03.06.12

Film•Peteback: Fanboys


Heute präsentiere ich euch mal einen meiner absoluten Lieblingsfilme. :)

Heute gibt es
Fanboys


"Fanboys" ist eine US-amerikanische Komödie von Regiesseur Kyle Newman aus dem Jahr 2008. In dem Film begleitet man 4 eingefleischte Star Wars Fans auf einer ziemlich waghalsigen Mission.


Trailer


Fakten
Originaltitle: Fanboys
Deutscher Titel: Fanboys
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Kyle Newman
Drehbuch: Ernast Cline
Produktion: u.a. Kevin Spacey


1998: Der Kinostart von "Star Wars: Episode 1 - Die dunke Bedrohung" , liegt noch sechs Monate entfernt. Für Fans ist das, worauf sie sehnsüchtig warten, viel mehr als bloß ein Film. Es ist ein Wendepunkt des Lebens, an dem sie endlich wieder in die von Jedi-Rittern und exotischen Aliens bevölkerte, weit, weit entfernte Galaxis eintauchen dürfen. Linus (Chris Marquette), Windows (Jay Baruchel) und Hutch (Dan Fogler) sind die größten Star-Wars-Fans unter der Sonne. Eric (Sam Huntington) gehörte einst zu ihnen, verkauft aber mittlerweile lieber Autos in der Firma seines Vaters. Als er jedoch erfährt, dass Linus bald sterben und deshalb die Premiere des neuen "Star Wars"-Films nicht mehr miterleben wird, zaubert er einen wagemutigen Plan aus der Schublade: Es gilt, 2.000 Meilen nach Californien fahren, um dort in die Ranch von "Star Wars"-Schöpfer George Lucas einzubrechen und eine Kopie des Films zu stehlen. Doch das ist einfacher gesagt als getan: "Star Trek"-Fans, schwule Biker und die Internet-Ikone Harry Knowles (Ethan Suplee) drohen, der Mission ein vorzeitiges Ende zu bereiten. Mit der handfesten Unterstützung von Fangirl Zoe (Kristen Bell) gelingt es dem Quartett schließlich, bis vor die Tore der legendären Skywalker-Ranch zu gelangen...   via.


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Wie der Titel schon verrät ist "Fanboys" ein knallharter Nerd-Film und schätzungsweise nichts für Leute, die mit Star Wars bzw. auch Star Trek nichts anfangen können.

Wenn man allerdings mehr von der Materie versteht und sogar selber Teil dieser Fangemeinde ist, egal wie ausgeprägt, dann wird man mit dem Film einen Heidenspaß haben. Denn als das was der Film ist, eine Nerd/Geek-Komödie, ist der Film eine wahre Pracht. Filmzitate und Anspielungen bis zum Abwinken, endlose Gastauftritte und die knallhart forcierte Konfrontation mit den Trekkies. Der Film bezieht seinen Witz durch die 4 Jungs selbst, wobei sie sich in den meisten Punkten sehr ähnlich sind und auch durch die Situationskomik und die Fettnäpfchen die niemals ausgelassen werden. Das der Film da nicht ohne Klischees auskommt ist klar und das ist auch gut so, denn Kyle Newman hat es verstanden die Klischees auf eine intelligente Art und Weise selbstironisch darzustellen. Dabei werden auch die Klischees des Roadmovie Genres gerne aufgegriffen, zum Beispiel mit einer Auseinandersetzung mit einer Rockergang, dem ungewollten Drogenkonsum bei einem Lagerfeuer, oder einer Verfolgungsjagd mit der Polizei. Dies alles ist schön und abwechslungsreich in die Story eingewoben und wie die 4 Jungs und später auch das taffe Mädel mit der ganzen Situation umgehen, ist wirklich sehenswert. Was mir nicht ganz klar wurde, ist der Sachverhalt, warum einer der Jungs Krebs haben muss. Denn so ernst diese Thematik auch sein mag, ist sie doch schon etwas abgedroschen. Dabei kommt noch hinzug, dass die Erkrankung nur knapp zwei Mal im Film zu sprache kommt. Das macht sie irgendwie sehr vernachlässigbar und überflüssig. Obwohl das auch schon wieder ein Klischee des Roadmovies ist, dass man sich erst entschließt auf die Reise zu gehen, weil das Schicksal einem versucht, einen Strich durch die Rechnung zu machen und man nichts mehr zu verlieren hat. 
Von der schauspielerischen Leistung her können alle der Star-Wars-Fanboys überzeugen. Sie sind keine Glanzlichter, aber liefern eine solide und authendische Arbeit ab. Alleine vielleicht Dan Fogler ist ein wenig zu sehr in der Manier von Jack Black gefangen, war ihn wie einen schlechten Abklatsch erscheinen lässt. Dennoch ist seine Rolle immer sympathisch und bietet einen guten Humor. Austauschbar hingegen sind die weiteren Auftritte von Seth Rogen sehr überflüssig und ermüdend. Als der Anführer der Trekkis, die von den Star-Wars-Jüngern aufgemischt und gedemütigt werden, macht er allerdings einen tollen Job. Er wäre besser gewesen, wenn es bei der einen Rolle geblieben wäre. Auch wünschenswert gewesen wäre, dass man der einzigen Frau im Team mehr Leinwandzeit zugestanden hätte. Kirstin Bell ist als weiblicher Hahn im Korb wirklich erfrischend und dazu noch schlagfertig und witzig. Erst gegen Ende wird sie ein wenig mehr hervorgehoben und das nur, um mal wieder ein Roadmovie, bzw. auch Teenmovie Klischee zu bedienen.

Die ernsteren Momente rund um die Erneuerung und Vertiefung der Männerfreundschaft, mit ein wenig Coming-of-Age gewürzt und in Road-Movie-Form serviert, kommen dagegen nicht ausreichend zur Geltung. Und plötzlich wäre "Fanboys" trotz der offensichtlichen Albernheiten viel mehr als nur eine bloße Nummern-Revue. Die Reise zur Skywalker Ranche gerät zur sympathischen Reflexion über Freundschaft, Filmleidenschaft und das dünne Band dazwischen, über Filme, die ohne Fans nichts wären. Und schließlich auch die Frage, was im Umkehrschluss die Fans ohne ihre Filme wären. Antriebslos? Ein schwacher Schatten ihrer selbst? Jedenfalls wäre der Film, der nach wie vor als amüsante Komödie verstanden und wahrgenommen werden will, deutlich weniger unterhaltsam und das würde dem Film bei der Star-Wars-Thematik sicher nicht gut tun.


Fazit.
"Fanboys" ist letzten Ende das war man vom Titel erwartet. Man hat hier keinen Meilenstein geschaffen, aber doch einen der besseren, lustigeren Filme die sich mit Star Wars befassen. Nach dem Klassiker "Spaceballs" vielleicht. Man bekommt Klischees, Freundschaft, Liebe und Witz und das alles verpackt in einen netten Roadmovie, der mit viel Liebe zum Detail und Szenenwissen glänzen kann. Für Fans des Sternenkriegs ein Muss und für die anderen ein Vielleicht, wobei die vielen Gastauftritte von bekannten und eher unbekannten Stars sehenswert sind. Der Film also einen guten Mittelweg zwischen Nerdfood und 08/15 Roadmovie und vielleicht ist der letzte Satz im Film auch auf "Fanboys" anzuwenden. "Und was ist, wenn der Fim Schrott ist?"




Bis dahin - Tschödeldö





 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Fanboys
             http://www.kino.de/kinofilm/fanboys/102852

Bilder: http://trekmovie.com/2009/02/05/exclusive-fanboys-director-kyle-newman-explains-why-trekkies-should-see-fanboys/
            http://popculturezoo.com/2011/06/under-the-radar-16-fanboys/
            http://outnow.ch/Movies/2008/Fanboys/Bilder/movie.fs/07
            http://starwars.wikia.com/wiki/Fanboys

Kommentare:

  1. Mist. Eben erst von dem Film erfahren, gleich bei Maxdome nachgeschaut und da ist er schon Offline :(

    Trotzdem danke für den Tipp

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    1. Gibt da nicht noch andere Portale?

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    2. Schon. Aber bei den meisten, die ich kenne, muss man monatliche Gebühren zahlen -,-

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  2. Wiedermal mit dem falschen Account eingelogt ^^

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  3. Jap, den Film mag ich auch sehr. Trotz Star Trek-Bashing *g*

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  4. Ich hab ihn jetzt gesehen und er war toll :)

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