12.05.13

Film•Peteback: Virus


Da mir keine wirklich gute Einleitung für diesen Film einfällt, lass ich es einfach mal...
Ich bin ja auch kein Computer.

Virus


Fakten
Originaltitel: Virus
Deutscher Titel: Virus - Schiff ohne Wiederkehr
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 1999
Regie: John Bruno
Drehbuch: Chuck Pfarrer, Dennis Feldman
Produktion: Gale Anne Hurd
Cast: u.a. Jamie Lee Curtis, William Baldwin, Donald Sutherland, Joanna Pacula, Marshall Bell, Cliff Curtis, Julio Oscar Mechoso

Trailer: Virus

Kurz gesagt: "Virus" ist ein US-amerikanischer SiFi-Horrorthriller aus dem Jahr 1999, von Regisseur John Bruno. Der Film und das Drehbuch basieren auf der gleichnamigen Comic-Reihe "Virus" des Labels 'Dark Horse', von Chuck Pfarrer. Pfaffer entwarf das Skript schon Anfang der 90er, sah aber keinen Realisierung des Films, da die benötigten Special Effects noch nicht machbar waren. So wurde aus dem Skript zuerst eine Comic-Reihe.




Durch einen Zufall gelangt eine außerirdische, auf purer Energie basierende Lebensform auf die Erde. Aus dem tiefen des Weltall gelangt es wohl über die russische Raumstation MIR und dann über eine Parabolantenne auf das russische Militätforschungsschiff "Vladislov Volkov". Die Lebensform nistet sich in den Bordinstrumente und den Computern ein und schafft es irgendwie die Besatzung komplett auszulöschen. Das Schiff treibt darauf auf dem Meer herum. Das Schiff bleibt sehr lange unentdeckt, bis die Besatzung des US-amerikanischen Schleppers "Sea Star" auf das Schiff aufmerksam wird. Der Schlepper ist aufgrund eines Taifuns in Seenot geraten und hat Leck geschlagen. Es wird entschieden, dass man sich der Ladung entledigt, was dem Kapitän (Donald Sutherland) sehr missfällt und ins Auge des Sturm fährt um dort Reparaturen vorzunehmen. Dort trifft die Besatzung auf das herumtreibende, russische Schiff. Die Schlepperbesatzung beschließt also das anscheinend verlassene Schiff unter die Lupe zu nehmen. Das Schiff ist schwer beschädigt und wirkt verlassen, bis Foster (Jamie Lee Curtis) und Baker (William Baldwin) eine überlebende Frau stellen können, die ihnen berichtet, was auf dem Schiff vorgefallen ist.




Was passiert wenn man das Setting von "Ghost Ship", den Survival Horror von "Alien" und das futuristische von "Terminator" nimmt? Genau! Dann kommt so ein Film wie "Virus" dabei raus. Wer diese Filme kennt, der wird schon irgendwie Parallelen entdecken. Ob das nun gewollt ist oder nicht, kann ich nicht so genau sagen. Allerdings kann ich hier schon mal sagen, dass man "Virus" schon in die Trash-Ecke schieben könnte.
Man hat ein fast komplett verlassenes Schiff, was hier und dort Spuren von Kämpfen aufweist. Nur mangelhaftes Licht und das merkwürdige Gefühl, dass hier irgendwie etwas nicht stimmt. Dazu bekommt man das klaustrophobische Feeling von Alien. Das Dasein einer außerirdischen Existenz, welche den Menschen nach dem Leben trachtet und eigentlich überall auftauchen könnte, aber doch lieber ein wenig geschickter agiert. Den "Terminator"-Teil steuern die ersten Kontaktaufnahmen mit den Außerirdischen bei, oder besser mit den Schergen des außerirdischen Strippenführers. Da wir es mit einer Existenz zu tun haben, die auf Energie basiert und sich daher digital in einem Computer eingenistet hat, braucht der Antagonist also Schergen die für ihn den Menschen den garaus machen. Wie "Electro" (so nenne ich das Alien hier einfach mal) vorgeht, kann man eigentlich hier schon verraten. Electro sammelt die Leichen der getöteten Menschen ein und baut daraus Cyborgs. Er sieht diese menschliche Rasse nämlich als schädlichen Virus des Planeten an, die umgehend beseitigt werden muss. Allerdings besitzen die Menschen nützliche Bauteile, wie Nervenstränge, und auf Sauerstoff angereichertes Gewebe. Außerdem erforscht er die Gehirnfunktionen der Menschen. Man muss den Feind ja kennen, um ihn auszulöschen. Man muss allerdings sagen, dass die Spezialeffekte der Cyborgs und das Make Up schon sehr gut und glaubwürdig gemacht sind. Wie schon erwartet geht Electro nach dem Domino-Prinzip vor und beseitigt, oder besser verwertet, einen nach dem anderen, bis nur noch die beiden Hauptakteure übrig bleiben. So gesehen also alles von der Stange.

Im Gesamtbild kommt auch nicht wirklich Spannung auf und das könnte auch vom Schauspiel her kommen. Die Dialoge sind ziemlich flach geraten und glänzen eigentlich nur dadurch, dass gerne etwas Zynismus eingebaut wird. Sonst sind sie recht fade. Auch kann man sagen, dass ein wenig Begeisterung der Schauspieler für ihre Rollen fehlt. Entsprechend dem Drehbuch und der Prämisse, dass es sich um einen Horrorfilm von der Stange handelt, agieren sie den Grunderwartungen aber entsprechend. Dennoch hätte man da eigens mehr rausholen können. Donald Sutherland in der Rolle des Kapitän Everton ist wohl die merkwürdigste Figur in dem Film. Er ist recht geldgeil und kann anscheinend keine logischen Schlüsse ziehen. So wird er von Anfang an vom Drehbuch als der böse Bursche in der Truppe abgestempelt, der sowieso gegen alles ist, was die anderen vorschlagen und lieber sein eigenes Ding durchzieht. Auch scheint er irgendwie eine Sympathie für das Alien zu hegen, woher diese kranke Idee kommt wird dem Zuschauer aber auch nicht verraten. Irrationales Verhalten ist in Horrorfilmen ja an der Tagesordnung.
Fazit.
"Virus" ist ein netter Trash-Horror-Film, den man sich schon mal ansehen kann. Allerdings wird man bei ihm handwerkliches Können des Regisseurs und Kreativität des Drehbuchs und der Charakterzeichnung vermissen. Mit einem netten Setting und einer morbiden Atmosphäre kann der Film aber schon ein paar Fans beglücken. Kein muss, aber man kann's ja mal probieren.






Bis dahin - Tschödeldö







Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Virus_%E2%80%93_Schiff_ohne_Wiederkehr
Bilder:  http://www.impawards.com/1999/virus_ver2.html

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