01.12.11

Anime•Peteback: Tokyo Magnitude 8.0

Hello again und willkommen zum neuen Peteback. :)
Heute schweife ich mal wieder in die Animewelt ab, im Moment schau ich einfach viel zu wenig Spielfilme, ich weiß auch nicht woran es liegt. Nun denn...

Heute gibt es
Tokyo Magnitude 8.0

"Tokyo Magnitude 8.0" ist eine eine Staffel umfassende Animeserie unter der Regie von Masaki Tachibana aus dem Jahr 2009. In der Serie werden 2 Geschwister während eines Ausflugs in Tokyo durch ein Erdbeben der Stärke 8 überrascht und versuchen nun durch die zerstörte Stadt nach Hause zu kommen.

Hier wieder ein Trailer von FerusDoyle

Fakten
Originaltitel: Tōkyō Magunichūdo 8.0
Deutscher Titel: Tokyo Magnitude 8.0
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2009
Episoden: 11 
Episodenlänge: ca. 24 Minuten
Regie: Masaki Tachibana
Studio: BONES


Kaum haben für die Mittelschülerin Mirai Onozawa aus Tokio die Sommerferien begonnen, wird sie auch schon von ihren Eltern als Babysitter für ihren Bruder Yuuki missbraucht. Für sie bröselt das Familienleben ohnehin ganz schön, da sie an der Schwelle zum Erwachsenwerden steht und ihre Eltern sehr stark auf ihre Jobs konzentriert sind und daher nicht mehr so viel Zeit für die Familie übrig ist. So kommt es öfter mal zu Streitigkeiten der Eltern, was Mirai natürlich missfällt. Daher ist sie auch gar nicht begeistert davon, dass sie mit ihren Bruder die Roboterausstellung im "Staatsmuseum für neue Technologien und Innovationen" besuchen soll, die sich noch dazu auf der Insel Odaiba befindet. Während ihr Bruder beim Museumsbesuch von den vielen maschinellen Raffinessen begeistert ist und nicht genug davon bekommen kann, langweilt sich seine Schwester zu Tode. Als der Tag beinahe überstanden zu sein scheint und sich ihr Bruder vor Antritt der Heimreise in der Toilette des Einkaufszentrums gegenüber der Ausstellung befindet, wird Tokio plötzlich von einem heftigen Erdbeben erschüttert. Wenige Momente später bricht das Staatsmuseum in sich zusammen imd die Ereignissen überschlagen sich. Mirai eilt in die Trümmer des Gebäudes um ihren Bruder zu finden und trifft dabei auf fliehende und verletzte Menschen. Darunter auch eine junge Frau namens Mari Kusakabe, die sofort bereit ist das Mädchen auf ihrer Suche zu unterstützen. Nach einer schier endlosen Suche finden die beiden Mirais Bruder zum Glück unverletzt und können das marode Gebäude endlich verlassen. Nun gibt es für die drei nurnoch ein Ziel: Nach Hause kommen. Die drei schweißen sich zu einer Notgemeinschaft zusammen, wobei Mari die Rolle der fürsorglichen Ersatzmutter übernimmt, was Mirai anfänglich gar nicht passt...


Der Film umfasst viele Themen, von Zusammenhalt, über Vertrauen, bishin zum Erwachsen werden und Konfrotation mit dem Tod. Dem Zuschauer werden hier viele Schauplätze geboten die allerdings alle nicht sehr haltbar erscheinen. Man wird in 11 Episoden genau so gehetzt wie die Protagonisten selbst. Kaum glaubt man sich in Sicherheit, bricht schon das nächste Gebäude zusammen und der Terror des Erdbebens geht wieder von Vorne los. Nachbeben erschüttern die Stadt, marode Gebäude und Türme stürzen ein und aufgerissene Böden und infernoartige Brände machen Wege nach Hause unbegehbar. Dabei wird die Notgemeinschaft der drei immer wieder auf harte Proben gestellt. Angefangen vom anfänglichen Misstrauen von Mirai gegenüber von Mari.

Die Mittelschülerin ist von ihrer Mutter oft enttäuscht worden und hat somit das Vertrauen in Erwachsene verloren, die so und so nicht ihre Versprechen halten und unzuverlässig sind. Somit versucht sie die Katastrophe alleine zu händeln und so erwachsen wie möglich zu wirken, wobei sie immer wieder betont, dass sie ja kein Kind mehr sei. Dabei fährt sie ihren kindlichen Bruder immer wieder scharf an, obwohl dieser nur versucht die Situation mit positiven Denken besser zu machen. Erst als Mari dem Mädchen ihre familiäre Situation schildert finde Mirai das Vertrauen in sie und die drei versprechen sich nicht eher auseinander zu gehen bis die bieden Kinder sicher bei ihren Eltern sind und Mari Gewissheit hat, dass es ihrer Tochter und ihrer Mutter gut geht.

Die Situationen werden oft nur bedingt aufgelockert, wie z.B als die drei einen Park erreichen wo Versorgungsstationen aufgebaut wurden und die fliehenden Menschen medizinisch sowie auch mit Nahrung und Wasser versorgt werden. Oder als sie dem japanischen Katastrophen Einsatzkommando dabei zu sehen wie sie mit Baumaschinen und Robotern verletzte und gefangene Menschen aus Gebäudetrümmern befreien. Vorallem Yuuki ist daran durch seine Vorliebe für Roboter interessiert und findet auch schnell einen Jungen in Mirais Alter der diese Vorliebe teilt. Das sind aber nur wenige Momente in denen dem Zuschauer ein Pause gegönnt wird. Man wird überflutet von emotionalen Eindrücken. Darunter die Ungewissheit der Hauptfiguren über den Zustand ihrer Familienmitglieder. Bishin zu einer sehr traurigen und schockierenden Szene, als Mirai ihrem Bruder an ihrer Schule, die nun ein Versorgungslager ist, die Kapelle zeigen möchte. Mirai ist fasziniert von den Buntglasfenstern und dem schillernden Licht das durch sie fällt. Als sie die Tür zur Kapelle aufstößt bietet sich ein Bild des Schreckens. Dutzende Tote mit Leichentüchern und Decken bedeckt sind in der Kapelle aufgebart. Die Kapelle, der Ort der Mirai immer so viel Freude bereitet hat ist zu einer Leichenhalle geworden. Die Gesichter der Kinder und ihrer Begleiterin sprechen in diesem Moment bände...

Ein wirkliches Highlight des Animes ist das Intro. Es ist musikalisch sowie technisch ein echtes Glanzstück. Dabei werden verschiedene Konzept- und Bleistiftzeichnungen von Original- sowie auch Schauplätzen aus dem Anime gezeigt die wirklich sehr gut gemacht sind. Hier ein paar Beispiele:


Mein Eindruck von der Serie ist wirklich gut. Sie ist spannend, liefert genug Charaktertiefe und eine wirklich gute und vorallem gut durchdachte Geschichte. Es ist mal etwas anderes Menschen in einer realen Katastrophensituation zu sehen, die auch wirklich nur menschliche Hilfmittel haben. Es ist kein Actionfilm bietet aber dennoch genug Inhalt um mitzufiebern. Trotzdem hat mich eine Sache gestört und das ist weder die Synchronisation noch der Zeichenstil, wobei manchmal schon wirklich mittelmäßige Animationseffekte benutzt wurden.. Es ist die Tatsache das sie diese Serie nicht wie eine Serie anfühlt. Es wirklt mehr so als hätte man einen Film in 11 Episoden geschnitten, weil jede Folge sich irgendwie ein wenig abgehackt anfühlt. Als Film hätte sich diese Serie vermutlich um einiges besser gemacht. Das ist allerdings nur ein kleines Manko an dieser Anime Perle.


Damit komm ich mal zum Fazit.
Ich kann diesen Anime jedem Empfehlen der eine gut aufgebaute Story erwartet und interessante Charaktere. Der Anime bietet sowohl Spannungstechnisch als auch emotional viele schöne Momente.
Wer allerdings nichts mit Katastrophenfilmen anfangen, der wird sich mit der Serie nicht anfreunden können.

So dann wünsch ich viel Spaß beim Probegucken und empfehle mich!



Bis dahin - Tschödeldö




Kommentare:

  1. Ich finde es zwar Blasphemie, dass du uns den deutschen Trailer zugemutet hast, und nicht den original Japanischen.. aber dennoch, noch eine Serie die ich mir dank dir unbedingt anschauen will (:

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  2. Freut mich das ich da einen Tipp geben konnte. Dennoch muss ich betonen, dass es sich bei dem Trailer um einen Fan made Trailer handelt und ich ihn eigentlich sehr gut gut. Wenn nur um die Synchro geht, dann hast du vielleicht recht. Aber ich bemühe mich hier die deutschen Veröffentlichungen vorzustellen und auch mit deutschen Trailern^^

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  3. Eine der melancholischsten und traurigsten Serien der letzten Zeit.
    Mir hat besonders die tiefgreifende Beziehung zwischen Mirai und Yuuki gefallen. Die Darstellung des Erdbebens hat bis auf den Reaktorunfall sehr viele Parallelen zum 03.2011 aufgewiesen und der Überlebenskampf wurde ruhig und emotional nahegebracht. Ich habe der Serie damals sogar die perfekte Wertung gegeben, da ich bis auf gewisse vorhersehbare Momente keine besonders negativen Inhalte feststellen konnte. Schade, dass solche ruhigen Produktionen immer seltener werden.

    Ein schöner Blog, ich werde ihn auf meiner Seite verlinken. Weiter so.

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    1. Ich kann dir da nur Recht geben. Dieser Anime ist ein muss für jeden Fan und hat auch dazu noch nen Wiederansehwert. Die vorhersehbaren Momente haben mich nicht soooo großartig gestört, aber sie fielen schon auf. Halt das sich die Katastrophe immer steigern muss. Erst der Einsturz der Brücke, dann der Einsturz des Tokyo Tower. Es wirkte ein wenig zu Actiongesteuert und überall waren die Hauptpersonen hautnah dabei.

      Freut mich das dir mein Blog gefällt, vielen Dank. :)

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