30.05.13

Das Leiden und der Alltag eines Jägers


Ich bin nicht ganz sicher, ob es nun offtopic ist, was ich hier schreibe oder nicht. Aber da ich ja ein Topic vorgegeben habe, dann kann es ja nicht offtopic sein. Aber nun zum Thema. 


Mich hat vor kurzem wieder das "Monster Hunter"-Fieber gepackt.
Das Sammeln von Rohstoffen und Bauteilen. Die adrenalingeladenen Kämpfe gegen riesige Viehcher. Das erkunden von weitläufigen Gebieten und Waffen die an Größe und Durchschlagskraft jeder Beschreibung spotten. Zuletzt habe ich "MH: Freedom Unite" auf der PSP gespielt und das so ziemlich zum Erbrechen. Danach ist die Flaute eingetreten, wenn man erstmal alle Missionen abgeschlossen hat und sich ein paar sehr gute Rüstungs-Set zugelegt hat. Danach geht die Motivation doch ziemlich runter. Da bringen auch diese optioanlen Quests in der Jäger-Schule nichts mehr. Die sind eigentlich nur nervig. Warum soll ich mit einem Hammer kämpfen, wenn mir diese Waffe überhaupt nicht liegt? Oder dieses Jagdhorn. Es soll ja wirklich Leute geben, die damit klarkommen.

So nun zurück zum eigentlich Thema. Da ich mal wieder Lust auf Monsterprügelei hatte und nicht auf einem Handheld spielen wollte, musste ich mir andere Wege suchen. Da ich mir nun nicht extra eine Wii bzw. eine WiiU kaufen wollte, blieb mir nur die Möglichkeit, die HD-Version von "Monster Hunter Portable 3rd" zu bestellen. Wichtiger Fakt: Das Spiel ist komplett in japanischer Sprache, ohne englischen Patch.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr Sachen im Warenkorb habt oder im Laden vor dem Regal steht und vor dem letzten Schritt steht die Ware zu kaufen? Das hin und her im Kopf, ob man diese Sache nun wirklich braucht, was man einfach nur einem niederen Instinkt/Drang wegen braucht. So saß ich auch vor dem Rechner und habe auf den Amazon-Warenkorb gestarrt, den Cursor auf dem "Bestellung abschicken"-Button. Da ich das Spiel allerdings nicht mal importieren musste, war es um so günstiger. Aber japanische Sprache? Wie soll ich damit klar kommen? Das erinnerte mich an die Geschichte, wie ich mal drei SNES-Spiele auf dem Flohmarkt erstand. "StarWing", "Secret of Evermore" und "Super R-Type". Die ersten beiden Spiele waren super, nur bei "Super R-Type" hat man mich beschissen. In der Packung war eine japanische Version drin, die man auf europäischen Geräten ohne Adapter nicht spielen konnte. Zur Hölle soll der Verkäufer fahren...
Jedenfalls trudelte dann "Monster Hunter Portable 3rd HDVer." bei mir ein. Das wunderbare ist, dass man sich auch ohne großartige Japanischkenntnisse durch die Installation wurschteln konnte. Wenn einem zwei Buttons zum drücken zur Auswahl stehen, kann man entweder weiterkommen oder zurück. Im Spiel sieht die ganze Sache natürlich ein wenig anders aus. Man fühlt sich schon ein wenig verloren, wenn man nicht weiß zu welchem NPCs man gehen muss. Naja sicher, den Schmied erkennt man und auch die Frau vom Gemischtwarenladen, aber sonst kann man es nur erahnen. Geholfen habe ich mir dann mit Reviews und Let's Plays. Auch Items lassen sich noch gewissermaßen erkennen, da ich mit den Symbolen vertraut bin. Es gibt sogar einen deutschen Patch für das Spiel, der von einer Community erstellt wurde. Allerdings braucht man dafür eine PSP mit modifizierter Firmware und meine hat ein zu aktuellen Produktionscode. Was für ein Elend.

Da muss ich mich doch wirklich Fragen, was eigentlich mit Capcom los ist. Wollen die vielleicht kein Geld verdienen? Es kann doch nicht sein, dass so ein großer Entwickler und Publisher nicht das Potenzial dieser Spiele-Reihe sieht, dass man sie auch auf anderen, vielleicht auch bessere Plattformen portiert. Das neuste Spiel "Monster Hunter 4" kommt auch nur für den 'Nintendo 3DS'. Ich möchte mir aber ungerne nur dafür einen 3DS kaufen, weil die Dinger sowieso alle dreiviertel Jahr wieder veraltet sind. Die Online-Variante für PC kam auch nie nach Europa oder USA und momentan wird an einem Online-Spiel, basierend auf der 'Cry Engine' von Crytek, gearbeitet. Aber Pustekuchen, dass wird von einem chinesischen Studio produziert und wird vermutlich auch nur für den chinesischen/asiatischen Markt herauskommen. Komischer Weise wird auch die 'PlayStation Vita' komplett vernachlässigt. Dabei haben gerade die MH-Spiele die PSP gepusht und am Leben gehalten und die Vita dümpelt momentan nur rum, ohne ordentlichen Content. Gerade Capcom, die wirklich so gut wie jedes Spiel ihres Hauses auf die verschiedensten Konsolen schmeißen, knausern dann bei so einem Goldesel wie ihrer "Monster Hunter"-Reihe. Da stimmt doch irgendwo was nicht! Es kann doch nicht an Microsoft bzw. Sony scheitern. Gebt uns für die PS3 doch die alten Spiele "Tri" oder "Tri-G", von mir aus auch nur auf English, aber die Hauptsache ist da kommt was.

Nun. Bis Capcom zu Besinnung kommt, muss ich halt mit meiner HD-Version von "Portable 3rd" leben. Soweit läuft es ja auch einigermaßen, da ich auf ein Monster-Hunter-Wiki zurückgreifen kann, dass mit sowohl die Quests, als auch einen Großteil der Texte und Waffenbeschreibungen in feinster, englisch Sprache liefert. Man muss sich halt zu helfen wissen und die Community hält da ganz gut zu sammen.





Bis dahin - Waldmanns Heil!






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26.05.13

Anime•Peteback: Halo Legends


Endlich mal wieder über einen Anime schreiben. Aber ich greife das Thema vom letzten Sonntag noch einmal auf und habe einen Anime rausgesucht, der auch einem Spiel gewidmet ist.

Halo Legends


Originaltitel: Halo Legends
Deutscher Titel: Halo Legends
Originalsprache: Englisch. Japanisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 120 Minuten
Regie: Frank O'Connor. Joseph Chou
Produktion: Bonnie Ross, John Ledford
Studio: Studio 4°C, Production I.G, Casio Entertainment, Toei Animation, Bones, Warner Bros., 343 Industries
Cast: u.a. Michael Iwannek, Jörg Hengstler, Marie Bierstedt, Gundi Eberhard, Frank Schröder, Tobias Kluckert, Antje von der Ahe, Tino Kießling, Ozan Ünal, Tommy Morgenstern

Trailer: Halo Legends

Kurz gesagt: "Halo Legends" ist ein eine Sammlung bzw. ein Omnibusfilm, bestehend aus sieben verschiedenen Kurzfilmen. Die Filme wurden verschiedenen Animationsstudios produziert und spielen alle im bekannten Halo-Universum. Dabei sind vor allem namenhafte Anime Studios beteiligt.




Episode 1: Origins - Die Ursprünge
Den Anfang macht die Compilation mit dem passenden Titel "Origins". Diese Episode wurde ins zwei Abschnitte ausgeteilt und erzählt in geraffter Form die Geschichte des Halo-Universums. Erzählt wird alles von der K.I. des Master Chiefs, Cortana, während sie nach dem dritten Halo Teil den Kälteschlaf des Chiefs überwacht. Den Anfang macht sie bei den Blutsvätern, einer der ältesten Rassen im Universum und ihrem Kampf gegen die Flood. Ihre Erzählung läuft in der Form chronologisch ab und fast auch teilweise die Story der einzelnen Halo-Teile bis zum Dritten auf.

Prodziert wurde "Origins" von 'Studio 4°C' (Steamboy, Tekkon Kinkreet, Memories, Spriggan)

Episode 2: The Babysitter - Der Babysitter
Die zweite Episode befasst sich mit der Geschichte einer Gruppe von ODSTs (Orbital Drop Shock Trooper), einer Spezialeinheit des UNSC Marine Corps.. Sie sollen unentdeckt auf einem Planeten landen und ein Attentat auf einen Propheten der Allianz verüben. Unerwünschterweise, soll an der Mission auch ein Spartan-II teilnehmen, der die Aufgabe des Scharfschützen übernehmen soll und durch seinen Rang das Kommando übernimmt. Um den Auftrag zur Zufriedenheit zu erfüllen, müssen die Rivalitäten vorerst beseitigt werden, weil die Gruppe bei ihrer Landung entdeckt wurde.

Produziert wurde "The Babysitter" von 'Studio 4°C'.
Episode 3: Prototype - Prototyp
Die dritte Episode zeigt den Kampf einiger Truppen der UNSC Marines, auf einem vom Krieg zerfurchten Planeten. Eine Überzahl der Allianz-Streitkräfte ist auf dem Vormarsch, mit dem dem Ziel, eine geheime Forschungsbasis der Menschen einzunehmen bzw. zu zerstören. Die Truppen versuchen die Allianz mit besten Willen zurückzudrängen, doch der Kampf ist auf lange Sicht aussichtslos. Es wird entschieden das "Cole-Protokoll" zu aktivieren, was bedeutet die Forschungsbasis zu zerstören, damit der Allianz keine Inforationen über Forschung und Waffentechniken in die Hände fallen. Ein tapferer Soldat entscheidet sich allerdings gegen den Befehl und zieht mit den fortschrittlichen Prototyp-Waffen der Basis in den entscheidenden Kampf und eine eventuelle Wende herbeizuführen.

Produziert wurde "Prototype" von 'Bones'. (Fullmetal Alchemist, Wolf's Rain, Eureka Seven)

Episode 4: Homecoming - Die Heimkehr
Die vierte Episode richtet das Augenmerkt dieses mal auf ein weibliches Teammitglied des Spartan-II-Programms, während einem erbitterten Kampf gegen die Allianz. Im Laufe des Kampfes erlebt sie einige Flashbacks betreffend ihrer Vergangenheit als junges Mädchen. Sie erinnert sich an die Anfange beim fragwürdigen Spartan-II-Programm und die Ausbildung. Während sie also ihren mentalen Kampf mit sich selbst ausfechtet, muss sie sich auch noch den Angriffen der Allianz-Truppen erwehren.

Produziert wurde "Homecoming" von 'Production I.G'. (Ghost in the Shell, Evangelion, Jin-Roh)

Episode 5: The Duel - Das Duel
Die fünfte Episode zeigt eine Geschichte des Halo-Universums von der anderen Seite. Während die Stellung der Allianz im Universum sich gerade an einem Wendepunkt befindet, trotzt ein geächteter Sangheili (Elite) seinem damals noch ehrenvollen Titel als "Gebieter". Er führt einen Rachefeldzug gegen seine ehemaligen Verbündeten, die ihm seine geliebte Frau genommen haben.

Produziert wurde "The Duel" von 'Production I.G'.
Episode 6: The Package - Das Paket
Die sechste Episode zeigt den Master Chief alias Spartan-117 oder auch John, höchstpersönlich. Hier hat er die Aufgabe mit vier weiteren Spartan-Soldaten einen höchst gefährlichen Auftrag auszuführen. Der Auftrag besteht daraus, ein äußerst wertvolles, militärisches Gut der UNSC aus dem Herzen einer Allianzflotte zu beschaffen. Mit Hilfe seiner Kollegen kämpft er sich zum vermeidlichen Zielschiff vor um das Objekt sicherzustellen und zu bergen. Gegenwehr gibt es allerdings genug.

Produziert wurde "The Package" von 'Casio Entertainment'. (CGI-Effekte für Anime und Filme)

Episode 7: Odd One Out - Der Außenseiter
Die siebte und letzte Episode zeigt eine etwas selbstironische Geschichte des Halo-Universums. Der Spartan-1337 (Höhö!) fällt aus Versehen von seinem Transportschiff und landet auf einem sehr rückschrittlichen Planeten. Allerdings ist er dort nicht alleine, denn er begegnet Einheimischen, die von der übermenschlichen Kräften des Sparten keinesfalls überrascht sind. Ein Prophet der Allianz schickt zur Gleichenzeit eine biologische Kampfmaschine auf den selben Planeten, um 1337 den garaus zu machen. 1337 ist dieser Biowaffe leider unterlegen, doch zum Glück bekommt er schlagkräftige Hilfe durch die Bewohner des Planeten.

Produziert wurde "Odd One Out" von 'Toei Animation'. (Dragonball, Digimon, Yu-Gi-Oh!, Air Gear)




Ich kann mal sagen, dass ich Halo-Fan der ersten Stunde bin. Das ist insofern komisch, da ich noch nie eine Xbox besessen habe und nur den zweiten Teil auf dem PC gespielt habe. Dieser kam exklusiv für das Windows-Vista-System heraus. Aber hey, durch Freunde und natürlich das Internet bekommt man auch so die Spielerfahrung und auch die Story mit. Für jemanden der etwas für Si-Fi übrig hat, bietet das Halo-Universum wirklich eine Fülle an Inforamtionen und Geschichten. Nicht umsonst gibt es neben den Halo-Spielen eine sehr erfolgreiche Halo-Romanreihe. Das könnte zum Teil auch daran liegen, dass Hintergrundstory in den Spielen nicht wirklich eine große Rolle spielt, sondern eher so am Rande betrieben wird.

Mit "Halo Legends" haben wir wieder eine Art Compilation verschiedener Animationsstudios. Diese Vorgehensweise ist zum einen sehr kreativ und interessant, da man die verschiedenen Animations- und Zeichenstile der Studios mal im Vergleich sehen kann und zum anderen sehr zuträglich, da nie ein ganzer abendfüllender Film schreiben und produziert werden muss. Gerade in kleinen Episoden mit Kurzfilmcharakter von jeweils ca. 15-20 Minuten, kann man sowohl einiges zeigen und auch eine interessante, kurze Geschichte aufbauen. Ein Ähnliches Prinzip kam schon bei Filmen wie "Dante's Inferno" oder "Batman: Gotham Knight" zum Einsatz, die ich auch schon einmal vorgestellt habe. Man merkt schon, dass ich sehr großer Freund solcher Filme bin.
Ähnlich wie bei "Dead Space Downfall" von letzter Woche, ist es auch mit "Halo Legends". Gerade für Freunde der Halo-Reihe wird diese Kurzfilmsammlung sehr interessant sein, da man schon ein wenig Vorwissen von den wichtige, handelnden Personen der Spiele, der Rahmengeschichte, dem Universum haben sollte. Wenn man nicht weiß, was nun ein Elite, ein Spartan, Cortana oder der Master Chief ist, dann wird einen die Handlung vieler Filme schon vor große Fragen stellen. So kann diese Filmsammlung ihr Potenzial natürlich nicht entfalten. Man hat zwar versucht den unwissenden Zuschauern etwas entgegen zu kommen, in dem man die erste Episode damit ausgefüllt hat, die Geschichte des Halo-Universums zu erzählen. "Origins" macht da auch sehr gut, ist im Gesamten aber noch ein wenig zu gerafft und zu wage. Vorwissen ist also nicht unbedingt Pflicht, aber ratsam. Wenn man sich aber erst einmal ein wenig Grundwissen angeeignet hat, dann wird der man schon sehr viel Spaß an den Filmchen haben, gerade wenn man auch Fan von einigen der produzierenden Studios ist.

Mir persönlich haben die Arbeiten von 'Studio 4°C', 'Bones und 'Toei Animation' am besten gefallen. Gerade die siebte und letzte Episode ist ein wahrer Hochgenuss gewesen, vor allem, was den Humor angeht. Im Verhältnis zu dem anderen Episoden, ist die Siebte nämlich zum schreien komisch. Wer 'Toei Animation' kennt und weiß, dass dort Serien wie Dragonball produziert wurden, der kann sich schon denken, in welche Richtung der Stil gehen wird. Die CGI-Episoden von 'Casio Entertainment' oder 'Production I.G' sind im Gegensatz zu den Gezeichneten etwas blass ausgefallen, aber das liegt dann auch am persönlichen Geschmack. Man kann nicht wirklich ein "Gut" oder "Schlecht" bei den einzelnen Episoden ausmachen. Jeder Kurzfilm hat in irgendeiner Weise seinen Reiz und sie haben alle eine mehr oder minder interessante Geschichte. Man sollte allen eine Chance geben.

Über die deutsche Synchronisation lässt sich im Endeffekt auch nichts schlechtes sagen. Die Stimmen wurden passend zu den jeweiligen Figuren gewählt und wirken nie unpassend.
Fazit.
Wer Fan der Halo-Reihe ist und auch auf Anime steht, der wird mit dieser DVD/Blu-Ray seine Freude haben. Doch auch allen anderen, die sich vielleicht mal mit dem Halo-Universum befassen wollen sei dieser Film empfohlen, da man ihn als gute Randlektür sehen kann, um noch ein wenig tiefer in das Franchise einzutauchen. Oberflächlich kann man sich auch natürlich nur die Animes anschauen, aber ohne tiefergehendes Interesse an Rahmengeschichte, wird das kein großer Spaß.






Bis dahin - Tschödeldö







Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Halo_Legends
Bilder:  http://en.wikipedia.org/wiki/Halo_Legends
             http://baratijasblog.com/2010/02/17/comentario-halo-legends/

             http://img.affenheimtheater.de/_halo_legends_02.jpg
             http://www.desura.com/groups/anime-fans-of-moddb/images/halo-legends2
             http://www.ign.com/images/movies/halo-legends-42669/4fa6cb40cdc388ed13f4630d

22.05.13

Game•Peteback: To The Moon


Das Wunderbare an dieser Rubrik ist, dass man hier über Spiele schreiben kann, über die man gar nicht so viel verraten darf. Und es ist ein so wunderbares Spiel.


Wie man es von mir kennt, bin ich total aktuell was Beiträge über Spiele angeht. Und so ist es auch dieses Mal. Man kann ja auch nicht alles immer sofort spielen. Außer, wenn man genug Zeit hat und wer hat die denn schon.

"To The Moon" ist wohl DAS Erfolgsspiel vom Indie-Entwicklerstudio 'Freebird Games', von 2011. Es ist außerdem das erste kommerzielle Spiel von Kan Gao und seines unabhängigen Studios. Durchweg positives Kritiken, wo man nur hinschaut und Leute die in den höchsten Tönen von diesem Spiel reden. In Punkto Story und Gameplay soll es ja wirklich sehr gut sein. Das sagt sich ja immer so leicht. Den Hype um ein Spiel kann man erst richtig verstehen, wenn man es wirklich selbst gespielt und erlebt hat und genau deshalb, habe ich mich im Selbstversuch an diese Perle gewagt und zu sehen, was wirklich hinter all den O-Tönen steckt. Was einem zuerst auffällt, ist die spezielle Optik und Grafik des Spiels. "To The Moon" wurde mit dem 'RPG-Maker XP' erstellt und hat daher auch die gewohnte 16-bit Optik und Dialoge laufen in Textboxen ab. Spielerisch ist es ein Rollenspiel mit Adventure-Elementen. Es bewegt sich in den Genres Si-Fi, Visual Novel, Drama und Tragikkomödie und weiß diese Kombination auch sehr gut zu präsentieren. 
Die Story spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Dr. Eva Rosalane und Dr. Neil Watts arbeiten für die Sigmund Corp., welche sehr spezielle Dienste anbietet. In dieser Zukunft wurde es durch Technologie möglich, in die Erinnerungen von anderen Personen einzudringen und diese auch zu verändern. Die Sigmund Corp. hat sich darauf spezialisiert, sterbenden Menschen ihren letzten Herzenswunsch zu erfüllen. Der Wunsch wird als Auslöser in eine frühe Erinnerung des Patienten gepflanzt und das Unterbewusstsein des Patienten formt dann automatisch die späteren Erinnerungen um, sodass er glaubt diese Erinnerung wirklich erlebt zu haben. Da das Herumpfuschen in Erinnerungen sehr gefährlich ist, wird es auch nur bei Menschen angewendet, die nicht mehr lange zu leben haben, sodass sie mit einem Lächeln sterben können. 

Die Protagonisten Neil und Eva treffen also bei einem Patienten namens Johnny ein, der in einem herrschaftlichen Haus auf einer Klippe lebt. Er liegt im Sterben und die beiden werden von seiner Haushälterin Lily empfangen, der zuständige Arzt wohnt der Sitzung auch bei. Johnny ist nicht mehr ansprechbar und deshalb wird die Maschine aufgebaut und die beiden Wissenschaftlicher tauchen in die Gedankenwelt ihres Patienten ein. In einer nicht allzuweiten Erinnerung stellen sie sich dem alten Herrn vor und fragen ihn nach seinem Wunsch. Johnny will zum Mond. Allerdings kann er nicht sagen, wieso er das so gerne möchte. Da keine neue Erinnerung eingepflanzt werden kann, ohne den genauen Grund des Wunsches zu kennen, reisen Eva und Neil durch verschiedene Erinnerungen Johnnys um diesen Grund zu finden. Dabei stoßen sie auf Geheimnisse, Ungereimtheiten und merkwürdige Begebenheiten, wobei Johnnys verstorbene Frau River, ein Schnabeltier, eingelegte Oliven und Origamihasen eine wichtige Rolle spielen werden.
Vom der Idee her und von der Einleitung ist das Spiel schon mal ganz vorne mit dabei. Gerade weil "To The Moon" so minimalistisch wirkt, ist das was sich später entspinnt, umso eindrucksvoller und interessanter. Kan Gao hat einer Story geschrieben die ein gleichermaßen erstaunt, berührt, verstört und fasziniert. Eine Story die den Spieler bei der Hand nimmt und ihn vor allem ernst nimmt. Durch den geschickten Einsatz von Charakteren und Twists in der Story und allgegenwärtigen offenen Fragen wird der Spieler immer weiter in der Spielwelt gefangen und die Spannung wird immer aufrecht erhalten. Die Story ist dabei sehr vielschichtig, aber wird niemals unverständlich oder weist Logiklöcher auf. Man erfährt eigentlich nie mehr, als die beiden Wissenschaftler und wenn doch, dann erfährt man im nächsten Moment auch schon von ihren Theorien. Hier und dort gibt es aber noch Einzelheiten, die einfach nur angedeutet werden, damit sich der Spieler selber Gedanken machen kann.

Eigentlich könnte ich das Spiel noch viel mehr auseinandernehmen und noch einzelne Bereiche beleuchten, aber damit würde ich viel Spannung und Aha-Momente kaputt machen. Ich kann "To The Moon" allen empfehlen, die mal eine wirklich gut durchdachte Story erleben wollen, die einen über die ganzen 4-5 Stunden Spieldauer gut beschäftigt und einen dannach auch noch nachdenklich zurücklässt. Die Charaktere sind sympathisch und gegensätzlich, der Humor ein wenig zu aufdringlich und die Musik ein Fest der Sinne. Jeder der 16-Bit-Adventure mag, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Unterstützt dieses Spiel und die Entwickler, denn da wird noch viel mehr Grandioses auf uns zukommen!






Bis dahin - Tschödeldö





19.05.13

Film•Peteback: Dead Space Downfall


Nachdem wir uns letztens schon im SiFi-Horrofilm-Genre bewegt haben, gehen wir nun über zum Animationsfilm, aber bleiben auch beim Horror und auch bei SiFi.

Dead Space Downfall


Originaltitel: Dead Space Downfall
Deutscher Titel: Dead Space Downfall
Origianlsprache: Englisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 75 Minuten
Regie: Chuck Patton
Drehbuch: Justin Gray, Jimmy Palmiotti
Entwicklerstudio: Film Roman, Electronic Arts
Cast: u.a. Victoria Sturm, Bernd Vollbrecht, Engelbert von Nordhausen, Jan Spitzer, Sebastian Jacob, Rainer Doering, Ghadah Al-Akel, Thomas Schmuckert


Kurz gesagt: "Dead Space Downfall" ist ein animierter Horrorfilm des Studios 'Film Roman' und 'Electronic Arts', aus dem Jahr 2008. Regie führte hierbei der Comic Artist Chuck Patton, der auch maßgeblich den Stil des Film vorgegeben hat. "Downfall" inszeniert ein Prequel zum Multiplattform-Survival-Horror-Spiel "Dead Space" und zeigt die vorherigen Ereignisse, bis Protagonist Isaac Clarke die 'USG Ishimura' betritt.




Auf dem Planet 'Aegis VII' wird ein uraltes Artefakt gefunden, welches als ein 'Marker' identifiziert wird. Es soll sogar der lange gesuchte 'Zweite, rote Marker' sein. Um diese Marker-Artefakte hat sich schon lange ein religiöser, sektenartiger Kult gebildet, der sich selbst als "Church of Unitology" sehen und diese Marker verehren. Durch Einflüsse dieses Kults, wird das Bergbauschiff 'USG Ishimura' nach 'Aegis VII' geschickt um dort unter Vortäuschung von falscher Tatsachen das Artefakt zu bergen.Während das Schiff im Orbit des Planeten die Bergung vorbereitet, kommen Übertragungen rein, dass es auf der Planetenkolonie zu Zwischenfällen gekommen ist, bei dem auch Kolonisten getötet wurden. Captain Marthius ignoriert diese Funksprüche und lässt mit den Vorbereitungen weitermachen. Alissa Vincent, Oberhaupt der Sicherheitseinheit, will die Vorfälle lieber untersuchen und spätere Probleme zu vermeiden. Ihre Bedenken, werden aber vom Captain abgeschmettert. Auf dem Planeten selber infiltrieren zwei Minenarbeiter einen Außenposten, zu dem jede Funkverbindung abgebrochen ist. Während eines Stromausfalls verschwindet einer der beiden spurlos. Der Andere, Colin Barrows, findet seine Frau Jen, die merkwürdige Sachen von sich gibt und sich dann Suizid begeht. Barrows versteht, dass etwas grausames auf dem Planeten und der Kolonie vor sich geht und flieht mit der Leiche seiner Frau zu einem Rettungsschiff und fliegt zur Ishimura - unwissentlich, was sich im Körper seiner Frau befindet...




Merchandise Produkte zu Spielen laufen gut und sind von der Fangemeinde gerne gesehen. Noch lieber sehen die Fans es aber, wenn zu dem geliebten Spiel noch ein Film rauskommt. Davon gibt es einige weniger, gute Beispiele und einen Laster von schlechter Beispiele. Gleiches hat sich anscheinend auch "EA" gedacht, als sie beim Animationsstudio 'Film Roman' einen 'Dead Space"-Film in Auftrag gegeben haben.

Es ist sehr zuträglich, dass sich EA dafür entschieden hat ein Prequel-Film zu machen. So werden eventuelle Nörgelein, wegen einer Adaption der Story oder einer fortlaufenden Story unterbunden. Ein Jahr nach dem Film kam dann auch für die Wii ein Titel namens "Dead Space: Extraction" raus, der die Geschichte von Downfall aufgreift. Das ist eine recht merkwürdige Vorgehensweise, aber vermutlich war der Wii-Teil von "Dead Space" schon vor dem Film in Planung gewesen.
Was soll man groß zu "Dead Space Downfall" sagen. Die Animationen sind stimmig und der Stil ist passend zur Thematik, wirkt aber teilweise etwas unsauber. Wer andere Arbeiten von 'Film Roman' kennt, dem wird der Stil teilweise bekannt vorkommen. Gerade in Bezug auf Produktionen die mit dem Marvel Universum zu tun haben, ist das Studio sehr engagiert.. Dead-Space-typisch geht es auch im Film hart zur Sache. Die durch den Marker hervorgerufenen Nekromorphs machen Jagd auf alles, was nach einer gesunden Lebensform aussieht und verwandeln diese in ein widerliches Hybridwesen mit Fangzähnen, Krallen und insektenartigen Beinen. So geht das Töten immer weiter, bis alles Leben in gewisser Weise ausgelöscht ist. Man erlebt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. So springt der Film zwischen Handlungssträngen hin und her. Mal erlebt man die Geschehnisse auf der Brücke der Ishimura, dann springt man wieder zu Alissa Vincent, wie sie sich mit einer Gruppe Überlebender durch die nekromorph-verseuchten Gänge des Schiffes schlägt.

Die Kernhandlung des Film ist eigentlich kaum der Rede wert, aber das ist die Kernhandlung des Spiels auch nicht. Dabei bewegt sich der Film mit dem Spiel auf einem Storyniveau. Das trifft auch auf den Gore-Faktor zu. Abgerissene Körperteile und Menschen die sich live in Nekromorphs verwandeln. Der Film fährt schon eine wirklich nicht jugendfreie Schiene und das ist auch gut so. Nur so kann auch die Stimmung des Spiels aufgefangen werden, damit ein Wiedererkennungswert erzeugt wird. Leider kann der Film mit der Stimmung dann doch nicht mithalten, denn das Spiel lebt auch größtenteils von Dunkelheit und vor allem von der Isolation des Hauptcharakters, der dazu noch stumm ist. Dieses Gefühl kommt im Film einfach nicht richtig auf, weil sich immer mehrere Personen auf dem Bildschirm befinden, die dann auch nacheinander dezimiert werden. Dabei sind auch die einzelnen Charaktere gar nicht so wichtig, auch wenn man sie zum Teil in Textlogs im Spiel wiedererkennt.

Die Synchronisation ist nicht die Beste, aber dennoch annehmbar. Ich empfehle aber den Originalton, weil die Emotionen dort besser rüberkommen und auch der Ton etwas klarer ist.
Fazit.
Wer "Dead Space" gespielt hat, oder jedenfalls mit dem Spiel etwas anfangen kann und auch mit der Geschichte vertraut ist, dem wird "Dead Space Downfall" sicherlich viel Freude bereiten. Die Gewaltdarstellung ist enorm, die Story eher plump, aber es ergibt sich allgemein ein harmonisch-düsteres Gesamtbild, das den geneigten SiFi-Horror-Freund zufriedenstellen sollte. Alle anderen können sich da an den Trailer halten, weil der schon viel vom Film zeigt.






Bis dahin - Tschödeldö







Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Dead_Space:_Downfall
Bilder:  http://www.dvd-forum.at/userkritik/33483-dead-space-downfall
             http://gamesbackgrounds.com/view-dead_space_downfall_wallpaper_5-1280x720.html
             http://thatwasabitmental.com/2012/03/31/deadspacedownfall/

17.05.13

Game•Peteback: Dishonored - The Knife of Dunwall


Momentan ist irgendwie die Zeit der DLCs. Nachdem ich letztens über die Erweiterungen zu 'Assassins'c Creed III' geschrieben habe, wende ich mich einem anderen Spiel zu.

Dishonored
The Knife of Dunwall


'Dishonored' aus dem Hause Bethesda, war einer der Überraschungstitel des letzten Jahres und hat größtenteils positive Kritiken einsacken können. Für viele war er ein Toptitel für das Jahr 2012 und konnte mit einem gut durchdachten Gameplay, einer authentischen, Steam-Punk-artigen Welt,  interessanten Charakteren und Missionen und einem Gesinnungs-Feature glänzen. Und wie es in der heutigen Zeit nun mal so ist, bekommt auch ein, ich lehne mich mal aus dem Fenster, Meisterwerk wie 'Dishonored' ein paar DLCs spendiert.




In dem DLC "The Knife of Dunwall" geht es um den Auftragsmörder Daud. Er ist bekannt aus der Hauptstory von 'Dishonored', als Mörder der Kaiserin Jessamine Kaldwin und Anführer einer Gruppe von Assassinen die "The Whalers" oder "Die Walfänger" genannt werden. Bei seine Attentat auf die Kaiserin wird er in die Parallelwelt des Outsiders geholt, von dem der Assassine auch seine übernatürlichen Kräfte hat. Diese mystische Gestalt mit den schwarzen Augen eröffnet Daud, dass seine "Geschichte" zu Ende sein wird. Wie es mit Daud enden wird, steht allerdings noch nicht fest. Alles liegt nun in der Hand von Daud herauszufinden, was hinter dem Namen 'Delilah' steckt und was er für eine Bedeutung für ihn selbst hat. Sechs Monate vergingen, bis Dauds fähigste Assassinin Billie Lurk die Information erhielt, dass es ein Schriff namens "The Delilah" gibt, welches dem Schlachthausbesitzer gehört und im Hafen vor Anker liegt.




Wer 'Dishonored' kennt und/oder gespielt halt, dem ist der Name Daud ein Begriff. Genau genommen ist die Konfrontation zwischen den Ex-Leibwächter der Kaiserin, Corvo Attano, und dem Mörder der Kaiserin, ein größerer Höhepunkt als das Ende von 'Dishonored' selber. ER hat die Kaiserin ermordet, ER hat die Prinzessin Emily zu einer Waisen gemacht, ER hat das Komplott ausgelöst, welches Corvo ins Gefängnis gebracht hat, ER hat Dunwall auf dem Gewissen.

Da sind wir auch schon bei der Prämisse, um die auslösend für 'The Knife of Dunwall' ist. Daud, der kaltblütige Killer, hat Schuldgefühle den Mord der Kaiserin betreffend. Der Mord macht ihm ziemlich zu schaffen und er fängt an sein eigenes Handeln in Frage zu stellen. Nebenbei muss er sich auch noch auf die Suche nach einer ominösen Person namens Delilah machen. Wer ist Delila und was hat sie mit Daud zu tun? Und warum hält der Outsider diese Verbindung für wichtig für Dauds Schicksal? Nun, das Schicksal von ihm ist einigermaßen geklärt. Genau das macht den DLC so interessant. Es wird eine Geschichte geschaffen, die Parallel zu der von  'Dishonored' spielt, wobei das Ende des Hauptcharakters des DLCs einigermaßen klar ist. Als Corvo Attano hat man wie immer die Wahl - entweder lässt man Daud leben oder tötet ihn. Keine Entscheidung fiel mir in dem Spiel schwerer. Wie passt da also die Geschichte von 'The Knife of Dunwall' hinein? Ich kann es nicht genau sagen...
Was bekommt man also für die 9.99€ die man für das Add On hinblättert?
Man bekommt drei neue Missionen, die man mit Daud bestreiten kann. Die erste Mission führt uns in ein Schlachthaus für Wale, in der Hafengegend. Die Zweite in einen neuen Bezirk in Dunwall, den Justizbezirk und die dritte Mission findest in einer Gegend statt, die man schon auf dem Hauptspiel kennt. Dauds Hauptquartier im überschwemmten Bezirk. Das hört sich für's erste nach etwas wenig an, was es eigentlich auch ist. Zwei neue Areale und ein bisschen etwas Recycletes. Da hätte man gut noch eine individuelle Map für das DLC und den Preis drauflegen können. Die Maps die man aber bekommt sind aber wirklich toll ausgearbeitet und auch in Szene gesetzt. Das Schlachthaus in dem die Wale ausgenommen und zu Walöl und Fleisch verarbeitet werden ist nun wirklich kein Ort wo man gerne ist. Blut, Knochen, stahlkalte Räume, vergammelter Abfall und grobschlächtige Fleischer. Schade, dass es diese Mission nicht irgendwie in das Hauptspiel geschafft hat. Natürlich hat man auch wieder die Möglichkeit auf die verschiedensten Arten an das Ziel heranzukommen. Ob nun brutal und brachial oder semibrutal, bis friedfertig. Alles ist möglich. Das Ziel kann sowohl eliminiert, als auch neutralisiert werden. Wie man es halt möchte.

Das Zum Beispiel kann man bei dem Schlachthaus einen Mechanismus aktivieren, der eine Kette freigibt, damit man in den höheren Etagen in die Schlachterei einsteigen kann. So muss man nicht durch das Haupttor marschieren, wo man aber auch nur reinkommt, wenn man eine Stechkarte hat. Auch ein Weg durch die Rohrsystem des Abwassers kann man nehmen. Wie oft man entdeckt wurde, wie viele Menschen man getötet hat, was man mit dem Ziel gemacht hat - alles spielt wieder hinein in den Chaosfaktor, der bestimmte Gegebenheiten in den Folgemissionen verändern kann und das Ende beeinflusst. Daud ist es durch seine Untergrundverbindungen auch gegönnt, dass er Leute schmieren kann, wenn nur der Preis stimmt. So kann man im Schwarzmarkt-Bildschirm "Gefallen" kaufen. So wird eine Rune in einem Abwasserrohr platziert, Alarme werden deaktiviert, oder es stehen ein paar Walöltanks strategisch günstig bereit.
Daud lässt sich als Meisterassassine genau so gut spielen wie der Leibwächter Corvo. Er kann fast auf die gleichen Fähigkeiten zurückgreifen wie Corvo. Er kann keine Rattenschwärme beschwören und auf den Windstoß muss man auch verzichten. Doch von Blinzeln über Zeit anhalten, bis hin zum Leichen zu Staub zerfallen lassen, ist alles dabei. Alles erweiterbar durch Runen und die Knochenartefakte sind auch wieder dabei. Neu bei Daud ist, dass er einen Assassinen herbeirufen kann, der dann die Wachen eliminiert oder ein bisschen unterhält, bis man selber vorbeigeschlichen ist. Außerdem hat Daud eine modifizierte Art einer Armbrust dabei, die an seinem Handgelenk (Assassin's-Creed-like) befestigt ist. Auch gibt es neue, kleine Maschinen von Sokolov. Darunter eine Blitzmine, die Gegner zu Staub zerbrät und eine Narkosemine. Eine neue Art von Granate gibt es auch, die Gegner für einen kurzen Moment kampfunfähig machen kann. Vom Spielgeschehen her, gibt es also mannigfaltige Möglichkeiten, wie man den Gegnern den garaus oder das Leben schwer machen kann. Bis auf die Fleischer mit ihren walöl-betriebenen Sägen gibt es aber keine neuen Gegner. Auch hat bekommt man es in keiner Mission mit Tallboys oder Weinern zu tun.

Die Synchronisation ist wieder sehr gut gelungen. Hier und da passt der Text natürlich nicht ganz zu den Mundbewegungen, aber das ist zu verschmerzen. Die Stimmen sind passend zu den verschiedenen Charakteren und wirken authentisch. Was ist ein wenig vermisst habe, war das lebendige Herz, welches Corvo gegeben wurde. Mir fehlten ein wenig die Extrainformationen zu den Personen auf die man trifft und zu der Umgebung in der man sich befindet. Einen kleinen Teil davon übernimmt Dauds Schülerin Lurk, die manchmal auftaucht und ihren Senf zu gewissen Themen abgibt. Die kann einen schon mal ziemlich erschrecken, wenn sie sich plötzlich neben einem materialisiert! Und dabei hat sie so eine beruhigende, geheimnisvolle Stimme. Auch stellt sie das jeweilige Handeln von Daud in den Missionen in Frage und agiert entsprechend dem Verhalten des Spielers.

Leider haben sich die Entwickler ein ein paar grobe Schnitzer und Logikfehler geleistet. So kann man Gegner auch fokusieren, wie man es mit Corvos Objektiven in der Maske konnte. Wie Daud das allerdings ohne Maske macht, ist fragwürdig. Ein Glasauge vielleicht? Auch hat Lurk anscheinend Fähigkeiten, die ihr Lehrmeister nicht hat. Das macht im Endeffekt aber keinen Sinn, da Dauds Assassinen nur die selben Fähigkeiten haben können wie er selbst, da er sie mit ihnen teilen kann. 

Fazit.
'The Knife of Dunwall' ist in erster Linie ein würdiges DLC für 'Dishonored'. Allerdings ist mit zwei neuen Maps und einer recycleten die Ausbeute doch etwas dürftig, für die fast zehn Euro die man zahlt. Wer allerdings Fan des Spiels ist und Bock auf Missions-Futter hat, der sollte hier zugreifen. Die Story ist bis jetzt eher so lala und kommt mit dem nächsten, finalen DLC 'The Brigmore Witches' noch richtig in Fahrt. Das Gameplay ist aber wieder fantastisch, die Missionen interessant, spannend und fordernd und Daud eine gelungene Abwechslung zum kühnen, stummen Corvo Attano. Wer den Schleichweg geht, so wenig wie möglich töten will und alles Sammelbare einsacken will, der wird schon 6-7 Stunden Spielspaß haben. Wer meuchelt und rusched, der kann das DLC auch in gut 2-3 Stunden beenden. Ich war mit dem DLC ganz zufrieden, ob wohl ich doch etwas zu kurz fand. Aber es bleibt spannend!





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://dishonored.wikia.com/wiki/The_Knife_of_Dunwall
Bilder:  http://www.gamestar.de/spiele/dishonored-die-maske-des-zorns/news/dishonored,46378,3010271.html
             http://www.gamespot.com/dishonored-the-knife-of-dunwall/images/1798852/
           http://elder-geek.com/2013/04/dishonored-the-knife-of-dunwall-video-review/

14.05.13

In Nuce #7 ~ Ein tödliches Spiel


Hossa! Diese mal geht es in 'In Nuce' wieder richtig zur Sache, ohne banale Themen zu Spielen oder irgendwas was mir gefällt oder missfällt. Es ist Anime-Zeit!


Vor kurzem bin ich auf einen Anime gestoßen, den man eigentlich gar nicht großartig vorstellen muss. Somit eignet er sich perfekt für einen Auftritt in der Rubrik mit der Nuss, die sich dieses mal übrigens sehr schick gemacht hat.

'Death Billards' heißt das gute Stück um das es heute gehen soll. Die OVA bzw. das TV-Spezial stammt aus dem Hause "Madhouse" und ist im März dieses Jahres erschienen. Für ein Spezial üblich, geht der Anime auch nur ca. 25 Minuten und hat daher eine eher geraffte Handlung. Ein junger Mann und ein älterer Herr treffen im "Queen Decim", einer niveauvoll eingerichteten Bar, ein. Beide können sich nicht an das erinnern, was sie kurz vor ihrem Eintreffen gemacht haben und das verwirrt dir beiden Gäste ein wenig. Sie werden vom weißhaarigen Barmann höflich empfangen und sie bestellen etwas zu trinken. Der Mann hinter dem Tresen eröffnen den beiden dann, dass sie ein Spiel spielen werden in dem sie ihr Leben riskieren werden. Der jüngere Mann will das nicht akzeptieren und will die Bar verlassen, muss aber schnell feststellen, dass es keinen Ausweg gibt. Durch ein Roulette-Spiel fällt die Wahl auf ein Billardspiel und ein Tisch erscheint wie aus dem Nichts. Auf den Kugeln des Spiels sind die jeweiligen Organe der Spieler abgebildet. Wer zuerst alle Kugeln des Gegners versenkt und dann die schwarze 8, gewinnt. Da den beiden Herren eh keine andere Option übrig bleibt

Ein Spiel auf Leben und Tod. Ein bekanntest Setting, welches auch schon oft in Anime verwendet wurde und so auch hier. Der Name für den Anime ist vielleicht etwas zu plakativ gewählt, da man schon gleich weiß, worum es eigentlich gehen wird. Dennoch muss ich sagen, dass die Handlung zwar gerafft ist, aber hintersinnig doch recht viel Tiefgang bietet. Das liegt vor allem daran, dass man nicht sehr viel über die Charaktere erfahrt und sich nach und nach vieles selber zusammenreimen muss. Auch die Mimik der Personen ist in diesem Anime sehr ausgeprägt und wichtig, was eigentlich auch Madhouse-typisch ist. Wir man es von dem Studio kennt und erwartet, sind die Hintergründe wieder wunderbar in Szene gesetzt. Die Bar wirkt gleichermaßen geheimnisvoll wie auch gemütlich und vornehm. Man würde am liebsten selber an am Tresen Platz nehmen und einen Drink bestellen.

Ich kann diesen Anime wärmstens empfehlen und die Zeit kann man sich dafür ruhig nehmen. Da die Göttin des Glücks auf unserer Seite ist, kann man auf Youtube "Death Billards" mit deutschen Untertiteln schauen. In zweit Pats unterteilt, gibt es ihn HIER zu sehen. Dann wünsche ich viel Spaß beim anschauen und sagt mir doch, wie es euch gefallen hat.






Bis dahin - Tschödeldö






12.05.13

Film•Peteback: Virus


Da mir keine wirklich gute Einleitung für diesen Film einfällt, lass ich es einfach mal...
Ich bin ja auch kein Computer.

Virus


Fakten
Originaltitel: Virus
Deutscher Titel: Virus - Schiff ohne Wiederkehr
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 1999
Regie: John Bruno
Drehbuch: Chuck Pfarrer, Dennis Feldman
Produktion: Gale Anne Hurd
Cast: u.a. Jamie Lee Curtis, William Baldwin, Donald Sutherland, Joanna Pacula, Marshall Bell, Cliff Curtis, Julio Oscar Mechoso

Trailer: Virus

Kurz gesagt: "Virus" ist ein US-amerikanischer SiFi-Horrorthriller aus dem Jahr 1999, von Regisseur John Bruno. Der Film und das Drehbuch basieren auf der gleichnamigen Comic-Reihe "Virus" des Labels 'Dark Horse', von Chuck Pfarrer. Pfaffer entwarf das Skript schon Anfang der 90er, sah aber keinen Realisierung des Films, da die benötigten Special Effects noch nicht machbar waren. So wurde aus dem Skript zuerst eine Comic-Reihe.




Durch einen Zufall gelangt eine außerirdische, auf purer Energie basierende Lebensform auf die Erde. Aus dem tiefen des Weltall gelangt es wohl über die russische Raumstation MIR und dann über eine Parabolantenne auf das russische Militätforschungsschiff "Vladislov Volkov". Die Lebensform nistet sich in den Bordinstrumente und den Computern ein und schafft es irgendwie die Besatzung komplett auszulöschen. Das Schiff treibt darauf auf dem Meer herum. Das Schiff bleibt sehr lange unentdeckt, bis die Besatzung des US-amerikanischen Schleppers "Sea Star" auf das Schiff aufmerksam wird. Der Schlepper ist aufgrund eines Taifuns in Seenot geraten und hat Leck geschlagen. Es wird entschieden, dass man sich der Ladung entledigt, was dem Kapitän (Donald Sutherland) sehr missfällt und ins Auge des Sturm fährt um dort Reparaturen vorzunehmen. Dort trifft die Besatzung auf das herumtreibende, russische Schiff. Die Schlepperbesatzung beschließt also das anscheinend verlassene Schiff unter die Lupe zu nehmen. Das Schiff ist schwer beschädigt und wirkt verlassen, bis Foster (Jamie Lee Curtis) und Baker (William Baldwin) eine überlebende Frau stellen können, die ihnen berichtet, was auf dem Schiff vorgefallen ist.




Was passiert wenn man das Setting von "Ghost Ship", den Survival Horror von "Alien" und das futuristische von "Terminator" nimmt? Genau! Dann kommt so ein Film wie "Virus" dabei raus. Wer diese Filme kennt, der wird schon irgendwie Parallelen entdecken. Ob das nun gewollt ist oder nicht, kann ich nicht so genau sagen. Allerdings kann ich hier schon mal sagen, dass man "Virus" schon in die Trash-Ecke schieben könnte.
Man hat ein fast komplett verlassenes Schiff, was hier und dort Spuren von Kämpfen aufweist. Nur mangelhaftes Licht und das merkwürdige Gefühl, dass hier irgendwie etwas nicht stimmt. Dazu bekommt man das klaustrophobische Feeling von Alien. Das Dasein einer außerirdischen Existenz, welche den Menschen nach dem Leben trachtet und eigentlich überall auftauchen könnte, aber doch lieber ein wenig geschickter agiert. Den "Terminator"-Teil steuern die ersten Kontaktaufnahmen mit den Außerirdischen bei, oder besser mit den Schergen des außerirdischen Strippenführers. Da wir es mit einer Existenz zu tun haben, die auf Energie basiert und sich daher digital in einem Computer eingenistet hat, braucht der Antagonist also Schergen die für ihn den Menschen den garaus machen. Wie "Electro" (so nenne ich das Alien hier einfach mal) vorgeht, kann man eigentlich hier schon verraten. Electro sammelt die Leichen der getöteten Menschen ein und baut daraus Cyborgs. Er sieht diese menschliche Rasse nämlich als schädlichen Virus des Planeten an, die umgehend beseitigt werden muss. Allerdings besitzen die Menschen nützliche Bauteile, wie Nervenstränge, und auf Sauerstoff angereichertes Gewebe. Außerdem erforscht er die Gehirnfunktionen der Menschen. Man muss den Feind ja kennen, um ihn auszulöschen. Man muss allerdings sagen, dass die Spezialeffekte der Cyborgs und das Make Up schon sehr gut und glaubwürdig gemacht sind. Wie schon erwartet geht Electro nach dem Domino-Prinzip vor und beseitigt, oder besser verwertet, einen nach dem anderen, bis nur noch die beiden Hauptakteure übrig bleiben. So gesehen also alles von der Stange.

Im Gesamtbild kommt auch nicht wirklich Spannung auf und das könnte auch vom Schauspiel her kommen. Die Dialoge sind ziemlich flach geraten und glänzen eigentlich nur dadurch, dass gerne etwas Zynismus eingebaut wird. Sonst sind sie recht fade. Auch kann man sagen, dass ein wenig Begeisterung der Schauspieler für ihre Rollen fehlt. Entsprechend dem Drehbuch und der Prämisse, dass es sich um einen Horrorfilm von der Stange handelt, agieren sie den Grunderwartungen aber entsprechend. Dennoch hätte man da eigens mehr rausholen können. Donald Sutherland in der Rolle des Kapitän Everton ist wohl die merkwürdigste Figur in dem Film. Er ist recht geldgeil und kann anscheinend keine logischen Schlüsse ziehen. So wird er von Anfang an vom Drehbuch als der böse Bursche in der Truppe abgestempelt, der sowieso gegen alles ist, was die anderen vorschlagen und lieber sein eigenes Ding durchzieht. Auch scheint er irgendwie eine Sympathie für das Alien zu hegen, woher diese kranke Idee kommt wird dem Zuschauer aber auch nicht verraten. Irrationales Verhalten ist in Horrorfilmen ja an der Tagesordnung.
Fazit.
"Virus" ist ein netter Trash-Horror-Film, den man sich schon mal ansehen kann. Allerdings wird man bei ihm handwerkliches Können des Regisseurs und Kreativität des Drehbuchs und der Charakterzeichnung vermissen. Mit einem netten Setting und einer morbiden Atmosphäre kann der Film aber schon ein paar Fans beglücken. Kein muss, aber man kann's ja mal probieren.






Bis dahin - Tschödeldö







Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Virus_%E2%80%93_Schiff_ohne_Wiederkehr
Bilder:  http://www.impawards.com/1999/virus_ver2.html

08.05.13

Game•Peteback: Assassin's Creed III: Die Tyrannei von König Washington


Als der wohl größte "Assassin's Creed"-Fan auf diesem Planeten, kam ich nicht umhin mir den dreiteiligen DLC zum dritten Teil der "Assassin's Creed"-Reihe zuzulegen.

Die Tyrannei von König Washington


Kein "Assassin's Creed"-Teil kommt ohne ein großes DLC-Paket aus, welche die Story ergänzen oder sogar weiterführen. So ist es auch beim dritten Teil der Reihe und ihr haben wir sogar den größten DLC, den es bisher gab. "Die Tyrannei von König Washington" wurde von Ubisoft in drei Teile aufgespalten und seit März monatlich veröffentlicht. Die Schande (The Infamy), der Verrat (The Betrayal) und die Vergeltung (The Redemption). Wer die Episoden ausgiebig spielt, kann sich auf ein Abenteuer zwischen 7 und 10 Stunden freuen.



In dem DLC spielt man eine alternative Story Line, innerhalb der "Assassin's Creed III"-Story. Durch einen Zufall ist der Führer der amerikanischen Revolution, George Washington, in den den Besitz eines Edenapfels gekommen und sein Verstand wird nun von diesem Beherrscht.  Er kehrte den Patrioten den Rücken und unterjochte mit seiner Armee von Blauröcken schon bald die ganze amerikanische Ostküste. Der erste König der neuen Welt war geboren. Lang lebe der König...
In seinem Wahn fängt der König an ganze Landstriche zu verwüsten und löscht damit auch große Teile der indianischen Bevölkerung aus, die sich gegen den König und sein neues Regime stellen. An seiner Seite, seine linke und rechte Hand Benedict Arnold und General Putnam. Sie bedrohen  auch den Mohawk-Stamm dem auch der Protagonist Ratohnhaké:ton angehört. Gemeinsam mit seiner Mutter versucht er das Vorrücken der Truppen aufzuhalten, scheitert aber an der übernatürlichen Macht des Königs und des Edenapfels. Seine Mutter wird dann vom König beim Überfall auf die Siedlung getötet. Ratohnhaké:ton schwört Rache und dass er die Tyrannei Washingtons beenden wird.



Von der Idee her hört sich "Die Tyrannei von König Washington" natürlich sehr interessant und kreativ an. Ein Verbündeter wird zu einem erbitterten Feind und man begibt sich in einer Welt, die gleichmaßen gnadenlos, wie düster ist. Auch kann man hier sehr gut sehen, was passiert, wenn ein schwacher, menschlicher Geist mit einer Technologie konfrontiert wird, die nicht für ihn geschaffen wurde.

Die Entwickler haben sich für den DLC die Mühe gemacht die Welt noch einmal zu überarbeiten, um sie noch mehr einem Kriegsschauplatz ähnlicher werden zu lassen. Durch die drei Episoden hindurch besucht man in der ersten das Grenzland, in der zweiten Boston und in der dritten kommt man nach New York. Im Grenzland herrschen Krieg, Zerstörung und Hungersnot. Leichen pflastern die Straßen der Dörfer, Teile der Wälder sind gänzlich zerstört worden und überall patrouillieren die Schergen des Königs und drangsalieren die Bevölkerung. Ähnliches gibt es in Boston und New York zu sehen. Zerstörte Gebäude, Kämpfende Soldaten und Karren mit getöteten Soldaten darauf. Am meisten verändert hat sich allerdings New York, was Washington für seinen Hauptsitz auserwählt hat. Dort hat er von der Bevölkerung eine riesige Pyramide errichten lassen, in der er residiert.
Ein neues Feature des DLC's ist, dass wir dieses Mal ganz Indianer sind und somit auch in einer Verbunding mit der Natur stehen. Neben den üblichen Waffen wie Tomahawk, Klingen, Kriegskeule und Bogen, können wir auch auf einige übernatürlich Fähigkeiten zurückgreifen, um uns Feinden zu erwehren. Durch einen mystischen Tee aus den jungen, roten Blättern einer Weide, kann Ratohnhaké:ton in die Geisterwelt reisen um dort Tiergeistern zu begegnen, die ihm ihre Kraft verleihen, wenn er sich als würdig erweist. In der ersten Episode erhalten wir die Kraft des Wolfs, was uns für einen kurzen Zeitraum unsichtbar werden lässt, sodass wir uns an Feinden vorbeistehlen können. Auch können wir ein Wolfsrudel aus drei Wölfen beschwören, die Feinde angreifen. Dies geht aber alles zulasten unserer Lebensenergie. Im zweiten Teil erhalten wir die Kraft des Adlers, womit sich Ratohnhaké:ton kurzzeitig in einen Adler verwandeln kann, um über Häuserdächer zu fliegen. Das ist auch sehr nützlich, weil man in den Städten permanent gesucht wird und man sich besser nicht auf den Straßen bewegen sollte. Im letzten Teil erhält man noch die Kraft des Bären, mit der man eine größere Gruppe Feinde mit einer Schockwelle erledigen und versperrte Wege öffnen kann.

Die Tierkräfte sind eine nette Idee und gerade die Sache mit den Wölfen und dem Adler machen verdammt viel Spaß. So von Dach zu Dach zu fliegen und schnell aus Kämpfen zu entkommen, es ist schon sehr praktisch. Die Kämpfe mit Soldaten wirken, als hätten die Entwickler eine Schippe draufgelegt. Sie sind zwar immer noch sehr gut schaffbar, allerdings wird man nun mehr den hartnäckigeren Gegnerklassen wie Grenadieren, Generälen und Elitesoldaten konfrontiert und die lassen sich nicht einfach mit einem Konter kalt machen. Lange Combo-Ketten kann man also vergessen.
Typisch für Assassin's Creed, gibt es auch wieder verschiedene Haupt- und Nebenaufgaben, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Hier haben die Entwickler ein wenig geschlampt, denn die Nebenaufgaben sind in allen drei Teilen die Gleichen. Man gibt hungernden Bürgern etwas zu essen, beschützt Bürger vor Soldaten, oder rettet Leute vor wilden Tieren. Da hätte man sich ein wenig mehr Individualität für die einzelnen Teile gewünscht. Die Hauptmissionen sind dabei typisch und individuell mit Nebenaufgaben versehen, wie eine bestimmte Anzahl von Soldaten zu erledigen, ungesehen zu bleiben, oder die Mission in einer bestimmten Zeit abzuschließen. Desweiteren gibt es auch wieder einen Abschnitt wo man mit dem Schiff unterwegs ist und die bekannten Tower-Defense-Mission gibt es auch wieder. Nebenbei gibt es noch Kisten zu knacken, in denen sich neue Upgrades für Beutel oder neue Waffen verstecken können.

Ein großer, großer Minuspunkt ist die Release-Politik von Ubisoft. Für jeden Teil muss man ca. 10 Euro aufbringen, was den DLC auf einen Gesamtwert von über 30 Euro bringt. Das könnte man als eine ganz fiese Art der Geldmacherei abstempeln, wenn man bedenkt, was man in dem DLC so bekommt. Eigentlich liegt es ja beim Spieler selber, ob es ihm das letzten Endes wert war, leider muss man das Spiel aber erst im vollen Umfang kaufen und es zu entscheiden. Und was hilft das Meckern im nachhinein. Wer natürlich Fan ist und sich auf das Abenteuer einlassen will, der wird den Preis natürlich nicht scheuen. Allerdings ist das Spiel (PS3-Version) auch noch recht buggy, genau wie das Hauptspiel. Es kommt drauf an, was man in der Nachbereitung aus dem Spiel zieht. Maps komplett zu überarbeiten, Dialoge neu zu vertonen und am Gameplay und Features zu feilen, ist auch nicht ganz billig und vorallem zeitaufwändig. Ich habe den Kauf nicht wirklich bereut.
 Fazit.
Wer "Assassin's Creed III"-Fan ist und das auch noch durch und durch, der wird mit dem DLC seine Freude haben und wird über die 7-10 Stunden Spielzeit gut unterhalten werden. Auch wenn man im Hinterkopf den etwas übertriebenen Aufpreis hat, kann der DLC durch Ideen in Sachen Story und Gameplay doch überzeugen. Wer nicht schon bei den Trailern zu den Episoden begeistert ist, der sollte allgemein von dem Add On die Finger lassen.






Bis dahin - Tschödeldö







Bilder: http://www.thisisxbox.com/360/assassins-creed-3-the-tyranny-of-king-washington-the-betrayal-review/
               http://www.cinemablend.com/games/Assassin-Creed-3-Tyranny-King-Washington-Screenshots-Show-Off-Wolves-Invisibility-52289.html
               http://gamesvib.com/?p=11925

05.05.13

Film•Peteback: In Time


Für Filme muss man sich Zeit nehmen. Was aber, wenn man von der eigenen Zeit leben muss? Für was nimmt man sich dann Zeit?

In Time


Fakten:
Originaltitel: In Time
Deutscher Titel: In Time - Deine Zeit läuft ab
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 109 Minuten
Regie: Andrew Niccol
Drehbuch: Andrew Niccol
Produktion: u.a. Andrew Niccol
Cast: u.a. Justin Timberlake, Amanda Seyfried, Cillian Murphy, Vincent Kartheiser, Olivia Wilde, Johnny Galecki

Trailer: In Time

Kurz gesagt: "In Time" ist ein US-amerikanischer SiFi-Thriller von Regisseur Andrew Niccol, aus dem Jahr 2011. Drehbuch stammt ebenfalls von Andrew Niccol. Der Film handelt vom jungen Will Salas, der in einer fiktiven Welt lebt, in der es nur ein einziges Zahlungsmittel gibt - die eigene Lebenszeit. So lebt er mut seiner Mutter von Tag zu Tag und muss schwer arbeiten, um sein Leben nicht zu verlieren.




Der Film spielt in einer Zukunft, in dem es ein neues, weltweites Wirtschaftssystem gibt. Eine externe Währung wurde komplett abgeschafft und man bezahlt nun mit der eigenen Lebenszeit. Diese kann wie normales Geld verdient, verschenkt, ausgegeben oder gestohlen werden. Aufgrund einer Genmanipulation altert man ab dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr nicht mehr. Jeder erwachsene Mensch sieht also nicht älter aus, als fünfundzwanzig. Wenn man nun also genug Zeit verdient, kann am so gesehen ewig Leben. Um dem entgegenzuwirken wurde die Prämisse eingeführt, dass man nach den gelebten fünfundzwanzig Jahren nur noch ein Jahr übrig hat. Wer also zu wenig verdient, stirbt auf der Stelle. Eine implantierte Uhr auf dem Unterarm zeigt dem Träger die Restzeit an. So ist es auch wie mit dem normalen Geld. Die Reichen leben länger und in dieser Welt sogar ewig und die Armen sterben früh. Dazu wurden noch Zonen eingerichtet, in denen unterschiedliche, soziale Schichten leben. Der Protagonist Will Salas (Justin Timberlake) lebt mit seiner Mutter Rachel (Olivia Wilde) in der ärmsten Zone, Dayton, und verdient gerade genug um von Tag zu Tag zu leben. In einer Bar rettet Will den reichen Henry Hamilton (Matthew Bomer) vor der kriminellen Gruppe der "Minute-Men". Henry steckt in einer Sinnkrise und überlässt Will seine restlichen 116 Jahre und stirbt. Er gab Will auch den Hinweis, dass es die Reichen sind, die die Armen früher sterben lassen. Will zieht entschlossen los, nun mit genug Zeit und will hinter die Kulissen des perfiden Wirtschaftsystems blicken.




Den Wert von Geld zu bestimmen, ist eine Sache der Wirtschaft. Aber was ist, wenn man einfach das als Währung nimmt, was dem Menschen am wertvollsten ist? Die Lebenszeit. An sich in die Lebenszweit eines Menschen begrenzt und dann auch noch damit handeln zu müssen, ist ein irrwitziger Gedanke. Andrew Niccol hat sich Gedanken gemacht und hat um diese Idee einen Drehbuch konstruiert. Damit fügt sich "In Time" perfekt in seine Filmografie ein, wo er schon mit Drehbüchern wie "The Truman Show" oder "Lord of War" anspruchsvolle Themen mit Tiefgang und Unterhaltung kombinierte.

So weithergeholt ist die Ausgangssituation der Story nun auch nicht. Schon heute kann man sich mit den nötigen Geldmitteln mehr Lebenszeit verschaffen, sprich, mit Medikamenten und allgemein medizinischer Versorgung. Dazu haben oft nur besser verdienende Zugang, während die ärmere Bevölkerung von der Hand in den Mund lebt und Krankheiten nicht auf die leichten Schulter genommen werden können. Das sind so Gedanken, die man sich während des Films und auch danach noch machen kann, denn "In Time" wirft eine kritikfähige Parallelen zur heutigen Gesellschaft auf und auch dahingehend, wo sie sich hinentwickelt.
Szene für Szene wird dem Zuschauer die Welt in der Will lebt näher gebraucht. Wie funktioniert sie? Wie ist sie geordnet? Wie wird Zeit übertragen und verdient? Was sind die Gefahren? Was passiert mit der Zeit, wenn jemand eines natürlichen Todes stirbt? All das wird nach und nach erklärt, dennoch bleiben immer noch Fragen übrig die nicht geklärt werden. Es wird weniger in Dialogen erklärt, was diese Dystopie genau ausmacht, es wird alles in Bildern erklärt. Wer mehr wissen will, der muss sich selber eine Antwort im Kopf zusammenbasteln. Interessant auch, wie ein gutmütiger Charakter wie Will, in so einer düsteren Welt überleben kann. Das Ghetto in dem Will mit seiner Mutter lebt, ist alles andere als Lebensfreundlich. Kriminalität, schlechte Infrastruktur und Egoismus, wo man hinsieht. Ein toter Kollege auf der Arbeit gehört schon längst zum Alltagsbild, dass sich Will und den anderen Bewohnern von Dayton bietet. Zeit um eine Träne zu verdrücken oder sich Gedanken zu machen bleibt nicht. Man muss sehen, wo man bleibt. Hier bekommt die einfach Floskel "Du verschwendest deine Zeit" eine ganz neue, grauenhafte Bedeutung. Während die Armen von Tag zu Tag leben, verbergen sich die Reichen hinter hohen Mauern. Sie verstecken sich vor denjenigen, die ihre Leben finanzieren. Niccol zeichnet hier eine Gesellschaft, die dekadenter anstatt fortschrittlicher geworden ist.

Der Film kommt erst richtig in Fahrt, als Will mit seiner neuen Lebenszeit in den reichsten Bezirk vordringt und den einflussreichen Unternehmer Philippe Weis (Vincent Kartheiser) und seine Tochter Sylvia (Amanda Seyfried) kennenlernt. Weis ist ein schmieriger, abgeklärter Geschäftsmann, der selber über hundert Jahre alt ist. Er kennt die Grundlagen wie das Wirtschaftssystem funktioniert und hat sich mit den Schattenseiten arrangiert. Seine Tochter hingegen ist von einem anderen Schlag. Durch einen unglücklichen Zufall muss Will Sylvia Weis als Geisel nehmen, um der Exekutiven, den Timekeepern, zu entkommen, da er anscheinend gesucht wird. Ab diesem Punkt entspinnt sich eine Bonnie-und-Clyde-hafte Story Line. Denn zusammen lehnen sich sich gegen das System auf und wollen es stürzen. Die Motive die dazu führen sind hingegen unterschiedlicher Natur. Timberlake sowie auch Seyfried harmonischeren sehr gut miteinander und ergänzen sich auch sehr gut. Ihr Schauspiel ist dabei sehr solide, obwohl bei den Liebesszenen der Funkte nicht ganz überspringen möchte.
Fazit.
"In Time" weiß, wie ein Publikum unterhalten werden muss und hat neben einer interessanten Story, starken Charakteren und Tiefgang auch noch sehr verträgliche Action zu bieten. Wer mit dem Grundbaustein der Geschichte etwas anfangen kann, der wird an "In Time" seine Freude haben. Es ist kein außerordentlich guter Film geworden, aber dennoch ein sehr sehenswerter!






Bis dahin - Tschödeldö







Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/In_Time_%E2%80%93_Deine_Zeit_l%C3%A4uft_ab
Bilder:  http://www.wallsave.com/wallpaper/1920x1080/in-time-movie-899734.html
             http://www.sf-fan.de/wp-content/uploads/2011/11/in_time_ver4_xlg.jpg
             http://indyfilmblog.wordpress.com/2012/02/19/in-time/
             http://www.negativ-film.de/2011/11/in-time-deine-zeit-lauft-ab
             http://www.theupcoming.co.uk/2011/10/31/film-review-in-time/

01.05.13

In Nuce #6 ~ Von Liebe, Gaunern und Orangen


Seit Kurzem gibt es ein Spiel, welches nach und nach auf verschiedenen Blogs, in verschiedenen Online-Magazinen und in verschiedenen Beiträgen auf Videoplattformen auftaucht. Irgendetwas muss an diesem Spiel dran sein, wenn es sich so großer "Beliebtheit" erfreut. Oder alle sind einfach nur neugierig...


Ich bin vor kurzem in den Genuss gekommen das Indie-Spiel "Thirty Flights of Loving" zu spielen. Mein Kumpel hat es sich auf Steam gekauft, nachdem GameOne darüber einen Beitrag gemacht hat. Er war furchtbar von dem Spiel enttäuscht, dabei war der Beitrag sehr vielversprechend. Ich nahm mir also die Zeit und seinen PC und habe mir mal selber eine Meinung dazu gebildet.

Wisst ihr was das einzig Schwere an dem Spiel ist? Sich darüber eine Meinung zu bilden! Gleich danach kommt die Sache, einfach mal die Story zu raffen. "Thirty Flights of Loving" ist vom Indie-Entwicklerstudio 'Blendo Games', welches schon interessante Spiele wie "Gravity Bones" (Welches man beim Steam-Kauf von TFOL gratis dazu bekommt) oder dem Cyberpunk-Spiel "Quadrilateral Cowboy" gemacht haben. Irgendwie sind alle Spiele von 'Blendo Games' sehr eigen und damit spreche ich nicht unbedingt nur den Grafikstil an. "Thirty Flights of Loving" sieht eigentlich sehr hübsch aus und kommt mit sehr minimalistischen Mitteln aus. Das merkt man schon daran, dass die Areale nicht wirklich groß sind, dass diese auch noch linear sind und das die Charaktere Blöcke mit Armen und Beinen sind. Interaktionsmöglichkeiten halten sich auch in Grenzen. Gespielt wird aus der Egoperspektive und alles läuft ab wie ein Point&Click-Adventure. Interessant dabei ist auch, dass das Spiel schon 2012 veröffentlicht wurde, allerdings nun erst wirklich in der Licht der spielenden Öffentlichkeit rückte.
Zum Inhalt sei so viel gesagt, dass man wohl einen Gangster spielt, der Teil einer dreiköpfigen Schmugglertruppe ist. Die anderen beiden Mitglieder sind Anita und Borges. Anscheinend wurde in ihrer Welt/ihrem Land ein Prohibitionsgesetz verabschiedet und die drei haben sich auf das Schmuggeln von Alkohol spezialisiert. Auch sonst sich die drei sehr gut ausgestattet, mit Waffen und Transportmitteln und sie sind auf verschiedene Fachgebieten spezialisiert. Anita ist z.B eine sehr gure Schützin, während Borges sehr gut im Knacken von Schlössern ist. Auch scheint es eine Art Dreiecksbeziehung zu geben. Bei einem großen Coup, geht allerdings etwas ganz furchtbar schief.

Die Story wird nicht chronologisch erzählt und man springt von der Gegenwart auch mal gerne in die Vergangenheit und wieder zurück. Die Schnitte mit denen das passiert sind dazu noch ziemlich unsauber. Es ist gerade diese Springen zwischen verschiedenen Szenen, was das Verständnis der Story noch merklich erschwert. Typische 'WTF'-Momente sind dabei vorprogrammiert. Ich kann eigentlich nur sagen, dass "Thirty Flights of Loving" ein interessantes Erlebnis war, wie man eine Gangster-Liebes-Geschichte inszenieren und erzählen kann. Man hätte das Spiel auch auf zwei Stunden strecken können, in denen man jedes Detail der Handlung spielt. Die Entwickler habe nsich allerdings dafür entschieden, es auf gute 15 Minuten Spielzeit runterzubrechen. Ein kräftiger Brainfuck wird bei keinem ausbleiben und ich kann gar nicht sagen, ob das Spiel nun gut oder schlecht ist. Was man am Ende daraus zieht, was man versteht, was man schlussfolgert und wie lange einen das Gespielte noch beschäftigt, ist da sehr unterschiedlich. Und was hat Bernoulli eigentlich mit allem zu tun?

Für mich blieb am Ende einfach die Frage übrig, wie viele Orangen man wirklich hätte essen können und wieso man keine Katze streicheln konnte...




Bis dahin - Tschödeldö