16.10.11

Anime•Peteback: Kakurenbo - Hide & Seek

Grüß euch!
Heute gibt es nach längerer Zeit mal wieder ein Peteback für die Rubrik "Über den Teller gerannt".
Dafür hab ich mir dieses Mal einen Kurzfilm ausgesucht und dazu noch einen Anime, der einen in einer ganze neue Art von Fantasywelt entführt. :)

Ich zeige euch heute
Kakurenbo - Hide & Seek


"KakuRenBo" ist ein japanischer Kurzfilm/Anime von Regiesseur Shuuhei Morita der sich im Genre Fantasy bzw. auch Horror bewegt.

Trailer

Fakten
Originaltitel: KakuRenBo: Hide & Seek (カクレンボ)
Übersetzung: Deutsche Fanübersetzung per Untertitel
Erschienen: 2004
Länge: ca. 25 Minuten
Regie: Shuuhei Morita
Produktion: Shuuhei Morita
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Shuhei Morita ist ein Newcomer der Anime-Sparte. Mit Daisuke Sajiki als Character Designer, mit dem er schon zu Zeiten Studio 4°C zusammenarbeitete, gründete er sein eigenes Studio Yamatoworks und hat mit "Karurenbo" seinen Debüt gegeben. Mit Erfolg, wie's aussieht, denn neben vielen Releases auf diversen Film Festivals weltweit, hat "Kakurenbo" auch den Platz "Bester Kurzfilm" beim Fantasia Festival in Montreal belegt.

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Gleich am Anfang des Films, während die Kamerafahrten einen Eindruck auf die Häuserschluchten der leicht industrieartigen Stadt liefern, die eine Mischung aus moderner, leicht futuristischer und altjapanischer Architektur aufweist, erfährt man einiges über das Versteckspiel. Der Zuschauer lauscht dem Gespräch der Kinder: Laut einer Legende ist ein Dämon für das Verschwinden der Kinder, die sich auf das Versteckspiel einlassen, verantwortlich...

Trotz der Gefahr, lassen sich auch diesmal einige auf diesen Nervenkitzel ein, jedenfalls wird nicht erläutert, was außer diesem Hide-and-Seek-Aspekt sonst den Reiz am Spiel für die Kinder ausmacht. Hikora, der Protagonist des Film, hat eigene Gründe, denn er sucht nach seiner erst vor kurzem verschwundenen Schwester. Sein bester Kumpel Yaimao hilft ihm natürlich dabei. Neben diesen zwei kommen noch weitere Charaktere dazu, darunter ein Trio halbstarker, ein Zwillingspaar und ein Mädchen, das Hikoras Schwester ähnlich sieht.

Gleich am Anfang hinterließ der Film bei mir einen starken Eindruck. Detaillierte Straßenviertel, schillernde Laternen, Lampen und Lichter. Die nächtliche Großstadtatmosphäre wird gut eingefangen. Nachdem die Kinder durch das Tor schreiten, dauert es schon nicht mehr lange; die Dämonen des Labyrinths erwachen einen nach dem anderen zum Leben und machen Jagd auf die fuchsmasken-tragenden Kids. Insgesamt mit vier verschiedenen Dämonen bekommen es die einzelnen aufgeteilten Gruppen zu tun. Dabei werden die Fluchtszenen musikalisch perfekt düster und dynamisch untermalt. Ich hab einfach jede Minute der mitreißenden Jagd genossen.

Dafür, dass jedenfalls nur zwei Fachleute am Werk waren, alles komplett Computer bearbeitet ist und auch wenig Budget dahinter steckt, finde ich den Film von der Qualität sehr gut und die nächtliche Großstadt-Atmosphäre sehr gelungen vermittelt. Das Ganze endet eher tragisch bzw. etwas offen für Eigeninterpretationen und böse, aber mir hat der Film wirklich verdammt gut gefallen.

DeviantArt.com  - Kakurenbo by HasaBattle
Fazit?
Der Film ist höchst atmosphärisch und spannungsgeladen und bietet tolle Einblicke und Bilder und vorallem schöne Lichteffekte. Außerdem lässt dieser kurzweilige Film doch Raum für Theorien und Interpretationen, vorallem was das Ende betrifft. Jeder der was mit dem Look anfangen kann, sollte mal danach googlen, denn eine Fandub-Version wird sich da schnell finden.

Ich empfehle deshalb mich und auch diesen Film!




Bis dahin - Tschödeldö






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