30.09.12

Film•Peteback: Wo die wilden Kerle wohnen



Diesen Sonntag besuchen wir ein paar sehr merkwürdige Kreaturen, 
in;
Wo die wilden Kerle wohnen


"Wo die wilden Kerle wohnen" ist ein Fantasyfilm aus dem Jahr 2009, von Regisseur Spike Jonze. Der Film basiert auf der weltbekannten, gleichnamigen Kinderbuchreihe von Maurice Sendak.


Trailer


Fakten
Originaltitel: Where The Wild Things Are
Deutscher Titel: Wo die wilden Kerle wohnen
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2009
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Spike Jonze
Drehbuch: Spike Jonze, Dave Eggers
Produktion: u.a. Tom Hanks, Maurice Sendak
Musik: Carter Burwell


Max (Max Records) hat es auch nicht leicht. Er ist jung, aufgeweckt, chaotisch und steckt voller Fantasie, vorallem was seine erfundenen Geschichten angeht. Außerdem hat er ein großes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung. Er ist allerdings sehr unzufrieden mit seinem momentanen Leben. Seine Schwester Claire (Pepita Emmerichs) ist mitten im Teenageralter und hängt lieber mit ihren Freunden ab, als selbstgebaute Iglu ihres Bruder zu bewundern. Seine alleinerziehende Mutter (Catherine Keener) ist aufopfernd und liebevoll, aber schon seit langem gestresst, wegen ihres Berufs und außerdem ist da noch ihr neuer Freund (Mark Ruffalo), der Max auch ein Dorn im Auge ist. Außerdem muss er sich immer gut benehmen, wenn er da ist und das passt Max gar nicht. Als er sich eines Abends extrem aufmüpfig verhalten hat und seine Mutter sogar gebissen hat, schickt sie ihn ohne Abendessen ins Bett. Das hat Max kleines Fass zum überlaufen gebracht und er beschließt seinem Leben und seinem zu Hause den Rücken zu kehren. Ausgestattet mit einem Wolfsschlafanzug macht er sich mit einem Boot auf, über das große Meer, bis er zu einem Land kommt. Dem Land, wo die wilden Kerle wohnen. Fürchterliche Gestalten, Mischwesen mit riesigen Augen, spitzen Zähnen und gewaltigen Krallen und übermenschlichen Kräften. Sie versuchen Max einzuschüchtern, doch dieser ist unerschrocken und bändigt diese wilden Wesen und wird sogar ihr neuer König, denn er ist wildeste der wilden Kerle....



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Die wilden Kerle. Und nein, es geht hier nicht um die gurkige Kinder-Kicker-Truppe. Hier geht es um eine Erinnerung aus meiner Kindheit, denn wie viele andere Kinder auf diesem Planeten, bin ich mit den Geschichten von Max und den wilden Kerlen aufgewachsen und da konnte ich mir eine Verfilmung natürlich nicht durch die Finger gehen lassen. Der alten Zeiten wegen...

Wenn man es genau nimmt, bietet die Geschichte über den kleinen Jungen mit seinen Fantasiemonstern nicht genug Stoff für einen ernstzunehmenden Film. So ist  es noch überraschender, das sich gerade Spike Jonze der Verfilmung des Kinderbuchklassikers angenommen hat. Als Musikvideo-Regisseur hat er mit Größen wie den "Beastie Boys" und "Fatboy Slim" zusammengearbeitet und dabei fantasievolle, aber auch sehr skurrile Werke hervorgebraucht. Im Kino konnte er allerdings auch mit seinen Filmen, wie "Being John Malkovich" oder "Adaption" überzeugen, die zwar furchtbar pseudo-intellektuell daher kamen, aber ihre Fangemeinde haben. Für das Drehbuch holte er sich Dave Eggers ins Boot, der aus dem dreizehn Illustrationen umfassenden Werk von Maurice Sendak ein wunderbares Drehbuch zimmerte, dass sowohl Jung als auch Alt fesseln kann. Jonze kann in der Inszenierung von "Wo die wilden Kerle wohnen" mal seinen ganzen Spieltrieb rauslassen, der auch in seinen Musikvideos anschlägt. Mit seinem Drehbuchautor ist es ihm gelungen, die tiefgründigen und versteckten Botschaften der Vorlage hervorzuheben, aber dennoch genug Spielraum für viele Interpretationen und Auslegungen zu lassen. Das macht diesen Film so ursprungsnah. Bodenständig bleibt der Regisseur immer, was vorallem dadurch auffällt, das man hier fast vergebens nach aufwändigen Computeranimationen sucht.

Das ist auch das wirklich Interessante an der Machart des Films. Alles wirkt wundervoll handgemacht, so fassbar und echt. All dies ist eine neue, echtere Form der Fantasie, fernab von der üblichen Hollywood-Plastik-Fantasie, die man in den meisten Großproduktionen sieht. Die Animationstechnik wirkt nicht aufdringlich und wird nur bei den Gesichtern der Wilden Kerle eingesetzt um ihnen Mimik zu verschaffen und dabei wirken sie so menschlich, dass man jede Emotion klar ablesen kann, oder auch nicht richtig deuten kann. Denn Blicke sagen so viel. Ob es nun Fell, Federn, Sonnenstrahlen, Staub, Sand oder Schnee ist. Alles wirkt in diesem Film so greifbar und spürbar, wie im echten Leben. Wie sollte man sonst dieses Gefühl der Wildheit wecken, dieses Animalische in jeden von uns, den Wilden Kerl in jedem?

Der Film ist ungestüm und spielt mit dem Krach, dem Radau, dem berstenden Holz und dem Krawall. Eine auspowernde, befriedigende Verausgabung beim ausgelassenen Spiel und das kleine Risiko, dass man sich verletzen kann. Wie damals in der Kindheit. Hat man sich je besser gefühlt als nach einem exzessiven Spieltag mit Freunden? Körperlicher Einsatz ist das Thema, doch auch die Seele muss im Einklang sein - und die spürt man bei den skurrilen Monstern sehr stark. Eggers hat es geschafft den eher undefinierbaren, gar flachen Kerlen der Vorlage eigene Charakterzüge zu verpassen, die sie einzigartig machen und sie glaubwürdig erscheinen zu lassen. Dabei merkt man immer menschen-typische Macken und Schrullen in ihrem Alltagsleben, die ihr Handeln nachvollziehbar machen. Dieser Punkt ist fundamental wichtig, damit der Zuschauer sich fein mit ihnen identifizieren kann.

"Wo die wilden Kerle wohnen" ist klar ein Film über das 'Kindsein' an sich, aber nicht durch und durch ein Kinderfilm. Ich würde sogar sagen, dass dieser Film für Kinder nicht wirklich schlüssig ist, weil viele Szenen vermutlich nicht richtig verstanden bzw. gedeutet werden können. Es wird nichts explizit erklärt, denn trotz all dem Realismus bleibt der Film ein Märchen und genau wie in einem richtigen Märchen wird nicht alles erklärt, sondern nur taktvoll angedeutet und man füttert den Zuschauer mit Halbwissen. Man muss dazu auch verstehen, man erlebt diese Welt aus der Sicht eines Kindes.

Der junge Max wird gespielt von seinem Namensvetter Max Records, der seine Rolle wirklich grandios spielt. Er ist gleichermaßen glaubhaft, wie ausdrucksstark und kann durch sehr starke Emotionen überzeugen. Die Rolle des wilden Max ist auch keine einfache. Man erlebt Max im ersten Drittel des Film zwischen Euphorie und Kränkung, er macht ein Wechselbad zwischen großer Frustration und Macht durch, zwischen totaler Liebe und tiefem Hass. Sind es nicht diese Extremen, zwischen denen das 'Kindsein' schwankt und es prägen? Der Zuschauer kann hier mit Max mitfühlen, was vorallem den jüngeren Zuschauern leicht fallen wird, während die Älteren ihn eher kritisch betrachten. Der Film spielt gerade an diesem verwundbaren Punkt der Kindheit, wo die eigenen Bedürfnisse noch als das Absolute gelten, aber sich auch schon so eine Ahnung breit macht, dass der Rest der Menschheit es nicht ganz so sieht. Die Welt dreht sich doch nicht ganz alleine um einen selbst, obwohl sie das eigentlich tun sollte und das muss auch Max schmerzlich feststellen - Sei es in Bezug auf seine Mutter, seine Schwester und vorallem in Bezug auf seinen Vater.

Sieben Monster sind es an der Zahl und auch sieben Ausprägungen von Max kindlicher Persönlichkeit, werden in ihnen verarbeitet und widergespiegelt. So ist Carol das Monster, mit dem er am besten auskommt, der ihm auch am ähnlichsten ist. Carol hat ein Bedürfnis nach Lebensfreude, Kreativität und Spaß. Alexander ist klein, zurückhaltend und schüchtern und vorallem unsicher. Ira hat ein großes Geltungsbedürfnis und sucht nach Bestätigung und Belobigung. Am geheimnisvollsten ist aber immer "Der Bulle", der oft fernab der Gruppe ist und nie etwas sagt. Nur um hier vier zu nennen. Doch auch Max Beziehungen zu anderen Personen werden in den Monstern verarbeitet. Er schließt mit diesen Monstern Freundschaft, die aber gepaart ist mit Eifersucht und Verletzlichkeit. Max übernimmt in seiner Rolle die Position eines Familienoberhauptes und muss lernen mit den verschiedenen Charakteren der Monster, ihren Macken und Bedürfnissen klarzukommen und gerecht zu sein, was auch nicht immer funktioniert. Er erfährt es am eigenen Leib, wenn man es dem Einen besonders Recht macht, aber der Andere sich dadurch vernachlässigt, oder sogar betrogen fühlt. Die Monster sind wie er; Egoistisch und eingeschnappt, ungerecht und launisch und doch auf der anderen Seite liebenswert und verständnisvoll. Und er darf sich von ihnen nicht unterkriegen lassen und da ist der Punkt wo man lernen muss, auf irgendeine Art und Weise loszulassen.


"Der erste König den wir nicht gefressen haben..."  
                                                                                             -Judith


Fazit.
Spike Jonzes und Dave Eggers Verfilmung der Kinderbuchklassiker von Maurice Sendak ist ein wertvoller Film über das 'Kindsein', aber auch über das 'Heranwachsen', der von Jung und Alt gleichermaßen geschaut werden sollte. Moderne Technik und bodenständiges Filmhandwerk vereinen sich zu einem tollen, fesselnden Märchen. Jeder kann seine eigene Botschaft in dem Film entdecken und was man daraus mitnimmt, ist in vielerlei Hinsicht wertvoll. Gleichermaßen lässt die Handlung viel Raum für Spekulationen, Interpretationen und Auslegungen, was ein wieder anschauen möglich macht. Die wilden Kerlen sind wunderbar in Szene gesetzt und können durch ihr Äußeres, aber auch durch ihren jeweiligen Charakter erstaunen und man kann sich gleichermaßen an den wunderbaren Landschaften und Szenenbildern erfreuen. Es ist ein Film der zum Nachdenken anregt und ich frage mich, wie meine inneren Monster damals wohl ausgesehen hätten...







Bis dahin - Tschödeldö







P.S.: Ich kann dieses Mal schon wieder etwas feiern, denn mit dieser Rezension habe ich meine 100stes Peteback verfasst! Yay! *Konfetti werf* :}

Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Wo_die_wilden_Kerle_wohnen_%28Film%29
             http://www.kino.de/kinofilm/wo-die-wilden-kerle-wohnen/98827
Bilder:  http://www.kinderfilmwelt.de/index.php/de/filme/detail/items/wo-die-wilden-kerle-wohnen.html
             http://www.sundancechannel.com/sunfiltered/tag/where-the-wild-things-are/
             http://www.comicbookmovie.com/fansites/MARVELMANIACS/news/?a=6742
             http://hollywood.hamaraphotos.com/movie-reviews/where-the-wild-things-are.html

             http://screencrave.com/2009-09-30/more-where-the-wild-things-are-photos/where-the-wild-things-are-movie-15/
             http://www.moviegod.de/x/viewer/image_viewer.php?s=8&k=607&i=25787

25.09.12

[52 Games] - Eine Tradition ihn zu knechten


Wieder 52 Games, wieder ein nettes Thema.
P.S.: Ich hab' Hunger.

#35 - Tradition
- Final Fantasy; Verschiedene Teile -

http://de.finalfantasy.wikia.com/wiki/Cid

Wenn es um Traditionen in Videospielen geht, dann fällt mir als erstes ein Mann ein. Ein Mann, dessen Existenz durch jedes Teil der Reihe geknechtet wird und dem Spieler oftmals nützlich war und gute Dienste leistete. Er ist ein Held, ein Kämpfer, ein Visionär, ein Erfinder, ein Mechaniker und ein Abenteurer.

Klar geht es dabei um die Figur des "Cid", der in verschiedesten Persönlichkeiten in den Final Fantasy Teilen auftritt. Er wird dabei immer als Wissenschaftler/Erfindet dargestellt und steht oft in Verbindung mit Transportmittel, wie den Flugschiffen zum Beispiel. Ob nun in "Final Fantasy VII" als Cid Highwind, einem Raketenwissenschaftler und dem Piloten des 'Highwind'-Luftschiffs, in "Final Fantasy II" als reiner Luftschiffkapitän mit einer Transportfirma, in "Final Fantasy IX" als König eines hochtechnologisierten Reiches, oder in 'Crystal Chronicles' als Segelschiffkapitän und Abenteurer - Cid ist in jedem Spiel allgegenwärtig. Er kann dabei als spielbarer Charakter auftreten, aber auch als NPC oder story-relevater Charakter. Mir ist er am meisten in seinen Rollen in "FF VII" und "FF IX" in Erinnerung geblieben. Ein Final Fantasy ohne einen Cid ist kein richtiges Final Fantasy und so sollte diese Tradition niemals gebrochen werden.





Bis dahin - Tschödeldö





23.09.12

Film•Peteback: Ruinen


Willkommen zur Sonntagskritik! Nachdem wir letzte Woche mit "Prometheus" auf anderen Planeten unterwegs waren, wage ich mich diese Woche wieder ins Horrorgenre.

Wir gehen auf Expedition mit;
Ruinen


"Ruinen" ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2008, von Regiesseur Carter Smith. Der Film basiert auf dem Roman "Dickicht" von Scott Smith, welcher auch das Drehbuch für den Film schrieb.


Trailer

Fakten
Originaltitel: The Ruins
Deutscher Titel: Ruinen
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Carter Smith
Drehbuch: Scott Smith
Produktion: u.a. Chris Bender, Jeremy Kramer
Musik: Graeme Revell


Die zwei amerikanischen Pärchen, bestehend aus Jeff (Jonathan Tucker) und Amy (Jena Malone) und Eric (Shawn Ashmore) und Stacy (Laura Ramsey) wollen eigentlich nur einen party-reichen Urlaub im mexikanischen Cancun verbringen. Ganz nach Spring-Break-Manier, viel Party, viel Alkohol und am Pool rumgammeln. Am Hotelpool treffen sie auf deutschen Matthias (Joe Anderson), der mit seinem Bruder unterwegs ist, der aber seit dem gestrigen Tag verschwunden ist. Die Brüder  wollten eigentlich eine alte Ausgrabungsstätte der Mayakultur besichtigen, die verborgen im Dschungel liegt. Die Gruppe um die vier amerikanischen Touristen, ist sofort mit von der Partie und ein griechischer, junger Mann namens Dimitri (Dimitri Baveas) ist auch noch dabei. Mit dem Bus reisen die Sechs in ein kleines Örtchen in der Nähe des Urwaldes und lassen sich dann von einem einheimischen Farmer auf der Ladefläche seines Pickups mitnehmen. Auf einer Lichtung im Wald finden sie die Ruinen einer Mayapyramide und Matthias ruft  seinen Bruder, doch er bekommt keine Antwort. Der Lärm ruft allerdings einen anderen Mann auf den Plan, der zu Pferde angeritten kommt und die Jugendlichen mit einer Waffe einschüchtert. Verständigungsprobleme machen die Situation nicht gerade entspannter und so wird Dimitri durch ein Missverständnis erschossen. Die  Übriggebliebenen retten sich in Todesangst vor den unheimlichen Einheimischen, auf den mit Kletterpflanzen überwucherten Tempel. Sie werden allerdings nicht verfolgt, da die mysteriösen Leute Angst vor dem Tempel zu haben scheinen. Die eingekesselten Urlauber müssen nun dort ausharren, da sie von dort nicht mehr weggelassen werden...


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Bei Regiedebüts sollte man ja nicht zu viel meckern. Die Regiesseure stecken so gesehen noch in den Kinderschuhen und können sich ja noch verbessern, bzw. noch ihren ganz individuellen Stil finden. Diese Wochen haben wir das Debüt von Carter Smith vor uns, der bist dato seine Brötchen als Fotograf und Werbefilmer verdient hat.

Als Projekt hat er sich den Bestsellerroman "Dickicht" ("The Ruins") von Namensvetter Scott Smith vorgenommen, der für ihn auch das Drehbuch zu dem Film geschrieben hat. Da kann man dem Regiesseur dann keinen Vorwurf machen, wenn der Autor selber sein Werk umschreibt. So ist es völlig legitim sein umgeschriebenes Werk als unantastbar anzuerkennen.

Zu allererst haben wir hier eine klassische Horrorfilm-Ausgangssituation. Wir haben junge Erwachsene, einen Partyurlaub, ein paar Fremde mit denen sie sich anfreunden  und dann gehts an einen mysteriösen, geheimnisvollen Ort, der auch noch verab jeder Zivilisation zu sein scheint. Das hebt den Film nun nicht gerade aus dem Sumpf der Genrekollegen heraus, aber dennoch hat "Ruinen" einiges auf Lager um den Zuschauer zu fesseln. Was man von vornherein sagen kann ist , dass der Film sich nicht sonderlich mit Kleinigkeiten aufhält. Der Prolog, bzw. die Intro-Sequenz ist stimmig und die Charaktere werden anfangs nur angezeichnet und es geht gleich ordentlich ins Getümmel. Mit tiefgründiger Charakterzeichung hat der Carter Smith es im allgemeinen nicht so, denn man erfährt so gut wie nichts über die Leute mit denen man es dort zu tun hat. Im Einzelnen bekommt jeder Charakter prägnante Charakterzüge und Eigenschaften zugeteilt, die ihn auf weiteres charakterisieren sollen. Das mag dem einzelnen Zuschauer nicht genügen, bietet aber dennoch die Grundlage für weitere Ausbauten der Charakterzeichnung und macht die Handlungen der Figuren besser nachvollziehbar für den Zuschauer. Gleichermaßen zurück hält sich der Regiesseur auch mit den Horroraspekten. Der Film beginnt gemächlich, wenn man vom Prolog mal absieht und steigert sich mit der Zeit deutlich. Im wahrsten Sinne des Wortes, gipfelt die Spannung und der Horror auf dem Dach des Mayatempels. Mit großartigen Blutgemetzel und widerwertigen Gore-Einlagen spart Smith bis zum bitteren Ende. Das ist für den Zuschauer sehr verträglich und sorgt für vorallem dafür, dass die Deziemierung der Gruppe nicht zu schnell und hektisch von statten geht. Was aber bald regiert ist der Wahnsinn in der Gruppe.

Eine gute Wahl hat Scott Smith, in seinem Roman, mit dem 'Dezimierer' getroffen. Anstatt eines Monsters, abnormalen Tieres oder extraterrestrischen Wesens, hat sich Smith für etwas natürliches entschieden - Pflanzen. Pflanzen die ein markabres, mysteriöses Eigenleben haben und vorallem Interesse an Menschen haben. So viel sei gesagt. Da Pflanzen nunmal Pflanzen sind, bewegen sie sich auch nicht schnell und so kommt der Horrorschock eher langsam bis schleichend daher und spielt sich auf einer latenden Ebene ab. Die Touristen sind wie auf einer Insel gestrandet, während um die kleine Insel die Haie kreisen. Die Haie bilden in dem Sinne die Pflanzen und auch die bewaffneten Einheimischen, welche am Fuße der Pyramide campiere und der Kreis zieht sich immer enger. Erst gegen Ende werden dem Zuschauer die Daumenschauben ordentlich angezogen, durch Nerven zerrende Szenen, wo auch der Gore-Faktor hochgetrieben wid. Das trägt aber alles zur äußerst dichten Atmosphäre der ganzen Situation bei. Kleiner Kritikpunkt hier, sind für mich die typischen Horrorfilm-Tangtop-Abschnitte. Irgendwann kommt in vielen Horrorfilmen der Punkt, an dem Kleidung ganz zerschlissen ist und deshalb oft nur noch das Nötigste getragen wird und bei den Frauen sind das halt oft die Tangtops, wobei "Ruinen" doch noch einen Schritt weitergeht und eine Protagonistin noch in schmutziger, verschlissener Unterwäsche rumlaufen lässt. Ich muss das nicht unbedingt haben.

Der Cast ist für einen Debütfilm, der auch noch relativ unbekannt ist, doch schon überraschend. Wir haben hier Shawn Ashmore (X-Men 1-3), Laura Ramsey (The Covernant - Der Pakt),  Jena Malone (Donnie Darko, Into the Wild), Jonathan Tucker (Eins, Zwei, Pie, Hostage, Texas Chainsaw Massacre), Joe Anderson (Creep, The Grey). Alles in allem kein no-name Cast oder? Sie sind auf jeden Fall in der Lage, in der immer angespannter werdenden Situation, die Emotionen sehr glaubhaft rüberzubringen. Gerade die Frauen glänzen hier vorallem in den panischen Szenen, denn sie müssen hier einiges mehr aushalten als die Männer. Vorallem auf Laura Ramsey sollte man ein Auge werfen, denn sie verfällt im Laufe der Handlung langsam dem Wahnsinn, was sich selbst für die Gruppe gefährlich macht.

Die Synchronisation ist außerdem sehr passabel geworden mit Sprechern wie Gerrit Schmidt-Foß, Sebastian Schulz, Ursula Hugo oder Berenice Weichert.


Fazit.
"Ruinen" ist am Ende doch ein ganz ordentliches Regiedebüt geworden. Nicht das Beste was man hätte abliefern hätte können, aber für einen ersten Horrorfilm sehr solide, was vorallem durch die Story, die Charaktere und eine dichte Atmosphäre hervorsticht. Dieser Horrorfilm ist sicher nicht nach jedermans Geschmack, aber man sollte ihm wenigstens eine Chance geben. Er ist kein Muss, aber für einen netten Filmabend reicht es allemal.





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Ruinen
             http://www.moviemaze.de/filme/2344/the-ruins.html
Bilder:  http://www.moviemaze.de/filme/2344/the-ruins.html
             http://weblogs.sun-sentinel.com/features/arts/offthepage/blog/movies/
             http://outnow.ch/Movies/2008/Ruins/Bilder/movie-fs.fs/10

Peteback's Alternate Art #22




#22


Erst Jesus und nun legen sich die Ghostbusters auch noch mit der höllischen Selbstjustiz des Ghost Riders an.





Bis dahin - Tschödeldö





18.09.12

[52 Games] - Inselwissen und schwere Kost


Ich hab gerade Abendbrot gegessen und nun bin auch gestärkt und das neue Thema für 52 Games zu bearbeiten. Glücklich, dass das Thema gerade so gut passt. :)


#34 - Nahrung
- Lost in Blue (NDS) -


Ich mach es mir diese Woche man wieder einfach, denn wie kann man das Thema 'Nahrung' besser aufgreifen, als mit einem Survival-Game? 

"Lost in Blue" war einer der besseren Nintendo DS Titel und ein Titel, den ich mir mit dem DS zusammen gekauft habe. Die Story dreht sich um den jungen Keith, der durch ein Schiffsunglück auf einer tropischen und offentsichtlich unbewohnten Insel strandet. Und da beginnt auch schon der Survival-Aspekt des Spiels. Man hat eine Hunger-, Durst- und Energieanzeige. Das Abenteuer beginnt damit, dass man auf der Insel erst einmal nach Nahrung, etwas Trinkbarem und vorallem einem Unterschlupf suchen muss. Die Nahrungssuche beschränkt sich für's erste auf am Boden liegende Kokosnüsse und Früchte. Später kann man auch Pilze, verschiedene Pflanzen, Muscheln und Fleisch und Fisch zubereiten. 

"Lost in Blue" war eines der besseren DS-Spiele, denn es nutze die Features des Handhelds sehr gut aus. So kann man mit dem Pen auf dem Touchscreen Sachen ausgraben, die Angel verwenden und den Bogen benutzen. Diese Hilfsmittel muss man sich im weiteren Verlauf erstmal zusammenbasteln, wenn man die nötigen Materialien hat. Mit dem Mikrofon konnte man z.B. auch das Feuer anfachen. Der Reiz des Spiels bestand vorallem im Schwierigkeitsgrad, welcher schon ganz ordentlich war, denn es war nicht ganz leicht Keith am Leben zu halten. Man muss darauf achten, welches Wasser man trinken kann, welche Pilze und Pflanzen man essen kann und auch Tiere können einem gefährlich werden. Ständig im Auge behalten sollte man die Anzeigen für Hunger und Durst. Später wird das Spiel auch etwas geselliger, denn man trifft auf das junge Mädchen Skye. Hier wird das Spiel zu einer Art Graphic Novel und man muss nun auch noch für das Wohlergeben unserer Mitstreiterin sorgen. Alsob allein überleben nicht schon schwer genug ist, futtert und säuft nun auch noch jemand unsere Nahrungsvorräte weg. Dennoch waren die Dialoge mit Skye ganz nett und die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich immer weiter, man vertraut sich mehr und arbeitet auch mehr zusammen. Nur so konnte man die unterschiedlichen Talente der beiden richtig nutzen.

Soweit ich mich erinnern kann, wurde das Spiel irgendwann doch ein wenig eintönig, denn man war wirklich oft unterwegs um Nahrung zu suchen, oder zu sagen oder Feuerholz zu suchen. Ein wenig mehr Abwechslung wäre nicht übel gewesen. Dafür war die Insel aber recht groß und man konnte einiges entdecken. Aber auch so war das Spiel schwere Kost, denn man kann am Anfang wirklich schnell zu Grunde gehen, wenn man nicht ordentlich die Gegend absucht, oder erstmal falsche Prioritäteten setzt.






Bis dahin - Tschödeldö






16.09.12

Film•Peteback: Prometheus - Dunkle Zeichen


Auch diese Woche bin ich wieder ganz für mich. Da es mal wieder Zeit wurde, war ich dann auch wieder im Kino und was ich dort sah, war;

Prometheus - Dunkle Zeichen


"Prometheus - Dunkle Zeichen" ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2012, von Regiesseur Ridley Scott. Der Film war erst als Prequel des ersten Alien Films "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" geplant und zeigt die Reise des Raumschiffs "Prometheus", welches Ende des 21. Jahrhunderts in neue Welten vorstößt.


Trailer


Originaltitel: Prometheus
Deutscher Titel: Prometheus - Dunkle Zeichen
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012
Länge: ca. 124 Minuten
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: u.a. Damon Lindelof
Produktion: u.a. Ridley Scott, Walter Hill
Musik: Marc Streitenfeld, Harry Gregson-Williams


Auf der ganzen Welt wurden in Aufzeichnungen, sprich Schriften oder Malereien, der verschiedesten Völker die gleichen Zeichen entdeckt. Das Bild zeigt eine große Gestalt umringt von Menschen  und eine Konstellation auf die der Riese deutet. Diese Riesen sollen nach Auslegung der Forscher Shaw und Holloway für den Ursprung des Lebens auf der Erde verantwortlich sein. Die Konstellation soll also auf einen bestimmen Punkt im Universum hindeuten und so macht sich Ende des 21. Jahrhunderts, im Jahr 2093 eine Forschergruppe um Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) mit dem Raumschiff "Prometheus" auf den Weg dorthin. Finanziert wurde der kostspielige Tripp durch die Firma 'Weyland Corporation'. Vertreten wird diese Firma auf dem Raumschiff von Meredith Vickers (Charlize Theron) der Tochter des Firmeninhabers. Mit an Bord auch ein Android namens David (Michael Fassbender), der die Crew in ihrer Jahre andauernden Hyperschlafphase überwacht hat. Die Stimmung auf der "Prometheus" ist gut, aber etwas gedrückt. Das liegt vorallem an Vickers, die durch ihre bürokratische Genauigkeit und ihre Machtausübung hart an den Nerven der Crew kratzt und zudem nicht wirklich überzeugt von der ganzen Mission ist. Das Raumschiff steuert letztendlich auf einen kleinen Mond namens 'LV-223' zu, der in der Umlaufbahn eines jupiterähnlichen Planeten liegt. Dort wird der Aufenthaltsort der "Konstrukteure" vermutet, wie  Shaw und Holloway die Riesen auf den Zeichnungen getauft haben. Gleich in der Nähe des Landeorts des Schiffs befindet sich eine Art Pyramide und die Crew aus verschiedenen Wissenschaftlern macht sich auf den Weg, dem letzten Geheimnis des menschenlichen Ursprungs auf den Grund zu gehen.



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Bei "Prometheus" war ich mir lange nicht sicher, ob ich ihn mir im Kino anschauen sollte. Schon vom Trailer her, als auch von den ersten Kritik her, war ich skeptisch was Story angeht und auch was den beworbenen Bezug zu Ridley Scotts "Alien"-Film betrifft. Letzten Endes habe ich aber doch beschlossen mir den Film zu geben und was dabei rauskaum, naja ich fang mal an...

Ich bin ein großer Fan der "Alien"-Filme und das durch die Bank. Natürlich vorne ran der Grundstein von Ridley Scott, aber auch die nachfolger Filme von Cameron, Fincher und auch Jeunet. Für mich zählen die Aliens und die Hauptdarstellerin Sigourney Weaver. Da ist die Erwartung, wenn eine Art von Prequel rauskommen soll und das auch noch von Altmeister Ridley Scott, natürlich relativ hoch. Wenn man zu viel erwartet, wird man bei diesem Film eindeutig enttäuscht, denn "Prometheus" setzt andere Schwerpunkte und baut ein ganz anderes Gefühl auf, als welches man aus den "Alien"-Filmen gewohnt ist.

Man kann aber mit Gewissheit sagen, dass der Film sich dem Si-Fi-Genre zuordnen lässt, denn der Teil, den man als Horror bezeichnen könnte ist verschwindent gering und das ist auch ganz gut so. Ridley Scott hat hier ein Augenmerk auf die 'Entdeckung' und die 'Erforschung' gelegt. Man hat keine Gruppe von Söldnern, Strafgefangenen, oder raumfahrterprobten Mensche, nein, wir haben hier normale Menschen vor uns und es sind alles Wissenschaftler. Vorallem die Anführer des Trupps Shaw und Holloway, sind heiß auf die "Konstrukteure", diese geheimnisvolle, mysteriöse Lebensform von Riesen. Wer sind sie? Woher kommen sie? Was wollen sie? Was hat der Prolog des Films zu bedeuten und welche Rolle werden sie im weiteren Verlauf spielen? Fragen über Fragen und diese stellen sich nicht nur der Crew, sondern auch dem Zuschauer. Von Anfang an wird ein Interesse an diesen Figuren aufgebaut und natürlich auch an der Sternenkostellation auf den Relikten. Wo kommen wir wirklich her und was werden wir dort finden. Es ist dabei sehr entgegenkommend vom Drehbuchautor Damon Lindelof (Cowboys & Aliens, Lost, Crossing Jordan), das er schon kurz nach dem Prolog die Landung der "Prometheus" angesetzt hat. Man sieht den Planeten und man sieht wie das Schiff durch die Wolken bricht und auf dem kargen Land landet und dann ist da diese Pyramide. Dazu leistet die Musik einen guten Beitrag, denn die ist diesem Film wirklich erstklassig und unterstüzt die Szenen perfekt.

Hierbei kommt ein wichtiges, viel besprochenes Merkmal des Films zu tragen und das ist die Optik. Der Film ist durch und durch schön und ganz schön episch. Die "Prometheus" hat ein geniales, futuristisches Design bekommen und die Szene wo das Schiff durch die wolkenverhangene Atmosphäre des Mondes bricht, ist einfach bildgewaltig und atemberaubend. Dafür ist die Oberfläche des Mondes ein wenig zu karg geraten, aber das reißt das scheinbar uralte Bauwerk, eine Art Pyramide, wieder raus. Da spielt den Film vorallem das Talent von Hans Rudolf Giger in die Hände. Giger ist  der Kopf hinter den mysteriösen, abstrakten Skulpturen und dem Design der Räume in "Alien" und "Alien 3". Das Design des inneren Raumschiffs der "Konstrukteure" wirkt sehr surreal und selbstdarstellend und verbindet sowohl das Lebendige, als auch das Mechanische. Es wirkt, wie eine Kunst aus einer anderen Welt (Beispiele: 1, 2, 3).

Die Forschergruppe und der Android David, begeben sich in diese Pyramide und steigen tief in sie hinab. Bald schon entdeckt David Schriftzeichen, die er verstehen kann, weil er viele altertümliche Sprachen und Schriften auf dem Flug studiert hat und sich so einen Reim bilden kann. Er aktiviert eine Art holografische Sequenz und plötzlich kommen die Riesen hinter einem Gang hervorgerannt und kommen auf die Forschergruppe zu, laufen durch sie durch und verschwinden alle um eine Ecke. Ein unglaublich elektrisierender Moment, denn er gibt einen Vorgeschmack, auf das was noch kommen könnte. Aber merkt ihr was? Ich merkte es ganz stark. Das wirkte alles ein wenig 08/15. Eine Gruppe von Menschen trifft auf Aliens. Die Standardklausel für jeden mittelmäßigen Si-Fi-Horror. Und was passiert dann? Zwei Mitglieder des Teams verlassen einfach die Gruppe, weil es ihnen zu viel ist. Das ist schon sehr stereotyp. Stereotypen treffen wir in diesem Film sehr viele und sogar zu viele. Die Charaktere verhalten sich durch die Bank und man bedenke, es sind alle studierte, denkende Wissenschaftler, alle wir die üblichen Horrorfilmopfer. 
 Sie sind naiv, leichtgläubig und oft sehr dumm. Es gibt die Szene wo feststeht, dass die Luft innerhalb der Pyramide atembar ist. Was macht der Erste? Er nimmt den Helm ab. Bin nur ich das, oder sollte ein gelehrter Mensch auch wissen, dass man soetwas nicht so einfach tun sollte? Buzz, sag's ihnen! Oder es tritt ein Wesen auf, was augenscheinlich einer Kobra ähnelt. Was machen die Forscherdeppen? Sie nähern sich dem außerirdischen Wesen und fassen es an. Was dann passiert, kann sich jeder von euch ausmalen, denn so eine Begegnug ist meist verhängnisvoll. Dabei fängt dann auch schon die Dezimierung der Truppe an und wir geraten wieder ins 'Schema F' des mittelmäßigen Horrorgenres. Ich hab mir während des Films teilweise wirklich an die Stirn gefasst.

Ich will damit nicht sagen, dass "Prometheus" das Potenzial nicht nutzt, denn es wird wirklich viel genutzt, aber das was nicht genutzt wird, wird einfach weggeworfen. Und das meiste an Potenzial geht da leider an den Charakteren verloren. Man hätte sie vielschichtiger gestalten können, ihnen mehr Intelligenz geben können und auch mehr Freiraum für den Einzelnen. Es gibt dort Gestalten, anscheinend führende Personen in ihrem Fachgebiet, die überhaupt nicht interessieren und überhaupt nicht dargestellt werden. Wie Statisten halt. Interessant dabei ist allerdings, dass der interessanteste Charakter der Android David ist. Die Androiden in den "Alien"-Filmen sind alle ein wenig eigensinnig und trotz ihrer Unterwürfigkeit dem Menschen gegebüber, ihm doch überlegen. David hat seine Attitüden und Manieren vom Film "Lawrence von Arabien" übernommen und wirkt dadurch ein wenig hochnäsig und allglatt. Seine Interessen sind die einzigen, die nicht von vornherein klar sind und es macht so viel mehr Spannung aus, ihm zu folgen als den anderen der Schiffsbesatzung.


Was das Thema 'Spannung' angeht, kann man bei dem Film wirklich nicht meckern. Es gibt hier und da die ruhigeren Momente, wo vorallem Charakterentwicklung betrieben werden soll. Da es aber keine Entwicklung gibt, haben wir einige Szenen wo ein Leerlauf stattfindet. So ist jeder Ausflug in die Pyramide spannungsgeladen und auch an Bord des Schiffes tut sich im Laufe der Handlung so einiges. Hierbei im Hinterkopf immer das 'Schöpfer - Schöpfung'-Thematik. Die 'Konstrukeure' erschufen den Menschen, der Mensch erschuf den künstlichen Menschen und es werden sich sogar alle drei Spezies in einem Raum treffen. Und welche Rolle nimmt dabei genau die Urform der Aliens ein? Die Sache mit den Aliens ist in dem Film sowieso eine Merkwürdige. Woher die Uraliens genau stammen und welche Aufgabe sie haben sollten, es wird alles bruchstückhaft erklärt und es bleiben noch einige Fragen offen, aber dennoch scheinen wir Menschen einen wichtigen Teil dazu geleistet zu haben. Den krassesten Punkt hat die Spannung bei einer Geburtsszene, zu der ich aber nichts sagen werde, weil diese aus dramaturgischer Sicht ein Hochgenuss ist und wirklich an den Nerven zerrt.


Fazit.
Wer einen erstklassigen Alien-Film erwartet, der wird hier enttäuscht werden. Dennoch ist aus "Prometheus" ein wirklich guter, solider, spannender Si-Fi-Film geworden, den man sich in Bezug auf  das "Alien"-Universum wirklich mal anschauen sollte. Die stereotypen Charaktere sind teils recht nervig und nehmen dem Film etwas an Authentizität. Trotz allem hatte ich Spaß mit dem Film und war sogar so zufrieden, dass sich das Kinogeld wirklich gelohnt hat, denn "Prometheus" ist einer der besseren Si-Fi-Streifen, den ich seit langem im Kino gesehen habe.






Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Prometheus_%E2%80%93_Dunkle_Zeichen
             http://www.filmstarts.de/kritiken/102609-Untitled-Alien-Prequel.html
Bilder:  http://www.moviegod.de/x/viewer/image_viewer.php?s=5&k=1766&i=2178

             http://www.prometheus-movie.com/community/forums/1
             http://collider.com/prometheus-movie-image/150595/

             http://www.gamersglobal.de/report/prometheus-dunkle-zeichen
             http://www.globeslcc.com/2012/06/11/prometheus-provides-cerebral-sci-fi-thrills/

13.09.12

Peteback's Alternate Art #21



#21

http://www.ltdartgallery.com/product/shadow-of-the-colossus-by-daren-bader-original-16-x-20

http://www.ltdartgallery.com/product/protagonist-by-chris-sheridan-original-36-x-14


Diese Woche habe ich ein kleines Special für euch. Diese Artworks die ihr dort üben seht, stammen von einer wirklich genialen Seite. Die Bilder gehören zur "Press Start Video Game Art Show" einzusehen auf ltdartgallery.com. Dort gibt es weitere tolle Artworks von verschiedenen Artists, die Bilder zu ihren Lieblingspielen beigesteuert haben. Darunter Spieleperlen wie Portal, Metroid, Super Mario, Skyrim, Bioshock, Legend of Zelda, Minecraft und einige mehr. 

Dazu gibt es noch einige interessante Gallarien zu Star Wars, Star Trek, Family Guy und Disney. Schaut auf jeden Fall mal rein!!





Bis dahin - Tschödeldö




[52 Games] - Wir kämpfen einsam, aber lieber gemeinsam!


Zum Glück gibt es diese Woche wieder ein Thema für 52 Games, mit dem ich um einiges mehr anfangen kann.


#33 - Teamwork
- Final Fantasy Crystal Chronicles (NGC) -


Final Fantasy Crystal Chronicles erschien 2004 für den Nintendo Game Cube. Das ist in sofern etwas besonderes, da der letzte Final Fantasy Teil für eine Nintendokonsole 1994 für den Super Nintendo rauskam. Und das war Final Fantasy VI.

Crystal Chronicles kam um einiges knuffiger daher, als die anderen Teile der Serie, was auf dem Game Cube aber vollkommen okay war. Man bewegte sich in einer ganz neuen Welt, die von ganz neuen Völkern bewohnt wird. Die Welt wird eingehüllt von einer giftigen Atmosphäre, die Miasma genannt wird und als eine Art giftiger Nebel dargestellt wird. Einziger Schutz davor sind die Myre Bäume und die Myre Kristalle. Diese Bäume geben eine Substanz ab, die Myretau genannt wird. Die Dörfer in dieser Welt, sind alle um diese Kristalle errichtet worden und einmal im Jahr muss eine Karavane losziehen um Myretau zu sammeln. Dabei muss man sich in gefährliche Dungeons wagen um am Ende, nach dem Endkampf mit dem Dungeon Boss, wartet der Myre Baum. Mit auf der Reise immer der Kelch, der die Karavane vor dem giftigen Gas schützt und den Myretau in sich aufbewahrt.

Wenn man alleine ist, hat man einen kleinen Mogry dabei, der für einen den Myrekelch trägt, was sehr komfortabel ist. Allerdings entfaltet das Spiel erst sein wahren Potenzial, wenn man mit Freunden zusammen spielt. Jeder kann sich eine Rasse aussuchen. Entweder einen Clavat, eine menschliche Rasse, die der Allrounder des Spiels ist, der am besten mit einem Schwert kämpf. Einen Selkie, auch eine menschliche Rasse, die die Rolle der Diebe in sich haben und mit Schnelligkeit und Genauigkeit punkten können. Ihr Stammwaffe ist eine Art Keule. Dann gibt es noch die Yuke, eine geheimnisvolle Lebensform, die irgendwie Vogelartig wirkt. Sie haben ein reines Magietalent. Als vierte Rasse gibt es dann noch die Lilty, eine kriegerische Rasse von kleinwüchsigen Lebewesen, die mit Stärke punkten kann und als Stammwaffe den Speer hat. Das Dorf in dem man zu Hause ist, wird von allen Rassen gleichermaßen bevölkert, hingegen kommt man auf der Reise nur in Städte, wo ausschließlich eine Rasse lebt. So leben die Clavat in einem großen Bauerndorf, die Lilty in einer gewaltigen Burgstadt mit Schloss, die Selkie in Holzbauten, die an einer hohen Klippe gebaut wurden und die Yuke leben abgeschieden auf einem Welsen umgeben von Wasserfällen.

Man beginnt in einem kleinen Dorf, wo man auch zum Anfang einen Job annehmen kann, den die Familie ausführt. Entweder Schmied, Schneider, Bauer, Alchemist und ähnliches. Man macht sich nun mit Freunden auf in die Dungeons. Eine wichtige Aufgabe, ist dabei das Tragen des Myrekelchs, der die Gruppe in den Dungeons vor dem giftigen Miasma schützt. Dabei ist Teamarbeit gefragt, vorallem bei den Bosskämpfen. Zauber können nur durch bestimmte Accessoires fest erlernt werden, sonst findetet man sie in jedem Dungeon neu. Die Zauber müssen dann gut verteilt werden, weil man nur eine bestimmte Anzahl von Zaubern tragen kann. Das geniale Feature des Mehrspielermodus ist dabei, dass man gleiche und unterschiedliche Zauber kombinieren kann. Wenn z.B zwei Spieler den 'Feuer'-Zauber haben, können sie diesen Zauber auf einen Punkt wirken lassen und aus dem einfachen Feuerzauber, wird der viel stärkere 'Feura' oder auch 'Feuga' zauber. Oder man entwickelt neue Zauber so wird aus 'Vita' + 'Engel', der starke, heilige Zauber 'Sanctus'.

Auch liegt es an den Mitspieler, gestorbene Mitspieler wiederzubeleben, entweder mit dem 'Engel'-Zauber oder einer Phönixfeder, man muss da wirklich als Team zusammenhalten. Auch können Wasser- und Ölkrüge geworfen werden, damit ein anderer dann einen 'Feuer'- bzw. 'Blitz'-Zauber wirken kann, der dann einen Flächeneffekt bekommt. Gefundene Items können getauscht werden, genau wie die Skizzen die man findet, wodraus neue Waffen gemacht werden können. Mit mindestens 2 Spielern zusammen macht das wirklich Spaß, weil man dann auch ein wenig Taktik in den Kampf einbauen kann. Da kommen dann so Dialoge bei raus wie;

- "Da hinten sind Goblin-Schützen!"
- "Bin dran! Wer hat Blitz? Dann knalln wir denen ein Blitzga rein!"
- "Das sind 5 Stück und nen Goblin-Shamanen haben sie auch noch, ich hol erstmal drei ran und du lädst schonmal Blitz. Zwei mach ich im Miasma platt. Kannst du mich mit Vita dauerheilen?"
- "Okay, dann warte ich mit Vita und nehm schonmal den Kelch."

- "Scheiße! Da ist auch noch ne Chimera, haben wir Medica-Zauber dabei?!"
- "Lass mich die Chimera machen, ich bin immun gegen Gift."
- "Na dann. Auf gehts Leute!"

Das unschöne an der Sache ist, dass man zum zusammenspielen einen Game Bay Advance braucht und ein passendes Kabel um diesem mit dem Game Cube zu verbinden. Soweit ich weiß, wurde dieses Kabel speziell für diesen Final Fantasy Teil rausgebracht und wurde in späteren Spielen nurnoch selten benutzt. Der Game Boy hatte aber auch den Vorteil, da man auf ihn sein komplettes Inventar immer einsehen konnte, Rüstungen wechseln konnte und mit bestimmen Accessoires ein Karte oder ein Item-,Gegner-, oder Schätzeradar einsehen konnte. So kann man mit drei Spielern schon jeden Dungeon gut looten, wenn man einen Item- und einen Schatzradar dabei hat und einer mit der passenden Dungeonkarte aushelfen kann.


Es waren schöne Zeiten. Good old times!





Bis dahin - Tschödeldö





09.09.12

Film•Peteback: New Kids Turbo/Nitro


Diesen Sonntag fällt das Filmprojekt mal aus, wegen Arbeitsverweigerung einer Beteiligten. Hatet sie! Und ja, richtig gelesen! Diese Woche gibt es ein Doppel-Peteback, weil...
Ja, weil es bei den beiden Filmen so gut geht.

Na dann;
New Kids Turbo/Nitro

"New Kids Turbo/Nitro" sind niederländische Comedyfilme, basierend auf der gleichnamigen Fernsehserie "New Kids".

Trailer


Fakten
Originaltitel: New Kids Turbo/Nitro
Deutscher Titel: New Kids Turbo/Nitro
Originalsprache: Niederländisch
Erschienen: 2010/2011
Länge: ca. 88 Minuten/ 77 Minuten
Regie: Steffen Haars, Flip van der Kuil
Drehbuch: Steffen Haars, Flip van der Kuil
Produktion: u.a. Comedy Central, Eyeworks


Plot - New Kids Turbo:
Die Wirtschaftskrise ist selbst in dem verschlafenen holländischen Nest Maaskantje angekommen, Heimatort der fünf unterbelichteten und nunmehr arbeitslosen Dorfproleten Richard (Huub Smit), Robbie (Steffen Haars), Rikkert (Wesley van Gaalen), Barrie (Flip van der Kuil) und Gerrie (Tim Haars). Weil sie im Sozialamt mal auf den Putz gehauen haben, streicht man ihnen einfach die Stütze. Total pleite beschließen die fünf, einfach nirgendwo mehr zu zahlen und lösen damit eine landesweite Unterschichten-Revolte aus. Doch es dauert nicht lange, da gerät alles außer Kontrolle.

Plot - New Kids Nitro:
Eine Zombie-Plage bedroht ganz Friesland. In Maaskantje haben die fünf Jungs Richard, Rikkert, Gerrie, Robbie und Barrie allerdings ganz andere Sorgen. Die New Kids liefern sich mit den Hooligans aus dem Nachbarkaff Schijndel immer wieder erbarmungslose Gefechte, illegale Autorennen und gewaltige Schlägereien. Als jedoch der erste Bewohner aus ihrer Provinz Brabant Opfer der Zombies wird, tun sich die beiden verfeindeten Gruppen zusammen und sagen dem Feind den Kampf an...

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Ich habe in letzter Zeit ein wenig nachgedacht und fand, dass ich mal das Niveau meines Blogs senken könnte. Und mit welchen Filmen, nach den Videospielverfilmungen von Uwe Boll, geht das am besten? Klar, den "New Kids"-Filmen, Junge!

Das tolle an der ganzen Sache ist, dass ich die Filme gar nicht groß kritisieren muss. Sie sind niveaulos, sinnlos und überbewertet. Dazu noch Humor der auf keine Kuhhaut geht, der unter die Gürtellinie geht und in vielen Fällen geschmacklos und flach ist. Die Stories sind lächerlich und zu vernachlässigen und das Schauspiel der Serie üblich. Die Filme funktionieren nur durch die fünf Jungs die für die Serie namensgebend sind. Die Sprache ist vulgär, die Charaktere flach und klischeebehaftet, aber trotzdem sind sie irgendwie einzigartig.

Wenn man die Serie kennt, dann wird einem einiges auffallen. Interessanter Weise, lebt der Film von etwas, was ich gerne das 'Otto-Walkes-Prinzip' nenne. Heißt; Witze und Sketche werden einfach in Filme übernommen, damit man sich nicht etwas neues ausdenken muss, damit die Kenner sich über die Witze freuen können und Unwissende was zu lachen haben. Denn wie sagt man so schön? Gut recyclet ist besser als schlecht neu gemacht. Die Filme betreiben als massig Fanfood. Sie versuchen auch gar nicht besser zu werden, Steffen Haars und Flip van der Kuil die Regie führen und gleichzeitig auch mitspielen, wissen, womit sie das gewohnte Publikum begeistern können.

Was man "New Kids Nitro" zu Gute halten kann, ist, dass über die minimale Länge von 77 Minuten einige Anspielungen auf Action- und Horrorfilme angesammelt haben. Nun Action und Zombies sind schonmal gute Publikumsmagneten. Desweiteren gehen die Jungs auch spaßhaft mit ihrer eigenen Glorifizierung rum und gehen sogar mit sich selber ins Gericht, in dem sie sich selber parodieren. So wird schon gleich am Anfang gesagt, dass die meisten Witze recyclet sind und das man alles schon kennt. Allerdings wird auch gezeigt, was die Meinung von solchen Kritikern ist.

Zu der Synchronisation muss ich nicht viel sagen, weil sich die Jungs selber in der deutschen Version synchonisieren, was auch den stark niederländischen Akzent erklärt. Alle anderen Figuren in den Filmen sprechen Hochdeutsch, bis auf die Prolls aus dem Nachbardorf in "New Kids Nitro" die mit dem gleichen Gebrabbel daherkommen.


Fazit.
Wer die Serienclips auf 'Comedy Central' mag, der wird auch die Filme mögen. Andere Kriterien gibt es eigentlich nicht. Ich musste einige Male herzhaft lachen...Schande.







Bis dahin - Tschödeldö, Junge!






P.S.: Ist natürlich alles nur Spaß! Ich hatte einfach diese Woche keine Lust einen Film ordentlich und ausführlich zu reviewen, deswegen hab ich es mir mit "New Kids" einfach gemacht. :D
Schande über mein Haupt, ich weiß. Ich geh mal da an den Tisch da drüben und denk darüber nach, was ich ich angestellt habe. Tut mir leid...

 Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/New_Kids_Turbo
Bilder: http://spielemax-games.weltrecords.com/movies/details/1063948__new_kids_turbo-steffen_haars_flip_van_der_kuil.html
            http://spielemax-games.weltrecords.com/movies/details/1125301__new_kids_nitro-steffen_haars_flip_van_der_kuil.html
             http://www.mymediawelt.de/movies/details/1063948__new_kids_turbo-steffen_haars_flip_van_der_kuil.html

07.09.12

Peteback's Alternate Art #20



#20

Ein paar Illustrationen von den Figuren aus "Darkwing Duck". Echt klasse!
Ob die Serie mit menschlichen Charakteren genau so gut funktioniert hätte, ist allerdings fraglich. ;)





Bis dahin - Tschödeldö





04.09.12

[52 Games] - Steampunk, oder lieber doch nicht.


Endlich wieder 52 Games! Aber das Thema find ich irgendwie nicht so bombe, wie sonst immer...


#32 - Steampunk
- Dark Chronicle (PS2) -


*Seufz* Steampunk...
Schade das wir das Thema "Hype" schon hatte, denn Steampunk würde gut dazu passen. Ich kann den Hype um das Steampunk-Genre nicht verstehen. Ist es ein Genre? Denke schon. Wenn nicht berichtigt mich. Ich finde Steampunk, also die Idee dahinter nicht schlecht, aber auch nicht so genial, dass ich ein Spiel spielen will, die komplett in dem Universum spielen. So gibt es auch gar nicht so viele Spiele, die ich gespielt habe, die sich mit Steampunk beschäftigen und wenn dann auch nur ganz am Rande. So gab es in "Final Fantasy VI" und "Final Fantasy IX" schon nette Anlehnungen an Steampunk. Obwohl es in FF IX eher Nebel war, aber man will ja nicht kleinlich sein.

Ich hab mich jetzt hier für "Dark Chronicle" entschieden. Warum? Keine Ahnung.
"Dark Chonicle" ist ein Action-Adventure mit nem leichten Rollenspielcharakter. Die Story sieht wie folgt aus; Max wohnt in der beschaulichen Stadt Palm Brinks und ist ein leidenschaftlicher Erfinder. Die Stadt selbst ist abgeschottet von der Außenwelt und die Bewohner leben friedlich vor sich hin. Eines Tages gastiert ein Zirkus in der Stadt und Max bekommt sogar ein Ticket dafür. Im Zelt selbst hört er zufällig ein Gespräch zwischen dem Zirkusleiter und dem Bürgermeister der Stadt. Dieser wird von dem Leiter des Zirkus rabiat und unter Drohung dazu gezwungen nach einem roten Edelstein Ausschau zu halten. Durch ein Missgeschick Max's macht dieser auf sich aufmerksam und der Leiter erkennt, dass Max genau den Stein um den Hals trägt, nach dem er so sehr sucht. Der Stein, auch Atlamilia genannt, ist ein Geschenk von Max's Vater. Max flüchtet und zweckentfremdet seinen Hammer, den er sonst nur zu seiner Passion Handwerken benutzt, und schlägt auf die Clownschergen des Zirkusleiters ein. Dieser hetzt sogar eine riesige Maschine auf Max um an den Atlamilia zu gelangen, doch dank der Hilfe seines Kumpels Donny entkommt Max. Er durchstreift die Kanalisation auf der Suche nach der Wahrheit. Der Wahrheit über den Verbleib seiner Mutter, über den Umstand, dass der Bürgermeister die Bewohner Palm Brinks abschottet und die Wahrheit über den roten Stein, das Geschenk seines Vaters.                                                                                      via.

Das Spiel hat verdammt Spaß gemacht, hatte ne tolle Optik und hatte ein cooles Kampfsystem. Auch das Waffensystem war clever aufgebaut. So konnte man Waffen nur verbessern oder neu erschaffen, wenn man die nötigen Fotos von Gegegnständen gemacht hat, damit Max eine Idee für eine neue Waffe bekommt. Das heißt natürlich, dass man sich mit der Umgebung beschäftigen muss. Wenn ich mich aber richtig erinnere, habe ich das Spiel nie zu Ende gespielt, keine Ahnung warum. Was das Thema "Steampunk" angeht, gibt es in dem Spiel nur leichte Züge davon. Vorallem die Kleidung der Menschen, der Aufbau und die Einrichtung der Häuser und das Aussahen von Maschinen lässt daran erinnern. Das wär's eigentlich auch schon.






Bis dahin - Tschödeldö






02.09.12

Film•Peteback: Take Shelter


Es ist Sonntag und ihr wisst was das bedeuten tut! Filmprojekt und so!

Ein Sturm zieht auf in;
Take Shelter


"Take Shelter" ist ein amerikanisches Drama aus dem Jahr 2011, von Regiesseur Jeff Nichols. Der Film erzählt die Geschichte von Curtis LaForche, der eines Tages Visionen von einem aufziehenden, mächtigen Sturm hat.


Trailer


Fakten
Original Titel: Take Shelter
Deutscher Titel: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 120 Minuten
Regie: Jeff Nichols
Drehbuch: Jeff Nichols
Produktion: u.a. Sophia Lin, Tyler Davidson
Musik: David Wingo


Elyria, Ohio.
Curtis LaForche (Michael Shannon) lebt mit seiner Ehefrau Samatha (Jessica Chastain) und seiner tauben Tochter Hannah (Tova Stewart) in der kleinen verschlafenen Stadt Elyria, irgendwo in Ohio. Er ist von Beruf Bauarbeiter und arbeitet im Moment in der anliegenden Kiesgrube. Der Job hält ihn und seine Familie gerade mal so über Wasser, selbst wenn auch noch seine Frau nebenbei selbstgenähte Kleider verkauft. Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Das Haus wird langsam abgestottert, Rechnungen müssen beglichen werden und seine Tochter braucht dringend eine Operation und medizininsche Versorgung und die Ausbildung will auch bezahlt werden. Curtis bekommt irgendwann schleckliche Träume von unheilvollen, schwarzen Wolken, die sich am Horizont auftürmen und den Himmel verfinstern, oder sein Hund fällt ihn grundlos an. Auch am Tage hört er fernen Donner und glaubt dunkle Wolken und Vogelschwärme zu sehen, die aber sonst keiner außer ihm bemerkt. Er beschließt den Sturmschutzbunker hinten im Garten wieder instand zu setzen, der eigentlich für den Fall eines Tornados erbaut wurde. Für Wirbelstürme ist Ohio geradezu prädestiniert. Curtis merkwürdiges und  unerklärliches Verhalten besorgt nicht nur seine Familie, sondern auch seine Kollegen auf dem Bau und in der Nachbarschaft. Seine Frau rät ihm dazu sich psychisch behandeln zu lassen, um den Urspring seiner Visionen zu ergründen. Dennoch hält Curtis an seiner Vorahnung fest; Ein Sturm wird kommen....


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"Take Shelter" war ein Film, der mich schon durch seine Trailer zum 'Sundance Filmfestival' interessiert hat. Der Film erinnerte mich an die düstere Atmosphäre von "Donnie Darko", der ja bekanntlich auch von Visionen einer bevorstehenden Katastrophe geplagt wurde.

Die Fragen die man sich den Film über stellt sind wohl; Wohin wird das ganze führen und was ist wahr und was ist Einbildung? Nun, Jeff Nichols lässt uns in die Psyche von dem Hauptcharakter Curtis LaForche eintauchen, denn der Zuschauer bekommt das zu sehen, was er sieht, oder wenigstens glaubt zu sehen. Man weiß wirklich nie, ob da nun Wolken sind, ob die Vogelschwärme die er sieht echt sind. Selbst wenn es alls Illusion sein sollte, hat Nichols es geschafft, eine latente Gefahr aufzubauen die spürbar ist und Schrittweise immer näher kommt.

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten" - Allerdings hat Curtis den Wind nicht selbst gesät. Er hat auch keine Zeit etwas zu säen. Der Fokus liegt im Film klar auf ihm und auf seiner Familie. Seine Frau Samantha ist die erste, der Curtis Verhalten merkwürdig vorkommt und wenn er schweißgebadet aufwacht, merkt sie das ja sowieso. So wie der Fokus auf der Familie liegt, liegt der Fokus auch auf den Problemen der Familie. Hier haben wir den krassen Querschnitt der typischen, amerikanischen Probleme. Erstens, die finanziellen Aspekte. Die LaForche haben Geldprobleme, obwohl Curtis auf dem Bau schufftet und seine Frau versucht Nebeneinkünfte ranzuschaffen. Trotzdem will das Geld hinten und vorne nicht reichen und so ist die Stimmung in der Familie immer leicht bedrückt. Dazu kommt noch ihre taube Tochter, die dringende medizinische Versorgung benötigt und auch die schulische Ausbildung Kosten mit sich bringt. Trotzdem wird die Kleine immer Umsorgt und ihr Vater besucht sogar Seminare, damit er sich mit ihr in Zeichensprache verständigen kann. Denn muss sie sich eine teuren Operation unterziehen, was die Versicherung nicht bezahlen will und es natürlich auch keine Krankenkasse gibt. Dazu kommt Curtis auch noch zeitweise in Bedrängnis, weil sein Arbeitsplatz auf der Kippe steht. Klar das der Herr des Hauses nachts schlecht schlafen kann, obwohl er sich für seine Familie aufopfert. Je größer sein Problemhaufen wird, desto intensiver werden auch seine Träume und Visionen. So werden die Wolkenberge größer, es zucken Blitze und der Wind tobt, bis alles in einem großen Desaster enden wird. Curtis ist aber ein aufrechter Amerikaner und packt die Sache an, allerings am falschen Ende wie alle meinen. Er baut den Schutzbunker aus und as ist bei schlechter, finanzieller Lage nicht gerade ratsam, weshalb er auch bald mit seiner Frau aneinander gerät, was noch mehr Probleme verursacht.

Nichols mischt hier viele Genre-Elemente aus Horror, Thriller, Mystery, Drama und Tragödie. Wie ich schon sagte, erinnerte mich die Stimmung an "Donnie Darko" und auch gewisse Anleihen an M.N. Shymalan, was Mystry angeht, Stichwort; Es kommt anders als erwartet. Szenen eskalieren so schnell, wie sie auch wieder vorbei sind. Der Film nimmt sich die Zeit die er braucht und die vorallem Curtis braucht um zu verstehen, was mit ihm geschied. Er selbst wird auch durch die psychologische Behandlung nicht schlauer, genau so wenig wie der Zuschauer, denn man erfährt nichts was er nicht erfährt. Das geringe Tempo des Films sorgt natürlich für Anspannung, weil man sehen will, worauf es hinausläuft. Allerdings baut sich das Puzzel der Hinweise langsam zusammen  und es werden sogar einige Teile fehlen und so wird am Ende einfach alles vom Tisch gewischt. Es ist wohl auch der einzige Kritikpunkt, den man hier hervorheben kann, denn der Film ist in seinem Handlungsverlauf sehr monoton und fast langweilig gestalltet, wenn man sich nicht auf die Story, die Charaktere und die Probleme einlässt.

Sehr hervorzuheben ist hier die Musik, die immer zur Stimmung der jeweiligen Szenen beiträgt und auch angespannte Szenen mit ruhigen Tönen unterstreicht, was auf den ersten Blick seltsam wirkt, aber in der Ausführung sehr gut funktioniert.

Wichtig hierbei ist natürlich die schauspielerische Leistung, die den Zuschauer an den Bildschirm fesselt. Für die Hauptrolle des Curtis LaForche wurde Michael Shannon gewählt, der schon einmal mit Jeff Nichols bei dem Film "Shotgun Stories" zusammengearbeitet hat. Er spielt den besorgten und von Vorahnungen geplagten Familienvater mit Bravour. Dabei helfen ihm auch seine Gesichtszüge, die in sorgenvoll erscheinen lassen, was es nur realistischer macht. Gleichermaßen gut spielt er mit seiner Frau und vorallem seiner kleinen Tochter zusammen, auch wenn seine Beziehung zu seiner einen Tochter mir immer etwas distanziert vorkam. Die Rolle seiner sorgenden Frau übernimmt Jessica Chastain, welche mit Glanzrollen in "The Help" und "The Tree of Life" begeistern konnte, welche allerdings erst nach "Take Shelter" gedreht wurden. Sie ist die nötige Stütze für ihren einknickenden Mann und verleiht dem Film die nötige Wärme, wenn der Film auf der Gefühlsebene eher kühl gehalten ist. Auch spielt sie gerade gegen Ende eine immer wichtigere Rolle.


Fazit.
"Take Shelter" ist ein mitreißendes und spannendes Drama, welches mit der Psyche des Hauptcharakters und des Zuschauers spielt, die Handlung und Intentionen verschleiert und Raum für Interpretationen lässt. Wird der Sturm nun kommen oder nicht? Leidet Curtis doch unter eine psychischen Störung? Und wie ist das Ende nun zu deuten? Fragen über Fragen - and the answer my friend, is blowing in the wind...







Bis dahin - Tschödeldö







P.S.: Diese Woche gibt es natürlich wieder eine zweite Review auf dem Blog der Erdbeerkriegerin. Also schaut vorbei! :)

Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Take_Shelter
             http://www.filmstarts.de/kritiken/189944/kritik.html
Bilder:  http://fm4.orf.at/stories/1689790/
             http://kommunales-kino-pforzheim.de/de/spielfilm/take-shelter-_-ein-sturm-zieht-auf
             http://kolson-kevinsblog.blogspot.de/2012/03/catching-up-with-2011-take-shelter.html