30.10.11

Film•Peteback: Green Lantern: Emerald Knights ( Let those who worship evil's might, beware my power... Green Lantern's light! )

Ah schön ihr seid noch immer dabei, das freut mich sehr!
Und auch wie versprochen kommt der zweite Teil, der Part Two, die andere Häfte, die andere Seite der Medaille, ja der zweite und nachfolgende Film ! *nick*

Go, go, GO!
Green Lantern: Emerald Knights

"Green Lantern: Emerald Knights" ist ein Animationsfilm aus dem Jahr 2011 und der Nachfolgerfilm zu "Green Lantern: First Flight" aus dem Jahr 2010. Also Studio diente wirder Warner Bros. Animation wie schon beim vorherigen Film.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Green Lantern: Emerald Knights
Deutscher Titel: Green Lantern: Emerald Knights
Originalsprache: Englisch
Erschienen: Juni 2011
Länge: ca. 84 Minuten
Regie: Lauren Montgomery, Christopher Berkeley, Jay Olivia
Drehbuch: u.a. Eddie Berganza, Alan Burnett, Dave Gibbons, Peter Tomasi
Produktion: Warner Bros. Animation, Warner Premiere, DC Comics


Oa, der Heimatplanet der Green Lantern, steht vor der Krise: Ein alter Feind aus längst vergessenen Tagen namens Krona ist aus dem Antimaterie-Universum zurück und plant das Universum mit seinen Monstern zu überfluten. Selbst die Allwissenden Wächter fürchten seine Präsenz. So wird der Planet der Green Lantern vorsichtshalber evakuiert sowie das komplette Corps zur Verteidigung herangezogen. Doch selbst dies scheint den Ausgang der Schlacht nicht besser zu stellen. Unterdessen trat Arisia, eine neue Green Lantern, ihren Dienst an und wird unter der Aufsicht von Lantern-Veteran Hal Jordan eingewiesen. Um Arisia Mut für die bevorstehende Schlacht zu geben, erzählt Jordan einige der spektakulärsten Geschichten des Corps, in dem einfache Lebewesen sich mit ihrer puren Willenskraft gegen das absolute Böse stellten und stets den Sieg davon trugen…

Wie schon die vielen anderen "DC Universe Animated Original Movies", welche seit 2007 regelmäßig erscheinen, richtet sich auch der neueste Streich “Green Lantern: Emerald Knights” aus dem Hause DC  vornehmlich an Fans der Materie. Wer hofft hier einen Einblick in das Universum der Lanterns zu erlangen oder gar einen Blick in die Thematik zu erhaschen, wird vermutlich mit mehr Fragen zurück bleiben als zuvor. So wird von Anfang an eine bestimmte Grundkenntnis in Sachen DC-Universum vorausgesetzt. Figuren wie Hal Jordan, Kilowog oder Sinestro sollte man zumindest mal gehört haben und spätestens wenn es um den Planeten Oa, die Wächter des Universums sowie das "grüne Licht" bzw. den "grünen Kristall" geht, hilft Vorwissen enorm. Außerdem haben sich hier einige Verschiebungen der Lantern-Struktur ereignet. Hal Jordan kommt einem vor wie ein alter Hase im Lantern Universum und Arisia ist ein neues Mitglied, was in "First Flight" ja noch ganz anders aussah. Man sollte diesen Film als mehr als einen eigenständigen Film betrachten und nicht als einen wirklich, sinnübergreifenden Nachfolger. Auch ist dies keine Vorgeschichte zum derzeitigen “Green Lantern”-Realfilm mit Ryan Reynolds in der Rolle des Hal Jordans, da sich dieser etwas abseits des eigentlichen Comics bewegt. Werden diese Voraussetzungen allerdings akzeptiert, erwartet einen durchaus eine gelungene Lantern-Geschichte, die jedoch an vielen Stellen mit ihrem episodenhaften Charakter zu kämpfen hat.
Während schon "Batman: Gotham Knight" im Jahr 2008 mit einer episodenhaften Erzählung daher kam, konnten zumindest die verschiedenen Abenteuer des dunklen Ritters mit ein paar hervorragenden verschiedenen Zeichenstilen überzeugen. Die Geschichten selbst indes, hatten aufgrund ihrer Zusammenhangslosigkeit stets das Problem, dass ein flüssiges Filmerlebnis niemals gegeben war. Stets war ein Bruch zu spüren, der zwar für kleine Filme keineswegs schlimm wäre, als Gesamtergebnis mit einer Laufzeit von 75 Minuten jedoch einige Längen verursachte. Auch “Green Lantern: Emerald Knights” hat nun mit diesem Problem zu kämpfen. Zwar dient die Geschichte von Arisia und dem bevorstehenden Kampf mit Krona als Grundgerüst, was aber bleibt sind viele kleine Geschichten, die in sich genommen fantastisch erzählt werden, als Gesamtgebilde jedoch nicht direkt überzeugenkönnen. So werden insgesamt sechs verschiedene Handlungen präsentiert, die von dem ersten Green Lantern, bis hin zur Vorgeschichte von Sinestros Verrat am Corps reichen. Stets mit viel Action präsentiert sowie genretypischen Dialogen, können besonders diese viel zum Charme der zweiten Green Lantern Animations-Verfilmung beitragen. Hier eine kurze Auflistung:

The First Lantern: wie der Name schon sagt, erfährt man hier, wie es den ersten Rekruten der Wächter ergangen ist. Nur soviel: Die bringen in ihrer ersten großen Schlacht so viele um, da wirkt Sinestro in „Frist Flight“ geradezu harmlos…

Kilowog: typische Armee-Ausbildung-Geschichte. Nett, aber sehr vorhersehbar...

Laira: ehemalige Prinzessin muss auf ihre Heimatwelt zurückkehren, um ihre Leute davon abzuhalten, Kriegsverbrechen zu begehen. Im Grunde eine einzige Kampfszene...

Mogo Doesn’t Socialize: Einer der größten Krieger des Universums will die mächtigsten Krieger des Universums besiegen, aber Mogo ist wirklich eine Nummer zu groß für ihn...

Abin Sur: Hal Jordans Vorgänger hat Probleme einen Gefangenen wieder hinter Gitter zu bringen, kann ihn mit Sinestros Hilfe aber bändigen und beide unterhalten sich das über Schicksal – Abin Sur bekommt außerdem einen Blick in die Zukunft....

Emerald Knights: die große Schlacht ist gekommen. Können die versammelten Green Lantern Krona besiegen und das Universum retten?

Der Zeichenstil indes, als auch das Charakterdesign, stammen aus “Green Lantern: First Flight”, welcher 2009 die Vorgeschichte von Hal Jordan erzählte. Zwar haben beide Filme von der Geschichte her, bis auf die Figuren, nichts miteinander gemein, doch durch die Art der Präsentation wird eine Verbindung zwischen beiden aufgebaut, die besonders Anfangs irritieren könnte. Dennoch schafft es  “Emerald Knights” schnell seine eigene Faszination aufzubauen. Besonders gelungen sind hierbei die groß angelegten Weltraumschlachten sowie die Geschichte von Avra, der nicht nur der erste Green Lantern war, sondern auch den Ring trug, den nun Hal Jordan besitzt. Ebenfalls gelungen ist der Humor, der stets die Szenerie etwas auflockert. Zwar wurden hier deutlich bekannte Motive verarbeitet, doch für einen kurzen Ausflug in die Welt der Superhelden, kann dieses nicht weiter schaden. Nachdem alle fünf Episoden erzählt wurden, folgt das groß Angelegte Finale um die Geschichte von Krona. Zwar wirkt hier die Szenerie sehr konstruiert, um nacheinander die verschiedenen Handlungen erzählen zu können, dennoch bietet der letzte Kampf einigen Schauwert und eine deutlich große Überraschung, die wiederum die Verbindung zu den Einzelgeschichten herstellt. Nur hier wirkt für einen kurzen Moment die Story wie aus einem Guss. Was bleibt ist aber die Erkenntnis, dass eine großangelegte Krona-Handlung im Kern vielleicht doch besser gewesen wäre. 

Wer außerdem die Chance hat “Emerald Knights” auf Englisch zu sehen, sollte diese Ergreifen. Die Sprecher, unter anderem Nathan Fillion aus der Si-Fi-Serie "Firefly", leisten einen hervorragenden Job. Die deutsche Synchronisation schafft zwar auch eine gute Atmosphäre, mit Sprechern wie  Boris Tessmann, Tilo Schmitz, Reinhard Kuhnert, Giuliana Jakoeit und Luise Helm, aber die Ur-Version klingt einfach harmonischer und hat mir ein kleinen Ticken besser gefallen. Doch nimmt sich der Vergleich zwischen der deutschen und englischen Synchronisation nicht allzu viel und man kann bei beiden Versionen genießen. :)

 "Green Lantern: Emerald Knight" hat sehr interessante Geschichten zu bieten, vermag aber nicht vollends zu überzeugen. Der Leerlauf zwischendurch den einzelnen Geschichten stört ein wenig und wirkt machmal wie ein Lückenfüller um eine Überleitung zu bilden und auch die Stories sind von unterschiedlicher Qualität, was Actiongrad und Storytiefe angeht. Außerdem hab ich mir ernsthaft mal die Frage gestellt, ob es sinnvoll ist die Zeit mit Geschichten erzählen zu verplempern, wärend ein mond-großes Wesen versucht das Universum in die Verdammnis zu stürzen...
Aber naja das sind halt die Green Lantern, die haben die Ruhe weg.
Der Film ist also definitiv was für Lantern-Fans, Genre-Fans und diejenigen die es noch werden wollen und einfach etwas mehr von den Lantern sehen möchten. Mir haben die Filme auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, obowhl ich ja eher ein Verfechter des Marvel-Universums bin, anstatt des DC-Universums. Mutanten FTW!! :)



Damit empfehle ich mich wieder mit einem grünen Schimmer. ;)
Bis dahin - Tschödeldö


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