31.12.11

Film•Peteback: Happy New Year


Hallo Freunde der bis zum Rand gefüllten Sektgläser und Knallfroschanzünder!
Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und das neue kündigt sich schon an - von daher bin ich gewillt mal ein Peteback zum Thema rauszuhauen. :)

Heute gibt's zum Anlass

"Happy New Year" ist eine US-amerikanische Liebeskomödie aus dem Jahr 2011, in dem sich ein hohes Staraufgebot die Klinke in die Hand gibt.

Trailer

Fakten
Originaltitel: New Year's Eve
Deutscher Titel: Happy New Year
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: 118 Minuten
Regie: Garry Marshall
Drehbuch: Katherine Fugate
Produktion: u.a. Garry Marshall

Yippi! Silvester! Party! Neujahr!
Es ist der letzte Tag des Jahres für Randy (Ashton Kutcher), Harry (Robert De Niro), Laura (Katherine Heigl), Kate (Sarah Jessica Parker), Claire (Hilary Swank), Paul (Zac Efron) und Ingrid (Michelle Pfeiffer) und es soll die berauschendste Nacht des Jahres werden. 20 Liebesgeschichten verflechten sich vor dem Panorama der pulsierenden Metropole New York. Diesen einen Abend erlebt jeder auf seine ganz eigene Art, während die einsamen Herzen unter ihnen nach der großen Liebe suchen, schmieden die anderen Zukunftspläne, trennen sich oder geben einander eine zweite Chance. Dabei übersehen alle, dass das Ende des alten Jahres auch der Beginn eines neuen Jahres bedeutet, und damit auch gleichzeitig die Chance für einen Neuanfang bietet. Und welcher Ort wäre dazu besser geeignet als in der verheißungsvollen Millionenmetropole New York City?

Es ist ein beliebtes Rezept für einen kommerziell erfolgreichen Film: Man nehme ein bis zwei Hände voll prominenter Schauspieler, stelle sie durch Episoden in eine Verbindung zueinander, verpacke diese (Liebes-)Geschichten mit einer großen Gemeinsamkeit, beispielsweise einem besonderen Tag wie Silvester, garniere das Ganze mit einer Menge Kitsch, dazu ein wenig harmlosen Witz und werfe den fertigen Matschklumpen in die Kinos. Das hat auch schon beim Vorgängerfilm "Valentinstag" als Konzept herhalten müssen und man merkt auch das Schwächen geblieben, aber keine Stärken ausgebaut wurden. Im Fall von "Happy New Year" kostet das den Filmfreund, der sich vom Starensemble anlocken lässt oder sich einen angenehmen Kinoabend verspricht, zwei Stunden Lebenszeit, die er nie wieder zurückbekommt. Sicherlich wäre das Gesehene als Special einer Sex and the City-Folge im Fernsehen für die entsprechende Zielgruppe noch ganz akzeptabel, einen Platz auf der Leinwand hat die Ansammlung krampfhaft miteinander verbundener Geschichten, von denen eine schlechter und kitschiger ist, als die andere, jedoch nicht verdient.

Alle Charaktere sind platte Stereotypen, die von den eingefleischten Schauspielgrößen immerhin recht solide verkörpert werden, wobei es jedoch kaum viel Spielraum für auffällige Fehler gibt. Selbst Jon Bon Jovi kann irgendwie als verweichlichter Rockstar Jensen überzeugen, wobei dies für ihn sicherlich kaum schauspielerisches Talent erfordert. Es würde den Rahmen sprengen, die einzelnen Episoden auseinander zu nehmen, also sei kurz zusammengefasst, dass so gut wie alle an den Haaren herbeigezogen, unglaubwürdig und im Grunde auch uninteressant sind. Es gelingt so gut wie nie, den Zuschauer zu berühren oder mit treffenden Pointen zu punkten.

Die einzige Episode, die in dieser Hinsicht noch einigermaßen durchgeht, ist die mit Robert De Niro. Seine Figur, ein im Sterben liegender, einsamer Mann, der die Fehler seines Lebens bereut, ist zwar abgedroschen, aber immerhin ernst zu nehmen und tatsächlich kurzzeitig bewegend. Leider hat De Niro aber nur eine sehr kurzn Auftritt im Gegensatz zu den anderen Stars und die Tatsache, dass er sich praktisch so gut wie nicht bewegt, erfüllt auch nicht unbedingt die Erwartungen seiner Fans an seinen Auftritt im Film. Bis auf ganz wenige Momente (es beschränkt sich insgesamt auf etwa eine Minute) gibt es kaum Humor, der zündet. In Erinnerung bleiben bestenfalls zwei Sidekicks in Form eines Automechanikers, der in zwei Szenen einige durchaus witzige Sprüche zum Besten geben darf, und einen polnischen Techniker, der die stehengebliebene "Balldrop-Kugel" reparieren soll. Damit war es das dann auch schon mit Witz und Originalität. Lächeln kann man dann frühestens wieder bei den Outtakes. Scheinbar stand die Präsentation der vielen Promis weit vor der Absicht, eine funktionierende oder gar spannende Geschichte zu erzählen. Letzten Endes ist vor allem fraglich, wie sich so viele große Namen auf ein - offensichtlich schon vom Drehbuch an - schlechtes Projekt einlassen konnten.
Zeit für das Fazit...ohje.
Also der Film besticht wirklich nicht grade durch eine tolle Handlung und das ist auch schon alles was man dazu sagen kann. Es baut sich kein Feeling auf und man ist auch nicht wirklich an den Charakteren interessiert. Wer einen seichten Film ohne viel von Irgendetwas sehen möchte, der kann ihn sich gerne auf DVD ausleihen, aber bitte schaut den Film nicht im Kino. Da ist es ums Geld und die Zeit zu schade :-/


So und damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und empfehle mich aber nicht diesen Film.

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 Nun ein etwas in eigener Sache;
Ich wünsche allen, die das hier lesen, einen spaßigen und knalligen Silvesterabend, habt Spaß, zündet was an, macht was kaputt - es ist die letzte Chance dafür in diesem Jahr! :D
Außerdem bedanke ich mich bei allen Lesern für die netten Kommentare in meinem ersten Bloggerjahr, es macht einfach mehr und mehr Spaß. :)

Bis dahin - Einen schönen Abend und einen guten Rutsch und später ein frohes neues Jahr! 


1 Kommentar:

  1. Ah ich war da im Kino und fand ihn eigentlich ganz okay :D...ich habe schon schlechteres gesehen. feier heute schön :>

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