31.12.11

Film•Peteback: Happy New Year


Hallo Freunde der bis zum Rand gefüllten Sektgläser und Knallfroschanzünder!
Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und das neue kündigt sich schon an - von daher bin ich gewillt mal ein Peteback zum Thema rauszuhauen. :)

Heute gibt's zum Anlass

"Happy New Year" ist eine US-amerikanische Liebeskomödie aus dem Jahr 2011, in dem sich ein hohes Staraufgebot die Klinke in die Hand gibt.

Trailer

Fakten
Originaltitel: New Year's Eve
Deutscher Titel: Happy New Year
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: 118 Minuten
Regie: Garry Marshall
Drehbuch: Katherine Fugate
Produktion: u.a. Garry Marshall

Yippi! Silvester! Party! Neujahr!
Es ist der letzte Tag des Jahres für Randy (Ashton Kutcher), Harry (Robert De Niro), Laura (Katherine Heigl), Kate (Sarah Jessica Parker), Claire (Hilary Swank), Paul (Zac Efron) und Ingrid (Michelle Pfeiffer) und es soll die berauschendste Nacht des Jahres werden. 20 Liebesgeschichten verflechten sich vor dem Panorama der pulsierenden Metropole New York. Diesen einen Abend erlebt jeder auf seine ganz eigene Art, während die einsamen Herzen unter ihnen nach der großen Liebe suchen, schmieden die anderen Zukunftspläne, trennen sich oder geben einander eine zweite Chance. Dabei übersehen alle, dass das Ende des alten Jahres auch der Beginn eines neuen Jahres bedeutet, und damit auch gleichzeitig die Chance für einen Neuanfang bietet. Und welcher Ort wäre dazu besser geeignet als in der verheißungsvollen Millionenmetropole New York City?

Es ist ein beliebtes Rezept für einen kommerziell erfolgreichen Film: Man nehme ein bis zwei Hände voll prominenter Schauspieler, stelle sie durch Episoden in eine Verbindung zueinander, verpacke diese (Liebes-)Geschichten mit einer großen Gemeinsamkeit, beispielsweise einem besonderen Tag wie Silvester, garniere das Ganze mit einer Menge Kitsch, dazu ein wenig harmlosen Witz und werfe den fertigen Matschklumpen in die Kinos. Das hat auch schon beim Vorgängerfilm "Valentinstag" als Konzept herhalten müssen und man merkt auch das Schwächen geblieben, aber keine Stärken ausgebaut wurden. Im Fall von "Happy New Year" kostet das den Filmfreund, der sich vom Starensemble anlocken lässt oder sich einen angenehmen Kinoabend verspricht, zwei Stunden Lebenszeit, die er nie wieder zurückbekommt. Sicherlich wäre das Gesehene als Special einer Sex and the City-Folge im Fernsehen für die entsprechende Zielgruppe noch ganz akzeptabel, einen Platz auf der Leinwand hat die Ansammlung krampfhaft miteinander verbundener Geschichten, von denen eine schlechter und kitschiger ist, als die andere, jedoch nicht verdient.

Alle Charaktere sind platte Stereotypen, die von den eingefleischten Schauspielgrößen immerhin recht solide verkörpert werden, wobei es jedoch kaum viel Spielraum für auffällige Fehler gibt. Selbst Jon Bon Jovi kann irgendwie als verweichlichter Rockstar Jensen überzeugen, wobei dies für ihn sicherlich kaum schauspielerisches Talent erfordert. Es würde den Rahmen sprengen, die einzelnen Episoden auseinander zu nehmen, also sei kurz zusammengefasst, dass so gut wie alle an den Haaren herbeigezogen, unglaubwürdig und im Grunde auch uninteressant sind. Es gelingt so gut wie nie, den Zuschauer zu berühren oder mit treffenden Pointen zu punkten.

Die einzige Episode, die in dieser Hinsicht noch einigermaßen durchgeht, ist die mit Robert De Niro. Seine Figur, ein im Sterben liegender, einsamer Mann, der die Fehler seines Lebens bereut, ist zwar abgedroschen, aber immerhin ernst zu nehmen und tatsächlich kurzzeitig bewegend. Leider hat De Niro aber nur eine sehr kurzn Auftritt im Gegensatz zu den anderen Stars und die Tatsache, dass er sich praktisch so gut wie nicht bewegt, erfüllt auch nicht unbedingt die Erwartungen seiner Fans an seinen Auftritt im Film. Bis auf ganz wenige Momente (es beschränkt sich insgesamt auf etwa eine Minute) gibt es kaum Humor, der zündet. In Erinnerung bleiben bestenfalls zwei Sidekicks in Form eines Automechanikers, der in zwei Szenen einige durchaus witzige Sprüche zum Besten geben darf, und einen polnischen Techniker, der die stehengebliebene "Balldrop-Kugel" reparieren soll. Damit war es das dann auch schon mit Witz und Originalität. Lächeln kann man dann frühestens wieder bei den Outtakes. Scheinbar stand die Präsentation der vielen Promis weit vor der Absicht, eine funktionierende oder gar spannende Geschichte zu erzählen. Letzten Endes ist vor allem fraglich, wie sich so viele große Namen auf ein - offensichtlich schon vom Drehbuch an - schlechtes Projekt einlassen konnten.
Zeit für das Fazit...ohje.
Also der Film besticht wirklich nicht grade durch eine tolle Handlung und das ist auch schon alles was man dazu sagen kann. Es baut sich kein Feeling auf und man ist auch nicht wirklich an den Charakteren interessiert. Wer einen seichten Film ohne viel von Irgendetwas sehen möchte, der kann ihn sich gerne auf DVD ausleihen, aber bitte schaut den Film nicht im Kino. Da ist es ums Geld und die Zeit zu schade :-/


So und damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und empfehle mich aber nicht diesen Film.

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 Nun ein etwas in eigener Sache;
Ich wünsche allen, die das hier lesen, einen spaßigen und knalligen Silvesterabend, habt Spaß, zündet was an, macht was kaputt - es ist die letzte Chance dafür in diesem Jahr! :D
Außerdem bedanke ich mich bei allen Lesern für die netten Kommentare in meinem ersten Bloggerjahr, es macht einfach mehr und mehr Spaß. :)

Bis dahin - Einen schönen Abend und einen guten Rutsch und später ein frohes neues Jahr! 


Battleship Hurra! Part 2


Endlich ist der neue Trailer zum Si-Fi-Transformersklon "Battleship" da! :)
Das freut, freut, freut und freut mich sehr, denn ich erwarte etwas mehr Filmszenen schon seit dem ersten Trailer. Es werden nun auch die außerirdischen Invasoren gezeigt und vorallem ihre Technologie. 
Es erinnert doch schon sehr an das Zerstörungsdrama was die Transformersfilme pflegten, aber hey, das waren Kassenkracher und Battleship wird es sicher auch. :>

Hier der Trailer


Bis dahin - Tschödeldö


28.12.11

Film•Peteback: Funny Games U.S.


Hallo ihr Sandkrabben und herzlich willkommen zu einer neuen, spannenden Folge vom schillerden Peteback! ^_^ /

Heute hab' ich für euch
Funny Games U.S.

"Funny Games U.S." ist ein US-amerikanischer Psychothriller aus dem Jahre 2007, wobei der Regiesseur, Micheal Haneke, ein Remake seines eigenen Films aus dem Jahr 1997 produzierte.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Funny Games
Deutscher Titel: Funny Games U.S.
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2007
Länge: ca. 110 Minuten
Regie: Michael Haneke
Drehbuch: Michael Haneke
Produktion: u.a. Chris Coen, Naomi Watts


Irgendwo in Long Island:
Ein einsam gelegenes Häuschen auf dem Lande, daneben ein wunderschöner See, die nächsten Nachbarn wohnen weit entfernt, oder auf der anderen Seeseite. Genau der richtige Ort an dem die kleine, gestresste Familie ihre Ferien verbringen möchte. Während George (Tim Roth) mit seinem Sohn Georgie (Devon Gearhart) das Segelboot für die erste Fahrt fertig macht, bereitet seine Frau Ann (Naomi Watts) das Abendessen in der Küche vor, als plötzlich ein junger Mann namens Peter (Brady Corbet) vor der Tür steht. Er macht zunächst einen netten Eindruck und bittet Ann um ein paar Eier. Als er sie erhält, lässt er sie absichtlich fallen und bittet um weitere. Kurze Zeit später erscheint ein zweiter junger Mann namens Paul (Michael Pitt) an der Tür. Ann wird dies langsam unheimlich, doch keiner der beiden macht auch nur im entferntesten Anstalten wieder zu gehen. Zumal sie sich alle beide ÜBERAUS freundlich wirken, was fast schon gespielt wirkt. Als ihr Mann erscheint, kommt es zu einem kleinen Handgemenge, wobei George schwer verletzt wird und die Familie schließlich komplett in die Gewalt der beiden Jungen gerät. Die beiden Typen machen die Familie schließlich mit einem „Spiel“ bekannt: Wenn die Familie es schafft in 12 Stunden noch am Leben zu sein, verschwinden sie wieder und die Familie hat gewonnen. Das Spiel beginnt!

Egal, ob man jetzt das Original von 1997 oder diese Version bevorzugt, "Funny Games" ist ein extrem harter Film, der den Zuschauer sehr zum Nachdenken anregt und auch nachhaltig im Gedächtnis verankert bleibt. Bis auf die Darsteller hat sich ja auch gar nichts geändert, da es sich bei der Neuauflage um ein 1:1 Remake handelt. Das kommt nicht oft vor, dass so etwas gemacht wird. Dennoch ist klar, warum das gemacht wurde. Mehr Erfolg in der Welt, denn der Film ist deutlich amerikanisiert worden. Wenn ich ganz ehrlich bin, bevorzuge ich sogar die neue Version etwas, ohne, das ich aber genau begründen könnte, woran das liegt. Vielleicht an der offensiveren Sprechweise. Es zieht beim Zuschauer einfach besser wenn man hört "Lasst uns doch gehen, verdammt nochmal!!" anstatt von "Ja, hörts halt auf!!" - das österreichische Deutsch ist schon so ne Sache...

Ein  weiterer Hauptgrund könnte sein, dass hier wirklich die perfekten Darsteller für dieses bitterböse psychische Katz-und Mausspiel gefunden wurden. Naomi Watts, die sicher den bekanntesten Namen in diesem Film hat, spielt ihre Rolle hier nahezu brillant und auch Tim Roth als Ehemann steht ihr in nichts nach. Aber die absolute Krönung sind ganz eindeutig Michael Pitt und Brady Corbert, die in ihren Rollen als sadistische, perverse und eiskalte Psychopathen einfach grandios sind. Zwei junge Männer, die scheinbar die besten Manieren haben und aussehen, als wenn sie kein Wässerchen trüben könnten, wie der wahrgewordene Traum einer jeden Schwiegermutter. Und diese beiden "Musterknaben" entpuppen sich als wahnsinnige Soziopathen, die aber bei ihrem Handeln immer höflich und zuvorkommend wirken.

Während des Films entwickelt sich eine so dichte und extrem beklemmende Atmosphäre, das es einem teilweise eiskalt über den Rücken läuft. Das gesamte Geschehen wirkt auf der einen Seite sehr verstörend und abstoßend, übt aber andererseits eine ungeheure Faszination auf den Betrachter aus, der man sich einfach nicht entziehen kann. Der Zuschauer wird hier zum Voyeur und leidet mit den Betroffenen mit, phasenweise bekommt man gar ein schlechtes Gewissen, da man nicht in das Geschehen eingreift. Das dies natürlich nicht möglich ist, das steht hier außer Frage, aber allein die Tatsache, das einen dieses Gefühl überkommt, zeigt doch, wie sehr man in das Gesehene eintaucht und sich damit identifiziert. 

Gerade einige Sequenzen, die scheinbar unendlich in die Länge gezogen sind, wirken sehr quälend auf den Betrachter, der das Ganze am liebsten beenden möchte, aber nicht dazu in der Lage ist. Man könnte das auch als Sadismus in Reinkultur ansehen.
 
Und dann gibt es da noch den sehr bösen schwarzen Humor, der vor Sarkasmus nur so trieft. Zum einen kommt das gerade durch die grotesk wirkende Freundlichkeit der beiden Täter zum Ausdruck, die angesichts der vorherrschenden Situation wie Hohngelächter wirkt. Und dann ist da noch die berühmte Sequenz mit der Fernbedienung, jeder, der den Film kennt, weiß was ich meine. Näher möchte ich aber nicht darauf eingehen, um keine Spannung rauszunehmen.

Fazit. So kann man schlussendlich festhalten, das Funny Games ein wirklich sehr harter Film ist, bei dem sich die Härte aber durch die gegebene Situation im Kopf des Zuschauers abspielt, denn zu sehen gibt es hier keine größere Härte. Aber das, was sich im Kopf abspielt, ist sehr harter Tobak, das steht fest. Auf jeden Fall ein Film, den man als Fan von Psychofilmen gesehen haben muss. Aber auch Freunde von Schocker Filmen für zwischendurch werden auf ihre Kosten kommen. :)


Bis dahin - Tschödeldö


27.12.11

Es ist ein schöner Tag zum taggen! Episode 3


Heute gibt es mal wieder einen Tag, naja, also keinen richtigen Tag. Es ist einfach ein kleines Spiel in Foren oder auf Tumblr. Man bekommt ne Auflistung und muss dazu seine Emotionen oder was man darüber denkt, in Bild- oder gif.-Form darstellen. Mal gucken ob man das auch auf Blogs anwenden kann.
Passend dazu hab ich mir natürlich das Thema "Film und Games" ausgesucht und hab da ein paar nette Unterpunkte gefunden. Ist vielleicht nicht super sinnvoll, aber ich hab Langeweile und hatte einfach Lust drauf :)


Top 3 Horrorfilme

"Blair Witch Project" - Der macht mir immer noch extrem Sorgen beim gucken :D
"Insidious" - Hab mich schon lange nicht mehr bei einem Film so...beobachtet gefühlt
"Devil" - So viele falsche Schlussfolgerungen, er ist gruselig, rätselhaft und spannend bis zum Schluss :)


Top Ekelfilm

"Drag me to Hell" - Da wird mir heute noch übel...

Top Filmenttäuschung

"Dragonball Evolution" - Boah...echt mal...NEE!! ò_Ó

Witzigster Film

"Die Ritter der Kokosnuss" - Weil eine kalte Ente einfach auf dem Wasser schwimmt :'D

Langatmigster Film

"The Green Mile" - Weil er einfach nicht zu Ende gehen wollte...aber gut ist er

Beste Film-Reihe

"'Der Her der Ringe": die Trilogie uncut - Das beste um einen DVD-Tag zu machen :D Ich war ziemlich fertig danach...

Film der das Herz berührt :(

"5 Zentimeter pro Sekunde" - Weil einfach...*seufz* :(

Filme die du nicht leiden kannst

Filme mit Untertiteln im Allgemeinen, mal sind sie oke, aber ich kann das nicht auf die Dauer :-/
Wie soll man sich da ordentlich auf den Film konzentrieren??

Top 3 Filme die das Gehirn vergewaltigen

"Inception" - Also mal ehrlich, wenn man einmal nicht aufpasst, rafft man gar nichts mehr

"Momento" - Ich steig bei dem Film bis heute nicht so ganz durch :-/

"The Sixth Sense" -Weil man Ende einfach nur so da sitzt...



Deine Reaktion wenn dich jemand spoilert

Tjoar...

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Bestes Game 4 Life

"Final Fantasy 7" - Weil ich einfach ganze 200 Stunden schon davor gesessen habe, das muss ein Zeichen sein :)

Zuletzt gespielt?

"Sonic Generations" und erfolgreich abgeschlossen :>

Top Rage Game

Immernoch "Demon's Souls"...weil...ich könnte schon wieder...AARG!! >.<"


So und das war's auch schon wieder :D
Ich hatte meinen Spaß beim Bilder und gif.s suchen und beim in Erinnerungen schwelgen.
Also wenn ihr auch Lust habt, übernehmt den Tag doch, oder macht euch eure eigenen Unterpunkte. Das ist nämlich sehr variabel! :)

Bis dahin - Tschödeldö


26.12.11

24.12.11

Weihnachten und BRRRAAAINS! O_o


Irgendwie treibt es mich ja. Dieser Gruppenzwang einen Post über Weihnachten, für Weihnachten, mit Weihnachten, wegen Weihnachten oder aufgrund des weihnachtlichen Anlasses zu machen. Man reiht sich aber doch gerne in die Rige ein, man will ja auch nicht schief angeguckt werden.
Es ist grade Mittag und mir ist langweilig, komisch eigentlich wo doch Weihnachten immer so stressig sein soll, oder es bisher immer wahr. Kommt das mit dem Alter? Eigentlich ganz schön...

Ich bin nicht ganz sicher, wie ich diesen Post genau gestallten soll, denn die normalen Floskeln, dass man allen frohe Weihnachten wünscht wirkt doch irgendwo schon ein bisschen abgedroschen.
Aufgrund dessen, habe ich mir ein grausames, wenn nicht sogar apokalyptisches Weihnachtsfest vorgestellt, bei dem die Welt grade am heiligen Abend - dem Geburtstag von Jesus Christ himself, von Zombies überrannt wird. Da geht der Stress doch mal in eine ganz andere Richtung.
Unter den Tannenbäumen liegen dann längliche Pakete mit Schotflinten und Schwertern oder anderen, wehrhaften Waffen zur Verteidigung gegen die anrollenden Wiedergängerscharen.
Solch ein Gedanke find ich furchtbar ironisch und vorallem erheiternd, wobei ich mich dann frage, warum noch keiner ein Spiel oder Film zu dieser Thematik rausgebracht hat. Ich habe da wohl eine Marktlücke entdeckt.
Die "Apokalyptischen Feiertagsspiele" werde ich es nennen. Zu Ostern werden die Menschen dann von den grausamen Killerkaninchen à la "Die Ritter der Kokosnuss" angegriffen. Und zu Silvester fällt mir auch noch was ein. Eine atomare Fehlzündung und danach wieder Zombies? Mal sehen...

Fragt sich wie wehrhaft der Weihnachtsmann gegen die untoten Weihnachtsjuppies ist...


Nein mal ehrlich. Allen Leuten da draußen frohe Weihnachten und schöne Feiertage! ^_^ /


Bis dahin - Kling Glöckchen klingelingeling


22.12.11

Von Rage Games und einem dämonischen Spiel...


Also...nur um es mal vorweg zu sagen;
Ich bin ja kein cholerischer Mensch und bin auch wirklich nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, aber manchmal kommt man selbst als Mensch, der anscheinend die Mentalität eines Buddah hat, an seine Grenzen.

Doch bei Spielen ist es ja immer so eine Sache. Ich habe von mir immer behauptet, dass ich keiner dieser Rage Gamer bin, die sich jedes Mal aufregen, wenn etwas nicht klappt oder sie verlieren. Ich dacht ich komm damit klar. Aber anscheinend hab ich noch nie die wirklich harten Nüsse der Gameswelt versucht und mittlerweise weiß ich auch warum.
Ich hab mich ja bisher an gewissen Extremfällen wie I Wanna Be The Guy, den Mario Hacks und The Unfair Game versucht. Aber irgendwie hatte ich da mehr Spaß als Frust, wobei die Spiele ja alle auf dem "Trial and Error Prinzip" beruhen. Heißt man spielt, verliert, merkt sich was man falsch gemacht hat und wiederholt das ganze bis es funzt. Tolles Prinzip, funktioniert im Leben auch ganz bombig.

Heute habe ich zum ersten Mal "Demon's Souls" ausprobiert.

Es ist in erster Linie ein Third-Peron-Rollenspiel von "Bandai Namco" und der Spieleschmiede "Atlus", wem Atlus nichts sagst, der kennt vielleicht spiele Der "Persona"- oder "Shin Megami Tensei"-Reihe. Allesamt Japano-RPGs.

Was "Demon's Souls" so besonders macht ist der bockschwere Schwierigkeitsgrad, das "Trial and Error Prinzip" und die Spielmechanik. Der knackige Schwierigkeitsgrad hat mich dabei schon in der ersten Stunde an den Rand der Verzweiflung gebracht und das will was heißen. Die Feinde agieren klüger und gemeiner als in anderen Rollenspielen, zu mal man auch schon gegen Gegner kämpfen kann, die einem schon mit einem Wimpernschlag den Kopf abreißen können. Dunkle Gänge, Abgründe, Fallen, wackelige Brücken, es ist alles vertreten was einem die Körperkerntemperatur an den Rand des Wutausbruchs hochtreibt. Wenn man es allerdings genau bedenkt ist das Spiel zu keinem Zeitpunkt unfair, man stellt sich einfach nur zu dumm an. Und das ist vermutlich das, was einen am meisten aufregt. Man muss die Umgebung kennen, die Umgebung für sich nutzen und vorallem gerne hinterlisting sein. Unterwegs sammelt man die Seelen besiegter Feinde, womit man sich aufleveln kann, wenn man allerdings stirbt, bleiben die Seelen an dem Punkt wo man gestorben ist, man kann sie wieder einsammeln, wenn man aber ein zweites Mal stirbt sind sie futsch...alle....GRRRR!! >.<

Meinen größer Abfucker hab' ich mal in einem kleinen Schaubild zusammengefasst, ich hab da mal ein bisschen mit den Drachen gespielt. Vier Mal...vier Mal haben sie mich erwischt... >.>


Die Tragik meines Gamer Daseins...tzz

Wie steht ihr zu Wutausbrüchen beim Spielen und den Rage Games? Seid ihr da anfällig oder eher nicht so? Was ist das gemeinste, fieseste oder bösartigste Spiel das ihr je gespielt habt?




Bis dahin - Tschödeldö




20.12.11

Film•Peteback: 30 Minuten oder weniger


Grüßt euch Freunde der Sonne!

Heute geht es um
30 Minuten oder weniger

"30 Minuten oder weniger" ist eine US-amerikanische Komödie aus dem Jahe 2011. Regie führte hier Ruben Fleischer und setzt dabei mit Jesse Eisenberg in der Hauptrolle, genau wie in seinem Vorgängerfilm "Zombieland", nocheinmal auf dessen Charme.

Trailer

Fakten
Originaltitel: 30 Minutes Or Less
Deutscher Titel: 30 Minuten oder weniger
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: 83 Minuten
Regie: Ruben Fleischer
Drehbuch: Michael Diliberti, Matthew Sullivan
Produktion: u.a. Ben Stiller, Stuart Cornfeld


„30 Minuten oder weniger" ist der Werbespruch der Pizzeria, für die der Taugenichts Nick (Jesse Eisenberg) als Fahrer jobbt. Wenn er es nicht schafft, die bestellte Ware innerhalb einer halben Stunde aus der Küche zum Kunden zu chauffieren, geht das Essen aufs Haus. Und da kein Chef gerne etwas gratis vergibt, zählt jede Sekunde. Klar, dass Nick sich im Laufe der Zeit zu einem tollkühnen Fahrer gemausert hat. Bald wird er all seine Fähigkeiten auch dringend benötigen, wobei es um Leben und Tod gerht. (Dramatisch oder?) Der durchtriebene Tunichtgut Dwayne (Danny McBride) will seinen reichen, kratzbürsigen Vater (Fred Ward) umbringen lassen, kann sich aber keinen Killer leisten. Also versucht er den arglosen Pizzaboten zu zwingen, eine Bank auszurauben und steckt ihn in eine Weste voller Sprengstoff - sollte Nick nicht innerhalb von neun Stunden einen Batzen Geld auf den Tisch legen, fliegt er in die Luft. Dem Drangsalierten bleibt gar nichts anderes übrig, als sich auf Diebeszug zu begeben. Gemeinsam mit seinem ehemals besten Kumpel Chet (Aziz Ansari) begeht er seinen ersten Banküberfall. Das ist es im Großen und Ganzen.

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In kürzester Zeit hat sich Ruben Fleischers Zombie-Streifen "Zombieland" zum Kultfilm gemausert. Kein großes Wunder, denn das Verhältnis zwischen derben Humor und stimmigen Schockeffekten stimmt und das sympathische Star- und Newcomeraufgebot zeigt sich in guter Form. Seit dieser spaßig-lässigen Zombiejagd hat sich für zwei der Beteiligten einiges geändert: Jesse Eisenberg ist mit David Finchers "Social Network" in die erste Riege amerikanischer Jungstars aufgestiegen und für Ruben Fleischer war „Zombieland" die Visitenkarte. Drum sollte es als nächstes wohl eine Action-Komödie à la „30 Minuten oder weniger" auf dem Drehplan und auch Eisenberg ist wieder dabei. Ein wenig wirkt die erneute Zusammenarbeit der beiden Hollywood-Aufsteiger wie ein tiefes Luftholen vor der nächsten teuren Megaproduktion: In jeder Sekunde ist „30 Minuten oder weniger" anzumerken, dass er für alle Beteiligten nur eine Fingerübung war und sie sich einfach einen Spaß zwischendurch erlauben wollten. Diesem Schuss aus der Hüfte fehlt dabei allerdings einiges an der Lässigkeit von „Zombieland" und so ist er auch für den geneigten Fan und Zuschauer allenfalls eine Zwischenmahlzeit ohne besonderen Nährwert.

Bis die actionreiche Erpressungs- und Bankraub-Party endlich anfängt, ziehen erst einmal 20 fast komplett misslungene Minuten ins Feld. Wenn die Freundschaft zwischen Nick und Chet am Scheideweg zwischen spätjugendlichem Rumhängen und erster Karriereplanung auf die Probe gestellt wird, was aber nicht wirklich zünden kann, denn der Grund für den handfesten Streit ist mehr als an den Haaren herbeigezogen. Die gezwungen vulgären Dialoge sind oft zahn- und witzlos – wo „Zombieland" originell war, ist „30 Minuten oder weniger" schablonenhaft: Hier zeigt sich, dass sich ein Kult kaum am Reißbrett entwerfen lässt. Je länger der Film dauert, desto mehr ähnelt er jenen zahlreichen Kiffer-Filmen, bei denen der Rausch, die dem Genuss des grünen Elbenkrauts entspringt, nur für dessen Konsumenten wirklich komisch ist.

Den Darstellern kann man kaum die Schuld geben. Sie bekommen viel zu wenige Möglichkeiten, ihre Rollen auszugestalten. Jesse Eisenberg tut sein Bestes, sich von seiner Paraderolle als verschrobener Nerd mit Sozialphobie zu emanzipieren, doch so recht schien Fleischer dazu nichts einzufallen, außer ihm eine Freundin und Sex-Zoten ins Drehbuch zu schreiben. Wobei er auch ähnlich agiert wie in Zombieland, es könnte auch sein Leben vor der Zombieapokalypse sein. Aziz Ansari, bekannt aus "Wie das Leben so spielt" und der Kultserie "Scrubs" bleibt dabei komplett austauschbar, ihm wird nicht viel mehr erlaubt, als  nervtötende Variationen alter Inder-Klischees und den typischen Buddy zu spielen. Mehr als ein müdes Schmunzeln vermögen diese Albernheiten kaum auszulösen. Den Vogel schießt jedoch Danny McBride in der Rolle des schmierigen Strippenziehers Dwayne ab. Weit entfernt von seinen Glanzleistungen in der super Sitcom „Eastbound and Down" hat er hier nur krampfhaftes Rumgefluche zu bieten. Seine mit schmierigen Sexfantasien vollgestopften Auftritte sind in ihrer selbstzweckhaften Schlüpfrigkeit schnell langweilig und meist auch reichlich einfallslos und belanglos.

Auch mit den zahlreichen Actionszenen kann Fleischer das Ruder nur bedingt herumreißen. Die Inszenierung ist dafür einfach zu locker. Das ist natürlich auch der Spannung abträglich und wenn sich dann neben einem mexikanischen Killer auch noch Fred Ward als Dwaynes Vater ins Getümmel stürzt, dann wird selbst die Handlung unübersichtlich. Die Ereignisse überschlagen sich hektisch und der Showdown gerät entsprechend eher zu einem holprigen Rumgewusel als zu einem angemessenen Finale. So sorgt hauptsächlich der sich redlich mühende Jesse Eisenberg für ein wenig Zusammenhalt zwischen den mal mehr und öfter weniger lustigen Einzelheiten.Die Verfolgungsjagd nach dem Banküberfall und die Handhabung der beiden Jungs damit, ist allerdings wirklich sehenswert und gut gemacht, wobei auch kleine, aber belanglose 3D-Effekte zum Einsatz kommen.
Fazitzeit.
Die insgesamt leider nur überschaubar lustige Action-Komödie „30 Minuten oder weniger" ist so etwas wie die filmische Entsprechung zu einer 5-Minuten-Suppe: Beim schnellen Verzehr mag das Ganze noch munden, aber sehr rasch stellt sich neues Hungergefühl ein und oft auch ein fader Nachgeschmack. Auf DVD kann man sich den Film aber gerne Mal anschauen, wenn man ein treuer Fan von Jesse Eisenberg ist, oder genug Gras im Haus hat


Damit wieder viel Spaß beim anschauen und ich empfehle mich und auch halbwegs diesen Film!

Bis dahin - Tschödeldö


16.12.11

Zwischen Nostalgie und Zukunftsmusik - Treffen der blauen Generationen


Ist es nicht schön sich mal wieder beim Spielen zu entspannen. Ich kanns leider nicht.
Das liegt nicht unbedingt daran, dass ich immer so angespannt beim spielen bin, nein. Es ist mehr die Tatsache, dass ich mit "Sonic Generations" angefangen habe und dieses Spiel einem einfach keine Ruhe lässt. Wer den blauen Blitz Sonic nicht kennt, der hat gaming-technisch seit Jahren hinter dem Mond gelebt - oder spielt Call of Duty.

Sonic trifft in diesem Spiel auf sich selbst, nur einige Jahre jünger...oder so. Jedenfalls geben sich hier der klassische, pummelige Sonic und der schnittige, coole Sonic der Gegenwart die Klinke in die Hand. Das heißt nicht nur doppelte Geschwindigkeit, sondern auch doppelter Spielspaß, denn man kann nun mit zwei Sonics die Welten von Green Hill bis zu den Tempelruinen unsicher machen. Der Gegenwarts-Sonic sprintet dabei mit Highspeed durch 3D-Level und das mit monströser Geschwindigkeit. Der klassische Sonic bedient einer geringeren Geschwindigkeit und bewegt sich da eher in 2D Passagen, die natürlich mit 3D aufgepeppelt wurden. Das 2D-Gefühl bleibt aber immer vorhanden. :)

Leider ist die Geschichte etwas abgedroschen, es fängt schlicht damit an, dass Sonic Geburtstag hat und ein merkwürdiges, schwarzes Nebelmonster auftaucht, das anscheinend nocht die Zeit beeinflussen kann. Natürlich nimmt es Sonics Freunde von Tails bis zum Team Chaotix gefangen und es liegt alleine an den Sonics sie wieder zu befreien. Aber mein Gott, die Stories in den Sonic Spielen waren noch nie sehr originell und das wollen wir Sega auch nicht als großen Kritikpunkt vorhalten. Es geht weniger um die Story oder Charaktertiefe, sondern um das Spielgeschehen und das Geschwindigkeitsgefühl. Man hat in den letzten Jahren bei vielen Spielen der Reihe gesehen, was passiert wenn man Sonic in eine Story reinwirft die Zeit zum entwickeln braucht. Zumal ich "Sonic Heros" und "Sonic Adventure DX" eigentlich ganz spaßig fand. Steinigt mich nicht. Es funktioniert einfach nicht, weil Sonic kein vielschichtiger Charakter ist, er ist kein Storytyp. Es wurde immer gefordert, dass er zu seinen Wurzeln zurückkehren solle und Sega hat das nun endlich gemacht. Und sie haben es gut gemacht. :)

Natürlich hat es sich Sega nicht nehmen lassen wieder massenweise Achievments beizufügen um den Spieler bei Laune zu halten, doch ein Achievment fürs bestehen des Intro-Levels, na ich weiß ja nicht. Manchmal ist der Achievmentwahn doch echt zu viel. Sie sollten schon irgendwie sinnvoll sein und nicht einfach nebenbei eingefügt werden, das verkommt langsam nämlich zu einem lächerlichen Standard nur um die Spieldauer ein bisschen in die Länge zu ziehen, weil man ja immer alle haben möchte. Also bitte Sega...

Wer auch mal wieder Spaß mit dem blauen Igel haben möchte, der sollte bei "Sonic Generations" auf jeden Fall zugreifen!




Bis dahin - Tschödeldö




11.12.11

Film•Peteback: The Help

Hallo! Ich komme heute mal wieder mit einem Peteback für euch und das, wer würde es vermuten, zu einem aktuellen Film, der grade erst in die Kinos kam. :)

Heute gibt es
The Help

"The Help" ist eine US-amerikanisches Drama aus dem Jahr 2011 basierend auf dem gleichnamigen Roman von Kathryn Stockett. In dem Film geht es um die junge Euhenia Phelan (Emma Stone) und ihre Beziehung zu zwei afroamerikanischen Dienstmädchen während der 60er Jahre im Süden Amerikas.

Trailer

Fakten
Originaltitel: The Help
Deutscher Titel: The Help
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 145 Minuten
Regie: Tate Taylor
Drehbuch: Tate Taylor
Produktion: u.a. Chris Columbus, Brunson Green
Musik: Thomas Newman



Wir befinden und in den Südstaaten der 1960er Jahren, genau genommen in Jackson, Mississippi: Aibileen (Viola Davis) und Minny (Octavia Spencer) sind schwarze Dienstmädchen, die im Haushalt weißer Frauen arbeiten, was zu der Zeit oft die einzige Arbeit war die sie verrichten konnten. Neben kochen und putzen, übernehmen sie vor allem oft die Erziehung der Kinder ihrer Arbeitgeberinnen. In den Haushalten arbeiten sie nicht nur unterbezahlt, sondern auch unter nicht immer menschenwürdigen Umständen. Als schwarze Frauen bietet sich ihnen jedoch, wie gesagt, oft keine andere Alternative.
Die junge Eugenia Phelan (Emma Stone), die von Freunden gerne "Skeeter" genannt wird, ist selbst unter der liebevollen Erziehung eines schwarzen Dienstmädchens aufgewachsen. Gerade frisch von der Uni zurückgekehrt, fängt bei einer regionalen Zeitung als Kolumnistin für Haushaltstipps an. Durch verschiedene Ereignise in der Stadt und unter der regional agierenden Frauenrige, kann sie der Diskriminierung der schwarzen Dienstmädchen jedoch nicht mehr länger untätig entgegenblicken. Sie beschließt ihr schriftstellerisches Talent dazu zu nutzen, den schwarzen Frauen eine Stimme zu verleihen. Eugenia beschließt ein Buch über die Lebensschicksale schwarzer Frauen zu schreiben. Tatsächlich findet sie eine Abnehmerin für ihre Texte und überraschenderweise auch einige mutige Frauen, die bereit sind, ihre Lebensgeschichten zu erzählen…

Das Buch "The Help", was hier zu Lande unter dem Titel "Gute Geister" veröffentlicht wurde, war ein Bestseller und dieser Film steht dem Buch wohl in Nichts nach. Das erwartbare Gerangel um die Verfilmungsrechte blieb jedoch aus: Die hatte Stockett lange vor dem Erscheinen des Buchs bereits ihrem Jugendfreund, dem Regiesseur Tate Taylor zugesichert. Der bringt "The Help" nun mit Durchstarterin Emma Stone (*-*)  in der Hauptrolle auf die Leinwand.
Eigentlich ist es nicht ganz zutreffend, Emma Stone als Hauptdarstellerin zu bezeichnen. Denn eine zentrale Figur lässt sich in dem humorvollen Emanzipationsdrama nicht klar ausmachen. Vielmehr präsentiert Regisseur Tate Taylor, eigentlich Schauspieler und zuletzt in im Geheimtipp "Winter's Bone" zu sehen, ein halbes Dutzend aufregender Frauenzimmer, die er gleichberechtigt behandelt. So springt die Handlung gerne mal von einem zum anderen, bleibt aber durchgängig schlüssig und vorallem sehenswert. Keine Szene wirkt deplatziert oder überflüssig.
Gleichberechtigung ist überhaupt das Stichwort des Films, wie könnte es auch anders sein.
Davon ist nämlich im US-Staat Mississippi anno 1963 noch nicht viel zu sehen. Die Sklaverei wurde zwar offiziell abgeschafft, doch nun verfährt man halt auf einem etwas seriöserem Wege...

Dass ausnahmslos jeder von der College-Absolventin Skeeter erwartet, sie möge sich nun endlich einen Ehemann suchen und ihre schriftstellerischen Ambitionen aufgeben, erscheint da noch harmlos. Es wirkt grade zu wie ein bitteres Jugenddrama, was sich am Anfang abspielt, das sich die junge Skeeter endlich in die gesellschaftlichen Verhältnisse fügen solle, was vorallem ihrer Mutter sehr lieb wäre. Verstörender wirkt aus heutiger Sicht die  Bridge und Teekranzdebatte der gut situierten, jungen, weißen Damen. Nämlich die, ob die schwarzen Hausmädchen, die ihnen vom Kochen bis zur Kindererziehung alle häuslichen Pflichten abnehmen, im Haus die gleiche Toilette benutzen dürfen wie sie selbst.
Während ihre Jugendfreundin Hilly (Bryce Dallas Howard) eine Kampagne ins Leben ruft, um flächendenkend seperate Klohäuschen aufstellen zu lassen, schlägt sich Skeeter heimlich auf die Seite der Hausmädchen, angewidert vom Hass ihrer Jugendfreundin. Sie bittet Aibileen (Viola Davis), aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird und deren Kollegin Minny (Octavia Spencer) um ein ausführliches Interview - für ein Enthüllungsbuch über die schwarzen Hausmädchen im Süden.

Tate Taylor verzettelte sich allerdings im großen Stil, als er Kathryn Stocketts Bestseller zum Drehbuch umarbeitete - und das ist gut so. Denn die Entstehung von Skeeters Roman mag die Substanz sein, die die Handlung zusammenhält, doch es sind die vielen nebensächlichen Dinge, die dem Film seinen Charakter verleihen: etwa die perfekt getimeten, komischen Lästereien der Hausmädchen, oder Minnys deftige Machtdemonstration gegenüber ihrer ehemaligen Arbeitgeberin Hilly, sowie auch der Nebenhandlungsstang um Minnys neue Chefin Celia (Jessica Chastain), der zeigt, wie das Verhältnis von Hausherrin zu Haushälterin im Idealfall aussieht. Es ist eindeutig ein "schwarzer" Humor der in diesem Film die Hauptrolle spielt. Er lockert viele Situationen auf und macht die Handlung nicht ganz so dramatisch wie sie sein könnte, was gut ist. In dem Film wird man einer eine Emotion in die nächste geworfen, sei es Lachen, Bestürzung, Entsetzen, Trauer, Mitleid oder Freude. Jedes neue Emotionsfeuerwerk wird bis zum Schluss abgebrannt und man kann sich auf das nächste einstellen, dabei wechselt die Stimmung manchmal auch sehr plötzlich und fast schon subtil vom Schönen ins Dunkle.
Nie verliert Regiesseur Taylor daher das Bewusstsein dafür, dass die Thematik seines Films eine äußerst ernste und dramatische ist. Doch er verleiht dem Diskriminierungsdrama mit amüsanten Abschweifungen und lichtdurchfluteten Bildern eine Leichtfüßigkeit, auch die Kostüme der Damenschaft sind oft genug aufheiternd, mit bonbon rosa Kleidern und knalligen Farben, wie man sich halt dort präsentierte.

Auf der Synchronisationsseite hören wir die überzeugende Sandra Schwittau für Viola Davis,in der Rolle von Aibileen Clark, Anja Stadlober in ihrer Stammrolle als Sprecherin für Emma Stone, Manja Doering für Bryce Dallas Howard als Hilly.
Die Männer kommen in dem Film ja allgemein eher kurz, allerdings lassen sich auch hier markante Stimmen von Sebastian Schulz und dem bekannten Tommy Morgenstern erkennen.
Wo wir schonmal beim Ton sind, lässt sich der Film sowohl auf Deutsch alsauch in der Originalsprache gut anschauen und bietet in der englischen Version sogar etwas mehr Witz.
Fazit.
Für "The Help" sollte man sich auf ein Wechselbad der Gefühle einstellen. Der Film baut neben den Problemen der Hauptprotagonisten eine ganze Reihe von weiteren, tragischen Schicksalen auf, die eine ganze Gruppe von Menschen als diskriminierte Individuen dastehen lässt. Derweil ist es – ob dramatisch oder komisch – eine Wohltat Emma Stone bei ihrem Schauspiel zuzusehen. Regisseur Tate Taylor hat es geschafft, die richtigen Darsteller auf die richtige Handlung zu setzen und hat damit die Karriere der gerade einmal 23-jährigen Emma Stone in eine ganz neue Richtung gelenkt.
Wer was mit der Thematik anfangen kann, der sollte den Film auf jeden Fall genießen, für alle anderen wird das wohl eher kein Pflichtprogramm.


So und wieder einmal viel Spaß beim gucken und meine Empfehlung

Bis dahin - Tschödeldö


08.12.11

Film•Peteback: 8 Femmes

Seid gegrüßt Regenfreunde. Ja...es regnet, ich habe Schnupfen und hab' außerdem 2 Tage frei bekommen. Immerhin :)
Heute wandel ich wieder einmal auf alten Pfaden und präsentiere ein neues Filmmitglied für die Rubrik "Über den Teller gerannt". Freut euch! ^_^

Heute präsentiere ich
8 Femmes

"8 Femmes" ist eine französische Krimikomödie mit Zügen eines Dramas und Elementen aus Theater und Musical. Der Film stammt von 2002 und ist das Werk des Regisseurs Francois Ozon, der als Vorlage das gleichnamige Theaterstück von Robert Thomas nahm.

Trailer

Fakten
Originaltitel: 8 Femmes
Deutscher Titel: 8 Frauen
Originalsprache: Französisch
Erschienen: 2002
Länge: ca. 110 Minuten
Regie: Francois Ozon
Drehbuch: u.a. Francois Ozon, Robert Thomas
Musik: Krishna Levy


Wir schreiben das Jahr 1950, kurz vor Weihnachten. Suzon (Virginie Ledoyen), die bislang in England studierte, kehrt nach Hause, in einen kleinen verschneiten Ort irgendwo in Frankreich zurück. Ihre Mutter Gaby (Catherine Deneuve) hat sie vom Bahnhof abgeholt und führt sie ins abgelegene Haus der Familie. Dort wird Suzon mehr oder weniger euphorisch von ihrer Großmutter Mamy (Danielle Darrieux), ihrer jüngeren Schwester Catherine (Lidivine Sagnier), von der Köchin Madame Chanel (Firmine Richard) sowie von ihrer Tante Augustine (Isabelle Huppert) und dem neuen Hausmädchen Louise (Emmanuelle Béart) empfangen. Lediglich Suzons Vater Marcel (Dominique Lamure) – der einzige Mann im Haus – dessen Geschäfte in letzter Zeit schlecht liefen, lässt sich nicht blicken. Als Louise ihm sein Frühstück aufs Zimmer bringen will, entfährt ihr ein gellender Schrei, denn der vermeitlich schlafende Hausherr liegt auf dem Bauch tot in seinem Bett, mit einem Messer im Rücken. Wie klassisch :)
Aus Angst, der Mörder könne zurückkehren oder sogar noch im Haus sein, um eventuelle Spuren zu verwischen, schließt Catherine das Zimmer des Toten ab. Der Versuch, die Polizei zu rufen, scheitert, weil das Telefonkabel durchtrennt wurde. Auch das Auto springt nicht an. Daher sehen sich die Frauen gezwungen, selbst den Mörder zu finden oder zu enttarnen. Durch den vielen Schnee, der das Verlassen des Anwesens unmöglich macht, wird ihnen schnell klar, dass eine von ihnen den Mord begangen haben muss...

Der Film war ein Erfolg und das nicht nur in Frankreich. Kritiker und Publikum auf der 2002er Berlinale waren begeistert und schließlich drängte dieses feminine Filmwunder der "8 Femmes" alle Wettbewerber auf die Statistenplätze, sicherte sich den silbernen Bären. Wird bei so viel Hysterie der Begeisterung der klare Blick getrübt? Keineswegs. Für uns mag nur die nicht altern wollende Legende Catherine Deneuve ein wirklicher Begriff sein, in Frankreich allerdings - und das ist natürlich Erfolgskalkül - stehen alle acht Darstellerinnen im auf dem "Walk of Fame" der französischen Filmgeschichte. Und die Idee, sie alle sich vor einer theatergleichen Kulisse ausspielen zu lassen, ist so simpel wie einmalig in der Entfaltung.

Dass Ozon sich dabei vor allem eines klassischen Agatha Christie-Szenario bedient, klingt ja nach gar nicht so viel Phantasie. Und sicherlich, was dies betrifft, würde "8 Frauen" im Vergleich mit " Die fabelhafte Welt der Amélie" ausscheiden, allerdings lassen sich die Filme nicht einfach so in einen Topf werfen.. Geht es in "Die fabelhafte Welt der Amélie" um den schrillen Traum von der Liebe, so handeln "8 Frauen" von der ironischen Zerstörung derselben unter dem unerbittlichen Terror des Matriarchats. Das klingt nach sehr viel schwarzem Humor, natürlich. So ist es auch, und noch viel mehr. Nachdem der Tote entdeckt und der aufgesetzte Schrecken verflogen ist, heißt es Vorhang auf für die schwer originelle Biester-Revue, die alles hervorkehrt, nur keine Glaubwürdigkeit. Aber dass es darum Ozon nicht geht, steht umgehend fest.

Ozoms Synthese aus überzeichneten Krimikulissen, Diven- und Neurosenshow integriert sogar Musicalelemente, die dem Eindruck nach zuerst einmal aus der Form fallen. Ich hatte auch erstmal einen kleinen "Was geht denn jetzt"- Gesichtsausdruck aufgesetzt als plötzlich Rock'n Roll Musik ertönte und sich drei Schauspielerinen zu Gesang und einem improvisierten Tänzchen verführen ließen.
Die singenden Solo- und Duettnummern der Acht überrumpeln also schon und wirken erst  mehr oder weniger deplaziert. Jede Dame darf hier ihre Galavorstellung feiern und längst hat man sich auf Ozons freche Art, so das Geschehen aufzulockern eingelassen. Das hat es aber sogar nicht nötig, denn die acht scheinheiligen Diven haben es verschärft hinter den Ohren. Nach dem Theaterstück von Robert Thomas ist jeden von ihnen zwar typisiert und klischeehaft überzeichnet, aber zum einen ist das das leicht surrealistische Konzept des ganzen Filmes und zum anderen ist es sehr vergnüglich. Es ist schon eine Spaß, wie nach und nach mit gekünstelten Theatergehabe immer neue Masken und ganze Vorhänge fallen, wie hysterische Wogen mit homosexueller (oh ja :D) Stimmung verschmelzen.


Doch vor allem gelingt es "8 Femmes", dem inszenierten Befragungskrimi immer neue, absolut wahnwitzige Wendungen zu verleihen. Kaum glaubt der Zuschauer, dem einen, neu ersponnenen Wahrheitskonstrukt nun nachhängen zu dürfen, explodiert die nächste Überraschung in Form von Anschuldigungen und neuen Tatsachen. Dramatische und komische Elemente geben sich dabei in perfekter Balance die Klinke in die Hand. Das hat zudem noch bestechend viel Stil, aber das ist nur reines Beiwerk. Denn das Originellste liegt doch darin, dass der einzige zu sehende Mann nur mit Messer im Rücken eine Rolle spielt. Hätte ihn schon der Egoismus jeder Einzelnen geschafft, so ist das intrigante Achter-Weiber-Kollektiv mit seinen ständig wechselnden Masken eine wirklich schrille und sich wundervoll schließende Krimisatire. Die Waffen der Frau sind eben doch die fatalsten...

Der Film bietet jeden Fan von französischen Filmen etwas, aber auch Musical- und Krimifreunde  werden hier auf ihre Kosten kommen, wenn man sich nur drauf einlässt. Der Film ist sowohl in der Originalsprache mit Untertitel, wie auch in der deutschen Synchronisation zu genießen. Wer allerdings weder mit Krimi, noch mit einem überzeichneten Setting etwas anfangen kann, der wird mit diesem Film wohl nicht warm werden. Ein Experiment ist es auf jeden Fall wert!


Dann wünsche ich auch hier wieder Spaß beim angucken und empfehle mich wie gewohnt!

Bis dahin - Tschödeldöö.

06.12.11

Granate!

Es ist Winter liebe Freunde, ja Winter. Heute hat es zum ersten mal in diesem Dezember geschneit.
Okay ich will ehrlich sein, es war mehr Schneeregen, oder besser "Schneegen", wie ich es nenne. :D
Aber es kommt halt immer drauf an wie man die Dinge sieht.

Es geht wie gewohnt auf Weihnachten zu und dazu gibt es immer allerhand Leckereien, die einem den Winter versüßen. Doch bei mir sind es weniger Kekse und Konsorten, sondern mehr das Obst.
Ich bin ein großer Freund des Granatapfels. :)
Und der Winter ist die beste Zeit für die kleinen, roten Zeitgenossen und sie sind für mich auch das Highlight des Winters. Auch wenn sie manchmal echt sauer sind.

Es gibt nichts entspannenderes als die kleinen. mit Fruchtfleich ummantelten Kerne aus ihren Gehäuse zu klopfen und zu friemeln, um sie nachher per Löffel oder sonst wie zu verspeisen.
Was ist euere Highlightspeise im Winter?

Dazu kann man natürlich gute Musik hören. Im Moment hör ich am liebsten Deadmau5, weil ich den Synthesizer und Electro House echt entspannend finde. Das beste Beispiel dafür ist sein Welthit "Strobe".
Dazu war ich so frei auf Teufel komm raus ein kleines Bild zu schneidern. Habt Nachsicht wenn die Qualität nicht ganz so hoch ist.^^


Ich machs mir dann nochmal mit Granatäpfel gemütlich.

Bis dahin - Tschödeldö

02.12.11

Anime•Peteback: Arrietty - Die wundersame Welt der Borger

Heyo da bin ich schon wieder!
Just wurde ich gestern daran erinnert, dass es ja wieder einmal eine neue Filmperle des sagenumwobenen Studio Ghibli gibt. Die Chance lass ich mir natürlich nicht nehmen und werde gleich einmal darüber berichten. :)

Also hier haben wir
Arrietty - Die wundersame Welt der Borger

"Arrietty - Die wundersame Welt der Borger" ist ein Anime des Studio Ghibli aus dem Jahr 2010. Der Film basiert auf dem Roman "Die Borger" und greift dessen Figuren auf.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Karigurashi no Arietti
Deutscher Titel: Arrietty - Die wundersame Welt der Borger
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Hiromasa Yonebayashi
Drehbuch: Hayao Miyazaki
Produktion: Toshio Suzuki


In den Vororten von Tokio, versteckt unter dem Boden einer alten Villa, inmitten eines riesigen Gartens, lebt die winzig kleine Borgerin Arrietty mit ihrer Familie. Die Dinge, die sie zum Leben benötigen, borgen sie sich von den Menschen und dabei gilt es, so Manches zu beachten. Arrietty kennt die Regeln: geborgt wird nur, was benötigt wird und auch nur so wenig, dass die Bewohner des Hauses es nicht merken – und vor der Katze muss man sich in Acht nehmen. Am wichtigsten jedoch ist es, nicht von den Menschen gesehen zu werden, denn die dürfen nichts von Arrietty und ihresgleichen wissen. Denn sie sind nach ihrer Auffassung schon die letzten ihrer Art. Sollten sie entdeckt werden, müssten sie ihr Heim samt Hab und Gut für immer verlassen. Arrietty weiß all dies, und doch, als der Menschenjunge Sho ins Haus einzieht, spürt sie, dass alles anders werden wird. Und so beginnt eine verbotene Freundschaft zwischen dem aufgeweckten, neugierigen Mädchen und dem kranken, geschwächten Jungen und ein unvergessliches Abenteuer, das das Leben beider für immer verändern wird.

In ‚Arrietty‘ geht es für die Borger einmal mehr darum friedlich und vor allem unentdeckt in der Welt der Menschen zu leben. Als der kleine Junge Sho in das Haus seiner Großtante einzieht, wo er sich erholen soll, weil er bald aufgrund seines Herzfehlers operiert werden soll. Dort entdeckt er aber schon bei der Ankunft die kleine Arrietty. Diese lebt mit ihrem Vater Pod und ihrer Mutter Homily unter den Dielen des Hauses. Alle Gegenstände und die Nahrung die sie benötigen, „borgen“ sie sich von den Menschen, indem sie sich an deren Vorräten bedienen. Oberhalb der Dielen scheint alles überdimensional groß zu sein und es lauern viele Gefahren auf die kleinen Borger. Dass Sho Arrietty entdeckt hat, scheint für sie und ihre Eltern alles zu verändern. Sie müssen ihr Zuhause für immer verlassen, denn nun sind sie im Haus von Shos Großtante nicht mehr sicher.

Regisseur Yonebayashi setzt bei seiner Inszenierung nicht voraus, dass wir bereits mit dem Leben und Treiben der Borger vertraut sind. Er gewährt uns durch die Augen Arriettys einen unwissenden Einblick in die Welt der winzigen Menschen. Wir begleiten die vierzehn-jährige Arrietty bei ihrer ersten Borger-Tour. Hier wollen einige nötige Sachen borgen, darunter Taschentücher und auch Zucker, was unter den Borgern anscheinend schon eine Kostbarkeit ist. Eine lehrreiche Stunde für Arrietty, die von ihrem Vater beigebracht bekommt, welche Dinge man borgen darf – die, deren Verschwinden nicht auffällt – und welche nicht. Womit auch wir die kleine Einführung in die Welt und das Verhalten der Borger erfahren.
Fernab von der uns bekannten Menschenwelt, wirft der Film viel öfters einen Blick aus einer ganz anderen Perspektive auf das uns bekannte Umfeld. Es ist die einfallsreiche Interaktion zwischen den Borgern und menschengroßen Alltagsgegenständen, die einen Teil der interessanten Aspekte des Filmes ausmachen. So fließt für die Mini-Menschen das Wasser nicht aus den Hähnen, sondern die zähflüssig wirkenden Tropfen wirken weitaus träger als wir es wahrnehmen. Mit einem Blick auf die Tierwelt, erscheinen bei ‚Arrietty‘ sogar die Kellerasseln als süße Kreaturen mit denen man auch schonmal Ball speilen kann und die verniedlichten Grashüpfer und quietschenden Ameisen stehen ihnen in Nichts nach.
Diese Tiere, aber natürlich auch die Figuren des Filmes, bewegen sich durch eine detailreiche, hübsch bebilderte Pflanzenwelt, die farbenfroh für ein sommerliches Ambiente sorgt. Dabei erkennt man aber auf allzu stark einen Kontrast zwischen den Figuren und dem Hintergrund, was sie Figuren schon leicht trist wirken lässt. Hinzu kommt das Haus der Borger, welches sich unter den Dielen des Menschenhauses befindet, welches als gemütliches Heim einen einzigartigen Schauplatz bietet. Hier lebt Arrietty mit ihren Eltern, die sich fürsorglich um ihre Tochter kümmern. Das steht im kompletten Kontrast zum jungen Sho dessen geschieden sind und beide Elternteile viel auf Geschäftsreise sind und sich nur bedingt um ihren Sohn kümmern können. Desweiteren lebt Sho in reichen Verhältnissen aber dennoch arm an Fürsorge, bei Arrietty ist es hingegen anders. Da fragt man sich was mehr zählt...
Aber dieser Gegensatz bildet nicht die Hauptaussage hinter der Ghibli-Produktion. Wer sich mit bisherigen Werken des Zeichentrickstudios auseinandersetzt, wird wissen, dass ein Hauptaugenmerk immer auf der Gesellschaft und der Natur liegt – Hayao Miyazaki kreidet uns gerne den falschen Umgang mit der Natur an und kritisiert die bestehenden Gesellschaftsmodelle. Hier ist es die aussterbende Lebensform der Borger, die in den Fokus gerückt wird. Eine Kultur, die sich nicht den schnell verändernden Lebenssituationen anpassen kann und somit kurz vor der Ausrottung steht. Schwache Geschöpfe bleiben auf der Strecke, nur noch wenige Menschen, in diesem Fall Sho, kümmern sich um sie.

Dabei kommt bei "Arrietty – Die wundersame Welt der Borger" diese Nachricht aber erst gegen Ende wirklich zur Sprache, ansonsten wird uns ein unterhaltsames Werk präsentiert, welches für einen Studio Ghibli Film mit unnatürlich viel Gesang daherkommt, was aber nicht weiter störend ist. Die farbenfrohe Welt und die Verspieltheit Arriettys machen auch diese Ghibli-Produktion zu einem sehenswerten Film, der sich nicht unbedingt nur an das junge Publikum richtet. Im Vergleich zu seinem Vorgänger "Ponyo - Das große Abenteuer am Meer" wirkt Arrietty viel erwachsener und weniger kindlich, was vorallem durch den detailreichen Zeichenstil ausgedrückt wird. 

Ein kleiner Dämpfer bekommt der Film dadurch das es nicht sehr japanisch wirkt. Der Film könnte auch in den Vororten von London, Paris oder Berlin spielen, denn der Stil ist doch sehr westlich orientiert, was der Romanvorlage natürlich zuträglich ist. Denn fehlte mir da der gewisse Flair des japanischen.Ein weiteres Manko, ist ein beim Studio Ghibli schon bekanntes Problem. Nämlich das Figuren-Recycling. Man hat in viel Filmen einfach das Gefühl das man die Figuren schonmal gesehen hat, nicht undingt vom Charakter her, aber dafür vom Erscheinungsbild. Es fehlt einfach an Innovation und mehr Mut zu neuen Figuren.

Fazit.
Im Großen und Ganzen ist "Arrietty - Die wundersame Welt der Borge" aber ein klasse Animefilm der Ghibli-Schmiede geworden und wird Fans und auch Gelegenheitsguckern, ob jung oder älter viel Spaß beim anschauen bringen. Die Charaktere sind ghibli-typisch gut gezeichnet und die Story ist wie immer gut durchdacht und macht Spaß. :)


Also wünsch ich viel Spaß beim gucken und empfehle mich.

Bis dahin - Tschödeldö