04.03.12

Film•Peteback: Attack The Block


Grüßt euch, da bin ich wieder!
Vielleicht haben einige bemerkt das mein Blog am Samstag und auch den halben Sonntag nicht zu erreichen war. Das lag eigentlich nur daran, dass ich am Samstag verschiedenen Schriftarten, Designs und Hintergründen für den Blog experimentiert habe. Leider waren die ganzen Experimente nicht sehr fruchtbar, von daher, bleibt das Design erstmal so. :)

Heute zeig ich euch

"Attack The Block" ist ein britischer Si-Fi-Actionkomödie vom Regiesseur Joe Cornish aus dem Jahr 2011. Dieser Film ist sein Regiedebüt und bewegt sich auf dem schmalen Grad zwischen, Action, Sozialkritik und Alienschocker.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Attack The Block
Deutscher Titel: Attack The Block
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Joe Cornish
Produktion: u.a. Edgar Wright


Der Film beginnt in einer Londoner Siedlung von Sozialwohnungen. Raketen steigen in die Luft und laute Stimmen sind in den Straßen zu hören. Die Handlung spielt in der Guy Fawkes Night. 5 Jugendliche bewegen sich durch die fast verlassenen Straßen, welche auch unsere Hauptpersonen sind. Moses (John Boyega), Pest (Alex Esmail), Dennis (Franz Drameh), Jerome (Leeon Jones) und Biggz (Simon Howard) sind eine kleine Gang und ihm Block wohl bekannt, wobei Moses als ihr Anführer gilt. Zur gleichen Zeit befindet sich die Krankenschwester Sam (Jodie Whittaker) auf dem Weg nach Hause und wobei ihr die Jugen auflauern und sie kurzerhand ausrauben. Die Gruppe wird kurze Zeit später aufgeschreckt, als ein Feuerball aus dem Himmel zur Erde schießt und in einem parkenden Auto explodiert. Klar nehmen sie an, dass es eine Rakete sein muss. Moses fackelt nicht lange und schaut was im zertstörten Auto noch zu holen ist. Dabei wird er von einem vierbeinigen Wesen angegriffen, welches im Autofrak steckt. Moses wird im Gesicht verletzt, kann das Vieh aber mit einem Messerstich töten. Die Jungs sind vollkommen aus dem Häuschen über ihren Fund und beeindruckt, dass ihr Anführer wiklich ein Alien getötet hat. Um wirklich festzustellen, dass es sich bei dem vierbeinigen Wesen um ein Alien oder eine neue Tierart handelt, bringen sie es zu Ron (Nick Frost). Ron kifft wie ein Bagger und sieht sich am liebsten Natur- und Tierdokus an, von daher glauben sie, dass er das Vieh identifiezieren kann. Ron ist ratlos was es sein könnte, ist sich aber sicher, dass es nicht von der Erde kommt oder noch komplett unentdeckt ist. Die Jungen können den Kadaver erstmal in seinem Plantagenraum lassen, wo grade Rons Boss dabei ist, Gras zu verpacken und bietet Moses einen Job als Dealer an. Aus dem Fenster von Rons Wohnung sehen die Jungs dann, wie noch mehr Feuerbälle aus Himmel auf die Erde fallen und das nur in ihrem Block. Klar das die Jungs zur Tat schreiten um den Neuankömmlichen richtig in den Alienhintern zu treten.


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Sowie ich das mitbekommen habe stellt "Attack The Block" das Regiedebüt von Joe Cornish da und die Bewertungen um den Film, sind im Allgemeinen gut bist befriedigend. Da schlägt das junge Regiesseurenherz natürlich hoch. Doch macht seinen Film aus und hat er das Zeug einen Kultstatus zu ereichen?

Man merkt schon von dem Zeitpunkt an, als das erste Alien auf die Erde kommt, das wir hier eine Basis für einen klassischen Alieninvasionsfilm  á la "World Invasion: Battle Los Angeles", "Skyline" oder "Mars Attacks!" haben. Genau dahin entwickelt sich der Film auch. Erdlinge müssen sich gegen eine Vielzahl von Invasoren behaupten um ihre Erde vor der Invasion zu retten. Das es hier nun grade im südlichen Teil Londons passiert und das es keine Soldaten oder Erwachsene sind, die sich mit den Invasoren rumschlagen, sondern Jugendliche, ist ein erfrischendes Thema und vorallem den Film für gleichaltrige interessant. Also Ron der Dealer die Tür seiner Wohnung öffnet und man sieht wen man hier vor sich hat, nämlich Nick Frost, merkt man schon dass der Film nicht ganz so bierernst werden kann, wie man es vermuten könnte. Nick Frost, den man schon als Ed aus "Shaun of the Dead" und Danny aus " Hot Fuzz - Zwie abgewichste Profis" kennt, agiert normaler Weiser gerne an der Seite von Simon Pegg, der auch in den beiden genannten Filmen eine Hauptrolle besetzte. Dennoch ist "Attack The Block" nicht durch und durch eine Komödie und auch nicht durch und durch ein Actionfilm. 
Wenn man als Vorbild entweder "Shaun of the Dead" oder "Hot Fuzz" nimmt, kann man sich vorstellen wie der Film ablaufen kann. Die Teile von Komödie und Action laufen eher phasenweise ab, wirken aber genau platziert und niemals sinnlos. Dabei immer ein wenig schwarzen und flachen Humor dabei, ganz so, wie Jugendliche mit einer so absurden Situation umgehen könnten. Dabei kommt der Film mit einem trashigen Charme daher, wie man ihn bei "Shaun of the Dead" bemerkte. Der Film spart etwas an Effekten und das auch was die Aliens betrifft. Das liegt nicht an der Inszenierung, sondern mehr an dem im Verhältnis geringen, finanziellen Aufwand des Films. Da ist es klar, dass dieser Vertreter des Invasorenfilms nicht so recht mit den Hollywoodgrößen mithalten kann.

Wo ich grade mal die Aliens angesprochen habe. Eigentlich die die Idee von Aussehen der Aliens ganz interessant und pfiffig. Diese sind nämlich komplett schwarz, aber so richtig schwarz, richtig Weltallschwarz und dazu noch mit wuschigen, zotteligen Fell bedeckt. Sie bewegen sich eher affenartig auf allen Vieren und haben verlängerte Vorderbeine, genau wie Gorillas. Klar das die Jugendlichen zuerst darauf gekommen sind, dass es sich bei dem ersten Alien um eine Art Affen handeln muss. Dazu haben sie wohl nicht den Warnhinweis auf den Neonstäben gelesen, die man auf Partys oder Festivals bekommt, dass man sie nicht öffnen soll. Charakteristisch für diese Aliengattung ist nämlich ein grelles, hellblaues Neongebiss, welches bestückt ist mit reichlich Zähnen. Ich werd hier mal ein Bild posten, wie das aussehen kann. Okay wir haben hier nun ein Alien das komplett schwarz ist und nur ein neonglühendes Maul hat. Das ist sehr minimalistisch, wobei es doch eindrucksvollere andere Vertreter der Aliens gibt, die auch mit wenig Aufwand gut inszeniert und designed wurden. Man denke an die Aliens aus den "Alien"-Filmen, die Predators, die Aliens aus "Independence Day" oder sogar das Riesenalien aus "Cloverfield". Aber weniger ist ja manchmal mehr, wobei ich sagen muss, dass die Viehcher den Block ganz schön aufmischen, aber leider nicht sehr gefährlich wirken. Sie haben kleinerlei Ekel- oder Gruselfaktor durch ihr Äußeres, eigentlich ähnliche wie die Gremlins, die auch knuffig sind, dann aber auch eine ganz fiese Seite zeigen können.
Also was ist los mit den Aliens ohne nennenswerte Eigenschaften? Naja sie wirken Zeitweise etwas dumm und instinktgesteuert. Wie es aussieht, sind sie nicht in der Lage jemanden in einer Mülltonne anzugreifen, weil nämlich ein Klappdecke den Weg hinein versperrt. Ein Normales Tier würde die Mülltonne umwerfen oder so, aber diese Aliens erfreuen sich oft in ernsthafter Tatenlosigkeit.

Der Film zeigt eine kleine Realität auf, die man ihm gar nicht zutrauen würde. Gerade das Setting, welches in den Sozialbauten des südliches Londons angesiedelt ist und das Kinder aus eher einkommensschwachen Familien die Hauptrolle spielen, bietet eine interessante Grundlage für Sozialkritik am britischen System. Gerade der Anführer Moses und sein Kumpel Jerome wirken nicht die harten Gangster, wie sie sich in der Freizeit gerne geben. Sie rutschen einfach in ein Milieu ab, welches schlecht für sie ist und da sie keinerlei andere Möglichkeiten haben, arrangieren sie sich mit ihrer Lebenssituation. Dabei kommen im Verlauf immer mehr Charakterzüge der einzelnen Jungs auf, die sie liebenswert und aufrichtig erscheinen lassen. Alles gipfelt in der Tatenlosigkeit der Regierung, dass nur ein Sondereinsatztrupp der Polizei geschickt wird um die Vorkommnisse in den Blocks zu untersuchen, wo eigentlich in anderen Filmen schon das Militär angerückt wäre. Das wirkt leicht überspitzt, könnte aber die Wahrheit sein. Zumal das Ende auch das Bild der britischen Regierung von ihren einkommensschwachen gut aufzeigt. Allerdings wirken diese Aspekte immer nur eingeworfen und nie konsequent verfolgt.
Dabei hangelt sich die Truppe um die Jungs und die Krankenschwester Sam, die gegen Ende schon soetwas wie Verbündete werden (wer hätte es gedacht!) von Wohnung zu Wohnung von Alienangriff zu Alienangriff. Dabei wird die Truppe Horrorfilmtypisch weiter minimiert, bis nur der harte Kern und die Leute mit den lustigen One Linern übrig bleiben.

Dazu ein galaktisches Fazit.
Also ein gelungener Trash-Si-Fi-Action-Jugend-Film kann "Attack the Block" auf jeden Fall punkten. Die Charaktere sind nett inszeniert und man kann sich gut mit ihnen anfreunden. Die Story wirkt hingegen etwas unausgearbeitet und flach und die Aliens sind auch nicht unedingt der Burner, aber dennoch weiß der Film in seiner inneren Konsequenz und mit seinem Charm zu überzeugen. Mich hat der Film sehr überrascht und ich hatte sehr viel Spaß mit ihm. Ich schätze wer "Shaun of the Dead" mag, der wird auch "Attack the Block" klasse finden, denn beide Filme teilen den selben Charme. Für einen guten Filmabend ist der Film auf jeden Fall eine Empfehlung, aber im Kino hätte ich ihn mit damals nicht angeschaut.


Bis dahin - Tschödeldö




 Bilder:  http://www.3dworldmag.com/2011/06/09/creating-the-monsters-of-attack-the-block/
             http://www.cone-online.com/?p=245
             http://www.inside-movies.de/kinotrailer/zwei-neue-vorschaufilme-fur-attack-the-block/
             http://www.indiemoviesonline.com/reviews/attack-the-block-051311
Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Attack_the_Block
             http://www.moviemaze.de/filme/4164/attack-the-block.html

Kommentare:

  1. Ich muss sagen, dass mich eigentlich schon der Trailer nicht überzeugt hat. Dabei mochte ich "Shaun of the Dead" unglaublich gerne. Und es kommt Nick Frost drin vor... ach je, ach je.

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    1. Ich finde du solltest dem Filme ne Chance geben. Ich fand den Trailer am Anfang auch nicht besonders, aber wie gesagt, war ich recht überrascht von dem Film. :)

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