31.01.13

Uncharted: Drakes Déjà-vu


Grüßt euch, ihr erfahrenen Schatzsucher, Grabräuber und Diebe!

Wenn ich ehrlich sein soll, dann weiß ich gar nicht genau, wieso ich eigentlich einen Post zu dem Thema mache. Es gab da allerdings so ein paar Kleinigkeiten an den drei PS3-Ablegern, die mich irgendwie gestört haben, jedenfalls ab dem zweiten Teil. Etwas, was den Stern einer erfolgreichen Videospielreihe schon ein bisschen niedriger hängen sollte. Was nun genau das Problem ist und warum ich mich da selber als ziemlich pingelig betrachte, erfahrt ihr jetzt.


Hach, Nathan Drake. Jeder der eine PS3 hat, wird entweder schon einmal einen Teil der "Uncharted"-Reihe vom Entwicklerstudio "Naughty Dog" gespielt haben, oder hat zumindest schon davon gehört. Schließlich ist die Reihe um den Schatzjäger Nathan Drake ein Aushängeschild für für die Konsole und die Spiele konnten in ihrer Laufbahn immer zwischen 70 und 100 Prozent der Wertungen erzielen. Wenn man also ein "Uncharted"-Spiel in der Hand hält, dann kann man einen gewissen Grad an Qualität erwarten, was Grafik, Gameplay und auch Story angeht. Mit dem Hauptcharakter Nathan Drake hat Naughty Dog eine charismatische, taffe, austrahlungsfähige Figur geschaffen, die mit Anlehnung an Genrekollegen nicht spart. Drake ist so taff, als würde man Indiana Jones mit Lara Croft ausstopfen und ist genau so fähig an der Waffe, wie auch bei Klettereinlagen und bei Rätsellösungen.

Doch was ist nun der Punkt der mir ein bisschen sauer aufstößt? Ich hab mir einst die Trilogie der PS3-Titel in einer Box gekauft und konnte so alle Teile nacheinander abklappern. Sehr praktisch, aber auch der Henkerstrick für die Geschichten der drei Teile. Hier komme ich nun offiziell in den Spoilerbereich, also;


Achtung! Massive Spoilergefahr!


Vorweg muss ich sagen, dass ich auf jeden Fall Spaß mit den Spielen hatte. Sie haben mir über die gesamte Länge wirklich gut gefallen, haben mich unterhalten und auch ein Stück weit beeindruckt, was Grafik, Atmosphäre, Inszenierung und vor allem Character Modeling angeht. Die Charaktere sind wirklich 1A, jedenfalls was den festen Cast angeht.

Wenn man sich mal die Story Line der drei Spiele betrachtet, dann wird dem geneigten Spieler vielleicht etwas auffallen. Und was eine da auffällt ist in meinen Augen eine kleine Schweinerei, denn man wird, was die Spiele angeht, ein wenig veräppelt und ein bisschen über den Tisch gezogen und irgendwie kann ich das Naughty Dog nicht mal übel nehmen. Der Punkt ist, dass man über drei Spiele immer, aber auch wirklich haarklein immer das gleiche bekommt. Und das ist eine Art von Recycling, die mich einfach stört. Zählen wir mal ein bisschen auf;

  1. Die Antagonisten sind stereotype, klischeebesetzte Figuren. Im ersten Teil sind es Gangster denen Geld geschuldet wird, im zweiten Teil ist es ein russisch/baltischer, machthungriger Warlord, im dritten Teil ist eine eine britische, geheime Untergrundorganisation.
  2. Diese Antagonisten haben immer eine Armee aus Soldaten, Söldnern oder Rebellen hinter sich, die Nathan mit Freude auslöscht. Dabei tendiert die Gegnerzahl die man beseitig in Größen der Bevölkerungszahlen kleinerer Inselstaaten.
  3. Der Antagonist hat immer einen Sidekick dabei, der schon früher mal mit Nathan Kontakt hatte und am Ende auf jeden Fall draufgeht, genau so wie sein Bosss.
  4. Unter diesen Soldaten, Söldnern, Rebellen gibt es immer die drei typischen Grundtypen. Den kleinen einfachen Gegner, den ein bisschen härteren Gegner, dann den richtig harten Gegner und noch mal einen super harten Gegner. Diese unterschieden sich dann durch Waffenwahl und Panzerung.
  5. Nathan stolpert durch irgendeinen zufälligen Auftrag immer in eine Schatzsuche, die ihn um den halben Globus führt und erst klein anfängt, aber bombastisch Endet.
  6. Es geht im Endeffekt immer darum ein Artefakt ausfindig zu machen, welches bei seiner Benutzung durch den Antagonisten die Welt bedroht. Im ersten Teil ist es eine Krankheit, oder ein Fluch der die Menschen zu Monstern mutieren lässt. Im zweiten Teil ist es das Harz eines Lebensbaumes, welches die Menschen übermenschliche Kräfte verleiht. Im dritten ist es ein Bakterium oder eine Chemikalie, die extreme Halluziantionen bei Menschen hervorruft und in Wasser nicht nachweißbar ist.
  7. Es gibt immer eine Art von Monster. Im ersten sind es mutierte, nackte, 100 Jahre alte Spanier die durch einen Fluch in Monster verwandelt wurden. Im zweiten Teil ist es ein uraltes, eingeborenen Volk, das im Himalaja lebt und übermenschliche Fähigkeiten besitzt. Im dritten Teil sind es Soldaten, die durch Halluzinationen von Drake, zu Flammen schleudernden Dämonen mutieren.
  8. Nathan steht in jedem Teil immer kurz davor sein Leben auszuhauchen, kann aber in wirklich letzter Millisekunde gerettet werden.
  9. Es gibt in jedem Teile eine Szene in der Drake von einem fahrenden Jepp, der von seiner Kollegin Elena gesteurt wird, auf etwas anderes Fahrendes springt und dann von der Gruppe getrennt wird.
  10. Der Ort an dem das zu findende Artefakt sein sollte, ist nach obenhin immer offen und einfacher zu betreten, als der Weg den Nathan und keine Kollegen gehen.
  11. Es geht immer Schätze zu finden. Das ist außerdem ein kleines Gimmick der Reihe, dass es im jedem Spiel ca. 100 Schätze zu finden gibt, die irgendwo in der Gegend herumliegen. Das wurde bis zum dritten Teil etwas schlecht gelöst, da dann im zweiten Teil, in einem türkischen Museum, einfach altertümliche, wertvolle Gegenstände in Blumenbeeten und auf Fensterbänken lagen. Im dritten Teil haben sie das ganze dann etwas entschärft und haben sich größtenteils auf Schmuck beschränkt. Die Schwierigkeit diese Schätze aufzuspüren liegt zwischen "Man stößt mit der Nase drauf" bis hin zu "Drehe dich um 180°, stehe auf einem Bein, hüpfe um eine Ecke, lehnte dich im Winkel von 43,5° gegen eine Wand und neige den Kopf zum Polarstern und da kann man dann den Schatz von einer 20 Meter hohen Statue von der Spitze schießen".
  12. Immer der Streit mit Elena, weil Nathan sie schützen will. Da entstehen Grunddialoge die so ablaufen; Nathan: Du kommst nicht mit Elena. Zu gefährlich. Elena: Doch ich komme mit. Nathan: Nein, tust du nicht. Elena: Doch, tu ich. Nathan: Nein Elena Doch. Nathan: Okay.

Das soll erst einmal ausreichen. Im Grunde genommen wird einem immer das gleiche Ablauf geboten. Nathan bekommt Wind von einem Schatz, ein mächtiger Antagonist mit einer Armee will den Schatz auch um die Welt zu beherrschen. Man sucht mindestens drei Orte auf, an denen der Schatz sein könnte, aber nicht ist, sondern nur ein Hinweis wo er ist. Nathan und der Antagonist erreichen gleichzeitig den Schatz, irgendwelche Wächtermonster beschützen den Schatz, es kommt zum Showdown, der Antagonist geht hopps, Nathan und seine Freunde kommen gerade mal so aus der Situation raus und alles ist wieder schön. Vom üblichen Ablauf (Klettern, Rätsel, Schießerei, Klettern, Schießerei, Schießerei, Rätsel, Klettern, Schießeri, Klettern, Schießerei, Rätsel und noch einmal Schießerei) mal angesehen

Nennt mich pingelig, aber von Gameplay haben sich die Teile immer weiter verbessert, boten neue Möglichkeiten im Kampfsystem und in der Bewegung der Figuren. Neue Engines für die Physik wurden entwickelt und an der Grafik wurde geschraubt. Aber warum fehlte dann die Zeit für eine neue Art von Story? Wieso muss einem ein Aufguss von vorherigen Teil geboten werden, wo man die Nationalität des Antagonisten und das Land in dem sich der Schatz befindet austauscht. Warum es nicht einmal ohne einen festen Antagonisten versuchen? Warum es nicht mal ohne irgendwelche Monster versuchen? Warum es nicht mal ein bisschen kleiner halten und Nathan nicht unbedingt die Welt retten lassen, sondern einfach nur einen Schatz finden lassen. Warum nicht mal ein bisschen mehr Interaktion mit der Umgebung ermöglichen? 

Sicher ich meckere hier gerade auf einem sehr niedrigen Niveau, denn ich weiß, dass es bei Spielereihen wie "Assassin's Creed" oder "Call of Duty" nicht viel anders ist. Aber bei den Uncharted-Spielen ist es mir halt extrem aufgefallen. So viel Spaß mit die Spiele auch gemacht haben - ich frage mich, wieso Naughty Dog nicht mehr aus dem gemacht haben, was sie geschaffen haben. Man fährt die Serie so irgendwann zwangsläufig gegen die Wand, denn eine gute Inszenierung ist nun wirklich nicht alles. Auch wenn das die Spiele vermutlich immer noch Höchstwertungen bekommen werden. Es Spiel dieser Reihe wird immer eine Art Déjà-vu bleiben.





Bis dahin - Tschödeldö




29.01.13

Game•Peteback: The Unfinished Swan (Mir schwant da etwas...)


Kennt ihr das auch? 

Ihr zockt euch durch die ganzen namenhaften Titel die ihr so im Regal stehen habt; Ballert mit einem ausgewählten Arsenal an Waffen um euch, sammelt mit sympathischen Figuren alles ein was nicht nieht- und nagelfest ist, meuchelt Wachen und böse Buben im Allgemeinen und zähmt ein paar Drachen und andere Ungeheuer, nur um dann später in einer aufgemotzen Karre den Highway entlang zu brettern. Man spielt und spielt und spielt, lässt sich von epischen Geschichten mitreißen und verbringt gerne Zeit mit Sidequests und Herausforderungen. Man ist daran gewöhnt ein Spielgeschehen zu erleben, welches auf mehrere Stunden ausgelegt bzw. gestreckt ist, sodass der Spieler lange daran Spaß hat.

Doch da ist auch diese kleine Ecke in einem jeden Gamerherzen, dass sich nach etwas "Anderem" sehnt. Etwas, das nicht jedes Spiel bietet. Etwas, dass das Spiel irgendwie einzigartig macht. Etwas, dass einen am Ende mit einem guten Gefühl zurücklässt und man etwas erlebt hat, das doch so kurz, aber so gehaltvoll war, dass man sich lange daran zurückerinnert. Ein Spiel das sagt; "Hey! Genieß mich! Beschäftige dich mit mir! Glaub mir, ich bin etwas ganz besonderes!"


Das Spiel, dass genau das zu mir gesagt hat war "The Unfinished Swan", ein Spiel vom Independent-Entwicklerstudio "Giant Sparrow". Ich hab es mir kurz vor Weihnachten bei einem Angebot im PlayStation Store gekauft und bin vor kurzen dazu gekommen es endlich mal anzufangen. Ich habe vorher schon einiges über dieses Indiespiel gehört und wusste ungefähr was mich erwartet.

Die Story wird einem kurz und knapp erläutert:
Man spielt den Waisenjungen Monroe. Nach dem Tod seiner Mutter soll er in ein Waisenhaus kommen. Seine Mutter war eine leidenschaftliche Malerin, mit dem einzigen Manko, dass sie niemals ein Bild zu ende gemalt hat. Als Andenken, durfte Monroe ein Bild mit ins Waisenhaus nehmen und er entschied sich für das Lieblingsbild seiner Mutter - den unvollendeten Schwan. Eines Nachts bemerkt der Junge, dass der Schwan aus seinem Bild verschwunden ist. Die gelben Fußspuren führen zu einer Tür, die vorher nicht dort war. Damit begibt sich Monroe in eine traumhafte Welt, die er noch nie gesehen hat.

Das Intro war zu ende und ich saß da und schaute auf einen weißen Bildschirm. Ich dachte das Spiel würde gerade laden. Ich bewegte nach ca. 2 Minuten einen Stick und hörte Schritte. Ich war also schon im Spiel, aber ich sah nichts - alles war weiß. Ich drückte einen beliebigen Knopf und ein kleiner schwarzer Ball flog hervor und zerplatze auf einer Oberfläche in einem großen, schwarzen Fleck. Mit diesen Farbbällen war es mir möglich meine Umgebung schemenhaft sichtbar zu machen. Bäume, Steine, Zäune, Gräser, Kisten, Treppen, Tore und sogar Tiere, alles war da! Nur es war alles weiß. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, dass man selber eine Welt sichtbar machen kann, mit den einfachen Methode, dass man den Sachen Konturen verschafft.

So war ich mitten im Spiel. Ich folgte, in der Egoperspektive, den Fußspuren des Schwans der hier und dort auftauchte und mir die Richtung wies. Man hat in "The Unfinished Swan" vier Kapitel die man erleben kann. Diese sind von der Spielweise recht unterschiedlich, aber doch haben eine gewisse Grundstruktur. Während man sich im ersten Kapitel noch auf das Einfärben der Welt konzentrierte, kommt im zweiten Kapitel ein wenig Mechanik dazu. Man muss Rätsel lösen und mit seiner Umwelt agieren um voran zu kommen. Begleitet wird man nicht nur vom Schwan, sondern auch von der Geschichte an sich. Auf den vorgefertigten Wegen findet man immer wieder Buchstaben an den Wänden, die durch Interaktion eine Buchseite freigeben und man bekommt einen Teil der Geschichte um diese merkwürdige, teils farblose Welt erzählt. In der geht es, soviel sei gesagt, um einen König, der ein ganzes Königreich gemalt hat. Und Monroe bewegt sich nun in diesem Königreich. Das erklärt auch warum die Welt im zweiten Kapitel schon Konturen und Schatten hat. Der König hat in seiner Burgstadt angefangen Schatten an die Dinge zu malen, weil die Bewohner es satt hatten Sachen zu verlieren, oder irgendwo gegen zu laufen.

"The Unfinished Swan" hat eine Spieldauer von ca. 2-3 Stunden. Ich empfehle aber das Spiel an einem Stück durchzuspielen. Man sollte sich Zeit für das Spiel, die Geschichte und die Welt nehmen. Alles geschieht wie in einem Fluss und das sollte nicht unterbrochen werden. Wer sich in das Spiel einfindet, der findet sich in einem kleinen, feinen Märchen wieder, dass Stück für Stück erzählt wird. Ein Märchen, dass zu noch mit nicht allzu schweren Rätseln und Adventure-Aufgaben gespickt ist.


Das Spiel lebt viel von seiner Optik und die auf der einen Seite recht simpel, aber doch so genial. Gerade Menschen die sowieso eine kreative Ader haben, wird es auf jeden Fall ansprechen. Man muss nicht stinkt geradeaus laufen. Es lohnt auch mal sich umzugucken, die Welt zu begutachten, um hier und dort Sachen zu entdecken. So schläft in der Stadt ein Riese und auf einem Dach kann man vom Schloss aus einen Teller mit Toastscheiben erkennen, den der Riese dort abgestellt hat. An einem anderen Punkt im Spiel kann man durch die Kanäle der Stadt ein Seeungeheuer tauchen sehen und mit den später auftauchenden Blumenranken lässt sich auch einiges anstellen. Ich selber erwischte mich dabei, wie ich Räume und Mauern mit Ranken dekorierte, nur um ihre Form greifbarer zu machen und um zu sehen, wo sie überall hinreichen können. Man ist nicht direkt der Erschaffer dieser Welt, aber man nimmt mit ihr Kontakt auf und kann sie formen und sie sich zu eigen machen.

Die Stimmung des Spiels ist anfangs recht heiter und man jagt dem Schwan hinterher, bis man im dritten Kapitel in einem dunklen Wald landet und nun mit dem konfrontiert wird, was man vorher verbreitet hat. Schwärze. Hier ist es an Monroe den Weg aus dem Wald zu finden und dabei nicht von den Spinnen erwischt zu werden, die in der dunklen Schwärze lauern. Hilfe bekommt er dabei von birnenartigen Früchten die buntes Licht abgeben. So taucht man immer tiefer ein in die Geschichte ein und merk selber, wie man immer melancholischer wird, wie auch die Geschichte um den König. Sie wird düsterer, aber nie unangenehm. Es ist wie ein kleines Lebensdrama, welches man sich von außen betrachtet, aber doch mitten drin ist. Dabei wird immer darauf geachtet, dass nie zu viel erzählt wird. Die Geschichte um den König, seine Werke und seine Frau ist angefüllt mit Metaphern und Andeutungen. Es ist das, was der Spieler darin sieht und deshalb sollte man der Geschichte aufmerksam folgen.

Ein klein wenig störend fand ich den Ansatz, dass die Entwickler versucht haben einen Wiederspielwert im Spiel zu schaffen. So verteilten sie in den Kapiteln Luftballons, die man finden soll, damit man im Hauptmenü kleine Gadgets und Concept Arts freischalten kann. Wirklich interessant sind dabei aber nur die Konzeptzeichnungen und die kann man auch freischalten, denn man die Ballons einsammelt, die sowieso auf dem Weg liegen. So etwas wirkt einfach unpassend und teilweise stört es ein wenig das Gesamtbild. Wenn ein Spiel kurz ist, dann sollte es das auch bleiben. Wenn der Spieler es noch einmal spielen möchte, dann doch aus den Motiven, dass das Spiel gut ist und nicht, dass das Spiel an das Sammlebedürfnis appeliert.


Fazit.
"The Unfinished Swan" ist ein Spiel wo ich nach langer Zeit mal wieder "Wow!" gesagt habe. Das Spiel hat mich gefesselt, mich beeindruckt und vor allem berührt. Es war jeden Cent wert, den ich dafür ausgeben habe und ich bin froh, dass es Entwicklerstudios gibt, die einen aus dem Gamer-Alltag rausholen und zeigen, dass es noch andere Welten geben kann. Welten, die fantstisch und traumhaft sind. Welten, die sich auf einfache Darstellung beschränken, aber doch so viel zeigen und geben können. Welten, die in sich geschlossen sind, die nicht unbedingt frei begehbar sein müssen. "The Unfinishes Swan" ist ein Spiel das genossen und geschätzt werden möchte. Ich sehe es im Nachhinein als kleinen Urlaubstrip in eine Welt, die ich so vorher nicht nicht gesehen habe.





Bis dahin - Tschödelödö





27.01.13

Film•Peteback: Idiocracy


Zukunftsmusik ist immer sehr interessant. Wenn dieser Blick in spätere Jahre erstens humoristisch ist und zweitens kritisch, dann ist das umso besser.

Idiocracy


Fakten:
Originaltitel: Idiocracy
Deutscher Titel: Idiocracy
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2006
Länge: ca. 84 Minuten
Regie: Mike Judge
Drehbuch: Mike Judge, Ethan Cohen
Produktion: Mike Judge
Cast: u.a. Luke Wilson, Maya Rudolph, Dax Shepard, Terry Crews, David Herman, Justin Long

Trailer: Idiocracy

Kurz gesagt: "Idiocracy" ist ein US-amerikanische Si-Fi-Komödie aus dem Jahr 2006, von Regisseur Mike Judge. Der Film zeigt eine dystopische Welt bzw. ein dystopisches Amerika im Jahr 2505, wo die degenerierte Gesellschaft am Rand eines Zusammenbruchs steht, Nun liegt es am durchschnittlichsten Mann der Gegenwart dies zu ändern.





"Nur ein mittlemäßiger Mensch ist immer in Hochform" - William Somerset Maugham.

Joe Bowers ist wohl der durchschnittlichste, mittelmäßigste Mensch, den man in den Vereinigten Staaten finden kann. Er kann nichts besonders gut, aber auch nichts besonders schlecht. Joe arbeitet als Bibliothekar bei der Army (was schon irgendwie merkwürdig klingt) und ist soweit mit seinem Job zufrieden, aber finanziell könnte es ein wenig besser laufe. Mit seiner Durchschnittlichkeit ist er ein optimaler Proband für ein streng geheimes Projekt der U.S.Army. Das Projekt mit dem Namen "Winterschlaf" soll erproben, ob es möglich ist Menschen einzufrieren, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzutauen. Neben einen Mann soll noch eine Frau eingefroren werden. Dies soll die Prostituierte Rita sein, die aufgrund ihrer Fruchtbarkeit ausgewählt wurde. Das auf ein Jahr angesetzte Projekt gerät, durch einen internen Skandal, in Vergessenheit und Joe und Rita erwachen im Jahre 2505. Wie im Intro des Films klar wurden, haben sich die akademischen, intelligenten Menschen aufgrund ihrer Karrierevorstellungen nicht mehr vorgepflanzt und so haben sich die degenerierten, dümmlichen und einfach gestrickten Menschen immer weiter vermehrt, bis nun im Jahr 2505 die gesamte Menschheit mehr oder weniger verdummt ist. Joe muss nun in einer Welt zurechtkommen, die ihm ersten fremd ist und zweitens vor neue Herausforderungen stellt, denn anscheinend ist er nun der klügste Mensch auf dem Planeten...




Bei dem Namen Mike Judge, denkt man natürlich als erstes an seine Comicfiguren "Beavis und Butt-Head" die, durch die auf MTV großgewordene Serie, einen Kultstatus erreicht haben. Diese Serie ist nicht jedermanns Geschmack, dennoch hat sie eine ganze eigene Sozialkritik, die dem Zuschauer näher gebracht werden soll. Wo sich Mike Judge mit den beiden Figuren noch in der Gegenwart bewegte, wagt er mit seinem ersten abendfüllenden Film einen Blick in die Zukunft.

Die Art wie der Regisseur an die ganze Sache herangeht, ist alles andere als subtil. Viel mehr tut Judge das, was er auch schon mit Beavis und Butt-Head getan hat, er packt die Sache ganz unverblümt an. Es ist eine sehr offensive und ziemlich überzogene Darstellung die er gewählt hat, aber anders wäre es bei den Charakteren auch gar nicht möglich gewesen.

Wenn man die erste Hälfte des Films betrachtet, dann ist Judge wirklich ein grandioser Blick auf eine dystopische Zukunft gelungen. Nachdem Joe seiner Zeitkapsel entkommen ist und sich einigermaßen sicher in der Welt bewegen kann, gibt es einige gut platzierte Seitenhiebe auf die Konsumgesellschaft in der wir heute schon leben. So gibt es Einkaufsmöglichkeiten mit möglichst obszönen Namen und eine namenhafte Kaffeehauskette bietet auf subtile Art und Weise sexuelle Gefälligkeiten zum Kaffee an. Das Grundgetränk der Zeit ist ein Energydrink, die Reklame ist noch aufdringlicher und penetranter geworden und Nachrichten werden von Damen in knappen Kleidungsfetzen präsentiert. Die erfolgreichste Serie im Fernsehen dreht sich um einen Typ, der immer wieder etwas in die Eier bekommt und das schon seit über einhundert Folgen und von dem erfolgreichsten Film wollen wir gar nicht erst sprechen. Schaut's euch einfach an... Kurz gesagt, sämtliche moralischen und kulturellen Werte wurden über den Haufen geworfen und klassische, tugendhafte Ideale sind einer Reizüberflutung aus Sexualisierung und stupider Unterhaltung gewichen. Menschliche Abgründe tun sich da auf, dass es einen fast schon schockiert. Sehr interessant dabei ist zu sehen, wie die Menschen mit dem Verfall von Gebäuden umgegangen sind und wie sie die Vergangenheit in einem Museum aufgearbeitet haben. Zu köstlich! Was auf den ersten Blick sehr konservativ wirkt, entpuppt sich als gar nicht mal so an den Haaren herbeigezogen. Dennoch sollte man aber im Hinterkopf behalten, dass sich der Film in keiner Weise ernst nimmt.

Was vielleicht ein wenig an dem Film stört, sind einige Logiklücken die sich hier und dort auftun. So gibt es in dieser Gesellschaft immer noch eine Polizei und erstaunlich wenig Kriminalität. Auch hat man auf eine sehr einfache Art von Politik nicht verzichtet und es gibt sogar ein Rechtswesen. Diese Ämter sind aber allesamt nur noch ein Schatten ihrer selbst und mit genau denselben Idioten besetzt, die auch auf der Straße herumlaufen. Was will man sagen, wenn man erfährt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten ein Pornostar/Wrestler ist. Auch fragt man sich, wie bei all der fehlenden Intelligenz diese ganzen futuristischen, technischen Maschinen entwickelt werden konnten, wenn es schon Probleme bei den einfachsten Matheaufgaben gibt. Ich schätze mal, dass es Mike Judge es mit der Logik allgemein nicht so genau genommen hat und so großartig stört es auch nicht. "Idiocracy" ist halt durch und durch Trash und ein B-Movie erster Güte. Das lässt sich auch an einigen Szenen sehr gut betrachten, denn die Hintergrundkulissen sind oft nicht wirklich gut, was dem geringen Budget dem Film zu schulden ist.

Was ein wenig mehr in Gewicht fällt, ist, dass der Film einem einfach zu lang vorkommt. Die Story würde um einiges mehr bieten mit dem man arbeiten könnte und das es sich zu zeigen lohnen würde. Leider verschießt "Idiocracy" sein gesamtes Pulver schon in den 40-50 Minuten Laufzeit und der Rest wirkt dabei wie ein leidender Lückenfüller. Mit der fortschreitenden Länge des Films geht auch das Witzpotenzial flöten. Der Humor geht langsam den Bach runter mit Szenen in denen einfach das primitive Unvermögen der Menschen ausgeschlachtet wird. Sprich, der Humor bewegt sich gegen Ende auf derselben Ebene wie der Humor im Fernsehprogramm der Zeit. Wer sich aber trotzdem noch amüsiert, dem wird anscheinend der Spiegel vorgehalten. Das bringt einen ja schon fast zum Nachdenken.

Was das Schauspiel angeht, so lässt sich gar nicht so viel meckern. Luke Wilson spielt die Rolle des durchschnittlichen Joe Bauers hervorragend und glaubhaft. Man nimmt ihm einfach ab, dass er sich in dieser Welt fremd fühlt und das er gar nicht so recht Lust hat, nun als intellektueller Retter der Menschheit zu gelten. Seine Partnerin Maya Rudolph, in der Rolle der Prostituierten Rita verblasst hingegen ziemlich und wirkt doch relativ austauschbar. Terry Crews in der Rolle von Präsident Comacho glänzt wie immer mit überzogenen Schauspiel, wie in eigentlich allen Filmen wo er mitgespielt hat.


Fazit.
"Idiocracy" ist ein wunderbarer Trashfilm über eine vielleicht nicht ganz so ferne Zukunft, mit einigen interessanten Denkanstößen und Seitenhieben auf unsere Heutige Zeit. Trotz der mäßigen Schwächen von Mike Judge erster großen Regiearbeit, ist der Film auf jeden Fall eine Empfehlung wert, denn unterhalten tut er wirklich vortrefflich. Das Schauspiel ist durchweg solide und wenigstens die Hauptcharaktere sind griffig und irgendwie sympathisch.





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Idiocracy
Bilder:  http://collider.com/idiocracy-camacho-terry-crews-election/
             http://www.empireonline.com/features/how-cinema-sees-the-future/p13
             http://bmoviesofthedigitalage.blogspot.de/2011/02/idiocracy-2006.html
             http://www.filmstarts.de/kritiken/109539/bilder/?cmediafile=18760625
             http://movieline.com/2012/08/06/idiocracy-movie-spin-off-terry-crews-president-camacho/

23.01.13

[52 Games] - So Long Goodbye


Das soll es also gewesen sein.

 Das grandiose Projekt [52 Games] nimmt mit dem letzten und 52. Post sein Ende. Ich darf sagen, dass mir dieses Projekt Woche für Woche sehr viel Spaß gemacht hat und mich oft genug hat grübeln lassen, welches Spiel nun am besten zum Wochenthema passt. Es war sehr interessant mal zu erfahren, was man selber mit Spielen verbindet, welche Erinnerungen da hochkommen und vor allem, wie da bei anderen ausschaut. Ich habe durch das Projekt auch eine neue Blogs kennengelernt, die ich auch weiterhin verfolgen werde. Und ich hoffen natürlich auch, dass es meinen Lesern Spaß gemacht hat, meine wöchentlichen, nostalgischen Videospielergüsse zu ertragen. Ich bedanke mich dabei natürlich beim Zockwork Orange Team, dass sie das Projekt so engagiert durchgezogen haben - Es war super! :)


#52 - Abschied
- Tomb Raider IV: The Last Revelation (PS1) -


Der Abschied von Projekt und mit dem Spiel "Tomb Raider VI: The Last Revelation" auch der Abschied von einer Videospielikone, einem Sexsymbols und einer Powerfrau. "The Last Revelation" zu deutsch "Die Letzte Offenbarung" verrät eigentlich schon, dass dieser vierte Teil das Ende der Story Line um die Archäologin und Hobbygrabräuberin Lara Croft besiegelt.

Vermutlich komme ich mit diesem Beitrag hart in die Spoilerzone, falls jemand das Spiel noch nicht gespielt halt: Wird langsam ma Zeit, wa!?

Nachdem man die ganze Zeit versucht hat, die Welt wieder ins Lot zu rücken, woran Lara nicht ganz unschuldig war, stellt sich die Archäologin dem ägyptischen Gott Seth, der allemal kein leichter Gegner ist. Ich bin vermutlich 50 Mal an ihm gescheitert, bis ich mal spitz gekriegt habe, dass man Seth nicht direkt besiegen muss. Man muss den Ausgang der Pyramide, in der sich der Kampf abspielt, erreichen und Seth einfach wieder mit dem Amulett des Horus versiegeln. Gesagt getan, sprintet Lara zum Ausgang des einstürzenden Grabmals und sieht ihren Mentor Werner von Croy im Eingang der ihr die Hand reicht. Weil er der Gegenspieler dieses Teils ist und von Seth besessen war, zögert Lara, was allerdings ihr Verhängnis war. Der Eingang der Pyramide stürzt ein und begräbt Lara Croft mit Tonnen von Steinen unter sich. Croy zieht seinen Hut und dann - Credits.

My Reaction ~

Das war's? Das soll's gewesen sein? So ein Ende hat eine Videospielikone verdient? Ich hätte mit ausgemalt das Lara in hohem Alter stirbt oder bei einer gefährlichen Mission ihr Leben für jemand anderes opfert. Aber das? Was soll das für ein Abschied von einer Figur sein, die so viel Charme, Charisma und Sexappeal hat und die taff'ste Frau des Universum ist? Nun dieses Ende wurde dann mit einem späteren Spiel (Tomb Raider: The Angel of Darkness) wieder relativiert, da Lara in Ägypten von Beduinen gerettet wurde... Nachdem sie nur noch ein Haufen Matsch war. Natürlich, Core Design - ihr habt euch schon viel Mist einfallen lassen, aber das war der Größte. Wenn ihr sie schon lächerlich sterben lasst, dann lasst sie auch tot und grabt sie nicht scheinheilig wieder aus!





Bis dahin - Tschödeldö




22.01.13

Konsumfreude: Eine Enzyklopädie und ein Kredo


Endlich mal wieder ein weiterer Post zu meiner Konsumfreude!
Natürlich soll das hier kein 08/15 Post werden, sondern es steckt auch eine Empfehlung dahinter.

Ich habe von Weihnachten noch einen 20€ Amazon Gutschein überbehalten und habe mich letztens mal durch die unendlichen Welten des Onlinewarenhauses geklickt. Durch Zufall bin ich dann auf folgendes gestoßen:


Das ist die lizenzierte Assassin's Creed Enzyklopädie 2.0. Der Zusatz "2.0" steht dabei für die erweiterte Ausgabe in der auch die Story aus "Assassin's Creed 3" enthalten ist, was bei der ersten Version nicht vorhanden war. Und da dieses wunderbare Buch nur 34€ kosten sollte, war mir der Gutschein auf jeden Fall gut genug dafür. Ich wusste nur bedingt, was die Enzyklopädie enthält, aber war dann doch sehr vom 380 Seiten starken Inhalt überrascht.



Der Inhalt umfasst eine detailierte Zusammenfassung der Storys aller Teile und hat dabei schon fast Romancharakter. Auch die Zusatzinhalte (DLCs ~ Da Vincis Verschwinden, Schlacht um Forli, etc.) werden aufgegriffen und verständlich in die Gesamtgeschichte eingewoben. Überrascht hat mich, dass auch die Geschichte der Comics aufgegriffen wurde, in denen es um den Überläufer Daniel Cross und seinen Vorfahren, den Assassinen Nikolai Orelov geht. Das kann für viele Spieler sehr interessant sein, die nicht die Comics gelesen haben. Die Handlung um Nikolai Orelov ist auf jeden Fall sehr lesenswert.

Die ausführliche Erzählung aller Handlungsstränge und die Zusammenführung dieser, ist daher auch für jeden sehr attraktiv, der die Spieleserie nicht komplett verfolt hat. Es kann ja vorkommen, dass man vielleicht mit dem venizianischen Setting der zweier Teile nichts anfangen konnte, aber trotzdem die gesamte Story im Auge behalten möchte. Oder man ist einer derjenigen, die erst mit dem dritten Teil eingestiegen sind und zu bequem sind, die vorherigen Teile zu spielen. Dazu gibt es auch während der Story eingestreute Erläuterungen zu den auftretenden Personen, welche aber in einem anderen Abschnitt noch einmal alle ausführlich nachgelesen werden können. Die Textabschnitte sind immer mit schicken Artworks oder Konzeptzeichnungen bebildert, die direkt vom Entwicklerstudio stammen.


Sehr interessant war der Abschnitt über die versteckte Klinge. In dem Abschnitt wird ihre Bedeutung für den Assassinenorden, ihre Funktion, ihr Aufbau und ihre Geschichte erläutert. Alles mit schicken Zeichnungen und Konzepten veranschaulicht. Zu der versteckten Klinge gehören einige weitere, gesonderte Artikel, in denen die Geschichte der Assassinen und der Templer erklärt wird und wie sie miteinander zusammenhängen. Auch wird die Fähigkeit des Adleraugen näher beschrieben und sogar pseudowissenschaftlich belegt. Ein anderer Artikel befasst sich mit der Gründung und dem Aufstieg der Firma "Abstergo Industries" und ihrer wichtigsten Mitglieder.


Alles in allem kann ich sagen, dass diese Enzyklopädie wirkliche die Anschaffung wert war, mit oder ohne Gutschein. Ich empfehle dieses 380 Seiten starke Büchlein jedem Assassin's Creed Fan, der die gesamte Story, viele Erläuterungen und tolle Zeichnungen in einem Werk zusammengefasst haben möchte. Ich habe die Enzyklopädie geradezu verschlungen! Und ich habe gedacht, ich wüsste schon alles...





Bis dahin - Tschödeldö




20.01.13

Film•Peteback: Mean Creek


Independentfilme sind doch immer wieder sehenswert. Und wenn es sich dabei noch um einen Film über einen Jugendfilm handelt, ist es umso besser.

Mean Creek


Fakten:
Originaltitel: Mean Creek
Deutscher Titel: Mean Creek
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2004
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Jacob Aaron Estes
Drehbuch: Jacob Aaron Estes
Produktion: u.a. Susan Johnson, Rick Rosenthal
Musik: tomandandy
Cast: u.a. Rory Culkin, Josh Peck, Carly Schroeder, Trevor Morgan, Scott Mechlowicz, Ryan Kelley

Trailer: Mean Creek

Kurz gesagt: "Mean Creek" ist ein US-amerikanisches Drama aus dem Jahr 2004, von Regisseur Jacob Aaron Estes. Der Film bildet sein Spielfilmdebüt. Der Film erzählt die Geschichte von sechs Jugendlichen/Kindern, die eine Kanutour unternehmen wollen. Dies ist allerdings nur ein Teil eines perfiden Racheplan im Hinterkopf haben und einen von ihnen bloßzustellen.




Irgendwo in Oregon.
Sam (Rory Culkin) hatte eigentlich nur einen neugierigen Blick auf die Videokamera werfen wollen, mit der sich sein Schulkamerad George (Josh Peck) selbst beim Basketballspielen filmt. George findet das allerdings gar nicht super, das jemand an seine Kamera geht und noch weniger, das ihn jemand abschätzig beim Basketball spielen beobachtet. Prompt verpasst er Sam ein blaues Auge. George ist kein unbeschriebenes Blatt und die Auseinandersetzung mit Sam ist kein Einzelfall. Ständig macht ihm Geoge das Leben schwer und nicht nur ihm, sondern auch andren Mitschülern. Als Sam seinem großen Bruder Rocky (Trevor Morgan) von George erzählt, heckt sie zusammen mit dessen Freunde Marty (Scott Mechlowicz) und Clyde (Ryan Kelley) einen perfiden Racheplan aus, damit dem Schuldschläger endlich mal der Kopf gewaschen wird. Bei einer Kanutour soll dem gemeinen Raufbold endlich das heimgezahlt werden, was er sonst immer den anderen antut. Der Plan gerät allerdings in wanken, als während der Flussfahrt der vermeidliche Tyrann eine ganz andere Seite offenbart - nämlich die des bemitleidenswerten Außenseiters. Sam bittet daraufhin seinen Bruder den Plan abzublasen. Alle sind dafür, bis auf Rockys Kumpel Marty. In dem Teenager hat sich bereits so viel Wut gegenüber George und den Rest der Welt angestaut, dass er dem Plan auf keinen Fall kippen will. Zwischen ihm und George kommt es zu einer gefährlichen Auseinandersetzung mit folgenschweren Konsequenzen, welche das Leben der Kinder für immer verändern wird.




Coming-of-Age-Filme/Erzählungen sprechen mich ganz besonders an. Es ist etwas ganz anderes, zum großen Hollywoodkino mit hochkarätigen Schauspielern und millionenschweren Produktionskosten. Da ist es erfrischend zu sehen, dass auch Kinder bzw. Jugendliche eine spannende Handlung alleine tragen können.

Beste Beispiele sind hier natürlich die viel zitierten und hochgelobten "Stand by Me" von 1986, frei nach Stephen Kings Vorlage.  Zum anderen gibt es da noch "The Rivers Edge", der im gleichen Jahr erschien. Auch J.J. Abrams "Super 8" kann als Genrevertreter betrachtet werden und mit "Mean Creek" gibt es noch einen weiteren, wichtigen Vertreter, der sich hinter den anderen nicht zu verstecken braucht.

Genretypisch steht hier natürlich eine Gruppe Kinder/Teenager im Vordergrund. Erwachsene Spielen hier eine Neben- bzw. eine sehr untergeordnete Rolle. Der Fokus liegt auf dem Wesen der Kinder und ihrer Gefühlswelt. Es geht um den Verlust des Kindseins, der kindlichen "Unschuld" und einen plötzlichen, unverhofften Eintritt ins Erwachsensein mit all dem, was dazu gehört. Innerhalb eines engen Zeitrahmens wird eine ganze Welt auf den Kopf gestellt, durch folgenschwere, aufeinanderfolgende Ereignisse. Die Figuren werden in moralische Dilemmata versetzt und es steht die Frage im Raum, ob es nun dir richtige Zeit und ob die Charaktere stark genug sind Verantwortung für Andere, sich selbst und die eigenen Handlungen zu tragen. In "Stand by Me" ist es eine Bahnstecke die sinnbildlich für den Weg steht, in "Mean Creek" ist es der Fluss und beiden ist die Natur gemeinsam, in der diese Fragen thematisiert werden. Jacob Aaron Estes Regiedebut ist, im Gegensatz zu Rob Reiners Meisterwerk, viel kritischer und gleichzeitig ungeschönter. In dem Film gibt es kaum heitere Momente, die die bedrückende Stimmung auflockern, vor allem ab der zweiten Hälfte des Films.  Der Zuschauer bekommt eine atmosphärisch dichte Erzählung geboten. Estes schafft es von Anfang an einen gewissen, intensiven Grad an Spannung aufzubauen und auch aufrecht zu halten. So ein Film ist auch immer wieder ein Stück Charakterportrait. Es werden sowohl die positiven, als auch die negativen Seiten der Charaktere aufgezeigt und vor allem kritisch betrachtet. Es ist über die ganze Länge des Films nicht einfach eine klare Schuldzuweisung vorzunehmen und wie das Handeln der einzelnen Figuren nun wirklich zu bewerten ist. Erst im Abspann wird deinem vor Augen geführt, welche Strafen die jeweiligen Personen nun wirklich ereilen und wie die Gesellschaft die Schuldfrage bewertet. Keiner der Figuren wird dabei großartig in den Vordergrund gestellt und jeden bekommt die Zeit die wichtig ist, damit der Zuschauer sind identifizieren kann und bewerten kann.

Was das Aufzeigen von Moral und Ethik angeht, bleibt der Film recht distanziert. Es wird vermieden den Zuschauer mit der Nase draufzustoßen, was nun richtig und was falsch ist. Es bleibt einem selbst überlassen, wie man in der gegeben Situation nun am besten handeln sollte. Dabei im Hinterkopf aber immer den Fakt, dass es sich hier um Kinder bzw. Jugendliche handelt und ihre Gedankengänge doch ein wenig anders verlaufen, als die eines aufgeklärten Erwachsenen. Doch ist es gerade dieser innere Konflikt, mit dem sich die Figuren und der Zuschauer auseinandersetzten müssen und daraus resultiert auch ein Großteil der Spannung.

Was das Schauspiel betrifft, gibt es hier nichts zu meckern, sondern eher zu bestaunen. Die bekanntesten Vertreter im Cast sind wohl Josh Peck, Rory Culkin und Carly Schroeder. Mittlerweile dürfte Josh Peck durch seinen Serienerfolg "Drake & Josh" wohl der am besten gebuchte Schauspieler gehandelt. Hier sieht man ihn in einer sehr frühen Rolle, genauso wie den jungen Rory Culkin. Josh Peck verkörpert hier eine sehr wichtige Rolle, die des Schulraufbolds George. Estes hat es vermieden ihn als eindimensionalen Schläger darzustellen, der anderen Kindern gerne das Essensgeld abnimmt. Vielmehr ist er der vielschichtigste Charakter in der Erzählung, der aber erst nach und nach die einzelnen Facetten offenbart. Er hat gleichzeitig die Rolle als Täter und Opfer und Josh Peck weiß das auch sehr gut umzusetzen. Durchweg handeln die Figuren glaubhaft und authentisch. Jeder von ihnen weiß durch ein sensible Darstellung der jeweiligen Figur zu punkten. Die Komplexität der Gedankenwelt wird sehr gut aufgezeigt und die Emotionen werden grandios rübergebracht.


Fazit.
Jacob Aaron Estes "Mean Creek" ist ein film mit einer einfühlsamen, intensiven Charakterstudie. Die Story ist durchweg spannend erzählt und die Bilder die man gezeigt bekommt tun ihr Bestes um die Stimmung noch zu unterstreichen. Estes Regiedebüt ist ein Film, der sich hinter den großen Genrekollegen nicht zu verstecken braucht, denn er ist eindringlicher und irgendwo noch ein Stück erwachsener, was die Thematik angeht. Freunde des Genres kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten.





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Mean_Creek
Bilder:  http://www.impawards.com/2004/mean_creek_ver3_xlg.html
             http://exclaim.ca/Reviews/Film/mean_creek-jacob_aaron_estes
             http://thecia.com.au/reviews/m/mean-creek/
             http://www.fanpop.com/clubs/mean-creek/images/18517419/title/mean-creek-screencap
             http://www.carlyschroeder.com/projects.htm

16.01.13

[52 Games] - Heftiger Regen


Das Ende naht, das Ende naht...

#51 - Wetter
- Heavy Rain (PS3) -


Das Wetter ist in Spielen ein essentielles Stilelement geworden, das kann man nicht abstreiten. Nun, was heißt geworden, das war es eigentlich schon immer. Zu einer funktionierenden, authentischen, lebensechten Spielewelt, gehört wechselnde Wetterbedingungen einfach dazu. Es ist einfach schön zu sehen, wenn während einer Mission einfach mal ein ordentlich Regenschauer runterkommt oder gar ein Gewitter aufzieht. Man stelle sich vor, man bewegt sich in den Regenwäldern Südamerikas und es kommt nicht einmal ein einziger Tropfen regen runter - wie langweilig!

Auf der anderen Seite ist das Wetter auch immer ein Stilelement für die Dramaturgie. Ein dramatischer Kampf oder eine dramatisch Szene an sich, ist natürlich viel besser und eindringlicher inszeniert, wenn draußen ein starker Regen oder ein Gewitter tobt. Obligatorisch verzieht sich dann das Unwetter, wenn de böse Bube besiegt wurde und die heilenden Sonnenstrahlen brechen durch die Wolkendecke. Gleiches gilt natürlich für Schnee oder sengende Sonne. Was wäre "Silent Hill" ohne Nebel und leichten Schneefall? Was wäre ein "Alan Wake" ohne die typischen Regenfälle im Nordosten der USA?

Ein Spiel das besonders mit einem Wetterphänomen geliebäugelt hat, ist Quantic Dreams polarisierender Thriller "Heavy Rain". Der Regen ist dem Spiel allgegenwärtig, setzt aber auch erst ein, als der Sohn von einem der Hauptprotagonisten einen tödlichen Unfall hat. Wo vorher blendender Sonnenschein war, ist danach nur noch Regen. Ethan Mars, der Vater des Jungen, erleidet durch den Tod eine Depression, was auch sein Familienleben stark beeinflusst hat. Seine Stimmung wird von dem Wetter widergespiegelt und zieht sich maßgeblich durch die gesamte Story. Auch der Spieler wird von diesen Verhältnissen stark beeinflusst, denn eine Umwelt die grau in grau ist, löst nicht gerade postive Emotionen aus. Immer wieder wird bei wechselnden Squenzen die Niederschlagsdichte angezeigt, was storyrelevant für den Ausgang der Handlung ist. Der Regen sollte nicht unterschätzt werden, genau so wenig wie der Origami Killer. So löst der Regen auch eine ständige Bedrohung bzw. Bedrückung aus, die sich aus Hauptfiguren und Spieler auswirkt.





Bis dahin - Tschödeldö




13.01.13

Film•Peteback: Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger


Da ich in letzter Zeit öfter im Kino war kann ich diese Woche mal etwas aus dem aktuellen Kinoprogramm vorstellen. Ein Film der mich, nach "Der Hobbit" sehr begeistert hat.


Life of Pi




Fakten:
Originaltitel: Life of Pi
Deutscher Titel: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012
Länge: ca. 127 Minuten
Regie: Ang Lee
Drehbuch: David Magee
Produktion: Ang Lee
Cast: u.a. Suraj Sharma, Irrfan Khan, Rafe Spall, Gérard Departdieu

Trailer: Life of Pi

Kurz gesagt: "Life of Pi" ist ein US-amerikanisch-chinesischer Abenteuerfilm aus dem Jahr 2012, von Regisseur Ang Lee.  Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Yann Martel. Der Film erzählt die Geschichte von Pi (Piscine Molitor Patel), der einem Journalisten seine unfassbare Lebensgeschichte schildert, wie er mit einem Tiger einst Schiffbruch erlitt.




Pi (Piscine Molitor) Patel (Irrfan Khan) hat nicht nur einen außergewöhnlichen Namen, sondern auch eine außergewöhnliche Lebensgeschichte, die er einem Schriftsteller (Rafe Spall) erzählt. Er wuchs in Pondicherry auf, in einem harmonischen, stabilen Familienverhältnis. Sein Vater (Adil Hussain) war Zoowärter der einen eigenen, kleinen Zoo unterhalten konnte. So ist Pi von Anfang an mit wilden Tieren groß geworden und hat sie versehen und schätzen gelernt. In späteren Jahren, als Pi (Suraj Sharma) schon fast erwachsen ist, plagen die Familie Geldnöte und der Vater fasst den Entschluss den Zoo aufzulösen und mit der Familie nach Kanada zu gehen. Während der Reise gerät das Schiff in einen schweren Sturm, der das Schiff versenkt. Seitdem treibt Pi auf einem Rettungsboot mitten auf dem Ozean dahin. Er ist nun ein Schiffbrüchiger und ohne Familie, die es nicht mehr vom Schiff geschafft hat. Der einzige Mitüberlebende, mit dem er sich Pi das Rettungsboot teilen muss, ist ein  bengalischer Tiger namens Richard Parker. Es konnten sich auch noch ein verletztes Zebra, ein Orang-Utan und eine Hyäne auf das Boot retten. Doch man kann sich denken, wieso irgendwann nur noch der Tiger überlebt hat. So muss sich Pi mit diesem Raubtier auf engstem Raum arrangieren und baut mit der Zeit eine Beziehung zu dem Tier auf. Durch die Notfallausrüstung aus dem Rettungsboot, ist fürs erste für Verpflegung gesorgt, doch seine Reise mit Richard Parker über den Ozean soll noch sehr lange dauern...




"Schiffbruch mit Tiger" so einfach und plakativ der deutsche Titel des Films und des Romans doch ist, so fassen diese drei Worte die Handlung doch sehr gut zusammen. Wenn man dann noch den Originaltitel "Life of Pi" dazu nimmt, hat man ein Ganzes und es ist genau das was dem Zuschauer präsentiert wird; Das Leben von Pi, der Schiffbruch mit einem Tiger erleidet.

Wen man sich den Film angesehen hat, dann wird man die Parallelen zu den den üblichen "Feelgood-Movies" erkennen.  Ein Hoffnung spendender, emotional erhebender Film, der eine Botschaft zu vermitteln hat. Ein Mensch, der in geordneten Verhältnissen existiert, steht plötzlich vor nahezu unüberwindbaren Problemen und alles Elend der Welt prasselt auf ihn ein. Doch gegen Ende geht dieser Mensch gestärkt aus der Erfahrung hervor und erhebt sich wie der Phönix aus der Asche. Die Moral des gesehen kann auf das eigene Leben übertragen werden und der Zuschauer bekommt das zu hören, was eigentlich jeder hören möchte - nämlich, dass alles gut wird.

Das Wunderbare an "Life of Pi" ist, dass er auf vielen Ebenen angeschaut und verstanden werden kann. So ist für den einen, Pi's Abenteuer auf dem Ozean ein reiner Abenteuer Film, in dem ein junger Inder Schiffbruch erleidet und nun mit einem Tiger auf engstem Raum aushalten muss, ohne seine Krallen zu spüren. Auf dieser Ebene ist der Film grandios inszeniert. Der Mensch gegen die ungebändigte Natur und das gleich im extremsten Fall. Die einzige Sicherheit die der Junge hat, ist ein kleines selbstgebasteltes Floss, dass er sich aus einigen Teilen des Rettungsbootes zusammengeschnürt hat, welches gerademal genug Platz für ihn selbst bietet. Um ihn herum der lebensfeindliche Ozean und auf dem Boot der lebensfeindliche Tiger, der ihn nach den Tieren die er schon verschlungen hat, auch noch verfrühstücken will. Das ist eine Situation mit der nicht jeder auf Anhieb klar kommt. Doch Pi ist ein Mensch der Lösungen für seine Probleme findet und seien sie auch noch zu umständlich. So hat er, als kleiner Junge, auch das Problem mit seinem Namen behoben das er, aufgrund der Klangähnlichkeit zu "Pissing", in der Schule gehänselt wurde. Es gab einmal mehr den Moment, dass Richard Parker fast die Klauen in Pi's Leib geschlagen hätten. Dennoch fühlt sich der Zoodirektorssohn doch irgendwie für diesen Tiger verantwortlich, egal wie gefährlich er ihm sein kann. Sein Vater hatte ihn immer vor dem Tier gewarnt und ihm verschärft klar gemacht, dass man einen Tiger nie komplett dressieren und er schon gar kein Freund werden kann. Trotzdem teilt Pi seine Wasserrationen mit dem bengalischen König des Rettungsbootes und gibt ihm sogar zu essen. Schließlich macht er sich daran den Tiger zu bändigen und ihn sich gefügig zu machen, mit den beschränken Methoden, die ihm zur Verfügung stehen.

Auf der anderen Ebene funktioniert "Life of Pi" als Glaubensfindungsprozess, der ganz besonderen Art. Natürlich wird hier der Glaube an Gott bzw. an einen Gott nicht direkt propagiert, dennoch spielt der Film damit. Ang Lee hat es vermieden eine direkte Stellung zu einer Religion zu beziehen und so ist es auch im Buch. Der junge Pi versucht herauszufinden, welche der großen Religionen ihn nun näher an dieses Wesen namens "Gott" bringen kann und welche ihm das Sinnbild am besten vermittelt. Doch ist er mit jeder Religion in einer gewissen Weise unzufrieden und so probiert er sie halt aus. Er geht vom Hinduismus zum Christentum über und auch zum Islam, aber Gott kommt er nicht viel näher. Die Offenbarung zu seinen Fragen und seiner "Glaubenskrise" findet der Junge erst später im Film, in einer Situation, wo es eigentlich anderen zu tun gäbe. Und doch wird dann auch noch diese Offenbarung vom älteren Pi nicht direkt erklärt, denn es soll dem Zuschauer überlassen bleiben, was er nun aus dem Film mitnimmt und wie er die letzte und vermutlich wichtigste Frage im Film, für sich auslegt.

Das ist auch ein Punkt mit dem sich der Zuschauer zwangsweise auseinandersetzen sollte, selbst wenn man doch nur den Abenteuerfilm sieht. Die Frage am Ende. Die Aussage des Films, die Moral und Bildsprache, sie alle sollten richtig durchdacht werden. Wer nach dem Film nicht noch ein wenig nachgrübelt, der hat nichts aus dem Film mitgenommen und für denjenigen war er nur Popcornkino und das wird "Life of Pi" nicht gerecht. Ich will damit nicht sagen, dass es sich hier um einen Kunstfilm handelt, einen Film für Intellektuelle - es ist aber ein Film bzw. ein Buch, der/das sein wahres Potenzial komplett entfaltet, wenn man darüber nachdenkt. Man muss das, was man sieht verknüpfen. Was wird von Pi erzählt und was wird dem Zuschauer gezeigt. Erst dann weiß man wirklich, was man gesehen hat. Wie Tarkowskij einst gesagt hat "Wir schauen nur, aber wir sehen nicht."

Ang Lee ist ein Regisseur, der sich gerne Zeit für seine Charaktere nimmt und die Entwicklung leicht zugänglich macht, dass er damit auch wirklich jeden Zuschauer abholen kann. Trotzdem hat er auch einen feinen Sinn für Bildsprache und vor allem Bildgewalt, was vor allem an seinem Paradebeispiel "Tiger and Dragon" veranschaulicht wird. Diese Feinsinnigkeit für Figuren und Bilder kommt auch "Life of Pi" zugute. Pi ist der wichtigste Charakter im Film und wird von Anfang an aufgebaut, ausgebaut und veranschaulicht. Man lernt diesen Jungen kennen und vor allem schätzen und entwickelt Sympathie für ihn. Er hat nicht die Heldenambitionen, aber er weiß wie man die Dinge anpacken muss und ein kleine Portion Glück ist nun auch immer dabei. Das liegt natürlich auch an Suraj Sharma, der den jugendlichen Pi wunderbar spielt und darstellt, wobei er eigentlich ein Amateurschauspieler ist. Richard Parker ist auch ein Fall für sich. Er ist ein bengalischer Tiger und das durch und durch. Trotzdem merkt man über die Länge des Films, dass dieser Tiger etwas Besonders an sich hat, auch wenn das vermutlich nur durch die Augen von Pi geschieht. Der Tiger menschelt leicht. Man sieht ihn irgendwann nicht mehr als reelle Bedrohung, sondern als einen passiven Schicksalsgenossen, für den man auch Mitleid empfindet, wenn er sich wieder vom rauen Seegang übergeben muss. Ich erkannte da ein wenig Parallelen zu "Cast Away" mit Tom Hanks, der einen mit Blut beschmierten Volleyball als einen Gesprächspartner etablierte. So ist es auch mit Pi und seinem gestreiften Kollegen, außer, dass dieser ihm den Kopf abbeißen könnte.

Man würde es bei der Thematik des Films gar nicht vermuten, aber "Life of Pi" ist ein recht bildgewaltiger Film. Ich habe mit den Film in 3D angesehen und ich muss sagen, dass ich es nicht bereut habe. Man kann ihn sich aber genauso gut mit digitalem Bild geben. Denn natürlich ist der Film nicht durch und durch ein Effektfeuerwerk, doch gibt es hier und da Szenen die einem die Augen groß werden lässt. Sei es der Blick vom Pi, unter Wasser auf den untergehenden Frachter mit seinen Lichtern oder ein Wal der aus der Tiefe des Meeres hervorbricht, auf der Jagd nach leuchtenden Quallen und Plankton. Auch die Darstellung der indischen Stadt Pondicherry ist wirklich sehenswert und dabei auch die Szenen wo Pi im Zoo unterwegs ist. Es wirkt leicht losgelöst von der Welt.

Auch Richard Parker ist eine wahre Augenweide. Natürlich ist es nicht möglich alle Szenen mit einem echten Tiger zu drehen, das wäre von der Dressur und vom Tierschutz her gar nicht möglich gewesen. So hat sich Ang Lee dazu entschieden die Bodenständigen Szenen mit einem echten Tiger drehen zu lassen und den Tiger auf dem Boot größtenteils aufwändig animieren zulassen. Und Richard Parker ist der beste, animierte Tiger den ich je gesehen habe. Nur durch ein paar Kleinigkeiten fällt es einem auf, dass der Tiger nicht ganz echt wirkt, aber das ist zu verschmerzen.


Fazit.
"Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" ist ein Film der meiner Meinung nach das Prädikat "wertvoll" verdient hat. Der Film funktioniert als Abenteuerfilm so gut wie als Drama und lässt den Zuschauer, wenn er will, mit einigem Stoff zum Nachdenken aus der Vorstellung.  Der Film bietet für jeden etwas und kann sowohl von Groß als auch von Klein gesehen werden. Ang Lee Umsetzung des Bestsellers kann durch grandioses Schauspiel und eindrucksvolle Kameraeinstellungen und Bilder punkten, die sich garantiert im Gedächtnis versetzen. Wehe es hagelt da keine Preise von der Academy!





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Schiffbruch_mit_Tiger
             http://www.filmstarts.de/kritiken/54343.html
Bilder:  http://www.internationalreporter.com/News-19779/movie-review-life-of-pi.html
             http://www.filmkritiker.com/life-of-pi-kino-film-kritik-com/
             http://www.frankfurt-tipp.de/kino/s/film/life-of-pi-schiffbruch-mit-tiger-usa-2012.html
             http://www.critic.de/film/life-of-pi-3829/bilder/58384/
             http://megatruh.deviantart.com/art/life-of-Pi-342105709

11.01.13

Peteback's Alternate Art #30



#30


Durch einen Post bei 9GAG bin auf die neuste Idee für eine weitere Folge "Alternate Art" gekommen. Mit einem talentierten Game Designer gibt etwas zu "Assassin's Creed"








ChaoyuanXu - so sein Nickname auf DeviantArt. Wie man schon sehen kann, ist er ein sehr talentierter Designer im Bereich Game Design und Graphic Design. Sein Stil ist wirklich beeindruckend und der Detailreichtum wirklich beispielhaft. Yuan kommt aus China, um genau zu sein, aus der Provinz Fujian. Seiner Beschreibung nach ist er ein freischaffender Künstler, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, da er mit seinem Talent und den Ideen wirklich groß in der Branche werden kann. Auf seiner DeviantArt Seite gibt es die oben gezeigten Werke zu einem fiktiven, neuen Teil der "Assassin's Creed"-Reihe, der der Story entsprechend, in China angesiedelt ist. Ich muss sagen, als großer Fan der Reihe, bekomme ich schon Lust auf das Spiel, wenn ich nur diese Artworks sehe: Sie sind sehr an den Stil angelehnt, die auch Ubisoft als Merchandise und Artwork in ihre Special Editions packt. Neben diesen Artworks gibt es noch einige weitere Bilder zu "World of Warcraft", "Diablo III" und auch einigen eigenen Kreationen.

Wer noch ein bisschen mehr sehen möchte, dem empfehle ich seine Webseite [Link] die auch viele tolle Werke bereithält, die es nicht auf DeviantArt sind. Ich empfehle da vor allem seine Konzepte für Waffen und auch Monster. Sehr eindrucksvoll und sehenswert. Die Seite ist zwar komplett auf chinesisch, aber es gibt ja Möglichkeiten sie behelfsmäßig zu übersetzen, dass man sich zurecht findet. Also, schaut mal bei ihm vorbei! :)



Bis dahin - Tschödeldö




08.01.13

[52 Games] - Fortsetzung folgt...hoffentlich


Yay! Wir sind beim Projekt 52 Games auf der Zielgeraden! Endspurt! :)

#50 - Fortsetzung
- Vanquish/Bulletstorm (PS3) -


Es gibt viele aktuelle und natürlich auch ältere Spiele die dringend eine Fortsetzung nötig haben. Und dann gibt es auch noch die Fraktion der Spiele, die eine Fortsetzung bekommen, die sie aber gar nicht nötig hatten. Dazu zählen viele Spiele mit dem blauen Igel Sonic. Er hat das 3D-Zeitalter nicht ganz verkraftet und so wurde seine Serie beinahe totentwickelt, bis es mit "Sonic Generations", über das ich ja in der letzten Woche ein paar Worte verloren habe, wieder etwas aufwärts ging. Ob nun Sequel oder Prequel, jedes neue Spiel einer Reihe ist eine Art Fortsetzung.

Meiner Meinung nach hätten die "Final Fantasy"-Reihe mal wieder eine ordentliche Fortsetzung nötig. Und das "Bayonetta 2" exklusiv für die WiiU erscheinen wird, da könnte mir die Galle hochkommen! Aber kommen wir mal zum Punkt.

Zwei Spiele wo ich dringend auf eine Fortsetzung warte, dass sind zum einen "Bulletstorm" von Epic Games und People Can Fly und "Vanquish" von Platinum Games. Warum gerade die beiden und warum zusammen? Weil die Spiele sind in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich sind. Sie sind gleichermaßen "sinnfrei", haben eine hanebüchende Story, sind genial inszeniert und sind komplett auf Action und Machosprüche ausgelegt. Popcornkino würde man bei Filmen sagen. Trotzdem enden beide Shooter mit einem ziemlichen Cliffhanger und bedürfen, von der Story her, noch ein richtiges Ende. Ich hatte mit "Bulletstorm" und "Vanquish" gleichermaßen viel Spaß und es wäre schade, wenn aus den Fortsetzungen nichts wird. Zu "Vanquish 2" erfährt man eigentlich gar nichts und es gibt noch nicht einmal Andeutungen zu einem zweiten Teil von Seiten Platimun Games oder dem Publisher Sega. Bei "Bulletstorm 2" wird man schon mehr fündig. Die Entwickler People Can Fly haben schon mit dem zweiten Teil angefangen, doch der Publisher EA war der Erfolg des Spiels zu gering und die Kritiken zu durchwachsen. So wurde eine Fortsetzung fürs erste auf Eis gelegt - so schade wie es klingt. Aber ich habe doch noch die Hoffnung, dass da noch irgendwann einmal etwas nachkommen wird.






Bis dahin - Tschödeldö



06.01.13

Film•Peteback: Premium Rush


Nach dem ersten Beitrag für 52 Games im neuen Jahr und dem ersten Post zu "Alternate Art", gibt es nun auch in gewohnter Weise, die erste Filmreview.

Premium Rush


Fakten:
Originaltitel: Premium Rush
Deutscher Titel: Premium Rush
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012
Länge: ca. 91 Minuten
Regie: David Koepp
Drehbuch: David Koepp, John Kamps
Produktion: Gavin Polone
Cast: u.a. Joseph Gordon-Levitt, Michael Shannon, Dania Ramirez, Wolé Parks, Jamie Chung

Trailer: Premium Rush


Kurz gesagt: "Premium Rush" ist ein US-amerikanischer Actionthriller aus dem Jahr 2012, von Regisseur David Koepp. Der Film erzählt die Geschichte des Fahrradkuriers Wilee, der in den Straßen von New York seiner Arbeit nachgeht und durch einen speziellen Auftrag in Konflikt mit dem Gesetz gerät und schließlich durch ganz New York gejagt wird.




Eine Berufsgruppe tut in Großstädten ihr Möglichstes, um Lieferungen von Punkt A nach Punkt B zu befördern. Fahrradkuriere! Immer mindestens eine Hand am Lenker und mit einem Bein im Grab, ein verschworener Haufen, tollkühn spielen sie mit der Gefahr wie andere mit Pingpongbällen. Auch Wilee (Joseph Gordon-Levitt) ist einer von ihnen. Er ist wohl der beste und schnellste Kurier in New York City. Sein Drahtesel hat keinen Gang, ist mit einem extra stabilen Rahmen ausgestattet und hat keine Bremsen, denn diese können einen umbringen. Wilee hat noch eine Tour vor sich, dann ist Feierabend. Er soll für die junge Chinesin Nima (Jamie Chung) einen Umschlag per Express Option, auch genannt "Premium Rush", zu Schwester Chen an eine bestimmten Adresse bringen. Ein einfacher Job, der ihn nach China Town führen wird. Noch schnell einen Happen essen, doch da wird er von Bobby Monday (Michael Shannon), einem korrupten Polizisten, aufgehalten. Monday fordert den besagten Umschlag. Wilee ist pflichtbewusst und händigt den Brief natürlich nicht einfach aus, sondern macht sich aus dem Staub. Der Kerl scheint kein zärtlicher Bursche zu sein und verfolgt Wilee durch ganz Big Apple, denn er will diesen Umschlag um jeden Preis. Später wird auch noch seine Kollegin und Noch-Freundin Vanessa (Dania Ramirez) und sein Rivale Manny (Wolé Parks) in die Auslieferung miteinbezogen und es entwickelt sich eine rasante Hetzjagd durch die Metropole, wo es auch um Leben und Tod geht...




Actionfilme und auch Thriller kommen selten ohne eine gute Verfolgungsjagd aus. Temporeich, adrenalingeladen und schnell muss es sein. Der Zuschauer soll in seinen Sitz gepresst werden und den Stress erleben, den auch der Gejagte oder auch der Jäger erfährt.

Erfrischend bei "Premium Rush" ist der Fall, dass hier die Verfolgungsjagden ausschließlich auf dem Fahrrad ausgetragen werden. Mal keine aufgemotzten Autos, unstoppbare Züge und Busse oder, oder, oder. Dadurch wird eine gewisse Bodenständigkeit ausgedrückt, die mir persönlich sehr gut gefällt, da ich auch leidenschaftlicher Radfahrer bin - allerdings nicht so extrem.

David Koepp hat hier ein gutes Näschen für die Actionszenen, denn diese, egal wie hoch das Tempo ist, bleiben immer übersichtlich und nachvollziehbar. Jedenfalls in einem gewohnten Maße. Man behält den nötigen Überblick zum gejagten Wilee, aber auch zu dem jagenden Polizisten Mr. Monday. Auch kommt Koepp ohne Explosionen und dem üblichen Effekschnickschnack aus, was die Bodenständigkeit im Krieg zwischen Bike und Auto noch einmal unterstreicht. Dafür gehen lieber ein paar Mal mehr die Radler zu Boden und werden durch offene Autotüren aufgehalten. Bei diesen Szenen kribbelte mir immer ein bisschen der rechte Arm. Denn einen Hechtsprung über eine Autotür habe ich auch schon einmal erlebt... Ein Effekt der öfter eingebaut wird, ist der so genannte "Stille Raum". Ein Kniff der in Filmen gerne angewandt wird um schnelle Gedankenprozesse greifbarer und nachvollziehbarer zu machen. So erlebt Wilee in Extremsituationen alles verlangsamt um den sichersten Ausweg aus einem Verkehrsdilemma zu finden.

Ein Beispiel: Eine Kreuzung. Die Fußgängerampeln sind grün, genauso wie die für die Autos. Würde Wilee nach links einschlagen würde er von gleich zwei Autos erwischt werden. Ungut. Würde er nach rechts ausweichen, würde er eine Frau mit einem Kinderwagen rammen. Ungut. Würde er hinter dem weißen Kleinwagen langfahren, würde er einen Fußgänger schneiden, der dann von einem Van erwischt wird. Ungut. Einen Blick in eine Fensterwand offenbart ihm die einzig richtige Möglichkeit. Ab durch die Mitte und einen leichten Schlenker nach links vor dem roten Pkw und dann ab auf den Bürgersteig. 

Interessant dabei, dass jeder der potenziellen Unfälle voll ausgeführt wird. Das wird 3-4 Mal gemacht und es wird kein einziges Mal langweilig. Es könnte jederzeit passieren, dass es mal keinen sicheren Ausweg gibt, denn das Schicksal ist ein Schwein.

Besonderes Augenmerk wird hier natürlich auf die Fahrradkuriere gelegt. Ein gesetzloser Haufen die sich selbst organisieren und dem Zustellungsgewerbe nachgehen. Sie schlängeln sich durch den stockenden Verkehr der Großstadt und sind ein Garant für schnelle Lieferungen. Dennoch sind sie auch irgendwie die Außenseiter von New York. Keiner mag sie! Die Polizei hasst sie, die Autofahrer hassen sie, die Fußgänger hassen sie und die Sanitäter hassen sie, weil sie Unfälle verursachen. So bleiben sie unter sich und wirken wie eine verschworene Gemeinschaft, ja geradezu eine Untergrundbewegung gegen das geordnet-ungeordnete System der Großstadt und ihrere Regeln. Wie Partisanen, stehen sie gegen eine Obrigkeit ein und wissen, wann es anzugreifen - und wann es sich zurückzuziehen gilt. Sie sind schnell, beweglich und vor allem immer angepasst. Sie tragen keine einhaltliche Uniform und agieren trotzdem wie eine Einheit. Witziger Weise ist der einzige der Wilee und seinen Kollegen wirklich gefährlich werden kann und der sie immer fast einholt, der einzige Polizist auf einem Fahrrad. Wenn du den Hasen erwischen willst, denke wie der Hase - sei wie der Hase.

Die zwei glänzendsten Figuren in "Premium Rush" sind wohl Joseph Gordon-Levitt, der durch seine Auftritte in "Inception" oder "Dark Knight Rise" überzeugen konnte. Beides Filme von Christopher Nolan, da dieser anscheinend sein Potenzial erkennt, was viele andere nicht tun. Doch mausert sich Levitt langsam zu einem ordentlichen Hollywood Star. Er verkörpert den Kurier Wilee von Anfang an sympathisch. Er ist kühn, cool und vor allem schlagfertig. Er ist wohl die beste Identifikationsfigur in dem Film und weiß durch Charme, Witz und Ausdrucksstärke zu überzeugen. Der zweite bekannte Mensch dürfte hier wohl Michael Shannon sein, der hier den gehetzten Cop Monday gibt. Eine fiese, unbarmherzige Attitüde liegt seiner Figur zugrunde, was den Zuschauer ganz sicher gegen ihn aufbringt. Er macht einen guten Job. Im Gesamten wirken die Charaktere, sowie Haupt- als auch Nebencharaktere, doch eher blass. Sie wissen zwar zu überzeugen und funktionieren, doch fällt einem doch eine gewisse Unausgegorenheit auf. Das färbt auch ein wenig auf das Ende ab, welches ein wenig zu lasch daherkommt, im Verhältnis zu Restfilm.


Fazit.
"Premium Rush" ist kein besonders großes Kino, aber weiß mit einem ganz eigenen Charme und mit einer guten, durchdachten Portion Action und Thriller-Elementen überzeugen. Die Charaktere sind stimmig und tun ihr Bestes um den Zuschauer den perfekten, bodenständigen, andersartigen Actionfilm zu bieten, den man sonst im DVD-Regal vergeblich sucht. Ein Highlight im Jahr 2012 für mich und für die, die etwas mit dem Trailer anfangen können, auf jeden Fall eine Empfehlung.





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Premium_Rush
Bilder:  http://www.moviepilot.de/movies/premium-rush/images
             http://www.timeoutbengaluru.net/film/film-reviews/premium-rush
             http://www.allmovie.com/movie/premium-rush-v523759
             http://abcnews.go.com/images/Entertainment/ht_premium_rush_jef_120824_wblog.jpg

03.01.13

Peteback's Alternate Art #29


#29

Diese Woche gibt es mal wieder etwas zum Thema "Alternate Art", was ich in den letzten Wochen wirklich vernachlässigt habe. Durch Zufall hab ich heute in meinen Lesezeichen noch einen Blog gewunden, den ich für einen späteren Post verwenden wollte - und hier ist er nun!

Der Blog von Jeff Victor passt auch sehr gut zur eigentlich Thematik meines Blogs und das sind Filme und das Drumherum. Jeff Victor ist Illustrator und kein ganz unbeschriebenes Blatt. Zu seinen Klienten gehören unter anderem große Produktionsfirmen wie Warner Bros. Animation, BBC, National Geographic Kids, HBO oder die Universal Studios. Momentan ist Victor als Designer für Nickelodeon Games und natürlich auch als freier Illustrator.

Gerade seine kleinen Strips in Bezug auf berühmte Schauspieler oder auch Figuren aus Film, Fernsehen, Musik oder Printmedien haben es mir angetan, dass ich ihn euch mal näher bringen wollte.


The Evolution of Bill Murray by Jeff Victor

The Evolution of Natalie Portman by Jeff Victor

The Evolution of Stanley Kubrick Movies by Jeff Victor

The Evolution of Tom Hanks by Jeff Victor

The Evolution of Uma Thurman by Jeff Victor


Unglaublich tolle Illustrationen und ein wirklich ansprechender Comic-Look und es kommen immer wieder neue Werke hinzu. Anscheinend hat er auch irgendwie einen Faible für besonderen Nasen zu haben. Dies sind auch noch längst nicht alle Illustrationen von ihm und noch längst nicht alle "The Evolution of..."-Strips. 

Auf seinem Blog - Jeffvictor.blogspot.de - gibt es noch viel mehr zu entdecken und dafür ein Feed anzulegen, lohnt sich auf jeden Fall! Wer noch mehr über ihn erfahren möchte, der kann sich viele Informationen zu seiner Arbeit aus seinem Blog ziehen, aber hier ist auch noch der Link zu seiner Facebook Seite und ein der Link zu einem interessanten Interview mit ihm, bei Animationinsider.com.





Bis dahin - Tschödeldö