09.08.12

Film•Peteback: Detention - Nachsitzen kann tödlich sein


Heute gibt es mal wieder ein Peteback mitten in der Woche, aber der Film hat mich so sehr gereizt, dass ich den einfach vorstelleung muss. :)


Heute gibt es
Detention - Nachsitzen kann tödlich sein


"Detention - Nachsitzen kann tödlich sein" ist eine Horrorkomödie aus dem Jahr 2011, von Regiesseur Jospeh Kahn.


Trailer

Fakten
Originaltitel: Detention
Deutscher Titel: Detention - Nachsitzen kann tödlich sein
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 89 Minuten
Regie: Joseph Kahn
Drehbuch: Joseph Kahn, Mark Palermo
Produktion: u.a. Josh Hutcherson


Riley Jones (Shanley Caswell) ist eine Außenseiterin an der Grizzly Lake Highschool und hegt eine unerwiderte Liebe zu ihrem Freund aus Kindertagen Clapton Davis (Josh Hutcherson). Clapton jedoch ist Hals über Kopf in Ione (Spencer Locke), eine wunderschöne und selbstsüchtige Cheerleaderin, verknallt. Diese lässt Clapton von ihrem Ex-Freund Billy Nolan (Parker Bagley) verprügeln. Alle drei sind im letzten Jahr auf der High School und freuen sich auf ihren Abschluss. Doch kurz vor der Abschlussfeier treibt ein Serienmörder namens Cinderhella, der die Scream-Reihe mag, sein Unwesen an der Highschool. Prinzipal Verge (Dane Cook) geht davon aus, dass der Mörder unter den Absolvent und ein verärgerter Student sein muss, der nun die Abschlussfeier in ein Blutbad verwandeln will. Deshalb lässt er alle Verdächtigen zu denen auch Riley, Clapton, Ione und Billy gehören den ganzen Tag Nachsitzen...     via.

----------------------------------


Klingt natürlich nach nem 08/15 Horrorfilm, typischer Horrorslasher mit Teenyanleihen. Stimmt soweit auch! Allerdings hatte ich bei dem Film einen Moment, den ich schon wirklich lange nicht mehr erlebt habe. Der Film hat mich verwirrt, überrascht und hat mir gezeigt, dass man einen Film auch komplett falsch einschätzen kann. Wichtig im Vornherein, dieser Film ist Trash! Aber richtiger Trash! Und der Film weißt, dass er Trash ist und will auch gar nichts anderes sein. Man merkt aber auch an allen Ecken und Enden, dass sich "Detention" in keinem Punkt ernst nimmt. Denn schon die ersten 10 Minuten, in denen man eine unsympathische, cholerische, pubatäre Teeny-Prom-Queen bei ihren morgendlichen Prozeduren erlebt. Schick machen, Twittern, Status auf Facebook updaten, Tag planen, die Mutter anschreien, alles dabei. 

Hier wird auch schon klar, das der Film ein wahnsinniges Tempo vorlegt und viel wichtige bis vorallem unwichtige Infos in kurze Szenen packt. Alles was dabei über Smartphone im Internet passiert, wird für den Zuschauer eingeblendet, sowie auch einige Informationen zu Charakteren. Dabei erinnert der Film sehr an "Zombieland" mit den eingeblendeten Überlebenstipps. Hier hatte ich auch schon einen massiven "Dafuq - Was geht denn jetzt??"-Moment.

Ich kann eigentlich gar nicht sooooo viel über den Film erzählen, weil die reine Schilderung einiger Szenen sich schon verdammt lächerlich anhört, ungefähr so, als würdem an seiner Oma erklären, was so cool an Digimon ist.  In dem Film wirken solche Szenen aber pur normal und scheinen sogar täglich abzulaufen. Die Grizzly Lake Highschool ist halt ein merkwürdiger Ort. Genau so merkwürdig sind die Menschen die dort rumlaufen. Dabei haben wir hier in erster Linie die Stereotypen unserer Zeit. Die typischen Cheerleader, die typischen Außenseiter, die typischen Raufbolde, die typischen Hipster. Joseph Kahn spart bei der Darstellung der Personen keinesfalls mit Übertreibungen, denn jeder Charakter wirkt so streng überzogen, dass es eigentlich schon wehtut. Alles auch geprägt von der Generation "Web 2.0". Dabei ist die Aussage von Clapton Davis schon am aussagekräftigsten, als er gefragt wird, wie er sich seine Zukunft vorstellt. Seine Antwort ist darauf nämlich;

"Ich launche meine eigene Music Side. Da stell ich Neuerscheinungen vor und bespreche Alben von denen keiner außer mir gehört hat. Und falls doch, dann tue ich sie mit nem schnittigen Vergleich mit Avant-Garde-Rockern ab. Ich stell ne' ultragenaue 100-Punktewerte-Skala rein und erlaube kein Feedback. Und wenn doch einer was zu stenkern hat, dafür gibts Twitter. Guter Geschmack kennt keine Demokratie."
Für Filmzitatefans ist der Film eine wahre Schatzkiste. Es gibt alle drei Minuten mehr oder minder geniale One Liner, Aussagen und Standpunkte, die in einem farbenfrohen Filmzitate-Repertoire nicht fehlen sollten. Eine große Stärke des Films ist die Unvorhersehbarkeit. Mir kann keiner erzählen, dass er schon nach einer halben bis einer Stunde sagen kann, wohin sich der Film entwickeln wird. Hier wird auch viel Wert darauf gelegt, dass man die wichtigen Charaktere kennenlernt und vorallem versteht wie sie ticken. Dabei kommen immer wieder kleine Einspieler zum Einsatz, wo in die Vergangenheit der Personen geblickt wird. Tiefgreifende Dialoge sollte man dabei aber nirgendwo erwarte. Allerdings sollte man immer ein offenes Auge für handlungsrelevante Dinge haben, sonst hängt einen die temporeiche Story schnell ab.

Für Filmfreunde aller Art werden hier viele Anspielungen und Parodien zu anderen Filmen gemacht. Darunter vorallem "Scream", "Saw", "Zurück in die Zukunft", "Dirty Dancing", "Die Fliege", "Donnie Darko" und "American Pie". Das sind vermutlich noch gar nicht alle, sonder nur die, die ich beim ersten Anschauen erkannt habe. Man bekommt also einiges geboten und die Anspielungen sind wirklich gut in die Handlung verstrickt.

Schwäche sehe ich bei "Detention" höchstens in der schnellen, aber auch recht verschrobenen Story, die vorallem gegen Ende wirklich sehr wirr wird. Desweiteren könnten einige der Charaktere dem Zuschauer gehörig auf den Geist gehen, das ist vorallem bei der Cheerleaderin Ione der Fall. Sonst gibt es bei dem Film eigentlich nicht viel zu meckern.
Fazit.
"Detention - Nachsitzen kann tödlich sein" ist eine 1A Teeny-Horrorkomödie, die in sachen Tempo und Trashfakten wirklich ihres Gleichen sucht und vorallem Freunde von Filmparodien und Zitaten werden hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Die Charaktere sind im Großen und Ganzen gut ausgearbeitet und es macht einfach Spaß der Handlung zu folgen, weil man immer wieder überrascht wird, was als nächstes passiert. Der Film bietet außerdem einen großartigen Humor, was die heute Jugend angeht. Für Freunde von Horror-SiFi-Trash auf jeden Fall ein muss!





Bis dahin - Tschödeldö







 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Detention_%E2%80%93_Nachsitzen_kann_t%C3%B6dlich_sein#Besetzung
             http://www.filmstarts.de/kritiken/184143.html
Bilder:  http://outnow.ch/Movies/2011/Detention/Bilder/movie.fs/08
             http://dmn.luagsh.ch/detention/
             http://collider.com/detention-trailer/78757/
             http://bloody-disgusting.com/news/3146539/sony-sets-genre-bending-detention-date-for-this-july/

Kommentare:

  1. Der wird gemerkt! (: Gute Trashfilme kann ich immer gebrauchen.

    AntwortenLöschen
  2. Na mal sehen. Kommt ja Ende September raus. Ein bisschen Camp für zwischendurch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mehr sollte es auch nicht sein, aber er unterhält wirklich gut, wenn man den Humor mag.

      Löschen