass es nur um sie, ihre Freundschaft, ihre Entwicklung und den Blick nach draußen geht, ist aller Ehren wert. Die emotionale Wucht, diese Mischung aus Lachen und Weinen, ist die Belohnung. Unterstützt von einem tollen Musikeinsatz kann man gar nicht anders, als zu reagieren. Leroy Andersons Klassiker „Typewriter“ ist inhaltlich nur logisch, aber das wunderbare Hauptthema verschafft schon alleine Gänsehaut. Und am Ende des Films wird es, nur durch die Erinnerung an dieses Kinojuwel, zu Tränen rühren. Das kann Kino: Bewegen, mitreißen, unterhalten und bewegen. 

Auch die Synchronisation kann sich hier sehen bzw. hören lassen. Für die junge Mary hat man die sehr glaubhaft-jung wirkende Valentina Bonalana verpflichtet. Ihren älteren Part übernimmt hingegen Gundi Eberhard ( Miwako Sato im Anime "Detective Conan" und Stammsprecherin von Jessica Biel). Max hingegen bekommt seine raue, rauchige, aber dennoch warmherzige Stimme von Peter Lustigs Altnachbar Helmut Kraus geliehen.

Fazitzeit:
Ein schlicht großartiger, absolut emotionaler, witziger wie trauriger Animationsfilm, der wunderbar aussieht und inhaltlich eine wahre Pracht ist. Der Freundschaft der beiden Hauptfiguren und ihrem etwas anderen Blick auf die Welt, könnte ich mich nicht entziehen und ich hoffe ihr könnt es auch nicht. :)







Damit empfehle ich mich und geh mal meinen Goldfisch füttern, ich hoffe er lebt noch ._.
Bis dahin - Tschödeldö!





P.S.: Sorry das ein Teil vom Text zu klein geschrieben ist, Blogger will es einfach nicht größer machen, sorry dafür :-/  

11.09.11

Es ist ein schöner Tag zum taggen! Episode 2

 Und wiedermal habe ich einen netten Tag gefunden, diesmal einen Nerd-Tag. Gefunden habe ich ihn auf dem Blog vom Regenmonster und da hab ich es mit nicht nehmen lasse ihn gleich mal zu übernehmen. :)

1. Besitzt du eine Brille?
Nö. Aber meine Fahrlehrerin hat immer gesagt ich bräuchte echt eine :D

 2. Welches Genre gefällt dir am besten: Fantasy, Anime oder Science Fiction?
Eigentlich ist mir alles ganz recht. Aber wenn ich es von der Beliebtheit her auflisten müsste, dann würde es so aussehen : 1. Anime - 2. Science Fiction - 3. Fantasy

3. Dein Lieblingsvideospiel und warum?
Eindeutig Final Fantasy 9. Weil es mit dem 7. Teil, das einzige Spiel ist, dass mich wirklich dazu animiert hat, es öfter als 2 mal durchzuspielen. Das liegt nicht unbedingt daran, dass man neue Sachen entdecken kann. Die Story und das Gameplay macht nur so unglaublich Spaß, dass ich es immer wieder eingelegt habe. Ein anderes Spiel wäre da noch Secret of Evermore, das ich erst vor Kurzem wieder durchgespielt habe und das sogar auf dem SNES :D

4. Welches war dein erstes Videospiel? 
Gute Frage...ich bin nicht ganz sicher, aber entweder war es Boulder Dash oder Tetris für den Game Boy.

5. PS3, XBox 360 oder Wii und warum?
PS3. Weil es nunmal eine viel bessere Konsole ist als die Wii, mit viel besseren Spielen und weil die PS3 im Gegensatz zur XBox ein BlueRay Laufwerk hat.

6. Wann hattest du deine erste Verbindung mit dem www?
Also wir endlich mal einen PC gekauft haben, wo alle anderen schon 3 Jahre einen hatten :D

7. Dein Lieblingsfilm und warum?
Donnie Darko. Ein Film den ich immer wieder gerne einlege, wenn ich Lust habe oder mir auch einfach nur langweilig ist. Den ich auch mal nebenbei laufen lassen kann, wenn ich zeichne oder Minecraft spiele. :)

8. Deine Lieblingsserie und warum?
Hm schwierig...Also meine Lieblingsanimeserie, wäre Cowboy Bebop, ich weiß nicht wie oft ich die Serie schon durchgeguckt habe. Zum anderen wäre es wohl My Name is Earl, weil ich die Charaktere in der Serie und die Storywendungen einfach liebe. :D

9. Welches Handy besitzt du? Bist du zufrieden damit? 
Ich hab das LG GM360 Viewty. Ein nettes kleines Smartphone, es kann keine tollen Sachen, aber es dient mir als Handy. Ersatz-Mp3 Player, Kamera und Adressbuch, sowie Terminkalender :)

10. Steve Jobs oder Bill Gates?
Hm...Das würde bedeuten ich müsste in der Frage ob Apple oder Microsoft Stellung beziehen. Aber ich würde mich dann für Microsoft aussprechen, weil mir das Apple Design überhaupt nicht gefällt und weil sie immer versuchen so unglaub anders zu sein. Außerdem heißt es ja, dass man mit nem Appleprodukt auch immer Lifestyle kauft.
Heißt; Nur Leute die keinen Lifestyle haben kaufen Appleprodukte und ich hingegen hab ein ganzes Lager voll Lifestyle. ;D

11. Wieviel Zeit verbringst du täglich online?
Hm...Da ich beruftstätig bin, bin ich meistens Abends online und das dann auch bis spät nachts. Werden wohl so 5-8 Stunden sein. Kommt ja auch immer drauf an, ob ich irgendwas online spiele.^^

So das war der Tag für dieses Mal. Ich hatte wieder Spaß mit den Fragen und hoffe das ich bei manchen Streitfragen nicht allzu sehr Position bezogen habe. :D
Bis dahin - Tschödeldö!

10.09.11

Die Helden von damals, heute als Kult verehrt!


Kennt ihr das auch, wenn ihr wehmütig an die gloreichen Stunden der Kindheit zurückdenkt?
Da gibt es natürlich viele gloreiche Stunden. Den ersten Schultag, das erste Fahrrad, ein toller Urlaub, ein gefundener Geldschein, Freunde die man hatte, etc. Es gibt unzählige Möglichkeiten sich an die Vergangenheit zu erinnern.
Bei mir war es letztens auf einem Flohmarkt, dass ich mich an alte Zeiten erinnerte, nämlich, als ich auf einem Tisch ein paar alte VHS-Videos von "Calimero mit Sombrero" entdeckte. Ich habe sie mir angesehen und sie waren auf das Jahr 1996 datiert, da war ich genau 6 Jahre alt.
Wer Calimero nicht kennt, das schwarze Küken Calimero lebt mit seiner Freundin Priscilla und der Ente Pierro auf einem Bauernhof in Palermo, geht zur Schule und erlebt viele Abenteuer. Das bescheibt es eigentlich ganz gut. Die Serie lief damals auf RTL2 im Nachmittags Kinderprogramm.

Und genau darum soll es gehen. Die Helden aus Kindheitstagen, die damals über den Fernsehbildschirm flimmerten. :)


Aufs Bild klicken zum vergrößern und stöbern :)

 Ich kann mich noch an alle Serien erinnern die ich damals verfolgt habe, von Calimero über Ducktales, über Batman, über Garfield, bishin zu Captain Planet.
Es war damals etwas worauf ich mich täglich gefreut habe, wenn ich vom Kindergarten oder von der Grundschule kam und Mittag gegessen bzw. Hausaufgaben gemacht  habe, um dann meine Lieblingsserien zu schauen, manchmal auch mit Freunden, um dann danach spiele zu gehen, inspiriert durch die Serien und was dort geschehen ist.
Ich hab mit Freunden Power Ranger Masken aus Pappe gebastelt und Kampfszenen nachgespielt, oder wir sind wie Robin Hood und seine Gefolgsleute durch den Wald geschlichen.

Ich war als Kind am Wochenende nie ein Langschläfer. Samstag punkt 8 Uhr saß ich mit einer Schüssel Kellogg's Müsli vorm Fernseher und habe Batman begleitet, wie er auf der Jagd nach dem Joker war, hab über die Späße von Freakazoid gelacht und hab die gar diabolischen Pläne von Brain und seinem trotteligen Sidekick Pinky miterlebt.
Es waren diese unbeschwerten Samstagmorgende, die den Start ins kindlich-tolle Wochenende versüßen haben, an der Seite seiner liebsten Fernsehhelden die einen in eine ganz andere Welt entführt haben.
Doch merke ich mehr und mehr, dass die Serienhelden von damals ganz andere Qualitäten hatten, als das was heute so auf dem Flachbildschirm rumtanzt. Serien waren früher allgemeinverträglich, heute wird mehr darauf geachtet, das sich die Serien an eine bestimmte Zielgruppe richten.
Früher nannte man alles was gezeichnet war, Zeichentrick oder in coolerer Form auch Cartoon. Heute unterscheidet man in Zeichentrick, Anime, Animation, Cartoons oder was auch noch.
Nachweisbar habe ich damals schon Animes geguckt, natürlich. Was mir damals nicht bewusst war war, dass Serien wie; Heidi, Nils Holgerson, Captain Future, Bravestarr, Die Abenteuer des jungen Robin Hood, Captain Planet, Calimero mit Sombrero, Das Dschungelbuch, Z wie Zorro, Thundercats und In 80 Tagen um die Welt mit Willy Fog - aus Japan kamen und somit Animes waren. Das war damals egal, sie waren cool! :D Aber vermutlich hab ich daher meinen Faible für Anime und Manga.

Nun endet hier mein Geschwafel über vergangene Tage und trotzdem Blicke ich immer wieder gerne zurück auf diese Zeit und ja, es ist amtlich. Ich bin ein Fernsehjunky gewesen, aber das wenigstens mit Leib und Seele und dazu noch mit guten sozialen Kontakten! :D
Wie ist es mit euch? Welche Serie habt ihr gerne als Kind gesehen? Und habt ihr auch Samstags in der Früh vor dem Fernseher gehockt?
Bis dahin - Tschödeldö!