25.03.12

Film•Peteback: Julie & Julia


Ich hab nen kleinen Falter oder ne Motte im Zimmer. Das mal so nebenbei...

Heute gibt es
Julie & Julia

"Julie & Julia" ist eine Komödie von Regiesseurin Nora Ephron aus dem Jahr 2009. Das Drehbuch basiert auf dem Buch "Julie & Julia: 365 Tage, 524 Tezepte und 1 winzige Küche" von der Blogautorin Julie Powell.

Trailer

Fakten
Originaltitel: Julie & Julia
Deutscher Titel: Julie & Julia
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2009
Länge: ca. 120 Minuten
Regie: Nora Ephron
Drehbuch: Nora Ephron (Roman: Julie Powell)
Produktion: u.a. Laurence Mark, Nora Ephron


1948 erfüllt sich Julia Child (Meryl Streep) nach langer Zeit einen Lebenswunsch und zieht mit ihrem Mann Paul (Tanley Tucci), der amerikanischer Botschafter ist, nach Paris. Dort arbeitet sie zuerst als Hutmacherin, während sie ihrem Mann den Rücken stärkt, der dabei ist seine Karriere auszubauen. Dennoch fühlt sie sich nicht ganz erfüllt und findet ihre Berufung im Kochen. Obwohl man ihr in den pariser Kochschulen sagte, dass sie keinerlei Talent für die Küche besitzt, fasst sie den Entschluss mit drei weiteren Frauen ein Kochbuch für die fanzösische Küche für Amerikaner zu schreiben und herauszubringen. Das läuft, wie viele Buchveröffentlichen nicht ohne Probleme, die vorallem zwischenmenschliche un finanzielle Probleme aufwirft. Dennoch begeistert ihr Kochbuch die Amerikaner und revolutioniert die amerikanische Küche. Im Jahr 2002 steckt die Junge Zeitarbeiterin Julie Powell in einer kleinen Lebenskrise. Als neue Aufgabe fasst sie Julia Childs Kochbuch ins Auge und will in einem Jahr alle Kochrezepte des Kochbuchs, welches weit über 500 Rezepte umfasst, nachkochen. Dabei führt die einen Blog um ihre Erfahrungen mit der Welt zu teilen, welcher auch nach und nach zu Berühmtheit wird.

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Was kommt einem vor Augen, wenn man sich die amerikanische Küche vorstellt? Nun, wir als Europäer beschränken unsere Vorstellung darauf, das gutes Rindfleisch zerhackt und gibt gebraten wird, bis es dann zwischen zwei Weißbrothälften verschwindet und sich mit verschiedenen Soßen und Salat und nem Gürkchen zur Ruhe bettet. Das die amerikanische Küche auch ein wenig mehr beinhalten kann und längst nicht so farblos ist, wie man sie sich vorstellt, kann man in diesem Film sehen.

Julia Child, unsere erste und meiner Meinung nach auch wichtigere und ernstzunehmendere Hauptperson ist in Frankreich und auch in anderen europäischen Länder herumgekommen, welche ihre Rezeptrepertoir sehr geprägt haben. Geradezu ein genialer Einfall ein Kochbuch aufzusetzen um den Amerikanern die europäische und vorallem die französische Küche mit ihrer Feinheit und Vielseitigkeit näher zu bringen.  Das dies allgemein gut ankam ist bekannt. Die Geschichte um Juila ist interessant und voller Wendungen, Positive wie Negative. Sie lernt die französische Küche kennen und schätzen und lernt sie sich zu eigenen zu machen. Auch gegen alle Meinungen, dass sie keinerlei Talent in der Küche besitzt und es lieber bleiben lassen soll. Julia ist eine starke Frau mit einem starken Willen und vorallem eine überzeugte Optimistin und Lebenskünstler. Da lag es schon fast auf der Hand das Meryl Streep diese Rolle bestens verkörpern kann und die Rolle der Julia macht ihr sichtlich Spaß und sie lebt sie regelrecht.  Schon an dieser Rolle merkt man wie vielseitig diese Schauspielerin ist und genau so vielseitig wie Julia Child selber.
Entgegen der Storyline um Julia Child, steht die Storyline von Julie Powell. Kochen konnte sie schon immer irgendwie so ein bisschen, aber bis zu dem Zeitpunkte, wo sie das Projekt "Julie/Julia" in Angriff nahm, war es nichts Halbes und nichts Ganzes. Auch resultiert ihr Entschluss zu dem Projekt nicht wie bei Julia aus Überzeugung, einem neuen Horizont oder einem Traum, sondern eher aus den niederen Beweggründen. Julie hat in ihrem Leben als Hausfrau und Zeitarbeiterin wenig Perspektiven und ihre glamoureusen Freundinnen, die wie eine schlechte Kopie der Damen aus "Sex and the City" wirken, lassen die kleine Julie nur nochmehr in den Sumpf aus Unerfülltheit und Neid rutschen. Sie wirkt entgegen dieser Frauen wie ein Mauerblümchen, wie ein Bücherwurm unter den Cheerleadern. So entschließt sie sich einen Blog zu eröffnen und vermutlich sich und der Welt etwas zu beweisen. Dennoch ist Julie keine so interessante Persönlichkeit wie Julia, obwohl Julia dabei die Rolle der "Amerikaner" inne hat. Sie kocht die Rezepte des Kochbuchs und hat sichtlich Schwierigkeiten dabei und ist mehr als einmal am Rand der Verzweiflung. Ähnlich wie Julia in ihrer Lernphase gibt sie allerdings nicht auf, wobei die Lebensgefährten an ihren Seiten immer mit einer helfenden Hand da sind, wenn sie gebraucht wird. Im Verhältnis, lassen sich auf Julies Konto die meisten Lacher verbuchen, die mit ihrem kindlichen Wesen und ihrer Tollpatschigkeit zu tun haben. Julia hingegen glänzt hingegen durch zynischen und auch gerne bissigen Humor.

Schon im Trailer wird mit dem Slogan "Nach zwei wahren Geschichten" geworden. Das mag gerne stimmen, aber meiner Meinung nach, waren die Geschichten um die beiden Frauen nicht gleich gewichtig, was der Handlung wirklich zu Gute gekommen wäre. Man arrangiert sich aber gerne mit den beiden Hauptpersonen, weil beide doch auf ihre Weise sehr liebenswert sind. Außerdem wird beim Zuschauer wohl alle 10 Minuten ein Appetitsgefühl melden, denn der Film kommt kaum ohne Szenen aus, wo keine Köstlichkeiten aufgetischt werden, sei es vom Schokoladenkuchen bis zur Pastete über den Hummer zu Königberger Klopsen. Man möchte in den Bildschirm hineingreifen und am liebsten mehrmals selber kosten. Nomnomnomnom :3
Fazit.
Mit "Julie & Julia" bekommt man eine ausgereifte Komödie und gute ca. 2 stündige Unterhaltung geboten. Dazu noch ein dauerndes Gefühl von Neid um die ganzen Leckerein im Film und außerdem zwei weibliche Schauspielerinnen, denen die Rollen wie auf den Leib geschnitten erscheinen. Auch der Humor kann in jedem Fall überzeugen und wirkt vorallem nie deplatziert, da der Humor nur immer so ernst ist, wie die Hauptdarsteller selbst. Wohl ist der Film ein wenig darauf ausgelegt, für welche der Damen man sich mehr interessiert und wen man lieber verfolgen würde, dennoch muss man sich mit beiden arrangieren, was auch eigentlich nicht schwer fällt. Ich kann dieses Film nicht nur Frauen empfehlen, denn für einen netten DVD-Abend mit ein wenig selber kochen, ist dieser Film wirklich gelungen und unterhaltend.


Bis dahin - Tschödeldö




 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Julie_%26_Julia
             http://www.moviemaze.de/filme/2973/julie-julia.html
Bilder: http://kitchenattempts.wordpress.com/2009/10/17/who-is-your-julia-child/julie_julia02/
            http://the44diaries.wordpress.com/2010/02/20/nominated-for-best-actress-meryl-streep-julie-julia/
            http://zweipunkt.over-blog.de/article-julie-julia-59433308.html
            http://www.savory.tv/2009/07/22/julia-child-quotes/
            http://madameguillotine.org.uk/2011/04/05/julie-julia/

Kommentare:

  1. Zu Schulzeiten mussten wir uns mal eine Doku über Jackson Pollock angucken... ja eigentlich ein Künstler, aber in der Doku wurde alle 5 Minuten gegessen. Es war bestialisch. Ich bin daneben vor Hunger nahezu wahnsinnig geworden xD

    Das große Problem haben wirklich alle Filme gemeinsam in den Essen schmackhaft päsentiert wird. Mir ist der Trailer von "Julie&Julia" schon mehrmals untergekommen und jedes Mal hat mir die Geschichte von Julia zugesagt, mich neugerig gemacht, während ich auf Julies Part lieber verzichtet hätte, aber ich kann nichts wirklich dazu sagen, da ich den Film deshalb nie angesehen habe. Ich habe mich aber jetzt in die Buchvorlage auf amazon reingelesen und ich muss sagen, dass sie interessant und wirklich lustig geschrieben scheint.

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    1. Naja wenn der Film schon nicht so zünden konnte, dann konnte ich wenigsten nen Buchtipp geben. :D

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    2. also das auf jeden Fall :D
      auch wenn es nicht deine Absicht war
      dankeschön!

      Das Bild wie man eine Eule zeichnet würd ich gern sehen :)
      hast du nochn Link?

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    3. ah, das Eulentut xD
      ja, momentan ist auch nur das vorhanden
      es gibt viel zu viele Unterthemen beim Menschen zeichnen, als das ich mit so nen mickrigen Blogeintrag nie ganz durch gekommen wäre

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