19.02.12

Film•Peteback: Apollo 18 - oder; Wieso Steine doch gefährlich sind


Hallo am Sonntag!
Gott schon wieder 19 Uhr, wahnsinn wie schnell so ein Tag rumgehen kann. Ich bin vollgestopft mit Kaffee und Kuchen, weil ich heute mit meiner Familie meinen gestrigen Geburtstag zelebriert habe. Der übliche, kuchige Standard halt. So gestärkt geht's auch gleich schon los! :)

Heute fliegen wir zum Mond mit -
Apollo 18

"Apollo 18" ist ein Science-Fiction-Horrorfilm aus dem Jahr 2011 von Regiesseur Gonzalo López-Gallego. Der Film behandelt die Thematik um die amerikanischen Mondflüge und wieso diese eingestellt wurden.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Apollo 18
Deutscher Titel: Apollo 18
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Ganzalo López-Gallego
Drehbuch: Brian Miller, Cory Goodman
Produktion: Timur Bekmambetow (Wächter des Tages/der Nacht, Wanted) 


Es geht hier um eine Mondmission.Aber nicht nur um irgendeine X-Beliebige Mondmissio. Es geht hier um den Flug von "Apollo 18". Dieser fand 2 Jahre nach "Apollo 17" statt. Der Flug von Nr. 18 fand im alleinigen Auftrag des Verteidigungsministeriums und dem Ministeriums für die innere Sicherheit der Vereinigten Staaten statt und er war so geheim, dass nicht einmal die engsten Angehörigen der Astronauten erfahren durften, wohin die Reise wirklich ging. Naja gut, bei einer Mondmission, geht es halt nunmal zum Mond. Die 3 Männer, um die es in der Mission geht, stellen sich vor dem Start in offiziellen Interviews vor, wie es so üblich ist. Nathan Walker (Lloyd Owen), Kommandant der Mission, Benjamin Anderson (Warren Christie) Pilot der Mondlandefähre, und John Grey (Ryan Robbins) Pilot des Kommandomoduls, das im Mondorbit auf die Rückkehr der Mondlandefähre warten soll. Vom Start bis zur Landung läuft alles nach Plan, doch am Morgen nach ihrem ersten Landgang wartet auf Anderson und Walker schon die erste Überraschung. Eine Gesteinsprobe der Mondoberfläche, die ursprünglich in einer versiegelten Probentüte, einer Art Zippbeutel steckte, liegt plötzlich auf dem Boden der Raumfähre. Eigentlich sollte das unmöglich sein, da es auf dem Mond keinerlei Eruptionen gibt. Doch die beiden haben einfach keine Zeit sich damit genauer zu befassen und setzen so ihre Mission fort. Dass dies ein Fehler war, merken die beiden Astronauten leider viel zu spät...

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Was wir hier haben ist ein Found-Footage Film! Ja "Apollo 18" ist mal wieder ein Wackelkamerafilm. Filme wie [REC]. Paranormal Activity, Trollhunter, Cloverfield etc..Naja und nun geht es halt ab zum Mond, das kann ja was werden...

Produziert wurde der Film vom russischen Regiesseur Timur Bekmambetov, der Verfilmer von "Wächter der Nacht", "Wächter des Tages" und "Wanted". Er will hier wohl so etwas wie seine Variante des '"Blair Witch Project" auf dem Mond vorstellen und uns totale Hilflosigkeit, beängstigende Isolation und  nackte Angst auf unserem nächsten Himmelskörper aufzeigen. Bekmambetov polarisiert ähnlich wie David Cage (Heavy Rain, Fahrenheit) in der Game Szene, die einen halten ihn für einen Visionär, die anderen für einen Dummschätzer. Auch wenn er hier nicht Regie geführt hat, merkt man doch einen spürbaren Fingerabdruck von ihm, denn der Film kommt mit schicker, visueller Kraft daher und weiß mit Bildern zu überzeugen. Was diesen Film angeht, unterscheidet er sich vollkommen, von dem was er vorher produziert hat. In diesem Fall bedeutet es auch vorzutäuschen, dass wir hier alte Videoaufnahmenaus den wilden 70er Jahren vor uns haben. Ein vielversprechendes Konzept, was schon eine kleine Erwartung wachsen lässt, das uns hier etwas außergewöhnliches erwarten könnte. Was ist "Apollo 18" aber denn eigentlich? Eine Himmel- ähm Mondfahrtskommando, oder der leuchtende Stern am Wackelfilmhimmel?

Also ehrlich gesagt, die Geschichte von "Apollo 18" ist zwar eher simpel gehalten, bietet aber Raum für viel fiktive Echtheit und wie es eigentlich für das Genre üblich ist, einen bis mehrere Twists in der Handlung. Muss man mal drauf achten, ist in allen Found-Footage-Filmen so. In diesem Fall behauptet der Film von sich selbst, der authentische Zusammenschnitt der Aufnahmen einer geheimgehaltenen NASA-Mondmission zu sein, die von einer Organisation namens "Lunar Truth" dreißig Jahre später im Internet veröffentlicht wurde. Eigentlich schon ein indirektes, schlechtes Eingeständnis an die amerikanischen Behörden, dass die Leute da drangekommen sind. Was diese Filme also beweisen sollen ist, warum die NASE nie wieder Mondmissionen angesetzt hat, wobei uns ja das Argument der Finanzierung weisgemacht wird. Ob fiktiv hin oder her, den beiden Astronauten, gelingen einige fantastische Schnappschnüsse von der Mondoberfläche. Auch das Konzept der Isolation und der Einsamkeit wird gut eingefangen. Das wäre schonmal geschafft. Leider gibt es da immernoch einen gewissen Sinn für Authentizität, der uns kein ruckeliges Flimmern, keine plötzliche Bildstörung und auch nicht das allzu bekannte Weiße Rauschen ist mit von der Partie. Horror-Szenarien im Weltall wissen meist zwar allein schon aufgrund ihres beeindruckenden Settings leicht zu begeistern, man hat aber das Gefühl, dass Regisseur López-Gallego es sich irgendwie mit "Apollo 18" selbst unnötig schwer macht.

Die grundlegende Plotidee ist an sich ne feine Sache und wir haben hier sogar eine handfeste Verschwörugstheorie. Was will man da als geneigter Wackelfilmliebhaber mehr? Was mit aber so ein wenig gegen den Strich geht, sind die absolut bösartigen und blutdrüstigen Mondmonster, sie sich in der Fomr von einer Abart von Gesteinskrebsen, die im Ruhezustand von gewöhnlichem Mondgestein nicht zu unterscheiden sind, präsentieren. Da Krebse auf der Erde ja nicht unbedingt die herrschende Rasse sind, haben sie es sich halt auf dem Mond gemütlich gemacht. Wieso auch nicht? Leider geben die kleinen Krabbler auch nicht mehr her, als ein bisschen Steinewackeln, und Krabbelbeide ausstrecken. Frage ist wovon sich die kleinen Gesellen sonst so ernähren, wenn nicht grade mal eine Mondtouristengruppe über die Mondoberfläche spaziert. Vielleicht lutschen sie Steine aus oder schnüffeln Mineralien aus dem Staub, wer weiß. Wer ein bisschen was von Physik versteht oder von Raumfahrt, der wird hier ein paar Logikfehler entdecken, die dem unwissenden Filmfreund nicht unbedingt auffallen werden.Der Film zielt darauf ab, dass man sich auf ihn einlässt und ihn für voll nimmt. Nur so kann man ihn richtig auf sich wirken lassen und so macht er auch für einen selber Sinn. Gruselt erwartet man hier vergebens, außer man ist von der extrem zart beseiteten Sorte. Dunkle Mondkrater, Blitzlicher, Störbilder und schnelle Bewegungen. Das versteht man anscheinend hier und einem packenden Nervenkitzel.

Was ziehen wir daraus für ein Fazit?
Ein Fehlschlag ist "Apollo 18" denn doch nicht so wirklich. Wer einen kleinen soliden Wackel"schocker" sehen möchte, der ist hier an der richtigen Adresse und Freunde von Verschwörungstheorien werden hier auch auf ihre Kosten kommen. Mich hat der Film über die 90 Minuten nett unterhalten und ich bereue es nicht ihn gesehen zu haben. Alle anderen, die mit Mond, Krebsen und minderen Schockmoment nichts anfangen können, nehmt euch einen der Genre Kollegen vor. :)


Dann viel Spaß beim anschauen und meine Empfehlung für diesen Film.

Bis dahin - Tschödeldö





Bilder: http://www.joblo.com/movie-news/review-apollo-18
            http://www.looki.de/gfx/product/34/34245/screenshot/113972_800.jpg
            http://www.fandomobserver.de/wp-content/uploads/2011/12/apollo_eighteen_xlg.jp
Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_18_%28Film%29
             http://www.moviesection.de/film/1220-Apollo_18

Kommentare:

  1. Huuu, ich mag Raumfahrten, ich mag Verschwörungstheorien. Ich muss diesen Film gucken! :D

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  2. Gut, dann wohl kein Film für mich. Gesteinskrebse... nee, da warte ich lieber auf Prometheus.

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    1. Naja die beiden Filme lassen sich ja gar nicht vergleichen^^

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