31.08.12

Spidey is back in black


Ich hätte ja niemals gedacht, dass mein Blog irgendwann mal unterstütz wird, im Sinne von Rezensionsmaterial. Aber ich wurde heute eines besseren belehrt!

Heute war ich mal wieder im Comicladen meines Vertrauens und bin dann mit dem Verkäufer meines Vertrauens im Comicladen meines Vertrauens, vertrauenswürdig ins Gespräch gekommen. Als ich dann darauf gekommen bin, dass ich einen Blog habe und das ich über einen gewissen Comic, den dich gerade kaufen wollte, bloggen werde. Da hat er mir ihn doch glatt den Comci als Rezensionsmaterial umsonst überlassen. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar, weil es vorallem meinen Geldbeutel schont. :)

Und was er mir überlassen hat, war;

Diese Version von Spider-Man hat ja schon für einiges an Aufruhr in der Szene gesorgte. Im Spinnen Outfit steckt auch nicht mehr Peter Parker, denn die Story spielt nach dem Tod der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft, nachdem diese vom Green Goblin besiegt wurde. Neuer Held ist Miles Morales ein Junge der zur Hälfte afroamerikanische und zur anderen Hispano-Wurzeln hat.

Ich war sehr gespannt auf diese alternative Storyline und hab sie nun endlich in den Händen und bis sehr gespannt! Ich hoffe es kommt mal etwas neuer Wind in Spider-Mans Alltag. Ich werd mich dann zu gegebener zu dem Comic äußern! :)





Bis dahin - Tschödeldö





29.08.12

Peteback's Alternate Art #19


#19


Sieht so aus, als hätte Simba einen Weg gefunden seinen Vater wieder ins Leben zurückzuholen.
Ich hoffe er setzt seinen Wunsch weise ein.





Bis dahin - Tschödeldö





28.08.12

[52 Games] - Es gibt nichts wofür man sich schämen muss. Eigentlich.


Willkommen willkommen.
Und wieder führt mich ein 52-Games-Thema zurück in die Vergangenheit.

#31 - Jugendsünden
- Rayman Lernspiele (PS1) - 

Beim Nachgrübeln habe ich festgestellt, dass es keinerlei Jugendsünden meiner Kindheit gibt, jedenfalls nicht was Spiele angeht. Ich war schon immer viel zu ordentlich was das anging, dass ich mich über Spiele immer informiert habe, bevor ich sie haben wollte. Denn Spiele waren teuer und es sollte sich auch lohnen für das Geld. Allerdings ist mir da doch etwas eingefallen...

Allerdings ist meine Mutter irgendwann darauf gekommen, meine Liebe zu Videospielen für ihre miesen Machenschaften zu nutzen. Und so bestellte sie, vermutlich in einem Anfall von Größenwahn, beim Quelle-Versand die "Rayman Junior Lernspiele". Darunter waren Mathe, Englisch und Grammatik. Ich weiß nicht mehr genau, in welcher Klasse ich damals war, aber diese Spiele decken ungefähr die Themen ab, die gerade durchgenommen wurden. Ehrlich gesagt, ich habe alle drei Spiele einmal getestet und was soll ich sagen, sooooooo schlecht waren sie gar nicht. Die Aufgaben die man lösen musste, waren komischer Weise recht gut in "Rayman 1" eingebunden. Es wurden keine Level verändert oder irgendwas. Ich weiß nurnoch, dass man bei Mathe irgendwo eine Aufgabe gesehen hat und man musste in einem Areal nach der richtigen Lösung suchen und diese einsammeln und zur Aufgabe bringen.

Ich kann eigentlich nicht behaupten, dass mir die Spiele wirklich was gebracht haben. Ich wurde dadurch nicht viel besser in Mathe oder Englisch, wieso auch? Das einzige was mit diese Spiele eingebracht haben, war Gelächter und abschätzige Blicke meiner Freunde.







Bis dahin - Tschödeldö







26.08.12

Film•Peteback: I'm a Cyborg, but that's OK


Willkommen.
Und da sind wir wieder am Sonntag, mit der Kritik im Zeichen des Filmprojekts mit Sailor Strawberry. Also gehts nun los!


Heute gibt es;
I'm a Cyborg, but that's OK


"I'm a Cyborg, but that's OK" ist eine südkoreanische SiFi-Liebeskomödie aus dem Jahr 2006, von Regiesseur Park Chan-wook. Der Film erzählt die Geschichte des jungen Mädchen Young-goon, die sich selber für einen Cyborg hält und deshalb in einer Nervenheilanstallt lebt.


Trailer


Fakten
Originaltitel: 싸이보그지만 괜찮아 
                       (Saibogeujiman kwenchana)
Deutscher Titel: I'm a Cyborg, but that's OK
Originalsprache: Koreanisch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 105 Minuten
Regie: Park Chan-wook
Drehbuch: Park Chan-wook, Jeong Seo-Gyeong


Young-goon (Lim Su-jeong) muss als Kind miterleben, wie ihre geliebte Großmutter, die sich für eine Maus hält und nur mehr von eingelegtem Rettich ernährt, von Männern in weißen Kitteln in eine Anstalt gebracht wird. Wäre Sie ein Cyborg gewesen, wäre dies nicht passiert. Denn Cyborgs sind stark, Cyborgs sind unaufhaltsam und Cyborgs haben kein Mitgefühl. Bei ihrer Arbeit in einer Radiofabrik stellt Young-goon überraschend fest, dass sie die Stimmen der Maschinen hört. Logische Schlussfolgerung: Sie ist doch ein Cyborg, muss jedoch erst mit Energie aufgeladen werden. Die Pulsadern werden aufgeschnitten, ein Stromkabel angesteckt und mit der Steckdose verbunden. Als Young-goon wieder erwacht, findet sie sich in einer Anstalt wieder. Von da an beginnt Sie mit den Maschinen zu reden. Ihr großes Problem: Sie braucht Energie und Cyborgs vertragen aber kein normales Essen, weil sie dann von innen rosten. Ein weiterer Insasse ist Il-sun (Rain/Jung Ji-hoon). Er zeigt sich immer mehr fasziniert von Young-goon, beobachtet mit zunehmender Sorge wie sie wegen Nahrungsmangel immer schwächer wird und versucht verzweifelt eine Möglichkeit zu finden, sie wieder zu Kräften kommen zu lassen.
 via.

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Ein Film von Park Chan-wook. Er gilt ja allgemein als Kultregiesseur, habe aber bisher auch nur "Oldboy" gesehen und fand den schon ziemlich gut. Merkwürdig, aber gut. Nun ist "I'm a Cyborg, but that's OK" der zweite Film den ich von ihm sehe. Ich kann also nicht allzu viele Vergleiche zu anderen seiner Werke anstellen.

Was ich allerdings mit Sicherheit sagen kann, ist, dass dieser Film sich vollkommen zu seinen vorherigen Filmen unterscheidet. Sicher gibt es auch hier eine recht spezielle Story, aber im Gegensatz zu "Oldboy" ist hier alles bunt, niedlich und komisch. Ja 'komisch' ist dabei schon das richtige Wort und ich meine nicht nur 'haha-komisch', sondern auch 'merkwürdig-komisch'. Nun, was soll man auch erwarten von einem Film, der in einer Irrenanstalt spielt. Diese ist, ganz wie die Insassen, schon zu verrückt für eine normale Anstalt. Bodenfliesen, die abstrakte Muster bilden, grüne, gepolsterte Zellen und ein Speisesaal, der eher in einen Kindergarten passt.

Was "I'm a Cyborg, but that's OK" sein will, ist eine Liebeskomödie und dazu eine sehr skurrile. Das kommt aber auch erst wirklich in den letzten 40 Minuten richtig raus. Vorher beschäftigt sich Chang-wook in erster Linie mit seiner Hauptperson, der jungen Young-goon und ihrem Cyborgleben. Man erfährt etwas über ihre Vergangenheit und ihren Alltag, sowie um ihre Macken wissen wir auch bald bescheid. Sehr interessant dabei sind ihre leuchtenden Zehen, wenn ihre Batterien geladen sind. Nebenbei lernt man auch noch andere Patienten der Anstalt kennen, von denen jeder seine ganz eignen Macken, Schrullen und Neurosen hat. So glaubt eine Patientin, dass sie Gesangübungen machen muss, um in einem Jodelchor aufgenommen zu werden und betrachtet sich dabei immer nur in einem Handspiegel. Eine andere Patientin glaubt das ihre Socken sie fliegen lassen können, ein Patient glaubt, dass er für alle Unglücke die passieren verantwortlich ist und entschuldigt sich dafür stets und wiederum ein anderer glaubt er habe immer eine Art Gummiband um den Bauch, seit seiner Geburt. Man kann sehen, Young-goon ist nicht die Einizige, aber dennoch unter den anderen doch die Speziellste. Neben ihr ist noch Park Il-sun eine wichtige Person, weil er anscheinend Sachen, sowie Seelen und auch Talente von Leuten stehlen kann. Es sind auch gerade diese Personen, die den Humor des Films ausmachen. Allerdings ist das auch eine besondere Art von Humor die nicht bei jedem gut ankommt. So habe ich in dem Film höchstens mal geschmunzelt. Und so zieht es sich durch den ganzen Film, das kann auf die Dauer schon sehr ermüdent sein.

Ein weiteres Problem des Films sind meiner Meinung nach die Charaktere. Mir waren die Figuren die dort auftreten, egal wie schräg sie sein mögen, doch ziemlich egal. Man hat keinerlei Motivation sich für sie zu interessieren und das trifft zum Teil auch auf Park Il-sun und Young-goon zu. Und das das bei den zwei Hauptpersonen der Fall ist, ist schon kein gutes Zeichen. Ihnen spielt da auch nicht gerade die Story zu, die recht wirr erzählt ist und man nicht wirklich weiß, was nun real und was Fiktion ist. Chan-wook hat sich dazu entschieden jede wirre Fantasie der handelnden Personen auch zu Spielen und so erschießt Young-goon gerne mal das gesamte Anstalltspersonal und in der nächsten Szene ist schon wieder alles in Ordnung. Diese Enschübe sind recht interessant, aber auch sehr belanglos. Vermutlich will Chan-wook nur ein wenig mehr die Technik des Films präsentieren, denn die kommt bei Young-goons Gewehrhänden und ihren Jetpack-Schuhen gut zu Geltung. Wenn man kein wirklicher Fan der asiatischen, überzogenen Trashfilme ist, dann wird man sich in dem Film auch schnell langweilen, denn der Film weiß auch nicht ganz wohin er will. Die Handlung ist im Grunde genommen ziemlich flach und bietet keines Wegs genug Inhalt für über 100 Minuten Spielzeit. Dabei soll offensichtliche eine Art von Moral, beziehungsweise eine Botschaft vermittelt werden, die aber vollends in der auslaufenden Story untergeht.

Auch die "Liebesgeschichte" zwischen Young-goon und Il-sun ist mehr als flach gehalten und ist in keiner Weise überzeugend. Die letzte halbe Stunde hatte ich auch schon gar keine Lust mehr auf den Film und hab mich gefragt, wohin das ganze denn noch gehen will und dann kam das Ende und ich war doch schon irgendwo enttäuscht. Am Ende bleibt dann noch eine gewisse Unzufriedenheit, dass das was man gesehen hat irgendwo ziemlich halbgar war und man nichts aus dem Film mitnehmen konnte, nichts was ihn wirklich ausgezeichnet hat.

Ich habe in anderen Kritik gelesen, dass dieser Film gerne mit "Die fabelhafte Welt der Amelie" in Verbindung gebracht wird. Dabei muss ich sagen, dass es auch alleine die Musik ist, die an den Film erinnert, das leichte chanson-hafte Geklimper. Mehr 'Amelie'sche' ist an dem Film nicht zu finden  und mehr Versuche dort Verbindungen zu sehen, wäre wie ein Faustschlag ins Gesicht von Jean-Pieree Jeunet.

Zu der Schauspielleistung kann ich im Großen und Ganzen nicht viel sagen, weil ich die Schauspieler noch in keinem anderen Film gesehen habe. Was sie hier abliefern, ist allerdings recht solide und die Emotionen und Macken werden sehr gut inszeniert und wirken auch recht glaubhaft. Allein Young-goon hat mich etwas genervt, dass liegt allerdings eher an ihrem Charakter und nicht an dem Spiel der Schauspielerin. 

Die deutsche Synchronisation ist nicht zum davonlaufen, allerdings auch nicht wirklich preisverdächtig, lässt sich aber ganz gut gucken. Nach perfekter Lippensychnonität darf man hier aber nicht fragen. Wer den Film mit Untertiteln gucken möchte, dem sei das zu empfehlen. Ich habs auch versucht, aber da verlor ich erst recht das Interesse an der Handlung.


Fazit.
"I'm a Cyborg, but that's OK" ist als Komödie bzw. Liebeskomödie nicht der große Wurf, wie er immer betitelt wird. Ich kann die ganzen positiven Aspekte des Films nicht ganz nachvollziehen, aber anscheinend war das Genre und das Setting einfach nicht mein Geschmack. Wer allerdings auf ausgefallene, wenn auch flache Storys steht, mit vielen schrägen Personen und und wirren Erzählstil, der wird mit dem Film ganz glücklich werden. Ich kann leider nur sagen, dass der Film sehr viel Potential verspielt hat. Sehr Schade...






Bis dahin - Tschödeldö






P.S.: Wer nun eine zweite Meinung zu dem Film einholen möchte, den erinnere ich an die Kritik von Sailor Strawberry. Vielleicht fand sie den Film ja etwas besser als ich.

 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/I%E2%80%99m_a_Cyborg,_But_That%E2%80%99s_OK
             http://www.moviemaze.de/filme/2219/im-a-cyborg-but-thats-ok.html
Bilder:  http://www.wdr.de/tv/kinozeit/spielfilm/sendungsbeitraege/2012/0315/index.jsp?pbild=3
             http://outnow.ch/Movies/2006/SaibogujimanKwenchana/Bilder/movie.fs/02
             http://iarttakezito.blogspot.de/2011/06/film-review-i-am-cyborg-but-thats-ok.html
             http://thevoid99.blogspot.de/2011/05/im-cyborg-but-thats-ok.html

           http://www.moviereporter.de/filme/im-a-cyborg-but-thats-ok/images

23.08.12

Mein Manifest und meine Gedanken - Noir


Heue komme ich zu euch mit einer kleines Comic-Review. Das ist zwar nicht üblich hier auf dem Blog, aber ich dachte ich könnte mal von meinen Erfahrungen bereichten.

Meine Erfahrungen mit;
Spider-Man Noir


Titel: Spider-Man Noir
Verlag: Marvel Comics
Illustrator: Carmin Di Giadomenico, David Hine
Autor: Fabrice Sapolsky
Sprache: Englisch
Seiten: 112
Preis: 11,80 € (Amazon.de)


Plot
This alternate take on the Spider-Man mythos is set in 1933 – during the Great Depression . While Peter Parker still becomes the titular Spider-Man, the initial focus of the story is upon Daily Bugle reporter Ben Urich . He is an experienced and respected reporter who runs a network of informants under the alias of the Spider. This may or may not have annoyed the Enforcers (Ox, Fancy Dan, Montana), Kraven (an animal trainer), the Chameleon (a master of disguise) and the Vulture (a sideshow freak), who had developed a taste for human meat. Urich does not use the information he has to expose the Goblin but rather to blackmail him, in order to get enough money to feed his secret drug habit. 

Urich encounters Peter Parker during an oration by Peter’s aunt in Central Park. The socialist slant of  May Parker’s words does not sit well with the Enforcers and Urich is forced to intervene in order to prevent serious injury to either Peter or May. Urich subsequently takes Peter under his wing and after Peter mistakenly receives a tip-off meant for the Spider, the young man ventures to a warehouse where the Goblin’s men are unloading a shipment of stolen antiques. A particular antique – a spider statue – breaks open and releases a horde of spiders. One of the spiders bites Peter, causing him to pass out and dream of a spider god. When he awakes, he is upside-down in a black web. He has gained the proportionate strength, speed and agility of a spider, along with a spider-sense and the ability to spray organic webbing from his hands. Unlike the traditional Spider-Man, he cannot cling to walls by force of will and his webbing does not focus into web-lines that he can use for travel. With his powers, Peter dons a black mask, gloves, and trench coat in order to take down Osborn in the guise of the Spider-Man. He also brings a gun.

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Ich bin ein großer Fan der 'Noir'-Serie von Marvel, sei es wie hier Spider-Man, oder Wolverine oder X-Men. Der Flaire dieser Comic-Reihe ist einmalig und das Setting, sowie die neue Ausarbeitung der Charaktere ist grandios.

Spider-Man Noir bietet eine alternative Handlung und hat, meiner Meinung nach, um einiges mehr Spannung als die anderen Spider-Man-Serien. Vorallem die neue, mystischere Art und Weise, wie Peter zu seinen Kräften kommt, ist um einiges kreativer, als einfach von einer mutieren Spinne gebissen zu werden. Doch etwas bleibt immer gleich. Da haben wir Peters ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, seine starke, selbstbewusste Tante May und natürlich der Gegenspieler in der Gestalt von Norman Osborn alias Goblin. Auch haben hier einige bekannte Helferlein und Schurken ihren Auftritt, wie Chameleon den Gestaltwandler und den Jäger Kraven. 
Der Comic ist dabei stehts in einer dunklen, dreckigen und freundlichen Atmosphäre gehalten, was das Gefühl von einem von Wirtschaftskrisen geplagten New York der 30er Jahre noch verstärkt und das liegt nicht nur daran, das Winter ist. Das kann man auch aus vielen ausgezerrten Geischtern vieler Figuren. Das New York in dem sich Peter bewegt wirkt da eher, wie der Bruder von Gotham City, dreckig, dunkel und korrupt. 

Dazu passt auch Peters Spider-Man Outfit sehr gut. Es ist komplett schwarz gehalten und das liegt diesmal nicht an dem fiesen Symbioten 'Venom'. Dabei trägt er anscheinend auch eine Art von Flieger- oder Schweißerbrille, was ihn ein wenig wie den Froschmann von Alfred Hitchcock erscheinen lässt.

Der Comic bietet eine abgeschlossene Story, die aber noch Raum für weitere Ausgaben bietet, die ja auch schon folgten. Ich kann jedem Freund des Spinnenmanns diesen Ausflug in die 30er Jahre nur empfehlen. Spider-Man ist ganz neu, wirkt aber doch so vertraut und die Story ist spannend, düster und nichts für kleine Kinder. Einzig die Dialoge wirken manchmal ein wenig zu theatralisch, wenn es um Peters Onkel Ben geht. Aber das war ja eigentlich noch nie anders, ist also zu verschmerzen


Kommen wir nun zu einer Sache, die mich wirklich genervt und frustriert hat.



Comic-Leser aller Länder vereinigt euch! Kämpft gegen mindere Produktqualität und steht ein für eine bessere Balance von Qualität und Quantität bei Comics!


Ich sage ja eigentlich nichts dagegen, dass man hier und da spart, damit der Endverbraucher weniger zahlen muss um trotzdem ein voll funktionsfähiges Produkt zu erhalten. Allerdings gibt es auch Sachen woran man nicht sparen sollte und das viel mir gerade beim Lesen von "Spider-Man Noir" schmerzlich feststellen.

Man stelle sich vor, man liegt, sitzt, hockt oder schwebt und verfolgt gerade die Abenteuer seines Lieblingscomichelden und blättert um und dann das;







Ja man hat plötzlich die Seite in der Hand. Was zum Geier?! Ich habe ja bisher immer gedacht, dass der Name 'Marvel' für Qualität steht und dann sowas? Ich habe 1€ teure Zeitschriften gesehen, die nen besseren Verbund für die Seiten hatte. Und für diesen Comci habe ich gute 10 € bezahlt und wo und was bekomm ich? Das frustriert einen doch bis auf's Mark.

Das ist übrigens nicht die einzige Seite sie sich so schön rauslösen lässt. Nein, ganze acht andere Seiten folgten der Ersten. Ich habe mir dann mal die Sache genau angeschaut und habe bei den Seiten an den verleimten Enden so etwas wie eine Perforation gefunden. Wieso? Damit man sich die Seiten raustrennen kann? Wer will das schon, außer Ray William Johnson? Und falls doch, dann hat man das Problem vor dem ich auch stehe, ein komplett instabiles Comicheft. Man darf es bloß nicht ganz aufschlagen, sonst hat man das Desaster. Bei "Wolverine Noir" gibt es übrigens das gleiche Problem wie ich gesehen habe, doch da sind zum Glück noch alle Seiten drin.  

Man muss dazu sagen, dass die Comichefte der 'Noir'-Reihe in der Taschenbuchversion natürlich kein Hardcover haben und keine hochglanz Seiten, sondern nur einfache Papierseiten bieten. Das ist natürlich nicht schlimm, weil sie das grünster macht und bei Mangas stört das ja auch nicht. Allerdings sollte man auch darauf achten die Seiten ordentlich zu fixieren, denn für Sammler ist diese Art und Weise ein Comic zu verarbeiten ein Graus. Ich bin kein Sammler, aber rumfliegende Seiten will ich trotzdem nicht haben. Noir-Story top! Noir-Illustrationen top! Noir-Verarbeitung grausam!


Deshalb sage ich; Liebe Verlage! Achtet mehr auf eine qualitative Verarbeitung eurer Produkte und bringt keine halbgaren Produkte auf den Markt! Daran hat der Leser und bei Beschwerden auch der Verkäufer und der Verleger keinen Spaß. Comics kaufen soll sich wieder lohnen und nicht frustrieren!





Bis dahin - Tschödeldö





22.08.12

[52 Games] - Der heimliche Held des Films


Hallöle. Auch nach der Gamescom geht es weiter mit den 52 Games und dieses Mal sogar mit einem sehr interessanten Thema.


#30 - Film
- Stuntman (PS2) -


Man könnte beim Thema "Film" nun über die bösen, bösen Lizenzspiele herziehen, die nach jedem Blockbuster Kinofilm erscheinen. Wenig Produktionszeit, begrenzte finanzielle Mittel und kaum Freiraum bei der Entwicklung. Klar das da oft mehr Halbes als Ganzes bei rauskommt. Sicher gibt es hier und dort einige die sich aus dem Einheitsbrei von Lizenzspielen rausheben, aber diese sind wirklich selten.

Ich nehme mir hier ein Spiel vor, wo man Teil eines Films ist. In "Stuntman" ist man der heimliche Held der Actionszenen. Im Karrieremodus hat man die Aufgabe in einem Filmset in Weltstädten wie London und Bangkok und in Ländern wie Egypten, Schweiz oder Monaco, einen bestimmten Parkour mit Auto, Motorrad oder Schneemobil zu bewältigen. Hilfestellung, dass auch alle Stunts klappen, bekommt man durch Zurufe des Regiesseurs und durch eingeblendete Symbole. Das kann in gewissen Situationen schon ziemlich kniffelig sein, wenn man von einer Autobahn in den dritten Stock eines Bürogebäudes springen muss um im Gebäude einen Drift hinzulegen, um auf der rechten Seite weiter rauszukommen. Der Frustfaktor in dem Spiel war schon nicht ganz ohne. Für bestandene und exzellente Stunts bekommt man Geld, wovon man neue Fahrzeuge kaufen kann. Alles in allem ein ziemlicher Spaß, wenn man auf punktuelles, geskriptetes Fahren steht. Was tut man nicht alles damit der Film ein Erfolg wird.






Bis dahin - Tschödeldö






20.08.12

19.08.12

Film•Peteback: Die Piraten! – Ein Haufen merkwürdiger Typen


Willkommen zur Sonntagsreview!
Diesen Sonntag steht sie nicht unter dem Motto des Filmprojektes, nein heute bin ich mal alleine am tippen. Die Erdbeerkriegerin wuselt nämlich gerade auf der Gamescom herum. :)

Heute stechen wir in See, mit;
Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen


"Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen" ist ein Stop-Motion-Film basierend auf dem ersten Buch der Romanreihe "Piraten!", des britischen Autors Gideon Dafoe. Regie führte Peter Lord.


Trailer


Fakten
Originaltitel: The Pirates! In an Adventure with Scientists(UK)/
     The Pirates! Band of Misfits (USA)
Deutscher Titel: Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Peter Lord
Drehbuch: Gideon Dafoe
Produktion: u.a. Julie Lockhart, Peter Lord
Animationen: Aardman Animations, Sony Pictures Animations


Ich kenn doch sicher auch dieses Problem. Ihr seid Kapitän einer Piratencrew, wollt Frauen, Reichtum und Ruhm erlangen, doch irgendwie will das Schicksal nicht auf eurer Seite sein? Das gleiche Problem hat auch der Piratenkapitän (Hugh Grant) auch. Der Piratenkapitän ist Kapitän und ein Pirat, vermutlich heißt er deshalb auch so. Er befehligt eine bunt zusammengewürfelte und loyale Crew und einen 'Papagei'. In seiner Crew scheint allerdings auch niemand einen Namen zu haben und so besteht seine Crew aus dem Pirat mit Gicht (Brendan Gleeson), dem Pirat mit erstaunlichen Rundungen (Ashley Jensen), dem Pirat mit dem Schal (Martin Freeman) oder dem Albino-Pirat (Russell Tovey). Auf dem traditionellen Schinken-Abend (nicht umsonst bildet die Piratenflagge einen Totenkopf mit zwei gekreuzten Schinken ab) auf dem Schiff, wird zur Sprache gebracht, dass die Wahl für den "Piraten des Jahres" wieder ansteht. Der Piratenkapitän und seine Crew sind ehrgeizig und machen sich auf den Weg nach 'Blood Island', damit der Piratenkapitän sich zur Wahl stellen kann. Das wird allerdings von den viel erfolgreicheren Piratenkapitänen Peg-Leg-Hastings (Lenny Henry), Black Bellamy (Jeremy Piven) und Cutlass Liz (Salma Hayek) nur belächelt. Nun noch mehr vom Ehrgeiz gepackt,ist die Piratenmeute in einem Enter-Rausch und überfällt unter anderem ein Klassenfahrtsschiff und ein Plagenschiff. Keine tolle Ausbeute also. Also die Piraten allerdings die "Beagle" entern, treffen sie auf den Forscher und Gelehrten Charles Darwin (David Tennant). Er eröffnet dem Piratenkapitän, dass Polly der Papagei gar kein Papagei ist, sondern ein Dodo und vermutlich noch das einzige Exemplar dieser Vogelart. So machen sich die Piraten zusammen mit Charles Darwin auf den Weg nach England, um den Vogel der "Royal Society" zu präsentieren und Ruhm, Geld und Ehre einzustreichen. Lieder ist Queen Victoria (Imelda Staunten) ziemlich anti-piratisch eingestellt und so müssen sich die Piraten als Forscher ausgeben, um nicht einen Kopf kürzer gemacht zu werden.

Doch leider läuft auf dem Kongress nicht alles so glatt, wie es sollte...


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Ach ja, Aardman Animations. Ich liebe dieses Studio einfach! Das fing schon in frühster Kindheit an, als ich 1995 an einem Weihnachtstag im Nachmittagsprogramm das dynamischste Knetfigurenduo der Welt gesehen habe. "Wallace & Gromit - Alles Käse". Ich war hin und weg von den Figuren, der witzigen Geschichte und vorallem den Knetfiguren und wie sie sich so flüssige bewegen konnten. Auch heute noch zählen die beiden zu meinen Lieblingsfilmfiguren. Das liegt vorallem daran, dass ihre Filme durchweg alle gut sind und vorallem immer Spaß machen und nie ihren Charme verlieren. Mein Favorit ist übrigens "Die Technohose"!

Da kann man von Glück reden, dass bei diesem Stop-Motion-Abenteuer wieder Peter Lord die Regie übernommen hat und auch am Drehbuch geschraubt hat. Ihr ist der Kopf hinter den "Wallace & Gromit"-Abenteuern und natürlich "Chicken Run - Hennen rennen". Lord weiß, wie man liebenswerte Figuren entwickelt, mit denen man sich identifizieren kann und die vorallem das Interesse des Zuschauers wecken. Natürlich hat er hier nicht so ganz freie Hand, wie bei seinen Eigenkreationen, denn "Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen" ist ja mehr eine Romanverfilmung und da sind ja schon viele Charakterzüge vorgeschrieben.

Für Aardman Animations ist "Die Piraten!" eine kleine Rückkehr zu ihren eigentlich Knetwurzeln, da sie letzten Kurzfilme mit reiner Computer-Animationstechnik gemacht wurden. Trotzdem musste man hier in vielerlei Hinsicht neu denken, denn ein bewegtes Meer aus Knete herstellen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Doch das Studio hat er geschafft ihm einen knethaften Look zu verpassen und das komplett aus Knete bestehende Schiff der Piratenbande ist eine Augenweide. Peter Lord hat hier wieder, wie in allen seiner Filme, auf viel Detailreichtum geachtet, dass man hier und da auch kleine Eastereggs und Cameo-Auftritte erkennen kann. Grundsätzlich kann der Film auf der visuellen Ebene vollends begeistern. Zu schrägen Charakteren, die auch wirklich alle einzigartig sind, muss es natürlich auch eine schräge Story geben und die bekommt man auch geboten. Eine "Pirat des Jahres"-Wahl, ein Treffen mit Charles Darwin, noch bevor er sein weltbekanntes Werk "Die Entstehung der Arten" schrieb, eine Piraten hassende, britische Königin und ein Dodo, der für einen Papagei gehalten wird. Die Story die ganz nett und beschaulich anfängt, entwickelt sich über die verträglichen 90 Minuten zu einem extravaganten Trip für Genießer. Wer genau hinsieht, erkennt genug Anspielungen auf die Übertragene Popkultur unserer Tage und komische Verstrickungen der Weltgeschichte. So bietet Peter Lord wieder einen Film für Jung und Alt, wobei sich die jüngere Generation natürlich über die Slapstick.Einlagen der Charaktere freuen werden. Ein Paradebeispiel dafür ist klar der von Darwin gehaltene Affe "Bobo", der seinen Buttler mimt und sich nur durch kleine Schilder verständlichen machen kann. Wer ein wenig mehr vom Set des Films sehen will, dem empfehle ich den Beitrag von Filmstarts.de!


In punkto "Action" bleibt der Film ganz kindgerecht und führt hier überzogene Rettungsaktionen und Verfolgungsjagden auf, die nie lange dauern, aber immer zum Mitfiebern und vorallem Schmuzeln einladen, denn hier kommt es zu den obligatorischen Zwischenfällen, die den Ausgang immer ändern können.

An dieser Stelle noch einen Einschub zu der Synchronisation. Hier hat man in der deutschen Version einige namenhafte Persönlichkeiten an Land gezogen. Darunter Patrick Winczewski, der aus einigen Tatort Filmen bekannt ist, das MTV-Duo Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, Bettina Zimmermann, Axel Malzacher und Martina Treger. Die deutsche Vertonung ist im Allgemeinen ganz gut gelungen und lässt sich gut gucken und anhören. Die Stimmen wurden auch ganz gut für die jeweiligen Figuren ausgewählt. Vorallem Königin Victoria, der Piratenkapitän und Black Bellamy sind mir da sehr positiv aufgefallen. Ich empfehle allerdings dringend den Originalton zu verwenden, weil der englisch-sprachige Cast einfach grandios ist, wie man oben im Plot schon nachlesen kann. Hier ist vorallem die britisch-smarten-latent-homosexuelle Stimme von Hugh Grant für den Piratenkapitän eine Ohrenweide. Hier kann er Captain Jack Sparrow alle mal Konkurrenz machen! :)


Fazit.
Ein Film aus dem Hause "Aardman Animations" ist und bleibt immer etwas Besonderes, was vorallem genossen werden will. Und ist "Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen" ein Spaß für Jung und Alt, der durch tolle Aufmachung und Animationen und durch den typischen Aardman'schen-britischen Humor, den tollen Originalcast und die unglaublich schrägen und liebenswerten Charakteren überzeugen kann. Es dauert lange bis ein Aardman-Film das Licht der Welt erblickt, doch der Detailreichtum und die aufwändige Arbeit machen das Warten allemal wert und man wird nie ganz enttäuscht werden. Wallace und Gromit wären stolz auf den Film! 






 Bis dahin - Tschödeldö







P.S.: Wer sich schonmal freuen will, der nächste Film mit "Wallace & Gromit" soll frühstens 2015 erscheinen! Yay!

 Fakten:http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Piraten!_%E2%80%93_Ein_Haufen_merkw%C3%BCrdiger_Typen
            http://www.filmstarts.de/kritiken/43118/kritik.html
Bilder: http://www.kinofans.com/Filme/Kino-DB/Die-Piraten-Ein-Haufen-merkwuerdiger-Typen-3D-E13362.htm
            http://www.cinetastic.de/2012/02/die-piraten-ein-haufen-merkwurdiger-typen/
            http://www.freiepresse.de/BILDERGALERIEN/index.php?gal=13310&bild=1

            http://www.cinema.de/bilder/die-piraten-ein-haufen-merkwuerdiger-typen,4725027.html
            http://www.animationsfilme.ch/2011/10/11/bilder-vom-set-zu-die-piraten-ein-haufen-merkwurdiger-typen-2/

15.08.12

[52 Games] - Ein elektrisierender Gegner


Willkommen zu 52 Games! Diesmal wieder etwas verspätet, aber früher gings leider nicht.


#29 - Elektrizität
- Spider-Man: Dimensions (PS3) -


Da ich vor kurzem 'Spider-Man: Dimensions' durchgespielt habe, (was nebenbei wirklich ein nettes Spider-Man-Spiel geworden ist, dem es aber an etwas Abwechslungs fehlt) erinnere ich mich bei dem Thema "Elektrizität" natürlich an den Kampf gegen 'Electro'! Der Kampf gegen ihn findet im 'Ultimate-Spider-Man-Universum' statt. Das bedeutet, Peter Parker konnte den Symbionten, der eigentlich später das bösartige Wesen namens 'Venom' bilden sollte, kontrollieren und kann nun auf die vielen Fähigkeiten seines neuen, schwarzen Anzugs zurückgreifen. Electro ist keine besonders guter Bösewicht mit Weltherrschaftsplänen, ist aber gerade dabei sich die gesamte Energie eines Elektrizitätswerk einzuverleiben, was ihn immer stärker macht.

Spidey kann das natürlich nicht zulassen und kämpft sich mit Electro durch die verschiedenen Areale des Komplexes. Darunter ein Bereich mit überladenen Transistoren oder den Turbinenraum des Wasserkraftwerks. Dabei kommt es zu statischen Reiberein (höhö Wortspiel) mit dem Schurken, bei dem man schonmal zu spühren können wir sich ein paar 100 Volt an Elektrizität anfühlen. Ein spannungsgeladenes (ich kann die Wortspiele nicht lassen) Level! :)






Bis dahin - Tschödeldö






12.08.12

Film•Peteback: A Serious Man


Hallo hallo an diesem wunderbaren Sonntag. Und es ist schon der zweite Sonntag, der im Zeichen des Filmprojekts von Sailor Strawberry und Mir steht. :)

Diese Wochen zeigen wir;
A Serious Man


"A Serious Man" ist eine US-amerikanische Komödie mit leichten Einflüssen eines Dramas, aus dem Jahr 2009. Regie führten hier die Coen-Brüder, Ethan und Joel Coen.


Trailer

Fakten
Originaltitel: A Serious Man
Deutscher Titel: A Serious Man
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2009
Länga: ca. 105 Minuten
Regie: Ethan und Joel Coen
Drehbuch: Ethan und Joel Coen
Produktion: Ethan und Joel Coen
Musik: Carter Burwell


Wir schreiben das Jahr 1967.
Larry Gropnik (Michael Stuhlbarg) führt ein recht beschauliches, geordnetes Leben in einer kleinen jüdischen Gemeide im mittleren Westen der USA, in Minnesota. Larry tut alles um sein Leben und das Leben seiner Mitmenschen so angenehm wie möglich zu gestalten. Er ist Oberhaupt einer vierköpfigen Familie, ist eine liebender Ehemann und ein fürsorglicher Vater. Seine Brötchen verdient Larry an der örtlichen Universität, als Professor für Physik. Sein bis dato so ruhiges Leben gerät allerdings völlig aus den Fugen, als seine Frau Judith (Sari Lennick) im eröffnet, dass er mal über eine Scheidung nachdenken sollte. Sie hat sich nämlich in einen anderen Mann verliebt, Sy Ableman (Fred Melamed), ein Bekannter von Larry. Gleichzeitig hat sein Sohn Danny (Aaron Wolff) große Probleme in der Schule und konsumiert Drogen, wobei auch noch seine Bar Mitzwa bevorsteht. Seine Tocher Sarah (Jessica McManus) sammelt Geld zusammen für eine Nasen-OP. Und als wenn das nicht alles schon reichen würde, lebt seit einiger Zeit auch noch seine Bruder Arthur (Richard Kind) bei ihm auf der Couch, der psychisch nicht ganz auf der Höhe ist. Noch dazu gefährden anonyme Briefe gegen ihn, seine Aussichten auf eine Festanstellung und ein koreanischer Austauschstudent versucht ihn zu bestechen. Da Larry das alles schnell über den Kopf wächst, beschließt er Hilfe bei einem Rabbi zu suchen, doch ob der im wirklich weiterhelfen kann?...


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Sehr schön, dass wir hier einen Film der Coen Brüder vor uns haben. Mir gefallen die Film der Gebrüder Coen sehr, vorallem weil mir ihr Humor sehr zusagt. Zumal ist ihre Darstellung von Humor immer ein Spagat zwischen trocken, schwarz und böse und selbstironisch, klug und situationsbedingt. Ganz so, wie auch der jüdische Humor im Klischeebild beschrieben wird. Wie Marge Simpson einmal sagte; "Bei solchen Ereignissen - kann man eigentlich nur noch lachen." Das trifft es sehr gut.

"A Serious Man" ist nach einem Portraitbild des durchschnittlich-amerikanisch/jüdischen-arbeitenden Familienmenschens, vorallem ein jüdischer Film. Wieso? Weil der Film hier einen versteckten Humor bietet, der nur zu Tage tritt, wenn man selber eine jüdischen Gemeinde angehört oder über das Judentum bescheid weiß. Denn hier steckt sicher einiges an Komik, welche dem normalen Zuschauer völlig abgeht, da man es nicht nachvollziehen kann. Wer sowieso nicht viel über die Religion und ein paar Begriffe daraus weiß, der wird sich über eine kleine Strecke etwas gelangweilt am Kopf kratzen.


Man sieht es ja irgendwo nicht gerne, dass ein hart arbeitender Mann, der sich auch noch für seine Familie aufopfert, von schlimmen Schicksalsschlägen geplagt wird. Doch genau das ist es, womit die Coen Brüder in dem Film spielen. Ganz nach dem Motto, des etwas lebensunfähigen, von Macken und Obsessionen geplagten Intelektuellen. Ganz nach der Art von Woody Allen. Larry Gropnik ist hierfür das Paradebeispiel, denn er erfüllt dieses Bild aufs genauste. Ein netter Mensch, der seinen eigenen Willen gerne durchsetzen möchte, aber es nicht wirklich kann, da ihm irgendwo die Kraft fehlt. Dies kommt zum einen in den Auseinandersetzungen mit seiner Frau, die Scheidung betreffend gut zu tragen. Ohne großes wenn und aber willigt er die Scheidung ein und zieht später sogar in ein Hotel. Wo jeder andere Mann dem verhassten Liebhaber schonmal gesagt hätte, was er von der Affäre hält, hält Larry lieber den Mund. Auch in dem Grundstücksstreit mit seinem Redneck-Nachbarn. So hat er auch einfach nichts geahnt, von dem Unheil das dort auf ihn zurollte, oder er hat es einfach fein ignoriert.

Man weiß nur so ungefähr was in Larry Kopf vorgeht, so weiß man auch nur ungefähr über die Intentionen aller Figuren in dem Film bescheid und man kann auch nur ungefähr ahnen, wohin sich das ganze entwickelt. Das "Ungefähre" ist in diesem Film sehr stark zu spüren, was wohl nicht alleine daher kommt, das Larry Gropnik Physikprofessor ist. Schließlich ist er gerade in dem Film dabei, seinen Studenten Heisenbergs Unschärferelation näher zu bringen. Diese besagt ja, in stark vereinfachter Form, dass nichts auf der Welt absolut berechnet werden kann und wir nie ganz genau wissen können, was geschied, wenn etwas geschied. Das hat sich anscheinend auch der Fernsehaparat des Gropnik-Hauses zu Herzen genommen und lässt Kanal 7 gar nicht laufen, während an anderen Tagen Kanal 4 nur verschwommen zu sehen ist. Keiner weiß, woran es liegt. Doch davon ist gerade Larrys Sohn sehr eingenommen, dem das Fernsehprogramm wichtiger ist, als die Vorbereitung auf seine Bar Mitzwa oder die Schule, oder sogar die Scheidung seiner Eltern. So auch das Experiment, um "Schrödingers Katze", welches im Endeffekt besagt, dass die Katze lebt oder tot ist. Sie kann eins von beidem sein, aber nicht beides. Allerdings weiß man nicht, wann sie lebt und wann sie tot ist und so wird sie für's erste als beides angesehen. Man kann es nur so ungefähr berechnen, wann sie lebt und wann sie tot sein müsste. Und da wären wir wieder beim "Ungefähren"...

Hier haben wir auch wieder das typische Coen-Phänomen, dass alles nicht so wirklich klar ist, wie man es vermutet. Das kommt schon in einem kleinen Schauspiel am Anfang des Films heraus und die Rechtsgelehrten und Anwälte, sowie die Rabbis folgen allen der Divise, dass man sich besser nicht klar ausdrücken sollte und man überhaupt nichts sicher erwarten kann. Obwohl allein diese Annahme schon eine Täuschung sein kann. Und so ist auch die Beziehung zwischen Mensch und Gott auch nichts anderes, als eine Ausführung der Unschärferelation.


"A Serious Man" ist bei all den theoretischen Kram nicht immer nur eine Komödie, sondern bietet auch genug Tragik in sich, damit man mitfühlen kann. Larry Situation wünscht man natürlich selten jemandem und so ist vorallem die Art wie seine Nochehefrau mit ihm umgeht wirklich bemitleidenswert. Dagegen lernt man Sy Ableman, die Affäre seiner Frau wirklich hassenswert. Er ist ein richtig schmieriger Typ, der zwar sehr mitfühlend tut, aber dennoch dafür ist, dass nicht seine Affäre aus dem Familienhaus auszieht, sonder Larry selbst. Dies wird noch alles durch das tolle Schauspiel aller beleigten, mehr oder minder bekannter Schauspieler bestärkt.

Immer wieder schön zu sehen, sind die "Running Gags" die der Film für sich selber erzeugt. So verschwindet die Tochter fast jeden Abend ins "Hole", eine örtliche Disco. Der Sohn ist erpicht darauf einen guten Fernsehempfang zu haben und ruft selbst seinen Vater beim Anwalt an, um ihm brühwarm zu erzählen, dass Kanal 4 verschwommen ist. Larrys Bruder blockiert stundenland das Badezimmer um seine Talgzyste auzudrücken und zwar immer dann, wenn Tochter Sarah sich die Haare waschen will. Arthur ruft dann immer aus dem Badezimmer "Bin gleich soweit!". Und Larrys Nochfrau wünscht sich eine Get (eine jüdische, rituelle Scheidung um wieder mit Gottes Segen heiraten zu können) und niemand dem es erzählt wird, weiß was eine Get nun wirklich ist, auch wenn alle Juden sind.

Auch zu erwähnen ist wie bei allen Coen-Filmen die Musik. Natürlich ist der Hofkomponist der Coens, Carter Burwell am Werk, ohne den anscheinend kein Film gedreht wird. Er hat den Film mit einigen eigenen Kompositionen, sowie natürlich die diversen Stücken von Jefferson Airplane, in die Larrys Sohn Danny ganz vernarrt ist und Hauptthema-geben für den Film ist. Don't you want somebody to love? Ein Thema, welches man den Film über im Hinterkopf behalten sollte.

Noch kurz etwas zur Synchronisation. Ich hab mir diesmal nur die deutsche Fassung angesehen und was mehr als zufrieden damit. Hier und hätte man vielleicht Figuren besser vertonen können, aber das fällt nicht allzu stark ins Gewicht. Für mehr Infos über die Originalfassung müsst ihr bei der Erdbeerkriegerin nachschauen. ;)


Fazit.
"A Serious Man" ist keine so ernsthafter Film, wie der Titel vermuten lässt. Der Film ist eine erstklassige Komödie mit leichten Anwandlungen von Drama und Tragik, ganz genau so, wie man es von den Coen Brüdern erwartet. Auch das jüdische Milieu in dem sich der Film und die Figuren bewegen, sind zum einen interessant und bieten zum anderen Raum für kluge Scherze auf dem Rücken der jüdischen Schrullen. Wer ein Fan der Gebrüder Coen ist, dem wird der Film natürlich gefallen und für alle anderen, ist der Film ein sehenswerter Film im Arthousestil und bietet neben  interessante und skurille Charaktere, eine ausgeklügelte Story, bei dem man sich die Moral und die Botschaft selber erdenken muss.







 Bis dahin - Tschödeldö








 P.S.: Auch hier wieder die Erinnerung, dass es auf dem Blog von Sailor Strawberry auch eine Kritik zu "A Serious Man" gibt. Also, schaut auch da mal vorbei! :)

 Fakten: http://www.moviemaze.de/filme/3137/a-serious-man.html
             http://de.wikipedia.org/wiki/A_Serious_Man
Bilder:  http://www.dvd-forum.at/filmkritik/31718-a-serious-man
             http://theseventhartfilm.blogspot.de/2010/04/serious-man-2009.html
             http://www.dvdbeaver.com/film2/dvdreviews49/a_serious_man_blu-ray.htm
             http://www.mannbeisstfilm.de/kritik/Joel-Coen-Ethan-Coen/A-Serious-Man/1819.html/

             http://www.follow-me-now.de/html/a_serious_man.html

10.08.12

Peteback's Alternate Art #17




#17


Link ist anscheinend wieder auf Reisen und es hat ihn wohl nach Himmelsrand verschlagen :)





Bis dahin - Tschödeldö





09.08.12

Film•Peteback: Detention - Nachsitzen kann tödlich sein


Heute gibt es mal wieder ein Peteback mitten in der Woche, aber der Film hat mich so sehr gereizt, dass ich den einfach vorstelleung muss. :)


Heute gibt es
Detention - Nachsitzen kann tödlich sein


"Detention - Nachsitzen kann tödlich sein" ist eine Horrorkomödie aus dem Jahr 2011, von Regiesseur Jospeh Kahn.


Trailer

Fakten
Originaltitel: Detention
Deutscher Titel: Detention - Nachsitzen kann tödlich sein
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 89 Minuten
Regie: Joseph Kahn
Drehbuch: Joseph Kahn, Mark Palermo
Produktion: u.a. Josh Hutcherson


Riley Jones (Shanley Caswell) ist eine Außenseiterin an der Grizzly Lake Highschool und hegt eine unerwiderte Liebe zu ihrem Freund aus Kindertagen Clapton Davis (Josh Hutcherson). Clapton jedoch ist Hals über Kopf in Ione (Spencer Locke), eine wunderschöne und selbstsüchtige Cheerleaderin, verknallt. Diese lässt Clapton von ihrem Ex-Freund Billy Nolan (Parker Bagley) verprügeln. Alle drei sind im letzten Jahr auf der High School und freuen sich auf ihren Abschluss. Doch kurz vor der Abschlussfeier treibt ein Serienmörder namens Cinderhella, der die Scream-Reihe mag, sein Unwesen an der Highschool. Prinzipal Verge (Dane Cook) geht davon aus, dass der Mörder unter den Absolvent und ein verärgerter Student sein muss, der nun die Abschlussfeier in ein Blutbad verwandeln will. Deshalb lässt er alle Verdächtigen zu denen auch Riley, Clapton, Ione und Billy gehören den ganzen Tag Nachsitzen...     via.

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Klingt natürlich nach nem 08/15 Horrorfilm, typischer Horrorslasher mit Teenyanleihen. Stimmt soweit auch! Allerdings hatte ich bei dem Film einen Moment, den ich schon wirklich lange nicht mehr erlebt habe. Der Film hat mich verwirrt, überrascht und hat mir gezeigt, dass man einen Film auch komplett falsch einschätzen kann. Wichtig im Vornherein, dieser Film ist Trash! Aber richtiger Trash! Und der Film weißt, dass er Trash ist und will auch gar nichts anderes sein. Man merkt aber auch an allen Ecken und Enden, dass sich "Detention" in keinem Punkt ernst nimmt. Denn schon die ersten 10 Minuten, in denen man eine unsympathische, cholerische, pubatäre Teeny-Prom-Queen bei ihren morgendlichen Prozeduren erlebt. Schick machen, Twittern, Status auf Facebook updaten, Tag planen, die Mutter anschreien, alles dabei. 

Hier wird auch schon klar, das der Film ein wahnsinniges Tempo vorlegt und viel wichtige bis vorallem unwichtige Infos in kurze Szenen packt. Alles was dabei über Smartphone im Internet passiert, wird für den Zuschauer eingeblendet, sowie auch einige Informationen zu Charakteren. Dabei erinnert der Film sehr an "Zombieland" mit den eingeblendeten Überlebenstipps. Hier hatte ich auch schon einen massiven "Dafuq - Was geht denn jetzt??"-Moment.

Ich kann eigentlich gar nicht sooooo viel über den Film erzählen, weil die reine Schilderung einiger Szenen sich schon verdammt lächerlich anhört, ungefähr so, als würdem an seiner Oma erklären, was so cool an Digimon ist.  In dem Film wirken solche Szenen aber pur normal und scheinen sogar täglich abzulaufen. Die Grizzly Lake Highschool ist halt ein merkwürdiger Ort. Genau so merkwürdig sind die Menschen die dort rumlaufen. Dabei haben wir hier in erster Linie die Stereotypen unserer Zeit. Die typischen Cheerleader, die typischen Außenseiter, die typischen Raufbolde, die typischen Hipster. Joseph Kahn spart bei der Darstellung der Personen keinesfalls mit Übertreibungen, denn jeder Charakter wirkt so streng überzogen, dass es eigentlich schon wehtut. Alles auch geprägt von der Generation "Web 2.0". Dabei ist die Aussage von Clapton Davis schon am aussagekräftigsten, als er gefragt wird, wie er sich seine Zukunft vorstellt. Seine Antwort ist darauf nämlich;

"Ich launche meine eigene Music Side. Da stell ich Neuerscheinungen vor und bespreche Alben von denen keiner außer mir gehört hat. Und falls doch, dann tue ich sie mit nem schnittigen Vergleich mit Avant-Garde-Rockern ab. Ich stell ne' ultragenaue 100-Punktewerte-Skala rein und erlaube kein Feedback. Und wenn doch einer was zu stenkern hat, dafür gibts Twitter. Guter Geschmack kennt keine Demokratie."
Für Filmzitatefans ist der Film eine wahre Schatzkiste. Es gibt alle drei Minuten mehr oder minder geniale One Liner, Aussagen und Standpunkte, die in einem farbenfrohen Filmzitate-Repertoire nicht fehlen sollten. Eine große Stärke des Films ist die Unvorhersehbarkeit. Mir kann keiner erzählen, dass er schon nach einer halben bis einer Stunde sagen kann, wohin sich der Film entwickeln wird. Hier wird auch viel Wert darauf gelegt, dass man die wichtigen Charaktere kennenlernt und vorallem versteht wie sie ticken. Dabei kommen immer wieder kleine Einspieler zum Einsatz, wo in die Vergangenheit der Personen geblickt wird. Tiefgreifende Dialoge sollte man dabei aber nirgendwo erwarte. Allerdings sollte man immer ein offenes Auge für handlungsrelevante Dinge haben, sonst hängt einen die temporeiche Story schnell ab.

Für Filmfreunde aller Art werden hier viele Anspielungen und Parodien zu anderen Filmen gemacht. Darunter vorallem "Scream", "Saw", "Zurück in die Zukunft", "Dirty Dancing", "Die Fliege", "Donnie Darko" und "American Pie". Das sind vermutlich noch gar nicht alle, sonder nur die, die ich beim ersten Anschauen erkannt habe. Man bekommt also einiges geboten und die Anspielungen sind wirklich gut in die Handlung verstrickt.

Schwäche sehe ich bei "Detention" höchstens in der schnellen, aber auch recht verschrobenen Story, die vorallem gegen Ende wirklich sehr wirr wird. Desweiteren könnten einige der Charaktere dem Zuschauer gehörig auf den Geist gehen, das ist vorallem bei der Cheerleaderin Ione der Fall. Sonst gibt es bei dem Film eigentlich nicht viel zu meckern.
Fazit.
"Detention - Nachsitzen kann tödlich sein" ist eine 1A Teeny-Horrorkomödie, die in sachen Tempo und Trashfakten wirklich ihres Gleichen sucht und vorallem Freunde von Filmparodien und Zitaten werden hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Die Charaktere sind im Großen und Ganzen gut ausgearbeitet und es macht einfach Spaß der Handlung zu folgen, weil man immer wieder überrascht wird, was als nächstes passiert. Der Film bietet außerdem einen großartigen Humor, was die heute Jugend angeht. Für Freunde von Horror-SiFi-Trash auf jeden Fall ein muss!





Bis dahin - Tschödeldö







 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Detention_%E2%80%93_Nachsitzen_kann_t%C3%B6dlich_sein#Besetzung
             http://www.filmstarts.de/kritiken/184143.html
Bilder:  http://outnow.ch/Movies/2011/Detention/Bilder/movie.fs/08
             http://dmn.luagsh.ch/detention/
             http://collider.com/detention-trailer/78757/
             http://bloody-disgusting.com/news/3146539/sony-sets-genre-bending-detention-date-for-this-july/

07.08.12

[52 Games] - Mit Ausdauer kommt jeder ans Ziel


Nachdem es letzte Woche mit dem Thema 'Horror' echt zu schaurig zu ging, schieben wir diese Woche mal wieder eine ruhigere Kugel.


#28 - Ausdauer
- Shadow of the Colossus (PS3) -


'Shadow of the Colossus' ist ein Spiel in dem die Ausdauer des Protagonisten fundamental wichtig für den Erfolg ist. Es geht daran meterhohe Kolosse zu erklimmen und niederzustrecken! Und kein professionelles erklimmen ohne passende Ausrüstung und exzessive Vorbereitung. Da es das Alles in dem Spiel aber nicht gibt, kann man sich nur auf seine Ausdauer verlassen, sonst landet man ganz schnell auf dem Boden. Das ist nicht so schlimm, da der Protagonist 'Wanda' anscheinend Knochen aus Titan hat. 

Jedenfalls sind Wandas Klettertouren geprägt von dem Starren auf die Ausdaueranzeige, weil sie sich durch das Klettern, Schwert heben, Festhalten und Hangeln immer mehr reduziert. Eigentlich verbraucht so gut wie alles irgendwie die Stamina...
Das kann bei einigen Kolossen schon echt nervig werden, weil die ruhigen bis wilden Zeitgenossen alles daran tun, um euch abzuschütteln. Wer würde es ihnen verdenken. Essentiell wichtig ist zwischendurch das Futtern von Weißschwanzeidechsen. Die wuseln überall im Land herum und ihr Schwanz gibt ein wohlschmeckendes, Ausdauer förderndes Steroid ab. So kann man seine Audauerleiste immer weiter pushen, was das Krakseln an den Kolossen sehr erleichtert. Wem das ganze zu mühsam ist, der kann ja ein paar Bugs und Glitches in dem Spiel ausnutzen, denn das Spiel ist mehr als voll davon. So kann man auch gerne mal auf den Kolossen in der Luft stehen um die Stamina zu regeneriern. Aber sowas auszunutzen ist ja uncool und voll noobig... *hust*






Bis dahin - Tschödeldö






05.08.12

Film•Peteback: Winter's Bone


Willkommen.

Die Sonntagsreview für diese Woche ist geprägt von einem kleinen Filmprojekt, welches von der Erdbeerkriegerin ausgeklügelt wurde und an dem ich natürlich mit Freuden teilnehme. Wir haben uns nämlich beide den gleichen Film zur Burst genommen, sodass ihr auf ihrem, bzw. meinem Blog eine Art zweite Meinung zu dem Film einholen könnt.


Und der Film den wir uns ausgesucht haben, war:
Winter's Bone


"Winter's Bone" ist eine US-amerikanisches Drama aus dem Jahr 2010, von der Independentregiesseurin Debra Granik. Der Film entstammt einer Romanvorlage von Daniel Woodrell.


Trailer


Fakten
Originaltitel: Winter's Bone
Deutscher Titel: Winter's Bone
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Debra Granik
Drehbuch: Debra Granik, Daniel Woodrell (Romanvoralge)
Produktion: u.a. Alix Madigan
Musik: Dickon Hinchliffe



Ree Dolly (Jennifer Lawrence) ist 17 Jahre alt und lebt in ärmlichen Verhältnissen in den Ozark Mountains, Missouri. Da ihre Mutter zum Pflegefall geworden ist, durch Depressionen und anhaltender Katatonie und ihr Vater selten daheim ist, erzieht sie allein ihren beiden jüngeren Geschwister. Ihr Vater Jessup Dolly ist in der Gegend ein bekannter Kleinkrimineller, der dem Crystalmeth kochen nachgeht. Als ihr Vater längere Zeit verschwunden ist, erhält sie Besuch von der Polizei, die ihr eröffnet, dass dieser flüchtig ist, zuvor aber noch das Haus als Kaution hinterlegt hat. Sollte er nicht innerhalb weniger Tage auftauchen, stehen Ree und ihre Familie auf der Straße. So macht sie sich auf, in der verschworenen Gemeinschaft von Rinderzüchtern, Ex-Knackis und Crystal-Meth-Dealern nach Hinweisen zum Verbleib ihres Vaters zu suchen. Hilfe sucht sie zunächst innerhalb der Familie, wie ihrem Onkel Teardrop (John Hawkes) und befreundeten Familien, doch stößt dabei auf kritischen Widerstand und es wird ihr nahegelegt, nicht mehr nach ihrem Vater zu suchen...


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Also man liest ja nur gutes über den Film, also wirklich durchweg gutes. Eine Independentregiesseurin, ein Film um eine starke, junge Frau, dazu noch eher unbekannte Schauspieler und dazu noch ein Drama. Klingt nach einem wahren Geheimtipp. Da der Film von den Einspielergebnissen von 2010 nicht wirklich punkten konnte, wurde er aber dennoch hoch gelobt und mit vielen kleineren Filmpreisen beglückt. Ein verkannter Diamant vielleicht?

Wer sich auf  "Winter's Bone" einlässt, der wird schnell merken, dass es in diesem Film nichts zu lachen gibt. Das lässt vermutlich schon die Storyeinleitung vermuten. Eine Junge Frau, die sich um ihre zwei jüngeren Geschwister und ihrere katatonische Mutter kümmern muss und dann wird ihrr auch noch, durch die kriminelle Energie des Vaters, das Haus wegepfändet.

Wichtig hierbei ist das Umfeld, in dem der Film spielt. Die Ozark Mountains, welche den südlichen Teil von Missouri einnehmen, sind bedeckt von dichten, weit ausgedehnten Wäldern, grünen Wiesen und vereinzelten Mooren und Sümpfen. Wirklich große Städte sucht man hier vergebens und das erzeugt ein spürbares Gefühl von Einsamkeit und Isolation. Der großteil der Bewohner lebt auf dem Land, so auch die Familie von Ree. Man hat das nötigste was man braucht und die kleinsten lernen  schon, wie man sich gegen wilde Tiere, mit einem Gewehr erwehrt. Der Begriff, der einem sofort für die Menschen dort einfällt ist natürlich "Hillbilly". Wenn man die Menschen in dem Film betrachtet, kann man auch gar nicht anders, als sie so zu bezeichnen. Ehrlich gesagt wirkt jeder, der in der Story vorkommt so, als würde er einem bei einem falschen Wort eine Kugel durch den Kopf jagen.


Hier kommt dem Film zu Gute, dass Granik sich entschieden hat, möglichst unbekannte Schauspieler zu nehmen. So hat man keinerlei, bis kaum Möglichkeiten in den Personen andere Charaktere zu erkennen. Die Mimiken und Gesten der Menschen sagen alles. So Ree in anderen Häusern nicht freundlich empfangen, sondern wird über 5 Meter Entfernung von der Haustür gefragt, was sie wolle und wer sie sei. Die Menschen sind vorsichtig, misstrauisch und introveriert, den Fremden gegenüber nicht sehr aufgeschlossen. Verschwiegen, aber stark und mit einem starken Gemeinschaftssinn für die Familie und Freunde. So gibt es doch eine nette Frau, die Ree mit Lebensmitteln unterstützt, wo andere nur wegschauen.

"Winter's Bone" ist DAS viel betiteltes Sozialdrama, welchen die Menschen der ländlichen Regionen des mittleren Westens ungeschönt zeigt. Die Menschen am Rande der modernen Gesellschaft, wo der viel gepriesene, typische "Amerikanische Traum" schon lange begraben ist und einer realistischeren Gedankenwelt weichen musste, damit man nicht vollends untergeht. Die junge Ree bewegt sich hier in einem Milieu, welches oft gerne beschwiegen wird. Das Leben, die Menschen und die Umwelt wirkt kalt und ungemütlich. Granik hat ihr ein stilsicheres Gefühl für Atmosphäre, sei ein ein ein magerer Hund der durchs Bild läuft, ein Paar das ein Reh ausnimmt, Ketten die von einem Scheunenbalken hängen, oder ein unaufgräumter Platz wo Holz gehackt wurde. Eine fast farblose Inszenierung, über der ein Schleier aus Missmut hängt. Das bringt dem Film einiges an Authentizität ein, was natürlich positiv ist. Allerdings ist der Zuschauer schon geprägt von dem Klischeebild der Hinterwäldler, wovon man hier natürlich einige Pradebeispiele geboten bekommt. Hier ist auch das Spiel von Laiendarstellern ein kleiner Minuspunkt, weil ein latent-aggressives Spiel leicht überzogen und hölzern wirkt. Dennoch ist alles echt, so klischeehaft es auch wirken mag.

Gehen wir mal ein wenig mehr auf unsere Hauptdarstellering ein. Jennifer Lawrence (22), eine bis dato eine eher unbekannte Schauspielerin, hat hier ihren großen Auftritt. So hat sie sich zwischen 2006 und 2009 vorallem als Serienschauspielerin verdient, vorallem in der ersten Folge von "Monk" und "Cold Case". "Winter's Bone" war ihr Sprungbrett in die Hollywood-Welt, was man an ihren starken Rollen in "X-Men: Erste Entscheidung (2011)" und vorallem "Die Tribute von Panem (2012)" sehen kann. Sie spielt hier die tapfere, pflichtbewusste Ree Dolly, die nach mehrfachen Rückschlägen nicht müde wird, ihren Vater zu finden und das Grundstück der Familie zu retten. Dabei erschafft Granik und Lawrence selber eine starke, selbstbewusste Frauenfigur, die ihres Gleichen sucht. Dieses Unterfangen ist kein leichtes, denn es gibt kaum Szenen in denen Ree nicht im Mittelpunkt steht, weshalb von ihr ein solides, standhaftes Schauspiel gefordert wird, was sie auch mit Bravour zeigt. So zeigt sie selten tiefe Emotionen, vorallem nicht im Zusammenspiel mit ihren Mitlandbewohnern. Hingegen blüht ihr Charakter erst in den ruhigen Szenen auf, wo sie im Schutze ihrer Familie ist. Eine, für mich, beispielhafte Szene ist die, wo ihre katatonische Mutter draußen unter einem Baum sitzt und Ree sie anfleht ihr doch zu helfen, weil ihr die ganze Sache einfach über den Kopf wächst. Diese schaut aber nur wortlos in den Wald hinein. Hier bricht das starke Frauenbild, welches sie den Film über bestätig vermittelt hat und zeigt die 17-jährige eine ganz andere, verletzliche Seite.

An ihrer Seite,  ihr Onkel Teardrop, der von John Hawkes (From Dusk Till Dawn (1996), Identität (2003)) verkörpert wird. Dieser liefert ein gleichermaßen gutes Spiel ab, obwohl er Ree nicht von Anfang an wohlgesinnt ist. So kommt er ihr erst später wirklich zur Hilfe, ist aber immer hin und her gerissen, zwischen seiner Nichte und seiner Vergangenheit, obwohl gerade er von vielen respektiert wird und Licht in das dunkle Schweigen bringen könnte.

Natürlich kommt auch ein viel prämierter Film nicht ohne Schwächen aus. Eine schwäche des Films ist zumal die Handlung, denn wer schon einmal ein Drama dieser Art gesehen hat, der hat mindestens nach einer halben Stunde spitz gekriegt, was nun mit Rees Vater passiert sein könnte. Gleichermaßen träge kommt auch die Handlung erst in Gange. Das ist auch der Punkt, wo mir nicht ganz klar wird, dass "Winter's Bone" oft als Thriller beschrieben wird. Denn Spannungsaufbau wird hier erst sehr spät betrieben und das auch nur auf einem eher geringen Niveau, was mich zwischendurch wirklich langweilte. Granik wählte durchweg einen eher distanzierten, wenn nicht sogar nüchtenden Blick auf die Dinge die Geschehen und so kann der Zuschauer nicht direkt in involviert werden, was also auch kaum Spannung erzeugt und den Zuschauer kaum Mitleid, Schock oder Sympathie empfinden lässt. Da verschenkt der Film einiges an Spannungspotential. Antipathie empfindet man alledings ganz leicht, denn man hat in der gesamten Story nur Ree und ihren Geschwistern, denen man etwas Gutes wünscht. Und der netten Nachbarin vielleicht.

Zum anderen ist die Handlung ab einem bestimmten Punkt recht repetetiv. Vorallem, wenn Ree bei ihren Nachbarn nach ihrem Vater fragt und gesagt bekommt, dass sie es gut lassen soll und die Suche aufgeben soll. Dieses Gespräch kommt im strengen Sinne mehrmals vor, bis es in handfeste Handgreiflichkeiten gipfelt. Es läuft dann ungefär so ab; "-Wisst ihr wo mein Vater ist? -Nein, geh weg., -Wisst ihr wo mein Vater ist? - Nein, geh weg., -Wisst ihr wo mein Vater ist? -Nein, geh weg., Wisst ihr wo mein Vater ist? -Nein, jetzt bist du fällig!" ... True Story. Auch der Ausgang wird manche Zuschauer auch mit nem verständnislosen Kopfschütteln zurücklassen.

Ein Dämpfer bekommt der Film außerdem durch die eher schlichte deutsche Synchronisation. Ich fand sie nur minder gelungen, weil viele Stimmen einfach unpassend wirken und nicht in die Atmosphäre passen. Ich hab auch angefangen mir den Film in der Originalsprache anzusehen, aber da bekommt man dann zu hören, was der Deutsche gerne als "Brabbelenglisch" betitelt.


Fazit.
"Winter's Bone" ist ein erstklassiges Sozialdrama, mit einer starken Hauptdarstellerin mit Jennifer Lawrence in einem interessanten Milieu. Der Film wirkt leicht dokumentarisch und kann durch Authentizität und viele Laiendarsteller viel Atmosphäre aufbauen. Die Spannung des Dramas wird ein wenig durch die langsam ablaufende und zu lange Handlung gebremst, schafft es aber trotzdem immer mit zu schwingen. Wer ein Drama mit einer ausgeklügelten Handlung erwartet, der wird ein wenig ernüchtert sein. Trotz all der Lobreden auf den Film, hat er im Endeffekt nichts, an das man sich noch nach Jahren erinnern wird. Dennoch hat er mich über die gut 100 Minuten, gut unterhalten. Allerdings sollte sich jeder zu dem Film sein eigenes Urteil bilden, vorallem weil "Winter's Bone" einer neuen, talentierten Schauspielerin den Weg in die große Filmwelt geebnet hat.






Bis dahin - Tschödeldö






P.S.: Hier nochmal zur Erinnerung, dass es auf dem Blog von Sailor Strawberry noch eine weitere Kritik zu "Winter's Bone" gibt, seid gespannt was sie von dem Film hält. Schaut mal vorbei! :) Wer außerdem Lust bekommen hat, an dem Projekt teilzunehmen, der kann sich gerne bei ihr oder mir melden.

 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Winter%E2%80%99s_Bone
             http://www.filmstarts.de/kritiken/105234-Winter%27s-Bone.html
Bilder:  http://www.killyourdarlingsjournal.com/2010/11/rural-noir-winters-bone/
             http://www.cinelogue.com/reviews/winter-s-bone
             http://zachschellermoviereviews.blogspot.de/2010/12/movie-review-winters-bone.html
             http://nicholasishandsome.blogspot.de/2010/12/winters-bone-review.html
             http://film.list.co.uk/article/29124-winters-bone/