08.11.11

Film•Peteback: Batman: Gotham Knight

Seid gegrüßt Fledermausfreunde!
So, wie versprochen gibts nun ein doch eher kürzeres Peteback zu einem "Film" der sich wieder im DC-Comic Universum ansiedelt.

Wir streifen heute durch die Nacht mit
Batman: Gotham Knight

"Batman: Gotham Knight" ist ein Animeverfilmung des altbekannten Flügelmanns "Batman" aus dem Jahr 2008. Der "Film" ist eine Anthologie bestehend aus 6 Einzelepisoden und bildet eine Brücke zwischen den Filmen "Batman Begins" und "The Dark Knight".

Trailer


Fakten über Batman
Originaltitel: Batman: Gotham Knight
Deutscher Titel: Batman Gotham Knight
Originalsprache: Englisch, Japanisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 75 Minuten
Drehbuch: Jordan Goldberg
Studios: Studio 4°C, Madhouse, Bee Train, Production I.G.
Produktion: Warner Bros. Animation, Warner Premiere, DC Comics

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„Batman: Gotham Knight“ nimmt eine besondere Stellung unter den sogenannten " DC Universe Animated Original Movies" ein. Denn im Gegensatz zu den anderen Filmen dieser Reihe, nicht für sich selbst steht und das Universum um den jeweiligen Helden etwas weiter strickt. Es handelt sich hierbei viel mehr um eine Brücke zwischen „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ , was dazu noch ein Art von Stilexperiment darstellt, denn was kommt eigentlich heraus, wenn man Batman mit japanischer Animation kreuzt. Um das Setting und die Story gut unter einen Hut zu bekommen, entschied sich DC und Warner Bros., ähnlich wie beim Film „Animatrix“, eine Anthologie von sechs Kurzfilmen von unterschiedlichen Autoren, Regisseuren und in unterschiedlichen Stilen zu produzieren. Hier eine kurze Auflistung:
1 - Have I got a story for you
Vier Kinder treffen sich beim Skaten und erzählen sich von ihren Begegnungen mit Batman, wobei jedes der Kids den "Dunklen Ritter" völlig anders sieht und beschreibt, etwa als vampirhaftes Schattenwesen oder als Mensch-Fledermaus-Hybrid, ein anderes mal sogar als Mann in einem Iron Man-artigen Kampfanzug. Nur das vierte Kind ist Batman nie begegnet. Als jedoch ein Maskierter eindringt, gefolgt von Batman, kann auch der vierte endlich eine Geschichte erzählen, und diese ist sogar wahr.

 2 - Crossfire
Anna Ramirez  und Crispus Allen , Mitglieder von Gordons Major Crimes Unit, sollen den Verbrecher Jacob Feely nach Arkham bringen. Auf dem Weg geraten sie in Streit über Batman und seine Methoden, dabei wird die übliche Batman-Polarisierung dargestellt. Die einen sehen ihn als Held und die anderen als ein rachsüchtiges Übel, dass sich eindeutig über das Gesetz stellt. Dieser Streit hält bis zum Rückweg an, doch plötzlich geraten die beiden mitten in einen Bandenkrieg und lernen Batman und seine Arbeit dabei persönlich kennen.

 3 - Field Test
Lucius Fox hat ein neues Gerät entwickelt, dass es Batman möglich macht, einen Schutzschild um sich herum aufzubauen, sodass Kugeln von ihm abprallen. Bald schon muss er allerdings feststellen, dass dieses Gerät die Einsätze für ihn selbst sicherer macht, aber gefährlicher für alle anderen.

4 - In Darkness Dwells
Killer Croc, ein geflohener Patient aus Arkham Asylum mit einer besonderen Hautkrankheit und Fledermausphobie, versteckt sich in der Kanalisation. Und auch Jonathan Crane, alias Scarecrow, treibt sein Unwesen. Batman muss nun Killer Croc wieder hinter Schloss und Riegel briegen und sich nebenbei auch noch mit Scarecrow und seinem Gefolge rumschlagen.

5 - Working Through Pain
 Angeschossen taumelt Batman mit einem Waffenpacket durch die Kanalisation und erinnert sich dabei an sein Training bei einer Frau namens Cassandra. Diese sollte ihm helfen, gegen Schmerzen unempfindlich zu werden, was zum Teil überhaupt nicht und zum Teil viel zu gut funktionierte.

6 - Deadshot
Der Attentäter Deadshot wird angeheuert, um Gordon zu ermorden, wobei in Wirklichkeit Batman das Ziel dieses Attentates ist. Es kommt, wie es kommen muss: Batman und Deadshot stürzen sich in ein gefährliches Duell.
Das Ergebnis ist meiner Meinung nach eher durchwachsen. Schon die erste Geschichte zum Beispiel, „Have I Got a Story for You“, ist eher schwach. Die Idee, Kinder ihre Ansichten über Batman erzählen zu lassen, ist zwar gut, wurde aber im Rahmen von „Batman: The Animated Series“ schon um einiges besser umgesetzt, nämlich in der Folge „Legends of the Dark Knight“, die sich zufälligerweise auf dem Bonusmaterial der Special Edition von „Gotham Knight“ befindet. Hinzu kommt aber, dass der Zeichenstil dieser Episode erfrischend anders und irgendwie inovativ sind. Ich hatte eigentlich sehr viel Spaß dabei gewisse Stile den Studios zuzuordnen.

Die Zweite Geschichte, "Crossfire", verbessert sich im Gegensatz zur ersten enorm. Die Handlung ist zwar sehr einfach gestrickt, sie besteht eigentlich nur aus einer Fahrt nach Arkham und wieder zurück, aber die Umsetzung ist fantastisch. Stil und Atmosphäre sind sehr detailliert und düster, die Charaktere interessant, die Diskussion und Argumentation spannend und aufschlussreich und Batman bekommt  gegen Ende einen tollen Auftritt.

„Field Test“ ist dagegen wieder weniger unterhaltsam oder stilistisch gelungen. Die Geschichte selbst ist ziemlich, naja, belanglos. Zumal Bruce Wayne hier aussieht, als wäre er um die 17 Jahre alt. Mit „In Darkness Dwells“ geht es glücklicherweise wieder aufwärts. Der Zeichenstil ist zwar nur Durschschnitt, bzw. nur etwas für eingefleischste Animefans, denn gerade Gesichter sehen zum Teil etwas merkwürdig aus. Trotzdem ist die Stimmung sehr schön düster und atmosphärisch. Die Geschichte um Killer Croc und Scarecrow ist genau richtig auf Kurzgeschichte geschnitten und vorallem spannend erzählt.

„Working Through Pain“, das fünfte Segment, ist eher ruhig, ja, fast schon philosophisch und erzählt eine Episode aus Batmans Ausbildungszeit. Das finde ich eigentlich ganz klasse, weil es auch nicht immer hoch her gehen kann und man so auch mal etwas mehr über Bruce Waynes Vergangenheit erfährt und man den Charakter auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. „Deadshot“ schließlich bildete Abschluss und zugleich auch – zusammen mit „Crossfire“ – den Höhepunkt von „Gotham Knight“. Optisch macht diese Episode noch mehr her als „Crossfire“, die Handlung ist geradlinig, aber imposant und spannend und arbeitet schön die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Deadshot und Batman heraus.

Werfen wir nun noch einen Blick auf „Gotham Knight“ als Gesamtfilm.
An der Gesamtkonzeption habe ich allerdings noch etwas zu meckern: Um wirklich als Bindeglied zwischen „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ fungieren zu können, ist „Gotham Knight“ zu losgelöst von der Nolan’schen Kontinuität und dabei auch zu „zersplittert“; um als alleinstehendes Werk zu funktionieren wird dann aber doch wieder zu sehr auf den Realfilmen aufgebaut. Das hat zur Folge, dass „Gotham Knight“ ein wenig unausgegoren wirkt. Ich habe allerdings gelesen, dass der Roman zum Film da Abhilfe schaffen soll, die einzelnen Segmente besser miteinander verknüpft sind und mehr Bezüge zu „Batman Begins“ aufgebaut werden. Aber für Batman- bzw. Animefans ist diese Antholigie doch mal ein Blick wert, auch wenn er seine Schwächen hat, aber auch seine Stärken. Die Synchronisation ist bei dieser Umsetzung meines Erachtens nicht klasse sondern eher gut gelungen, was aber nicht unbedingt abwertend gemeint ist. In die Rolle des Flügelmanns durfte dieses Mal der bekannte Sprecher David Nathan schlüpfen. Neben ihm treten noch Sprecher wie Claudia Urbschat-Mingues, Engelbart von Nordhausen, Peter Reinhardt und Florian Knorn auf. 
Als Fazit sage ich, dass "Batman: Gotham Knight" auf jedenfall als Stilexperiment funktioniert. Man sollte nicht nach der ersten Story schon abschalten, sondern auch mehr in die DVD bzw. Blue Ray hineinblicken um den wahren, stilistisch wirklich interessanten Kern zu erblicken. Als ein Bindeglied zwischen zwei Blockbuster Filmen, hat die Scheibe allerdings eher das Nachsehen. Trotzdem hatte ich als Batman-Freund und auch Animefan, natürlich meinen Spaß



Damit empfehle ich mich und auch diesen Film!
Bis dahin - Tschödeldö


Kommentare:

  1. Ich kenne außer mir.. zwei Menschen, die CCD kennen / mögen :D Also ich finde das leider eher selten :D
    Deswegen auch meine erfreute Reaktion ;)

    Aaah, du bist das bei lastfm. Alles klar :)
    Und du magst Captain Planet. Schön, schön.

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  2. Das Video ist ja dermaßen genial! Wie Scar manchmal "singt". Highlight meines Tages :D

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