21.10.12

Film•Peteback: Lucky Number Slevin


Es wird keine Müdigkeit vorgeschützt und so geht es auch diesen Sonntag knallhart weiter im Filmprojekt von den Zweibeiden, Petey & Strawberry.

Heute wird es kurios mit;
Lucky Number Slevin


"Lucky Number Slevin" oder alternativ auch "Lucky Number S7evin" oder "Lucky # Slevin" genant, ist eine US-amerikanische Thriller/Action-Komödie aus dem Jahr 2006, von Regiesseur Paul McGuigan.


Trailer


Fakten
Originaltitel: Lucky # Slevin
Deutscher Titel: Lucky Number Slevin
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 110 Minuten
Regie: Paul McGuigan
Drehbuch: Jason Smilovic
Produktion: u.a. Chris Roberts
Musik: Joshua Ralph


Manchmal kommt es ganz dicke und weiß selber eigentlich gar nicht so genau wieso. So trifft es auch unseren sympathischen Hauptcharakter Slevin (Josh Hartnett) ganz hart. Nicht nur, dass er seinen Job verliert, nein er erwischt seine Freundin auch noch mit einem anderen im Bett. Da heißt es erstmal Tappetenwechsel und die ganze Sache erstmal sacken lassen! Er packt seine Sachen und will ne Weile bei seinem Kumpel Nick unterkommen. Auf dem Weg dorthin wird allerdings auch noch zünftig ausgeraubt. Wenigstens hat er noch versucht dem Räuber mit seinem Nase die Faust zu brechen. Wenigstens macht er bei der Wohnung seines Freundes, die Bekanntschaft der attraktiven und spitzfindigen Gerichtsmedizinerin Lindsay (Lucy Liu), die Slevin auch gleichmal überrascht, als er nur mit einem Handtuch bekleidet ist. Mit dem Gedanken, das der Tag eigentlich nicht mehr schlimmer werden kann, öffnet er auf das Türklingeln die Selbige und sieht sich zwei Mafiösen Schlägertypen gegenüber, die ihn gleich mal von der Stelle weg mitnehmen. Immernoch im Handtuch.
Die beiden Typen schaffen ihn zum Boss (Morgan Freeman), anscheinend eine lokale Gangstergröße. Nick hat anscheinend Spielschulen und da Slevin diese auch nicht begleichen kann, zwingt ihn der Boss einen Auftrag zu erledigen. Er soll den Sohn des Rabbis (Ben Kingsley) umlegen. Der Rabbi ist auch eine lokale Gangstergröße und residiert im Hochaus gegenüber. Slevin muss einwilligen. Gerade aus der Hochburg des Gangstertums entkommen, klopfen zwei weitere Schlängertypen an seine Tür, die ihn gleich zum Rabbi schaffen. Anscheinnd hat Nick auch hier Spielschulden und dann fällt Slevin auch noch dem Cop Brikowski (Stanley Tucci) in die Hände, der mit Hilfe von Selvin die Gangsterbosse hochnehmen will. Kann man eigentlich noch mehr zwischen den Stühlen stehen? Und was hat es mit dem mysteriösen Mr. Goodkat (Bruce Willis) auf sich? Und vorallem, wie will Slevin da wieder auskommen?...


-----------------------------------------------


Da ist doch irgendwas im Busch. Seit den letzten drei Kritik habe ich am Anfang immer gesagt, dass man eigentlich gar nicht so viel über den Film sagen kann. Und so ist es hier irgendwie auch, aber dennoch schreibe ich dann immer viel mehr als ich will. Es ist ein Fluch...

Betrachten wir uns einfach mal die Ausgangssituation, denn daran merkt man schon, wie verquer dieser Film einfach ist. Wir haben zwei Gangsterbosse. Der eine von einer jüdischen Gruppierung und der Andere von einer Afroamerikanischen. Diese Bosse sind seit Ewigkeiten verfeindet, haben ihre "Büros" aber im jeweils gegenüberliegenden Gebäude. Dazu ein völlig Unbeteiligter, der in eine Fede zwischen den beiden gerät. Klar wird hier an alles Ecken und Enden überzogen, vorallem was Klischees des Gangsterfilm-Genres angeht. Was in anderen Filmen als Ausgangspunkt für eine knallharte, actionsreiche Story ist, ist hier das Grundgerüst für eine schon fast satirische Thrillerkomödie, wo kaum eine Kugel unverschossen und kein Auge trocken bleibt.

Was die Story angeht, macht der Film es dem gespannten Zuschauer nicht gerade leicht. Der Film lebt von seinen feinsinnigen, verschrobenen und oft obvious'haften Dialogen und knallharten Storytwists. Gerade bei Letzterem, muss der Zuschauer schon einige gehörige Portion Auffassungsgabe mitbringen, um die ganzen angeschnittenen Handlungsstränge nicht aus den Augen zu verlieren. So wird hier und da immer mal wieder ein wenig aus der Vergangenheit eingestreut, dann gehts wieder in die Gegegnwart und sogar Blicke in die Zukunft werden möglich. Der Film geht vor und zurück und dreht sich um sich selbst. Das Gute ist, dass wenn man die ersten 10-15 Minuten überstanden hat, kann man sich schon eine feste Meinung bilden, ob man den Film nun weitergucken möchte oder nicht. Wer sich dafür entscheidet;  
Glückwunsch! Sie werden einen grandiosen Film erleben! So banal, wie oft die Dialoge wirken so umfangreicher und ausgeklügelter ist das Drehbuch, welches meiner Meinung nach immernoch seines Gleichen sucht. Wer auf Zitate steht, der wird hier Block und Stift gar nicht mehr aus der Hand legen können, denn jeder Satz in den Wortwechseln ist Gold wert. Das geht von den grandiosen One Linern wie "Ich bin nicht klein, ich bin nur nicht sehr groß für meine Größe" bis zu "Das kannst du einem Einbeinigen erzählen und der hüpft damit vielleicht um die Ecke...". Mir ist sehr gut im Gedächtnis geblieben, was der Boss über den 'Schmu' erzählt. Der Wort- und Dialogwitz ist in diesem Streifen unübertroffen.

Josh Hartnett glänzt hier wirklich in einer Paraderolle. Er zeigt in diesem Film mal wirklich was er kann, wobei ich ihn für viel zu unterschätzt in der gesamten Hollywood-Welt halte. "Lucky Number Slevin" bietet ihm die Möglichkeit viele Facetten aufzubauen, was er auch mit Bravour tut. Lucy Liu ist hier in einer ganz sympathischen Rolle vertretet, mit einem Charakter den man einfach lieb haben muss und dennoch ist sie gewitzt und nicht auf den Kopf gefallen. Sie bildet alle Mal den emotionalen, wenn nicht sogar romantischen Kern des Films aus, der hier aber nicht wirklich in den Vordergrund gehoben wird. Zwei meiner Lieblingsschauspieler, Morgan Freeman und Ben Kingsley, kommen hier wirklich grandios als verschrobene, fast schon schrullige Gangsterbosse rüber. Dennoch  wirken sie auch gleichermaßen sympathisch, wie auch gefährlich. Sie haben sichtlich Spaß an ihren Rollen. Toll zu sehen ist hier auch Stanley Tucci, der meiner Meinung nach noch viel unterschätzter als Josh Hartnett ist. So viel kann man sagen, einen schlechten Film mit Stanley Tucci gibt es nicht. Schön zu sehen ist auch, dass jeder der Charaktere und sei es auch ein Nebencharakter hier seinen würdigen Auftritt bekommt und sich keiner in den Vordergrund drängt. 

Zur deutschen Synchro kann ich nur sagen, das diese wirklich gelungen ist und der Originalfassung in nichts nachsteht. Ich habe mir jedenfalls beide Versionen angeguckt und fand die deutsche sogar einen Tick besser. Aber das muss ja jeder selber wissen.


Fazit.
"Lucky Number Slevin" ist ein Film der wirklich Spaß macht. Der Film macht als Thriller alles richtig und kann durch einen grandiosen Witz überzeugen. Wer Filme nach der Art von Tarantino mag, oder Filme wie "Kiss, Kiss, Bang, Bang" oder "Brügge sehen und sterben..." mag, der wird hier vollends zufrieden sein. Ich kann diesem Film eigentlich jedem nur empfehlen. :)







Bis dahin - Tschödeldö






Und auch hier wieder die Erinnung, dass es auf dem Blog von Sailor Strawberry ebenfalls eine Kritik zu diesem Film gibt. Schaut also vorbei! :)

Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Lucky_Number_Slevin
             http://www.moviemaze.de/filme/1468/lucky-number-slevin.html
Bilder:  http://www.joblo.com/movie-posters/lucky-number-slevin
             http://www.availableimages.com/celebs/w/bruce-willis/pictures-lucky-number-slevin_pph_0.html
             http://alienationmentale.wordpress.com/2012/01/04/lucky-number-slevin-review/
             http://www.chess-in-the-cinema.de/showfilm.php?filmfile=0655.txt&pfad=0509
             http://www.cineclub.de/filmarchiv/2007/lucky-number-slevin.html

Kommentare:

  1. Hey! Ich mag die Frisur von Slevin auf dem letzten Bild von dir hier. (: Hehe.
    Aber.. das die gute Asiation am Schluss - du weißt schon.. das fand ich echt unverzeihlich. ._.

    Welcher Film kommt als nächstes? (:

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Was fandest du unverzeihlich? :D

      Tjoar...welcher Film kommt als nächstes...mh...
      Wie wär es mal mit einem Anime?

      Löschen
  2. Mh, ich schreibe einfach das, was ich auch bei Strawberry geschrieben hab. xD Nämlich dass ich den Film schon vor Ewigkeiten gesehen hab und ihn in sehr guter Erinnung habe. Gerade wegen des Endes, bei dem man doch ziemlich überrascht wird. Außerdem mag ich auch Morgan Freeman und Ben Kingsley. :-)

    AntwortenLöschen