22.03.12

Film•Peteback: One Hour Photo


Willkommen zum Peteback von
One Hour Photo

"One Hour Photo" ist ein ein US-amerikanisches/er Drama/Thriller von Regiesseur  Mark Romanek uas dem Jahre 2002. In dem Film zeigt Robin Williams auch mal seine dunkle Seite und zeigt, was Fotos alles bedeuten können.

Trailer

Fakten
Originaltitel: One Hour Photo
Deutscher Titel: One Hour Photo
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2002
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Mark Romanek
Drehbuch: Mark Romanek
Produktion: u.a. Christine Vachon


Sy Parrish (Robin Williams) ist ein normaler Angestellt, der in einem großen Supermarkt in der Fotoabteilung arbeitet. Die Fotographie ist sein einzige Passion und so geht er mit großer Sorgfalt und mit Liebe zum Detail bei der Entwicklung der Fotos vor. Er betrachtet seine Arbeit als sehr wichtig, da er für andere Menschen die schönsten Momente im Leben von der Filmrolle aufs Papier bringt. Wenn der Supermarkt seine Pforten schließt, wird Sy in sein tristes Privatleben ohne Hobbys und Freunde entlassen. Er fristet sein Dasein in seiner blitzsauberen Wohnung, die bis auf ein Zimmer, in sterilen Einheitsgrau gehalten ist und ein wenig Krankenhausflair versprüht. Die private Tristesse macht sich auch in Sys Auftreten bemerkbar. Anderen Menschen gegenüber wirkt er stets verunsichert, versucht aber trotzdem seine Unsicherheit durch netten Smalltalk zu überspielen. Auch durch seine hauptsächlich grau und hellbeige Kleidung will Sy möglichst wenig auffallen und geht nahezu chamäleonartig durch die Welt. Entgegengesetz die Familie Yorkin, mit Nina (Connie Nielson), Will (Michael Vartan) und Sohn Jake (Dylan Smith). Er entwicklet die Fotos des jungen Paars, seit ihr Sohn geboren wurde und hat sich für alle abgegebenen Fotos insgeheim ein Abzug gemacht, die er an einer Fotowand zu Hause ausstellt. Er ist ganz vernarrt in die Familie und vorallem in Nina Yorkin. Wohin soll das nur führen...

---------------------------------------------------

Hier haben wir einen interessanten Fall von Regiearbeit. Regie sowie das Drehbuch für den Film stammt von Mark Romanek. Wer Romanek nicht kennt, dem sei gesagt, dass sich Romanek in seiner bisherigen Laufbahn auf Musikvideos beschränkt hat. Dennoch ist er keine unbekannte Größe und hat mit Musikgrößen wie Lenny Lravitz, R.E.M., Madonna, Nine Inch Nails, Micheal Jackson und Red Hot Chili Peppers zusammengearbeitet und für sie Musikvideos geschrieben und dort Regie geführt. Wie kommt dann sojemand zu einer Filmregie. Man weiß es nicht, aber was er hier in seiner ersten großen Regiearbeit abgeliefert hat, kann sich sehen lassen.

Das sich "One Hour Photo" wirklich sehen lassen kann, liegt vermutlich an dem Hollywood-Zugpferd Robin Williams, der in dem Film mehr zu tragen kommt, als seine Rolle vermuten lässt. Allgemein kennt man ihn als netten Menschen. Die perfekte Frohnatur, aber auch als Schauspieler, der gerne die Rolle von Familienvätern übernimmt oder jedenfalls Rollen, die für das familiäre Publikum bestimmt sind. Beispiele finden sich in seiner Filmografie reichlich. Dennoch haben wir in diesem Fall Williams in einer ganz anderen Situation. Er ist kein Familienmensch, er ist höflich, aber nicht jedem gegenüber freundlich, er introvertiert, verschroben und auch irgendwie latent gefährlich.  Er ist nicht der Vorzeigebösewicht, dennoch weiß er den Zuschauer aber die Messange zu übermitteln "Pass bloß auf!", stille Wasser sind ja bekanntlich die Tiefsten. Sy ist auch der einzige Charakter, der in dem Film richtig und mit reichlich Informationen dargestellt wird. Das ist natürlich nötig, zu der Person die er verkörpert, dadurch rutschen die anderen Darsteller doch aber sehr in den Hintergrund. Genau genommen wirkt es wie ein Portrait eines psychisch-labilen Menschen, denn die meiste Zeit im Film ist man mit Sy unterwegs. Man erlebt nur kurze Augenblicke wo das Leben der Yorkins gezeigt wird und wo er mit ihnen interagiert, dann beginnt wieder die "Sy-Show".Das ist auch einer der wenigen Kritikpunkte. Sy ist nicht unbedingt jemand, den man 80% des Film verfolgen möchte, mit seinem tristen Erscheinungsbild. Auch ist der Film nicht so sehr spannungsgeladen, wie man es sich von einem Thriller wünschen würde. Die meiste Spannung wird dadurch generiert, dass man darauf wartet das Sy endlich mal ausbricht, jemanden kalt macht, total abdreht und sonst irgendwie etwas in der Art.  Aber in dem Fall heißt es warten...

Auch die eingeschobenen Szenen wo man frontal sieht, welchen Grund es auf immer haben mag, sind etwas nervend. Jedenfalls dann, wenn man Robin Williams durch Maske gealtertet Mondgesicht nicht unbedingt leiden kann. Hingegen schön ist, dass die Off-Stimme die Informationen einbringt und Sachverhalte erleutert von Sy selbst kommt, was ihm eine allwissende Sicht auf die Dinge einbringt. Er ist wie als ob er eine Geschichte in der Retrospektive erzählt. Dennoch wartet die Geschichte mit den knackigen Szenen bis zum Schluss, was auch im Nachhinein verständlich ist, denn der Film lebt von seiner Entwicklung. Man wird sich auch ganz schön auf Glatteis geführt, was Sy und seine Beziehung zu den Yorkins angeht und schließlich merkt man, dass man ihn doch nicht so gut durchschaut hat, wie man es aus seinen Handlungen vermuten würde.

Fazit.
Wer einen ausgeklügelten Thriller erleben möchte, mit Spannung und einer wirklich interessanten, sowie mysteriösen Hauptperson, der kann hier nichts falsch machen. Wer hier rohe Gewalt und einen endlos psychopathischen Killer wartet, wird leider enttäuscht werden. Robin Williams Stammsprecher Peer Augustinski ist auch am Start, von der Seite bekommt man die gewohnte, warme Stimme in den Off-Kommentaren. Mir hat der Film sehr gut gefallen, auch wenn er nicht unbedingt einen Wiederansehwert hat. Die Spannung ist dann leider raus.


Bis dahin - Tschödeldö




 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/One_Hour_Photo
             http://www.moviemaze.de/filme/414/one-hour-photo.html
Bilder:  http://www.pixmonk.com/wp-content/uploads/ohp.jpg
             http://www.cinefacts.de/dvd/db/coveranzeigen.php?id=5584&bid=5584_78f95e863671bc8c7ddb1ae2cf160454
             http://www.paderkino.de/kritiken/03/one_hour_photo.html

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen