03.11.11

Film•Peteback: Friends with Benefits

Hallö!
Heute komm ich mal wieder mit einem normalen Spielfilm, nach den ganzen Animes und Comicverfilmungen. Außerdem wirds auch noch witzig ;D

Heute gibt's
Friends with Benefits

"Friends with Benefits" ist eine US-amerikanische Romantic-Komödie aus dem Jahre 2011, der eindeutig zeit was die Hauptpersonen Mila Kunis und Justin Timberlake so zu bieten haben.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Friends with Benefits
Deutscher Titel: Freunde mit gewissen Vorzügen
Originalsprache: Englisch
Erschienen: September 2011
Länge: ca. 109 Minuten
Regie: Will Gluck
Drehbuch: Keith Merryman, Will Gluck, David A. Newman

 Hört man von einer neuen romantischen Komödie, so beginnt bei erfahrenen Kinogängern gerne schon einmal das große Augenrollen (vorallem bei mir, denn ich hab es nicht so mit Romantik in Filmen) - nicht unbedingt zu unrecht, denn die Vertreter des Genres haben sich, abgesehen von kleineren Ausnahmen, in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Scheinbar sind sich die Filmstudios schon zu sicher, dass es immer wieder Paare geben wird, die ins Kino pilgern um einen “Datefilm” anzusehen und deshalb auch immer verlockt sind sich auf den neusten Romantik-Schnellschuss aus Hollywood einzulassen. Doch "Friends with Benefits" oder hierzulande "Freunde mit gewissen Vorzügen" hebt sich tatsächlich, doch schon wohltuend aus dem langweiligen Einheitsbrei heraus. Der Film gibt sich überraschend spritzig und dynamisch und sorgt mit den beiden prächtig gelaunten Hauptdarstellern für wunderbare Unterhaltung.


Dylan (Justin Timberlake) wird von der scharfzüngigen Headhunterin Jamie (Mila Kunis) abgeworben und mit einem neuen, tolen Job von Los Angeles nach New York gelockt. Dylan lebt sich auch schon bald ein, ist auch unter den Arbeitskollegen beliebt und macht seine Arbeit sehr gut. Aber in Sachen Beziehung klappt es leider nicht so gut. Deshalb beschließen Dylan und Jamie, dass sie doch einfach Sexfreunde sein könnten: Der Akt soll rein sportlich sein, Gefühle und sonstige Beziehungsbürden sollen abgelegt werden, damit man die Sache nicht unnötig verkompliziert. Doch natürlich funktioniert nicht alles so wie geplant...

Tritt da schon ein gewisses 
"déjà-vu-Gefühl auf"? Na?
Ganz recht! Wer das Kinojahr mal etwas unter die Lupe nimmt und verfolgt hat, der erinnert sich vielleicht, dass das Jahr bereits einen Film zu bieten hatte, der quasi die selbe Kernidee wie "Friends with Benefits" hatte. Gemeint ist da "Freundschaft Plus" mit Natalie Portman und Ashton Kutcher in den Hauptrollen.  
Will Gluck hat hier wirklich eine extrem lockere Inzinierung abgeliefert. Dieser hat sich scheinbar ausgiebig mit den diversen Klischees des Genres auseinandergesetzt und versucht so in seinem Film nicht nur etwas mit diesen Klischees zu spielen, sondern lässt seine beiden Hauptdarsteller auch ganz aktiv auf diese hinweisen. So ergibt sich auf durchaus spritzige Weise ein unterhaltsamer Diskurs mit dem eigenen Genre. Man merkt halt schon, dass sich hier nichts ernst genommen wird.
Aber auch abgesehen von dieser Ebene des Films macht der Film sehr viel richtig. Das Tempo ist angenehm hoch, die meisten Gags sitzen sehr gut und vor allem die Darsteller machen ihre Sache sehr gut.
Justin Timberlake hat ohnehin bereits in zahlreichen Filmen wie "Alpha Dog" über den Reinfaller "Bad Teacher" bis zu "The Social Network" bewiesen, dass er ein durchaus begabter Darsteller ist, der über eine beträchtliche Leinwandpräsenz verfügt und dass Mila Kunis nicht nur hübsch anzusehen ist, sondern durchaus auch mit ihrem Talent punkten kann, wissen wir spätestens seit "Black Swan". Aber das wirklich Schöne ist, dass die beiden Darsteller nicht nur theoretisch begabt sind, sondern scheinbar auch viel Freude am Dreh hatten und so mit sehr viel Esprit an die Sache gehen. Sie harmonieren bestens miteinander und meistern auch die eher freizügigen Szenen des Films mit Bravour. Vor allem der augenzwinkernde Humor den die beiden ausstrahlen ist ein wahrer Gewinn und sorgt dafür, dass man sich einfach zurücklehnen kann um den Film zu genießen, ohne dass man alles allzu ernst nehmen müsste.

Als Unterstützung dienen Timberlake und Kunis eine Handvoll sehr gut gewählter Nebendarsteller, die sich zwar nicht aufspielen, aber die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern auf passende Art und Weise ergänzen. Besonders erwähnenswert sind dabei die Auftritte von Woody Harrelson, als homosexueller Sport-Reporter und dem wie immer sehr guten Richard Jenkins, als alzheimerkranker Vater von Dylan.
So macht " Friends with Benefits" speziell in der ersten Hälfte wirklich viel richtig. Der Film nimmt sich nicht allzu ernst, ist sich den Klischees des Genres bewusst (und verweist immer wieder mit Genuss auf sie) und sorgt durch seinen enorm lockeren und spritzigen Stil für einen sehr schönen Filmfluss, mit dem man sich gerne treiben lassen kann. Im letzten Drittel nimmt die Gagdichte leider etwas ab, aber davon sollten sich interessierte Filmfreund nicht abschrecken lassen. Denn wer auf der Suche nach einer unterhaltsamen romantischen Komödie ist, der wird wohl in nächster Zeit kaum so einen Film finden wie diesen hier.
Fazit:
"Friends with Benefits" ist eine überraschend unterhaltsame romantische Komödie, die dank der spritzigen Inszenierung von Will Gluck und den beiden gut aufgelegten Hauptdarstellern wirklich viel Spaß macht. Justin Timberlake und Mila Kunis harmonieren perfekt miteinander und führen augenzwinkernd durch den Film. Das Tempo ist hoch, sowohl was die Dialoge, als auch die Erzählung betrifft und deshalb schleichen sich auch kaum Längen ein. Lediglich das letzte Drittel fällt etwas ab, aber ansonsten ist der Film eine unterhaltsame Romantik-Komödie, die im Gegensatz zu den meisten Genrevertretern der letzten Zeit durchaus gelungen ist.
Ich hab mir den Film auf englisch und deutsch angesehen und musste bei der englischen Version doch schon mehr Lachen als bei der deutschen, was sich aber kaum etwas nimmt. Die Witze wirken in der Originalsprache einfach etwas authentischer. :)
So das war's wieder einmal von mir, ich empfehle mich damit und -
Bis dahin - Tschödeldö


Kommentare:

  1. Mh, es ist zwar schön zu hören, dass der Film gut sein soll, aber ich mag keine Romantik-Komödien. Aber ich wüsste den ein oder anderen, dem ich den Film mal empfehlen werde. :-)

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  2. Klingt besser als ich gedacht hätte. Auf DVD gebe ich dem Film vielleicht mal eine Chance. Justin Timberlake finde ich halt.. heiß :D

    Und medialer Fleischbeschau trifft Baywatch ganz gut als Beschreibung.. Aber was solls. Ich finde die Serie klasse :D

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  3. Du kennst Clickclickdecker!! Ich bin begeistert und beeindruckt. Schön :)

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