31.01.12

[52 Games] ! Oder auch, weil mein Blog irgendwie in alle Richtungen geht.


Grüßt euch!
Wie man vielleicht schon am Titel erkennen kann, bin ich mal wieder voller Tatendrang und habe mich, leider einen Tag zu spät, für das Projekt "52 Games" eingetragen. Das ganze wurde auf Zockwork Orange gestartet und trifft natrürlich genau meinen Geschmack, wobei ich allerdings auch bei "52 Filme" mitmachen würde, aber ich schwafel ja sowieso schon genug über Filme, von daher hab ich jede Woche sowieso so etwas wie 52 Filme auf Lager. ;)

Das Prokjekt läuft in gleicher Weise ab wie "52 Songs" und auch "52 Filme". Jedenfalls werde ich euch nun und auch die Community um das Projekt, jeden Montag mit einem Spiel zum ausgelosten Thema beglücken. Na wenn das nichts ist. Aufmerksam wurde ich übrigens, nicht durch Zockwork Orange, sondern durch das Hauptquatier. So kanns kommen. Manchmal frag ich mich schon, was ich mir eigentlich für einen Grundgedanken für diesen Block zurecht gelegt hatte, aber man entwickelt sich ja irgendwie. :)

Und ohne große Umschweife werde ich auch schon das erste Thema in Angriff nehmen! *haija!*

#1 - Neubeginn
 - Demon's Souls (PS3) -


Ich habe es in einem Kurzbeitrag über Rage Games schon einmal vorgestellt und irgendwie passt es für mich ganz gut zu dem ersten Thema. Angesichts des knackigen Schwierigkeitsgrades war ich von Anfang an etwas angefressen, warum mein so souveränes Auftreten in Videospielen, von einem einzigen Vertreter dieses Gattung zunichte gemacht wird.
Das Spiel ist bockschwer und schenkt einem Nichts und verzeiht einem auch nichts. Ich hab mich bis zu zehn mal dabei erwischt, wie ich das Spiel verlassen habe, um eine neue Story anzufangen. Mit einem anderen Charakter, mit einer anderen Klasse, einfach in der Hoffnung, dass ich mir irgendwie einen Vorteil verschaffen könnte, um die Dämonen der Finsternis und was dort noch alles so lauert in die Knie zu zwingen. So hieß es immer wieder neu anfangen, ausprobieren, mit dem Charakter und der Klasse anfreunden und dann feststellen, dass man wie eh und jeh auf's Maul bekommt. Ich weiß nicht ob es Sinn der Sache war so an das Spiel heranzugehen, aber irgendwie stellte sich bei mir nie das Gefühl einer gewissen Überlegenheit mit einem Charakter ein. Bis ich dann schließlich die für mich passende Klasse ausgefuchst habe. Doch bis dato habe ich den Introbildschirm viel zu oft gesehen! :D

Und dann...als alles ganz wunderbar war. Kam der Nachfolger "Dark Souls" und da ging es auch nochmal wieder von Vorne los... Man kommt aus der Sache einfach nicht raus.



Bis dahin - Tschödeldö


30.01.12

Film•Peteback: Liebe mich, wenn du dich traust

Lang, lang ist her da gab es mal wieder einen Beitrag zu einem Film. Aber heute geht es wieder mal los! Ich schau in letzter Zeit einfach zu wenig, oder habe zu wenig Ideen. Vermutlich liegt es irgendwie an beidem. Nun kein langes Geschwafel und los gehts mit - 

Liebe mich, wenn du dich traust

"Liebe mich, wenn du dich traust" ist eine franzözische Liebeskomödie und gleichzeitig war es das Regie-Debüt von Yann Samuell aus dem Jahr 2003. Die Geschichte dreht sich um einen Jungen und ein Mädchen, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen und ein Leben lang ein Spiel spielen.

Trailer

Fakten
Originaltitel:Jeux d'enfants
Deutscher Titel: Liebe mich, wenn du dich traust
Originalsprache: Französich
Erschienen: 2003
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Yann Samuell
Drehbuch: Yann Samuell, Jacky Cukier
Produktion: Christopher Rossignon
Musik: Philippe Rombi


Zwei 8-jährige Kinder in einer belgischen Stad. Fängt schon gut an:
Julien Janvier (Gaillaume Canet) lebt im gehobenen grünen Villenviertel, Sophie Kowalski (Marion Cotillard) in der schäbigen Betonsiedlung. Obwohl sie aus so unterschiedlichen Verhältnissen kommen, freunden sich die beiden an. Sie schließen ein Bündnis, dass ein Leben lang halten wird und auf einem Kinderspiel begründet ist. Julien schenkt Sophie eine Spieldose, die als Pfand für zahlreiche Mutproben zwischen den beiden hin- und herwandert. "Top oder Flop" ist die jeweils entscheidende Frage. Wer von beiden geht weiter, wer traut sich mehr? Die Spieldose hat er einst von seiner krebskranken Mutter bekommen und ist für ihn wie ein Schatz. Den Schatz hat er nun mit Sophie geteilt. Die Jahre vergehen, Sophie und Julien sind erwachsen geworden und aus Freundschaft wird Liebe. Doch das einzugestehen trauen sie sich beide nicht. Und so spielen Sophie und Julien ihre Kinderspiele weiter, die immer extremer und existentieller werden. Nach zehn Jahren, in denen sie sich nicht gesehen haben, kommt es zur alles entscheidenden "Top oder Flop" Frage... geht das Spiel weiter oder ist die Liebe am Ende doch stärker.

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Regisseur Yann Samuell ist mit seinem ersten Kinofilm direkt ein kleines Meisterstück gelungen, welches aus der Masse hervorsticht. "Liebe mich, wenn du dich traust" ist eine nahezu perfekte Mischung aus Komödie, Drama, Romanze und Tragödie, dazu noch gepaart mit einer gehörigen Portion bitterbösem, schwarzem und auch kindischem Humor. Dieser Film hat eine recht originelle und solide Geschichte zu erzählen, ist unter anderem durch die mehr als überzeugenden Darsteller sehr mitreißend geworden und hat obendrein auch irgendwie eine Seele. Es ist eine wahre Wohltat zwischen den ganzen Special-Effect-Beladenen und meist nicht wirklich überzeugenden Blockbustern, denn wollen wir doch mal ehrlich sein, wenn es um Liebesgeschichte mit einem gewissen Flair und ner ordentlichen Portion Ideenreichtum geht, da hat Frankreich in dem Bereich einfach die Nase vorne, im Gegensatz zu dem Hollywood-Kram.

Anfänglich erinnert der Film durch seinen liebenswerten Erzählstil, der mit skurrilen Ideen und grotesken Kamerafahrten gespickt ist, stark an „Die fabelhafte Welt der Amelie“. (Ein Kracherfilm auf jeden Fall. Wer ihn noch nicht gesehen hat. Gucken!) Doch je erwachsener die beiden Protagonisten werden und je mehr sich bei den beiden eine richtige Liebe zueinander entwickelt, desto mehr ändert sich der Stil des Films. Dieser Wechsel vom Kind zum Erwachsenen zeigt der Regisseur durch einen Wandel von einer eher liebeswerten Erzählweise zur kälteren und nüchterneren Stimmung in den Bildern und der Erzählart.
 

Der Film wird immer frecher mit zum Teil wirklich schwarzen Humor. Das ist eine konsequente und kontinuierliche Entwicklung sowohl im Filmstil als auch in der Handlung und der charakterlichen Entwicklung der beiden Protagonisten. Beide haben sich bei ihrem Spiel nie um die Meinung von anderen geschert und auch nicht darum, ob sie die Gefühle von anderen Leuten verletzen. Auch haben sie in der Kindheit von ihrer Umwelt nie besonders viel liebenswerte Gefühle (außer Julien von seiner Mutter) erfahren und haben sich somit ihre eigene kleinen Welt aufgebaut und in ihr gelebt. Diese können sie aber in der Realität der Erwachsenenwelt nicht mehr aufrechterhalten. So sind beide und ganz besonders Julien, sehr egozentrisch geworden und nicht in der Lage, ihre wahren Gefühle füreinander auszudrücken. Die nicht gezeigte Zuneigung mündet schließlich in eine fanatische Abhängigkeit, in der beide nur noch verletzend zueinander sind. Ob das bis zum Ende so bleibt, wird hier nicht verraten! 

Einigen Zuschauern wird der Film auf Grund seiner vielen miteinander verwobenen Genre- und Stilrichtungen letztendlich zu unentschlossen vorkommen. Ich finde diese Mischung die Yann Samuell dort gezaubert hat, wo er ja auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, einfach genial und mit viel Elan umgesetzt. Außerdem schafft er es, die Charakterentwicklung von Julien und Sophie glaubhaft darzustellen und immer fortzusezten. Was den Film aber vor allem auszeichnet, sind die überraschenden Ideen und Wendungen in der Handlung, mit denen man wirklich nicht rechnet. Samuell bleibt seiner originellen Linie in der Machart auch Gott sei Dank den gesamten Film über treu, denn selbst das Ende ist nicht wirklich so, wie man es bei einer normalen Romantik-Komödie erwarten würde, sondern lässt Freiraum für Spekulationen. Das ist bestimmt nicht für jeden Zuschauer befriedigend, aber mit Sicherheit sehr konsequent und äußerst originell. Übrigens ist der Soundtrack des Films genauso pfiffig wie Handlung und Erzählstruktur: Das wunderbare Lied "La Vie en Rose" kommt in zahlreichen Versionen im Film vor und gibt somit nebenbei noch ein Indiz für den Zeitverlauf von den achtjährigen bis zu den erwachsenen Protagonisten.


Fazit mal eben.
"Liebe mich, wenn du dich traust" ist ein origineller und sehr ungewöhnlicher Film geworden. Die Mischung von liebenswerter Erzählung, Liebesdrama und bitterböser Komödie, erinnert in der ersten Hälfte stark an die Liebesgeschichte um Amelie und glänzt durch den Erzählstil und die überraschenden Einfälle. Der Film ist Freunden von ungewöhnlichen Storys und gut gemachten Filmen, die eine Seele haben, auf jeden Fall zu empfehlen. Ich bin nicht sicher, ob ich diesen Film in meine Kategorie "Über den Teller gerannt" einordnen darf. Gebt mir ein Feedback dazu, wenn ihr ihn gesehen habt oder schon kennt! :)





So nun auch hier viel Spaß beim anschauen und meine Empfehlung dazu!
Bis dahin - Tschödeldö








26.01.12

Es ist ein schöner Tag zum tagge! Episode 6 - Fragen über Fragen und einer wird's dir sagen


*Mir nem Stock aus dem  Haar zieh*
Da passt man mal nicht auf und wir schon wieder mit einem Stock beworfen, nachdem ich mir gestern schon den geworfenen Stock von Judith aus dem Ohr gefriemelt habe. Heute geht es dabei mal nicht ums Thema "Film", sonder eher um Fragen die einen selbst betreffen und etwas über den Beworfenen preisgeben. Und diese Fragen wurden sogar individuell von der guten Raine erdacht. :)


1. Was würdest du niemals essen?
Hm das ist schwierig. Ich esse sehr gerne und bin immer gerne bereit neues zu probieren, egal wie merkwürdig und außergewöhnlich es ist. Es ist einfach die Neugier wie das Essen anderer Kulturen schmeckt oder wie bestimmte Tiere oder Pflanzen gekocht, gebraten oder sonst wie schmecken.
Was ich aber vermutlich nie essen würde, wären Delfine oder Wale, jedenfalls bewusst nicht, denn man weiß ja nie was beim Tunfischfang so in die Netze geht. Und allgemein keine Tiere die ich als Haustiere klassifiziere. Oh oh oh...ich bin ein Fleischliebhaber^^

2. Auf welchen deiner Sinne könntest du am ehesten verzichten?
Auch ne schwere Frage. Da könnte man nach dem Ausschlussprinzip arbeiten. Also sehen ist schonmal schlecht, weil ich gerne zeichne und Filme gucke und lese. Hören brauche ich auch, weil ich Musik liebe und vermutlich wie eine Blume eingehen würde, wenn ich keine Musik hören kann. Schmecken muss ich auch können, weil ich ja bekanntlich gerne esse und das wäre ohne Geschmack nur halb so toll. Riechen muss ich auch können um richtig schmecken zu können. Fühlen...darauf könnte ich vielleicht verzichten. Nie mehr Schmerz sprüren ist schon ne feine Sache, allerdings würde man dann auch keine Berührungen mehr spüren...Irgendwie hat ja alles seinen Haken.

3. Hast du ein Vorbild und wenn ja, wer?
Ein Vorbild habe ich eigentlich nicht. Jemandem nacheifern war noch nie etwas, was ich gern gemacht habe. Und bisher bin ich immer gut mit dieser Einstellunge gefahren. Wenn es allerdings darum geht, ob es Personen gibt die mich geprägt haben und auch prägen, dann müsste ich da schon ein paar Leute aus meinem Umfeld aufzählen.

4. Glaubst du an außerirdisches Leben
Ja aber hallo! Kennt ihr nicht Alf? Nein Spaß. :D
Und wer das nicht tut ist ein Ignorant. Man kann doch nicht wirklich davon ausgehen, dass wir Menschen die einzige Lebensform im ganzen Universum sind. Selbst die Bakterien aus denen sich alles Leben entwickelt haben soll, sollen mit Meteoriten auf die rohe, unbelebte Erde gekommen sein. Irgendwo her müssen sie doch gekommen sein. Außerdem haben wir Menschen dann weiterhin eine Sache wonach wir forschen und streben können, um vielleicht eines Tages Kontakt aufzunehmen. Ich glaube daran :)

5. Utopie oder Dystopie?
Och...eigentlich finde ich Utopie schon ganz schön, aber auch irgendwann ein bisschen langweilig. Kann ich nicht ein bisschen von beidem haben? Und ein bisschen Karamellsoße darauf, bitte?

6. Was ist die Startseite deines Browsers?
Meine Startseite ist seit neustem Youtube. Bis vor einer Woche war es aber immer noch oldschool'isch das gute, alte Google.

7. Der Held bzw. die Heldin welches Computerspiels wärst du gerne?
Es gibt so viele gute Spiele und genau so viele Helden dessen Platz ich gerne einnehmen würde. Zu allererst fällt mir da Crash aus Crash Bandicoot ein. Einfach mal abgedrehte Abenteuer erleben und Äpfel einsammeln. Außerdem würde ich gerne an Sonics Stelle durch Landschaften rasen und als Nathan Drake aus Uncharted geheime Schätze entdecken wollen. Es gibt so vieles was man machen möchte.

8. Wenn du von jetzt auf gleich etwas lernen könntest, was wäre das?
Och ich will bescheiden sein. Klavier spielen wäre schon was schönes, oder endlich mal richtig Okarina spielen. Obwohl Tieftauchen auch ne witzige Fähigkeit wärem. :D

9. Magst du Trash-TV?
Ehrlich gesagt habe ich nicht viel für Trash-TV übrig. Schon gar nicht wenn es dabei um die zur Schaustellung von Menschen geht à la RTL. Dennoch erwische ich mich selbst immer gerne, wie ich Galileo auf Pro7 gucke...Asche auf mein Haupt.

10. Ein Leben ohne Handy, TV und Computer: Noch für dich vorstellbar?
Also ohne Handy käme ich gut aus, denn ich telefoniere eher selten und schicke eher selten SMS das für mich ein 20 Euro Guthaben um die 2-3 Monate reicht. TV, da müsste ich schon mehr überlegen, aber darauf könnt ich auch verzichten, ich habe ja meine Filmsammlung :D
Allerdings könnte ich auf meinen PC schon gar nicht verzichten, denn dann müsste ich auch das Bloggen aufgeben und das fände ich nicht ganz so prickelnd.

11. Stelle dir vor, die Menschheit würde aussterben. Welches Lebewesen würde ihm als dominante Lebensform folgen.
Oh es wird die Zeit kommen, wo sich die Enten erheben werden aus den Teichen und Tümpeln der Zivilisationen! Wir haben sie in Teiche, Flüsse und Seen verbannt, auf ewig dazu verdammt unser altes Brot zu fressen und auf dem Grund nach Futter zu suchen, nur um uns zu erfreuen und damit wir doofe Kinderlieder über sie schreiben können. Sie werden die Städte niederstampfen die wir errichteten, die Dämme sprengen die wir bauten und die Mauern einreißen die wir hochzogen. Es wird nur Enten geben und was zählt ist das Entesein. Es wird keinen Hass geben, keine Unterschiede und keine Kriege. Enten leben friedlich miteinandern. Sie werden Städte auf allen Seen und Flüssen dieser Welt bauen, auf Stelzen stehend mit kleinen Häusern. Enten werden ihr Leben leben und sonst nichts. Außer das jede Ente einmal in der Woche in der Entenstadt Bäckerei helfen muss, damit Brot gebacken werden kann. Die enten werden frischen statt altem Brot essen und mit frischen Pflanzen aus den Seen und den Flüssen. Die Natur wird sich wieder erholen und so werden die Enten als die einzig wahre dominante Lebensform diesen Planeten Bevölkern, nur dezimiert durch ihre Fressfeinde. Doch auch dagegen werden die Enten ein Mittel finden.

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Mit diesem epischen Schlusswort beende ich das Fragenlotto. Es hat wirklich Spaß gemacht und vielleicht habe ich mich gegen Ende ein bisschen in etwas hineingesteigert. :D

Aber ich muss mir nun noch 11 eigene Fragen ausdenken. 
Dann wollen wir mal:

  1. Welches eigentlich wild lebende Tiere, würde für dich ein gutes Haustier abgeben?
  2. Glaubst du an Geister und paranormale Phänomene?
  3. Was ist deine liebste Geschichte oder dein liebstes Buch aus deiner Kindheit?
  4. Angenommen du würdest eine wirklich große Menge Geld gewinnen, würdest du dein Leben normal weiter führen, oder einen extravaganten und ausschweifenden Lebenstil annehmen?
  5. Wenn du die Möglichkeit hättest, dich mit einer Person deiner Wahl nachts in einer Stadt zu treffen und verschiedene Dinge zu unternehmen, welche Person würdest du treffen wollen und was würdet ihr unternehmen?
  6. Musstest du deiner größten Angst schon einmal ins Auge blicken?
  7. Magst du schwarzen Humor?
  8. Angenommen alle Planeten unseres Sonnensystems wären schon bevölkert. Auf welchen würdest du leben?
  9. Welcher Musiker, welche Gruppe, welche Band, etc. verkörpert wirklich für dich das Schlagwort "ehrlich"?
  10. Wieso hat man geblaubt, dass ein Bär ein gutes Maskottchen für eine Milchmarke wäre? Stichwort "Bärenmarke Bär".
  11. Was bedeutig für dich der Begriff "Nerd"?


Dazu hier noch einmal die Regeln für das Spiel:

1. Verlinke die Person, die dich getaggt hat.
2. Beantworte die Fragen die dir gestellt worden sind.
3. Tagge anschließend 11 weitere Leute.
4. Gib den Leuten Bescheid die getaggt wurden.
5. Stelle 11 Fragen an die, die getaggt wurden.

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Zu guter Letzt muss ich noch den Stock nun in gleich große Teile brechen und zu anderen Bloggern schleudern. Da sind meine Möglichkeiten etwas begrenzt, deswegen werf ich den Stock in Richtung von Abandoned Obscure, Nerdshades, Sailor Strawberry, Judith und einen anderen Blog den zu nennen mir ein Versprechen verbietet. Nun wenn die Leutz dazu Lust haben, dann los los los! Sonst kann jeder zum Stock greifen der möchte. Wenn nicht dann behaltet es für euch. ;)


Bis dahin - Tschödeldö


24.01.12

Es ist ein schöner Tag zum taggen! Episode 5 - Guilty Pleasures


Es ist mal wieder ein wunderbarer Tag zum taggen. Okay, ehrlich gesagt wurde ich mit einem Stock beworfen von der Judith und ihrem froteeschlafanzuglosem Leben. Jedenfalls steht auf dem Stock "Guilty Pleasures" mit der Randnotiz "Filme". Hierbei geht es anscheinend um Filmvorlieben, weswegen man in der Öffentlichkeit eigentlich gesteinigt wird. Dabei frag ich mir nur woran es eigentlich gemessen wird, denn als Animeliebhaber wird man ja schon schief von der Seite angeguckt, wenn man mehr Animes guckt, als die die auf RTL II laufen. Jedenfalls ist es in meinem Umfeld so, ja man fühlt da doch schon manchmal alleine...
So vorweg muss ich sagen, ich habe mich bei dem Thema irgendwie schwer getan, weil ich den Mainstreamfilmen die eigentlich jeder gut findet sehr angetan bin, aber ich hab mal versucht da ein paar Schandflecken in meiner Filmbibliothek rauszusuchen. Viel Spaß! :)


1. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008)
Wenn man es mal kritisch betrachtet, dann ist dieser Teil schon unter den Indiana-Jones-Fans verpöhnt. Es fehlt der Witz der in den Vorgängerteilen dominiert hat und noch einiges mehr was die guten alten Indi-Filme ausgemacht hat. Selbst das Setting ist für Indiana-Jones-Verhältnisse schon galaktisch merkwürdig, was vielen treuen Fans sauer aufstieß. Aber ich mag ihn grade vorallem wegen dem Setting, ich finds einfach klasse Durchdacht und vorallem ist es spannend und irgendwie episch und die bösen sind leider nicht die Nazis, sondern die Russen. Was will man mehr?

 
2. Star Wars: Clone Wars (2003-2005)
Bitte steinigt mich nun nicht, aber ich finde den Plot um die 25 teilige Zeichentrickserie in Filmlänge wirklich wichtig und sehenswert. Unter Fans wird diese Serie genau so ernst genommen, wie sagen wir mal die Endor-Filme mit den kleinen, kuscheligen Ewoks. Ja sie gibt Antworten auf Fragen die eigentlich nie gestellt wurden, aber trotzdem bietet sie Unterhaltung, Spannung, Backround Infos und einen Witz der in den Filmen nicht vorkommt. Wenn ich mich mal weit aus dem Fenster lehnen darf, dann will ich behaupten, dass mich die Serie noch besser unterhalten hat, als der Episode II-Teil


3. Cloverfield (2008)
Tja da spaltet sich die Nation in zwei Lager. Die einen mögen das 80 minütige Wackelkameraexperiment und die anderen hassen es. Ja die Story ist nicht originell, jaa die Kameraführung ist fürn A. und jaaa der Film ist allgemein schlecht ausgearbeitet und verschenkt Potenzial. ABER ich mag ihn :3
Ich steh auf so Wackelkamerafilm und wenn es dabei noch um Monster geht oder um Außerirdische, wie in "District 9". Schon "Blair Witch Project" hat mich gebannt und Cloverfield natürlich auch. Leider konnte ich bisher keinen in meinem Umfeld oder sonst wie für den Film begeistern...schade.


4. Dead Snow (2009)
Also ich hab noch keinen Menschen gefunden, der diesen Film mit mir gucken wollte, obwohl ich schon genug Horrorfilmliebhaber in meinem Freundeskreis habe. Meiner Meinung nach der witzigste Zombie-Horror-Komödien-Film seit "Shaun of the Dead". Ich meine, Nazi-Zombies in Norwegen und eine Gruppe von Schneesportlern die versucht nicht gefressen zu werden. Der Film ist mies synchronisiert, der Gorefaktor ist gewaltig und die Story und die Charaktere sind so flach das sie schon sie schon im Negativbereich sein müssten. Aber ich liebe diesen Film einfach, weil...Nazi-Zombies :D


5. William Shakesprears Romeo + Julia (1996)
Ich bin überzeugte DiCaprio-Anhänger. Es gibt einfach keinen schlechten Film mit ihm. Somit sieht man ihn hier auch in sehr jungen Jahren, in einer klassisch-modernen-tollen Inzinierung von Shakespears Meisterwerk. Es ist wohl mit der größte Kitsch vor dem Herrn, aber es ist mal eine Romanze die ich mag und die bei mir auch irgendwie zieht. Als der Film rauskam war ich leider zu jung um ihn richtig zu verstehen und heute wird er gerne als Trash abgestempelt, aber Trash ist meiner Meinung nach sehr vielschichtig und gut.


6. Hello, Dolly! (1969)
Noch mehr Kitsch! Eine Musicalverfilmung wie man sie selten findet und das noch vom Meister Gene Kelly persönlich. Der Film hat Kitsch, sprudelt vor guter Laune, hat nen super Soundtrack und macht irgendwie glücklich. Ich hab den Film mit 8 Jahren oder so gesehen und fand ich damals schon aufheiternd, obwohl er ja so mal gar nicht in meine sonstige Sammlung passt. Dennoch sehe ich den Film immer wieder gerne, wenn er mal im Fernsehen kommt. Dennoch werde ich schon immer belächelt, wenn ich mal erzähle wie sehr ich den Film doch verehre. Out there. There's a world outside of Yonkers. Way out there beyond this hick town, Barnaby. There's a slick town, Barnaby!


7. Godzilla (1954-2004)
Ja ich steh auf die alten Godzilla-Filme und ich weiß auch das da ein Japaner in dem Kostüm steckte. Aber diese Godzilla-Filme sind für mich der Inbegriff des guten Monster-Genres. Zumal es da auch die echten Tiefpunkte in der Reihe gibt, ich spreche da von Baby Godzilla - was für ein Quatsch. Aber ich habe Spaß an diesen Filmen und die DVD dazu gibts für 2.50 das Stück! Außerdem bin ich auch ein Verfechter des Emmerich Godzillas von 1998, weil mit dieser Film gezeigt hat, was Größe in einem Film wirklich bedeuten kann.Außerdem wird er nur immer falsch verstanden, selbst in den Filmen. Er ist gut und nicht schlecht.


8. HERO (2002)
Auch so ein Film den ich nur alleine gucken kann. Wie ich rausfinden musste, ist der Film für andere Leute so langweilig wie ne Bundestagsdiskussion über Feinstaub. Zwei meiner Freunde sind bei dem Film nämlich nach ca. 40 Minuten eingeschlafen. Nun gut, was Spannung und Epicness angeht ist der Film nun nicht der Chuck Norris der Szene, aber er hat seine feinen Kampfszenen, seine tolle Story, seine geheimnisvollen Charakteren und seine wunderbaren Settings und Umgebungen. Von Zeit zu Zeit lege ich den Film gerne mal ein mit einzelne Szenen anzuschauen und mich einfach zu freuen.


9. The Last Airbender (2010)
M. Night Shyamalan hat den Luftbändiger Aang und seine Gefährten Katara und Sokka auf die große Hollywood Leinwand geholt. Das Ergebnis ist eher durchwachsen und der Film polarisiert bei den Fans der Serie, wie der dreizehnte Teil von Final Fantasy für die PS3 in seinem Genre. Man darf sagen, dass, wenn man eine 1 zu 1 Kopie der Serie erwartet sehr enttäuscht wird. Der Film darf nicht ander Serie gemessen werden und dem was eine Zeichentrickserie kann. Es ist ein Realfilm. Er bringt die Charaktere und die Story auf eine reelle Ebene und zeigt wie es in der wirklich Welt ablaufen könnte. Die Charaktere wurden allerdings etwas umgeschrieben und wirken gradezu trocken, im Vergleich zur Zeichentrickserie. Aber ich finde ihn gut wie er ist und hoffe das sich die folgenden Filme etwas verbessern. Ein Shyamalan Film polarisiert halt immer, das haben sie schon immer getan.

10. Year One (2009)
"Year One"...ja. Der Film ist mies, das muss ich zugeben. Der Film hat eigentlich nichts. Er ist nicht besonders gut aber auch nicht besonders schlecht. Er macht nichts richtig aber auch nichts falsch. Und Michael Cera und Jack Black wurde einfach schön zusammengeschmissen. Zwei gegensätzliche Charaktere die miteinander auskommen, einer der sagt was gemacht wird und einer der den ganzen Mist abbekommt. Aber ich mag diesen Film einfach. :D





So und da waren sie auch schon. Meine 10 Guilty Pleasure Movies. Ich weiß nicht ob dich das Thema nun richtig aufgefasst habe, aber ich hoffe mal schon und wenn es nicht so sein sollte, sei mir verziehen^^
Ach ja und ich muss ja noch jemanden taggen. *überleg*
Okay ich schleuder das Stöckchen auf Teufel komm raus, einfach mal auf die erdbeerrote Kriegerin Sailor Strawberry!
Und wenn sie nicht möchte, dann soll sich derjenige beworfen fühlen der das gerne machen möchte oder es auch machen möchte. :)


Bis dahin - Tschödeldö


20.01.12

Anime•Peteback: R.O.D. - (Read Or Die)


Hallo zusammen! Es gibt heute viel zu tun, darunter auch ein weiteres Peteback und deshalb fangen wir auch ohne Umschweife an.

Heute gibt es
R.O.D. - (Read Or Die)

(R.O.D. - (Read Or Die)) ist eine Anime-OVA zum gleichnamigen Manga von Hideyuki Karata. Die OVA wurde 2001 vom Studio Deen rausgebracht und fand 2003 ihren Weg auch in amerikanische und europäische Gefilde.

Trailer


Fakten
Originaltitel: R.O.D. - (Read Or Die)
Deutscher Titel: R.O.D. - (Read Or Die)
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2001
Länge: ca. 90 Minuten
Produktion: Studio Deen
Produktionsleitung: Koji Masunari


Yamiko Readman ist verrückt nach Büchern, sie ist die reinste Buchfanatikerin und ausserdem Mitglied der "Royal British Library Division of Special Operations", einer Spezialeinheit der Bibliothek. Durch ihre Spezialfertigkeit, das Formen und Manipulieren von Papier trägt sie den Spitznamen "The Paper". Zusammen mit Nancy McHarris alias Ms Deep, welche die Fähigkeit besitzt feste Materie zu durchdringen und dem Militärspezialist Drake ist es ihre Aufgabe, einem mysteriösen Hintermann auf die Schliche zu kommen, der dafür verantwortlich ist, dass seltene Bücher auf der ganzen Welt verschwinden.

Man kann eigentlich nur von dem Einfallsreichtum des Film beeindruckt sein. Der Anime kennt keine Grenzen und zitiert alles was Hollywoodfilmen lieb und teuer ist. Da gibt es Helden und Bösewichte die sich in Antimaterie verwandeln können und somit andere Personen, Gegenstände durchdringen und einschließen können. Aus einfachen Papierkarten werden im Handumdrehen Waffen und Fluggeräte. Die Gegner sind Clone berühmter historischer Persönlichkeiten und ganz im Stile der Borg aus Star Trek verschmelzen Mensch und Maschine zu einem bzw. es werden technische Hilfsmittel als Ersatz oder Verbesserung menschlicher Körperteile eingesetzt. Matrix, Star Wars, James Bond und Spiderman lassen grüßen. Alles in allem mehr als genug Ideen für die nächsten Hollywood Blockbuster mit dem kleinen aber feinen Unterschied, das diesem Anime gelingt, was Hollywood in seinen Streifen nicht immer hinbekommt, die menschliche Seite des Ganzen nicht aus den Augen zu verlieren.

Neben den Hightechschlachten und der Action geht es in diesem Anime um den Wert wahre Freundschaft und Loyalität. Wie weit bin ich bereit für einen Freund zu gehen? Steh ich meinem Freund bei? Bin ich da, wenn er mich braucht oder bin ich der Verräter und wechsele die Seiten? Nutze ihn aus? Ich denke diese Fragen hat sich jeder Zuschauer schon einmal gestellt und mögen die Situationen hier auch übertrieben überzeichnet sein, ändern sie nicht an der Ernsthaftigkeit mit der diese Fragen hier in diesem Anime gestellt werden. Ganz wie im richtigen Leben müssen sich Nancy und Yomiko, erstmal gegenseitig „beschnuppern“ und ineinander vertrauen fassen ehe sie zu Freundinnen werden. Symbolisch dafür ist wie Miss-Deep sich anfangs weigert Yamiko ihren richtigen Namen zu sagen und es am Ende von Episode 1 dann doch tut. Warum und wieso, das blendet der Film nicht aus, soll aber hier nicht weiter verraten werden. So führen die beiden im weiteren Verlauf der Episode 2 dann auch tiefergehende Gespräche über Freundschaft und Liebe, ehe es dann im dritten Teil zur Prüfung für Nancy kommt. Dies mutete in Teilen schon fast philosophisch an, wirkte aber nie aufgesetzt oder gar störend im Fluß der Geschichte. Ein echter Mehrwert verglichen mit der oft irgendwie nicht recht zusammenpassen wollenden Mischung aus Action und einer Liebesgeschichte zweier hübscher Gesichter vor traumhaft schöner Kulisse.

Der Zeichenstil ist hierbei typisch für das Studion "Deen", die ja schon gute Serien wie "Weißkreuz", "Dragon Crisis" und "Soul Hunter" gemacht haben. Hier wurde, insoweit es für einen Anime üblich ist, mit deutlich mehr Liebe zum Detail und gut eingesetzter Compuerunterstüzung zu Werke gegangen ohne aber dem klassischen Anime Stil untreu zu werden. Vorbilder sind hier eher in Akira und Ghost in the Shell zu suchen. So drückt dann auch der Zeichenstil deutlich aus, was anhand der Inhaltsangabe und meiner Kritik hoffentlich schon klar geworden ist. Der Anime ist nichts für Kinder. Er trägt die FSK 16 zu Recht und zeigt teilweise drastische Szenen blutender Menschen und auch die Tatsache, das es sich bei Nancy um einen Klon handelt ändert nichts an der Drastigkeit der Darstellung der Szenen in Yomikos Zelle. Dadurch, dass Nancy Gefühle entwickelt hat, wird die Szene sogar noch verschärft und stimmt den Zuschauer, so wie mich jetzt im Nachhinein doch hoffentlich nachdenklich.

Dann geb ich mal ein Fazit ab.
Bei aller Action, dieser Anime wirkt nach und wirft mehr Fragen auf als er Antworten gibt. Man wird über die 90 Minuten gut unterhalten und es wird nie langweilig. Wer sich die deutsche Synchro, die ganz ordentlich geworden ist, nicht geben möchte, kann gerne auf die Originalsprache zurückgreifen. Wer auf Action, eine abgefahrere Story, gut platzierten Witz und interessante Charaktere steht, dem kann ich diesen Anime nur ans Herz legen.


Und auch hier an der Stelle wieder, viel Spaß beim anschauen, empfehle wieder einmal einen Anime und mich selbst und sage -


Bis dahin - Tschödeldö
Einfach Irre, dieser Einfallsreichtum. Der Anime kennt keine Grenzen und zitiert alles was Hollywood Filmen lieb und teuer ist. Da gibt es Helden und Bösewichte die sich in Antimaterie verwandeln können und somit andere Personen, Gegenstände durchdringen und einschließen können. Aus einfachen Papierkarten werden im Handumdrehen Waffen und Fluggeräte. Die Gegner sind Clone berühmter historischer Persönlichkeiten und ganz im Stile der Borg aus Star Trek verschmelzen Mensch und Maschine zu einem bzw. es werden technische Hilfsmittel als Ersatz oder Verbesserung menschlicher Körperteile eingesetzt. Matrix, Star Wars, James Bond und Spiderman lassen grüßen. Alles in allem mehr als genug Ideen für die nächsten Hollywood Blockbuster mit dem kleinen aber feinen Unterschied, das diesem Anime gelingt, was Hollywood in seinen Streifen nicht immer hinbekommt, die menschliche Seite des Ganzen nicht aus den Augen zu verlieren.

Neben den Hightechschlachten und der Action geht es in diesem Anime um den Wert wahre Freundschaft und Loyalität. Wie weit bin ich bereit für einen Freund zu gehen? Steh ich meinem Freund bei? Bin ich da, wenn er mich braucht oder bin ich der Verräter und wechsele die Seiten? Nutze ihn aus? Ich denke diese Fragen hat sich jeder Zuschauer schon einmal gestellt und mögen die Situationen hier auch übertrieben überzeichnet sein, ändern sie nicht an der Ernsthaftigkeit mit der diese Fragen hier in diesem Anime gestellt werden. Ganz wie im richtigen Leben müssen sich Nancy und Yomiko, erstmal gegenseitig „beschnuppern“ und ineinander vertrauen fassen ehe sie zu Freundinnen werden. Symbolisch dafür ist wie Miss-Deep sich anfangs weigert Yamiko ihren richtigen Namen zu sagen und es am Ende von Episode 1 dann doch tut. Warum und wieso, das blendet der Film nicht aus, soll aber hier nicht weiter verraten werden. So führen die beiden im weiteren Verlauf der Episode 2 dann auch tiefergehende Gespräche über Freundschaft und Liebe, ehe es dann im dritten Teil zur Prüfung für Nancy kommt. Dies mutete in Teilen schon fast philosophisch an, wirkte aber nie aufgesetzt oder gar störend im Fluß der Geschichte. Ein echter Mehrwert verglichen mit der oft irgendwie nicht recht zusammenpassen wollenden Mischung aus Action und einer Liebesgeschichte zweier hübscher Gesichter vor traumhaft schöner Kulisse.

Der Zeichenstil entspricht so gar nicht dem der Massenware die allnachmittäglich auf RTL II und vergleichbaren Sendern läuft. Hier wurde, insoweit es für einen Anime üblich ist, mit deutlich mehr Liebe zum Detail und gut eingesetzter Compuerunterstüzung zu Werke gegangen ohne aber dem klassischen Anime Stil untreu zu werden. Vorbilder sind hier eher in Akira und Ghost in the Shell zu suchen. So drückt dann auch der Zeichenstil deutlich aus, was anhand der Inhaltsangabe und meiner Kritik hoffentlich schon klar geworden ist. Der Anime ist nichts für Kinder. Er trägt die FSK 16 zu Recht und zeigt teilweise drastische Szenen blutender Menschen und auch die Tatsache, das es sich bei Nancy um einen Klon handelt ändert nichts an der Drastigkeit der Darstellung der Szenen in Yomikos Zelle. Dadurch, dass Nancy Gefühle entwickelt hat, wird die Szene sogar noch verschärft und stimmt den Zuschauer, so wie mich jetzt im Nachhinein doch hoffentlich nachdenklich.

Fazit: Bei aller Action, dieser Anime wirkt nach und wirft mehr Fragen auf als er Antworten gibt. Fein und das obwohl ich es normalerweise nicht so mit Animes habe. Dieser hier war es wert gesehen zu werden.

Einfach Irre, dieser Einfallsreichtum. Der Anime kennt keine Grenzen und zitiert alles was Hollywood Filmen lieb und teuer ist. Da gibt es Helden und Bösewichte die sich in Antimaterie verwandeln können und somit andere Personen, Gegenstände durchdringen und einschließen können. Aus einfachen Papierkarten werden im Handumdrehen Waffen und Fluggeräte. Die Gegner sind Clone berühmter historischer Persönlichkeiten und ganz im Stile der Borg aus Star Trek verschmelzen Mensch und Maschine zu einem bzw. es werden technische Hilfsmittel als Ersatz oder Verbesserung menschlicher Körperteile eingesetzt. Matrix, Star Wars, James Bond und Spiderman lassen grüßen. Alles in allem mehr als genug Ideen für die nächsten Hollywood Blockbuster mit dem kleinen aber feinen Unterschied, das diesem Anime gelingt, was Hollywood in seinen Streifen nicht immer hinbekommt, die menschliche Seite des Ganzen nicht aus den Augen zu verlieren.

Neben den Hightechschlachten und der Action geht es in diesem Anime um den Wert wahre Freundschaft und Loyalität. Wie weit bin ich bereit für einen Freund zu gehen? Steh ich meinem Freund bei? Bin ich da, wenn er mich braucht oder bin ich der Verräter und wechsele die Seiten? Nutze ihn aus? Ich denke diese Fragen hat sich jeder Zuschauer schon einmal gestellt und mögen die Situationen hier auch übertrieben überzeichnet sein, ändern sie nicht an der Ernsthaftigkeit mit der diese Fragen hier in diesem Anime gestellt werden. Ganz wie im richtigen Leben müssen sich Nancy und Yomiko, erstmal gegenseitig „beschnuppern“ und ineinander vertrauen fassen ehe sie zu Freundinnen werden. Symbolisch dafür ist wie Miss-Deep sich anfangs weigert Yamiko ihren richtigen Namen zu sagen und es am Ende von Episode 1 dann doch tut. Warum und wieso, das blendet der Film nicht aus, soll aber hier nicht weiter verraten werden. So führen die beiden im weiteren Verlauf der Episode 2 dann auch tiefergehende Gespräche über Freundschaft und Liebe, ehe es dann im dritten Teil zur Prüfung für Nancy kommt. Dies mutete in Teilen schon fast philosophisch an, wirkte aber nie aufgesetzt oder gar störend im Fluß der Geschichte. Ein echter Mehrwert verglichen mit der oft irgendwie nicht recht zusammenpassen wollenden Mischung aus Action und einer Liebesgeschichte zweier hübscher Gesichter vor traumhaft schöner Kulisse.

Der Zeichenstil entspricht so gar nicht dem der Massenware die allnachmittäglich auf RTL II und vergleichbaren Sendern läuft. Hier wurde, insoweit es für einen Anime üblich ist, mit deutlich mehr Liebe zum Detail und gut eingesetzter Compuerunterstüzung zu Werke gegangen ohne aber dem klassischen Anime Stil untreu zu werden. Vorbilder sind hier eher in Akira und Ghost in the Shell zu suchen. So drückt dann auch der Zeichenstil deutlich aus, was anhand der Inhaltsangabe und meiner Kritik hoffentlich schon klar geworden ist. Der Anime ist nichts für Kinder. Er trägt die FSK 16 zu Recht und zeigt teilweise drastische Szenen blutender Menschen und auch die Tatsache, das es sich bei Nancy um einen Klon handelt ändert nichts an der Drastigkeit der Darstellung der Szenen in Yomikos Zelle. Dadurch, dass Nancy Gefühle entwickelt hat, wird die Szene sogar noch verschärft und stimmt den Zuschauer, so wie mich jetzt im Nachhinein doch hoffentlich nachdenklich.

Fazit: Bei aller Action, dieser Anime wirkt nach und wirft mehr Fragen auf als er Antworten gibt. Fein und das obwohl ich es normalerweise nicht so mit Animes habe. Dieser hier war es wert gesehen zu werden.

17.01.12

Fuuuuuusion! HAA!


Okay ich bin mal ehrlich, ich habe mir die Überschrift für diesen Blogeintrag von Dragonball geklaut, aber ich finde es ist legitim das zu tun, denn es geht genau darum. Ich merk schon, in vielsagenden Einleitungssätzen bin ich echt spitze - 
Es gab schon viele Aufeinandertreffen von Figuren aus dem Film-, Cartoon-, Comic-, Spiel- und Haste-nicht-gesehen-Universum. Es trafen die Flintstones auf die Jetsons, die Power Rangers der zweiten Generation trafen auf die der ersten Generation, die Ermittler von CSI:Miami trafen auf die Ermittler von CSI:New York, Disney Charaktere purzelten in das Final Fantasy Universum und anders herum, and so on, and so on, and so on...
Ich denke man weiß was gemeint ist. Auf das Thema kam ich, als ich mein Projekt für eine Aktion auf der Seite von Game One mal wieder angeschaut habe. Dabei gings um das Thema "Game Fusion" oder so ähnlich. Der Sinn davon war, Videospielcharaktere zusammen in ein Spiel zu werfen und das möglich schön-künstlerrisch darzustellen. Dabei ist bei mir soetwas rausgekommen:

"The Legend of Fire Emblem" - geniale Idee, nicht wahr? Also ich hab nich nicht drüber nachgedacht wie das Spielprinzip da aussehen soll. Rundenbasierte Kämpfe in Hyrule...oder sowas in der Art. Das wäre schon was. Es gäbe da unendlich viele Möglichkeiten welche Charaktere aus Videospielen man kombinieren kann. Und da kommen wir auch schon zu meiner Frage.

Welche Videospielcharaktere würdest ihr zusammen in ein Spiel packen? Welchen würden zusammenpassen, oder welchen würden überhaupt nicht zusammenpassen? Kämpfen sie miteinander oder gegeneinander? Und was wäre wenn sie die Bösewichte aus den Spielen verbünden würden? D:
Lasst mich eure Ideen wissen! :)

Bis dahin - Tschödeldö

15.01.12

Film•Peteback: Der Junge im gestreiften Pyjama


Hallo zusammen!
Heute hab ich mal ein Peteback dabei über ein eher kritisches Thema...

Heute gibt es
Der Junge im gestreiften Pyjama

"Der Junge im gestreiften Pyjama" ist ein Drama aus dem Jahr 2008. Regie führe Mark Herman und der Film basiert auf dem gleichnamigen Romanvorlage von John Boyne, in dem während der 40er Jahre im deutschen Reich ein Junge Freundschaft mit einem jüdischen Jungen in Gefangenschaft schließt.

Trailer


Fakten
Originaltitel: The Boy in the Striped Pyjamas
Deutschter Titel: Der Junge im gestreiften Pyjama
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 94 Minuten
Regie: Mark Herman
Drehbuch: John Boyne, Mark Herman
Produktion: David Heyman


Deutschland, Anfang der 40-er Jahre: Zu seiner großen Enttäuschung muss der achtjährige Bruno (Asa Butterfield), Sohn eines Nazioffiziers (David Thewlis), vom geliebten Haus in Berlin in ein trostloses Gebäude auf dem Lande umziehen. Da die Eltern beschäftigt sind und er mit seiner zwölfjährigen Schwester nichts anfangen kann, beginnt der gelangweilte Bruno trotz Verbotes die Gegend seiner neuen Heimat zu erkunden. Seine Schwester folgt hingegen eifrig den gesellschaftlichen Standard und versucht so Erwachsen zu wirken wie möglich, weshalb sie auch in den BDM eintritt. Die Gebäude, auf die Bruno hinter dem Wald stößt, hält er für einen Bauernhof, auch wenn er sich keinen Reim auf die einheitliche gestreifte Kleidung der Menschen an diesem Ort machen kann und es dort keine Tiere gibt. Obwohl sie durch einen hohen Stacheldrahtzaun getrennt werden, schließt er Freundschaft mit Shmuel (Jack Scanlon), der dort lebt, und im Verlauf vieler Besuche beginnt der bis dato wohl behütete Bruno langsam zu verstehen, dass an diesem Ort etwas Schreckliches passiert und sein Vater damit etwas zu tun hat. Trotzdem entschließt er sich, seinem Freund zu helfen und mogelt sich in das Lager, als der Vater von Shmuel auf einmal verschwindet.

 "Der Junge im gestreiften Pyjama" basiert auf dem gleichnamigen Jugendbuch des irischen Autors John Boyne und greift die Thematik des Holocausts sehr sensibel und von einem neuen Blickwinkel aus auf. Nicht das Leiden einer ganzen Religionsgruppe steht hier im Fokus, sondern die persönliche Geschichte eines Kindes, welches mit seiner Unschuld und Offenheit kein Konzept für die Tragödie hat, die sich um ihn herum abspielt. Durch die Beschränkung der Geschichte auf die Familie und insbesondere auf die zwei Jungen werden die, bis zuletzt immer indirekt dargestellten, Schrecken des Holocaust und der KZ unglaublich persönlich und für den Zuschauer, insbesondere junge Kinogänger, sehr greifbar.

Dazu baut Mark Herman stark auf das Vorwissen seines Publikums, bis zum Ende wird die Geschichte zum Großteil aus der Perspektive der Kinder erzählt, die beide nicht wissen, was vor sich geht und viele offensichtliche Hinweise nicht verstehen können oder falsch deuten. Immer wieder greift der Film auf das Thema der Unschuld zurück, verkörpert durch die beiden Jungen, und zeigt wie schwer das Ausmaß der Ereignisse dieser Zeit für sie zu begreifen war. Die Darstellungsweise der Geschichte und ihrer Auswirkungen auf die Charaktere und ihre Umwelt ist sehr gut gelungen. Sei es der Wechsel vom mit Holz ausgekleideten Haus in Berlin zum kalten Steinbunker in der Nähe des KZs oder der langsame Verfall Elsas, die sich nicht mehr um ihre Aussehen schert und immer mehr verzweifelt, nachdem sie zufällig erfährt, was ihr Mann eigentlich macht. Abgerundet wird der Film durch sehr gute darstellerische Leistungen aller Schauspieler, wobei Asa Butterfield in der Rolle des Bruno und David Thewlis als sein Vater besonders hervorzuheben sind. Ersterer einfach durch die grundsolide Leistung, die er trotz seines Alters abliefert, nie zweifelt man an Brunos Naivität, Angst oder Freude. Und Thewlis schafft es, seinen Charakter nicht als Schwarz-Weiß-Karikatur eines “typischen” Filmnazis darzustellen, sondern zeichnet ein detailliertes Bild des liebevollen und besorgten Familienvaters, der aber täglich mehrere hundert Leben auslöscht.

Dann gönn ich mir mal ein Fazit.
“Der Junge im gestreiften Pyjama” belehrt nicht und zeigt auch nicht mit dem Finger auf etwaige Schuldige; er zeichnet ein Bild aus der Alltagswelt von Kindern, die in einer Zeit aufwachsen, die für Kinder nicht zu begreifen ist. Er ist ein Film, der mit sanften Bildern eine schreckliche Zeit wiedergibt, ohne dabei Grausamkeiten zu zeigen oder auf exzessive Gewaltszenen zurückgreifen zu müssen. Dadurch ist er auch für eine jüngere Zielgruppe geeignet als beispielsweise ‘Schindlers Liste’, wobei er aber in seiner Wirkung nicht unterschätzt werden sollte. Für Kinder ist der Film insofern geeignet, wenn sie das nötige Hintergrundwissen besitzen.


Damit empfehle ich mich mal wieder und diesen Film dazu.


Bis dahin - Tschödeldö


14.01.12

Poké-Science


Mal kann ja viel in Spiele hineininterpretieren, war ja nicht unbedingt schlecht ist. Es ist bei vielen Spielen allerdings nicht nötig, da sie schon eine ausgeprägte Story haben und keiner weiteren Spekulationen bedürfen, doch es gibt auch die andere Fraktion, wo das Überlegen und das Weiterspinnen von Theprien echt Spaß macht.
Ein Paradebeispiel ist dafür "Pokémon" (die ersten beiden Editionen, bzw. auch Folgende). Das Spiel bietet ne seichte Story, Pokémonmeister werden, die Pokemon vor dem bösen Team Rocket beschützen, najoar. Viel interessanter wird es, wenn man tiefer in die Spiele abtauscht und dieses und jenes entdeckt und einfach mal Spuren verfolgt, Vergleiche anstellt und sich Gedanken macht. Man entdeckt kleine Geheimnisse und lustige Details. Und ist das nicht oft besser als einer fest angelegten Story zu folgen? :)

Ich habe hier mal etwas gefunden, was "Poké-Science" gut auf einen Punkt bringt. Viel Spaß beim lesen! 

Bis dahin - Tschödeldö


10.01.12

Es ist ein schöner Tag zum taggen! Episode 4 - Ich nenne es KKK, ihr nennt es Hempels Ort des Schaffens


Ordnung wird in unserem Leben viel zu groß geschrieben. Nicht umsonst müssen wir unsere Tage strukturiert angehen, damit nichts vergessen wird. Doch es ist auch schön einen Ort ganz für sich zu haben, an dem man als freischaffender Chaot der ungebremsten Unordentlichkeit freien Lauf lassen kann.
Ich nehme hiermit offizielle an einem Tag teil, oder einer Aktion, einem Stöckchen oder folge einem Aufruf...ja mein Gott ihr wisst schon was gemeint ist. Das Ding ist, dass man einfach mal seinen Arbeitsplatz zeigen soll, egal in welcher Form. Da bin ich natürlich bei! :D
Gefunden hab ich das ganze auf dem Blog von meinem Namensvetter Pete, der natürlich brav zum Ursprung der ganzen Sache weitergeleitet hat. Folgen sie dem Pfeil --->

Ich hab mir überlegt, die ganze Sache ein bisschen weiter zu gestalten, denn ich habe noch ein altes Bild von vor weniger einem Jahr gefunden, wo ich schon einmal meinen Ort des Schaffens fotografiert habe.

Hier nun das Original von Heute im Jahre 2012
grausam oder? 


Und hier nun der Vorgänger vom...lasst mich lügen - März 2011

Irgendwie war ich früher mal ein wenig ordentlicher und organisierter...Ich muss dem Putzteufel wohl mal wieder ins Auge blicken... :D
P.S.: Das "KKK" in der Überschrift steht übrigens für "Kreatives Kurzzeitkaos" xD

Bis dahin - Tschödeldö


09.01.12

Konsumfreude: 'ding dong' Hier ist ihr Paket! Danke!. *Zelda Sound abspiel 'düdüdüdüüü'*


Gibt es denn was schöneres als Pakete zu bekommen? Seit frühster Kindheit weiß ich, nein! Darum war's heute wieder ein Highlight als der DHL-Mann, diesmal eher gut gelaunt, vor der Tür stand.
Da ich ja Blogger bin und sowieso mein ganzes Gedöns auf Facebook, Formspring oder Twitter mit der Welt teile, will ich den Paketinhalt erstrecht nicht zurückhalten. Aber dieses Mal ohne Unboxing. :D


Als erstes hab ich wunderbaren Lesestoff in Comicform besorgt. Man gönnt sich ja sonst nichts :)

Nebenbei auch noch richtigen Lesestoff für zwischendurch und nach langer, langer, langer Zeit endlich die zwei Staffeln von "Pushing Daisies", die ich schon lange besorgen wollte, aber es immer wieder wegen finanziellen Gründen verschoben habe.
Dazu "Physil der Superhelden", ein kleiner Buchtipp von Amazon selber und die ersten zwei Kapitel sind sehr vielversprechend. Ich mag Lektüre wo man immer mal ein Kapitel lesen kann und das Buch dann auch mal 2 Tage weglegen kann. Ihr auch?



Achja! Wer "Pushing Daisies" nicht kennt - Frevel! Es ist eine der witzigsten, kitschigsten und unterhaltensten Serien die ich je gesehen habe, leider nur 2 Staffeln umfassend. :<
 


So ich weiß schon was ich die nächsten Tage machen werde. Und ihr? :D

Bis dahin - Tschödeldö


08.01.12

Film•Peteback: Der Gott des Gemetzels


Hallo ihr Streithähne und Hühner da draußen. Ich komm an diesem wunderbar-sonnigen Sonntag mit einem brandfrischen Peteback zu euch. Die Sonne scheint mir auf den Rücken, der Himmel ist blau und die Katze pennt in meiner Papierkiste. :D

Legen wir los mit...
Der Gott des Gemetzels

"Der Gott des Gemetzels" ist eine Filmkomödie basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Yasmina Reza. Regie führte hierbei Roman Polanski und schick dabei vier Hollywoodgrößen ins Wortgefecht.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Carnage
Deutscher Titel: Der Gott des Gemetzels
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 75 Minuten
Regie: Roman Polanksi
Drehbuch: Roman Polanski, Yasmina Reza
Produktion: u.a. Oliver Berben, Martin Moszkowicz


Wir befinden uns in New York der Gegenwart. Auf einem Spielplatz in Brooklyn streiten sich zwei elfjährige Jungen. Einer der beiden schlägt zu mit einem Stock zu. Das Ende der Geschichte ist, das der andere Junge gleich zwei Schneidezähne verliert. Die Eltern des Opfers, Penelope (Jodie Foster) und Michael (John C. Reilly), laden die Eltern des Täters, Nancy (Kate Winslet) und Alan (Christoph Waltz), zu einem Gespräch in ihre Wohnung ein. Zuerst sind alle mehr oder weniger bemüht, sich zu einigen, indem sie den Vorfall bedauern und missbilligen. Aber schon bald eskalieren leichte Meinungsverschiedenheiten zu gegenseitigen Beschimpfungen. Alkohol fließt, die Hemmungen fallen, Ehekrisen kommen zum Vorschein, die Nerven liegen blank...
Kurze knappe Geschichte oder?

Roman Polanski hat bereits einige spannende und meisterhafte Thriller zu verantworten. Erst letztens zeigte er mit seinem atmosphärisch Spannungslehrstück "Der Ghostwriter", dass er nach wie vor noch einer der besten Regisseure seines Fachs ist. Doch nun überrascht  Herr Polanski uns mit seiner humorvollen Interpretation des Theatererfolg " Der Gott des Gemetzels". Ein voyeuristisch-komischer Showdown zwischen vier Schauspielgrößen, die mit viel Enthusiasmus die Mauern der bürgerlichen Gesellschaft einreissen und dort den blanken Irrwitz des Seins bloslegen. Oder so. Roman Polanski hat das Drehbuch gemeinsam mit der Autorin des gleichnamigen Theaterstücks Yasmina Reza verfasst und auch ansonsten merkt man, dass der Meisterregisseur sehr großen Wert auf das Originalwerk gelegt hat. Filmisch gesehen ist "Der Gott des Gemetzels" sehr zurückhaltend: Der Film spielt abgesehen von Prolog und Epilog ausschließlich in einer Wohnung (und am Gang vor dieser Wohnung), dabei kommt man auf höchstens 5 Räume. Der Fokus liegt klar auf den Darstellern und den Dialogen und man kann eigentlich zu keinem Zeitpunkt vergessen, dass hier ein erfolgreiches Theaterstück als Grundlage diente. Aber obwohl man die Handschrift von Polanski auf Grund der zurückhaltenden Inszenierung kaum wahrnehmen kann, ist dieser Film ein Großartiger geworden, den man nicht verpassen sollte.

Dies liegt zu großen Teilen an den grandiosen Darstellern, die sich durch die Bank von ihrer besten Seite zeigen. Besonders Christoph Waltz glänzt mit seinem feinsinnigen Gespür für Komik und zeigt die beste Leistung seit seiner zurecht oscarprämierten Vorstellung in Tarantinos neustem Werk "Inglouriouse Basterds". Er bringt die Situationskomik mit diebischem Humor auf den Punkt und genießt es sichtlich seine Rolle zwischen besserwisserischem Yuppieverschnitt , gleichgültigem Ehemann und ständig beschäftigtem Geschäftsmann auszupendeln. Jodie Foster hingegen verzweifelt mit großer Leidenschaft am Versuch ihre liberalen Ansichten zu verkaufen, während Kate Winslet still in sich hineinleidet, bis sie schließlich wie ein Vulkan explodiert. Um all dieses Chaos herum kreist noch John C. Reilly, der sich in allen Kategorien zuhause fühlt und dabei ebenfalls für prächtige Unterhaltung sorgt und oft eher unbeteiligt wirkt.

Aber man muss auch sagen, dass die Vorlage den Schauspielern immer wieder perfekte Stilvorlagen liefert. Man sollte sich aber bewusst sein, dass Roman Polanski weder dem Mainstream gefallen will, noch in pseudointellektueller Satire versinkt, stattdessen schafft er es sehr gut einen komischen Film zu überzeugen, der einen passenden, wenn nicht sogar perfekten Mittelweg findet und zur ebenfalls perfekten Unterhaltung für denkende Kinogänger wird. Es hat schon etwas höchst Eindrucksvolles wenn man die Spielfreude der Darsteller erkennt während sie gerade mit Eifer an der Sache das Kind im Erwachsenen ans Tageslicht zerren und uns vor Augen führen, dass die Welt in Wirklichkeit auch nur von trotzigen Egomanen regiert wird, die sich eigentlich gar nicht so sehr von Kindern unterscheiden - nur eben andere Möglichkeiten zum Abreagieren und Anfeinden haben.

Dabei hat "Der Gott des Gemetzels" kein Gramm Fett am Fleisch, nichts ist zu viel und nichts ist zu wenig. Der Film wirft uns ins kalte Wasser, endet abrupt und in seiner kurzen Laufzeit von rund 75 Minuten erlaubt sich der gut Polanski keinerlei Durchhänger. Der Unterhaltungswert bleibt über die gesamte Laufzeit hoch, der Humor bissig und so gut wie alle Gags zünden. Der Film kann sich zwar nicht mit den ganz großen Filmen Polanskis messen - dazu ist der Film einfach viel zu sehr eine Fingerübung, aber wer auf der Suche nach gehobener Unterhaltungs ist, die sich nicht im Kreist dreht, der sollte "Der Gott des Gemetzels" nicht verpassen. Denn unterhaltsamer werden sich vier Topdarsteller dieses Jahr wohl nicht mehr vor der Kamera,ja...zur Sau machen.
Dan pack ich nochmal ein Fazit aus.
Der Film ist eine temporeiche, höchst unterhaltsame Fingerübung, getragen von mitreißenden Wortgefechten und brillanten Darstellern die sich in bester Spiellaune zeigen. Zwar hält sich Roman Polanski vornehm zurück und rückt stattdessen seine Schauspieler und das Ausgangsmaterial ins Rampenlicht, aber dem Filmgenuss tut dies keinen Abbruch. Denn er besitzt kein Umschweife und kein Filmlängengezerre, sorgt durchgehend für großartige Unterhaltung und versteht es dabei auch noch ausgezeichnet die geordneten Mauern des Bürgertums einzureissen und vorzuzeigen, dass respektable Erwachsene in Wirklichkeit auch nur kindische Egomanen sind. Der Film ist somit absolut empfehlenswert und man sollte sich den Spaß auf keinen Fall entgehen lassen. Außerdem bleibt es einem noch selber überlasser, wer nun in diesem Streit gewonnen hat und wer nicht, für mich ist es klar. :)


Dann wünsch ich viel Spaß beim anschauen und empfehle mich und den Film.


Bis dahin - Tschödeldö

05.01.12

Film•Peteback: O Brother, where art thou?


Gott zum Gruße. Da ich heute leider nicht das Haus verlassen kann, was ich mit der Angst begründe weggepustet oder von Hagelkörnern erschlagen zu werden, werd ich wiedermal ein Peteback machen. Irgendwie kommt es mir so vor alsob die viel zu kurz kommen in letzter Zeit. Oder liege ich da falsch?

Heute gibts nicht "Vom Winde verweht", sonder...
O Brother, where art thou?

"O Brother, where art thou?" ist eine US-amerikanische Drama-Komödie aus dem Jahr 2000. Regie führten hier die bekannten Coen-Brüder, Joel und Ethan Coen.

Trailer

Fakten
Originaltitel: O Brother, where art thou?
Deutscher Titel: O Brother, where art thou? - Eine Mississippi Odyssee
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2000
Länge: ca. 103 Minuten
Regie: Joel & Ethan Coen
Drehbuch: Joeal & Ethan Coen
Produktion: Ethan Coen
Musik: T-Bone Burnett, Carter Burwell

Wenn sich die Gebrüder Coen für einen Ausflug aufs Land entscheiden, kann dabei doch eigentlich nur eines herauskommen. Etwas abgedrehteres als je zuvor. Was gar nicht so einfach ist, hat man die Messlatte in puncto „abgefahrene Charaktere“ und „skurrile Story“ mit dem Kult-Vorgänger „The Big Lebowski“ doch fast schon zu hoch gelegt. Also versucht das Brüdergespann gar nicht, den Vorgänger krampfhaft zu übertreffen, sondern erzählt eine erstaunlich gradlinige, dabei aber zum Weinen komische Geschichte. Deren Story und Charaktere natürlich immer noch so weit jenseits von Gut und Böse sind, wie es nur bei den Coens gelingt.

Wir befinden uns im süden Amerikas zur tiefsten Depressionszeit: Drei Sträflinge fliehen aus einem Strafgefangenenlager. Die Landeiballade der Coen-Brüde ist eine skurrile Theatervorstellung, für den der tiefe, hinterweltlerischen Süden gerade die richtige Kulisse ist. Wer schon immer gedacht hat, dass es bei den hinterwäldlerischen Rednecks total beknackt zugeht, findet hier hundertprozentig Bestätigung. Ob unsere Helden nun einen einäugigen Bibelverkäufer treffen, einen milchgesichtigen Banditen oder einen machtgierigen Gouverneur - Debil sind sie alle im Coenschen Marlboro Country. Was auf unsere Helden ja auch durchaus zutrifft: Ulysses Everett McGill (George Clooney) ist der so selbstbewusste wie bauernschlaue Anführer der Truppe, der, obwohl selbst nicht so klug wie er von sich denkt – seine Kameraden mit schon zu hochgestochener Ausdrucksweise verwirrt. Was wiederum gar nicht verwunderlich ist. Delmar (Tim Blake Nelson) ist zwar rundum nett und freundlich, aber wohl der größten Einfaltspinsel vor dem Herrn. Und Pete (John Turturro) hinterfragt zwar ständig McGills Anführerschaft, ist aber selbst auch nicht unbedingt ein Meisterstratege, wodurch schon eine Abhängigkeit der beiden von ihrem Anführer entsteht. Zusammen sind sie die Neuinterpretation der drei Stooges, oder Dick und Doof plus einen Kumpel. Die Drei mit dem Herz am rechten Fleck sind auf der Jagd nach einem von McGill versteckten Goldschatz. Dabei verstricken sie sich in eine haarsträubende Odyssee. 
Damit wären wir auch schon beim passenden Stichwort und auch beim Untertitel des Film in der deutschen Ausgabe. Die Coen-Brüder deklarieren ihre Country-Ballade doch tatsächlich als moderne Interpretation von Homers „Odyssee“, dem zweitältesten Werk der Literaturwelt in unglaublichen 12.200 Versen. Das ist zwar ziemlicher Blödsinn, genauso gut könnten sie behaupten, „Big Lebowski“ beruhe auf der Nibelungensage, aber eine nette Idee. Denn bei den Coens ist das Augenzwinkern halt Grundvorrausetzung. Und so heißt der Held dann eben Ulysses und begegnet tatsächlich Sirenen sowie einem „Zyklopen“ (John Goodman). Dies sind letztlich nichts weiter als nette Spielereien, kleine Zitatgefechte, die selbst Literaturmuffel verstehen. Wichtig für die Geschichte selbst sind sie nicht wirklich. Diese hangelt sich von einer abgedrehten Situation zur nächsten. Das fatale Trio, zeitweilig um den schwarzen Musiker Tommy (Chris Thomas King) erweitert, wird von hinterhältigen Bauern verraten, nimmt mal schnell als die fantastischen „Suggy Bottom Boys“ eine Platte auf, die sie zum heißesten Act des Südens macht, trifft den Bankräuber „Babyface“ Nelson (Michael Badalucco), und stolpert in eine lächerliche Ku Klux Klan-Parade. Als zum Schluss der Galgen droht, kommt die große Flut ...

So richtig neu sind die aberwitzigen Situationen in „O Brother, Where Art Thou“ nicht, dafür sitzt aber jede Pointe. Politikersatire, Rassismus und früher Boygroupwahn ... all das wird der Lächerlichkeit zugetan und beschönt, immer jedoch mit einem verständnisvollen Zug um die lächelnden Mundwinkel. Die Coensche Odyssee ist eine Odyssee der Narren, für Narren und das für eine genauso närrische Welt. Selig sind hier die geistig Armen, die der grenzenlosen Beknacktheit der Welt mit Eifer und Herzensgüte begegnen. Grandios ist das Schauspielerensemble, jede Rolle wirdgepflegt auf den Punkt gebracht. Besondere Würdigung verdient dabei das Hauptdarstellertrio. Allen dreien sprüht die Schauspielfreude aus jeder Geste und jedem gedankenfreien Gesichtsausdruck. Gerade George Clooney mit fürchterlichem, schon fast aufgemalten Schnauzer nutzt seine Rolle, um genüsslich das eigene Image zu parodieren Sein Ulysses ist ein eitler Geck, der nur mit Haarnetz schläft; Clooney ist anscheinend selbst uneitel genug, um sich über diese Rezeption seiner Person lustig zu machen.

Mit „O Brother, where art thou?“ gehen Joel und Ethan Coen konsequent den Weg weiter, den sie mit „Big Lebowski“ einschlugen. Weg vom düster-schwarzhumorigen Charakterkino wie „Blood Simple“ oder „Fargo“ hin zum leichtfüßig-abgefahrenen Abenteuer. Popcornkino ist das deswegen noch lange nicht und dumm schon gar nicht. Ohne die schwermütige Last der meisten Satiren nimmt sich „O Brother Where Art Thou“ selbst keine Minute zu wichtig und gewinnt eben deshalb an Fahrt und nimmt den Zuschauer mit. Gerade im Sog der heutzutage beliebten Fäkalkomödien à la „Road Trip“ kommt diese grandiose Farce erfreulicherweise so ganz ohne Uraltklischees aus. Genussvoll zelebrieren die Coen-Brüder ihre irrwitzigen Ideen und machten „O Brother, where art thou?“ dabei zu einem der lustigsten Filme des Jahres 2000.


Fazit.
Wer des Englischen auch nur einigermaßen mächtig ist, sollte sich „O Brother, where art thou?“ unbedingt im Original angucken. George Clooney nimmt man zwar den sein Englisch zerdehnenden Redneck nicht so recht ab, aber der Südstaatenakzent der anderen Figuren ist in den meisten Szenen schon Grund genug, sich vor Lachen wegzuschmeißen.Wer sich mit einem urkomischen, schon fast Klassiker in Südstaatenoptik anfreunden kann, der wird bei diesem Film mit einem tollen Erlebnis belohnt werden. Fans vom Clooney George sind hier sowieso als Pflichtpublikum eingetragen, denn es ist wahrlich eine seiner besten Rollen. Für alle, die sich fragen, was es mit dem komischen Titel des Films auf sich hat: Dies ist eine Referenzan einen alten Filmklassiker von 1941, „Sullivans Reisen“ von Preston Sturges. In dieser Satire reist ein Regisseur inkognito als Landstreicher umher, um für sein sozialkritisches Werk „O Brother Where Art Thou“ zu recherchieren. 


So und hier auch wieder meine Empfehlung für den Film und für mich und lasst euch nicht wegwehen.



Bis dahin - Tschödeldö