18.11.12

Film•Peteback: Falsches Spiel mit Roger Rabbit


Da ich diese Woche mal wieder ganz für mich bin, habe ich mir gedacht, dass ich einfach mal ein Film vorstelle, den ich in meiner Kindheit sehr gerne gesehen habe.

Falsches Spiel mit Roger Rabbit




Fakten:
Originaltitel: Who Framed Roger Rabbit
Deutscher Titel: Falsches Spiel mit Roger Rabbit
Originalsprache: Englsich
Erschienen: 1988
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Robert Zemeckis
Produktion:  Frank Marshall, Robert Watts
Cast: u.a. Bob Hoskins, Christopher Lloyd, Joanna Cassidy, Stubby Kaye

Trailer: Falsches Spiel mit Roger Rabbit

Kurz gesagt: "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" ist ein Zeichentrick/Realfilm-Mix aus dem Jahr 1988, von Regisseur Robert Zemeckis. Dem Film zeichnet aus, dass echte Schauspieler perfekt mit gezeichneten Figuren agieren.





Los Angeles, 1947.
Nun nicht das richtige L.A., welches wir kennen. Es es ist eine fiktive Version, der Stadt der Engel, denn dort leben Menschen mit Zeichentrickfiguren, den sogenannten "Toons" Tür an Tür. Zeichentrickfilme werden nicht gezeichnet, sondern werden in dem fiktiven Toon-Stadtteil "Toonstadt" mit den Darstellern aufgenommen. Einer der Erfolgreichsten ist der weiße Hase Roger Rabbit. Der Hase ist allerdings seit geraumer Zeit nicht ganz bei der Sache. Der Studioboss R. K. Maroon beauftragt deshalb den Privatdetektiv Eddie Valiant (Bob Hoskins), Rogers Frau Jessica zu beschatten, weil er die Vermutung hat, dass diese ein Verhältnis hat und Roger deshalb so von der Rolle ist. Detective Valiant ist nicht sehr begeistert von dem Job und das er im Toon-Milieu arbeiten soll. Sein Partner und Bruder Teddy wurde einst von einem räuberischen Toon getötet und das sogar auf die "Toon-Art", mit einem herunterfallenden Klavier. Dieser Mord ist sehr mysteriös, weil man eigentlich sagt, dass ein Toon niemanden töten kann, da sie dazu geschaffen wurde, die Menschen zum Lachen zu bringen. Seitdem sein Bruder verunglückt ist, ist Eddie dem Alkohol verfallen und hat außerdem eine ausgeprägte Abneigung gegen die gezeichneten Stadtbewohner. Um die Schulden bei seiner Verlobten Dolores (Joanna Cassidy) zu begleichen, nimmt er dennoch den Job an. Valiant stellt Jessica Rabbit macht Fotos von ihr, wie sie mit dem Industriellen Marvin Acme (Stubby Kaye) rummach...*hust*... Backe-Backe-Kuchen spielt. Also Roger die Fotos sieht, dreht er vollkommen am Rad und einen Tag später wird Marvin Acme tot aufgefunden und alle Indizien sprechen gegen den flüchtigen Hasen. Aus persönlichen Motiven interessiert sich Detective Valiant doch noch für den Fall, da er eine Verbindung zu dem Tod seines Buders sieht. Außerdem ist ihm der ausführende Gesetzenhüter von Toonstadt, Doktor Doom (Christopher Lloyd), auch nicht ganz geheuer. Valiant springt über seinen Schatten und nimmt sich dem Fall an..





Ist es nicht der Traum vieler Kinder, einmal die Zeichentrickhelden des Fernsehens persönlich zu treffen, oder sogar besser, zu wissen das sie real sind und so leben wie man selbst? Ist bestimmt nicht der Traum jedes Kindes, aber doch bestimmt vieler. Und "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" ist in dem Sinne natürlich ein wahr gewordener Traum. So auch meiner. Ich habe mir den Film vermutlich schon hundert mal angesehen und könnte es auch noch heute immer wieder tun.

Wenn man sich mal das Datum der Veröffentlichung anschaut, dann weiß man schon, dass ein Film mit solchen Zeichentrickeffekten kein leichtes und vorallem billigen Unterfangen war. Doch für Robert Zemeckis, den Vater der "Zurück in die Zukunft"-Teile ist nichts unmöglich und schon gar nicht mit der Hilfe von Steven Spielberg und Richard Williams. So wurden im ersten Schnitt die menschlichen Schauspieler gefilmt und dann in weiteren Schnitten die einzelnen Zeichentrickfiguren passend eingefügt. Ein schwieriges Unterfangen für Schauspieler und vorallem für die Animationkünstler, da man damals noch nicht auf CGI-Effekte zurückgreifen konnte. Und die Anzahl an Auftritten bekannter Zeichentrickhelden ist fast schon endlos; Mickey Maus, Dumbo, Betty Boop, Schweinchen Dick, Daffy und Donald Duck, Sylvester und Tweety, Goofy, Woody Woodpecker, Bugs Bunny, Elma Fudd, Droopy Dog und das sind noch längst nicht alle. Wenn man sich mal Szenen im einzelnen anschaut, dann wird man noch viel mehr entdecken. Und dazu die neu erfundenen Figuren, wie Roger Rabbit selber oder die Wiesel. Interessant hierbei, dass es nicht alleine die Figuren von Warner sind, die ihren Auftritt haben, sondern auch Disney ist mit dabei. So gibt es auf einer Bühne in einem Nachtklug ein eindrucksvolles Klavierduell zwischen den beiden bekanntesten Enten der Zeichentrickwelt, Duffy und Donald.

Trotz der Detektivfilmanleihen und der Thematik um Betrug, Mord und Größenwahn, ist "Roger Rabbit", wie ich den Film einfach nenne, immernoch ein Film für die Familie. Die jüngeren erfreuen sich an ihren bekannten Helden aus den Cartoons und den humorvollen Einlagen zwischen Mensch und Zeichentrickfigur und können einer spannenden, aber auch einfachen Krimihandlung folgen. Für die Erwachsenen gibt es ein paar der älteren Zeichentrickfiguren, schwarzen bis zynischen und auch erwachsenen Humor und natürlich auch Anspielungen auf bekannte Detektivklischees. Der Film thematisiert des Verhältnis von Realität und Fiktion auf ganz verschiedene Weisen. So wird gezeigt was passiert, wenn ein Toon, mit Lösungsmittel in Berührung kommt, was die Vorteile eines Toon-Autos sind und was passiert, wenn ein Mensch von einem klischeehaften Boxhandschuh an einer Feder getroffen wird. Außerdem werden die physikalischen Gesetze der realen Welt mit der der Zeichentrickwelt vermischt und so gibt es viele absurde, aber auch lustige Momente zu sehen.

"Falsches Spiel mit Roger Rabbit" ebnete so den Weg für einige weitere Filme der Art, wo Menschen mit Zeichentrickfiguren verkehren. Darunter "Cool World" und "Space Jam".

Vom Schauspiel her kann man auch wirklich nicht meckern. Im Vordergrund steht natürlich Bob Hoskins, der hier eine seiner bekanntesten Rollen als der Privatdetektiv Eddie Valiant gibt. Man merkt wirklich, dass er mit den Toons nichts zu tun haben will und das er auch nur etwas widerwillig mit Roger Rabbit zusammenarbeiten möchte, da er schließlich seit dem Tod seines Bruder ein ziemlicher Einzelgänger ist.

Fazit.
"Falsches Spiel mit Roger Rabbit" ist eine erstklassige Krimikomödie. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und griffig und man interessiert sich für sie. Die Story ist spannend und abwechslungsreich und schöpft ihr Potenzial voll aus. Ich kann diese Perle meiner Kindheit wirklich nur jedem ans Herz legen, der was mit diesem Genremix anfangen kann.





Bis dahin - Tschödeldö






Infos:  http://de.wikipedia.org/wiki/Falsches_Spiel_mit_Roger_Rabbit
           http://www.filmstarts.de/kritiken/40448-Falsches-Spiel-mit-Roger-Rabbit.html

Bilder:http://www.moviereporter.de/filme/falsches-spiel-mit-roger-rabbit/images?image=4f3ddc59afb3201fa900138a
           http://www.moviereporter.de/filme/falsches-spiel-mit-roger-rabbit/images?image=4f3ddc59afb3201fa900138b
           http://www.waydoo.de/item/10/de/856

1 Kommentar:

  1. Ah, den Film habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen bzw. muss ich irgendwie verdrängt haben, obwohl ich ihn als Kind zusammen mit "Space Jam" gern gesehen habe. :)

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