03.03.13

Film•Peteback: Die Hüter des Lichts


Bald ist Ostern. Da sollte man einen passenden Film zu haben.

Die Hüter des Lichts


Fakten:
Originaltitel: Rise of the Guardians
Deutscher Titel: Die Hüter des Lichts
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012
Länge: ca. 97 Minuten
Regie: Peter Ramsey
Drehbuch: David Lindsay-Abaire
Produktion: Christina Steinberg, Nancy Bernstein

Trailer: Die Hüter des Lichts

Kurz gesagt: "Die Hüter des Lichts" ist ein ein 3D-Fantasy-Animationsfilm aus dem Jahr 2012, von Regisseur Peter Ramsey. Der Film wurde bei Dreamworks produziert und basiert auf der Buchserie "The Guardians of Childhood" von Autor William Joyces. Der Film erzählt die Geschichte um den Jungen Jack Frost, der vom Mann im Mond dazu auserwählt wurde den Hütern des Lichts zu helfen. Der Schwarze Mann ist nämlich dabei, den Kindern durch Albträume den Glauben an die anderen Sagengestalten zu zerstören.





Jack Frost (Chris Pine/Florian David Fitz) ist die Personifikation den Winters. Er zaubert Eisblumen auf die Fenster von Häusern und Geschäften, sorgt für Glätte auf den Straßen und für Schneefrei für die Kinder. Außerdem schafft er es durch den Wurf eines Schneeballs die Begeisterung von Kindern für den Winter zu wecken. Genau genommen ist Jack aber selber noch ein ziemlicher Kindskopf. Somit ist er auch sehr überrascht, als er eines Abends vom Osterhasen und zwei Yetis gekidnappt wird. Die schaffen ihn zum Nordpol ins Hauptquatier des Weihnachtsmanns (Alec Baldwin/Klaus-Dieter Klebsch), wo auch schon der Sandmann, der Osterhase (Hugh Jackman/Matze Knop) und die Zahnfee (Isla Fisher/Hannah Herzsprung) auf ihn warten. Grund dafür: Der Mann im Mond hat Jack dazu auserwählt den "Hütern des Lichts" beizutreten. Diese Gruppe bestehend aus dem Weihnachtsmann und seinen Kollegen sorgen dafür, dass die Kinder eine unbeschwerte Kindheit haben. Doch seit kurzen erlöschen immer mehr Lichtes des Glaubens auf der Weltkarte des Weihnachtsmannes. Dafür verantwortlich ist der Schwarze Mann Pitch (Jude Law/Tommy Morgenstern), der es satt hat, dass keiner an ihn glaubt und nun dafür sorgt, dass es Weihnachtsmann und Co. genau so geht.




Wenn man hier zu Lande nach Jack Frost fragt, dann wird man vermutlich fragende Blicke ernten. Denn dieser "Geist des Winters" ist ein rein-amerikanische Gestalt und ist anderswo auf der Welt kaum jemandem bekannt. Da wir hier aber einen Animationsfilm von Dreamworks vor uns haben, ist es klar, dass ein bisschen mehr amerikanisiert wird.

"Die Hüter des Lichts" richtet sich merklich an ein jüngeres Publikum. Wie auch sonst würde man auf die Idee kommen Weihnachtsmann, Osterhase, Sandmann und Zahnfee gemeinsam gegen das Böse in der Welt kämpfen zu lassen. Organisiert wie eine Geheimorganisation opererieren sie auf der ganzen Welt, für die Kinder die an sie glauben. Dabei üben sie nicht nur ihren normalen Job aus, wie Geschenke verteilen und Eier verstecken. Anscheinend ist der Mann im Mond dabei der Hauptdrahtzieher, der die Hüter auswählt und sogar Sagengestalten erschaffen kann. So bildet das Intro des Films "das Erwachen" von Jack Frost, der später noch eine sehr wichtige Rolle spielen wird.
Was einem zuerst auffällt ist das bemerkenswerte Character Design der Hüter. Der Weihnachtsmann hat die Worte "Naughty" und "Nice" auf die Arme tättowiert und sieht mehr aus wie ein Vikinger als wie der Weihnachtsmann. Die Zahnfee ist eine bizarre Mischung aus Kolibri und Mensch und der Osterhase ist anscheinend bei einem Eingeborenenstamm Australiens aufgewachsen. Der Sandmann hingegen ist klein und schlicht geraten. Jack Frost hingegen ist ein Teenager-Schönlich mit schneeweißen Haare nund kalter, heller Haut.


Was die Auslegung der Figuren und die Art wie sie Arbeiten angeht, hat David Lindsay sehr viel Fantasie bewiesen. Es sind nicht die Elfen oder Wichtel, die für den Weihnachtsmann die Geschenke basteln, denn es sind eine Horde arbeitswütiger Yetis. Auch kommt der Weihnachtsmann eher wie ein säbelrasselnder, russischer Recke rüber, als jemand der Kindern Geschenke bringt. Die Elfenchen werden aber gerne in dem Glauben gelassen, dass sie auch was zur Arbeit beitragen. Und wer sich mal gefragt hat, wieso die Zahnfee überhaupt die Zähne will und wie sie sie bekommt, der bekommt auch eine Antwort. Die Zähne enthalten Erinnungen der Kindheit, welche die Zahnfee aufbewahrt und gesammelt werden die Zähne von kleinen, kolibri-artigen Feen, oder in Europa, von Mäusen. Die Eier die der Osterhase versteckt wachsen aus Blumen und er kommt durch ein magisches Tunnelnetz in sekundenbruchteil um die ganze Welt.

Leider sind die Figuren aber ein bisschen eindimensional geraten. Das gilt auch für den Bösewicht der Geschichte. Der Schwarze Mann Pitch ist eigentlich gar nicht mal so böse, wenn man es bedenkt. Er ist halt eifersüchtig auf die anderen, dass ihn keiner sehen kann, weil keiner an ihn glaubt. Gleiches gilt auch für Jack Frost. Auch ist Pitch kein wirklich gut ausgearbeiteter Charakter. Es fehlt sowohl Tiefe als auch schlüssige Erklärungen seiner Intentionen. Er ist das Böse. Wieso hat er dann ein Geltungsbedürfnis, dass Kinder ihn sehen können. Reicht es nicht, das er ihnen Angst macht und Albträume einpflanzt? Was anderes kann er nämlich gar nicht.

Der Humor des Films basiert meist auf den skurrilen Figuren und natürlich auf den Helferlein von Weihnachtsmann und Co. Auch die Streiterein zwischen Jack Frost und dem Osterhasen sind schon mal einen Lacher wert. Der Storyaufbau des Films ist denkbar einfach und der Spannungsgehalt basiert auf dem System einer Achterbahn. Es kommt ein bisschen Action auf, dann wird es wieder ruhiger, dann kommt wieder Action und dann wird es wieder ruhig. Auch das obligatorische Vertoßen des eigentlichen Helds bleibt nicht aus, damit er dann später im halben Alleingang dem Bösen in den Hinter treten kann.


Fazit.
"Die Hüter des Lichts" ist ein netter Animationsfilm für zwischendurch. Er ist allemal mit viel Liebe gemacht und die Charaktere sind sympathisch, auch wenn die Story und die Charaktertiefe ein wenig zu wünschen übrig lässt. Mit fast 100 Minuten ist er auch ein Stück zu lang geraten, was man auch gegen Ende merkt. Ich hatte recht viel Spaß beim gucken und auch an den Charakteren, obwohl ich mich mit dem Weihnachtsmann immer noch nicht anfreunden kann. Ich empfehle außerdem den Film im Originalton zu gucken, da die Synchro zwar okay ist, aber bei den Originalstimmen einfach mehr Feeling rüberkommt.





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_H%C3%BCter_des_Lichts
Bilder:  http://www.critic.de/film/die-glorreichen-fuenf-3880/bilder/
             http://buy-a-movie.de/2012/12/die-huter-des-lichts/

             http://www.krone.at/Wirtschaft/Die_Hueter_des_Lichts-Diashow-24897/bild__10/
             http://www.bravo.de/stars/film-tv/die-hueter-des-lichts

Kommentare:

  1. Ich hatte unglaublich viel Spaß bei dem Film. Vor allem die Elfen waren so unglaublic knuffig. Und die Yetis. Und Sandy. <3 Aber ich gebe dir recht, dass dem Film (gerade am Ende) ein wenig an Substanz verliert und dafür zu kitschig wurde. Dadurch wird er auch ein wenig lang. Trotzdem wars toll. :-D

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    1. Ja das ist ja ein typisches Mittel solcher Filme. Erstmal kleine, knuffig-doofe Figuren einfügen die im Gedächtnis bleiben und für Komik sorgen. Ich find sowas ja immer ein bisschen abgedroschen und das man den Hauptfiguren nicht wirklich vertraut :/

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    2. Wenn du meinst. Ich sehs anders. xD

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