29.07.12

Film•Peteback: Titan A.E.


Hallo und willkommen!
Heute dringen wir in die tiefen des Weltalls vor, mit;

Titan A.E.

"Titan A.E." ist ein Si-Fi-Zeichentrickfilm aus dem Jahr 2000, von Regiesseur Don Bluth. Produziert wurde er von den, nach der Erscheinung des Films geschlossenen, "Fox Animation Studios".


Trailer


Fakten
Originaltitel: Titan A.E.
Deutscher Titel: Titan A.E.
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2000
Länge: ca. 96 Minuten
Regie: Don Bluth
Drehbuch: u.a. John August, Joss Whedon
Produktion: u.a. Don Bluth
Studio: Fox Animation Studios
Musik: Graeme Revell


Wir schreiben das Jahr 3028.
Die Drej, eine Rasse bösartiger Aliens, die komplett aus Energie besteht, invasiert die Erde. Nur wenigen gelingt die Flucht, darunter der junge Cale (Matt Damon). Sein Vater bleibt auf der Erde zurück um seine Erfindung vor den Aliens in Sicherheit zu bringen. Als Erinnerung überlässt er Cale einen Ring, den er immer bei sich tragen soll. Als das Rettungsschiff mit Cale an Bord die Erde verlässt, kann er nurnoch mit ansehen, wie die Aliens sie mit eine gewaltigen Energiestrahl sprengen. Viele Rettungsschiffe werden bei der Explosion zerstört aber Cale überlebt. 14 Jahre später arbeitet Cale auf einer galaktischen Müllhalde und zerkleinert Weltraumschrott. Die Raumbasis der Müllhalde beherbergt größtenteils nichtmenschliche Wesen. Aus diesem Grund wird er auch als "Streuner" bezeichnet, weil es im gesamten Universum nurnoch wenige Menschen gibt und sie auch nicht sehr geachtet sind. Er frisstet dort also eine eher mindere Existenz, bis ein Mann namens Korso (Mensch) (Bill Pullman) auftaucht, ein alter Freund von Cales Vaters. Er ist schon sehr lange auf der Suche nach Cale, weil er etwas hat, was Korso auf seiner Mission benötigt. Zuerst ist Cale, der sich noch immer von seinem Vater verlassen fühlt skeptisch, als jedoch eine Abordnung der Drej die Müllkolonie attackiert, bleibt ihm gar keine andere Wahl, als sich Korsos zusammengewürfelter Mannschaft anzuschließen. Gemeinsam mit der hübschen Navigatorin Akima (Mensch) (Drew Barrymore) und drei Außerirdischen: der zerstreute, aber brillante Wissenschaftler Gune (nicht menschlich) (John Leguizamo), der jähzornigen Waffenexpertin Stith (nicht menschlich) (Janeane Garafolo) und dem aufmüpfig-sarksatischen, ersten Offizier Preed (nicht menschlich) (Nathan Lane) macht er sich auf die Suche nach dem mythischen Raumschiff  "Titan", das sein Vater entworfen hat, und der Menschheit eine zweite Chance bieten soll. Den einzigen Weg dorthin weist sein Ring, und so macht sich der Trupp auf den Weg, aber die gefährlichen Drej sind ihnen stehts auf den Fersen...


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Wenn ich "Titan A.E." betrachte, dann sehe ich ihn von zwei Seiten. Die eine Seite, wie ich damals als 10-jähriger Junge im Kino saß und fasziniert von den Animationen und von der doch schon erwachseneren Story war, weil es bis dato nur Disney und Pixar gab, die gerade 1999 "Toy Story 2" rausgebracht haben. Das war es auch, was mich an dem Film gereizt hat. Die Story um Aliens, Erdzerstörung, Raumschiffe und ein Abenteuer im Weltall, bei dem es actionreich zur Sache geht. "Titan A.E." hat alle diese Erwartungen vollends erfüllt. Dazu gab es auch einen total coolen Hauptcharakter, eine noch schnittigere Weltrraumbraut und einen echt männlichen Raumschiff Captain. Es wahr eine Wonne!


Aus heutigen Gesichtspunkten, mit mehr Filmverständnis, mit mehr Möglichkeiten Vergleiche anzustellen und abzuwägen, hat "Titan A.E." doch sehr viel von seinem Glanz von damals verloren. Sicher ist heut zu Tage die Animationskunst aus dem Hause des amerikanischen Medienriesen FOX, immernoch einen Blick wert. Die CGI-Animationen sind geschmeidig, die gezeichneten Figuren fügen sich immernoch recht hübsch in die Hintergründe ein. Sicher hat man in den vergangenen Jahren schon einiges gesehen, was es besser gemacht hat, was in Zeiten von PlayStation 3, BluRay und Anime kein Kunststück ist. Damals zur Zeit des Milleniums war es aber was ganz Neues und Geniales. Außerdem muss man es den Fox Animation Studios hoch anrechnen, dass sie versucht haben mit Pixar Studios in Sachen Animation zu konkurrieren. 

Vielleicht waren es gerade diese hohen Erwartungen die man dan den Film gesetzt hat, dass dem Film an den Kinokassen das Genick gebrochen wurde. Bei Produktionskosten um die 75 Millionen Dollar, hat der der Film am Ende weltweit nur ca. ein Drittel eingespielt. Eine Blamage für 20th Century Fox, was sogar zur Auflösung des Studios führte. Hätte einer geahnt, dass ein Jahr später, die Japaner mit "Final Fantasy: Die Mächtige in dir" ein Animationsfilm rausbringen würden, der neue Maßstäbe an Animationen setzt.

Wie schon erwähnt, waren die verschiedenen Planeten und Raumstationen eine wahre Augenweide. Von klirrend kalten Eisplaneten, die komplett verspiegelt sind, über aus Schrott gebauten Weltraumkollonien, bishin zu einem Planeten bedeckt von Wasser, in denen Bäume mit Blasen mit feinstem, explosiven Wasserstoff stehen. Die Figuren in diesen Welten sind, mit Ausnahme der Drej, alle handgezeichnet, was heute ein wenig mager daher kommt. Vergleichbar mit den Cartoonfiguren in "Space Jam" oder "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" wirken die Figuren nich komplett in die Welt integriert, sondern wirken draufgesetzt.


Vielen Kritikern war vorallem die Story und deren Ausarbeitung ein Dorn im Auge, auch wenn die Meinungen dabei auch stark auseinander gegen. Die einen halten sie für nett inszeniert und fesselnd und die anderen für zusammengeklaut und einfallslos. Ich gehöre da mehr zur ersteren Ansicht, weil ich die Story auch recht solide finde, mit ein bisschen Twist darin, überzogenere Heldentaten und am Ende ist sogar ein bisschen "Luke, ich bin dein Vater" zu spüren. Wenn man natürlich von einem Animationsfilm für Kinder eine ausgeklügelte, inovative Story erwartet, mit endlos guter Charakterentwicklung, klugen Handlungswendungen und ergreifenden Dialogen, der wird hier mehr als enttäuscht. Allerdings sind die Dialoge, sowie die Handlungsentwicklung in "Titan A.E." nicht wirklich gut ausgearbeitet. Die Charaktere sind ziemlich klischeebehaftet und ein- bis zweidimensional. Wir haben den coolen, draufgängerischen, jungen Typen und später die perfekt zu ihm passende Frau. Dazu haben wir einen glitschigen, mürrischen ersten Offizier und einen hibbeligen, zerstreuten Professor. Jede Figur hat ihre feste Rolle, aus der auch nicht ausgebrochen wird, aber so ist es für jüngere Zuschauer auch in Ordnung.

Warum die Story so gelitten hat ist eigentlich nicht verständlich, da mit Don Bluth jemand die Regie übernommen hat, der was von Zeichentrickfilmen versteht. Mit grandiosen Werken wie, "Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh", "In einem Land vor unserer Zeit" und "Feivel, der Mauswanderer" konnte er schon ein knapp zwei Jahrzehnte vorher Kinderherzen erfreuen. Was amerikanische Zeichentrickfilm angeht, ist er einer meiner Lieblingsregiesseure. Vorallem wegen "In einem Land vor unserer Zeit".

Wichtig ist dem Film neben seiner Aufmachung vorallem die Action. Davon bekommt man so einiges geboten. Dabei steigert der Film sich über die Länge immer weiter, bis es am Ende in einem großen Knall gipfelt. Vorallem Cales Flugversuche als Raumschiffcaptain in einem stellaren Nebel, sind mir da in guter Erinnung geblieben. Gerade in solchen Momenten kommt der hervorragende Soundtrack zu tragen. Hier haben wir Tracks verschiedener Interpreten aus dem Rock Genre. Darunter Lit, The Urge, Jamiroquai und Splashdown!


Fazit.
"Titan A.E." ist ein netter Si-Fi-Zeichentrick/Animationsfilm, in dem trotz schlechter Kritiken und ein paar schlecht umgesetzen Ideen trotzdem viel Liebe steckt. Das merkt man vorallem an den Animationen und den Charakterzeichnungen. Es ist kein sehr guter Film, aber trotzdem für Freunde des Genres mal einen Blick wert. :)






Bis dahin - Tschödeldö







 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Titan_A.E.
             http://www.filmspiegel.de/filme/filme.php?id=508
Bilder:  http://gallerytheimage.com/shop/posters/movie/titan-ae-1
             http://moviescape.wordpress.com/2010/02/27/titan-a-e/
             http://www.cinekatz.com/2012/04/april-29-titan-ae.html
             http://www.digitalanimators.com/HTM/Features/RealityCheck_TitanAE.htm

Kommentare:

  1. Gerade, wo ich über die unglaublich augenschädigen Animationen in dem Film beschweren will fängt mein Erdbeerliebster im Hintergrund an vom Film zu schwärmen. Ich glaube ich kann deinen Zwiespalt verstehen, merken werd ich ihn mir auf alle Fälle mal :3

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    1. Find ich fies, dass du über die Animationen nörgeln wolltest .__.

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