31.10.12

Peteback's Alternate Art #25



#25





Bestaunt: Nerd Bane, High Green Goblin, Metalhead Loki, Hipster Sinestro, Anarchist Two-Face und Prom King Venom!
Wirklich tolle Illustrationen und eine klasse Idee. Ich hoffe der Künstler wird seine Seite "ghosthause.deviantart.com" noch ein bisschen mehr füllen wird. :)




Bis dahin - Tschödeldö



Es ist ein schöner Tag zum taggen! Episode 8 - Der Horror, in Wort und Bild


Ich wurde getaggt. Sonst würde ich das hier sonst sicher nicht machen. Eigentlich logisch.
Getaggt wurde ich von KittyErdbeer. Sie hat keinen Blog, aber dafür einen Youtube Kanal und hat den Tag von der fabelhaften Erdbeerkriegerin und diese hat ihn von der gleichermaßen fabelhaften, aber weniger erdbeeringen Chaosmacherin. So viel Erdbeer irgendwie! 
Dann legen wir mal los mit dem Horrorfilm-Tag!



1) Dein erster Horrorfilm.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube meine erster Horrorfilm war "Die Fliege" mit Jeff Goldblum. Ich kann mich erinnern, dass ich so sechs oder sieben Jahre alt war und mein Vater abends vorm Fernseher eingeschlafen ist. Eigentlich hätte ich auch schlafen sollen, aber ich hab mir dann lieber ein bisschen von dem Film angeguckt. Allerdings weiß ich noch, dass ich das Ende nicht gesehen habe und auch nicht seine komplette Transformation. Aber den umgestülpten Affen, den hab ich gesehen...Eklig...

2) Der letzte Horrorfilm, den du im Kino gesehen hast.
Grundsetzlich guck ich mir eigentlich keine Horrorfilme in Kinos an, weil die Stimmung da nicht besonders gut ist. Aber es war wohl Anfang diesen Jahres, "Die Frau in Schwarz" mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle. Solider Gruselfilm. Fand ihn ganz okay.

3) Dein liebster "Classic" Horrorfilm?
Classic? Wo fängt "Classic" an, wo hört es auf? Ich nehme jetzt einfach mal "Blutgericht in Texas" aus dem Jahr 1974. Den hat ein Vater von nem Kumpel mal auf VHS ausgeliehen, als wir bei ihm übernachtet haben. Und wir waren so ca. 11-13 Jahre alt...Keine gute Idee.



4) Ein Horrorfilm, der deine hohe Erwartung nicht erfüllen konnte.
Hohe Erwartungen. Wenn ich die heutige Horrorfilmlandschaft betrachte, dann kann man sich hohe Erwartungen gar nicht mehr erlauben. Der letzte große Reinfall war aber Paranormal Activity 4.

5) Dein liebstes Horrorfilm-Remake.
Uh, gute Frage. Ich schwanke zwischen "Stepfather" von Nelson McCormick und "Amityville Horror" von Andrew Douglas, aber ich würde mich eher für zweiteres aussprechen!

6) Dein liebster Vampirfilm.
Ich kann mit Vampiren gar nicht so viel anfangen, aber ich würde da "Interview mit einem Vampir" von Neil Jordan nennen und seit neustem "Fright Night" das Remake von Craig Gillespie.

7) Ein Horrorfilm vor dem du denkst, dass ihn niemand außer dir gesehen hat.
Also ich sage jetzt mal "Poultrygeist: Night of the Chicken Dead". Den Film hab ich mal von nem Freund zum Geburtstag geschenkt bekommen und...also...nä!

8) Dein liebster, ausländischer Horrorfilm.
Das dürfte dann wohl der spanische "[●REC]". Ein Film der mich unglaublich beeindruckt hat! Und sonst, der norwegische "Dead Snow" und der japanische "Audition".

9) Dein liebster Horrorfilm mit übernatürlicher Thematik.
Das wäre schon der dritte Teil der "Paranormal Activity"-Reihe. Geister und vorallem Okultismus, aber ich fand auch "Grave Encounters" sehr gut. Hauptsache Geister! :D

Grave Encounters

10) Ein Horrorfilm, den jeder außer dir liebt.
"Paranormal Activity". Ziemlich öde Vorstellung und miese, vorhersehbare Jumpscares.

11) Deine liebste Horrorkomödie.
"Shaun of the Dead" eindeutig. Britischer Humor und Zombiefilme sind eine sehr gute Kombination. Aber natürlich auch "Zombieland" oder "Braindead". Und im speziellen Fall "Meine teuflischen Nachbarn" mit Tom Hanks in der Hauptrolle. Einfach genial.

12) Der am meisten verstörende Horrorfilm.
"Blair Witch Project" hat mich beim ersten mal fertig gemacht und tut es immer noch. Ich kann mir den Film immer noch nicht alleine im Dunkeln angucken. Allerdings war ich auch nach dem Genuss von "The Girl next Door" sehr betroffen und verstört. Der Film ist schon ziemlich starker Tobak...

13) Dein liebster Zombiefilm
Da würde ich dann zu "Dawn of the Dead" greifen. Allerdings natürlich auch zu "Zombieland", wenn ich was zu lachen haben möchte, obwohl "Dawn of the Dead" auch schon so lustig genug ist. Aber auich "28-Days (Weeks)-Later" würde ich dazuzählen.

14) Dein liebster Indie Horrorfilm.
"End Of The Line" war ein sehr guter Indie Film, der mich auch sehr überrascht hat, was Story und Schauspiel angeht. Mein All Time Favourite ist aber noch "Severance", weil der Film erstens sehr gut gemacht ist, zweitens nen tollen Cast und drittens, nen einzigartigen Humor hat.

15) Dein liebster Monsterfilm.
Monster in Filmen finde ich immer toll, aber es müssen schon gute Monster sein. Das beste Monster in den letzten Jahren war für mich das Monster aus "Cloverfield". Ein super Found-Footage-Monster-Film! Allerdings finde ich auch die Rakentenwürmer aus "Tremors" immer wieder toll.


16) Ein Horrorfilm mit einem großartigem Soundtrack.
 Da fällt mir nun gar keiner ein...leider.

17) Dein liebster Schwarz-Weiss-Horrorfilm.
Also in schwarz-weiß habe ich nur "Die Vögel" und "Der Hund von Baskervilles" gesehen. Also muss es einer von den beiden sein. Olle Schinken sind auch nicht so meins.

18) Bester Einsatz von Blut und Gedärmen.
Das ist wieder ziemlich einfach! Das wäre zum einen "Das Ding aus einer anderen Welt" und natürlich "Braindead".

19) Dein liebster Horrorfilmcharakter.
Nach langer Überlegung, dürfte das wohl der Charakter des Jud Crandall aus Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" sein. Diese Figur sagt mir vorallem zu, weil Fred Gwynne in dem Film von Arnold Marquis synchronisiert wurde. Einem meiner absoluten Lieblingssynchronsprecher.

21) Bester Horror Franchise.
Da würde ich doch sagen, dass es wohl die "Alien"-Reihe ist, von der ich auch ein sehr großer Fan bin.

22) Ein tolles Zitat aus einem Horrorfilm.
"Die lebenden Toten und die sterbenden Lebenden. Wie ähnlich sind sie sich" aus dem Film "DellaMorte DellAmore".

23) Dein "Guilty Pleasure"-Horrorfilm.
Da habe ich eigentlich nicht wirklich einen. Vielleicht "Triangle", obwohl das eher ein Brain-Fuck-Movie ist.

24) Ein Horrorfilm,von dem du gerne ein Remake sehen würdest
Das kann ich auch gar nicht so genau sagen. Alte Filme leben oft durch ihren Charme und ihren Zeitgeist. Ich könnte kein Remake von "Friedhof der Kuscheltiere" vertragen, oder von "Die Vögel". Demnächst soll ja das Remake von "Tanz der Teufel kommen", also "Evil Dead". Da bin ich sehr gespannt drauf, weil der Trailer schon sehr gut aussah.

25) Schlechtester Horrorfilm.
Da kann ich mich gar nicht festlegen. Es gibt viel Mist und noch viel mehr größeren Mist. Der letzte schlimme Film war "Evidence". Ein furchtbar lächerlicher Found-Footage-Zombiefilm.

26) Dein Lieblingshorrorfilm
 Ganz einfach "Blair Witch Project". Punkt aus.



So das war's auch schon. Nette Fragen, nette Antworten. Wer an dem Tag teilhaben möchte, der darf die Fragen gerne übernehmen. Ich werde hier nun niemanden Speziellen taggen!




Bis dahin - Tschödeldö




30.10.12

[52 Games] - Humor ist, wenn man trotzdem lacht.


Rund, rund, rund. Runde 40 diese Woche. :)

#40 - Humor
- Sam & Max: Hit the Road (PC) -


Wenn es um Humor geht, dann denke ich zuerst an den LukasArts Klassiker "Sam & Max: Hit the Road". Ich hab es damals sogar auf Disketten gespielt, die ich von nem Freund bekommen hatte. Die Sprachausgabe war einfach der Hammer, auch wenn ich etwas irritiert war, dass der Hase Max die Stimme von Bart Simpson hatte.

Man braust in dem Spiel mit dem Hund Sam und dem psychopathischen Hasen Max in einem Streifenwagen durch eine skurrile Version von Amerika, auf der Suche nach einem verschwundenen Yeti. Warum? Die beiden sind Polizisten bei der Freelanc Police. Sam und Max entstammen übrigens  der Feder von Steve Purcell, der schon in den 80ern Comics mit den beiden Kollegen veröffentlichte.

Der Humor des Spiels ist auf der einen Seite schwarz wie die Nacht und auf der anderen flach wie ein Blatt Papier. Trotzdem haben mich die meisten Dialoge und Handlungen der beiden gerne mal zum Schmunzeln und auch oft zum Lachen gebracht.

Sam: "Wir haben immer noch die Bombe. Wir sollten sie irgendwo entsorgen, wo niemand verletzt wird, den wir kennen."
Max: "Ich werf sie einfach aus dem Fenster"
BOOOM!
Max: "Die Bombe hat einen Bus getroffen. Was für ein Chaos!"
Sam: "Da saß bestimmt keiner in dem Bus, den wir kennen."

Auch die skurrilen Charaktere und Schauplätze die in den Spiel vorkommen, waren zum schießen. Ich erinnere mich an den Country Sänger Conroy Bumpus, den Angestellten in der Restaurantkette "Snuckey's", das größte Riesenwollknäul der Welt, der "Mount Rushmore, Dinosaurier, Teegruben und Bungee Jumping National Park" und das Museum, wo Gemüse ausgestellt werden, die wie berühmte Persönlichkeiten aussehen.




Bis dahin - Tschödeldö




28.10.12

Anime•Peteback: Children Who Chase Lost Voices


Es ist auch schon wieder etwas Zeit vergangen, seitdem ich das letzte Mal über einen Anime geschrieben habe. Deswegen wollen wir das diese Woche mal wieder nachholen und das auch gleich im Rahmen unseres geliebten Filmprojekts!
Legen wir los, mit;

Children Who Chase Lost Voices


"Children Who Chase Lost Voices" ist eine Anime-Film aus dem Jahr 2011, von Regisseur Makoto Shinkai. Der Film erschien in Deutschland allerdings erst im Juli diesen Jahres.


Trailer
(leider nur japanische Vertonung)


Fakten
Originaltitel: Hoshi o Ou Kodomo (星を追う子ども)
(dt. Kinder, die die Sterne jagen)
Deutscher Titel: Children Who Chase Lost Voices
(dt. Kinder, die verlorene Stimmen jagen)
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2011 (2012 in Deutschland)
Länge: ca. 116 Minuten
Regie: Makoto Shinkai
Drehbuch: Makoto Shinkai
Produktion: CoMix Wave Inc.
Studio: CoMix Wave Studios
Musik: Tenmon


Hauptperson des Abenteuers ist die junge Asuna Watase, die in einer ländlichen Gegend irgendwo in Japan lebt. Sie ist eine strebsame Schülerin, was ihr von ihren Klassenkameraden nicht immer Sympathien einbringt. Nach der Schule muss sie auch öfter allein den Haushalt schmeißen, da ihre Mutter oft den ganzen Tag arbeiten muss. Nach getaner Hausarbeit, oder auch direkt nach der Schule, geht sie zu ihrem Lieblingsplatz. Ein Berg hinter einer Eisenbahnbrücke, wo man von einem großen Felsen aus auf die Stadt und das umliegende Land schauen kann. Dort wartet auch ihre tierische Freundin Mimi, ein katzenartiges Wesen.  Dort hat sie sich eine kleine Höhle gemütlich eingerichtet. Dort steht auch ihr Amateurradio. Ein kleines selbstgebautes Radio, welches durch einen leuchtend-blauen Stein betrieben wird, den sie einst von ihrem verstorbenen Vater bekommen hat. Eines Tages empfängt sich mit diesem Radio merkwürdige Musik und merkwürdige Ereignisse nehmen ihren Laufen. Ein neuer Lehrer, Ryuji Marisaki, kommt an die Schule und in der Schule wird von einem großen Wesen gewarnt, dass sich in der Gegend rumtreiben soll. Auf dem Weg zu ihrem Lieblingsplatz, begegnet Asuna diesem Wesen, welches sie ohne Grund angreift. Zum Glück kommt ihr ein mysteriöser Junge zur Hilfe, dessen Kräfte auch nicht von dieser Welt stammen können, der das Monstrum dann tötet. Diese Begegnung ist der Auftakt für ein mystisches, fantastisches Abenteuer.


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Makoto Shinkai schafft es doch immer wieder, mich mit seinen Filmen zu erstaunen. Schon seit "Voices of a Distant Star" war ich immer von der Bildgewalt seiner Filme beeindruckt und die Gefühlsnähe - bzw. dichte hat mich immer sehr mitgenommen. Ich konnte den nächsten Geniestreich kaum erwarten.

Nachdem er sich mit "The Place Promisted In Our Early Days" und "5 Centimeters Per Second" nur auf dem Terrain des Alltagslebens, bzw. leichten Si-Fi-Anteilen bewegt hat, schlägt er nun eine neue Richtung ein, ins Fantasy-Genre.

Der Film präsentiert schon in der ersten Minute die bekannten Landschaftsbilder und begeistert durch wunderbare Darstellung von Flora, Fauna, Städte, Wasser und vor allem dem eindrucksvollen Himmel. Selten sahen Wolken schöner aus. Ein abwechslungsreiches Farbenspiel wird einem geboten, wobei man aber merkt, dass es vor allem die Abenddämmerung Shinkai angetan hat, denn in keinem Anime wird besser mit dem Licht gearbeitet. Alles untermalt mit einem mitschwingenden Soundtrack, der die Atmosphäre noch besser unterstreicht. Der Film erinnert dabei stark an einige Werke des Großmeisters Hayao Miyazaki, vor allem was die Story angeht. Es ist unlängst bekannt, dass Miyazaki das "Naturthema" in seinen Filmen immer sehr am Herzen liegt und so ist es auch bei "Children Who Chase Lost Voices". Der Film thematisiert die Ausbreitung der Mensche, die Verdrängung der Natur, die Verschmutzung der Umwelt und das Aussterben von bedrohten Arten. Alles gepaart, mit der Shinkai'schen Betonung der Gefühlswelten der einzelnen Charaktere und dessen Emotionen und vor allem ihren Zielen. Die Story um vergessene Völker, alte Götter und das Ringen zwischen Leben und Tod, Aufbau und Verfall ist immer spürbar und schafft dennoch die Balance zwischen einem wunderbaren Märchen und einem mitreißenden Drama, vor allem weil jeder tragende Charakter in diesem Film, einen schweren Verlust erlitten hat der verarbeitet werden muss. Man spart sich allen Kitsch, der mit diesen Themen verbunden sein könnte und bleibt immer auf einer Ebene, die für den Zuschauer nachvollziehbar ist, ohne zu theatralisch zu wirken.

Gerade das vergessene Land Agartha ist Shinkai wirklich ausnahmslos gut gelungen. Eine Fantasiewelt angefüllt mit Menschen, Tieren und mystischen Daseinsformen, die einem entweder friedlich gesinnt sind, oder den ungebetenen Besuchern nach dem Leben trachten. Vor allem die Wesen, die "Quetzalcoatls" genannt werden, die die Eingänge nach Agartha und das Land selbst bewachen, sind sehr interessant. Sie haben alle eine individuelle Form und treten zum Beispiel in der Erscheinung eines Hirsches, Krokodils oder Bärs auf. Natürlich nicht den Tieren entsprechend, aber man könnte das jeweilige Tier darin erkennen. Größtenteils erinnerte mich das Erscheinungsbild dieses vergessenen Landes an "Erdsee" aus Miyazakis "Die Chroniken von Erdsee" und natürlich den Romanen.





Die einzelnen Charaktere sind alle sehr liebevoll gestaltet und der Zuschauer entdeckt Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Eigenheiten und auch Ecken und Kanten, die einem nicht gefallen werden. Dabei hat man im Großen und Ganzen nur drei Charaktere, mit denen man unterwegs ist. Dabei natürlich die Hauptprotagonistin Asuna, die eher aus Zufall nach Agartha kommt und Shun, den jungen der sie vor dem Monstrum rettete, wiederbeleben möchte. Ein ähnliches Ziel hat Herr Morisaki, der das vergessene Land aufsucht um seine verstorbene Frau wieder von den Toten auferstehen zu lassen. Er hat alte Schiften und andere Aufzeichnungen studiert und ist sogar einer Geheimorganisation beigetreten, um dieses Land zu finden und seinen größten Herzenswunsch zu erfüllen. Der dritte Charakter ist Shin, der jüngere Bruder von Shun, der in einen Zwiespalt zwischen den Menschen und seiner Welt Agartha gerät und nun zwischen eigenem Willen und Pflicht hin und her gerissen ist. Shun hat hingegen nur einen kurzen Auftritt und bringt die gesamte Geschichte mehr oder weniger ins Rollen. Er kam an die Oberfläche um einmal in seinem Leben den Sternenhimmel zu sehen, da Agartha unter der Erde liegt, was ihm am Ende das Leben kostete, weil Menschen aus Agartha nicht lange an der Oberfläche überleben können.

Die Synchronisation ist im Allgemeinen ganz gut gelungen, sodass man sich die deutsche Tonspur auf jeden Fall anhören kann. Mir hat die Originalfassung mit Untertiteln doch ein Tick besser gefallen, was vor allem auch an der Musik klingt, die im Originalton irgendwie klarer wirkt. Wir haben unter anderem auch einige bekannte Sprecher im Cast. Darunter Constantin von Jascheroff (Akito in Air Gear), Matthias Klie (James in Pokémon), Katrin Zimmermann (Murrue Ramius in Gundam Seed) und Maximiliane Häcke (Mocchi in Maid-sama).



"Jetzt wo es soweit ist, habe ich unglaubliche Angst - doch gleichzeitig empfinde ich auch Glück. Es ist so als könnte ich die Sterne mit Händen greifen..."   -Shun



Fazit.
"Children Who Chase Lost Voices" ist wieder ein bildgewaltiges Werk geworden und kann wieder immer durch Detailverliebtheit und tolle Charaktere begeistern. Der Fantasystil der Story ist gut ausgearbeitet und ist stehts spannend und kann den Zuschauer mühelos fesseln. Makoto Shinkai hat damit wieder mal sein Talent als Regisseur und Drehbuchautor bewiesen. Wer ein fantasievolles Märchen um eine andere Welt, die Grenzen zwischen Leben und Tod und ein fesselndes Abenteuer sehen möchte, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen!






Bis dahin - Tschödeldö






P.S.: Wie immer gibt es auch eine Rezension auf dem Blog von der Erdbeerkriegerin. Schaut also mal vorbei! :)

Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Children_Who_Chase_Lost_Voices
             http://www.filmstarts.de/kritiken/197258.html
Bilder:  http://animescenes.files.wordpress.com/2011/12/children-who-chase-lost-voices-from-deep-below-bss-bd-100918.jpg

             http://www.uriks.no/film-fra-sor-children-who-chase-lost-voices-from-deep-below/
             http://www.ibloganime.com/2011/12/movie-hoshi-wo-ou-kodomo-children-who.html
             http://www.theepochtimes.com/n2/arts-entertainment/movie-review-children-who-chase-lost-voices-from-deep-below-201955.html
             http://myau-club.blogspot.de/2011/10/comic-fiesta-2011-special-screening.html

25.10.12

Serien•Peteback: Lukas - Oder; In memoriam Dirk Back


Dieser Eintrag ist sowohl eine kleine Review, als auch ein kleiner Nachruf für Dirk Bach - Gott hab ihn selig.

Wenn man über Dirk Bach spricht, dann wird oft seine Moderatorenrolle an der Seite von Sonja Zietlow bei "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" Wenn man auf seine Karriere zurückblickt, sollte man besseres von ihm halten. Gut, ich habe die Sendung gerade wegen ihm gesehen, weil mir der bissige Humor der zwei Ulknudeln gefallen hat. Dirk Bach ist in allen Fällen sehr wandelbar. Als Schauspieler am Theater, als Moderator verschiedener Sendungen und auch als Schauspieler in Fernsehserien, als Sprecher von Hörbüchern, als Alleinunterhalter und natürlich in seiner Arbeit für die homosexuelle Bewegung in Deutschland. 

Meine Beziehung zu Dirk Bach geht zurück auf meine Kindheit, wo ich auf SuperRTL die "Dirk Bach Show" gesehen habe, die schon damals einen speziellen Humor hatte, welchen ich mit meinem kindlichen Gemüt natürlich nicht vollends aufnehmen konnte. Besser war da schon "Lukas", eine Sitcom im ZDF die Mitte der 90er bis Anfang 2000 lief. Die Serie habe ich liebend gerne zusammen mit meiner Mutter geschaut, weil wir beide große Fans von ihm und der Serie waren und es immernoch sind. Auch durfte ich ihn mal in "Der Glöckner von Notre Dame" im Theater erleben. Großartig! Auch seine Auftritt als "Urmel aus dem Eis", in der gleichnamigen Comedy-Umsetzung war wirklich klasse und seine Zusammenarbeit in "Hella & Dirk" mit Hella von Sinnen einfach göttlich. Genauso bleibt er mir, als Hörbuchsprecher der ersten Werke von Walter Moers, in guter Erinnerung. So traf mich sein Tod gleichermaßen schwer, wie die Todesnachricht von Loriot. Natürlich kann man die beiden nicht vergleichen, mit dem was sie geschafft haben. Doch, war Loriot genau wie Dirk Bach auch Teil meiner Kindheit, nur mit dem Unterschied, dass ich die Zeit mit Loriots Werken mehr mit meinem Vater verbinde und Dirk Bach eher mit meiner Mutter. Ich bin schon recht fernsehorientiert aufgewachsen, fällt mir auf...

So hoffe ich, mit der folgenden, kleinen Review ein paar Leute auf eines seiner Werke aufmerksam zu machen. Ruhe in Frieden, du wirst mir fehlen Dirk!


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So fahren wir nun fort mit der Review zu;

Lukas
von l. nach r.: Ludwig Lenz, Lisa Lenz (hinten), Lukas Lenz (hinten), Coco Weber.

Fakten
Titel: Lukas
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 1996-2001
Folgenlänge: ca. 25 Minuten
Episodenanzahl: 64 in 5 Staffeln
Genre: Sitcom
Regie: Richard Huber (u.a. Kreuzer kommt)

Protagonist der Serie ist der Berufsschauspieler Lukas Lenz, welcher zusammen mit seinem Vater Ludwig und seiner Tochter Lisa eine Altbauwohnung im Kölner Stadtteil "Köln-Nippes" bewohnt. Der Drei-Generationen-Haushalt bietet allerlei Zündstoff für skurrile Situationen und somit auch Situationskomik und Wortwitz. Die Serie wurde vor Publikum als Bühnenaufzeichnung gedreht.


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Deutsche Sitcoms sind ja in den meisten Fällen immer so eine Sache. Es gibt ein paar Gute, aber auch viele Mittelmäßige bis Schlechte. Was die Serie "Lukas" angeht, kann ich allerdings nur sagen; Die Serie zergeht einem auf der Zunge.

Eine Sitcom lebt natürlich viel von den auftretenden Personen und deshalb werde ich diese auch kurz skizzieren;

Lukas Lenz: gespielt von Dirk Bach, ist Namensgeber der Sendung und auch der Dreh und Angelpunkt. Er ist klein, übergewichtig  und single und verdient seine Brötchen als Berufsschauspieler. Er ist eine lokale Fernsehgröße, weil er "Flora die fliederfarbene Fledermaus", in der gleichnamigen Kinderserie am Nachmittag gibt. Er ist außerdem verwitmet und muss daher für seine Tochter Lisa, Vater und Mutter sein. Dort gerät er immer wieder in kleinere Konflikte, da er selber noch sehr verspielt ist und noch nicht ganz erwachsen geworden scheint. Er hat dabei ein großes Bedürfnis nach Ordnung, Harmonie und Toleranz und er will es möglichst jedem recht haben. Dabei lässt er aber nie ein Fettnäpfchen aus. Auch ist er in vielerlei sehr inkonsquent und es fehlt ihm an Durchsetzungsvermögen.

Lisa Lenz; gespielt von Maria de Braganca und später aber der vierten Staffel von Charlotte Bohning, ist Lukas Tochter. Sie ist Lukas gutes Gewissen, in vielerlei Hinsicht. So ist sie, die ihn oft in peinliche Situationen bringt. So prouziert er sich in einer Folge vor ihrem Sportlehrer, nimmt an einer Kampagne für Ausländerintegration teil und trägt Kopftuch, oder muss sich als Frau verkleiden um ein Auto zu gewinnen, da seine Tochte, die eigentliche Gewinnerin zu jung ist. Sie ist ein ziemlicher Freigeist und ist überzeugte Vegetarierin, Frauenrechtlerin, Ökoaktivistin, Integrationsbeauftragte der Schule und schreibt für die Schülerzeitung.

Ludwig Lenz; gespielt von Hansjoachim Krietsch, ist Lukas Vater. Er ist pansionierter Buchhalter und lebt seit der Scheidung von seiner Frau und Lukas Mutter  bei seinem Sohn in Köln-Nippes. Er ist organisiert, ordentlich, pedantisch und durch und durch ein Mann der alten Schule. So übernimmt er den meisten Teil der Hausarbeit und versucht diesen auch bürokratisch zu organisieren. So führt er handfeste Sparmaßnahmen ein, oder stellt die Ernährung der Familie um. Dennoch ist er recht resolut und spielt gerne mit der Doppelmoral. Er ist der Charakter, mit dem Lukas am meisten aneinandergerät, was aber in den meisten Fällen gut ausgeht. Er tut oft enttäuscht und beschämt, wenn es im seinen Sohn geht, aber steht ihm in schweren Zeiten immer zur Seite. Was sich liebt, das neckt sich halt.

Cornelia "Coco" Weber; gespielt von Katja Bellinghausen, ist Lukas beste Freundin seit Kindertagen. Obwohl sie woanders wohnt, ist sie feste Bestandteil des Haushalts, der Familie und natürlich der Serie. Dennoch besitzt sie keinen eigenen Hausschlüssel. Coco ist Berufsfotografin und verdient sich sonst auch anderweitig in der Kunstbranche. Sie ist außerdem bekennende Lesbe, schon seit ihrer Teenagerzeit und ist überzeugte Frauenrechtlerin und Feministin. Sie steckt voller Kreativität, Fantasie und steht allem Neuen sehr offen gegenüber. Sie ist Lukas zweite Hälfte und steht im immer zur Seite und hat vorallem einen schwarzen, bissigen Humor.

Frau Hamacher; gespielt von Ulrike Hamacher gespielt und ist der Running Gag der Serie. Sie ist eine ältere Dame, die ein Stockwerk über Familie Lenz wohnt und oft im Treppenhaus angetroffen wird, meist wenn sie einen Bierkasten runter- oder hinaufträgt. Dabei ist sie anscheinend immer alkoholisiert. Auf jeden Konversationsversuch entgegnet sie ein kurzes "Morjen!" und geht wieder ihres Weges.

Damit hätten wir auch schon die wichtigsten Charaktere beisammen. Es gibt auch noch andere Charaktere, die öfter mal wieder vorkommen, das sind zum einen  Cocos Assistentin Greta, Lisas späterer Freund der "Keile" genannt wird, oder die Hausärztin der Familie. Auch verschiedene Schauspieler und heute Comedians hatten in der Serie ihre kleinen Gastauftritte.

Nun gut, mit dieser Aussage lehne ich mich vielleicht ein wenig zu weit aus dem Fenster, denn die Serie ist natürlich wie alle Sitcoms eher humorbedingt. Der Humor von "Lukas" ist im keinem Fall tiefgründig und auf jeden Fall flach. Die Serie lebt durch die Situationskomik des Drei-Generationen-Haushalts und spart nicht an gewitzen Wortspielen und feinsinnigen Dialogen. Standart ist dabei natürlich den anderen möglichst geschickt auf den Arm zunehmen und sich selber gleich mit hochzuhiefen. In der Familie nimmt sich wirklich keiner ernst, auch wenn sie es manchmal gerne möchten. Die Themen jeder Folge sind abwechslungsreich und gleichen sich nur in ein paar Zügen. Themen sind unter anderem; Erziehung, Pubertät, Akoholkonsum, Köln, Genreationenkonflikte, Tod, Liebe und Sex, Ausländerintegration, politisches Engagement, Tierversuche oder Homosexualität. Serientypisch werden also Alltagsthemen behandelt, mit denen man sich in irgendeiner Weise immer identifizieren kann, egal ob jung oder alt. Das alles spielt sich größtenteils in der Wohnung der dreiköpfigen Familie ab.

Ich kann diese Serie jedem Fan von Dirk Bach wirklich ans Herz legen. Sie ist durch und durch witzig, wenn man auf Wortgefechte und eher flacheren Humor steht, ist gut geschauspielert und wird eigentlich nie langweilig. Schade nur, das bisher nur drei Staffeln veröffentlicht wurden und die sind auch im Handel nicht mehr erhältlich. Ich hoffe, dass zu Ehren dieses tollen Schauspielers und Komikers die Serie noch einmal eine ordentliche DVD-Portierung erhält, oder wenigstens in die ZDF-Mediathek aufgenommen wird. Zweiteres wäre eigentlich noch am besten. Wer mal einen Eindruck von der Serie haben möchte, der kann natürlich auf Youtube suchen, denn dort wurden ein paar Folgen von Usern veröffentlich. Schaut doch einfach mal rein. :)




Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Lukas_%28Fernsehserie%29
             http://www.fernsehserien.de/lukas
Bilder: http://www.tvtoday.de/tv_aktuell/tv-news/zum-tod-von-dirk-bach-zdf-und-rtl-aendern-programm-fuer-dirk-bach,5092427,ApplicationArticle.html
            http://www.shz.de/nachrichten/home/bildergalerie/bildergalerie/907/newsgalerie/2605604.html

23.10.12

[52 Games] - Des Lötsels Räsung


Rätsel. Ich liebe Rätsel. Rätsel sind toll, aber auch gerne mal sehr frustrierend...


#39 - Rätsel
- Assassin's Creed II (PS3) -


Wenn es um Rätsel geht, dann erinnere ich mich natürlich gerne an die verschiedenen Point & Click Adventures zurück, die ich gespielt habe. Vornehmlich natürlich die von Lukas Arts, wo man auch gerne mal im die Ecke denken musste. Vorallem bei Monkey Island...

Was mich aber auch begeistert, sind Verschwörungstheorien, der Mystriöse und das Geheimnisvolle. "Assassin's Creed II" hat das ganze zusammengeführt. Denn nicht nur die Hauptstory war mit Verschwörungen und Geheimnissen gespickt, sondern auch die Sidequests. Und damit meine ich die von allen geliebten oder auch gehassten Glyphen.

Mit freundlicher Unterstützng von http://assassinscreed.wikia.com/wiki/Glyphs

Die Glyphen sind ab einem bestimmten Punkt im Spiel in den Städten verteilt. Sie wurden von einer ominösen Person mit der Bezeichnung "Subjekt 16" in die Erinnerungen einprogrammiert. Diese Glyphen müssen von Ezio bzw. Desmond dechiffriert werden. Die erste Glyphe ist noch in die Story verwoben, während man die folgenen optional verfolgen kann. Mich hat schon die erste Glyphe gefesselt, weil jede Glyphe ein kleiner Teil eines Videos freigeschaltet hat, das "Die Wahrheit" genannt wird. Das Dechiffrieren der einzelnen Glyphen war keine leichte Aufgabe, denn die Dinger waren mit verschiedenen Rätseln sehr gut verschlüsselt. So musste man Ringrätsel lösen, wo ein Rundes Bild in verschiedene Ringe unterteilt wurde, die man unabhängig oder auch abhängig von einander bewegen konnte. Auch gab es Bilder wo man Templersymbole suchen musste. Man musste Gemälde oder Erfindungen einem bestimmten Oberthema zuordnen, Sprachaufzeichnungen zusammensetzen, Schachpartien gewinnen, oder Zahlenrätsel lösen. Das Ganze ging dann auch schon auf die Gehirnzellen, denn die Rätsel hatten es schon sehr oft in sich. Man hätte es auch einfacher haben können, aber Komplettlösungen benutzen ist für Noobs.
Die ganzen Verschwörungstheorien um Mahatma Gandhi, Henry Ford, Nikola Tesla, Adolf Hitler oder Thomas Edison, haben meine Neugier auf die folgenden Glyphen weiter angefacht.

Ich erinnere mich dabei gerne an einen Abend, wo ich zwei Freunde zu Besuch hatte und die wollten unbedingt mal "Assassins's Creed II" sehen. Und spaßeshalber hab ich ihnen mal die Glyphen gezeigt. Danach saßen wir ganze drei Stunden zusammen und haben uns durch die kryptiscen Bildchen  gearbeitet, bis wir alle "Lötsel geräst" haben. Ein kleiner Wortdreher meines Kumpels. 





Bis dahin - Tschödeldö





Peteback's Alternate Art #24



#24


Ich muss mich entschuldigen, dass die letzten zwei Wochen dieser Rubrik bezüglich nichts gekommen ist. Ich habe es ganz einfach vergessen. Irgendwie doch sehr inkosequent, dass ich selber diese wöchentliche Rubrik ins Leben gerufen und komme dem dann einfach nicht nach. Schlimm...

Dennoch soll es diese Woche wieder weitergehen und deshalb habe ich etwas zum Thema Halloween rausgesucht, da dieser wunderbare Tag des Schreckens ja schon vor der Tür steht. Viel mehr als Grusel und Süßigkeiten interessieren mich aber die Kürbisschnitzerein, da kommt wieder der Künstler in mir hervor. Und wenn man dann noch etwas darin verewigen kann (Naja Ewig, die Dinger halten ne Woche und dann matschen sie zusammen...), was man in der Kindheit gerne mochte, dann ist es doppelt gut. Vorallem, wenn es noch Pokémon sind! :)





Bis dahin - Tschödeldö




21.10.12

Film•Peteback: Lucky Number Slevin


Es wird keine Müdigkeit vorgeschützt und so geht es auch diesen Sonntag knallhart weiter im Filmprojekt von den Zweibeiden, Petey & Strawberry.

Heute wird es kurios mit;
Lucky Number Slevin


"Lucky Number Slevin" oder alternativ auch "Lucky Number S7evin" oder "Lucky # Slevin" genant, ist eine US-amerikanische Thriller/Action-Komödie aus dem Jahr 2006, von Regiesseur Paul McGuigan.


Trailer


Fakten
Originaltitel: Lucky # Slevin
Deutscher Titel: Lucky Number Slevin
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 110 Minuten
Regie: Paul McGuigan
Drehbuch: Jason Smilovic
Produktion: u.a. Chris Roberts
Musik: Joshua Ralph


Manchmal kommt es ganz dicke und weiß selber eigentlich gar nicht so genau wieso. So trifft es auch unseren sympathischen Hauptcharakter Slevin (Josh Hartnett) ganz hart. Nicht nur, dass er seinen Job verliert, nein er erwischt seine Freundin auch noch mit einem anderen im Bett. Da heißt es erstmal Tappetenwechsel und die ganze Sache erstmal sacken lassen! Er packt seine Sachen und will ne Weile bei seinem Kumpel Nick unterkommen. Auf dem Weg dorthin wird allerdings auch noch zünftig ausgeraubt. Wenigstens hat er noch versucht dem Räuber mit seinem Nase die Faust zu brechen. Wenigstens macht er bei der Wohnung seines Freundes, die Bekanntschaft der attraktiven und spitzfindigen Gerichtsmedizinerin Lindsay (Lucy Liu), die Slevin auch gleichmal überrascht, als er nur mit einem Handtuch bekleidet ist. Mit dem Gedanken, das der Tag eigentlich nicht mehr schlimmer werden kann, öffnet er auf das Türklingeln die Selbige und sieht sich zwei Mafiösen Schlägertypen gegenüber, die ihn gleich mal von der Stelle weg mitnehmen. Immernoch im Handtuch.
Die beiden Typen schaffen ihn zum Boss (Morgan Freeman), anscheinend eine lokale Gangstergröße. Nick hat anscheinend Spielschulen und da Slevin diese auch nicht begleichen kann, zwingt ihn der Boss einen Auftrag zu erledigen. Er soll den Sohn des Rabbis (Ben Kingsley) umlegen. Der Rabbi ist auch eine lokale Gangstergröße und residiert im Hochaus gegenüber. Slevin muss einwilligen. Gerade aus der Hochburg des Gangstertums entkommen, klopfen zwei weitere Schlängertypen an seine Tür, die ihn gleich zum Rabbi schaffen. Anscheinnd hat Nick auch hier Spielschulden und dann fällt Slevin auch noch dem Cop Brikowski (Stanley Tucci) in die Hände, der mit Hilfe von Selvin die Gangsterbosse hochnehmen will. Kann man eigentlich noch mehr zwischen den Stühlen stehen? Und was hat es mit dem mysteriösen Mr. Goodkat (Bruce Willis) auf sich? Und vorallem, wie will Slevin da wieder auskommen?...


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Da ist doch irgendwas im Busch. Seit den letzten drei Kritik habe ich am Anfang immer gesagt, dass man eigentlich gar nicht so viel über den Film sagen kann. Und so ist es hier irgendwie auch, aber dennoch schreibe ich dann immer viel mehr als ich will. Es ist ein Fluch...

Betrachten wir uns einfach mal die Ausgangssituation, denn daran merkt man schon, wie verquer dieser Film einfach ist. Wir haben zwei Gangsterbosse. Der eine von einer jüdischen Gruppierung und der Andere von einer Afroamerikanischen. Diese Bosse sind seit Ewigkeiten verfeindet, haben ihre "Büros" aber im jeweils gegenüberliegenden Gebäude. Dazu ein völlig Unbeteiligter, der in eine Fede zwischen den beiden gerät. Klar wird hier an alles Ecken und Enden überzogen, vorallem was Klischees des Gangsterfilm-Genres angeht. Was in anderen Filmen als Ausgangspunkt für eine knallharte, actionsreiche Story ist, ist hier das Grundgerüst für eine schon fast satirische Thrillerkomödie, wo kaum eine Kugel unverschossen und kein Auge trocken bleibt.

Was die Story angeht, macht der Film es dem gespannten Zuschauer nicht gerade leicht. Der Film lebt von seinen feinsinnigen, verschrobenen und oft obvious'haften Dialogen und knallharten Storytwists. Gerade bei Letzterem, muss der Zuschauer schon einige gehörige Portion Auffassungsgabe mitbringen, um die ganzen angeschnittenen Handlungsstränge nicht aus den Augen zu verlieren. So wird hier und da immer mal wieder ein wenig aus der Vergangenheit eingestreut, dann gehts wieder in die Gegegnwart und sogar Blicke in die Zukunft werden möglich. Der Film geht vor und zurück und dreht sich um sich selbst. Das Gute ist, dass wenn man die ersten 10-15 Minuten überstanden hat, kann man sich schon eine feste Meinung bilden, ob man den Film nun weitergucken möchte oder nicht. Wer sich dafür entscheidet;  
Glückwunsch! Sie werden einen grandiosen Film erleben! So banal, wie oft die Dialoge wirken so umfangreicher und ausgeklügelter ist das Drehbuch, welches meiner Meinung nach immernoch seines Gleichen sucht. Wer auf Zitate steht, der wird hier Block und Stift gar nicht mehr aus der Hand legen können, denn jeder Satz in den Wortwechseln ist Gold wert. Das geht von den grandiosen One Linern wie "Ich bin nicht klein, ich bin nur nicht sehr groß für meine Größe" bis zu "Das kannst du einem Einbeinigen erzählen und der hüpft damit vielleicht um die Ecke...". Mir ist sehr gut im Gedächtnis geblieben, was der Boss über den 'Schmu' erzählt. Der Wort- und Dialogwitz ist in diesem Streifen unübertroffen.

Josh Hartnett glänzt hier wirklich in einer Paraderolle. Er zeigt in diesem Film mal wirklich was er kann, wobei ich ihn für viel zu unterschätzt in der gesamten Hollywood-Welt halte. "Lucky Number Slevin" bietet ihm die Möglichkeit viele Facetten aufzubauen, was er auch mit Bravour tut. Lucy Liu ist hier in einer ganz sympathischen Rolle vertretet, mit einem Charakter den man einfach lieb haben muss und dennoch ist sie gewitzt und nicht auf den Kopf gefallen. Sie bildet alle Mal den emotionalen, wenn nicht sogar romantischen Kern des Films aus, der hier aber nicht wirklich in den Vordergrund gehoben wird. Zwei meiner Lieblingsschauspieler, Morgan Freeman und Ben Kingsley, kommen hier wirklich grandios als verschrobene, fast schon schrullige Gangsterbosse rüber. Dennoch  wirken sie auch gleichermaßen sympathisch, wie auch gefährlich. Sie haben sichtlich Spaß an ihren Rollen. Toll zu sehen ist hier auch Stanley Tucci, der meiner Meinung nach noch viel unterschätzter als Josh Hartnett ist. So viel kann man sagen, einen schlechten Film mit Stanley Tucci gibt es nicht. Schön zu sehen ist auch, dass jeder der Charaktere und sei es auch ein Nebencharakter hier seinen würdigen Auftritt bekommt und sich keiner in den Vordergrund drängt. 

Zur deutschen Synchro kann ich nur sagen, das diese wirklich gelungen ist und der Originalfassung in nichts nachsteht. Ich habe mir jedenfalls beide Versionen angeguckt und fand die deutsche sogar einen Tick besser. Aber das muss ja jeder selber wissen.


Fazit.
"Lucky Number Slevin" ist ein Film der wirklich Spaß macht. Der Film macht als Thriller alles richtig und kann durch einen grandiosen Witz überzeugen. Wer Filme nach der Art von Tarantino mag, oder Filme wie "Kiss, Kiss, Bang, Bang" oder "Brügge sehen und sterben..." mag, der wird hier vollends zufrieden sein. Ich kann diesem Film eigentlich jedem nur empfehlen. :)







Bis dahin - Tschödeldö






Und auch hier wieder die Erinnung, dass es auf dem Blog von Sailor Strawberry ebenfalls eine Kritik zu diesem Film gibt. Schaut also vorbei! :)

Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Lucky_Number_Slevin
             http://www.moviemaze.de/filme/1468/lucky-number-slevin.html
Bilder:  http://www.joblo.com/movie-posters/lucky-number-slevin
             http://www.availableimages.com/celebs/w/bruce-willis/pictures-lucky-number-slevin_pph_0.html
             http://alienationmentale.wordpress.com/2012/01/04/lucky-number-slevin-review/
             http://www.chess-in-the-cinema.de/showfilm.php?filmfile=0655.txt&pfad=0509
             http://www.cineclub.de/filmarchiv/2007/lucky-number-slevin.html

19.10.12

Boy meets Girl - When Gordon met Chell


Heute nur etwas kleines für zwischendurch!


Durch die Seite geekkeller.de und vorallem durch ihren Twitter Account, bin ich auf einen kleinen Kurzfilm gestoßen. Die Seite "Geekkeller.de" steht übrigens unter der Herrschaft des jungen, talentierten Christian "Chris" Gürnth, der vorallem durch seine Arbeit bei der Crew von Game One, ins Licht der Öffentlichkeit tritt. Wem die Seite und der Content gefällt, sollte sie unbedingt in den Feedreader klatschen. Doch genug der Werbung!

Der gezeigte Kurzfilm mit dem passenden Titel "When Gordon met Chell", behandelt eine alternative Handlung, die sich nach dem Ende von "Portal 2" ereignen könnte. In dem Kurzfilm trifft die Portal-Protagonistin Chell, nach ihrem entkommen aus dem 'Aperture Science Enrichment Center' auf Gordon Freeman, den Protagonisten der "Half-Life"-Serie. Ein kleiner Fan-Traum wird damit wahr, dass die beiden bekanntesten Charaktere des Half-Life-Universums aufeinander treffen und sich sogar die Klinke in die Hand geben.

Der Film orientiert sich mehr an einem humoristischen Ansatz und beleuchtet Gorden Freeman nicht so ernst, wie im ebenfalls vor kurzem erschienen Kurzfilm "Half-Life: Enter the Freeman". Chell und Gorden erwehren sich nämlich ein paar hartneckiger Soldaten, die Gordon auf die Pelle rücken wollen, doch haben die beiden durch ihre hochtechnologiesierte Bewaffnung, sprich Portal Gun und Gravity Gun, einen schon fast unfairen Vorteil. 

Selbstredend, handelt es sich hier um einen Low-Budget-Film und man hat sogar an der Sprachausgabe gespart. Regie führte übrigens ein Herr namens Michael Shanks, der auch weitere kleine Filmchen mit guten Effekten auf seinem Youtube-Kanal "Timtimfed" präsentiert.

Schaut doch einfach mal rein. Viel Spaß!








Bis dahin - Tschödeldö





16.10.12

[52 Games] - Der Krieg hat mich verändert


Was soll ich sagen, das letzte Thema lag mir nicht wo so wirklich, aber ich habe mich nach bestem Gewissen da durchgemogelt. :)

#38 - Krieg
- Return Fire (PS1) -


Ich bin in den Genres, die sich mit dem Krieg beschäftigen, nicht wirklich zu Hause. Sprich, mit Shootern kann ich gar nicht so viel anfangen, bis auf einige kleine Ausnahmen. Es gibt natürlich auch Spiele aus anderen Genres, die die Thematik des Kriege verwenden, z.B. für den Handlungshintergrund.

Ich greife daher wieder auf einen kleinen Kniff zurück und gedenke an mein erstes Spiel, dass sich mit dem "Krieg" beschäftigt. Dazu muss man sagen, dass sich meine Eltern nie groß darum gekümmert haben, was ich spiele. Allerdings haben sie in Bezug auf Kriegsspiele immer ein offenes Auge habt, ich frag mich eigentlich warum...

Jedenfalls war mein erstes Kriegsspiel "Return Fire" für die PlayStation, welches ich mir nicht selber gekauft habe, sondern von dem damaligen Freund meiner Schwester geschenkt bekommen habe. Meine Eltern waren nicht besonders begeistert von dem Spiel, aber sie sind dann doch zu dem Schluss gekommen, dass ich wohl alt genug sei, um eine gesunde Distanz zwischen Realtität und Spiel zu erkennen. Im Endeffekt war das Spiel auch gar nicht mal so schlimm, wenn nicht sogar eher putzig. Das Spielprinzip basierte auf dem Spielmodi "Capture the Flag". Man hatte ca. 20 Karten zur Auswahl auf denen man spielen konnte, wobei es immer Inseln waren. Auf der Karte waren mehrere gegnerische Basen und man musste auf der Karte eine Flagge finden und diese dann zur eigenen Basis schaffen. Das Arsenal bestand dabei aus einem Panzer, einem Heli, einem Geländewagen und einem Flakpanzer mit Raketenwerfer zur Flugabwehr. So musste man die gegnerischen Basen klein machen, sämmliche Soldaten darin auslöschen (Die hinterließen dann sie einen winzigen Blutfleck auf dem Boden) und die Flagge mit dem Geländewagen einkassieren und verschwinden. Mit jedem Level stieg auch der Schwierigkeitsgrad, was allerdings auch nur an der Rüstung der Gegner lag. Man musst dabei auch ein wenig taktisch denken. Basen umgehen, Geschütztürme ausschalten, mit dem Geländewagen durchrushen und nicht immer ist in der am besten geschützten Basis die Flagge. Auch musste man auf Benzin-, Schadens- und Munitionsanzeigen achten. Außerdem gabs nen spaßigen Multiplayer. Hier übrigens eine Eindruck [link], wie das ganze aussah.





Bis dahin - Tschödeldö




14.10.12

Film•Peteback: Cashback


Diese Woche noch alleine schreiben, nächste Woche wieder mit Filmprojekt!
Also, schauen wir diese Woche;

Cashback


"Cashback" ist eine britische Liebeskomödie aus dem Jahr 2006, von Regisseur Sean Ellis. Das Drehbuch wurde schon zwei Jahre zuvor als Kurzfilm vom selben Regisseur verarbeitet, mit den selben Crewmitglieden und dem selben Cast.


Trailer


Fakten
Originaltitel: Cashback
Deutscher Titel: Cashback
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Sean Ellis
Drehbuch: Sean Ellis
Produktion: Lene Bauseger, Sean Ellis


Ben Willis (Sean Biggerstaff) ist Student an einer Kunstakademie und hat sich gerade im Streit von seiner Freundin Suzy (Michelle Ryan) trennt. Er kann dies aber nur sehr schlecht verkraften und fällt er in ein tiefes Loch, aus dem es sich einfach nicht selbst befreien kann. Da kann auch sein bester Freund, der leicht triebgesteuerte Sean, nicht weiter helfen. Ben leidet seit der Trennung unter permanenter Schlaflosigkeit. Das bedeutet aus seiner rationalen Sicht, dass er acht Stunden mehr Zeit am Tag hat, aber wie soll man die am besten nutzen? Zumal er sich auch noch in einer künstlerischen Schaffenskrise befindet. Das bringt ihn auf die Idee, die Nachtschicht in einem Supermarkt anzunehmen. Er hat was zu tun und kann somit noch Geld verdienen. Die perfekte Lösung. Der Student ist natürlich total überqualifiziert, wird aber mit offenen Armen von seinem nicht wenig selbstverliebten Chef Jenkins (Stuart Goodwin) aufgenommen.  Seine Arbeitskollegen Matt (Michael Lambourne) und Barry (Machael Dixon) vertreiben sich die Arbeitszeit gerne mit kindischen Spielen und den schrägsten Aktionen und die Kassiererin Sharon (Emilia Fox), für die Ben sich bald näher interessiert, versucht die Zeit zu ignorieren. Ben schlägt die Zeit mit seiner ganz eigenen Methode tot: Er hält die Zeit einfach an, Kraft seiner Gedanken. Ja das geht wirklich! Nur er kann sich in der eingefrorenen Zeit bewegen und macht sich den Umstand auch gleich zum Vorteil, in dem er Kundinnen entkleidet und zeichnet. So findet er auch zu seiner künstlerischen Ader zurück. In dieser, seiner eigenen Welt, sinniert der Künstler über die Schönheit des weiblichen Körpers, seine frühen Erfahrungen mit Frauen und auch über die Auffassung und Bedeutung von Liebe, womit er seine Trennung kompensiert.



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Filme zu schauen, die immer ein bisschen anders sind, sind immer eine willkommene Abwechslungs, zu den üblichen 5-Sterne-Filmen die einem so vor die Füße fallen. "Cashback" ist einer dieser Filme, die es ein bisschen anders machen und arbeitet da auf einer sehr speziellen Ebene.

"Cashback" ist ein Film der viel Stimmung aufbaut und auch ausdrückt. Teils sinnlich-romantisch-witzig wie "Garden State" und auf der anderen Seite surreal und fantasievoll wie "Donnie Darko". Das Genre des Films ist gar nicht so leicht festzustellen, da der Film von vielen Einflüssen profitiert. Vornean natürlich Romanze, dann Anflüge von Drama und Arthouse, gepaart mit komödiantischen Einlagen und einen Tick Fantasy.

Der Film ist indie, durch und durch. Erfreulicher Weise hat "Cashback" dabei aber keine Probleme und wenn man ihm doch welche nachsagen will, dann sind diese ausschließlich geschmacklicher Natur. Gerade das Setting des Films sticht heraus, denn sowohl die Schauspieler, als auch die Schauplätze wirken wie aus dem Alltag gegriffen. Sean Biggerstaff und Emilia Fox, die die Hauptfiguren geben, wirken so natürlich, harmonieren perfekt miteinandern und sind an jeder Stelle glaubhaft. Kein typischer Filmstarlook, keine überzeichneten Charaktere, keine ausgefallenen Schauplätze, sozusagen der Otto-Normal-Film schlechthin. Die britische Ader des Films zeigt sich in jeder Szene, im Sinne der Natürlichkeit des Auftretens und des Aussehens. Emilia Fox in der Tolle von Sharon, ist keine Schönheit nach Hollywood-Maßstäben, sondern ist schön in der Natürlichkeit der normalen Frau von Nebenan.. Das fördert natürlich die Identifikation mit den Charakteren, sei es nun Haupt- oder Nebendarsteller, denn in dem Film ist einer so gut ausgearbeitet, wie der andere.

Ein wichtiger Punkt bei dem Film ist der Humor. Der ist nämlich weder aufdringlich, noch zu flach. Kein einfacher Slapstick, auch wenn manche Szenen dazu einladen würden. Wer die großen Lacher erwartet, der wird hier enttäuscht werden. Alle mal laden die Szenen zum Schmunzeln und zum Dauergrinsen ein, denn Ben, der die Story teils erzählt, bringt die Pointen zu seiner Vergangenheit mit Stil und dem richtigen Timing. Auch die Charaktere die alle sehr spezielle Anwandlungen haben, sind Grinsen wert. So haben wir die beiden Kollegen von Ben, Matt und Barry, die hier die Spaßvögel von Dienst geben und für den Hau-Drauf-Humor sorgen und dann natürlich der Filialleiter Jenkins, der so schmierig, gelackt und selbstverliebt ist, dass sogar Parallelen zu Stromberg auffallen. Immer wieder erwartet man die Abschnitte, wo Ben wieder mal die Zeit anhälte und die Frauen im Supermarkt entkleidet und sich ganz seiner kreativen Ader hingibt. Hier sinnt er über Liebe, Beziehung, Frauen und menschliches Zusammenleben nach und gibt auch einschlägige Geschichten aus seiner Kindheit preis. Interessant dabei ist die Tatsache, dass alle Statisten in den Szenen wirklich still stehen und das die ganze Zeit. So kann man hier und dort auch mal ein kleines Wackeln der still stehenden Frauen und Männer erkennnen. Technisch glanzvoll ist hingegen eine Szene im späteren Verlauf, wo fallender Schnee angehalten wird. Einfach ein Bild für die Götter!

Von Schauspiel her, gibt es bei keinem der Darsteller etwas zu meckern. Allein die Charakterzeichnug von Ben wirft ein paar Fragen auf. Der Film beginnt schon nicht sehr rosig, denn er wird von seiner Freundin verlassen und ist danach natürlich nicht so super drauf. Er wirkt sogar schon sehr depressiv. Man kann ihm den Sachverhalt nicht so ganz abnehmen. Er ist zwar Künstler und daher schon sensibel und ästhetisch, aber die Trauer wirkt furchtbar überzogen und aufgesetzt. Zumal er während seines Minuten in der zeitleeren Zone einfach Frauen auszieht, nimmt man ihm die Opferrolle in der Hinsicht nicht so leicht hab. Aber gut, dass ist immer eine subjektive Auffassung, denn dieser Umstand stört auch nicht wirklich.


Fazit.
"Cashback" ist ein sympathischer Film über Liebe, Mann und Frau und das Zusammenleben von uns Menschen. Die Schauspieler sind überzeugend, der Humor treffend und anspruchsvoll und die Charaktere einfach nur liebevoll gezeichnet. Außerdem schafft es der Film über die gut 100 Minuten Laufzeit durchweg gut zu unterhalten. Nicht unbedingt ein Abendfüllender Film, aber eine wunderbare Abwechslung für zwischendurch.





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Cashback_%282006%29
             http://www.kino-zeit.de/dvd/cashback
Bilder:  http://www.mannbeisstfilm.de/kritik/Sean-Ellis/Cashback/2369.html
             http://outnow.ch/Movies/2006/Cashback/Bilder/movie.fs/02

11.10.12

Game•Peteback: From Dust

Es ist schon wieder ne ganze Weile her, dass ich mal etwas ausführlicher über ein Spiel geschrieben habe. Nicht, dass ich nicht genug Spiele gespielt hätte, die es wert gewesen wären darüber zu schreiben. Nein, ich war einfach nur faul.
Aber dafür komm ich nun zurück, nicht mit einem Geheimtipp, aber doch schon einer netten Empfehlung. :)

Heute sabbel ich über;
From Dust


"From Dust" ist ein ein sogenanntes 'God Game' bzw. Sandbox Game welches von Eric Chaho erdacht, designed und von Ubisoft Montpellier entwickelt und gepublished wurde. Das Spiel erschien 2011 für verschiedene Plattformen und Systeme.


Trailer


Titel: From Dust
Deutscher Tital: From Dust
Entwickler: Ubisoft Montpellier
Publisher: Ubisoft
Disgner/Idee: Eric Chahi
Plattformen: Windows, Xbox 360°, 
   PlayStation 3, Google Chrome
Gespielt: PS3 Version
Erschienen: September 2011
Altersbeschränkung: USK 12
Preis: Amazon -14.95€, Steam - 14.99€


Eins ist von vornherein klar. "From Dust" spart sich eine große, epische Story und zeigt uns lieber einige Eindrücke der Umwelt, während ein Sprecher in einer fremden, altertümlich-wirkenden Sprache, die wirkt wie die Sprache von eingeborenen Stämmen, kryptisch die Ausgangssituation darlegt. Es werden einige Menschen gezeigt, offenbar ein Stamm von Ureinwohnern die auf einem kargen Land zusammengekommen sind. Der Himmel ist dunkel und mit Wolken verhangen, das Meer peitscht an die Küstenlinie der kleinen Felseninsel. "Hier stehen wir, wie am ersten Tag...". Ein zentraler Satz der die Ausgangsituation beschreibt, denn es sieht wirklich alles so aus, als ob Gott gerade das Nötigste auf der Welt geschaffen hat. Der Stamm scheint keinerlei Erinnerungen zu haben und ist in einem neuen Land angekommen, es wird aber gesagt, dass es 'Die Alten' gab, was auf ein anderes Volk hindeutet. Es scheint sich auch um ein sehr naturverbundenes Volk zu handeln, denn sie Rufen zuerst eine Art Naturgeist oder Gott zu sich, um mit dem Land zu kommunizieren. Dieser wird 'Odem' genannt. Hier kommt der Spieler ins Spiel, denn er übernimmt die Rolle dieses Naturgeistes, der als kugelartige Erscheinung dargestellt wird. Ihm ist es möglich die Beschaffenheit des Landes zu verändern, um so den Stamm in neue Gebiete zu verhelfen.



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Wir leben in Zeiten, in denen man als Spieler schonmal über den Tellerrand der Ranglisten-Games schauen muss, um einige Perlen zu entdecken, die mit einigermaßen neuen Elementen, Spielmechaniken und Gimmicks aufwarten können. Sei es "Portal", "Super Meatboy", "Bastion", oder "I am Alive".

Schön zu sehen, dass man über den Tellerrand blickt und dann das Gesicht von Eric Chahi sieht. Ein Spiel von ihm muss Rang und Format haben, denn er ging mit seinem Action-Adventure "Another World" in die Computerspielgeschichte ein und ebnete den Weg für Meilensteine wie "Tomb Raider" und "MDK". Auch auf dem Gebiet der Software und der Technologie ist der Franzose kein unbeschriebenes Blatt, denn er entwickelte eine Methode um Animationen flüssig ablaufen zu lassen und den Speicherbedarf dennoch gering zu halten.

"From Dust" ist ein sein neustes Werk und er erweckt damit das Genre des 'God Game' wirder zu neuem Leben. Begründer dieses Genres war die Entwicklergröße Peter Molyneux, der mit "Populous" die erste Göttersimulation schuf. Darauf basierend entwickeltere er auch die "Black & White"-Teile in denen man als auch als Gott seine Hand über ein Volk hält und es durch die Welt geleitet. Dieses Genre ist in den letzen Jahren ein wenig eingeschlafen und wurde nur durch die Evolutionssimulation "Spore" von "Sims"-Vater Will Wright wieder ein wenig wachgerüttelt. Mit "From Dust" erleben wir hoffentlich ein Revival des Genres.

Man übernimmt in dem Spiel die Rolle eines Gottes, der von dem Stamm 'Odem' genannt wird. Man die Fähigkeit die Umgebung zu verändern, indem man Erde, Wasser oder sogar Lava aufnimmt, um sie dann woanders zu platzieren. Der Story Modus des Spiels ist dabei level-artig gehalten, sodass man immer eine Karte abschließen muss, um dann den nächsten Abschnitt freizuspielen. Das hat den Vorteil, dass man sich immer nur auf eine Karte konzentrieren muss, wirkt auf die Dauer aber ein wenig zu linear und mindert den Sandbox-Charakter des Spiels. Der Ablauf ist dabei eigentlich immer gleich;  Der Stamm kommt in ein neues Gebiet, was immer eine Insel ist und muss einen Platz für das erste Dorf finden. Auf den Inseln sind 1-4 Totems verteilt, um die herum kleine Dörfchen errichtet werden können und auch nur dort. Die Orte wo die Totems stehen sind festgelegt und können erst später im Spiel noch individuell versetzt werden. Dabei immer im Hinterkopf den Auftrag, das Land bewohnbar zu machen und es ergrünen zu lassen. Erst wenn ein Dorf errichtet wurde, ist das Land beseelt und Pflanzen breiten sich aus und Tiere erscheinen auf der Karte. Es gibt dazu auch eine Prozentanzeige, wie viel der Karte schon 'lebendig' ist. Man hat als 'Odem' die Rolle eines Schutzgottes inne und muss den Stammensmitgliedern das Leben erleichtern und ihnen helfen Abgründe zu überbrücken und sie vor Naturkatastropfen schützen. In der Ausführung ist das sehr simpel. Man nimmt Erde auf und schafft daraus z.B. eine natürliche Brücke, oder man nimmt die sie um einen Fluss umzuleiten, oder die Quelle versiegen zu lassen. Terraforming pur! Die Menschen in der Welt sind komischer Weise sehr wasserscheu. Die Katastropfen beschränken sich dabei einfach auf Flutwellen, Vulkanausbrüche und starke Regenfälle.

Hier kommen auch 'Die Alten' ins Spiel. Man erfährt nicht genau wer dieses Volk ist, aber sie haben die Totems errichtet und hinterließen Wissen und Artefakte. Die Artefakte sind essenziell wichtig füt den Fortbestand des Stammes, denn sie geben dem Spieler bestimmte Mächte oder auch Fähigkeiten. Diese Spalten sich in Fähigkeiten für den Stamm und Fähigkeiten für den 'Odem'. Beide Arten müssen auf der Karte gefunden, bzw. ausgegraben werden und müssen dann zu einem Dorf gebracht werden.  Die erste Fähigkeit für den Stamm ist der Schutz vor Wasser. Eine riesige Flutwelle türmt sich auf und das Wunder geschied - es bildet sich ein Kreis um das Dorf und das Wasser fließt turmhoch um das Dorf herum. Sehr eindrucksvoll! Andere Fähigkeiten sind der Schutz vor Lava oder Feuer. Die Fähigkeiten für den 'Odem' sind ein wenig umfangreicher., denn man kann gleichzeitig vier Fähigkeiten nutzen. Darunter z.B das Anhalten der Zeit, das versigen von sämtlichen Wasser oder doppelte Aufnahmekapazität des 'Odems'.

Auf der Karte verteilt findet man auch Steine, auf denen ein Text steht, der dann im Menü eingesehen werden kann. Diese Texte stammen von den 'Alten' und geben Aufschluss über die Welt und das Volk. Diese Fundstücke sind optional und sind oft auch ganz gut versteckt. Auch die komplette Erschließung und Begrünung der Insel ist komplett optional und oft auch gar nicht wirklich möglich, denn Vulkane machen einem da gerne einen Strich durch die Rechnung.

Von der Optik her, macht "From Dust" schon ordentlich was her. Die Umwelt sieht wirklich hübsch aus und man kann das Leben in seiner kleinsten Form beobachten. Das Wasser sowie die Lava sieht sehr realistisch aus und auch die Dörfer der Menschen sind ein Ranzoomen wert. Das Figurendesign des Stammes ist auch sehr interessant, da sie zwar alle eigentlich gleich aussehen, aber alle verschiedene Masken tragen, die sie unterscheiden. Technisch ist "From Dust" auch eine kleine Wucht, denn es hat die beste Physik, die ich je gesehen habe. Wasser und Lava verhalten sind außerordentlich real und lassen sich zwar kanalisieren, aber muss man bedenken, dass Lava irgendwann hart wird und Wasser Erosion auslöst und Erde wegschwemmt. Starke Regenfälle füllen Löcher und trockene Flussbette. Hier und da entdeckt man allerdings einen regelmäßigen Ablauf von Vulkanausbrüche, Flutwellen und auch der Regen kommt periodisch. Die Maps unterscheiden sich immer in kleinen Variationen. Die Eine Karte bietet viel Wasser und wenig Land, allerdings aber auch eine Vulkan, mit dem man Land schaffen kann. Eine andere Karte ist eine Wüste, bis man Sand wegnehmen muss und viele Quellen anfangen zu sprudeln und das Gelände langsam überfluten.

Wenn man diese Gottsimulation mag, dann macht "From Dust" auch Stunden lang Spaß und kann fesseln. Ich habe das Spiel Abends nur mal antesten wollen und sah mich dann um 3 Uhr nachts immernoch Erde und Lava verschieben. "From Dust" macht in der Hinsicht sehr vieles richtig. Ein Punkt der das Spiel ein wenig reinreitet, ist das Spielerische. Das God Game spart sehr mit  Interaktionen mit der Umwelt und auch mit den Menschen. Die Menschen spielen eine kleine Nebenrolle und oft fühlt man sich, wie in einer Eskortmission. Man eskortiert die kleinen Kollegen über die Karte und passt auf, dass sie nicht ertrinken oder von Lava erwischt werden. Die einzigen Interaktionen bestehen darin, dass man sie zu Totems und Arktefakten und zum Levelausgang schicken kann. Das der Schwerpunkt nicht auf den Menschen liegt, ist von Chahi aber auch vollkommen beabsichtigt, denn sonst hätte man wieder nur eine Simulation alla "Black & White". Die K.I. der Eingeborenen ist gut, aber teilweise etwas umständlich, denn sie bleiben oft einfach mal stehen, weil ein Quantum an Erde fehlt, damit sie über eine natürliche Brücke laufen, oder nehmen unnötige Umwege zu ihrem zugeteilten Ziel. Auch muss man einige Karten mehrmals spielen, nach dem Trial-And-Error-Prinzip. Man muss schnell nach dem Start der Karte handeln um sich einen Vorteil einzuräumen. Es gibt eine Karte die auf der einen Seite vulkanisch ist und auf der anderen viele Quellen bietet. Wenn man nicht gezielt reagiert, werden die Dörfer entweder überschwemmt oder niedergebrannt. "From Dust" hat eine sehr geringe Fehlertoleranz,  allerdings ist das Spiel zu keinem Zeitpunkt unfair.

Ein anderer Punkt ist die Spieldauer. "From Dust" bietet 13 Inseln, also auch 13 Level. Für eine Karte braucht man im Durchschnitt 20-50 Minuten, manchmal auch eine ganze Stunde.  Im Schnitt sind das also 5-7 Stunden Gesamtspielzeit, je nach dem, wie man sich anstellt. Was dem Spiel fehlt ist auch ein Editor, bzw. ein Sandbox Modus, in dem man einfach frei eine eigene Insel erstellen kann, außerhalb des Story Modus. Es bleibt zu hoffen, dass da vielleicht noch ein Addon kommt, dass noch ein paar mehr Levels bringt und neue Fähigkeiten.

 
Fazit.
Wer etwas für das vergessene Genre des 'God Game' übrig hat, der wird mit "From Dust" auf jeden Fall seine Freude haben. Der Preis ist angemessen für das was man bekommt und es gibt ja immer wieder buddle-angebote oder Ähnliches. Ich habe es damals für 9.99€ im PSN Summer Sale gekauft. Die Story ist wunderbar kryptisch, die Physik wunderbar vielseitig und realistisch, der Schwierigkeitsgrad wunderbar knackig und das Spiel im ganzen wunderbar süchtig machend. Zusammen mit der tollen musikalischen Untermalung ist "From Dust" ein geniales Stück Arbeit von Eric Chahi, welches seine Schwächen mit den Stärken mühelos ausbügeln kann. Wer dennoch skeptisch ist, kann sich ja mal eine Demo ziehen. :)





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/From_Dust
             http://www.gamestar.de/spiele/from-dust/test/from_dust,46391,2324929.html
Bilder: www.gamestar.de/spiele/from-dust/bilder/screenshots/from_dust,46391,92191.html
            http://www.pcgames.de/From-Dust-PC-235632/News/From-Dust-Steam-Patch-entfernt-Always-On-Kopierschutz-843765/
           http://www.chip.de/news/From-Dust-Ubisoft-streicht-DRM-nach-Spieler-Protest_51096336.html