24.10.11

Film•Peteback: Super 8

Review! Jetzt!! LOS!! O_O
Ne Spaß chilln wir ne Runde... :)

Heute
Super 8

"Super 8" ist ein US-amerikanischer Si-Fi-Film aus dem Jahr 2011. Das Drehbuch stammt hierbei von J.J. Abrams und der Herr führe auch Regie.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Super 8
Deutscher Titel: Super 8
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 112 Minuten
Regie: J.J. Abrams
Drehbuch: J.J. Abrams
Produktion: Steven Spielberg, J.J. Abrams, Bryan Burk



Kennt ihr die fünf Freunde? Ja? Cool :D
Fünf Freunde drehen ihren ersten Film. Dabei sparen die Jungfilmer auch nicht an der Story, es geht um Mystery, Liebe, Crime und vorallem...Zombies! O_O


Wir befinden uns Ende der 70er Jahre und Charles (Riley Griffiths) führt bei einem ehrgeizigen Projekt Regie: ein Hobby-Zombiefilm, der auf Super 8 gedreht wird. Dabei werden die Kinder bei einem nächtlichen Dreh am Bahnhof ihrer Heimatstadt Lillian, Zeugen eines schrecklichen Unfalls - dem Auftakt für ein Abenteuer ungeahnten Ausmaßes.

Ein Auto kollidiert mit einem fahrenden Güterzug. Die Kinder rennen um ihr Leben, springen, hechten und rennen durch Explosionen, Trümmer und und und . Dramatisch oder?Wie durch ein Wunder überlebt der Fahrer, ein Lehrer der örtlichen Schule, den Vorfall. Während er blutend über dem Lenkrad seines Wagens hängt, bläut erden Kindern ein, unter gar keinen Umständen über den Vorfall zu sprechen. Minuten später treffen Fahrzeuge des Militärs - der "Air Force" ein. Die Kinder müssen überstürzt flüchten. Was noch niemand ahnt, die Super 8-Kamera ist weitergelaufen und hat etwas eingefangen ...
Tage später versuchen die Hobbyfilmer zu rekonstruieren, was eigentlich vorgefallen ist. Doch die Tragweite des Geschehens ahnen sie nicht einmal. Derweil gehen im Dorf seltsame Dinge vor sich. An einem Abend laufen alle Hunde davon, Automotoren und Stromleitungen werden geklaut, Tankstelle und Friedhofskapelle überfallen. Niemand kann sich erklären, wer hinter all dem steckt. Es ist an den Kids die heißeste Spur zu verfolgen. Ihre Neugier bringt sie der Aufdeckung näher - aber auch der Lebensgefahr.

Für Joe (Joel Courtney) werden die Vorkommnisse von privaten Problemen überschattet. Seine Mutter ist vor vier Monaten bei einem Unfall in der Fabrik gestorben. Die Schuld gibt Joes Vater Jackson Louis Dainard (Ron Eldard), der seine Schicht nicht angetreten hatte und von der Mutter vertreten wurde. Dass Joey nun ausgerechnet mit Louis' Tochter Alice (Ellen Fanning) anbandelt, schmeckt dem trauernden Vater überhaupt nicht. Die Spannung entlädt sich in einem abendlichen Gewitter zwischen Vater und Sohn...

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Jeffrey Jacob Abrams, besser bekannt als J. J. Abrams hat für "Super 8"  wie es scheint zunächst Kinofilme der 1980er Jahre gesichtet, was ja nichts verwerfliches ist; insbesondere "E.T." und die "Goonies". Vielleicht liegt es auch daran, dass einer der Produzenten von Super 8 Steven Spielberg ist, der die größten Vorbilder von Super 8 verbrochen hat...
Wie auch immer. Abrams verantwortet Drehbuch und Regie eines Films mit Stärken aber auch deutlichen Schwächen.

Wer einen solchen Plot schreibt, wie für "Super 8", muss mit Kritik rechnen. Ziehen wir doch mal eine Plot-Bilanz:
[ Ein Alien landet auf der Erde. Wird eingesperrt, in der Gefangenschaft böse weil ihm die Menschen schlecht behandeln, entkommt und will nach Hause fliegen. Es sucht sich Teile für sein Raumschiff zusammen und greift jeden an, der es von seinem Plan abhalten will. Nur ein offenherziger Junge erkennt die Situation und löst im Zwiegespräch den Konflikt. ]
Das ist natürlich keine ausfüllende Handlung für einen Kinofilm. Zumal der Film mehr als einen Handlungsstang hat.
Der zweite Handlungsstrang  rettet den Film aber auch nicht über seine Schwächen hinweg. Das Abenteuer der Kids leitet hauptsächlich zu den Horrorszenen bzw. Actionszenen über. Dabei kommt weder großartige Abenteuerstimmung auf, noch werden die Konflikte der Kids untereinander ausgebaut. Zumal hatte ich bei dem Film immer das merkwürdige Gefühl, dass die Szenen die eigentlich Spannung aufbauen sollten, zu gestellt und zu künstlich herbeigeführt wirken.
Die Nebenhandlungen sind Andeutungen und Beiläufiges. So etwa der Plot der verstorbenen Mutter. Das würde guten Stoff für einen Konflikt bieten, der im Film aber leider nicht ausgebaut wird. Es bleibt im Film jedoch bei Groll und Abneigung - und natürlich der Versöhnung. Happy End...hach... Die Väter vergeben einander und die Tochter erkennt, dass ihr Vater ihr das Leben gerettet hat. Die Ausschmückungen bleiben allesamt flach wie ein Blatt Papier, dass man den Plot besser gänzlich gestrichen hätte.

Der Spannungsaufbau soll einer klassischen Linie folgen. Zunächst wird das Grauen nur angedeutet. Komische Geräusche, der Strom fällt aus. Mal lugt eine Kralle ins Bild, mal ein Bein. Erst gegen Ende wird das Alien in ganzer Pracht gezeigt. Bis dahin gibt es viel Krachbumm und Special Effects. Mal entgleist und explodiert minutenlang ein Güterzug. Dann wirft das (noch unsichtbare Monster) mit Gegenständen um sich. 

Das Problem ist, dass der Film in mehr als 100 Minuten Laufzeit keine Spannung entwickelt, was wie gesagt schon daran liegen mag, dass vieles sehr künstlich und weniger fließend herbeigeführt wirkt. Ich empfinde daher immer wieder eine Art von, ja, Grundlosigkeit.
Die Kids hechten und rennen durch die Gegend. Die Air Force ist ganz furchtbar autoritär und die Erwachsenen tappen im Dunkel ... Der Anführer des Einsatzkommandos findet am ersten Tatort die Verpackung von Super 8-Filmmaterial. Später sieht er die Kids filmen und schließt darauf hin - auf gar nichts. Da ist der Zuschauer wiedermal mehr Sherlock Holms als die spielenden Figuren. Die Spur wird also nicht verfolgt, stattdessen greift man auf planlose Gewalt zurück. So wird ein Buschfeuer gelegt um das Alien aus der Deckung zu treiben - doch das Dorf wird nicht vor dem Legen des Feuers, sondern erst nach dessen Ausbruch in der Stadt evakuiert...

Wenn ein Film, der ebenso gut in der Jetztzeit spielen könnte, in der Vergangenheit spielt, dann möchte ich dafür einen Grund erkennen können. Doch "Super 8" wird durch ein paar Songs aus dem Jahr 1979 nicht nostalgisch oder vermittelt den Eindruck, dass damals alles besser gewesen wäre.
Auch ästhetisch lässt „Super 8“ die nötige Liebe zum Detail vermissen. Der Film wirkt zu modern, um erkennbar Ende der 1970er Jahre zu spielen. Besonders deutlich wird das bei dem Zugunglück, das spektakulär in Szene gesetzt ist, sowie in einigen Szenen am Ende des Films. Denn selbstverständlich lassen die CGI-Effekte in bester Actionfilm-Manier so gar kein 70er-Jahre-Flair aufkommen.

Fazit...
Also...das ich von dem Film komplett enttäuscht war, wäre etwas weit gegriffen. Auch eine komplette Zeitverschwendung möchte ich dem Film nicht vorwerfen, doch beschlich mich nach dem Film der Gedanke irgendwas Belangloses gesehen zu haben, was mich aber trotzdem über 100 Minuten am Bildschirm gehalten hat. Mag sein das der Film Geschmackssache ist, aber ich hätte mir schon sehr in den Hintern gebissen, wenn ich ihn im Kino gesehen hätte. Da war der Trailer irgendwie wiedermal besser als der Film an sich, aber da ist man auch selber dran Schuld, wenn man sich schon vor dem Film Hoffnungen macht. Da kann der Film auch nichts dafür. :-/
Dennoch glaube ich das "Super 8" bei einer jüngeren Altersgruppe schon gut zünden kann, das müsste ich dann noch erforschen.



Damit empfehle ich mich auch
Bis dahin - Tschödeldö


P.S.:Den Film hab' ich ziemlich zusammengefaltet...irgendwie. Naja, was hält denn der geneigte Leser von diesem Film, wenn er/sie ihn gesehen hat?


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