17.11.11

Film•Peteback: Number 23


Heyho!
Ich melde mich mal wieder zurück in die Welt der Lebenden und komme gleich wieder mit einem kleinen Geheimtipp im Gepäck.

Heute geht es um

Number 23

"Number 23" ist ein US-amerikanischer Mysterythriller aus dem Jahr 2007 von Joel Schumacher, wo es eine einfache, zweistellige Zahl es schafft, den Protagonisten in den Wahnsinn zu treiben.

Trailer

Fakten:
 Originaltitel: The Number 23
Deutscher Titel: Number 23
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2007
Länge: 99 Minuten
Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Fernley Phillips
Produktion: u.a. Toby Emmerich


Walter Sparrow (Jim Carrey) führt ein ereignisloses Leben. Er arbeitet als staatlicher Tierfänger und lebt gemeinsam mit seiner Ehefrau Agatha (Virginia Madsen) und seinem pubertierenden Sohn Robin (Logan Lerman) in einem Einfamilienhaus – alles scheint idyllisch zu sein.

Dies ändert sich jedoch schlagartig an Walters Geburtstag. Er wird kurz vor seinem wohlverdienten Feierabend noch zu einem "Notfall" gerufen, denn er soll einen streunenden Hund einfangen, der ihm jedoch mehr Schwierigkeiten als erwartet bereitet. Dadurch kommt er zu spät zum Treffen mit seiner Frau, die in der Zwischenzeit in einer Buchhandlung auf ein Buch mit dem mysteriösen Titel "The Number 23" stößt und darin blättert. Sie beschließt es für Walter zu kaufen, der anfangs von der Idee gar nicht begeistert ist. Dennoch beginnt er darin zu lesen und wird Seite für Seite tiefer in den Bann des Buches gezogen. Er entdeckt viele Parallelen zu der Hauptfigur des Romans, Detective Fingerling (ebenfalls gespielt von Jim Carrey), der ein Spiegelbild seiner selbst zu sein scheint.

Diese Figur wird im Verlauf der Geschichte in den Bann der mystischen Zahl "23" gezogen, ja er wird regelrecht besessen davon, denn sie scheint in seinem Leben allgegenwärtig zu sein, so dass er am Ende sogar einen Mord begeht, an der ebenso mysteriösen Femme Fatale Fabrizia (Virginia Madsen, ebenfalls in einer Doppelrolle). Auch Walter beginnt von dieser Zahl besessen zu werden, denn auch er entdeckt sie überall in seinem Leben. Er steigert sich immer weiter in dieses Mysterium hinein, bis auch er kurz davor steht dem Wahnsinn zu erliegen und seine Ehefrau zu ermorden. Er entschließt sich kurzerhand die Nacht in einem Hotel zu verbringen. Als er dort aus dem Fenster sieht, erblickt er erneut den widerspenstigen Hund. Er verfolgt ihn wie beim ersten Mal auf bis zu einen Friedhof, wo sich der Hund neben einem Grab niederlässt. Von dem zuständigen Pfarrer erfährt er, dass es das Grab eines jungen (23-jährigen) Mädchens ist, welches vor langer Zeit auf seltsame Weise verschwand – bis zum gegenwärtigen Tag blieb ihre Leiche verschwunden. Langsam beginnt Walter ein düsteres Geheimnis zu realisieren: soll dieser Roman etwa die Schilderung eines realen Mordfalls sein? Gemeinsam mit seiner Familie beginnt er Nachforschungen anzustellen und kommt dem Täter nach und nach auf die Spur. Dabei enträtselt er ein Geheimnis, dass sein Leben für immer verändern wird…

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Um die Zahl "23" ranken sich schon seit Jahrhunderten viele Mythen. In manchen Kreisen ist sie seitdem regelrecht zu einem Kult gereift. Im Internet findet man zahlreiche Seiten zu diesem Thema, die sowohl auf okkulter, als auch auf wissenschaftlicher Ebene näher betrachtet wird. Vieles scheint mit dieser "magischen" Zahl direkt oder indirekt in Zusammenhang zu stehen. Auch im Film werden genug Beispiele aus dem alltäglichen Leben genannt, wie z.B:

[ Jeder Elternteil gibt mit dem Erbmaterial 23 Chromosomen an sein Kind weiter, wobei das 23. Chromosom das Geschlecht des Kindes bestimmt. ]

So kann man noch viele andere Ereignisse und Begebenheiten auf die Zahl 23 reduzieren. Ist das alles nur Zufall, oder könnte da doch mehr hinterstecken? Sicherlich biegen die Anhänger dieses Kults auch vieles für ihre Zwecke zurecht, aber merkwürdig mutet das Ganze schon manchmal an.
Für das Produzententeam kam von Anfang an nur ein Regisseur für dieses Projekt in Frage: Joel Schumacher, ein Meister des Unterschwelligen-Thrillers. Auch Schumacher war sofort von dem Stoff begeistert, obwohl er den Hype rund um die mystische Zahl nicht unbedingt teilte.
Für Schumacher war es wie man sieht, viel wichtig die Romanfiguren als düsteres Spiegelbild der Hauptprotagonisten, nämlich Walter und Agatha, darzustellen. Für die Romanszenen mit Fingerling und Fabrizia bediente er sich einer surrealen Darstellungsweise, die von sehr düster bis überbelichtet reicht und stets überzeichnet, beziehungsweise weich gezeichnet wirkt. So gelingt es ihm den Zuschauer auch in die Romanwelt hineinzuziehen.
 

Für die Hauptrolle des Walter Sparrow oder auch Fingerling fiel die Wahl sofort Jim Carrey, mit dem er bereits 1995 für seinen Film " Batman Forever" (ja der Film war nun nicht der Burner ._. ) zusammenarbeitete und in dem er viel mehr als nur einen guten Komödianten sieht. Carrey hat es schon in dem Batman-Streifen verstanden, einen psychisch labilen, latent-gefährlichen Charakter zu spielen. Und er macht wirklich eine gute (Doppel)Rolle in dem Film. Er agiert sowohl als Familienvater Walter Sparrow, dessen Leben durch ein Buch völlig aus der Bahn und er selbst an den Rand des Wahnsinns gerät, als auch als düsterer Detective Fingerling. Beide Charaktere werden nach und nach in den Bann der Zahl 23 gezogen und zwischen ihnen besteht eine merkwürdige Verbindung, die an dieser Stelle jedoch nicht preisgegeben wird. Ganz ohne Witze kommt Carrey jedoch auch in diesem Film nicht aus, was aber nicht weiter stört, es ist jedoch eine zunehmend bizarrer werdende Komik. Man kann also sagen das sich Jim Carrey in die Reihe der "Selbstspieler" einreihen, da er einfach "Jim Carrey" spielen kann und auch immer wieder "Jim Carrey" durchkommt.

An seiner Seite ist Virginia Madsen ebenfalls in einer Doppelrolle zu sehen. Sie spielt Walters Ehefrau Agatha und auch die Femme Fatale Fabrizia die für ihre aufgestaute Wut ein Ventil in ihrer Sexualität findet, welche oftmals von Gewaltphantasien geprägt ist. Besonders der Part der Fabrizia hat ihr regelrecht Angst gemacht und das auch zurecht, wenn man sich den Charakter anschaut. Dennoch weiß sie in beiden Rollen zu überzeugen, wie ich finde besonders in der Rolle der für sie untypischen Femme Fatale. Ein weiterer Pluspunkt ist ihre gute Chemie zu Filmpartner Jim Carrey, die für den Film von großer Wichtigkeit ist.


Kommen wir dann doch mal zu einem Fazit.
Die gute schauspielerische Leistung, insbesondere von Carrey und Madsen, können den mäßig spannenden Thriller nur bedingt retten. Die eine oder andere überraschende Wendung macht den Film zwar unterhaltsam, jedoch versinkt er insgesamt gesehen leider im Mittelmaß. Wer allerdings ein Freund von Mysterie und Verschwörungstheorien ist, und mit weniger Spannungsmomenten und mehr kryptischen Dialogen auskommmt, der wird sich in dem Film sofort zu Hause fühlen.




Und an dieser Stelle empfehle ich mich wieder.



Bis dahin - Tschödeldö


Kommentare:

  1. Das ist doch kein Geheimtipp.. das sollte total bekannt und jedem ein Begriff sei! Wirklich toller Film

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  2. Geschickt getarnt im Fernsehen, in Zeitschriften eingebettet lauern sie in Werbung, Filmindustrie, Musikvideos und TV-und Mainstream-Medien.
    Sie sind einfach überall. Manchmal sind sie subtil oder unterschwellig, mal direkt, mal provokant. Seltsame Symbole und Zeichen, um Bedeutungen die im offensichtlichen versteckt sind.
    Eine Welt die von Geheimlogen beherrscht und gelenkt wird.. Sehen Sie mit mir gemeinsam hinter die Kulissen, hinter die Symbolik der Global-Players, der New World Order.

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  3. Was sind das nur für eigenartige Kommentare hier? Geheimtippfanatisten und New World Spam? :D

    Also ich teile deine Meinung, lieber Pete... der Film ist langweilig. Zumal meiner Meinung nach Carrey einfach nicht mehr als ernster Typ auftreten kann. In Kick-Ass 2 geht das ja noch - so eine semi-ernste mit manchmal witzig Rolle kann er schon bringen, aber nicht 100%. Das ist ein ähnliches Dilemma wie bei Arnie Schworznägga mit "Junior". Das geht einfach nich.^^

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    1. Oh Gott, wenn ich meine alten Post sehe wird mit fast übel xD
      Naja, aller Anfang ist schwer und unstrukturiert. Kick-Ass 2 guck ich mir lieber gar nicht erst an. Ich weiß auch nicht, wieso dieser Film eine Fortsetzung benötigte.

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