11.10.11

Anime•Peteback: Planetes

Guten Tag zusammen!
Heute kommt das angekündigte Peteback zum Anime "Planetes", also lassen wir keine Zeit mehr verstreichen und legen gleich los. :)

Freut euch auf
Planetes

 "Planetes" ist ein Manga des Zeichners Makoto Yukimura, der 2003 als Anime produziert wurde. Der Manga bzw. Anime, ist im Science-Fictions Genre angesiedelt und gehört zu dem "Seinen-Genre (Zielgruppe 18-30 Jahre).


Fakten
Originaltitel: Planetes
Deutscher Titel: Planetes
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2003
Episoden: 26 Episoden
Episodenlänge: ca. 25 Minuten
Regie: Makoto Yukimura
Studio: Sunrise

Über 10.000 größere Teile, ausgemusterte und nicht mehr funktionierende Satelliten oder Raketentrümmer und über 100.000 kleinere Trümmerteile mit einem Durchmesser unter 10 cm bewegen sich im Jahr 2006 mit unglaublich hoher Geschwindigkeit (etwa 28.000 km/h) in unterschiedlichen Höhen um die Erde. Was 2006 ein kleines Risiko für die Raumfahrt darstellt, ist im Jahre 2075 eine absolute Gefahr: Weltraumschrott!
Es ist höchste Zeit zum Aufräumen und Entsorgen! Die Section "Debrise" sorgt für Sicherheit im Orbit und Weltraum - weg mit dem Schrott. Doch statt Dankbarkeit und Ehre werden die galaktischen Müllsammler mit Herabsetzung gestraft und gehören zu den wenig geachteten Mitgliedern der Weltraumfahrer. 

Die junge Ai Tanabe (gant rechts) wird auf  der "DS12", einem Sammelshuttel,  Mitglied eines Abräumkommandos, der Sektion "Debrise". Dabei trifft sie in ihrem Arbeitsalltag, auf ebenso skurrile wie teilweise liebenswerte Gestalten in ihrem Team: 
Yuri Mihairokov (2. von rechts) der erste Offfizier unter Fee, verlor bei einem Weltraumunfall seine Frau und sucht nun nach Andenken an sie im Orbit.
Hachitaro (nicht im Bild) spart eifrig Geld für den Traum eines eigenen Raumschiffs. 
Fee Carmicheal (ganz links) Kapitän des Sammelshuttels, ist ein scheinbar ein leicht zufrieden stellender Geist, solange sie eine Kippe im Mund hat.
Arvind Ravi (2. von links) Stellvertretender Sektionschef und das Mädchen für alles und der "Klassenclown", außerdem stehts bemüht seine Pflicht zu erfüllen.
Edelgard Rivera (nicht im Bild) ist eine schweigsame Teilzeitkraft für die Buchhaltung. Sie ist sehr genaug und ein wahres Arbeitstier, pflegt aber einen sehr offenherzigen Kleidungsstil ;)
Philip Myers (mittig) ist der Sektionschef und sonst ein gemütlicher Mensch, weiß sich aber für seine Mitarbeiter einzusetzen.
So ist die Sektion "Debris" mit Mitgliedern aus den verschiedensten Ländern zusammengesetzt. Nämlich Amerika, Japan, Indien, England und Russland.

 Doch es ist ja auch im Welttraum nicht immer alles eitel-sonnenschein. Im Zentrum der Handlung der letzten zehn Episoden, stehen die Aktivitäten der Weltraumverteidigungsfront (WVF). Hat der Mensch das Recht, den Weltraum auszubeuten und zu zerstören, nachdem er dies bereits fast vollständig mit der Erde gemacht hat? Über die Organisation WVF erfährt der Zuschauer wenig, es bleibt unklar, wie sie entstand, welche ihre eigentlichen Ziele sind oder waren oder welche und wie viele Mitglieder die Gruppe hat. Im Vordergrund steht die Schilderung terroristischer Aktionen, wobei karikaturistische Seitenhiebe nicht ausbleiben: So etwa die Idee, den Mittwoch zum „Weltnichtrauchertag“ zu erklären und diesem Programm durch Attentate Geltung zu verschaffen. Bedrohlicher wirken Aktionen wie etwa in die, wo die WFV versucht, einen alten Satelliten auf das im All schwebende Hauptmodul der Mondstation abstürzen zu lassen, mit dem Ziel, durch eine Kettenreaktion von Weltraummüll alle Passagen zu blockieren und damit das Ende der Weltraumfahrt herbeizuführen. Fei wendet die Katastrophe ab, indem sie die DS12 in den alten Satteliten steuert. Ihr Motiv ist jedoch realistischerweise nicht die Sorge um die bedrohte Menschheit, sondern unbändige Wut auf die Terroristen der WVF ist, die ihr die wohlverdiente Zigarette vermiest haben.

Die Umtriebe der WFV erreichen selbst die Elite-Kader der des Raumfahrtpersonals. So lernt Hachi in im Verlauf der Serie den aus dem arabische Raum stammenden Hakeem kennen, der in die Vorauswahl für die Elitecrew, die den ersten Flug zum Jupiter meistern soll, gelangt ist. Er erzählt Hachi von der hoffnungslosen Lage seines Volks, das nach dem Versiegen der ölquellen in Armut geriet und von der restlichen Welt im Stich gelassen wurde. Somit werden auch einige Weltpolitische Probleme angesprochen, wie halt Terrorismus, Volkerarmut und Kriege.


Das interessante an dem Comic und an dem Anime ist die teilweise realistische Situation und die wirklich stimmigen und vor allen bei Hachimaki und Tanabe tiefgehenden Figuren. Sie besitzen eine Vielzahl von Macken und psychischen Problemen. So ist Hachimaki (sein Spitzname leitet sich aus der Bezeichnung für das das Stirnband ab, das als Schutz unter dem Samuraihelm getragen wurde) jähzornig und leicht zu frustrieren. Seine Aufgabe, Tanabe als Nachfolgerin für ihn auf DS12 anzulernen, stellt ihn vor persönliche Probleme. Tanabe ist in Gegensatz zu den restlichen Astronauten eine gefühlsbetonte Persönlichkeit. 

Bei Planet Manga erschien der Comic von Makoto Yukimura im Jahr 2002, ein Jahr nach der japanischen Erstveröffentlichung als Comicband, in deutscher Sprache. Während in Japan vier Bänder erschienen, wurden in Deutschland und USA fünf daraus. Das lag an dem Umfang des letzten Bandes, der entsprechend aufgeteilt wurde. Der Anime zum Manga wurde in 26 Episoden vom Studio Sunrise erstellt, das ja schon Science-Fiction Meisterwerke wie "Gundam Wing", "Cowboy Bebop" und "Code Geass" umgesetzt hat. Die Folgen erschienen von Oktober 2003 bis April 2004 auf dem japanischen Fernsehsender NHK.

Der Titel "Planetes" enthält das altgriechische Wort  (ΠΛΑΝΗΤΕΣ) für "Wanderer", von dem sich unser Wort Planet ableitet. Mit Planetes konnte Makoto Yukimura zwei international anerkannte Preise gewinnen, 2002 den nationalen Seiun-Preis, die höchste japanische Science-Fiction-Auszeichnung, in der Kategorie „Bester Comic“ und auf dem Internationalen Comicfestival in Angoulême 2004 den Preis für das beste Szenario.

Die Anime Serie wurde für ein eher konsumierendes Publikum mit weniger Interesse am persönlichen Tiefgang der Protagonisten konzipiert. Die Comedy Element werden hier stärker betont und sorgen für freundliches Grinsen und den einen oder anderen Lacher. Somit finden sich eine Reihe von Abweichungen zwischen Comic und Animation. Die DVD ist nicht von überragender Qualität aber durchaus akzeptabel. Gerade an den Rändern der Figuren/Objekten und an größeren Flächen lassen sich Unschärfen oder Komprimierungsartefakte erkennen, die bei entsprechender Hardware schon störend wirken könnten, mir ist da in der normalen 16:9 Auflösung nichts großartig störendes aufgefallen. 

Kommen wir zu Synchronisationsrige.
Die Synchro ist in diesem Anime meiner Meinung nach sehr gut gelungen! Es gibt keine bis mäßige Lippenasynchronität und die Stimmen passen sehr gut zu den Personen und vorallem auch zu den Charakterzügen der Personen. Hier eine kurze Auflistung:
Hachirota Hoshino: Constantin von Jerscheroff (Bakura in Yu-Gi-Oh, Akito in Air Gear und Kyle Gallner alias. Bart Allen in Smallville )
Ai Tanabe: Anne Helm (Ty Lee in Avatar - Der Herr der Elemente oder Maiara Walsh alias. Anna in Vampire Diaries)
Yuri Mihairokov: Oliver Feld (Heiji Hattori in Detective Conan und Jerry Seinfeld in Seinfeld)
Fee Carmicheal: Arianne Borbach (Stammsprecherin von Diane Lane und Cate Blanchett, außerdem spricht sie in vielen Serien Episodenrollen.)
Philip Myers: Roland Hemmo (Stamm-Offsprecher in der Dragonball Z Serie und Stammsprecher von Brendan Gleeson)
Arvind Ravi: Santiago Ziesmer (Ich glaube es reicht, wenn ich sage Spongebob :D)
Edelgard Rivera: Maria Sumner (Yuuna Akashi in Magister Negi Magi und Boti Bliss alias. Maxine Valera in CSI: Miami)


Da folgt natürlich ein positives Fazit. :)
"Planetes" ist einfach eine Serie, die wirklich unglaublich beeindruckend ist. Nicht zu abgedreht, aber immer mit einem Witz in der Hinterhand. Wie bei einer guten Serie wichtig ist, wird alles abgedeckt, von den anfänglichen Kennenlernfolgen bis hin zu einem großen Finale. Dabei wird aber strengstens vermeieden, anfangs zu banale Abhandlungen vorzuführen und am Ende zu sehr vom Boden abzuheben. Zugegeben, das ist bei einer SciFi-Serie leichter zu bewältigen als bei anderen, aber auch hier hat man viele Beispiele, die letztendlich trotzdem den Fehler machten.

Und selbst wenn "Planetes" nach gefühlt viel zu wenig Folgen endet, hat man natürlich nicht das Problem einiger Durchhänger gehabt, wurde aber auch nicht zu schnell durch die Entwicklung der Figuren und der Welt getrieben - das Maß stimmt absolut und so ist diese Animeperle ein absolut stimmiges Erlebnis, das fesselt! :)


Somit empfehle ich nicht nur den Anime, sonder auch mich!
Bis dahin - Tschödeldö


1 Kommentar:

  1. Mh, hört sich gut an. Ich hab schon ewig kein Anime mehr gesehen. Vielleicht sollte ich das ändern. :-)

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