17.06.12

Film•Peteback: Moon


Heute machen wir einen kleinen Schritt für uns, aber einen großen Schritt für die Menschheit, mit:

Moon


"Moon" ist ein Science-Fiction-Drama vom dem britischen Regiesseur Duncan Jones und stammt aus dem Jahre 2009. Der Film zeigt die merkwürdigen Ereignisse um den Arbeiter Sam Bell, auf einer Mondstation.


Trailer


Fakten
Originaltitel: Moon
Deutscher Titel: Moon
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2009
Länge: ca. 95 Minuten
Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Nathan Parker
Produktion: Stuart Fenegan, Trudie Styler
Musik: Clint Mansell


Sam Bell (Sam Rockwell) ist der Mann auf dem Mond. Er ist Angestellter der Lunar Corporation und baut seit drei Jahren täglich mit einer riesigen Maschine "Helium-3" von der Mondoberfläche ab. In naher Zukunft, ist man dazu übergegangen den Energiebedarf der Erde zu 70% mit dem "Helium-3" zu decken. Sam führt Wartungsarbeiten durch und hält die Mondbasis ins Stand. Dabei geht ihm die K.I. (Künstliche Intelligenz) namens "GERTY" (Stimme: Kevin Spacey) zu Hand und überwacht ihn gleichermaßen. "GERTY" ist auch die einzige Bezugsperson, die Sam dort oben hat. In der Story von "Moon" sind die drei Jahre fast verstrichen und es sind noch ca. zwei Wochen bis Sam endlich seine Familie wiedersehen kann. Sam ist dabei aber in schlechten, psychischem Zustand und leidet teilweise an Halluzinationen, wodurch es zu einem schweren Unfall außerhalb der Mondbasis kommt.


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Wenn man von einem Science-Fiktion-Film spricht, dann erwartet man sicherlich in den meisten Fällen etwas annährend Bombastisches, mit guten Spezialeffekten un allem was dazu gehört. "Moon" versucht sich aber eher an der Grenze des Si-Fi-Minimalismus. Das liegt nicht alleine daran, dass man die Handlung auf den kargen Mond beschränkt hat, sondern, dass man hier nur einen wirklichen Schauspieler vor sich hat.

In "Moon" wird eine vorallem das Gefühl der Einsamkeit und Isoliertheit nähergebracht, dass wir hier auf der Erde eigentlich kaum kennen. Man erlebt den Protagonisten in seinen schwersten Momenten, wie er mit sich selbst und einer Maschine spricht und lernt seine inneren Konflikte kennen und wie er mit ihnen zu kämpfen hat. Die Handlung ist fokussiert auf den Hauptdarsteller und so konnte Regiesseur Duncan Jones an Action, Raumschlachten und vorallem den Special-Effekts sparen und beschränkt sich dabei nur auf das Nötigste. Trotzdem macht "Moon" optisch alles richtig. Der Film wartet mit schönen Bilder vom Mond und der Erde auf, gepaart mit sinnvollen und durchdachten Kameraeinstellungen, in denen Sam Bells Alltag näher gebracht wird. Alles unterlegt mit dem gut gewählten Soundtrack von "Requiem of a Dream"-Komponisten Clint Mansell.
Hier und dort kann man sich an bekannte Größen des Science-Fictions-Films erinnern, denn die Gespräche mit einer künstlichen Intelligenz, erinnern stark an Kubrick's "2001: A Space Odyssey".

Es ist ein wenig schwierig, ordentlich über diesen Film zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, denn eigentlich drüfte man nicht mehr erwähnen, als die kurz zusammengeraffte Ausgangssituation. Dabei muss man allerdings sagen, dass der Film nicht allein durch seine Story glänzen kann. Diese nach genauer betrachtet sogar ein wenig flach und Freunde des Genres, werden schon bald gemerkt haben, wohin der Hase genau laufen wird. Trotzdem kann die Story in ihrer Logik und der Abfolge funktionieren und über die Länge von ein wenig mehr als 90 Minuten unterhalten und vorallem die Spannung halten. 

Wenn ein Film schon mit sehr wenig Schauspielern auskommen muss, müssen die umso gradioser sein. Jones hat sich hier dankender Weise für Sam Rockwell entschieden. Er verkörpert seinen Namensvetter wirklich mit Hingabe und Engagement, vorallem weil die Rolle einer One-Man-Show sehr viel vom Schauspieler abverlangt. Er kann meistert die Darstellung der inneren Zerwürfnisse und des aufkommenden Wahnsinns mit Bravour und zieht das Interesse des Zuschauers auf sich. Nebenbei zu erwähnen ist da die Stimmrolle von Kevin Spacey. (Kevin Spacey in nem Si-Fi Film.Ha! Versteht ihr? Spacey? Welttraum? Ein Kracher...) Durch ihn erhält die K.I. GERTY sehr viel Charme und vorallem Charakter und das ist auch wichtig, weil GERTY keine unwichtige Rolle in dem Szenario spielt. Wie "HAL 9000" in "2001: Odyssey im Weltraum" hat GERTY etwas unberechenbares, geheimnisvolles und mysteriöses an sich. Seine Absichten sind nicht ganz klar und man weiß nicht, in wie weit er selbstständig agieren kann und was für Auswirkungen das auf Sam haben kann. Interessant dabei, dass ihm wohl ein Gefühlsbewusstsein einprogrammier wurde, denn er zeigt seine "Emotionen" mit Smileys auf einem Display an, was ihm irgendwie ein Gesicht verleiht.


Fazit.
"Moon" ist eine wirklich erstklassige erste Regiearbeit von Duncan Jones geworden, die sich hinter den mehrere Millionen Dollar schweren Rivalen nicht zu verstecken braucht. Der Zuschauer bekommt hier ein wunderbares Si-Fi-Drama, einen interessanten Hauptcharakter, einen fähigen Schauspieler und zwar keine inovative, aber interessante Story geboten. Wer Spannung ohne viel Action möchte, der ist hier genau beim richtigen Kandidaten gelandet.





Bis dahin - Tschödeldö






 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Moon_%28Film%29
             http://www.moviesection.de/film/4152-Moon
Bilder:  http://scifilounge.blogspot.de/2011/01/moon-movie.html
             http://www.thevine.com.au/entertainment/movies/moon-movie-review/

             http://thesocietyofthespectacle.com/tag/moon-film/

Kommentare:

  1. Einer meiner Lieblingsfilme. Kennst du bereits Source Code?

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    1. Steht in meinem Regal, hab aber noch nicht die Zeit gefunden ihn zu gucken :/

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