30.03.12

Es ostert sehr!

Osterferien mit Thomas Cook

Ich hab auf dem Blog von Raine von dieser osterigen Osteraktion von Thomas Cook gelesen und bin auch gleich bereit auch ein Ei auf meinem Blog zu verstecken. Macht doch auch mit. Es lohnt sich! :)


Bis dahin - Tschödeldö

28.03.12

Konsumfreude: Pete BACK to the Future =)


Ich war heute nach der Arbeit kurz im Marktkauf, weil ich unbedingt Rockstar Energy Tropical wollte. Yummi. :-9 Da ließ ich mich nicht lumpen und bin auch durch die Medienabteilung geschlendert, auf der Pirsch nach Schnäppchen oder Ähnlichem. Dabei fiel mir das folgende Goldstück für den Spottrestpostenpreis von 5.99 € ins Auge. Da ich nur knapp sieben Euro in der Tasche hatte, war dies ein Wink des Schicksals. Prais the Lord!


So habe ich drei Filme der Extraklasse bekommen und dazu auch mein Rockstar. Was für ein Tag. ^_^


Bis dahin - Tschödeldö



26.03.12

[52 Games] - Der Real-Life-Sound aus dem Flimmerkasten


Eine fröhliche neue Woche wünsche ich euch und wir fangen wir fangen, wie immer in letzter Zeit, an mit dem Projekt [52 Games]. :)

#9 - Klang
- Grand Turismo -


In letzter Zeit schreibe ich immer nur über Spiele, wozu mir irgendwie eine Geschichte aus meinem Leben einfällt. Mal gucken wie lange ich das noch fortführen kann. :D

Es begab sich zu der Zeit, wo ich noch mit meinem SNES rumdaddelte und mein Cousin schon die Playstation 1 hat. Er hatte sie zum deutschen Release bekommen. Dazu muss man noch wissen, dass er schon immer vernarrt in Autos war. Klar durften da die ersten beiden Teile von Gran Turismo, dem Autofreakspiel überhaupt, nicht fehlen. Das dumme ist nur, das es über all die Jahre bis zur PS2 bei den Gran Turismo Teilen geblieben ist, neben ein paar Spielen, die eigentlich totale Grütze waren. Nun was blieb da anderes übrig als halt GT zu zocken, wenn ich bei ihm war. Es hat auch schon Spaß gemacht, aber ich war nie so der Rennspielfreund und das bis heute nicht. Rennsportspiele und Sportspiele im Allgemeinen gehen mir hoch, runter, links, rechts - Meilen weit am A. vorbei und sie machen auch keinen Spaß meiner Meinung nach. Ja einer gewaltig großer Teil der Gamer Community sieht das anders. Dünnes Eis, ganz dünnes Eis. :D
Nun jedenfalls war nicht sonderlich von dem Spiel angetan, obwohl es technisch gesehen über jeden Zweifel erhaben war, das musste man der Disc lassen. Und man kann sich ja vorstellen, wie so eine Spiel Session aussieht, wenn man einen totalen Fanboy dabei hat und einen der nichts mit dem Genre anfangen kann. Ich habs aber immer gut ausgehalten, wie gesagt, es machte ja Spaß.
Dennoch kann ich mich an das eine Mal erinnern, wo mein Cousin mich versucht hat zu begeistern, in dem er mir den virtuellen Fuhrpark vorführte. Ganz angetan hatten es ihm die Motorgeräusche. Die schon einiges her machten, da er eine Art vorsinnflutliche, selbstgebaute Surround Anlage besaß. Dennoch es ist in purer Extase aufgegangen als die virtuellen Motors aufbrummten und heulten. Halt so extatisch, wie ein 14 Jähriger bei Motorgeräuschen werden kann. Ich stand der Sache ein wenig skeptisch gegenüber und dazu noch verständnislos. Wieso kann man auf so lächerliche, mit dem computer generierten Motorklänge so viel geben?
Vermutlich muss man wirklich Fan des Genres sein um es zu verstehen und um es zu führen. Aber ich versteh es bis heute nicht, wie auch jetzt noch bei den High End Konsolen, die Spieler vor Verzückung auf die Knie fallen, wenn sie das virtuelle "Brumm Brumm" eines Mustangs hören...



Bis dahin -Tschödeldö


25.03.12

Film•Peteback: Julie & Julia


Ich hab nen kleinen Falter oder ne Motte im Zimmer. Das mal so nebenbei...

Heute gibt es
Julie & Julia

"Julie & Julia" ist eine Komödie von Regiesseurin Nora Ephron aus dem Jahr 2009. Das Drehbuch basiert auf dem Buch "Julie & Julia: 365 Tage, 524 Tezepte und 1 winzige Küche" von der Blogautorin Julie Powell.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Julie & Julia
Deutscher Titel: Julie & Julia
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2009
Länge: ca. 120 Minuten
Regie: Nora Ephron
Drehbuch: Nora Ephron (Roman: Julie Powell)
Produktion: u.a. Laurence Mark, Nora Ephron


1948 erfüllt sich Julia Child (Meryl Streep) nach langer Zeit einen Lebenswunsch und zieht mit ihrem Mann Paul (Tanley Tucci), der amerikanischer Botschafter ist, nach Paris. Dort arbeitet sie zuerst als Hutmacherin, während sie ihrem Mann den Rücken stärkt, der dabei ist seine Karriere auszubauen. Dennoch fühlt sie sich nicht ganz erfüllt und findet ihre Berufung im Kochen. Obwohl man ihr in den pariser Kochschulen sagte, dass sie keinerlei Talent für die Küche besitzt, fasst sie den Entschluss mit drei weiteren Frauen ein Kochbuch für die fanzösische Küche für Amerikaner zu schreiben und herauszubringen. Das läuft, wie viele Buchveröffentlichen nicht ohne Probleme, die vorallem zwischenmenschliche un finanzielle Probleme aufwirft. Dennoch begeistert ihr Kochbuch die Amerikaner und revolutioniert die amerikanische Küche. Im Jahr 2002 steckt die Junge Zeitarbeiterin Julie Powell in einer kleinen Lebenskrise. Als neue Aufgabe fasst sie Julia Childs Kochbuch ins Auge und will in einem Jahr alle Kochrezepte des Kochbuchs, welches weit über 500 Rezepte umfasst, nachkochen. Dabei führt die einen Blog um ihre Erfahrungen mit der Welt zu teilen, welcher auch nach und nach zu Berühmtheit wird.

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Was kommt einem vor Augen, wenn man sich die amerikanische Küche vorstellt? Nun, wir als Europäer beschränken unsere Vorstellung darauf, das gutes Rindfleisch zerhackt und gibt gebraten wird, bis es dann zwischen zwei Weißbrothälften verschwindet und sich mit verschiedenen Soßen und Salat und nem Gürkchen zur Ruhe bettet. Das die amerikanische Küche auch ein wenig mehr beinhalten kann und längst nicht so farblos ist, wie man sie sich vorstellt, kann man in diesem Film sehen.

Julia Child, unsere erste und meiner Meinung nach auch wichtigere und ernstzunehmendere Hauptperson ist in Frankreich und auch in anderen europäischen Länder herumgekommen, welche ihre Rezeptrepertoir sehr geprägt haben. Geradezu ein genialer Einfall ein Kochbuch aufzusetzen um den Amerikanern die europäische und vorallem die französische Küche mit ihrer Feinheit und Vielseitigkeit näher zu bringen.  Das dies allgemein gut ankam ist bekannt. Die Geschichte um Juila ist interessant und voller Wendungen, Positive wie Negative. Sie lernt die französische Küche kennen und schätzen und lernt sie sich zu eigenen zu machen. Auch gegen alle Meinungen, dass sie keinerlei Talent in der Küche besitzt und es lieber bleiben lassen soll. Julia ist eine starke Frau mit einem starken Willen und vorallem eine überzeugte Optimistin und Lebenskünstler. Da lag es schon fast auf der Hand das Meryl Streep diese Rolle bestens verkörpern kann und die Rolle der Julia macht ihr sichtlich Spaß und sie lebt sie regelrecht.  Schon an dieser Rolle merkt man wie vielseitig diese Schauspielerin ist und genau so vielseitig wie Julia Child selber.
Entgegen der Storyline um Julia Child, steht die Storyline von Julie Powell. Kochen konnte sie schon immer irgendwie so ein bisschen, aber bis zu dem Zeitpunkte, wo sie das Projekt "Julie/Julia" in Angriff nahm, war es nichts Halbes und nichts Ganzes. Auch resultiert ihr Entschluss zu dem Projekt nicht wie bei Julia aus Überzeugung, einem neuen Horizont oder einem Traum, sondern eher aus den niederen Beweggründen. Julie hat in ihrem Leben als Hausfrau und Zeitarbeiterin wenig Perspektiven und ihre glamoureusen Freundinnen, die wie eine schlechte Kopie der Damen aus "Sex and the City" wirken, lassen die kleine Julie nur nochmehr in den Sumpf aus Unerfülltheit und Neid rutschen. Sie wirkt entgegen dieser Frauen wie ein Mauerblümchen, wie ein Bücherwurm unter den Cheerleadern. So entschließt sie sich einen Blog zu eröffnen und vermutlich sich und der Welt etwas zu beweisen. Dennoch ist Julie keine so interessante Persönlichkeit wie Julia, obwohl Julia dabei die Rolle der "Amerikaner" inne hat. Sie kocht die Rezepte des Kochbuchs und hat sichtlich Schwierigkeiten dabei und ist mehr als einmal am Rand der Verzweiflung. Ähnlich wie Julia in ihrer Lernphase gibt sie allerdings nicht auf, wobei die Lebensgefährten an ihren Seiten immer mit einer helfenden Hand da sind, wenn sie gebraucht wird. Im Verhältnis, lassen sich auf Julies Konto die meisten Lacher verbuchen, die mit ihrem kindlichen Wesen und ihrer Tollpatschigkeit zu tun haben. Julia hingegen glänzt hingegen durch zynischen und auch gerne bissigen Humor.

Schon im Trailer wird mit dem Slogan "Nach zwei wahren Geschichten" geworden. Das mag gerne stimmen, aber meiner Meinung nach, waren die Geschichten um die beiden Frauen nicht gleich gewichtig, was der Handlung wirklich zu Gute gekommen wäre. Man arrangiert sich aber gerne mit den beiden Hauptpersonen, weil beide doch auf ihre Weise sehr liebenswert sind. Außerdem wird beim Zuschauer wohl alle 10 Minuten ein Appetitsgefühl melden, denn der Film kommt kaum ohne Szenen aus, wo keine Köstlichkeiten aufgetischt werden, sei es vom Schokoladenkuchen bis zur Pastete über den Hummer zu Königberger Klopsen. Man möchte in den Bildschirm hineingreifen und am liebsten mehrmals selber kosten. Nomnomnomnom :3
Fazit.
Mit "Julie & Julia" bekommt man eine ausgereifte Komödie und gute ca. 2 stündige Unterhaltung geboten. Dazu noch ein dauerndes Gefühl von Neid um die ganzen Leckerein im Film und außerdem zwei weibliche Schauspielerinnen, denen die Rollen wie auf den Leib geschnitten erscheinen. Auch der Humor kann in jedem Fall überzeugen und wirkt vorallem nie deplatziert, da der Humor nur immer so ernst ist, wie die Hauptdarsteller selbst. Wohl ist der Film ein wenig darauf ausgelegt, für welche der Damen man sich mehr interessiert und wen man lieber verfolgen würde, dennoch muss man sich mit beiden arrangieren, was auch eigentlich nicht schwer fällt. Ich kann dieses Film nicht nur Frauen empfehlen, denn für einen netten DVD-Abend mit ein wenig selber kochen, ist dieser Film wirklich gelungen und unterhaltend.


Bis dahin - Tschödeldö




 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Julie_%26_Julia
             http://www.moviemaze.de/filme/2973/julie-julia.html
Bilder: http://kitchenattempts.wordpress.com/2009/10/17/who-is-your-julia-child/julie_julia02/
            http://the44diaries.wordpress.com/2010/02/20/nominated-for-best-actress-meryl-streep-julie-julia/
            http://zweipunkt.over-blog.de/article-julie-julia-59433308.html
            http://www.savory.tv/2009/07/22/julia-child-quotes/
            http://madameguillotine.org.uk/2011/04/05/julie-julia/

22.03.12

Fuuuuuusion! Haa! ...Waa...was? Oh! Hat ja funktioniert + Game•Peteback :)


Irgendwie hab ich doch nicht nur fantasiert, als ich den Post über "Game Fusion" gemacht habe. Nun ist es endlich soweit und es wurden zwei super Videospielgrößen kombiniert und ich rede hier nicht von Street Fighter X Tekken. Nein bei dieser Fusion trifft neu auf alt, zwei Spiele die in ihrer Zeit etwas revolutionäres hätten.

Die Zeit ist gekommen für 
MariO

Jawoll es ist passiert! Man hat wirklich das gute alte Mario Bros. für den NES mit Portal kombiniert. Das nicht nur mit Portal, sondern auch mit Potal 2. Ich hab das ganze mal zur Genüge gespielt und kann davon schon kleines Fazit ziehen. Zuerst mal ist das Spiel zum Download als Freeware freigegen, was klasse ist. Doch was bekommt man bei "MariO"? 

Man hat hier 3 Möglichkeiten. Entweder man spielt das Original Mario Bros. mit dem guten, alten Klempnerkollegen Mario, der aber nun mit eine Portalkanone ausgestattet wurde. Ziel ist also das Schloss und die Fahne am Ende zu erreichen. Dabei lassen sich das orangene und das blaue Portal, mit der linken bzw. rechten Maustaste platzieren. Meiner Meinung nach ist das ganze nicht so gelungen, weil die Portalkanone eigentlich wenig richte Verwendungszwecke findet, außer man legt es voll darauf an. Dennoch lassen sich gerne mal ein paar gefährliche Situationen damit entschärfen. Man kann Gegnet einfach hinter sich platzieren, oder ein Abgründe laufen lassen. Yippi! Die andere Möglichkeit die sich bietet ist, dass man eine Reihe von Testkammern mit dem Klempner durchläuft. diese sind in der üblichen Portal-Optik gehalten, also recht futuristisch, wie GlaDOS das halt so mag. Dabei werden auch wieder die Schalter eingesetzt, die Würfel, aber auch die Sprungplatten, Laserbrücken und die innovativen Geels kommen zum Einsatz. Diese lassen einen höher springen oder beschleunigen einen. Die Levels sind gut durchdacht und machen auch Spaß, wobei die Steuerung etwas träge und ein wenig schwammig ist. Außerdem rutscht Mario ein wenig und hat keinen sofortigen Stand nach einem Anlauf oder einem Sprung. Man muss auch sagen, dass das interessanteste auch nur die Mariofigur ist, die aber doch in dem Spielgeschehen sehr austauschbar wirkt.
Die dritte Möglichkeit ist, dass Mappacks herunterladen kann und mit einem Editor auch eigene Maps für das Spiel erstellen kann. Dies wird wohl der größte Vorteil des Spiels sein, da man hier auf seine eigene und auch die Kreativität der anderen zählt. Ich glaube, dass da ein paar fantastische Fan-Maps bei rauskommen werden, die die vorinstallierten Maps bei weitem übertreffen werden. Dazu kann man das Spiel noch mit einigen Mods aufpeppen und nen Multiplayer gibts auch. Prachtvoll!

Es lohnt sich eigentlich wenig über das Spiel zu meckern. Es ist wirklich eine lustige Idee und wer Lust bekommen hat, darf es hier auf der Seite von stabyourself.net. Da gibts auch noch ein Paar Infos, die ich vielleicht nicht genannt habe. Ich wünsche dann viel Spaß beim anspielen und ausprobieren. Ich jedenfalls hatte meinen Spaß damit und werd ich bestimmt noch ein bisschen länger haben.



Bis dahin -Tschödeldö


Film•Peteback: One Hour Photo


Willkommen zum Peteback von
One Hour Photo

"One Hour Photo" ist ein ein US-amerikanisches/er Drama/Thriller von Regiesseur  Mark Romanek uas dem Jahre 2002. In dem Film zeigt Robin Williams auch mal seine dunkle Seite und zeigt, was Fotos alles bedeuten können.

Trailer

Fakten
Originaltitel: One Hour Photo
Deutscher Titel: One Hour Photo
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2002
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Mark Romanek
Drehbuch: Mark Romanek
Produktion: u.a. Christine Vachon


Sy Parrish (Robin Williams) ist ein normaler Angestellt, der in einem großen Supermarkt in der Fotoabteilung arbeitet. Die Fotographie ist sein einzige Passion und so geht er mit großer Sorgfalt und mit Liebe zum Detail bei der Entwicklung der Fotos vor. Er betrachtet seine Arbeit als sehr wichtig, da er für andere Menschen die schönsten Momente im Leben von der Filmrolle aufs Papier bringt. Wenn der Supermarkt seine Pforten schließt, wird Sy in sein tristes Privatleben ohne Hobbys und Freunde entlassen. Er fristet sein Dasein in seiner blitzsauberen Wohnung, die bis auf ein Zimmer, in sterilen Einheitsgrau gehalten ist und ein wenig Krankenhausflair versprüht. Die private Tristesse macht sich auch in Sys Auftreten bemerkbar. Anderen Menschen gegenüber wirkt er stets verunsichert, versucht aber trotzdem seine Unsicherheit durch netten Smalltalk zu überspielen. Auch durch seine hauptsächlich grau und hellbeige Kleidung will Sy möglichst wenig auffallen und geht nahezu chamäleonartig durch die Welt. Entgegengesetz die Familie Yorkin, mit Nina (Connie Nielson), Will (Michael Vartan) und Sohn Jake (Dylan Smith). Er entwicklet die Fotos des jungen Paars, seit ihr Sohn geboren wurde und hat sich für alle abgegebenen Fotos insgeheim ein Abzug gemacht, die er an einer Fotowand zu Hause ausstellt. Er ist ganz vernarrt in die Familie und vorallem in Nina Yorkin. Wohin soll das nur führen...

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Hier haben wir einen interessanten Fall von Regiearbeit. Regie sowie das Drehbuch für den Film stammt von Mark Romanek. Wer Romanek nicht kennt, dem sei gesagt, dass sich Romanek in seiner bisherigen Laufbahn auf Musikvideos beschränkt hat. Dennoch ist er keine unbekannte Größe und hat mit Musikgrößen wie Lenny Lravitz, R.E.M., Madonna, Nine Inch Nails, Micheal Jackson und Red Hot Chili Peppers zusammengearbeitet und für sie Musikvideos geschrieben und dort Regie geführt. Wie kommt dann sojemand zu einer Filmregie. Man weiß es nicht, aber was er hier in seiner ersten großen Regiearbeit abgeliefert hat, kann sich sehen lassen.

Das sich "One Hour Photo" wirklich sehen lassen kann, liegt vermutlich an dem Hollywood-Zugpferd Robin Williams, der in dem Film mehr zu tragen kommt, als seine Rolle vermuten lässt. Allgemein kennt man ihn als netten Menschen. Die perfekte Frohnatur, aber auch als Schauspieler, der gerne die Rolle von Familienvätern übernimmt oder jedenfalls Rollen, die für das familiäre Publikum bestimmt sind. Beispiele finden sich in seiner Filmografie reichlich. Dennoch haben wir in diesem Fall Williams in einer ganz anderen Situation. Er ist kein Familienmensch, er ist höflich, aber nicht jedem gegenüber freundlich, er introvertiert, verschroben und auch irgendwie latent gefährlich.  Er ist nicht der Vorzeigebösewicht, dennoch weiß er den Zuschauer aber die Messange zu übermitteln "Pass bloß auf!", stille Wasser sind ja bekanntlich die Tiefsten. Sy ist auch der einzige Charakter, der in dem Film richtig und mit reichlich Informationen dargestellt wird. Das ist natürlich nötig, zu der Person die er verkörpert, dadurch rutschen die anderen Darsteller doch aber sehr in den Hintergrund. Genau genommen wirkt es wie ein Portrait eines psychisch-labilen Menschen, denn die meiste Zeit im Film ist man mit Sy unterwegs. Man erlebt nur kurze Augenblicke wo das Leben der Yorkins gezeigt wird und wo er mit ihnen interagiert, dann beginnt wieder die "Sy-Show".Das ist auch einer der wenigen Kritikpunkte. Sy ist nicht unbedingt jemand, den man 80% des Film verfolgen möchte, mit seinem tristen Erscheinungsbild. Auch ist der Film nicht so sehr spannungsgeladen, wie man es sich von einem Thriller wünschen würde. Die meiste Spannung wird dadurch generiert, dass man darauf wartet das Sy endlich mal ausbricht, jemanden kalt macht, total abdreht und sonst irgendwie etwas in der Art.  Aber in dem Fall heißt es warten...

Auch die eingeschobenen Szenen wo man frontal sieht, welchen Grund es auf immer haben mag, sind etwas nervend. Jedenfalls dann, wenn man Robin Williams durch Maske gealtertet Mondgesicht nicht unbedingt leiden kann. Hingegen schön ist, dass die Off-Stimme die Informationen einbringt und Sachverhalte erleutert von Sy selbst kommt, was ihm eine allwissende Sicht auf die Dinge einbringt. Er ist wie als ob er eine Geschichte in der Retrospektive erzählt. Dennoch wartet die Geschichte mit den knackigen Szenen bis zum Schluss, was auch im Nachhinein verständlich ist, denn der Film lebt von seiner Entwicklung. Man wird sich auch ganz schön auf Glatteis geführt, was Sy und seine Beziehung zu den Yorkins angeht und schließlich merkt man, dass man ihn doch nicht so gut durchschaut hat, wie man es aus seinen Handlungen vermuten würde.

Fazit.
Wer einen ausgeklügelten Thriller erleben möchte, mit Spannung und einer wirklich interessanten, sowie mysteriösen Hauptperson, der kann hier nichts falsch machen. Wer hier rohe Gewalt und einen endlos psychopathischen Killer wartet, wird leider enttäuscht werden. Robin Williams Stammsprecher Peer Augustinski ist auch am Start, von der Seite bekommt man die gewohnte, warme Stimme in den Off-Kommentaren. Mir hat der Film sehr gut gefallen, auch wenn er nicht unbedingt einen Wiederansehwert hat. Die Spannung ist dann leider raus.


Bis dahin - Tschödeldö




 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/One_Hour_Photo
             http://www.moviemaze.de/filme/414/one-hour-photo.html
Bilder:  http://www.pixmonk.com/wp-content/uploads/ohp.jpg
             http://www.cinefacts.de/dvd/db/coveranzeigen.php?id=5584&bid=5584_78f95e863671bc8c7ddb1ae2cf160454
             http://www.paderkino.de/kritiken/03/one_hour_photo.html

20.03.12

[52 Games] - Meine Stadt, mein Viertel, meine Gegend...


Herzlich willkommen zum ersten Post in der ersten sonnig-frühlingshaften Woche dieses Jahres! Die Sonne und die Temperaturen steigen und außerdem steht das Projekt [52 Games] mit einem neuen Thema in den Startlöchern. Dabei fangen wir auch gleich ohne die allzu große Umschweife an. Nach dem Thema "Natur" kommt nun das genau gegenteilige Thema dran. Das wird ja was...

#8 - Stadt
- Assassin's Creed: Brotherhood -


"Heute morgen Hundekadaver in Gasse, Reifenprofil auf aufgeplatztem Bauch. Die Stadt hat Angst vor mir, ich kenne ihr wahres Gesicht. Die Straßen sind Rinnsteine. Und diese Rinnsteine sind voller Blut. Und wenn die Gullies schließlich verstopfen, ersäuft all das Ungeziefer. Der dreckige Morast aus Sex und Mord wird ihnen bis zur Hüfte gehen. Und all die Huren und Politiker werden aufblicken und rufen - Rette uns! Und ich werde flüstern - Nein...

- Rorschach   


Nun fragt man sich zurecht, was Rorschach mit "Assassin's Creed Brotherhood" und unser Rächer Ezio zu tun hat. Allerdings fand ich dieses Zitat aus dem Film "Watchmen" doch recht passend auf das Spiel und auch passend zum Thema dieser Woche. Wer das Zitat auf das Spiel anwenden und analysieren möchte, kann das unten in den Kommentaren gerne tun. :) Nun sollte ich mich erstmal fürmeine Spielwahl rechtfertigen.

Seit dem grandiosen zweiten Teil von Assassin's Creed, ist es Gang und Gäbe geworden, das hart verdiente Geld in die Renovierung von Geschäften, Bauwerken und Häusern, sprich ganzen Städten zu stecken. In "Assassin's Creed 2" hat man mit Mühe und hohen finanziellen Aufwand die neue Heimat Montereggioni in der Toskana wieder flott gemacht. Man renoviert von Geschäften bis zum Brunnen alles was nicht mehr schön ist und auch ein paar Gemälde werden in der Villa von Ezio aufgehangen. Durch die Renovierung der Bank und allem drum und dran wird auch wieder Geld in den Geldbeutel unseres Helden gespühlt. In der Weiterführung "Assassin's Creed Brotherhood" geht es auch wieder daran eine Stadt finanzielle wieder auf Hochglanz zu bringen. Doch statt einem kleinen Dörfchen wie Montereggioni wieder auf die Beine zu helfen, geht es nun daran Rom wieder aufzubauen. Ja. Rom. Heißt der Spieler hilft Ezio dabei, die Borgia-Türme, die den Machtbereich der Herrscherfamilie darstellen niederzubrennen und dann noch Stadtteile zu renovieren, Gemälde zu kaufen und imposante und bekannte Gebäude und Bauwerke zu erstehen. Die Borgia-Familie hat den Unterhalt der Stadt nämlich ganz schön schleifen lassen und Verfall, Korruption und Kriminalität regieren in den Straßen. Klar, dass der Hobbymeuchler Ezio Auditore die Sache dann in die Hand, oder besser in die Klinge nimmt. In Brotherhood lässt sich der ganze Aufwand dennoch besser organisieren, weil man nun die getöteten Gegner ausrauben kann, das gibt ne kleine Finanzspritze. Da kommen wir mal zu einem Punkt, der mich in dem Spiel stutzig gemacht hat und weshalb ich das Spiel gewählt habe. 

Fassen wir mal zusammen; Wir renovieren beinahe ganz Rom, eine damalige Weltstadt als Einzelperson, mit Mitteln die wir durch Beutezüge, Meuchelei und Diebstähle finanziert haben und kaufen dann noch die Gebäude und Bauerwerke, die wir heute alle als Wahrzeichen der Stadt kennen. Ist klar. Wer wird da damals schon Fragen stellen, wenn ein einzelner Mann mal eben ganz Rom aufkauft und die Familie Borgia auch noch freiwillig alles abdrückt. Man stellt ja keine Fragen. Geldwäsche ist eine feine Sache und sicher hat das damals auch ganz gut geklappt. Aber das der meist gesuchte Mann Italiens, Ezio Auditore, der Meistermeuchler und Aufreiber der päpstlichen Familie Borgia, einfach mal die Hauptstadt des Landes kaufen kann, ohne das es einem aus der Familie komisch vorkommt, halte ich für merkwürdig. Ich weiß nicht ob ich da ein bisschen pingelig bin, oder ob ich irgendwelche klugen Pläne der Assassinen überhört und sehen habe, aber für mich ist das ein kleines Logikloch. Es wäre ja zumalen nicht das einzige Logikloch, was in der Spielreihe existiert. Aber eigentlich hat der Stadtaufbau schon wieder irgendwo Spaß gemacht. Wer es bei dem genannten Logikloch besser wissen sollte, darf mich gerne belehren. :)


Bis dahin - Tschödeldö



18.03.12

Film•Peteback: Kikujiros Sommer


Willkommen zum Sonntag, diesem sonnigen Sonntag. Und weil dieser sonnige Sonntag so sonntag...äh...sonnig ist, gibts auch ein sommer-sonniges-Sonntags-Peteback! :)

Heute gehen wir auf Reisen in
Kikujiros Sommer

"Kikujiros Sommer" ist eine japanische Roadmovie-Komödie/Abenteuerfilm/Drama von Regiesseur Takashi Kitano aus dem Jahr 1999. Der zeigt auf interessante Weise, wie zwei unterschiedliche Charaktere, ein Kind und und ein Taugenichts, zusammen eine Reise erleben.

Trailer

Fakten
Originaltitel: 菊次郎の夏, Kikujirō no Natsu
Deutscher Titel: Kikujiros Sommer
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 1999
Länge: ca. 120 Minuten
Regie: Takeshi Kitano
Drehbuch: Takeshi Kitano
Produktion: u.a. Masayuki Mori
Musik: Joe Hisaishi (! ! ! !)


Der achtjährige Halbwaise Masao (Yusuke Sekiguchi) wächst bei seiner Großmutter auf. Während der Sommerferien beschließt er, sich auf die Suche nach seiner Mutter, die er nie gesehen hat, zu machen. Begleitet wird er dabei vom Nichtsnutz Kikujiro (Takeshi Kitano), dem Mann einer Bekannten seiner Großmutter. Nachdem dieser zuerst sein eigenes Geld und dann auch Masaos Reisebudget auf der Rennbahn verspielt, setzen sie die Reise zu Fuß fort. In der Folge müssen der grob auftretende Tunichtgut Kikujiro und der stille Masao eine Vielzahl von abenteuerlichen und mitunter auch absurden Situationen meistern. via


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Ein Roadmovie, oder doch eher ein Abenteuerfilm, oder doch schon eher ein Kinderfilm, vielleicht auch ein bisschen Drama und Heimatfilm? Ehrlich gesagt bin ich nicht ganz sicher, was ich hier nun genau gesehen habe und ich kann mich da auch schwer festlegen.

"Kikujiros Sommer" ist Takeshi Kitanos achter Film und hier kommt der Allrounder, der nebenbei Moderator ist und wie gesagt Regiesseur, aber auch Sänger und Comedian, endlich mal aus dem "Böser Bube"-Image seiner Vorgängerfilme raus. Auch für diesem Film hat sich Kitano das Drehbuch selber geschriebe und vielleicht hat er auch ein wenig Charakter aus anderen Filmen in seine Rolle als Kikojiro einfließen lassen. Das ist auch so eine Sache die mich kurz nach dem Anfang des Film überraschte, dass nämlich der kleine Junge gar nicht Kikujiro heißt. Kikujiro ist der ältere Mann, der Masao auf der Reise zu seiner Mutter begleitet. Das hat mich ein wenig verwirrt, weil ich dachte, dass das Augenmerk mehr auf dem Jungen liegen würde. Dennoch merkt man schnell, dass hier zwei Charaktere gleichermaßen im Vordergrund stehen und so soll es auch sein. Hierbei entdeckt man auch sehr schön die Tiefe der Charaktere. Man lernt sie nach und nach kennen, sowie die beiden erstmal ungleichen Hauptfiguren sich kennenlernen. Dabe ist vorallem Kikujiro interessant, weil er im Schnitt sehr wenig sagt, aber wenn er was sagt, ist es auch nicht immer hilfreich und intelligent. Man merkt schon aus welcher Richtung der Mann kommt. Er ist verschlagen, teils hinterhältig, fordernd, vorlaut, rechthaberisch, egoistisch und schon so ein kleiner Gauner. Dennoch hat er, wie sollte aus auch sonst sein, das Herz auf dem rechten Fleck und trumpft durch Bauernschläue auf, denn er hat in seinem Leben gelernt, wie man sich am besten durchschlagen kann. Die Tricks die er dabei anwendet, sind dann doch manchmal fragwürdig.

Masao hingegen ist auch kein Junge der vielen Worte. Er möchte einfach nur zu seiner Mutter und gerät dabei in eine Abenteuer hinein, dass er sich anfangs nicht einmal ausdenken könnte. Dennoch folgt er seinem Reisepaten auf Schritt und Tritt und macht auch bei seinen Tricks wortlos und mehr oder minder engagiert mit. Dabei wird er dem Kikujiro immer offener gegenüber und er entwickelt Sympathie für den Mann, der ihn da in eine geldlose Situation hineingebracht hat. Die beiden Wanderer scheinen auf den ersten Blick sehr verschieden, haben doch im Kern sehr viel gemeinsam, auch wenn das nicht immer ausgesprochen wird. Vermutlich sieht sich Kikujiro in Masao wieder, weil er als Kind es auch nicht einfach hatte und auch keinen Vater hatte. So übernimmt er im Verlauf der Handlung immer mehr die Rolle eines Vaters, was ihm selber gar nicht so auffällt.

Der Film zeichnet sich eindeutig durch die Bilder und Handlungen der Personen aus, wodurch auch die Komik entsteht. Die Dialoge sind hier reine Nebensache und auch nicht immer sehr aussagekräftig. Das liegt vermutlich daran, dass Takeshi Kitano vor seinem Regiedebut eher als Komiker bekannt war und man diesen Film mit fetzigen und lustigen Dialogen nicht wirklich ernst genommen hätte und die Aussage damit verschwimmen würde. Wie schon erwähnt kommt die Komik durch die Bilder. Dabei spart Kitano in seiner Rolle als Kikujiro nicht an gut platzierten Slapstick-Einlagen, die den geneigten europäischen Zuschauer nicht ganz zum lachen bringen dürften, aber dennoch unterhalten. Slapstick wird auf der Welt als Komik überall verstanden und so hat sich Kitano ein gutes Werkzeug für den Humor im Film ausgesucht.
Wie oben in den Fakten rot angestrichen, ist die Musik sehr ausgeprägt und ausschlaggebend in diesem Film. Kitanos und auch Studio Ghiblis Hofkomponist Joe Hisaishi hat die musikalische Untermalung des Films in die Hand genommen. Dabei schwanken die Tracks zwischen Freunde und Melancholie, zwischen Piano und Streichern, zwischen ruhig und langsam und laut und schnell.

Hier das musikalische Hauptthema des Films mit dem passenden Titel "Summer"


Fazit.
Mit "Kikujiros Sommer" haben wir hier einen speziellen Film, der nicht jedem auf Anhieb gefallen wird. Der Film braucht seine Zeit sich zu entwickeln, damit sich der Zuschauer mit ihm anfreunden kann, sowie die beiden Hauptcharaktere. Wer einen schönen Roadmovie im japanischen Stil sehen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Man sieht hier auch wirklich viele Schauplätze und bekommt einen Eindruck von Japan Ende der 90er. Die Charaktere sind interessant und haben ihr e Tiefe und die Handlung weiß sich auch zu entwickeln und wie gesagt, der Film spricht durch seine Bilder. Wer Lust auf den Film bekomme hat, darf ihn sich gerne mal zu Gemüte führen. Alle anderen, die mit der Thematik nichts anfangen könnnen lassen lieber die Finger davon.



Bis dahin -Tschödeldö




 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Kikujiros_Sommer
Bilder: http://www.wirsindmovies.com/?m=201106
            http://www.waydoo.de/item/10/de/4291
            http://www.buecher.de/shop/komoedie/kikujiros-sommer/takeshi-kitano/products_products/detail/prod_id/31072891/

14.03.12

Anime•Peteback: Angel Beats!


Es ist schon eine kleine Weile her, seit ich das letzte Mal über einen Anime geschrieben habe. Es kam mir in letzter Zeit nichts unter die Finger, über was ich hätte schreiben wollen, doch jetzt gibt es da wieder mal etwas. Ich hab extra gewartet, dass auch die letzte Volume DVD raugekommen ist, auch wenn ich die Folgen schon vorher kannte.

Heute gibt es
Angel Beats!

"Angel Beats!" ist eine Anime Kurzserie aus dem Jahr 2009/10 des Studios P.A. Works unter der Regie von Seiji Kishi. Die Handlung wurde durch Jun Maeda (Mitarbeit bei Kanon, Air und Clannad) ausgearbeitet.

Trailer

Fakten
Originaltitel: エンジェルビーツ! (Enjeru Bītsu!)
Deutscher Titel: Angel Beats!
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 25 Minuten
Folgenanzahl: 13
Regie: Seiji Kishi
Produktion: Hironori Toba
Idee: Jun Maeda

Das Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Doch was kommt danach? Das Szenario um die Serie "Angel Beats!" spielt in einer fiktiven Welt. Es ist eine art Zwischenwelt, angelehnt an den Buddhismus. Die Welt stellt sich als großer Schulkomplex dar, einem Collage oder eine Highschool vergleichbar. Hier werden Jugendliche "wiedergeboren", die unter unnatürlichen Umständen aus dem Leben gerissen wurden. Hier in der Zwischenwelt, die keinen speziellen Namen hat, sollen die gequälten Seelen ihren Frieden finden. Hierbei handelt sich auch um eine Welt mit speziellen Gemeinsamkeiten mit virtuellen Welten. Waffen könne hier einfach aus dem Nichts, im Anime sagt man aus bloßer Erde, erschaffen werden. Die Charaktere können nicht sterben und und werden nach einer Zeit wiederbelebt und es gibt noch mehr Menschen an der Schule, die nicht vorher gestorben sind. Diese "Menschen" werden als NPCs (Nicht-Spieler-Charakter) bezeichnet, die den Schein einer normalen Schule wahren sollen und einer funktionierenden Welt. Diese NPCs agieren im Hintergrund und nehmen nur sekundär an der Handlung teil, wobei sie auf die handlungsrelevanten Charaktere keinen Einfluss nehmen. Es wir zum Beispiel nicht gefragt warum diese öfter mal Waffen tragen.

Die Geschehnisse in "Angel Beats!" nehmen ihren Lauf, als der Student Otonashi Yuzuru in der Welt erwacht. Er liegt in kompletter Schuluniform auf dem Boden auf dem Schulgelände ohne jede Erinnerung an seine Vergangenheit und wie er dort hingekommen ist. Zu seinen Füßen kniet ein rothaariges Mädchen, ebenfalls in Schuluniform, die in massives Scharfschützengewehr bedient und auf eine andere Schülerin zielt. Das Mädchen zu Otonashis Füßen ist Nakamura Yuri. Diese begrüßt ihn freundlich und heißt ihn willkommen bei der "Sterben ist schrecklich Front" (im Original "Shinda Sekai Sensen (SSS) - übers. Frontlinie der Welt der Verstorbenen). Otonashi ist völlig verwirrt auf die Aussage hin, dass er tot sein soll und das das Mädchen auf das Yuri mit dem Großkaliber zielt, soll ein "Engel" sein. Entschlossen geht er auf das kleine, mit silbrig-blauen Haaren bestückte Mädchen zu und fragt sie ob sie ein Engel sei und ob er wirklich tot ist. Das Mädchen, das übrigens Kanade Tachibana heißt und von Yuri "Tenshi", also übers. Engel genannt wird, erwider das sie kein Engel sei und sagt ihm das er unsinn rede. Darauf sticht sie ihn mit einer Klinge an ihrem Handgelenk, die sie hat erscheinen lassen mitten in die Brust ins Herz. Blut fließt und spritzt, aber das kleine Mädchen ist unbeeindruckt. Otonashi bleibt in einer Blutlache zurück und erwacht wenig später in einem Krankenbett. Er findet seine Blutgetränkten Sachen und macht sich schwermütig auf die Suche nach jemanden, der ihm helfen kann. Da dies eine Schule ist geht er zuerst zum Schuldirektor. Als er aber die Tür öffnen will löst er eine Falle aus, die ihn noch einmal tötet. Nun ist klar; Er kann nicht sterben.

Er erwacht wieder und befindet sich mitten in einer Lagebesprechung der "SSS". Hier wird dem schwächelnden Otonashi klar gemacht, dass er vermutlich einen Unfall hatte und das seine Seele nun in dieser Zwischenwelt festhängt, die von dem "Engel" kontrolliert, der ihn ja niedergestochen hat. Yuri, von den anderen Mitgliedern auch Yurippe genannt, erklärt ihm eindringlich, dass sie sich dem Engel widersetzen um nicht zu verschwinden. Sie tun dies, weil sie Angst haben als Muschel oder Krebstier wiedergeboren zu werden. Ziel ist es also, solange in der Zwischenwelt zu bleiben, dem Engel zu trotzdem und trotzdem nicht aufzufallen. "Verschwinden" wie es immer bezeichnet wird, tut man, wenn man die gesellschaftlichen und die Schulregeln zu sehr befolgt, oder seine Träume verwirklicht. Das soll vermieden werden. Dabei müssen sie aber auch am normalen Schulalltag teilnehmen. Dem Engel erwehren sich die Schüler und Schülerinen mit Waffen, seien es Schuss- oder Hieb- und Stichwaffen, die sie von der "Gilde" bekommen. Die hat ihre Fabrik für die Waffen in einer riesigen Kaverne unter dem Schulgelände. Doch was hat es mit dieser Welt wirklich auf sich? Wer ist dieser "Engel"? Und was verbindet die Mitglieder der "Sterben ist schrecklich Front"? Fragen über Fragen....

Interessante Story nicht wahr? Ist es eigentlich auch. Der Zuschauer wird in eine Szenerie hineingeworfen, die ihm sehr fremd und verwirrend vorkommt. Da fühlt man genau mit Otonashi mit. Der wird auch in eine Welt hineingeworfen die er nicht kennt, mit Menschen die er nicht kennt und die mit Schusswaffen auf ein kleines Mädchen schießen, dass auch noch Waffen erscheinen lassen kann und bei der Kugeln einfach abprallen. Das ist eine interessante Art und Weise den Zuschauer mit einzubeziehen. Schon in der ersten Episode fragt man sich, in welche Richtung die Serie eigentlich gehen möchte. Wir haben hier ein Setting, das an eine Schule angelehnt ist, allerdingsa auch schön ausgearbeitete und in Szene gesezte Waffen, aber auch Mädchen mit großen runden Kulleraugen, dazu noch eine gut in Szene gesetze Girlband mit tollen Songs und einen gewaltgrad bei dem man schonmal gerne zusammenzuckt, alles gepaart mit einer netten Prise Humor. "Angel Beats!" wirkt wie ein guter Eintopf aus verschiedenen Anime-Genres. Das mag nicht jedem gefallen und auch ich war von Anfang an ein wenig skeptisch. Obwohl ich mir beim ersten betrachten des Animes und einiger Bilder dachte - "Schulmädchen? Waffen? Interessante Kämpfe? Eine Zwischenwelt nach dem Tod? - Gekauft!!". N

ach kurzer Zeit fällt dem geneigten Zuschauer allerdings auf, dass der Anime nicht wirklich eine Konsequenz aufzeigt. Da wechseln sich Folgen mit viel Humor, mit Folgen die eher melancholisch ab und mit Folgen die schon actionreich im Vergleich zu anderen sind. Wer damit nicht so klar kommt, der kann ab jetzt aufhören zu lesen. ;) Viel interessanter als das abnormale Setting der Serie sind aber die Charaktere die einem vorgestellt werden und da kann "Angel Beats!" wirklich punkten. Beinahe jeder Charakter hat eine eigene Geschichte, die nach und nach in der Serie behandelt werden. Dabei gibt es wichigere Charaktere sowie die unwichtigeren, dass erkennt man in der Serie leicht daran, wie viel man über die jeweiligen Personen erfährt und wie oft sie sprechen oder auftreten. Da haben wir zum einen unseren Protagonist Otonashi. Er wird in einen Kampf gegen Gott hineingezogen, obwohl er ehrlich gesagt keine Lust darauf hat. Trotzdem geht er mehr oder minder engagiert mit der ganzen Situation und versucht das beste aus seiner Lage zu machen um eine Lösung für sein Problem zu finden. Dabei ist er von Yuris Vorgehen meistens nicht ganz überzeugt und versucht eher nach seinem moralischen Ansichten zu handeln. Dabei widerstrebt es ihn auch mit Gewehren auf den Engel zu schießen, weil er in ihr mehr einen Menschen sieht, als eine göttliche Kampfmaschine.

Wie angesprochen ist Yuri der Kopf des Widerstandtrupps und wirklich eine würdige Anführerin. Sie ist sogut wie immer bewaffnet und stellt ihre Führungsqualitäten auch in den schwierigsten Situationen unter Beweis. Dabei folgen die anderen Mitglieder ihr fast bild, da sie sehr viel Vertrauen in das junge Mädchen setzen. Sie ist vom Charakter sehr vorlaut und vorallem bestimmend. Sie lässt sich nicht gerne in ihre Pläne reinreden. Dabei zeigt sie sehr viel charakterliche Ähnlichkeit mit Haruhi Suzumiya aus "Die Melancholie der Haruhi Suzumiya", wenn ihr die kennt. Otonashi findet zwischen all den Kämpfen und dem Schulalltag auch einen guten Freund in Hinata Hideki. Er ist ebenfalls ein treues Mitglied der "SSS" und besitzt eine aufgeweckte, freundliche, aber auch tollpatschige Persönlichkeit, wirkt aber immer sympathisch. Er gibt oft mehr oder minder hilfreiche Kommentare von sich, die eher einen humorösen Effekt erzielen sollen.

Er baut während der Serie eine Hassliebe zu der jungen Yui auf, die ein wansinniger Fan der "Girls Dead Monster", der schuleigenen Girlband ist. Yui hat lange pinke Haare, läuft gerne in einer Mischung aus Lolita- und Gothikstil rum, ist vorlaut, rübelhaft und das Paradebeispiel eines frechen Mädchens. So gesehen sind das die wichtigsten Charaktere. Nebenbei gibt es da noch Noda, der immer mit einer Hellebarde ist; Shiina, die als eine Art Ninja auftritt; Takamatsu, der sehr muskulös ist, aber in Klamotten schlanker wirkt; Iwasawa, die die Gruppe "Girls Dead Monster" leitet; sowie T.K., der gerne in Anglizismen spricht, Break Dance macht und sonst nur durch One-Liner auffällt.
Die Story hält dabei mehrere Twists bereit und weiß den Zuschauer gehörig zu verwirren. Dabei ist das Nachgrübeln ein Faktor den man in Kauf nehmen muss, vorallem nach der letzten Folge. Die Storyline ist nicht sehr grandlinig, weiß den Zuschauer aber immer bei der Hand zu nehmen, damit man in der Handlung nicht den Faden verliert. Dabei ist ein Interesse an den Figuren und auch an der Geschicht immer eine wichtige Voraussetzung, sonst wird man an der Serie schnell die Lust verlieren. Er ist nicht immer leicht mit den Storywendungen zurecht zu kommen und auch die Handlungen der Personen nachzuvollziehen ist nicht immer einfach, wenn man ihre Art zu Denken nicht richtig versteht. Man muss sich auf die gesamte Serie einlassen. Wer bis zur fünften Folge durchhält und es einem bisher gefallen hat, der wird auch mit den restlichen Folgen seinen Spaß haben. Dort wird dann noch einer oder zweimal kräftig auf die Tränendrüse gedrückt und alles was man vorher nicht ganz durchdrungen hat, wird gegen Ende sorgsam aufgeklärt.

Ich habe einige Foren im Internet gelesen, wo "Angel Beats!" eher schlechte Bewertungen erhielt. Das lag oftmal daran, dass die Leute dort anscheinend nicht mit der konfusen Handlung, den oft nicht ganz publikumstauglichen Humor und manchen oberflächlichen Charakteren klargekommen sind. Der Humor ist in den meisten Fällen eher von der schwärzern Sorte, ist halt nicht jedermanns Geschmack. Das sind aber doch eher Einzelschicksale, die man nicht auf die gesamte Serie pauschalisieren kann. Das einzige Problem was ich mit der Serie habe ist, dass ich meine Logiklöcher entdeckt zu haben, wobei in der Serie manchmal mit Informationen gespart wird. Anscheinend ist diese Zwischenwelt nicht nur für tote Menschen reserviert, worauf einige Aussagen und Schicksale von Personen hindeuten.

Was die Synchronisation angeht, gibt es hier namenhafte Sprecher am Start. Otonashi bekommt seine Stimme von Jan Makino (Kyle in South Park), Hinata bekommt sie von Tim Sander (Haku in Chihiros Reise ins Zauberland) und Noda z.B von Christian Zeiger (Freddie in iCarly). Die weibliche Synchronrige kann sich auch sehen lassen mit Tanya Kahana (Mai in Avatar & Nagisa in Pretty Cure) als Yuri, Luisa Wietzorek(Jackie in Californication) als Yui und Julia Kaufmann(Juna in Arjuna & Misato in Neon Genesis Evangelion) als Iwasawa. Die deutsche Vertonung ist wirklich gut gelungen und man kann hier an der Synchronisation, mal abgesehen von der Aussprache der Namen, nicht viel zu meckern haben. Wer das allerdings doch im Originalton haben möchte, der darf gerne umswitchen. Ich für meine Teil, finden den Sound im Originalton ein wenig kräftiger, das fällt aber kaum ins Gewicht. Der Ton ist in beiden Versionen übrigens in Dolby-Digital 2.0. Ein klein wenig meckern kann ich in Bezug auf die DVDs. Die Serie wird auf ganze drei DVDs aufgeteilt und es gibt bisher kein Boxset. Ich empfinde das schon als eine Art von Abzocke um den Zuschauer ein paar Kröten mehr aus der Tasche zu kratzen. Der Preis pro DVD liegt da bei ca. 20 Euro bei Amazon.de.Fazit.
Fazit.
Wer Lust auf einen etwas skurril Anime hat, mit interessanten Charakteren und einer leicht konfusen aber interessanten Story mit netten, schwarzen Humor hat, der wird hier voll auf die Kosten kommen. Zum vorkosten empfehle ich aber erstmal die dier erste DVD zu nehmen, weil da schon gut der Kern geboten wird, was "Angel Beats!" so ausmacht. Wem gefallen hat was dort passiert, darf auch gerne bei den folgenen DVDs zugreifen. Ich habe sie mir aus der Videothek ausgeliehen und sie an einem Abend durchgeguckt, so gut hats mir gefallen. Die Schicksale der Charaktere sind so interessant wie auch oft sehr tragisch und die Serie regt wirklich zum Nachdenken an, vorallem im nachhinein.

Dann hier meine Empfehlung und die Empfehlung fürden diese Anime-Perle! :)



Bis dahin - Tschödeldö





 Bilder:  http://angelbeats.wikia.com/wiki/Afterlife
             http://gameplaygamers.wordpress.com/2012/01/30/gewinnspiel-30-januar-11-februar-2012/
             http://keikakudoori.wordpress.com/2010/05/23/actually-this-show-is-called-yandere-beats/
             http://www.fanpop.com/spots/angel-beats-yui/images/12954432/title/yui-screencap
             http://www.japanator.com/angel-beats-model-kit-for-preorder-15476.phtml
             http://nymaas.de/2011/02/anime-review-angel-beats/
Fakten: http://angelbeats.wikia.com/wiki/Angel_Beats_Wiki
             http://de.wikipedia.org/wiki/Angel_Beats!

13.03.12

Battleship Hurra! Part 3


Yay! Der vermutlich letzte Trailer für dem Kinostart von "Battleship" ist da! x3
Dieser Trailer bestärkt mich nur noch mehr in der Annahme, dass der Filme für Fans den Genres und der Thematik ne feine Sache wird. Wie es aussieht, wird es noch einiges mehr an Zertörung geben, als man von der Thematik von "Schiffe versenken" vermuten könnte. Auch an Land wird es anscheinend zu Sache gehen und die Aliens schauen auch ganz interessant aus. 
Kinostart ist wie im Trailer angekündigt am 12.04 und ich werde da sein und dann darüber Bericht erstatten! :)

Hier der Trailer, natürlich auch in HD.


Bis dahin - Tschödeldö



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[52 Games] - Das geilste Schaf im Stall


So was soll ich sagen? Wieder eine neue Woche und eine neues Thema. Dieses Mal wieder am Dienstag, denn [52 Games] verschiebt sich wohl ein wenig mit den Bekanntgaben der Themen, soll mir recht sein. Obwohl ich dann meinen Post-Rhytmus ein wenig umstellen muss.

#7 - Sex
 - Sven Bømwøllen -


Oh das neue Thema ist "Sex". Ein Tabuthema hihihi Na jetzt mal den kindlichen Spaß bei Seite. Wieso komm ich gerade auf "Seven Bomwollen" und was ist das eigentlich? Die Story und Spielmechanik ist schnell erklärt:

Man spielt das Schaf Sven, nicht Shaun, das darf man nicht verwechseln. Jedenfalls ist Sven ein richtiger Hengst unter den Schafböcken und sein ganzen Sinnen und Trachten richtig sich auf die jungen Schafdamen, denen er liebend gerne an die Wolle gehen will. Schließlich ist er das schwarze Schaf der Herde. Ziel des Spiels ist es alle weiblichen Schafe auf der Weide zu beglücken und sich dabei nicht vom Schäfer und vom Hund erwischen zu lassen. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Das Spiel hat keinen besonders großen Reiz, außer das es vielleicht ganz witzig ist und Sven bei jedem Schaf gerne mehrere Stellungen ausprobiert, sonst ist da nicht sehr viel. "Sven Bomwollen" gibts mittlerweile schon als Freeware zum runterladen oder im Browser spielen, ich glaub sogar auch in allen Folgeversionen. Man kann's ja mal googlen.

Ehrlich gesagt, geht es mir bei dem Spiel nicht direkt um das Thema "Sex", obwohl es hier ganz gut und vorallem humorös verkörpert wird, dabei ist Svens Umgang mit den Schafinen gar nicht mal so unmenschlich. Ich war früher eigentlich nie so der Hardcore Gamer und bin es heute eigentlich immernoch nicht. Meine erste Konsole war der SNES, auf dem PC hab ich nur die Hugo Goldedition gespielt und meine PS1 bekam ich 2 Jahre, bevor die PS2 auf den Markt kam. Ich hatte auch nicht wirklich viele Spiele, aber dafür meist immer die richtig guten. So spielte Sex und Erotik in Videospielen auch nie wirklich eine Rolle, denn auf dem SNES gab es solche Spiele nicht und auf der Playstation hatte ich auch kein Spiel, wo das Thema mal aufgekommen wäre. Trotzdem habe ich auch mal hier und da Zeitschriften gelesen, vorallem über Spiele und dort war in der "Screen Fun", ich glaube es war die Zeitschrift, ein kleiner Bericht über "Sven Bomwollen". Das dürfte so 2000 oder 2001 gewesen sein, da war ich um die 10 oder 11 Jahre alt. 

Jedenfalls habe ich gelesen, worum sich das Spiel dreht und mir ist zu dem Zeitpunkt erstmal aufgefallen, dass es soetwas wie Sex in Videospielen geben kann. Das war so meine erste Berührung vom Thema "Sex in Videospielen" und ich habe mich wirklich gefragt, wieso eigentlich. Warum sollte man Sex in Videospiele einbauen und welchen spielerischen Sinn sollte das haben. Und zum Geier, wer will sowas denn spielen, ohne das die Gesellschaft dann mit dem moralischen Zeigefinger auf einen zeigt? Sex war in dem Alter natürlich so ne Sache, halt worüber man sich als vorpubertäter, angehender Teenager so Gedanken macht. Aber das man wirklich etwas spielen will, was mit Sex zu tun hat, war für mich nicht ganz nachvollziehbar. 

Der Fakt wurde nochmal unterstrichen, als ich in anderen Ausgaben der Zeitschrift auch etwas über Lara Croft aus der "Tomb Raider"-Reihe gelesen habe und das diese auch als Sexsymbol der Spieleindustrie angesehen wird. Die Proportionen dazu hat sie ja, das war offensichtlich. ;) Trotzdem konnte der Spieler in keiner der bisher erschienen Teile Sex mit ihr haben, dass wusste ich. Sonst häte ein Freund von mir das erzählt, denn er hatte die Spiele. Heute weiß ich auch schon, dass es auch schon weit vor "Sven Bomwollen" Sex in Spielen gab und das schon zu einer Zeit, wo Videospiele nur was für die Hardcore Nerds waren. Ich glaube die ersten Darstellungen von sexuellen Handlungen gingen auf die Text Adventure auf dem PC zurück. Die "Larry" oder " Leisure Suit Larry"-Reihe scheint da das beste Beispiel zu sein, wo man als angehender Playboy auf Frauenjagd geht.
Heute ist Sex und Erotik in viele Handlungsstränge in Spielen gegenwärtig, sei es in Heavy Rain, Mass Effect, The Witcher, God of War oder das Dead or Alive: Beachvolleyball Gedöns. Wobei bei "God of War", der Sex mit den vollbusigen, leicht bekleideten Frauen eher sinnlos anfühlt, da man nur einen Gegenstand rhytmisch wackeln sieht und man eine QTE-Session hinter sich bringen muss. Als Belohnung gibts dann rote Orbs oder auch grüne und das Gefühl, dass das irgendwie schon so ein bisschen geil war. Ob Kratos dabei Spaß hatte weiß man nicht, denn der Spartaner lächelt ja nie. In "The Witcher" sieht man auch nur ein Bett wackeln und man bekommt am Schluss ne Karte, soweit ich weiß. Dabei ergibt sich oft schon ein klischeehaftes Bild der Frau in Games und welches das ist, das können wir uns alle vorstellen. Spiele werden handlungsorientierter und dem Film nicht mehr so unähnlich, klar das dort auch dann die erwachseneren Themen angesprochen werden und das der Sex zwischen Figuren auch zum Teil die Handlung voranbringen kann, was z.B. Romanzen angeht. In dem kürzlich erschienen Spiel "Cathrine" find ich das ganze sehr gut gelöst. Man sehen, wo sich das Thema noch so hinentwickeln wird...


Bis dahin - Tschödeldö



11.03.12

Film•Peteback: One Week


Willkommen zum Sonntags-Peteback! Ich war etwas unschlüssig über was ich dieses Mal schreiben soll, deswegen hab ich mich, weil ich gerade so entspannt bin, für etwas leichte Kost entschieden.

Heuten ziehen wir los mit
One Week

"One Week" ist ein kanadisches Drama/Roadmovie von Regiesseur Michael McGowan aus dem Jahr 2008. Der Film ist mehr eine Art Roadmovie als ein Drama und zeigt, was einen dazu bewegen kann, eine wichtige Reise anzutreten um sich selbst zu finden.

Trailer

Fakten
Originaltitel: One Week
Deutscher Titel: One Week - Das Abenteuer seines Lebens
Originalsprache: Englisch
 Erschienen: 2008
Länge: ca. 95 Minuten
Regie: Michael McGowan
Drehbuch: Michael McGowan
Produktion: u.a. Joshua Jackson, Michael McGowan


Hat nicht jeder einmal in seinem Leben daran gedacht einfach abzuhauen? Einfach wegzufahren, wo einen keiner kennt? Neue Leute kennenlernen, das Land kennenlernen und sich selbst auch. Ben (Joshua Jacksons) hat diesen Entschluss gefasst. Der 30-Jährige ist eigentlich Lehrer in Toronto, Kanada, wobei er seinen Job allerdings nicht besonders mag. Auch steht bald die Hochzeit mit seiner Verlobten Samantha (Liane Balaban) an, denn noch wirkt Ben nicht wie ein glücklicher Baldehemann. Von seinem Arzt bekommt er dann die niederschmetternde Mitteilung, dass er eine aggressive Form von Krebs hat und das auch noch im Endstadium. Der Arzt eröffnet ihm, dass es bei dieser Form auch nur eine ca. 10%ige Heilungchance gibt und das die Behandlung sofort beginnen müsse um die Chance noch ein wenig zu erhöhen. Ben berichtet seiner Familie und Samantha von dieser Nachricht und bitte sie ihm Kraft zu geben und bei ihm zu sein. Dennoch sinnt der junge Mann über sein Leben nach und kauft schließlich spontan ein Motorrad, weil er das schon immer tun wollte. Durch diesen Kauf fasst er den Gedanken, bevor er ins Krankenhaus geht, noch einmal die Freiheit zu genießen und das ganz für sich alleine. So beginnt ein Roadtrip dirch halb Kanada.


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Ich habe den Trailer für den Film vor ca. 2 Jahren gesehen und habe beschlossen ihn auf jeden Fall zu gucken. Leider geriet das ganze in Vergessenheit, doch nun ist mir der Film wieder untergekommen, aber irgendwie war ich nicht mehr so ganz überzeugt von dem Plot und der Idee. Dennoch habe ich mir den Film angesehen...

Ich fang gerne mal mit meinem ersten Stöhner bei dem Film an und das nicht im positiven Sinne. Ben hat Krebs - Ben hat Krebs und der ist auch noch fast nicht heilbar und außerdem ist die Lebenserwartung ohne Behandlung nicht mehr so groß. Das ist schon ein klassisches Dilemma, wenn nicht sogar furchtbar klischeehaft. Mann hat nicht mehr lange zu leben und zieht hinaus in die Welt um nochmal richtig zu Leben. Das stieß mir recht sauer auf, denn das lässt einen 08/15 Plot vermuten. Regiesseur Michael McGowan hat hier eine zentrale Frage im Leben als Grund idee genommen. Diese wird sogar einleitend zum Film genannt. "Was würden sie tun, wenn sie wüssten, dass sie nurnoch einen Tag, oder einen Monat oder ein Jahr zu leben hätten?" Das ist eine klassische Frage die sich jeder im Leben mindestens einmal stellt oder sie einem gestellt wird. Die Antwort darauf, ist nicht immer die Gleiche, manche haben auch gar keine Antwort darauf. Über Ben, den Hauptcharakter dieses Films weiß man von anfang an nicht sehr viel, erst als er auf die Reise seines Lebens aufbricht, beginnt eine Charakterzeichnung und mal lernt den Protagonisten erst richtig kennen. Auf seinem schlicht geplanten, eher kurzen Ausflug in die Natur und die Kleinstädte Kanadas, wird Bens bisherige Biografie durch einen Off-Sprecher erläutert und vorallem das, was ihn im Leben geprägt hat. Bens Gedanken und Eindrücke über das was er auf seiner Reise auf dem Motorrad erlebt, wird von ihm selber reflektiert und in kurzen Einschüben, während den Motorradfahrten erzählt, oft auch übernommen vom Off-Sprecher. "One Week" wirk dabei Teilweise wie ein vorgelesen, ja sogar fast wie ein Hörbuch oder Hörspiel. Mühelos kann man während des Films den Kopf abwenden, rumliegen etc. und man bekommt trotzdem die Handlung sehr gut mit und verpasst nichts. Dennoch entgehen dem Zuschauer dann makellose Einstellungen, wenn Ben in der kanadischen Natur und Kleinstädten rastet. Dabei wirkt Ben oft wie ein stiller Beobachter und interagiert ein wenig schwerfällig mit seiner Umgebung und den Leuten.

Ähnlich wie in "Into the Wild" begegnet Ben einigen Menschen, die ihn auf seiner Reise prägen und die ihm Ratschläge und neue Sichtweisen mit auf den Weg geben. Ben provitiert nicht unbedingt von allen diesen Begegnungen, dennoch sind die Charaktere die er trifft nicht uninteressant. Auch geschied ein kleiner Austausch, dass Ben nicht nur von den Leuten lernt, sondern auch andersherum. Es gibt Weisheiten, wie Dummheiten und auch einige überzogene Begegnungen. 

Zeitweise benutzt McGowan ein Mittel das schon in "Die fabelhafte Welt der Amélie" oder "Huge Cabret" zum einsatz kam. Hier werden viele Details über die Leute die Ben trifft erläutert, ihre Vorlieben und Abneigungen, ihre Vergangenheit und auch ihre Ticks und Macken, werden zur Sprache gebracht. Dabei sind die Off-Dialoge nie so detailreich, wie in "Die fabelhafte Welt der Amélie", dennoch reichen sie aus um den Zuschauer mit genug Infos über die Menschen zu versorgen und somit für einen gewissen Charme der Erzählstruktur zu sorgen. Dabei rückt der Protagonist allerdings nie aus dem Rampenlicht, denn er soll es sein, mit dem sich der Zuschauer identifizieren soll. Man lernt Ben kennen, man versteht ihn oder auch nicht, man findet ihn sympathisch und mal nicht. Er ist ein normaler Durchschnittstyp, der auch seine Macken und Fehler hat und das will man ihn auch gar nicht übel nehmen. Das macht ihn im Endeffekt nur symapathischer, denn Ben ist nicht der typische Held in einem eher tragischen Spiel, er ist nunmal ein normaler Mensch. Ben lernt wie gesagt sehr viel und lernt sich Stück für Stück selber und seine Situation ein bisschen besser kennen und merkt mit der Zeit, dass er in seinem Leben viel zu selten auf sich selber gehört hat und das was er selbst für richtig und wichtig hält. Bei all der Erzählung und detailreichen Handlung bleibt hier und da auch noch Platz für Interpretationen, die der Zuschauer selber treffen darf. Dennoch gibt der Erzähle meist zu viele Hinweise und Aussagen, wobei das Gemeinte schon offensichtlich genug war. Vermutlich will man auch die Leute, die nicht so sehr an Interpretationen interessiert sind, noch mit im Boot behalten, was man dem Regiesseur auch nicht übel nehmen möchte.

An dem schauspielerischen Können von Joshua Jackson (Eiskalte Engel, Dawson's Creek, Fringe) ist nichts zu mäkeln. Er bringt den Charakter und auch die feinen Charakterzüge von Ben sehr glaubhaft und authentisch hervor. Anfänglich noch etwas unsicher auf seiner Reise wird er von Stadt zu Stadt immer mutiger und offener. Die Rolle scheint Jackson wie auf den Leib geschnitten zu sein und man schaut ihm gerne zu. Bens Verlobte Samantha, die von Liane Balaba gespielt wird, glänzt im Gegensatz zu Jackson eher durch Hintergrundauftritte. Ich habe sie nicht wirklich als ausdrucksstarke Schauspielerin gesehen, kann auch sein, dass der Fokus in diesem Film eher auf Ben liegen soll und nicht auf seine Freundin.

Dazu das Fazit.
"One Week" weckt ein wenig Fernweh im Zuschauer. Es werden Sehnsüchte geweckt, zu entdecken, zu sehen, kennen zu lernen, zu lieben und vorallem, zu leben! Der Film zeigt mit einer einfach herbeigeführten Grundidee, dass es nicht sehr viel braucht um sich selber neue zu entdecken und dem Leben eine ganz andere Wendung zu geben. Der Film könnte zum Umdenken und auch Nachdenken anregen, verläuft dabei aber nicht immer so draufgängerisch und auch tragisch wie "Into the Wild", mit dem man ihn vielleicht vergleichen könnte. Die Intetionen die die Hauptcharaktere für ihre Reise haben, sind aber dennoch grundverschieden. Mir hat der Film im Schnitt recht gut gefallen und hat mich auch über seine länge von etwas mehr als 90 Minuten ganz gut unterhalten, hat bei mir aber keinen großen, bleibenden Eindruck hinterlassen.
Wer einen netten, actionlosen Roadmovie sehen möchte, mit einem sympathischen Hauptcharakter und einer nicht belehrenden, aber dennoch nachdenlichen Aussage, der darf hier gerne mal zugreifen, auch wenn der Film eher etwas für Zwischendurch ist.



Bis dahin - Tschödeldö





 Bilder:  http://scottpilgrim.ning.com/forum/topics/kupek-in-one-week
             http://www.ffwdweekly.com/article/screen/film-reviews/one-week-does-canada-proud-3397/
             http://josh-jackson.net/2009/04/one-week-to-make-united-states-debut-this-month/

             http://www.impawards.com/intl/canada/2009/one_week_xlg.html

Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/One_Week_%282008_film%29

08.03.12

Film•Peteback: Super - Shut Up Crime!


Es scheint wie eine Art Zeitverschiebung zu sein. [52 Games] kam nun am Mittwoch, das Mittwochs-Peteback am Donnerstag. Die Woche spielt verrückt, ich kann schon gar nicht mehr schlafen. Welcher Tag ist morgen? Nein Spaß, los gehts! ;)

Heute gibt's
Super - Shut Up Crime!

"Super - Shut Up Crime!" ist eine US-amerikanische Actionkomödie von Regiesseur James Gunn aus dem Jahr 2010. Der Film dreht sich um eine realistisch bis überzogene Superheldengeschichte, in der ein Burgerbrater "seinen" Weg der Gerechtigkeit einschlägt.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Super
Deutscher Titel: Super - Shut Up Crime!
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: James Gunn
Drehbuch: James Gunn
Produktion: Miranda Bailey, Ted Hope
 Musik: Tyler Bates


Die Hauptperson in diesem Film ist Frank (Rainn Wilson). Ihr kennt Frank nicht? Kein wunder, denn Frank ist ein niemand. Frank ist Burgerbrater in einem kleinen Imbiss an der Ecke und kann so grade mal seinen Lebensunterhalt verdienen, wobei ihm der Job nicht wirklich zusagt. Aber was hält ihn am Laufen? Es sind genau zwei Sachen. Ersteres ist, seine Frau Sarah (Liv Tyler) und die Erinnerungen an die Hochzeit. Das Zweite ist die Erinnerung daran, dass er mal einen Polizisten den Weg gewiesen hat, der grade einen Räuber verfolgt hat und ihn aus den Augen verloren hatte. Das sind die zwei einzigen Momente in seinem Leben wo er, seiner Meinung nach, wirklich glücklich war. Die Szenen hat er sogar gezeichnet. Das Eheleben läuft auch nicht mehr so wie es einmal war. Alles läuft wie gewohnt für Frank, bis Sarah in die Arme des Drogen- und Unterweltbosses Jacques (Kevin Bacon) gerät. Frank versucht sie zurück zu holen, doch leider strecken ihn Jacques Gorillas zu Boden, anscheinend ist seine Frau in einer Art Delirium. Frank hat sich schon beinahe mit der Situation abgefunden, er kennt es ja nicht anders. Dann spricht die Heldenfigur des Holy Avenger zu ihm, eine Heldenfigur auf dem christlichen Fernsehkanal. Frank glaubt das eindeutig Gott ihm ein Zeichen geben will und beschließt als Superheld die Stadt von allem Bösen und Schlechte zu säubern und vielleicht so Sarah zurück zu gewinnen.


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Meine ersten Gedanken bei dem Film waren: "Ohja...Kick-Ass. Nur irgendwie erwachsener, ein bisschen trashiger, aber realistischer. Und der Held sind nicht aus wie ein Fruchtzwerg, sondern eher wie eine billige Version von Daredevil, so vom Aussehen her..." - Ich nehme an, das noch mehr Leute die den Film gesehen haben, genau das, oder etwas ähnliches dachten. Seid ehrlich.
Wer hier nach einem Holywood-fähigen Klon von  Mark Millars "Kick-Ass" sucht ist leider an der falschen Adresse. "Super" ist nämlich eher der bitterböse Bruder. Der Film kommt mit einer knallharten, politisch unkorrekten, ungeschönten Boshaftigkeit daher, das man bei manchen Szenen am liebsten wegsehen würde. Holywood würde sowas ganz sicher nicht in den Kram passen, das ist mal klar. Und doch ist "Super" viel näher an dem Superheldentum der Realität als irgendein anderer Heldenfilm. Schon die Anstifftung, die Frank von der ach so ordentlichen und heroischen Figur des christlichen Holy Avenger, ist eine Kritik an sich. Das einfache Gemüt wird von der Religion beeinflusst, wobei der Holy Avenger das repräsentiert, was das dogmatische, fundamentalistische, amerikanische Bibelfernsehen zu bieten hat. Alles natürlich weit überzogen, aber doch einleuchtend. Frank selber ist überzeugt von einer göttlichen Eingebung, wie all die Anderen vergeblich Erleuchteten, nur das er nicht mit einem Schild auf der Straße steht, sondern durchgreift. Es gibt im Film dazu eine seeeehr schöne Szene wo Frank der Kopf geöffnet wird und Gottes finger auf sein Hirn herabsinkt. Ehrlich gesagt eine Szene wie ein Vorschlaghammer um es auch dem letzten, begriffsstutzigen Zuschauer zu verdeutlichen.

Frank als solcher ist klar das Bild des amerikanischen Bürgers, der grade mal so an der Grenze des Mittelstandes kratzt. Passend dazu wurde Briann Wilson gewählt, der die Rolle des in sich gekehrten, schüchtenden, aber auch mit im Inneren brodelnder Wut Frank sehr glaubhaft vertritt. Es mag an seinem Schauspieltalent liegen, oder an seinem Erscheinungsbild. Man nimmt ihm den Charakter einfach ausnahmslos ab. Stille Wasser sind ja bekanntlich tief. Frank vertritt hier im Film den Inbegriff des satirischen, amerikanischen Traums. Das zu machen was man möchte, das zu tun was man für richtig hält, seine Träume zu verwirklichen und Geschichte zu schreiben. Die Dinge selber in die Hand zu nehmen und niemals auzugeben. Frank greift hier zu den harten Bandagen und lebt das, was er immer sein wollte. Er will etwas verändern, er will Respekt und er will das richtige tun. Was das angeht, schaukelt sich Frank mit der Zeit etwas zu hoch. Wie man im Trailer sehen kann, sucht sich Frank für sein Alter Ego "Der blutrote Blitz (The Crimson Bolt)" Vorbilder in der Comicwelt, wo er auch seinen späteren Sidekick Libby (Alan Page) kennenlernt. Seine Wahl fällt da auf eine Rohrzange. Einfach aber effektiv und kann nicht so leicht kaputt gehen und es ist leicht Ersatz beschafft. Wie Frank dann als Held vorgeht ist fraglich, das ist klar. Frank und Libby begeben sich in eine Gewalt- und Absurditätsspirale, die schließlich auch in einem ganz großen Knall endet. 
Libby als Franks Sidekick, die sich dann "Boltie" ist angesichts der Schmerzgrenze noch abgebrühter als Frank. Ellan Page spielt hier die vorlaute, vor Lebensfreude sprühende und offene Libby mit viel Hingabe auch aber auch mit dem nötigen Augenzwinkern, ihr macht die Rolle sichtlich Spaß. Sie ist der Teenie Sidekick, wie Batman Robin hat, ist sie für Frank die rechte Hand, kann aber Job und Realtität nicht wirklich trennen. Sie lebt in der Comichelden-Welt in der alles glorifiziert wird, was der Held tut. Das Superheldentum macht sie regelrecht geil auf ihre zweite Identität, legt aber sehr viel Wert darauf, WIE etwas gemacht wird und nicht DAS es gemacht wird.
Böser Gegenspieler ist hier Jacques, der von Kevin Bacon so schön überzogen Dargestellt wird, wie es der Bösewicht in einem Comic nur sein darf. Er parodiert den Drogenboss sichtlich genussvoll und das mit allem drum und dran.

Was in "Super" ein Trumpf ist, ist die Musik. Hier ist Tyler Bates am Werk, der schon Filmgrößen wie "300", "Dawn of the Dead" und "Watchmen" mit den passenden Musiktracks ausgestattet hat. Hier geht es von ruhig bis hardcore ist alles vertreten und das immer passend und die Szenen untermalend. Der Soundtrack ist wirklich eine Wonne und sollte in jeder guten OST-Sammlung zu finden sein. Einigen Zuschauern könnte nach dem Film ein fahler, säuerlicher Nachgeschmack bleiben, denn "Super" wirkt in seiner Gesamtheit doch schon etwas roh und unausgereift. Man merkt das der Film, ein Film der Marke "Independent" ist und so fühlt es sich auch zeitweise an. Von Zeit zu Zeit etwas experimentell und doch irgendwie scharfsinnig und auf den Punkt gebracht. Das Ende wird nicht jeden zufrieden stellen, doch es bleibt bei dem Plot die einzig richtige und nötige Option.

Fazit.
Ich habe im Vorfeld nicht viel von "Super" gehalten, schon vom Trailer her. Ich wurde dann aber eines besseren belehrt und fand den Film im nachhinein noch besser als "Kick-Ass" es sein könnte. Ich will "Kick-Ass" hier nicht schlecht machen, aber "Super" zeigt, was das reelle Superheldentum angeht, eine authentischere Realtität, jedenfalls auf den ersten Blick. Wer schwache Nerven hat, sollte sich auf ein paar fragwürdige Einstellungen gefasst machen, vorallem wenn The Crimson Bolt mit seiner Rohrzange austeilt. Jeder der mal einen etwas anderen Superheldenfilm sehen möchte, mit reichlich Action, One-Linern und mehr bis minder Interessanten Charakteren, der sollte hier auf jeden Fall mal zugreife um mal zu sehen, wie Batmans Arbeit wirklich mal aussehen können.

Meine Empfehlung für diesen Film.


Bis dahin - Tschödeldö



 Bilder: http://thelageeks.com/2011/03/08/shut-up-crime/
             http://tonightatthemovies.com/indexhold/?p=8910
             http://www.libro.at/film/action/super-shut-up-crime-1.html
             http://brightcove.vo.llnwd.net/d14/unsecured/media/37795279001/37795279001_816554982001_vs-816553092001.jpg?pubId=37795279001
Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Super_%E2%80%93_Shut_Up,_Crime!
             http://www.filmstarts.de/kritiken/103721-Super/kritik.html