08.09.13

Film•Peteback: Rurouni Kenshin


Diese Woche verschlägt es uns wieder einmal nach Japan.

Rurouni Kenshin


Originaltitel: Rurôni Kenshin: Meiji kenkaku roman tan
Deutscher Titel: Rurouni Kenshin
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2012
Länge: 135 Minuten
Regie: Keishi Ōtomo
Produktion: Osamu Kubota
Cast: u.a. Takeru Satoh, Emi Takei, Munetaka Aoki, Teruyuki Kagawa, Yu Aoi, Koji Kikkawa, Gou Ayano, Genki Sudo, Taketo Tanaka, Yosuke Eguchi, Eiji Okuda

Trailer: Rurouni Kenshin

Kurz gesagt: "Rurouni Kenshin" ist eine japanische Filmadaption von Regisseur Keishi Ōtomo, aus dem Jahr 2012. Der Film basiert auf der gleichnamigen Manga-Reihe von Nobuhiro Watsuki. Für einen Teil der Produktion zeichnet sich außerdem Warner Bros. und Studio Swan verantwortlich. In dieser Zeit lebt der Vagabund Kenshin, welcher früher ein meisterhafter Attentäter war. Als allerdings ein Mörder mit seinem ehemaligen Namen sein Unwesen treibt, wird Kenshin abermals mit seiner dunklen Vergangenheit konfrontiert.




Japan, 1878.
Japan befindet sich in der Meiji-Periode und steht am Rande eines neuen, gesellschaftlichen Schritts. Den vom rückständigen, abgeschotteten, Feudalstaat zur offenen, wirtschaftgetriebenen Großmacht mit Kontakten ins Ausland. Davon profitieren vor allem diejenigen, die sich mit dem Ex- und Import beschäftigen und somit zu viel Reichtum und Macht kamen. In mitten der Zeiten des Umschwungs und der Ungewissheiten über die Zukunft, zieht der Vagabund Kenshin (Takeru Sato) durch die Lande. Einst war er ein Auftragsmörder namens Battosai, der unzählige Menschen auf dem Gewissen hat. Getrieben von Schuldgefühlen hat er sein früheres Leben aufgegeben und nutzt seine einzigartigen Schwertkampffähigkeiten nur noch um die unschuldigen zu beschützen. Als ihn seine Reise nach Tokio führt, treibt während der Zeit ein Serienmörder sein Unwesen, der unter Kenshins alten Namen "Battosai" wahllos Menschen exekutiert. Involviert in die ganze Geschichte ist auch die junge Kendo-Lehrerin Kaoru Kamiya (Emi Takei), welche den Namen der Kampfschule ihres Vaters reinwaschen will, da der angebliche Battosai angibt, dort gelernt zu haben. So treffen Kaoru und Kenshin schon bald aufeinander, als sie sich gerade im Zweikampf mit dem geheimnisvollen Killer befindet.




Nachdem ich letztens schon ein Lob für die Realfilmumsetzung von "Pheonix Wright: Ace Attorney" ausgesprochen habe, folgt nun der nun die zweite Umsetzung aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dabei verlassen wir den Gerichtssaal und schwingen uns in feudale Japan des 19. Jahrhunderts.

Diese Kulisse ist alle mal sehenswert, da sie ein interessantes, gemischtes Bild liefert, wo sich Einflüsse verschiedener Länder überlagern. Da sich Japan nun mehr den Westen geöffnet hat, halten auch westliche Architektur und Lebenweisen Einzug in den japanischen Alltag. Es gibt zwar immer noch die typischen, japanischen Dörfer mit flachen Gebäuden, wenn es allerdings in Bereiche geht, wo reichere Menschen leben, sieht man typisch-amerikanische Bauweisen und auch die Einrichtung der Räume zeugt von importieren Möbeln und Gegenständen. Tradition trifft Moderne.
Vor diesen Bildern inszeniert Keishi Ōtomo eine fantastische, allerdings auch klassiche Heldengeschichte. Einleitung, Auftritt, Ausbau und finaler Krampf, sprich, die Abrechnung. Allerdings war man auch hier drauf bedacht, sowohl ein breites Publikum anzusprechen, als auch dem eingefleischtem Kenshin-Fan etwas bieten zu können. Da es sich bei der Manga-Vorlage um einen Vertreter des Shōnen-Genres handelt, finden sich natürlich auch die üblichen Klischees die bedient werden, sodass der Kampf rein von den Männern dominiert wird und die weibliche Hauptdarstellerin ein wenig zu blass gestaltet wurde. Man muss dabei aber erwähnen, dass die Charaktere von Manga sehr gut in den Realfilm übertragen wurden und sowohl im Aussehen als auch in den speziellen Verhaltensweisen den gezeichneten Originalen in Nichts nachstehen. Dazu gehört vor allem Kenshins späterer Mitstreiter Sanosuke (Munetaka Aoki), der seine Rolle wirklich grandios spielt und auch für eine gute Prise Humor sorgt.
Man muss den Film zugute halten, dass die Kämpfe wirklich gut in Szene gesetzt wurden und das Kampfverhalten der jeweiligen Figuren wirklich konsequent durchchoreografiert ist. Darauf hat Keishi Ōtomo anscheinend sehr viel Wert gelegt und es sei ihm gedankt. Etwas schwächer fällt dabei die Zeit zwischen den Kämpfen aus, da diese teilweise ein bisschen lieblos geraten sind um nur zur nächsten Szenerie hinzuleiten. Dabei ist es von der Story sehr zuträglich, dass Kenshin eigentlich ein Pazifist und den Kampf vermeiden möchte, aber immer wieder dazu aufgefordert wird. Das macht die Kämpfe noch einmal interessanter, da er versucht den Kampf ohne viel Waffengewalt zu beenden. Auch ist die Story etwas zu sehr gerafft, da man versessen darauf war alle bekannte Figuren im Film auftauchen zu lassen. Dabei muss man natürlich entscheiden, wie man die Überlänger, die der Film nunmal hat, bewertet. Trotzdem hätte man gut 20 Minuten kürzen können.

Fazit.
"Rurouni Kenshin" ist eine gute Adaption des Manga bzw. des Animes geworden und ist sowohl für Fans des rothaarigen Schwertkämpfers, als auch für Unkundige sehenswert. Der Film ist wieder einmal ein Beispiel, wie man einen Anime bzw. Manga ordentlich umsetzen kann, ohne wirklich den Massengeschmack zu bedienen.





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Rurouni_Kenshin_%282012_film%29
Bilder:  http://xbmcdb.de/index.php?reqNav=movie&objectId=2795
             http://aikawaringo.files.wordpress.com/2013/01/rurouni-kenshin-live-action-charts-copy.jpg
             http://theeoy.com/2013/eoy-2012-rurouni-kenshin-complimentary-passes-giveaway/

Kommentare:

  1. Der Film liest sich mal interessant, ich kenne ihn leider noch nicht habe die Mangareihe aber mit Liebe gelesen. Ich glaube den hole ich mir mal. Danke für den Tip! <3

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