01.09.13

Film•Peteback: Fright Night


Wisst ihr, was diesem Blog auf jeden Fall fehlt? Vampire! Das ändern wir jetzt...

Fright Night


Originaltitel: Fright Night
Deutscher Titel: Fright Night
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2011
Länge: ca. 106 Minuten
Regie Craig Gillespie
Drehbuch: Marti Noxon, Tom Holland
Produktion: Michael De Luca, Alison R. Rosenzweig
Musik: Ramin Djawadi
Cast: u.a. Anton, Yelchin, Colin Farrell, Christopher Mintz-Plasse, David Tennant, Toni Collette, Imogen Poots, Lisa Loeb, Dave Franco, Sandra Vergara

Trailer: Fright Night

Kurz gesagt: "Fright Night" ist eine US-amerikanische Horrorkomödie aus dem Jahr 2011, von Regisseur Craig Gillespie. Der Film ist eine Neuauflage von "Die rabenschwarze Nacht - Fright Night" von Tom Holland aus dem Jahr 1985. Somit stammt die Idee von Holland und für das Drehbuch wurde die "Buffy - Im Bann der Dämonen"-Autorin Marti Noxon verpflichtet.




Charley Brewster (Anton Yelchin) ist eigentlich ein durchschnittlicher Teenager, bei dem es gerade richtig gut läuft. Er ist vom Nerd zu einem beliebten Schüler aufgestiegen und ist teil einer beliebten Clique. Außerdem datet er das schärfste Mädchen der ganzen Schule. Schöner könnte das Leben doch kaum sein. Alles gerät aber ein wenig ins Wanken, als Charleys ehemals bester Freund Ed (Christopher Mintz-Plasse) ihn darauf aufmerksam macht, dass in letzter Zeit sehr viele Schüler vermisst werden. Charley hat daran allerdings kein Interesse mehr, also erpresst ihn Ed, damit er mit zu zum Haus eine gemeinsamen Freundes kommt, der schon länger nicht mehr in der Schule war, um nach dem Rechten zu sehen. Als Charley mit seiner Freundin Amy (Imogen Poots) bei sich zu Hause ankommt, unterhält sich seiner Mutter gerade mit dem neuen, gutaussehenden Nachbarn Jerry Dandrige (Colin Ferrell). Letztendlich trifft sich Charley doch noch mit Ed beim dem Haus ihres ehemaligen Freundes Adam, welches anscheinend verlassen ist. Während die beiden durch das Haus schleichen erzählt Ed von seiner Theorie, dass gerade der neue Nachbar der Brewsters, Jerry, ein Vampir sei. Sein Haus liegt nämlich im Zentrum des Radius, in dem Leute verschwunden sind. Für Charley ist das blanker Irrsinn und so verlässt er Ed und macht ihm klar, dass sie von nun an nie wieder Kontakt haben werden. Alles ändert sich allerdings an dem Punkt, als Ed nicht mehr zur Schule kommt und Charley bei ihm ein paar sehr interessante Videos findet...




Wer kann schon behaupten, dass er immer ein einwandfreies, harmonisches Verhältnis zu seinen Nachbarn hat. Irgendwie gibt es ja immer einen, den man entweder merkwürdig oder komisch findet und dem man lieber aus dem Weg geht. Kein Wunder, dass Drehbuchschreiber sind gerne mit ihrem Ideen für Horrorfilme und Thriller in die gemütlichen Vororte oder Mehrfamilien- bzw. Apartmentgebäude einnisten.

Man denke da an Beispiele wie "Das Fenster zum Hof", der Klassiker von Alfred Hitchcock. Dieser hat mit "Dusturbia" von D. J. Caruso, aus Jahr 2007, sogar eine nette Hommage bekommen. Andere Beispiele wären zum Beispiel "Meine Teuflischen Nachbaren" von Joe Dante, "Lakeview Terrace" von Neil LaBute oder eben "Die rabenschwarze Nacht", das Original von Tom Holland. Und ob nun das Remake von Craig Gillespie dem gute Ruf des Originals gerecht wird, sehen wir jetzt.
Man kann von Glück sprechen, dass "Fright Night" kein verdrehtes Vampir-Abenteuer wie "Twilight" geworden ist, wobei sich doch gerade Disney die Rechte an einer Neuauflage des 1985er Vampirfilms gesichter hat. Man muss aber sagen, dass man sich größtenteils von Teeny-Vampir-Allüren losgesagt hat, bis halt auf die Grundidee, dass die Hauptperson nun mal ein Teenager ist. Von Ed werden Filme in auf der "Twilight"-Schiene sogar genüsslich durch den Kakao gezogen. Regisseur Craig Gillespie hat es geschafft die stärken des Originals wieder aufzugreifen und kann gleichzeitig ein paar neue Akzente setzen, die dem Film ein bisschen mehr Würze verleihen. Da ist es auch ganz zuträglich, dass man gerade die Buffy-Autorin und Produzentin Marti Noxon für das Drehbuch mit eingespannt hat. Sie hat ja durch die Serie schon Einiges an Blutsaugererfahrung können und spielt hier sowohl mit den übermenschlichen Kräften der Vampire, bleibt aber auch alteingesessenen Genreregeln treu.

Schön zu sehen, dass man hier auch auf die öfter vergessenen Vampir-Regeln eingeht. Vampiren ist es z.B nicht möglich in Häuser einzudringen, zu denen ihnen der Besitzer keinen ausdrücklichen Zutritt gewährt hat. Wie z.B durch eine Einladung. Das bietet guten Stoff für nervenkitzelige Szenen, die auch mehr als einmal gut ausschöpft werden. So rennen Charley und seine Kameraden in ein vermeidlich sicheres Haus, nur um dann zu merken, dass der Vampir dann doch einfach die Türschwelle übertreten kann. Jerry ist ein wahrer Trickser. Gillespie erweist sich dabei als fähiger und feinsinniger Genreregiseur, denn er kostet die Szenen mit Vampir-Konfrontationen mit aller Ruhe aus und stimmt den Humor, der vor allem in Dialogen zum tragen kommt, perfekt ab. Im Kern bleibt "Fright Night" doch ein gradliniger Horrorfilm, der vor allem in den den ersten Zweidritteln sein Potential entfaltet. Einen kleinen Abstrich müsste man auf der technischen Seite machen. Wo im Original noch gut gemachte Masken für das vampirische Äußere sorgten, griff man 2011 auf computergenerierte Transformationen zurück. Diese sind zwar technisch einwandfrei, haben aber leider nicht den Charme der Originalausstattung.
Was bleibt zum Schauspiel zu sagen? Colin Farrell ist in der Rolle des Vampirs Jerry, wirklich eine Augenweide. Er ist ein taffer Burscher, sprich, der Weiße Hai unter den Vampiren. Er spielt die latente Gefahr die von ihm ausgeht wirklich sehr gut und man merk sofort, dass mit ihm eigentlich nicht gut Kirschenessen ist.  Anton Yelchin, der mit die Hauptrolle spielt, verblasst gegen Farrell allerdings ziemlich und ist im Endeffekt ziemlich austauschbar und wächst dem Zuschauer auch nicht ans Herz. Das gleiche gilt für Imogen Poots, die die Freundin von Charley spielen darf und sich in der Opferrolle sehr wohlfühlt. Da wäre noch Christopfer Mintz-Plasse, der den meisten wohl aus "Superbad" bekannt ist, hier aber auf der selben Nerd-Rolle wie immer hängen bleibt. Ein kleines Augenmerk kann man vielleicht noch auf David Tennant, den ehemaligen Doktor Who, legen. Er spielt einen selbsternannten Vampirexperten und Zauberkünstler und gibt sich in einer überdrehten Criss-Angel-Parodie. Schon sehenswert.
Fazit.
"Fright Night" ist eine moderne Vampirgeschichte, die die Ideen des Originals sehr gut aufgreift und ein würdiges Remake bildet. Mit Genreregeln wird hier charmant gespielt und auf eine gute Prise Humor muss man auch nicht verzichten. Colin Farrell ist in seiner Rolle als böses Vampiroberhaupt wirklich sehenswert und gibt einen wunderbaren Antagonisten. Genre-Fans werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Fright_Night_%282011%29
Bilder:  http://www.quadrant.org.au/blogs/qed/2011/10/fright-night
             http://www.the-filmreel.com/2011/08/24/fright-night-2011-or-all-bark-no-bite/
             http://www.aceshowbiz.com/still/00005624/fright_night04.html

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