30.12.12

Film•Peteback: Battleship


Die letzte Review in diesem Jahr... 
Unglaublich wie schnell ein Jahr doch rumgehen kann.

Battleship


Fakten
Originaltitel: Battleship
Deutscher Titel: Battleship
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012
Länge: ca. 130 Minuten
Regie: Peter Berg
Drehbuch: Erich Hoeber, Joan Hoeber
Produktion: u.a. Peter Berg
Musik: Steve Jablonsky
Cast: u.a. Taylor Kitsch, Brooklyn Decker, Liam Neeson
Alexander Skarsgård, Rihanna

Trailer: Battleship

Kurz gesagt: "Battleship" ist ein US-amerikanischer SiFi-Actionfilm von Regisseur Peter Bergt, aus dem Jahr 2012. Interessant bei der Veröffentlichung ist, dass der Film in Deutschland einen Monat vor den USA ausgestrahlt wurde. Der Film basiert lose auf dem "Hasbro"-Klassiker - "Schiffe versenken" und erzählt die Story um ein Flottenmanöver der US-Navy vor der Küste Hawaiis, bei dem Aliens auf der Erde landen, die einem Kontaktsignal gefolgt sind.




Im Jahre 2005 entdecken Forscher einen erdähnlichen Planeten, auf dem intelligentes Leben vermutet wird. Durch eine Übertragungstation auf Hawaii wird mit einem orbitalen Satelliten ein Signal zu diesem Planeten gesendet, in der Hoffnung, dass jemand antwortet.

Hauptprotagonist ist der junge Navy-Offizier Alex Hopper (Taylor Kitsch). Er war einst ein Raufbold, ein Nichtstuer der sich mit Gelegenheitsjob durchschlug und auf der Couch von seinem älteren Bruder Stone (Alexander Skarsgård) schlief. Der hatte das Leben seines kleinen Bruders irgendwann satt und holte ihn zu sich in die Navy, damit er etwas aus seinem Leben macht. Aber dann begeht Alex einen Fehler, der ihn die Laufbahn kosten könnte: Er verliebt sich ausgerechnet in Sam (Brooklyn Decker), die Tochter seines Admirals (Liam Neeson). Der hält nicht sehr große Stücke auf den jungen Offizier und wird seine Tochter sicher nicht an jeden X-Beliebigen geben. Alex bleibt allerdings wenig Zeit, über sein Schicksal nachzugrübeln, denn bei einem internationalen Flottenmanöver im Pazifik, vor Hawaii, gerät seine Einheit in eine Situation, auf die sie auch die beste Militärschule nicht vorbereiten konnte. Es wird ein merkwürdiges Objekt im Wasser gesichtet und drei Zerstörer, bestehend aus zwei amerikanischen und einem japanischen Schiff werden abkommandiert, um das Objekt zu sichten. Bei Kontakt, wird das Objekt aktiv und erzeugt eine Art undurchdringliches, kuppelförmiges Schutzschild, dass die drei Marineschiffe von der Außenwelt abschneidet. Nun tauchen auch noch drei Schiffe aus der Tiefe des Meeres auf und gehen in Verteidigungsstellung. Aus einem Übungsmanöver wird eine echte Seeschlacht.




Schiffe versenken. Ich denke mal, jeder hat diesen Klassiker der analogen Spielewelt schon einmal gespielt und weiß, dass dieses Spiel niemals alt werden wird. Hasbro hat sich da vermutlich gedacht, dass sie dem Ganzen ein Denkmal setzen sollten, oder sie wollten nach der "Transformers"-Reihe einfach noch ein bisschen mehr Geld scheffeln. Ich tippe auf Letzteres. Wenn es um die Filmwelt geht, dann ist eigentlich keine Ausgangsidee zu lächerlich, dass man nicht doch einen Film daraus machen könnte. Man braucht nur die nötigen Geldmittel und den richtigen Regisseur.

Und den Regisseur hat man auch gefunden. Peter Berg, der sich schon durch Blockbuster wie "Hancock" oder "Operation: Kingdom" hervorgetan hat. So ein Bombastfeuerwerk wie in "Battleship" abgefeuert wird, müssen da einfach auch ein paar Leute dabei gewesen sein, die auch in den Transformers mitgemischt haben. Vorne ran natürlich was die visuellen Effekte angeht.

Der Film fängt eher gemächlich an und will erst einmal alle nötigen Charaktere vorstellen und ein bisschen ausbauen. Dafür muss sich am Anfang auch Zeit genommen werde, denn im später wird dafür nicht mehr viel Zeit bleiben, da gibt es andere Prioritäten. Genau genommen haben wir hier keinen Charakter der besonders hervorsticht. Einfacher, stereotyper Einheitsbrei. Toughe Draufgänger, knorrige Generäle, stolze Japaner und heiße Miezen. Wenn man die "Transformers"-Filme gesehen hat, der wird sich hier irgendwie zu Hause bzw. vertraut vorkommen. Im weiteren Verlauf nimmt der Film kräftig Fahrt auf und hält das Tempo konstant. Ganz selten gibt es mal Situationen, in denen den Protagonisten ein wenig Ruhe gegönnt wird. Denn wenn ein actionreiches, visuelles und bombastisches Effektfeuerwerk, à la Michael Bay, angezündet wird, dann geht das nicht so schnell wieder aus. Man merkt schon, wohin die 200 Millionen Dollar Produktionsbuget geflossen sind und in dem Sinne wurden sie vollends ausgenutzt. Der Film ist von den Effekten her der feuchte Traum eines jeden Popcornkinoliebhabers. Wer sich die Blu-Ray des Films kauft, der wird in ein paar Making Of's auch sehen, wie alles animiert und produziert wurde. So wurde sehr viel Augenmerk auf die Darstellung von realistischem Wasser gelegt wurde und nie sah animiertes Wasser schöner und wässriger aus. Auch die technischen Details der Raumschiffe sind sehr sehenswert und eindrucksvoll. Transformers-like.

Wer die Ähnlichkeiten zum großen Roboterfilm sieht, der wird auch die Schwächen erkennen. Die "Transformers"-Filme sind ein zweischneidiges Schwert. Sie sind technisch ausgefeilt, spektakulär und actionreich, doch sagt man ihnen auch nach, dass sie schwach in der Handlung sind und das mit dem Bombast überdecken wollen. Der Gedanke kommt nicht von ungefähr. Für das Drehbuch wird auch "Battleship" keinen Oscar bekommen. Da muss ich aber fragen: "Was erwartet man denn von einem Film/Drehbuch, der/das auf einem Spiel beruht, welches man mit einem Stück Papier und einem Bleistift spielt?" Und wenn man ehrlich mit sich selbst ist, will man bei so etwas doch gar keine große, epische Story. Peter Berg hat locker-leichtes Unterhaltung geschaffen, für Actionfans. Und trotzdem lässt der Film, trotz minderer Story, minderer Charaktere und minderer Dialoge, bei den richtigen Zuschauern die Kinnladen runterklappen und die Augen funkeln. "Battleship" ist nicht unbedingt Massenkino, obwohl er vielleicht Potenzial dafür hätte. Der Film bietet abgestumpfte Charaktere, die auf ihre eigene Weise doch irgendwie sympathisch sind und der Humor ist, wenn man auf Situationskomik und Draufgängersprüche steht, auch nicht zu verachten. Man sollte eben nicht alles so ernst nehmen. Eine andere Sache wäre da der überschwängliche Patriotismus und die Beweihräucherung des Militärs und vor allem der Navy. Es ist schon fast lächerlich wie sehr das in den Mittelpunkt gestellt wird, da könnte an "Battleship" auch gleich als Werbevideo nehmen, um Rekruten anzuheuern. Aber obwohl, das hat damals bei "Top Gun" auch niemanden gestört.

Kommen wir mal zu den Schauspielern und deren Leistung. Da haben wir zum einen Taylor Kitsch , bekannt aus "John Carter - Zwischen den Welten" oder "X-Men Origins: Wolverine". Dann hätten wir da noch die R'n'B-Sängerin Rihanna. Diese beiden Teilen sich die meiste Screentime. Beide sind keine grandiosen Schauspieler, wobei gerade Rihanna hier maßlos untergeht und irgendwie deplatziert wirkt. Sie ist ein kleines Mäuschen unter gestandenen Marinesoldaten, wobei ihr toughes Auftreten auch nicht wirklich zieht. Kitsch merkt man an, dass er sich mehr im Schauspielgeschäft zu Hause fühlt und liefert, im Verhältnis, eine solide Leistung ab. Liam Neeson hingegen, vermutlich die unbestrittenste Größe in diesem Film, fristet ein Dasein in einer Nebenrolle mit wenig Auftritten und einem weniger als eindimensionalen Charakter. Dort hätte man sicher ein bisschen mehr rausholen können, wenn man diesen Mann schon für so einen Film an Land ziehen konnte.


Die ganze Zeit rede ich davon, dass der Film auf dem Spiel "Schiffe versenken" basiert, doch wie viel hat er denn nun wirklich damit gemein? Um die Handlung und gewisse Kniffe und Ideen nicht vorwegzunehmen, sei gesagt, dass man die Parallelen in ein bis zwei Szenen sehr gut erkennen wird, denn man wird schon mit der Nase draufgestoßen.

Fazit.
Wer mit "Transformers" keinen Spaß hatte, der wird auch bei Battleship nicht besonders gut unterhalten werden. Wer sich allerdings an Bord schwingen will und Genrefan ist, der wird hier über ganz zwei Stunden gut unterhalten werden. Mit kam es sogar so vor, als ob "Battleship" viel zu schnell zu Ende war. Der Film lohnt sich aber am meisten in der Blu-Ray-Fassung. HD-Bild muss da einfach sein!







Bis dahin - Tschödeldö






PS: Da es wohl keinen Post mehr von meiner Seite geben wird, wünsche ich meinen Lesern einen tollen Silvesterabend! Lasst es knallen, trinkt was, macht was kaputt, oder auch nicht. Wie es euch beliebt! :D Auf einen guten Start ins neue Jahr - Ich werde da sein! :)

Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Battleship
             http://www.filmstarts.de/kritiken/102237-Battleship.html
Bilder:  http://metalarcade.net/2012/05/battleship-movie-review/#.UN7tjndiJhU
             http://jeffreyklyles.wordpress.com/tag/battleship/
             http://outnow.ch/Movies/2012/Battleship/Bilder/movie.xl/03

             http://leonhart90.blogspot.de/2012/04/movie-review-battleship.html

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