21.04.13

Film•Peteback: Hidalgo


Diese Woche geht es rasant zur Sache, mit einem meiner Lieblingsfilme und gleich dazu noch mit einem meiner Lieblingsschauspieler.

Hidalgo


Fakten:
Originaltitel: Hidalgo
Deutscher Titel: Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm
Originalsprache: Englisc, Arabisch
Erschienen: 2004
Länge: ca. 130 Minuten
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: John Fusco
Produktion: Casey Silver
Musik: James Newton Howard
Cast: u.a. Viggo Mortensen, Zuleikha Robinson, Omar Sharif, Malcolm McDowell, Elizabeth Berridge, Said Taghmaoui

Trailer: Hidalgo

Kurz gesagt: "Hidalgo" ist ein Abenteuerfilm aus dem Jahr 2004, von Regisseur Joe Johnston. Das Drehbuch basiert auf der Biografie von Frank Hopkins und seinem Mustang Hidalgo. Der Film erzählt die Geschichte um Hopkins und sein Pferd, wie sie am berühmten 3000-Meilen-Rennen durch Arabien teilnehmen.




Wir schreiben das Jahr 1890.
Nach dem Massaker am Wounded Knee, einem Nebenarm des White River in South Dakota, bei dem viele Mitglieder eines Indianerstammes von Kavallerie-Soldaten getötet wurden, ist der ehemalige Kurierreiter Frank Hopkins (Viggo Mortensen) dem Alkohol verfallen. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich momenten mit Show-Reitterein in Buffalo Bills Wild-West-Show. Zur Seite steht ihm bei den Shows sein treuer Mustang Hidalgo. Hopkins wird nebenbei als bester und schnellster Ausdauerreiter Amerikas gefeiert. Eines Tages trifft Hopkins auf Scheich Riyadh (Omar Sharif), welcher eines Vorstellung der Wild-West-Show beiwohnt, da er großes Interesse an Geschichten aus dem Wilden Westen hat. Der Scheich erfährt von Hopkins inoffiziellem Titel und läd ihn zum spektakulären und gleichermaßen gefährlichen 3000-Meilen-Rennen 'Ocean of Fire' durch Arabien ein, da eigentlich seinem Zuchthengst Al Hattal der Titel des besten Ausdauerrennpferds gebührt. Hopkins ist zunächst abgeneigt, willigt aber ein, nachdem der Diener des Scheichs Hildalgo schwer beleidigte. Außerdem winkt ein stattliches Preisgeld, welches Hopkins sehr helfen würde.




Filme in denen Pferde eine tragende Rolle spielen, sind im Allgemeinen nicht so mein Fall. Ich kann einfach mit den Tieren nichts anfangen. Dennoch, sind sie bei einem guten Abenteuerfilm in den Weiten Amerikas und hier auch in den weiten, trockenen Gegenden von Arabien unumgänglich. Das stört vor allem weniger, wenn ein Pferd noch zu einem gut etablierten Sympathieträger wird.

Die Story zu dem Drehbuch soll angeblich auf einer wahren Geschichte beruhen, doch wie das bei Hollywood so üblich ist, steckt da immer mehr Werbung hinter als Wahrheit. Dennoch, das Drehbuch von John Fusco bietet wirklich großes Potenzial, was Spannung, Acion und Dramatik angeht und das wird auch über die mehr als zwei Stunden Filmlänge auch recht gut ausgenutzt. Es kommt keinerlei langeweile auf, solange man der Geschichte folgt und sich auch für die auftretenden Charaktere interessiert. Dabei wechseln sich Passagen, die die Reise durch die Wüste Arabiens betreffen, mit Action-Passagen ab, oder gehen sogar nahrlos ineinander über. Viel wer wird dabei auch auf die Beziehung zwischen Frank Hopkins und dem Scheich gelegt, der von Omar Sharif verkörpert wird, der auch schon im Klassiker "Lawrence von Arabien" eine tragende Rolle spielte. Erfrischend spielt er einen einflussreichen Mann, der zwischen alten Traditionen und einer Offenheit zur Moderne und zur Welt hin steht. Auf den ersten Blick nimmt er die Rolle des Gegners von Hopkins ein, wobei man aber schon früh merkt, dass er ihm eigentlich sehr positiv gegenübersteht und mit der Zeit entwickelt sich daraus auch die obligatorische Freundschaft.

So offensichtlich wie die Beziehungsentwicklung zwischen dem Scheich und dem Cowboy ist, so verfährt Joe Johnston auch mit dem Rest des Films. Es gibt erstaunlich weniger Überraschungen und Wendungen für den Zuschauer zu erleben. Das ist auf der einen Seite furchtbar unoriginell und lässt zum typischen "War ja klar, hab ich doch gesagt..."-Satz hinreißen, ist auf der anderen Seite auch recht zuträglich für die Story, sodass man ihr mühelos folgen kann. Bekannte Schemata werden also bedient und auch Klischees des Western- und Abenteuer-Genres werden nicht ausgelassen. "Hidalgo" geht mit diesem Umstand aber recht souverän um, kann sich aber von Genre-Kollegen aus diesen Gründen nicht so recht abheben. Zuträglich ist die von Anfang an aufgebaute Grundspannung und die fesselnde Atmosphäre, allerdings lässt man dadurch ein wenig die Dialoge schleifen. Sie sind zwar gut aufgebaut und haben auch ihren eigenen Witz, trotzdem fehlt ihnen ein wenig de Tiefgang und Überraschungen bleiben auch hier aus.

Hauptdarsteller Viggo Mortensen schafft es im Großen und Ganzen die Rolle von Frank Hopskins überzeugend darzustellen. Er trägt zusammen mit seinem behuften Begleiter die Sympathie in dem Film, allerdings scheitert seine Darstellungs als Halbindianer, die man ihm einfach nicht abnehmen kann. Es wird zwar gesagt, dass diese Abstammung existiert und in kleinen Sequenzen wird das auch gezeigt, allerdings hätte der Film auch ganz gut ohne diesen Umstand funktioniert. Die anderen Charaktere werden nicht weniger solide gespielt, allerdings fehlt zu ihnen ein wenig der Bezug. Auch arbeitet Johnston mit ein wenig zu viel Schwarz-Weiß-Shema, was bei dem Genre aber nicht ganz unüblich ist.

Ein weiteres Augenmerk sollte man noch auf die geniale Kameraarbeit legen, die gerade in den Szenen wo die Reiter durch die Füste galoppieren für eindrucksvolle Bilder sorgt. Auch die Musik untermalt die Bilder perfekt und die Landschaftsaufnahen sind einfach atemberaubend. Auch die Effekte wie der gewaltige Sandsturm können sich wirklich sehen lassen.
Fazit.
"Hidalgo" wird vermutlich keinen Zuschauer enttäuscht zurücklassen, weil er genug Potenzial auch außerhalb des typischen Western-, Abenteuer-Genres. Durch die Überlänge kann der Film sich voll entfalten, was er auch vollkommen ausnutzt. Wer also ein Interesse an Abenteuerfilmen hat und auch etwas mit Pferden anfangen kann, der wird mit dem Film vollkommen zufrieden sein. Doch auch Genre-Unkundige Zuschauer sollten auch gerne mal einen Blick riskieren.





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Verurteilten
Bilder:  http://outnow.ch/Movies/2004/Hidalgo/Bilder/movie.fs/03
             http://outnow.ch/Movies/2004/Hidalgo/Bilder/movie.xl/01
             http://outnow.ch/Movies/2004/Hidalgo/Bilder/movie.fs/04
             http://www.dvdsreleasedates.com/poster/1095/Hidalgo-movie-poster.html

Kommentare:

  1. Den Film fand ich eigentlich aus ganz gut, obwohl ich gestehen muss dass ich ihn wohl ein zweites Mal eher nicht ansehen würde. :)
    Für einen gemütlichen Fernsehabend kann man ihn aber auf jeden Fall ansehen, dass ich ihn damals nicht im Kino gesehen habe, habe ich allerdings nicht bereut. :D

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    1. Der lief mal in Kino? Wusst ich gar nicht.

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  2. Hidalgo muss ich mir bei nächster Gelegenheit ansehen. Ich mag Viggo Mortensen sehr gerne (The Road, A History of Violence) und die Thematik wirkt ebenfalls interessant. Die Kritiken sind relativ zwiespältig und die Meinungen reichen von einem sehr guten Film, bis zu den üblichen Katastrophenbewertungen von Rotten Tomatoes, welche man kaum noch ernst nehmen kann.

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    1. Der Film ist kein Meisterwerk, aber sicher sehenswert. Reicht doch. :D

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  3. Der Film ist irgendwie komplett an mir vorbeigegangen. Und das obwohl die Bilder eigentlich ganz gut aussehen. Leider kann ich auch nichts mit Pferden anfangen :(

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    1. Naja, falls du Pferde nicht magst - in dem Film sterben auch ein paar. :D

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