30.11.12

Dishonored, Dunwall und Dunkelheit - Eindrücke und Erinnerungen


What will we do with a drunken whaler.
 Early in the morning...


Wie der Titel schon andeutet, werde ich hier ein paar Worte an "Dishonored" richten. Es lohnt sich nicht eine komplette Review dazu zu schreiben, denn alles Wichtige, was gesagt werden müsste und was meine Meinung zu dem Spiel wiederspiegelt, kann man aus dem Testvideo von GameStar entnehmen. Dem habe ich also kaum etwas hinzuzufügen. Außer der Untertitel "Die Maske des Zorns" ist in meinen Augen ziemlicher Blödsinn und hätte man auch weglassen können.

Mir hat "Dishonored" in den meisten Punkten gefallen, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat mich stellenweise sogar überrascht und sogar beeindruckt. Einer meiner Toptitel des Jahres, auf jeden Fall! So etwas erlebt man auch nicht jeden Tag. Wie bei jedem Spiel gibt es hier und dort kleinere Schnitzer und Makel, die das Spielgeschehen aber nicht beeinträchtigen. Die Story ist gut ausgearbeitet und durchdacht und die Sache mit dem "Chaosfaktor" bzw. der Gesinnung macht das Spiel besonders reizvoll. Ich habe mich übrigens für den Weg des guten Karmas entschieden. Keine Zielpersonen getötet, nur neutralisiert. Es war ein Feature, das mich sehr überraschte, dass meine Handlungen wirklich eine positive bzw. negative Konsequenz nach sich ziehen. So habe ich nach der Neutralisierung einer der Boyle-Schwestern einen Brief bzw. ein Dankesschreiben gefunden, mit einer kleinen Belohnung. Da macht man doch gerne einen auf 'guter Junge'.

Schleichen, schleichen, schleichen war meine Devise und die Betäubungspfeile in meiner Armbrust waren meine besten Freunde. Wenn man schleicht sieht man eindeutig mehr von der Welt. Die Welt, also die Hafenstadt Dunwall, ist ein sehr interessanter Ort mit interessanten Personen, was man mehr hätte ausschöpfen können, aber ich war recht zufrieden. Es ist außerdem sehr schön zu sehen, dass wirklich jede Person die man Ansprechen kann, etwas zu erzählen hat, was oft auch von Interesse ist. Bücher, Audiologs und Briefe tun den Rest um die Welt, in der Corvo Attano sein Werk verrichtet, näher zu erklären und verständlich zu machen. Es ist eine düstere Welt, denkt man sich. Doch wird man gleichermaßen oft die Sonne sehen, wie auch den wolkenverhangenen, dunklen Himmel. Man kann gar nicht alles mitbekommen, was es an Geschichte zu erleben und erlesen gibt und so bin ich sehr froh, dass es schon Foren im Internet gibt, wo man die Dishonored-Lore nachlesen kann. Vor allem was den Outsider angeht - eine unglaublich starke Figur, die leider etwas vernachlässigt wurde. Magie, Okkultismus, alte Götter, das Schicksal der Stadt und der Gesang der Wale. Alles hängt mit dem Outsider zusammen.

Kommen wir aber nun zu der Sache, weswegen ich diesen Post überhaupt verfasse. Es gab im Vorfeld, zu den Trailern zu "Dishonored" drei Kurzfilme bzw. Clips, die ein wenig über die Geschichte von Dunwall und einiger Personen zeigen. Daher auch ihr Name "Erinnerungen aus Dunwall". Mir sind diese kleinen Kunstwerke leider vollkommen entgangen und deshalb möchte ich sie hier noch mal erwähnen, weil sie wirklich toll gemacht sind und sehr atmosphärisch sind. Sie sind Spoilerfrei und können daher bedenkenlos geschaut werde, auch wenn man das Spiel noch nicht gespielt hat.

Alle Episoden wurden vom preisgekrönten Studio Psyop handentwickelt. Jedes Einzelbild entstand aus einem komplett gerenderten sogenannten "Style Frame", der dann mit 3D-Elementen versehen wurde, um den gemäldeartigen Stil, die Atmosphäre und die Tiefe jeder Einstellung zu erzielen.



Dishonored - Erinnerungen aus Dunwall
Kapitel I - Das Erwachen

Dieses Kapitel befasst sich mit Esmond Roseburrow, dem Entdecker und dem größten Produzenten von Walöl, welches die Walfängerstadt Dunwall in ein ungeahntes, technologisches Zeitalter brachte, begünstigt durch die fortschrittlichen Ideen Anton Sokolovs.



Dishonored - Erinnerungen aus Dunwall
Kapitel II - Die Hand, die dich nährt

Dieses Kapitel befasst sich mit einem Straßenjungen, dem der 'Outsider' erschien. Er brandmarkte ihn mit seinem Zeichen und gab ihm Fähigkeiten, um sich gegen seine Peiniger zu erheben. Hier wird auch zum ersten Mal die Seuche veranschaulicht.




Dishonored - Erinnerungen aus Dunwall
Kapitel III - Der Geist des Wahnsinns

Dieses Kapitel befasst sich mit dem späteren Kaisertreuen Piero Joplin. Es geht hier um seine Träume, die später im Spiel angesprochen werden. Es wird auch schildert, was seine Beweggründe  zum Bau der Maske, die Corvo später tragen wird, waren.



Gut, dann wünsche ich an dieser Stelle viel Spaß beim anschauen der Videos und vielleicht auch beim Spielen von "Dishonored". Falls ihr es schon durch habt, dann lasst mich doch wissen wie es euch gefallen hat.



Bis dahin - Tschödeldö

Und nicht vergessen -
The Outsider Walks Among Us




Bilder: http://blog.gamesload.de/nur-heute-dishonored-zum-sensationspreis/22809
            http://browse.deviantart.com/?qh=&section=&global=1&q=outsider#/d5krahd

27.11.12

[52 Games] - Dreizehn


Ein schönes neues Thema. So verschwörerisch. Immer diese verschwörerischen Verschwörungen von verschworenen Gemeinschaften.

#44 - Verschwörung
- XIII (NGC) -


Verschwörungen sind eine feine Sache und geben jedem Spiel ein bisschen mehr Würze, vorallem wenn es um das Shooter Genre geht.

Hierfür nehme ich das den Ego-Shooter "XIII" von Ubisoft zur Hand, der nicht nur ein super Shooter war, sondern auch eines des besten Spiele für den Game Cube. Cel-Shading-Look und comic'hafte Anleihen wie Lautmalerie und eingeschobene Comic Strips und eine ausgeklügelte Story zeichnen dieses Spiel aus.

Was die Verschwörung in diesem Spiel angeht, haben wir hier den Klassiker. Ein Attentat wurde auf den amerikanischen Präsidenten verübt. Der Protagonist erwacht an einem Strand, ohne jede Erinnerungen, aber dafür mit einer Schusswunde un der eintattovierten Zahl "XIII" auf der Schulter. Klar steckt hinter der ganzen Sache eine geheime Organisation, aus 20 Leuten, die durch das Attentat auf den Präsidenten die amerikanische Regierung stürzen wollten. Der Protagonist war teil dieses Plans und wurde, wen würde es verwundern, am Ende auch noch betrogen. Klar das man da nicht untätig zusehen kann, also zieht man los und meuchtelt sich quer durch amerikanische Institutionen und die Army.




Bis dahin - Tschödeldö




25.11.12

Film•Peteback: Kriegerin


Diese Woche geht wieder weiter im Projekt! Nachdem wir mit "Inside a Skinhead" schon vor zwei Wochen ins Nationalsozialistische Milieu eingetaucht sind, machen wir diese Woche weiter mit einem deutschen Film und einer ähnlichen Thematik.

Kriegerin



Originaltitel: Kriegerin
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: David Wnendt
Drehbuch: David Wnendt
Cast: Alina Levshin, Jella Haase, Gerdy Zint, Klaus Manchen, Winnie Böwe

Trailer: Kriegerin


Kurz gesagt: "Kriegerin" ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2011 und ist das Regiedebut von Regisseur David Wnendt, über die deutsche Neonazi-Szene. Der Film hatte seine Premiere beim Filmfest München 2011 und dann im Rahmen der Reihe "Das kleine Fernsehspiel" im ZDF gezeigt.




Protagonistin ist die 20-jährige Marisa.
Sie lebt in einer ostdeutschen Kleinstadt im ländlichen Raum und arbeitet zeitweise in einem kleinen Supermarkt, in dem auch ihre Mutter beschäftigt ist. Marisa kommt aus zerrütteten Familienverhältnissen, ist ohne Vaterfigur aufgewachsen und hat daher sehr viel Zeit mit ihrem Großvater verbracht, den sie über alles liebt. Ein wichtiger Punkt ist das Milieu in dem sich die junge Frau bewegt, denn sie ist Mitglied einer rechtsradikalen, Neonazi-Jugendclique, mit radikalem Denken, Verhalten und Tattoos. Ihr Leben ist geprägt von oberflächlichem Hass gegen Ausländer, Juden und halt Andersdenkende und exzessiver Gewalt gegenüber ausländischen Mitbürgern und Asylanten. Ihr Freund hat dabei einen sehr großen auf sie und sie hält sich auch sehr an ihn, bis zu dem Tag, als die Wohnung von einer Eingreiftruppe gestürmt wird und ihr Freund festgenommen und eingebuchtet wird. Als dann auch noch der afghanische Asylbewerber Rasul in ihr Leben tritt , fängt sie auch an, an ihrer Ideologie und Umfeld zu zweifeln und stellt ihr bisheriges Leben in Frage. Den zweiten Handlungsstrang bildet dann die 15-jähirge Svenja, die durch ihren Freund in die Neonazi-Szene rutscht. Die beiden Handlungsstränge werden sich auch schnell kreuzen und zusammenlaufen.





Manchmal glaube, dass sich die Deutschen gerne mit ihren rechtsextremistischen Themen auseinandersetzen, sei es nun in Film oder Dokumentation. Die Thematik bietet natürlich sehr viel Spannungspotenzial, dass man einen Einblick in die jeweilige Szene bekommt und so finden Drehbücher die sich damit auseinandersetzen, viel Anklang. Wenn es sich dann auch noch im Bereich von Jugendlichen abspielt, umso besser.

"Kriegerin" zeigt die Geschichte zweier Mädchen, die sich beide in der Neonazi-Szene rumtreiben. Marisa, die sich schon länger in dem Milieu bewegt und kurz vor dem Ausstieg steht und die jüngere Svenja, die erst in die Szene integriert wird. Beide Handlungsstränge kreuzen sich an bestimmten Stellen im Film, bis sie gegen Ende irgendwann zusammenlaufen.

Die Charakterzeichnung ist dabei etwas hölzern und sporadisch. Man erfährt allgemein sehr wenig über die handelnden Personen oder es wird nur seicht angedeutet. Das lässt zum einen Raum für die Interpretation und Auslegung der Handlungen und Entscheidungen, lässt die Charaktere an sich aber ein wenig zu eindimensional erscheinen. Die Absichten bzw. die Intentionen von Marisa sich in der Szene rumzutreiben sind von Anfang an nicht ganz klar und werden erst gegen Ende der Handlung genau klar. Ständig stellt man sich die Frage, was dieses Mädchen mit diesen Menschen will, was sie dort hält und was sie so fasziniert und am Ende versteht man dann, dass dieser ideologische Glaube nur an einer einzigen Person festgemacht wird. Da wirkt es doch etwas an den Haaren herbeigezogen. Bei den Intentionen von Svenja ist es auch sehr schwammig. Sie scheint von ihrem Stiefvater in Bezug auf Schulnoten unter Druck gesetzt zu werden, die sie auch hat und hat anscheinend auch keine wirklichen Freunde. Ihrer Mutter steht sie positiv gegenüber, aber meint das sie ein Schattenleben fristet und eigentlich kein wirklich Leben hat. Sie kommt aus einem relativ geordneten Umfeld und findet sich merkwürdiger Weise in diese dumpf-dumme, rechte Szene ein, was nicht absolut nachzuvollziehen ist, denn auf das elterliche Umfeld kann man es nicht zurückführen. Höchstens auf ihr Verlangen nach Anerkennung und Erwachsensein und die Stärke zu rebellieren. Fragwürdig finde ich die Beziehung zu dem afghanischen Asylbewerber Rasul, dessen Auftritt eigentlich Sinn macht, aber nicht richtig ausgeschöpft wird. Marisas Beweggründe ihm nach Schweden zu seiner Familie zu verhelfen, sind nicht wirklich nachvollziehbar und sind, meiner Meinung nach, nur auf ein schlechtes Gewissen zurückzuführen, was allgemein ein bisschen wenig Hintergrund ist, wenn man vorher noch eine überzeugte "Nazibraut" war. Das Ende des Films ist auch mehr als lächerlich und sinnfrei geraten.

David Wnendt hat mit "Kriegerin" drei Filmpreise beim "Deutschen Filmpreis" einsacken könne, zum einen für beste Drehbuch, eine bronze Auszeichnung für den besten Film und die Hauptdarstellerin Alina Levshin für die beste weibliche Hauptrolle. Was die weibliche Hauptrolle angeht ist der Preis berechtigt, denn Alina Levshin bringt die Figur von Marisa sehr gut und auch glaubwürdig rüber. 

Was mich ein wenig an an dem Film stört, ist die stereotype Darstellung. Die gezeigten Neonazis sind saufende, prügelnde, pöbelnde Schwachköpfe, die jeden Ausländer anmachen oder ihn sogar verprügeln. Das sind stereotype Bilder, die natürlich nicht von ungefähr kommen, denn es gibt einen großen Teil, der so ein Leben wirklich führt. Allerdings zeugt so eine stereotype Darstellung nicht gerade von einer Objektivität des Drehbuchautors und wirkt unglaubwürdig, weil das Feindbild auf jeden Fall klar gemacht werden will. Im Film wird auch oft von einer politischen Ausrichtung gesprochen, aber es geht in dem Film kein Stück um den politischen Teil der Rechten. Es sind nur diese saufenden, prügelnden Schwachköpfe die gezeigt werden. Marisas Freund ist dafür das stereotype, ultimative Neonazi-Vorzeigebild. Nur einer der Typen auf einer Party, erzählt von Arbeitslosigkeit, hoher Zuwanderungsrate und sozialer Ungleichheit und das es sich nicht lohnt den Hass auf die Juden zu konzentrieren. Es zeugt von wenig Verständnis von der Szene, wenn man nicht mal ein paar rechte Aktionen (Demonstrationen, Propaganda, Mitgliederversammlungen) eingebringt. Da hätte man eindeutig mehr Substanz einbringen können.

Fazit.
"Kriegerin" ist alles in allem ein sehenswerter Film, der mit der deutschen Neonazi-Thematik aufwartet und auch einen Standpunkt klar macht. Den Charakteren fehlt es allgemein an Feinschliff und Ausstrahlung, aber wenigsten die beiden Mädchen werden gut verkörpert. Außerdem passt der Ausdruck "ungeschönt" sehr gut zu diesem Film, denn das ist er wirklich. Was das den Aufdruck auf der DVD angeht - "Ein wichtiger deutscher Film" - kann ich da leider nicht zustimmen, denn der Film ist eher gutes Mittelmaß und sollte nicht als Milieustudie angesehen werden. In Hinblick auf die Tatsache, dass es Wnendts Regiedebut ist, ist "Kriegerin" doch einigermaßen annehmbar geworden.





Bis dahin - Tschödeldö





PS: Wie immer an dieser Stelle auch der Link zum Blog der Erbeerkriegerin und ihrer Kritik zu dem Film. Schaut mal rein!

Infos:  http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegerin
           http://www.filmstarts.de/kritiken/185867.html
Bilder:http://www.zeit.de/kultur/film/2012-01/kriegerin-interview-wnendt
           http://www.filmempfehlung.com/kritik,1284.html
           http://www.kinoundco.de/Kriegerin/Hamburg,m242886
           http://www.dvd-forum.at/film-details/20889-kriegerin

21.11.12

[52 Games] - Ring ring ring ring ring ring ring Alienphone


Leblose Objekte als Gegenstand der Begierde. Das war letzte Woche und diese Woche geht es sogar weiter! Ring ring...

#43 - Telefon
- Zak McKracken and the Alien Mindbenders (PC) -


Einige werden mich vermutlich steinigen, aber ich habe Zak McKracken erst vor gut einem Jahr gespielt, natürlich emuliert auf dem PC. Es war einfach kein Spiel meiner Zeit, aber ich wollte es gerne nachholen, weil wegen LucasArts Adventures.

Lange Rede, kurzer Sinn. "Zak McKracken and the Alien Mindbenders" passt insofern zum Thema dieser Woche, weil es genau damit eigentlich anfängt. Zak McKracken lebt in San Francisco ist ein gescheiterter Klatschreporter bei dem verrufenen Käseblatt "The National Inquisitor" und erfindet reißerische Geschichten über fleischfressende Kartoffeln, vegetarische Vampire, oder auch über zweiköpfige Eichhörnchen. Durch einen wirren Traum mit Aliens und einer Brille mit Nase und Schnurrbart bekommt er die Idee für seine neuste Story. Aliens versuchen die Herrschaft über die Erde an sich zu reißen, mit Hilfe von Verdummungsstrahlen, die über's Telefon versendet werden. Genial!

Was unser Freund Zak allerdings erst später rausfindet - Die Geschichte ist wahr! Aliens haben schon vor Jahren angefangen, die Erde zu infiltrieren und haben neuerdings die Telefongesellschaft gekapert und attackieren die Menschen nun über die Telefone. Ironischer Weise, wohnt Zak auch noch über der Telefongesellschaft. Die Menschen werden mit einer Maschine kontrolliert die spezielle Strahlen erzeugt, die den IQ auf ein Minimum redizieren können. Eigentlich eine verdammt geniale Idee, wie ich finde. Ich würde es genau so machen.

Spaßeshalber kann man ja mal, mit dieser Information im Hinterkopf, ein Telefon benutzen und kann dann bei längeren Telefonaten zusehen, wie die einzelnen Verben unten aus der SCUMM-Bar verschwinden. Damit allein ist schon die Genialität des Spiels und der Entwickler bewiesen!




Bis dahin - Tschödeldö



18.11.12

Film•Peteback: Falsches Spiel mit Roger Rabbit


Da ich diese Woche mal wieder ganz für mich bin, habe ich mir gedacht, dass ich einfach mal ein Film vorstelle, den ich in meiner Kindheit sehr gerne gesehen habe.

Falsches Spiel mit Roger Rabbit




Fakten:
Originaltitel: Who Framed Roger Rabbit
Deutscher Titel: Falsches Spiel mit Roger Rabbit
Originalsprache: Englsich
Erschienen: 1988
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Robert Zemeckis
Produktion:  Frank Marshall, Robert Watts
Cast: u.a. Bob Hoskins, Christopher Lloyd, Joanna Cassidy, Stubby Kaye

Trailer: Falsches Spiel mit Roger Rabbit

Kurz gesagt: "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" ist ein Zeichentrick/Realfilm-Mix aus dem Jahr 1988, von Regisseur Robert Zemeckis. Dem Film zeichnet aus, dass echte Schauspieler perfekt mit gezeichneten Figuren agieren.





Los Angeles, 1947.
Nun nicht das richtige L.A., welches wir kennen. Es es ist eine fiktive Version, der Stadt der Engel, denn dort leben Menschen mit Zeichentrickfiguren, den sogenannten "Toons" Tür an Tür. Zeichentrickfilme werden nicht gezeichnet, sondern werden in dem fiktiven Toon-Stadtteil "Toonstadt" mit den Darstellern aufgenommen. Einer der Erfolgreichsten ist der weiße Hase Roger Rabbit. Der Hase ist allerdings seit geraumer Zeit nicht ganz bei der Sache. Der Studioboss R. K. Maroon beauftragt deshalb den Privatdetektiv Eddie Valiant (Bob Hoskins), Rogers Frau Jessica zu beschatten, weil er die Vermutung hat, dass diese ein Verhältnis hat und Roger deshalb so von der Rolle ist. Detective Valiant ist nicht sehr begeistert von dem Job und das er im Toon-Milieu arbeiten soll. Sein Partner und Bruder Teddy wurde einst von einem räuberischen Toon getötet und das sogar auf die "Toon-Art", mit einem herunterfallenden Klavier. Dieser Mord ist sehr mysteriös, weil man eigentlich sagt, dass ein Toon niemanden töten kann, da sie dazu geschaffen wurde, die Menschen zum Lachen zu bringen. Seitdem sein Bruder verunglückt ist, ist Eddie dem Alkohol verfallen und hat außerdem eine ausgeprägte Abneigung gegen die gezeichneten Stadtbewohner. Um die Schulden bei seiner Verlobten Dolores (Joanna Cassidy) zu begleichen, nimmt er dennoch den Job an. Valiant stellt Jessica Rabbit macht Fotos von ihr, wie sie mit dem Industriellen Marvin Acme (Stubby Kaye) rummach...*hust*... Backe-Backe-Kuchen spielt. Also Roger die Fotos sieht, dreht er vollkommen am Rad und einen Tag später wird Marvin Acme tot aufgefunden und alle Indizien sprechen gegen den flüchtigen Hasen. Aus persönlichen Motiven interessiert sich Detective Valiant doch noch für den Fall, da er eine Verbindung zu dem Tod seines Buders sieht. Außerdem ist ihm der ausführende Gesetzenhüter von Toonstadt, Doktor Doom (Christopher Lloyd), auch nicht ganz geheuer. Valiant springt über seinen Schatten und nimmt sich dem Fall an..





Ist es nicht der Traum vieler Kinder, einmal die Zeichentrickhelden des Fernsehens persönlich zu treffen, oder sogar besser, zu wissen das sie real sind und so leben wie man selbst? Ist bestimmt nicht der Traum jedes Kindes, aber doch bestimmt vieler. Und "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" ist in dem Sinne natürlich ein wahr gewordener Traum. So auch meiner. Ich habe mir den Film vermutlich schon hundert mal angesehen und könnte es auch noch heute immer wieder tun.

Wenn man sich mal das Datum der Veröffentlichung anschaut, dann weiß man schon, dass ein Film mit solchen Zeichentrickeffekten kein leichtes und vorallem billigen Unterfangen war. Doch für Robert Zemeckis, den Vater der "Zurück in die Zukunft"-Teile ist nichts unmöglich und schon gar nicht mit der Hilfe von Steven Spielberg und Richard Williams. So wurden im ersten Schnitt die menschlichen Schauspieler gefilmt und dann in weiteren Schnitten die einzelnen Zeichentrickfiguren passend eingefügt. Ein schwieriges Unterfangen für Schauspieler und vorallem für die Animationkünstler, da man damals noch nicht auf CGI-Effekte zurückgreifen konnte. Und die Anzahl an Auftritten bekannter Zeichentrickhelden ist fast schon endlos; Mickey Maus, Dumbo, Betty Boop, Schweinchen Dick, Daffy und Donald Duck, Sylvester und Tweety, Goofy, Woody Woodpecker, Bugs Bunny, Elma Fudd, Droopy Dog und das sind noch längst nicht alle. Wenn man sich mal Szenen im einzelnen anschaut, dann wird man noch viel mehr entdecken. Und dazu die neu erfundenen Figuren, wie Roger Rabbit selber oder die Wiesel. Interessant hierbei, dass es nicht alleine die Figuren von Warner sind, die ihren Auftritt haben, sondern auch Disney ist mit dabei. So gibt es auf einer Bühne in einem Nachtklug ein eindrucksvolles Klavierduell zwischen den beiden bekanntesten Enten der Zeichentrickwelt, Duffy und Donald.

Trotz der Detektivfilmanleihen und der Thematik um Betrug, Mord und Größenwahn, ist "Roger Rabbit", wie ich den Film einfach nenne, immernoch ein Film für die Familie. Die jüngeren erfreuen sich an ihren bekannten Helden aus den Cartoons und den humorvollen Einlagen zwischen Mensch und Zeichentrickfigur und können einer spannenden, aber auch einfachen Krimihandlung folgen. Für die Erwachsenen gibt es ein paar der älteren Zeichentrickfiguren, schwarzen bis zynischen und auch erwachsenen Humor und natürlich auch Anspielungen auf bekannte Detektivklischees. Der Film thematisiert des Verhältnis von Realität und Fiktion auf ganz verschiedene Weisen. So wird gezeigt was passiert, wenn ein Toon, mit Lösungsmittel in Berührung kommt, was die Vorteile eines Toon-Autos sind und was passiert, wenn ein Mensch von einem klischeehaften Boxhandschuh an einer Feder getroffen wird. Außerdem werden die physikalischen Gesetze der realen Welt mit der der Zeichentrickwelt vermischt und so gibt es viele absurde, aber auch lustige Momente zu sehen.

"Falsches Spiel mit Roger Rabbit" ebnete so den Weg für einige weitere Filme der Art, wo Menschen mit Zeichentrickfiguren verkehren. Darunter "Cool World" und "Space Jam".

Vom Schauspiel her kann man auch wirklich nicht meckern. Im Vordergrund steht natürlich Bob Hoskins, der hier eine seiner bekanntesten Rollen als der Privatdetektiv Eddie Valiant gibt. Man merkt wirklich, dass er mit den Toons nichts zu tun haben will und das er auch nur etwas widerwillig mit Roger Rabbit zusammenarbeiten möchte, da er schließlich seit dem Tod seines Bruder ein ziemlicher Einzelgänger ist.

Fazit.
"Falsches Spiel mit Roger Rabbit" ist eine erstklassige Krimikomödie. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und griffig und man interessiert sich für sie. Die Story ist spannend und abwechslungsreich und schöpft ihr Potenzial voll aus. Ich kann diese Perle meiner Kindheit wirklich nur jedem ans Herz legen, der was mit diesem Genremix anfangen kann.





Bis dahin - Tschödeldö






Infos:  http://de.wikipedia.org/wiki/Falsches_Spiel_mit_Roger_Rabbit
           http://www.filmstarts.de/kritiken/40448-Falsches-Spiel-mit-Roger-Rabbit.html

Bilder:http://www.moviereporter.de/filme/falsches-spiel-mit-roger-rabbit/images?image=4f3ddc59afb3201fa900138a
           http://www.moviereporter.de/filme/falsches-spiel-mit-roger-rabbit/images?image=4f3ddc59afb3201fa900138b
           http://www.waydoo.de/item/10/de/856

16.11.12

Peteback's Alternate Art #27


#27


Diese Ausgabe von "Petebacks's Alternate Art" steht unter dem interessanten Thema "Tim Burton" und dazu habe ich auch zwei hübsch Fan Arts rausgesucht. Viel Spaß! :)

 Unser erster Künstler "Hat Boy", hat eine interessante, neue Version von Prinzessin Bubblegum "PB" und Finn entworfen, natürlich im Tim Burton Style! "Hat Boy" ist eucht vielleicht schon ein Begriff, da er auch dabei ist, die erste Pokémon Generation im Stil von Tim Burton zu verewigen. Schaut mal auf seinem Tumblr vorbei. :)


Die Künstlerin "opheliact" hatte die grandiose Idee, Tim Burtons bekannteste Gruselfigur Jack Skellington, mit einem der bekanntesten Werke (Sternennacht) von  Vincent van Gogh zu kombienieren. Bildbearbeitung machts möglich! Und fertig war ihr Werk "Skellington on a starry Night".




Bis dahin - Tschödeldö




13.11.12

[52 Games] - Das Objekt der Begierde


Diese Woche geht es romantsich weiter mit dem Thema der Liebe, nur verlagert es sich dieses Mal auf die Liebe zum Gegenstand.

#42 - Objektophilie
- Final Fantasy VII (PS1) -


Ja, richtig gesehen. Ich ziehe schon wieder einen Final Fantasy Teil her. Im Prinzip könnte ich für jedes Thema ein Teil dieser Reihe nehmen, aber das wäre ein wenig abwechslungsarm.

Wenn es um Objektophilie geht, dann denke ich da zuerst an das Item "Masamune". Was Masamune ist? Ein Schwert. Und nicht nur irgendein Schwert, sondern DAS ultimative Schwert! Okay, wenn man nach dem Namen gehen würde, dann wäre eigentlich das "Ultimate Sword" das ultimative Schwert, aber wer fragt schon danach? Im siebten Teil der Rollenspielreihe aus dem Hause Square (heute Square Enix), ist Masamune die Waffe des Antagonisten Sephiroth. Die Waffe "Masamune" kommt in jedem Final Fantasy Teil vor, ist meist eine der stärksten Waffen im Spiel und wird dabei meist als eine Art Samuraischwert dargestellt. Ein eindrucksvoller Charakter wie Sephiroth braucht natürlich auch eine eindrucksvolle Waffe. Es sieht schon überwältigend aus, wenn Sephiroth in der Cutscene in Nibelheim, in dem Flammenmeer steht und dabei seine zwei Meter langes Schwert trägt. Warum das Ding nun unbedingt zwei Meter lang sein musste, kann ich mir auch nicht erklären. Es ist ziemlich unbequem mit einer zwei Meter Waffe rumzulaufen. Vielleicht er auch irgendetwas damit kompensieren, wer weiß...



Eine Waffe die man selber gerne hätte. Und das geht sogar! Im Gold Saucer Freizeitpark, hat man die Möglichkeit bei der "Speed Square" Attraktion die maximale Anzahl an Punkten zu kriegen. Als Preis erhält man dann das "Masamune". Ich war ganz aus dem Häuschen als ich plötzlich das Item bekommen habe und wollte es natürlich gleich ausrüsten. Aber Pustekuchen, denn das Item ist nur ein Gegenstand und keine ausrüstbare Waffe. Denn wie es aussieht, ist das "Masamune" das man dort bekommt nur eine Nachbildung...

F*** dich Square! Zerstörst meine Hoffnungen die tollste Waffe im Spiel zu bekommen und gibst mir dazu noch eine NUTZLOSE Fälschung! Schäm dich Square, schäm dich! Dafür hast den Fliegenden FUCK verdient! :(    (Trotzdem war das Spiel ganz toll :) )





Bis dahin - Tschädeldö




11.11.12

Film•Peteback: Inside a Skinhead


Diese geht es munter weiter mit unserem geliebten Filmprojekt. Diese Woche wagen wir uns an eine knifflige Thematik heran und das tun wir, mit;

Inside a Skinhead



Fakten:
Originaltitel: The Believer
Deutscher Titel: Inside a Skinhead
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2001
Länge: ca. 99 Minuten
Regie: Henry Bean
Drehbuch: Henry Bean
Cast: u.a. Ryan Gosling, Summer Phoenix, Billy Zane, Theresa Russell, Garret Dillahunt

Trailer Link: Inside a Skinhead

Kurz gesagt:
"Inside a Skinhead" ist ein US-amerikanisches Drama aus dem Jahr 2001, von Regisseur Henry Bean. Der Film basiert auf der Geschichte eines Juden, der in den 60ern Mitglied des Ku Klux Klan war. Henry Bean hat die Story passenderweise in seinem Drehbuch, in die Gegenwart übertragen.







Danny (Ryan Gosling) ist New Yorker, mitte zwanzig und zerrissen zwischen den Extremen. Er ist hin und her gerissen zwischen dem orthodoxen Judentum, welchem er seit seiner Geburt angehört, dem fanatischen, entgegengerichteten Neonazismus und der eigenen Existenz. Er studiert die Tora und das Talmud, wie ein gewöhnlicher Jude, ist andererseits aber auch Teil der rechtsextremistischen, neofaschistischen, antisemitischen Bewegung in New York. Er ist eloquent und schlagfertig und das nicht nur mit Worten, was ihn bei seinen Mit-Skinheads recht beliebt macht. Dennoch hält er diese zwei Identitäten streng getrennt. Was man eindeutig bemerkt ist seine Wut auf das jüdische Volk, die aber nicht oberflächlicher Natur ist, wie es bei den Nazis war. Er hat ein Problem mit dem jüdischen Gedankengut und dem Unvermögen die heiligen Schriften richtig auszulegen und zu deuten. Er deutet die Lehren als reine Schwäche und Gott für ihn nichts anderes als ein Tyrann. Seine Fassade beginnt aber bald zu bröckeln, nach einem missglückten Attentat in einer Synagoge. Seine jüdische Identität droht aufzufliegen und nun steht er an deinem Scheideweg, für welchem Pfad im Leben er sich nun entscheiden will...





Ich weiß gar nicht genau wie man solche Filme nennt, die sich mit dem Auseinandersetzen von Religion oder politischer Orientierung beschäften. Vorallem wenn es um den Extremismus geht, finde ich die Filme sehr interessant und da trifft "Inside a Skinhead" genau meinen Geschmack.

Wir haben hier die erste Regiearbeit von Henry Bean vor uns, mit der er aber auch gleich schon Wellen geschlagen hat und sich vor allem an keiner einfachen Thematik versucht. Antisemitismus in Amerika ist kein leichtes und auch kein unbeschriebenes Thema, wobei dabei noch sehr viel Diskussionsbedarf besteht. Wenn man von einem jüdischen Neonazi hört, dann bin ich sicher nicht der Einzige dem hier die Ironie ins Gesicht springt.

"I hate and I love. Who can tell me why?", das Zitat des römischen Dichters Catull, bildet die Einleitung zum Film und gibt sogar einen kleinen Ausblick auf die Intentionen des Films. In "Inside a Skinhead" geht es sowohl um Liebe, als auch um Hass. Dazu sollen die thematischen Spannungsfelder, das Judentum und der Antisemitismus thematisiert bzw. verarbeitet und auch kritisch betrachtet werden. All dies geschied durch die Augen von Daniel "Danny" Balints, gespielt von Ryan Gosling. Er springt zwischen den zwei Welten von Liebe und Hass, Juden und Nazis, Stärke und Schwäche hin und her. Er ist ein Rebell und das war er damals schon in der jüdischen Schule, als er zum ersten Mal die Lehren der Religion in Frage stellte und somit seinen Lehrer frustrierte. Danny ist aber nicht schlechthin ein böser Charakter, sondern eher ein Verrwirrter. Er ist kein polternder Schläger, auch wenn gleich zu Anfang der Eindruck vermittelt wird. Er weiß sich nur zu wehren und sich durchzusetzen. Ryan Gosling ist in dem Fall eine sehr gute Besetzung, da er schon durch ein reines Heben der Augenbraue eine unglaublich starke Gefühlsregung ausdrücken kann. Trotz der eher aggressiven Thematik, kommt Bean Regie ohne unnötige Gewaltdarstellung aus und auch an den eindeutigen Symbolen wird größtenteils gespart.

Wenn man es genau nimmt, ist die Wahl des deutschen Titels "Inside a Skinhead" ein wenig schlecht gewählt. Dieser Titel impliziert eigentlich schon eine Studie über das Milieu der Skinheads, wobei hier nur eine Schicht, dieser vielschichten Subkultur dargestellt wird. Wer sich mal Shane Meadows "This is England" anschaut, der wird hier mit viel mehr Einblick in die Skinheadkultur belohnt auch auch über die Vielschichtigkeit dieser gesellschaftlichen und politischen Ausrichtung. Der Originaltitel "The Believer", also zu deutsch "Der Gläubige/Glaubende" trifft es viel mehr. Wir haben hier einen jungen Mann in einer Glaubenskrise vor uns, der gerne glauben möchte, allerdings mit der Auslegung seines Glaubens nicht konform gehen kann. Dieser Zwist bringt in dann auch irgendwann in diese rechte Szene, wo er teilweise Bestätigung bekommt.

Dieser Film lässt American History X wie eine MTV – Verfilmung aussehen“ - So betiteln die Produzenten ihren Film. Dennoch ist es eher andersrum. Tony Kayes "American History X" ist von der Darstellung und der rechten Thematik und der Szene, um einiges intensiver als "Inside a Skinhead". Henry Beans Darstellung ist fast schon zu brav und man könnte sich denken, dass einige  gewaltätigere Handlungen in Danny Geschichte rausgelassen wurden. In Kayes Film ist es auch ein anderes Hassobjekt. Während sich Danny gegen die die jüdische Gemeinde stellt, stellt sich Derek Vinyard in "AHX" gegen sämtliche Immgranten und anders Denkende in den USA.

Ein, zwei kleine Abstriche muss man zum einen, bei der Gewichtung der Schauspieler machen. Hier steht ganz klar nur Danny im Mittelpunkt, während alle anderen Charaktere um ihn herum ein wenig verblassen. Auch die kleine Liebesgeschichte die sich entwickelt wirkt ein wenig zu aufgesetzt.


Fazit.
Mit drastisch ungeschönten Bildern und einer klugen Herangehensweise, ist "Inside a Skinhead" eine Empfehlung für jeden, der etwas mit der beschriebenen Thematik anfangen kann. Mir hat der Film sehr gut gefallen und ich wurde über die gesamte Länge von von 100 Minuten gut unterhalten und vorallem gefesselt!





Bis dahin - Tschödeldö





PS: Wie immer an dieser Stelle auch der Link zum Blog der Erbeerkriegerin und ihrer Kritik zu dem Film. Schaut mal rein!
PPS: Wie man merkt, habe ich ein wenig am Layout meiner Kritik gefeilt, weil ich die Seiten ein wenig kompakter bestalten wollte. Wie gefällt es euch? Gibt's Verbesserungsvorschläge? Lasst es mich wissen! :)

Infos:   http://de.wikipedia.org/wiki/Inside_a_Skinhead
            http://www.filmstarts.de/kritiken/101743-Inside-A-Skinhead.html
Bilder: https://www.videobuster.de/titledtl.php/inside-a-skinhead-114492.html?tab=gallery
            http://www.allmoviephoto.com/photo/ryan_gosling_the_believer_003.html
            http://www.listal.com/viewimage/1618244
            http://fridaymoviez.com/bollywood/movies/the-believer/review/88142

08.11.12

Peteback's Alternate Art #26



#26

Das Alternate Art Theme für diese Woche, steht ganz im Zeichen der voraussichtlich im Februar erscheinenden Fortsetzung der 'Bioshock'-Serie, Bioshock Infinite. Dazu sind einige Werbe- und Propagandaposter und Plakate erschienen, die mir sehr gut gefallen haben. Alles natürlich im schicken Retrostil des gerade angefangenen 20sten Jahrhunderts.


Die Vigors sind die "Columbia"-Versionen der Plasmide aus Bioshock. Es gibt verschiede Arten, die einem unterschiedliche Fähigkeiten für eine gewisse Zeit leihen. 'Bucking Bronco' verleiht einem die Macht Gegenstände und Menschen schweben zu lassen, oder sie einfach zu weg zu pusten.
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"Murder of Crows" ein ein weiteres Vigor, welche dem Verwender die Fähigkeit gibt, einen bösen Schwarm aus Krähen zu beschwören, der Feinde angreift und für Unruhe sorgt. Anscheinend ursprünglich dafür entwickelt um Krähen zu vertreiben...
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Eine Sache, die mir im Trailer sehr gut gefallen hat. Die Himmelstadt Columbia ist mit einer Art Schienennetz durchzogen (Sky-Line), womit Waren und auch Menschen transportiert werden können. Und das ist einer ordentlichen Geschwindigkeit! Dazu nutzt man die Sky-Hooks, um sich an diese Schienen zu hängen.
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Sebst wenn ich ein echter Patriot wäre und mein Land noch so sehr lieben würde, hätte ich immernoch Angst vor diesem verdammten Songbird, dem Beschützer von Columbia. :-/
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Die beiden Protagonisten von Bioshock Infinite, Booker DeWitt und Elisabeth. Wobei mich Elisabeth ein wenig an Alice in Wunderland erinnert. Könnte am Kleid liegen. Ich bin gespannt, wie man sich ihre Fähigkeiten zu nutzen machen kann.
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 Ein Propagande Plakat aus Columbia. Sehr heroisch.
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 Bis dahin - Tschödeldö






Bilder: http://www.gamesradar.com/retro-bioshock-infinite-posters-are-an-old-fashioned-tease/
            http://www.hookedgamers.com/blogs/markbarley/2010/09/16/bioshock_infinite_propaganda_posters.html
            http://www.buttoncombo.com/archives/6792

Inofs:  http://de.bioshock.wikia.com/wiki/BioShock_Wiki

05.11.12

[52 Games] - Liebe bringt Farbe ins Leben



Love is in the Air beim neuen 52 Games Thema! :)

#41 - Liebe
- Colour My World (PC) -


"Colour My World" ist ein kleines Flashgame und der Nachfolger von "Colour My Heart". Das Spiel wurde von SilverStich entwickelt und man kann es auf verschiedenen Seiten spielen. Zum Beispiel auf Newgrounds

Das Spiel ist recht einfach gehalten und zwar in einem tristen schwarz-weiß Ton. Trotzdem ist "Colour My World" irgendwie künstlerisch wertvoll. Man steuert ein kleines Strichmännchen, dass außerhalb der großen, grauen Stadt lebt und von seiner Geliebten zum Tee eingeladen wird. Der Weg ist hart und beschwerlich, aber für die Liebste nimmt man die Strapazen der Reise doch gerne auf sich. Man bewegt sich durch eine triste Landschaft und kann hier und dort ein wenig Farbe in die Welt bringen. Alles in Jump'n Run und Point & Click Manier. Auf dem Weg stehen immer wieder Schilder, die einen einreden wollen umzukehren, doch die liebe unseres kleinen Protagonisten ist stärker und er geht seinen Weg. Das ca. 10 Minuten lange Spiel wird begleitet von melancholischer, aber doch schöner Pianomusik, die den Spieler in eine wunderschöne Depression geleitet, bis man das plötzlich Ende erlebt und auch die finale Message versteht.

Ein sehr hübsches, kleines Spiel mit dem Grundthema Liebe, Willensstärke und Durchhaltevermögen. Wenn man schonmal dabei ist, kann man sich auch mal die anderen "Colour My...."-Spiele anschauen, die immer eine ähnliche Thematik aufweisen, aber immer ein bisschen anders umgesetzt sind. "Colour My Fate" hat z.B eine leichte Weihnachtsthematik, während "Colour My Dreams" mit schicker Gruselstimmung arbeitet. Einfach mal reinschauen! :)




Bis dahin - Tschödeldö




04.11.12

Film•Peteback: Rubber


Neue Woche, neues Glück, neuer Film, altes Projekt!

Rubber


 "Rubber" ist eine Slasherkomödie aus dem Jahr 2010, von Regisseur Quentin Dupieux. Protagonist des Films ein hierbei ein Autoreifen, dein Eigenleben entwickelt.


Trailer


Fakten
Originaltitel: Rubber
Deutscher Titel: Rubber
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 82 Minuten
Regie: Quentin Dupieux
Drehbuch: Quentin Dupieux
Produktion: Julien Berlan, Gregory Bernard
Musik: Gaspard Augé, Quentin Dupieux


Es lebt.
Ein Autoreifen erwacht in einer amerikanischen Wüste zum Leben. Er stellt sich von selber auf und macht seine ersten vorsichtigen Rollversuche. Was fängt man nun mit einem Leben als einsamer Autoreifen mit Seele und Bewusstsein an? Man erforscht erst einmal die Gegend. Auf seiner kleinen Reise durch die Steppen der Gegend entdeckt der Reifen, der übrigens Robert heißt, auch seine verborgenen Kräfte. Der kleine Gummikerl scheint nämlich übernatürliche Fähigkeiten zu haben, Telekinese. So musste auf dem Weg zur Straße schon einmal eine Bierflasche und ein Hase das explosive Zeitliche segnen. An der Straße angekommen, fährt gerade die junge Sheila (Roxane Mesquida) in ihrem Auto vorbei. Liebe auf den ersten Blick. Robert hat sich verliebt und nichts wird sich ihm und Sheila in den Weg stellen, Nichts und Niemand...


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Was in der großen, weiten Filmwelt oft fehlt ist Abwechslung, Originalität und das nötige Quentchen Wahnsinn und Kreativität. Anscheinend ist "Rubber" in der Hinsicht eine Offenbarung.

Ein Mann an einer staubigen Straße irgendwo in einer amerikanischen Wüste, Nevada, New Mexiko, Arizona, wer weiß das schon. Auf der Straße stehen Stühle. Ein Auto kommt herangefahren und fährt mit chirurgischer Präzision die Stühle um. Der Wagen hält an, ein Polizist steigt aus dem Kofferraum, geht zur Fahrertür, gibt dem Fahrer seine Brille und erhält dafür ein Glas Wasser. So beginnt es.

Der Prolog des Films macht schon klar, was man von dem Film zu erwarten hat, nämlich auf der einen Seite so gut wie alles und auf der anderen, so wenig wie möglich. Lieutenant Chad (Stephen Spinella) hält hier der Zuschauerschaft eine Rede und erklärt damit auch schon den ganzen Film. "Rubber" ist eine Hommage an die Willkür. Die Willkür ist das mächtigste und am meisten verwandteste Stilelement der Welt und das noch nicht einmal gewollt. Wieso ist der Außerirdische in "E.T." braun? Reine Willkür. Wieso hat der Fahrer des Wagens die Stühle umgefahren? Reine Willkür. Wieso schüttet Lieutenant Chad das Glas Wasser nach seinem Monolog einfach weg, ohne einen Schluck zu trinken? Reine Willkür! Es ist auch nichts anderes als eine philosophische Frage, schon seit der frühsten Antike. Die Frage nach dem "Warum". Aber wieso sollte man einen Sinn in Handlungen und Sachverhalten suchen, wenn es doch gar keinen gibt? Wieso verbissen nach rationalen, logischen Begründungen suchen, wenn der Film doch sowieso auf der Willkür des Autors und des Regisseurs beruht? Willkür. Es kann so einfach sein, etwas zu erklären, was keine Erklärung benötigt. Douglas Adams hat in seinem Werk "Per Anhalter durch die Galaxis" schon eine einfache und simple Antwort auf eine große Frage gefunden - 42.

Interessant hierbei, dass Lieutenant Chad gar nicht direkt mit dem Zuschauer geredet hat, sondern mit einer ganzen Gruppe von Leuten, an die nach der Einleitung Ferngläser verteilt werden. Eine Gruppe Schaulustiger, die aus sicherer Entfernung das Spektakel in anderen Teilen der Wüstenlandschaft verfolgen. Wir sehen also einen Film, über Leute die einen "Film" schauen. Ein Film-im-Film. Dieser Fakt ist sehr interessant, weil sie sich genauso verhalten, wie jeder der sich in einer Gruppe einen Film ansieht. Einer redet, andere wollen ungestört die Handlung verfolgen, es gibt die Besserwisser, ein quengelndes Kind und es wird nach unverständlichen Sachen gefragt. Sie sehen sich selbst nicht als Teil des Films, sondern nur als Zuschauer. Sie leiden an einer bestimmten Stelle Hunger, gehen aber nicht nach Hause, oder woanders hin, obwohl sie es offenbar könnten. Sie entziehen sich jedem rationalem Verhalten. So sind sie  auf einen Gehilfen angewiesen, der die Gruppe eines Morgens mit einem gebratenen Truthahn versorgt. So stehen sich die Realität des Films und die Fiktion des Selbigen gegenüber, wobei man verstehen muss, was nun was ist.

Wie schon nebenbei erwähnt, ist der Protagonist des Film ein Autoreifen. Wieso? Ich glaube die Antwort ist klar. Reine Willkür! Und wieso auch nicht, denn es gab schon genug "tote" Gegenstände, die eine Filmhandlung dominiert haben. Man denke da an "Chuckie die Mörderpuppe" oder Stephen Kings "Christine" oder "Trucks". Letztere liefen auch auf Reifen und wieso dann nicht mal den Autoschuh zum 'Helden' machen. Robert der Reifen ist dabei ein sehr genügsamer Protagonist. Es ist recht putzig anzusehen, wie er seine ersten Rollversuche losgelöst von der Achse macht. Außerdem gibt es eine sehr putzige Szene, wo es so scheint als würde er aus einer Pfütze trinken. Allgemein legt Robert sehr menschliche Züge an den Tag. So kann er sich verlieben, hat Rachegefühle, duscht und schaut anscheinend gerne Fernsehen. Und was guckt so ein Reifen gerne? Autorennen natürlich! Auch scheint er so etwas wie ein Gesicht zu haben, da er sich zu manchen Personen umdreht. Alles recht gut durchdacht.

Quentin Dupieux alias. Mr.Oizo, hat sich in seinem Film außerdem dem Minimalismus verschrieben. Der Film hatte ein minimales Buget und sparte sich auch großartige Effekte. Das Eindrucksvollste sind vermutlich doch die platzenden Tiere oder Köpfe, die Robert mit seinen telekinetischen Kräften bearbeitet hat. Sie sehen auf den ersten Blick ganz ordentlich aus, doch auf den zweiten Blick sieht man schon die küstlichen Replikate aus Pappmaschee oder ähnlichem. Auch gibt es einige Stellen in denen "Rubber" wie ein Musikvideo wirkt. Das kommt auch nicht von ungefähr, denn Mr.Oizo ist ja auch Musiker im elektronischen Bereich und hat von daher auch schon einige Erfahrungen mit Musikvideos gemacht. Der Soundtrack des Films, stammt übrigens auch von ihm.

Einzige Kritikpunkte wären vielleicht die Handlung, die über die Länge in manchen Szenen ein wenig an Fahrt verliert. Der Film nimmt sich anscheinend gerne Zeit, was ich auch gar nicht für schlecht erachte. Die Schauspieler tun auch ihr Nötigstens und das ist bei dem minimalen Aufgebot auch recht ordentlich geworden, da kann man soweit nicht meckern. Einzig und allein der weibliche Part und das Objekt der Begierde Sheila, kommt ein wenig lahmarschig rüber. 



Fazit.
"Rubber" bietet über die gute Länge von bisschen mehr als achtzig Minuten genug Potenzial um den interessierten Zuschauer zu unterhalten und auch genug Fragen zu stellen und auch offen zu lassen. Der Film läd zu Interpretationen, Deutungen und Auslegungen und auch einige Überlegungen in Bezug auf die Willkür ein, die in dem Film allgegenwärtig ist. Der Film ist auf der einen Seite leichte Kost, bietet aber auch Tiefgang, wenn man das möchte. "Rubber" macht in der Gruppe aber noch am meisten Spaß, weil der Film einfach dazu anregt sich über die Handlung zu unterhalten. Ein klasse Gesellschaftsfilm!





Bis dahin - Tschödeldö




P.S.: Und auch hier zur Erinnerung, dass es auch dem Blog der Erdbeerkriegerin auch eine Rezension gibt. Also ordentlich reinschaun'!

Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Rubber_%28Film%29
             http://www.filmstarts.de/kritiken/179625.html
Bilder:  http://twodollarcinema.blogspot.de/2012/05/this-is-first-time-in-my-life-ive.html
             http://cdn.whatculture.com/wp-content/uploads/2011/04/2rubber-movie.jpg
             http://thechoppingblock.tv/index.php/2011/01/23/the-rubber-hits-the-road/

             http://www.thefilmpilgrim.com/reviews/rubber-review/2794
             http://thesketchydetails.net/archives/1194