31.10.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #7




Liebes Tagebuch,

ich habe leider das Waffentraining einige Tage schleifen lassen. Es gab andere Aufgaben die auf mich warteten, die erst erledigt werden musste, bevor ich mich wieder der Jagd widmen konnte. Durch einen starken Sturm wurde meine Farm in Mitleidenschaft gezogen und ich habe den Felynen geholfen alles wieder instand zu setzen. Allerdings habe ich mir auch etwas Freizeit verdient, da ich nun das Training mit den Klingenwaffen abgeschlossen habe. Und nein, das ist keine lahme Ausrede...

Vom Meister durfte ich mir erst einmal einen Vortrag anhören, über Strebsamkeit und Durchhaltevermögen. Anscheinend war er von meinem Freizeitbedarf nicht sehr angetan. Er muss mich gesehen haben, wie ich in der heißen Quelle mit den Felynen Karten gespielt habe. Wenn man schon faul ist, darf man sich auch nicht erwischen lassen. Als Strafe hat er mich gleich mal eine Lanze in die Hand gedrückt und hat mich in den Flutwald geschickt. Anscheinend macht ein Großer Wroggi das Gebiet unsicher und behindert die Ernte von tropischen Früchten. Bevor ich mich auf den Weg machte, schaute ich noch beim Schmied vorbei und habe meine Ausrüstung aufgewertet. Durch die anderen Trainingseinheiten hatte ich genug Material und Geld um mit die Jaggi-Rüstung bauen zu lassen. Eine äußerst gute Rüstung aus der Haut und den Schuppen des Jaggi. Und dabei so leicht.

Die Lanze ist eine ziemlich schwerfällige Waffe. Ihr Vorteil liegt natürlich auf der Hand; Man hat ein breites, starkes Schild und eine Waffe mit guter Reichweite. Wenn man sich bei Angriffen hinter dem Schild verschanzt ist man komplett geschützt und der Rückstoß ist gleich Null. Auch konnte mir der Gifthauch des Wroggis während des Blocks nichts anhaben und pralle einfach an meinem Schild ab. Was mich störte, war die Tatsache, dass man mit der Lanze in Punkto Combos sehr eingeschränkt ist. Drei Stiche und das wars schon. Interessanter sind hingehen der aufgeladene Stich aus dem Block heraus und der Schildschlag. Nützlich ist auch der Pierce-Effekt, mit dem man durch Panzerungen dringen kann, an denen Klingen eigentlich abprallen würde. Leider hat der Wroggi mich sogar einmal K.O. gehen lassen und die Felyne mussten mich ins Lager zurückbringen. Die Lanze ist einfach unglaublich behäbig und bei einem schnellen Gegner wie dem Wroggi schon schwer zu handhaben.


Waffentraining - Lanze



Der Meister hat mir später eingebläut, dass meine Mission mit dem Wroggi nicht wirklich gut verlaufen ist. Als ob ich das nicht selber wüsste. Aber aus Fehlern lernt man. Ich habe mich erst einmal zu den heißen Quellen begeben um mich zu erholen, denn das Gift hat mich schon ziemlich zugesetzt und ich darf das Training nicht weiter schleifen lassen. Die Getränke in der Quelle sind da wirklich wahre Wundermittel. Ein Schluck von einem Bergquellwasser-Tee und ich hätte Bäume ausreißen können.

Zurück in der Trainingsschule habe ich mir die zweite Lanzen-Waffe geschnappt und habe mich in die Berge begeben. Der Auftrag drehte sich um einen Qurupeco der die Bergpfade unsicher macht und beseitigt werden sollte. Diese verdammten Vögel machen auch nur Ärger, das liegt in ihrer Natur. Auf meinem Rücken hatte ich die Gewehrlanze geschnallt. Ich verstand erst nicht genau, wieso es sich dabei um eine Lanze handelt, weil diese Waffe mehr einer Kanone gleicht. Vorne war eine Klinge angebracht, mit der man Stiche und Hiebe ausführen konnte. Wie die normaler Lanze hat die Gewehrlanze einen extrem guten Block aus dem man auch heraus angreifen kann. Ich hatte eine eiserne Gewehrlanze dabei, mit einem Fünfer-Magazin, sodass ich fünf Schüsse abgeben konnte. Schüsse kann man es eigentlich nicht nennen, denn es sich im Grunde nur Explosionen an der Spitze der Waffe. Damit lassen sich Combos sehr gut verbinden und sich gut um Panzer zu brechen. Der Meister erzählte mir etwas über die Funktion des "Wyvernfeuers". Ich sollte in den Block gehen und dann einen kleinen Hebel am Griff betätigen. Ich wusste nicht wie mir geschah... Die Waffe wurde unglaublich heiß und vibrierte, als würde sie gleich auseinanderfallen. Eine gewaltige Explosion schoss aus dem Lauf und riss mich fast von den Füßen. Ich konnte mich gerade noch so auf den Beinen halten. So einen Angriff haben ich noch nie gesehen. Die Gewehrlanze musste danach erst einmal eine Zeit abkühlen. Dieser Angriff sollte nur mit Bedacht eingesetzt werden.

Dem Qurupeco war ein würdiger Gegner und hat mich einiges an Schweiß und Nerven gekostet. Seine Fähigkeit, mit den Feuersteinen an seinem Flügeln, Feuer zu erzeugen ist nicht zu unterschätzen. Auch seine Imitationsfähigkeit ist ein Graus für jeden Jäger. Der Qurupeco kann mit Hilfe seines flexiblen Schnabels die Stimmen anderen Wesen imitieren und so Feinde verjagen oder andere Monster anlocken. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als plötzlich ein Azuros auf mich losging, der dem Ruf des Vogel-Wyverns gefolgt ist. Mit einer Dungbombe konnte ich ihn aber schnell wieder verjagen. Im Notsituationen ist die Kacke dein bester Freund. Somit war der weitere Kampf auch kein Problem mehr und ich konnte mich mit der Gewehrlanze gut anfreunden. Ich werde sie auf jeden Fall noch öfter verwenden.

Waffentraining - Gewehrlanze



Fortsetzung folgt...

30.10.13

In Nuce #15 ~ Die letzte Tür des Horrors


Atmosphärischer Horror in Spielen ist alle Mal besser, als mit der Hau-Drauf-Methode vorzugehen. Ich habe da ein gutes Beispiel gefunden.


Wie so oft, habe ich mich in letzter Zeit wieder nach Indiespielen bzw. guten Flashgames umgeschaut, die man mal zwischendurch spielen kann. Dabei bin ich bei den beliebtesten Spielen auf der Seite Newgrounds.com auf ein interessantes Indie-Point&Click-Adventure gestoßen, dass ich unbedingt hier teilen muss. 

Das Spiel um das es gehen soll, ist "The Last Door". Es handelt sich hierbei um ein Indie Game, welches sich über freiwillige Spenden und die Kickstarter-Seite finanziert. Das Spiel kann man den Genres Point&Click-Adventure und Horror zuordnen und es kommt in einer charmaten Retro- bzw. Low-Graphic-Optik daher. Entwickelt wird das in Kapiteln erscheinende Spiel von The Game Kitchen. Bisher sind zwei Kapitel erschienen und das dritte wird im Januar nächsten Jahres veröffentlicht.

Die Story spielt Ende des 19. Jahrhunderts und dreht sich um den Hauptcharakter Jeremiah Dewitt, der eines Tages von seinem alten Schulfreund Anthony Beechworth einen Brief bekommt, mit dem Inhalt "Videte Ne Quis Sciat". Das ist ein Hinweis auf die weit zurückliegende Schulzeit in einem Internat in Schottland, wo die beiden einem philosophischen Geheimbund der Schüler angehörten. Dewitt macht sich Sorgen um seinen alten Freund und reist umgehen nach Sussex, zu der alten Beechworth Villa, dem Anwesen von Anthonys Familie. Allerdings findet Dewitt das Haus vollkommen verlassen vor und begibt sich auf die Suche nach Anthony.
Soweit zur Einleitung zu Story. Man muss mit Fug und Recht behaupten, dass man sich hier wirklich sehr viel Mühe geben hat, schon von Anfang eine düstere, bedrückende Grundstimmung aufzubauen, die den Spieler fesselt und ganz in diese Welt zieht. Dabei ist das Intro zum Spiel sehr drastisch, weil man sieht, wie Anthony sich erhängt. Sprich, man weiß als Spieler mehr als die Hauptfigur und weiß auch schon wo man nach Anthony suchen muss. Das ist etwas zu zielgerichtet, weil man dann im Prinzip nur Steine aus dem Weg räumen muss, um ans Ziel zu kommen. Auch die Rätsel sind nicht wirklich schwierig, da man nicht allzu viele Gegenstände findet, allerdings muss man bei zwei/drei Rätseln schon rumprobieren bis man die Lösung findet. Oder was soll man mit einer halbtoten Krähe machen? An die Wand nageln? In den Ofen stecken? Schwierig...

Dazu muss man aber sagen, dass die Atmosphäre in der alten Villa wirklich grandios ist, wozu auch die Musik ihren Teil leistet. Es kommt wunderbar schaurige Stimmung auf, die man wirklich genießen kann. Für die Hasenfüße unter den Lesern sei gesagt, dass bei "The Last Door" mit Jump Scares gespart wird, denn der Horror wird bis auf ein oder zwei Fälle nur von der Atmosphäre erzeugt. Es gibt auch keine Gegner gegen die man Kämpfen muss. Das zweite Kapitel führt den Hauptcharakter übrigens in das alte Internat in Schottland, welches nun eine kirchliche Heilanstalt ist. Man darf gespannt sein.

Ich kann "The Last Door" jedem Freund von atmosphärischem Horror/Grusel nur ans Herz legen. Man sollte sich nicht von der Grafik abschrecken lassen, denn selbst mit minimalistischen Stil, muss sich dieses Spiel nicht vor Genre-Kollegen verstecken. Meine vollste Empfehlung!



Bis dahin - Tschödeldö


27.10.13

Film•Peteback: Batman: The Dark Knight Returns


Begeben wir uns wieder einmal in die Welt der Comic-Helden.

Batman: The Dark Knight Returns


Originaltitel: Batman: The Dark Knight Returns
Deutscher Titel: Batman: The Dark Knight Returns
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012/2013
Länge: je ca. 76 Minuten
Regie: Jay Oliva
Drehbuch: Frank Miller (Comic-Vorlage)
Studio: Warner Premiere, Warner Bros. Animation, DC Entertainment

Trailer: Barman: The Dark Knight Returns

Kurz gesagt: "Batman: The Dark Knight Returns" ist ein zweiteiliger Zeichentrickfilm aus dem Jahr 2012 und 2013. Der Film basiert auf der gleichnamigen Graphic-Novel-Vorlage von Frank Miller, von 1986. Regie führte bei diesem Film Jay Oliva, der auch an den Storyboards für "Man of Steel", "Batman: Year One" und "Batman: Under the Red Hood" beteiligt war. Die Story dreht sich um den gealterten Bruce Wayne, welcher sein Alter Ego als Batman abgelegt hat und nun seinen Lebensabend verbringt. Allerdings versinkt Gotham City immer mehr im Chaos aus Gewalt und Kriminalität.




Nach dem Tod seines Partners Jason Todd (2. Robin), war der Billionär und Industriemagnat Bruce Wayne gezwungen, seine Arbeit als Batman aufzugeben. Zehn Jahre später wird Gotham City von Gewalt und Kriminalität regiert und wird von einer neuen Gang, den "Mutanten", terrorisiert. Wayne ist mittlerweile rüstige 55 Jahre alt und pflegt seine Freundschaft zum 70 jährigen Commissioner James Gordon. Der Joker hingegen befindet sich seit Batmans Verschwinden in einem katatonischen Zustand und sitzt ungefährlich in Arkham Asylum ein. Die Geschichte kommt ins Rollen, als sich Harvey Dent alias. Two Face, durch die Hilfe seines Psychologen Batholomew Wolper eine Entlassung aus Arkham erschleicht und im Untergrund von Gotham City verschwindet. Getrieben durch die miserable Situation der Stadt, Dents verschwinden und die Erinnerungen an den Tod seiner Eltern, fühlt sich Wayne dazu berufen seine Arbeit als dunkler Ritter wieder aufzunehmen. Wie der Phoenix aus der Asche erscheint Batman wieder auf der Bildfläche von Gotham City und steht den Bürgern bei. Bei einem vereitelten Überfall rettet er auch die 13-Jährige Carrie Kelley, die völlig überwältigt von Batmans Rückkehr ist und den Traum verfolgt, der neue Robin zu werden. Wayne hat währenddessen andere Probleme, denn die Verbrecherjagd ist für einen Mann seines Alters auch kein Kinderspiel mehr und er kämpft mit seinen körperlichen Einschränkungen. Die Bevölkerung nimmt das Wiederauftreten des Dark Knight gespalten auf, was auch an Wolpers Bedenken liegt, dass Batman seine eigene Arme bzw. seine eigenen Gefolgsleute aufstellen will. Der erste große Showdown steht schon bald an, denn Harvey Dent droht ein Gebäude zu sprengen, wenn man ihm nicht ein massives Lösegeld zukommen lässt...



Ja, eigentlich müsste ich hier eine Doppelkritik schreiben, da wir ja eigentlich mit "The Dark Knight Returns" zwei Filme vor uns haben, die allerdings miteinander verbunden sind. Sprich Episode 1 und Episode 2. Warum man sich dazu entschieden hat gerade zwei Teile rauszubringen, kann man nicht wirklich nachvollziehen. Auch nach dem Anschauen der beiden Teile nicht. Andere Filme machen keinen Hehl daraus die zwei Stunden-Marke zu überschreiten und warum sollte ein Batman-Film davor Halt machen?

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Comic von Frank Miller, welcher als amerikanisches Comic-Mastermind gehandhabt wird. Wem der Name nichts sagen sollte, dem dürften seine Werke "Sin City", "300" und "Ronin" vielleicht etwas sagen, welche teilweise schon verfilmt wurden. Wer die Storys der genannten Comics kennt und Millers Stil bekannt ist, der kann sich schon denken in welche Richtung der dunkle Ritter von Gotham City geht. Eine eigensinnige Interpretation des Batman-Mythos, mit albtraumhaften Anleihen, sodass Batman hier fast zum Antiheld umgeschrieben wird, der selbst in Alan Moors "Watchmen" auftreten könnte.
Gerade bei den Nolan-Batman-Hype ist es nicht verwunderlich, dass sich Warner dazu entschieden hat, den Grundstoff als Zeichentrickfilm auf DVD/BluRay auf den Markt zu bringen. Die Grundthematik eines gealterten Batmans käme nicht an. Es wäre mutig gewesen, aber dennoch ein Verlustgeschäft. Schön zu sehen ist aber, dass man einen Großteil der Comic-Panels des Comics in den Film übernommen hat, doch leider hat man dafür an der storylastigen Intensität und den Biss gespart. Hier wurde von Jay Oliva entschärft wo es nur ging. Gerade zu handzahm im Gegensatz zur Vorlage. Dabei sind die Charakterdesigns der auftretenden Figuren nicht weniger schlecht. Der gealterte Bruce Wayne ist keineswegs schlecht gealtert. Ein rüstiger Mann, großgewachsen mit breiten Schultern und verhärmten Gesichtszügen, die einem schon vom Weiten verraten, dass dieser Man in seinen 55 Jahren schon so einiges mitmachen musste. Ebenso ist eindrucksvoll respekt- und furchteinflößend, auch ohne seine Batman-Montur. Die Gangmitglieder der "Mutanten" sind hier als surreale Cyberpunks dargestellt, die mich ein wenig an Gegner aus "Batman of the Future" erinnern. Aber auch Harvey Dent alias Two Face musste ein Make Over über sich ergehen lassen und kommt nun als einem latent wahnsinnigen Irren gleich, als einem souveränen, von Rache getriebenen  Gegenspielers. All diese Figuren fügen sich wunderbar in die noch düstere Welt von Gotham City ein, die nun noch um einiges verkommener ist, als sie es vor Batmans Auftreten war.

Was die Action angeht hat man sich anscheinend dazu entschieden einen Gang zurückzuschalten. Die meisten Kämpfe wirken ein wenig unbeholfen und fast hölzern. Da waren selbst die Kämpfe der TV-Serie der 90er intensiver. Es mag vielleicht auch daran liegen, dass Wayne nicht mehr auf's Ganze gehen kann, da er auf sich achten muss. Als Mann in den mittleren Jahren hat man nun mal nicht mehr die Kondition und das Durchhaltevermögen, wie noch vor 10-20 Jahren. Daher agiert er in vielen Konfrontationen mit den Mutanten auch eher aus dem Hinterhalten, nutzt die Schatten und verlässt sich einmal mehr auf die Gadgets die sein Anzug zu bieten hat. Trotzdem, ein eher ungewohntes Bild.
Was "The Dark Knight Returns" außerdem fehlt ist ein wenig mehr erzählerische Dichte und Konsequenz. Ein roter Faden ist zwar beständig zu erkennen, allerdings steckt sowohl der erste als auch der zweite Teil voller Längen, die man mühelos hätte umschiffen können. Selbst wenn man dann bei der Länge auf 60 Minuten gekommen wäre, wäre das immer noch gut vertretbar gewesen. Handlungsstränge werden in dahinplätschernden Dialogen oder Showdowns verknüpft, aber irgendwie fehlt einem die Bedeutung und alles wirkt etwas unbefriedigend abgefrühstückt.

Es fällt mir ein wenig schwer hier über Einzelheiten des Films zu sprechen, ohne zu spoilern. Allerdings kann man sagen, dass "The Dark Knight Returns" im zweiten Teil ein wenig mehr wert auf Action legt und das liegt ganz klar an dem Auftritt eines weiteren DC-Heldens. Superman. Er auch leicht gealtert, aber dennoch hat er nichts von seiner übermenschlichen Kraft verloren. Hingegen der Erwartungen kommt es zu einer knallharten Konfrontation der beiden Gesetzeshüter, was wohl den absoluten Höhepunkt des des Film markieren soll. Was allerdings auch bei diesem Aufeinanderprallen fehlt, ist ein besser ausgearbeitetes Drehbuch und ein mutiger Regisseur. Die Ausarbeitung des Skripts ging dabei an Bob Goodman, der eher für seine Arbeit an der TV-Serie "Justice League" bekannt ist und daher konnte man keine kritische Ausarbeitung des Stoffs erwarten. Auch Jay Oliva macht seine Regiearbeit mit mehr Routine als Herzblut und so ist der zweite Teil von der Hintergrundatmophäre eher schwach wie sein Werk "Green Lantern: Emerald Knights". In meinen Augen ist die Adaption größtenteils gescheitert und es wird im Gesamtbild wie eine Verwertung der Vorlage, wie ein lauer Abklatsch.
Fazit.
Was kann man noch sagen. "Batman: The Dark Knight Returns" ist nicht der große Wurf geworden, der er hätte werden können. Mit etwas mehr Konsequenz, Mut und handwerklichem Können hätte man die Vorlage besser adaptieren können und mehr erreichen können, als einen faden Blick auf die Oberfläche. Der Film scheitert an Kleinigkeiten, auch wenn die Charaktere gut ausgearbeitet sind und die Synchro wirklich klasse ist. Dennoch ist der Film für Nichtkenner der Vorlage doch recht sehenswert, wenn man auf Batman steht. Wer die beiden Filme mal runtergesetzt findet, darf gerne mal zugreifen, allen anderen empfehle ich bei der Graphic Novel von Frank Miller zu bleiben oder "Batman: Under the Red Hood".





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Batman:_The_Dark_Knight_Returns_%28film%29
Bilder:  http://villains.wikia.com/wiki/Joker_%28The_Dark_Knight_Returns%29
             http://lylesmoviefiles.com/2013/01/31/review-batman-the-dark-knight-returns-part-2/
         http://www.comicbookdaily.com/championing_comics/reviews/batman-the-dark-knight-returns-part-2-animated/
             http://www.thedisabledcubicle.com/the-dark-knight-returns-part-1-2-2012-2013

23.10.13

In Nuce #14 ~ Die Welt der Schwerter (Ersteindruck)


Anime-Empfehlung gefällig? Gibt's jetzt!


Wie man schon sehen kann, die Nuss und ich sind ganz im "Sword Art Online"-Fieber. Wie das kommt? Die erste DVD/BluRay mit den ersten sieben Episoden wurde endlich auch in Deutschland veröffentlicht, natürlich komplett synchronisiert. Ein Arbeitskollege war so nett, mit die erste DVD auszuleihen und so konnte ich mir einen ersten Eindruck über die Lokalisierung verschaffen. Der Anime war mir vor der hiesigen Veröffentlichung schon ein Begriff, denn ich hatte mir die ersten drei Episoden schon online angeschaut. An dieser Stelle mal wieder ein Hoch auf die Fan-Sub-Community! Allerdings hab ich die Serie danach wieder aus den Augen verloren.

Der Anime basiert auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe von Reki Kawahara. Die Story wurde später auch als Manga umgesetzt und von Studio A-1 Pictures (Fairy Tail, Ao no Exorcist) auch als Anime. Regie führte Tomohiko Itō. Hier zu Land wird der Anime von Peppermint-Anime vertrieben und erscheint mit einem Sammelschuber für die weiteren DVDs/BluRays.

Plot:
Im Jahr 2022 startet das VRMMORPG (Virtual Reality Massivly Multiplayer Online Role-Playing Game) "Sword Art Online" oder kurz SAO. Die Besonderheit dieses Spiels ist, dass der Spieler vollständig in die virtuelle Fantasy-Welt Aincrad eintauchen kann. Dafür wird ein Virtual-Reality-Helm, der so genannte NervGear verwendet, der die motorischen und sensorischen Areale im Gehirn auslesen und stimulieren kann. Man befindet sich also während des Spiels, in einem wachkoma- oder traumartigen Zustand. Das Spielprinzip ist dabei MMORPG-typisch. Durch das Besiegen von Monstern erhält man Erfahrungspunkte und Items und kann so immer weiter aufsteigen und stärker werden. Interaktionen zwischen Spielern gibt es natürlich auch. Einer der ersten Spieler ist der Schüler Kazuto Kirigaya aka. Kirito, wie er sich im Spiel genannt hat. Die Stimmung im Spiel ist gut, bis es verschiedenen Spielern und auch Kirito auffällt, dass man sich nicht mehr ausloggen kann. Der Entwickler des Spiels, Akihiko Kayabades, erscheint in der Welt und verkündet, dass die Spieler sich erst ausloggen können, die Endgegner auf allen 100 Ebenen von Aincrad besiegt wurden. Ein Tod in der Spielwelt oder das gewaltsame Entfernen des NervGear würde zum Tod des Spielers in der realen Welt führen. Aus Unterhaltung wird bitterer Ernst...
Krasser Story-Einstieg und das gleich in der ersten Episode. Man spielt hier also mit einem Höhepunkt der Spiele-Industrie und einem der größten Gefahren. Das vollständige Abtauchen in eine virtuelle Welt, ohne Störungen von außen. Einfach spielen und die reale Welt vergessen. Ein wahrgewordener Gamer-Traum. Und dazu noch der größte Albtraum, dass man diese Welt, die durchaus auch Gefahren beherbergen, nicht mehr verlassen kann. Der komplette Realitätsverlust.

Dabei wird die Story auch geschickt dramatisiert, indem schon bald die bedrängliche Lage klargemacht wird. In der Theorie würde man vermuten, dass sich nun die Spieler gruppenweise zusammentun und das Kind schon schaukeln. Das wird allerdings bald über den Haufen geworfen, da das Spiel nicht unendlich Rohstoffe und NPC-Monster bietet. Das bedeutet, dass es nur den schnellsten und erfahrensten Spielern möglich ist, schnell im Level und Eben aufzusteigen, bevor die Ebenen leer gefarmt sind. Das Gesetz des Stärkeren. Auch die Feindschaften unter den Spielern wird hier intensiv dargestellt. Natürlich haben viele Angst, einige gehen gleich an die Arbeit, während andere einen kühlen Kopf bewahren. Zwangläufig kommt es da zu Konfrontationen und vor allem den Beta-Testen, zu denen auch die Hauptfigur Kirito gehört, wird dabei viel Hass entgegengebracht, denn sie kennen die ersten Ebenen schon und wissen wie man am schnellsten aufleveln kann. Konkurrenzkampf ist vorprogrammiert. Kirito muss in den wenigen Episoden schon einige Schicksalsschläge verkraften, die ihm und auch dem Zuschauer stets vor Augen führen, dass dies kein Spiel mehr ist.

Ich will gar nicht zu viel über die ersten Folgen erzählen. Der Anime ist für Freunde der Thematik wirklich sehenswert und die Charaktere sind auch sehr interessant und zum teil noch sehr geheimnisvoll. Selbst über Kirito erfährt man nicht allzu viel, sodass man ihn nie ganz durchschauen kann. Auch die Beziehungen zu anderen Spielern werden schön und interessant dargestellt und sind immer an eine oder mehr Folgen geknüpft. Ein Augenmerk sollte auch auf die eindrucksvolle Welt gelegt werden, die wirklich schön ausgearbeitet wurde und sowohl hübsche Landschaften, als auch beschauliche Städte bietet. Teilweise fühlte ich mich an den Anime bzw. das Videospiel ".hack//" erinnert, welches eine ähnliche Thematik mit einer virtuellen Spielwelt hatte. Positiv zu erwähnen wäre dabei noch die deutsche Synchronisation, die durch die Bank wirklich gelungen ist und nicht aufgesetzt wirkt, wie es teilweise der Fall ist. Selbst bei Nebencharakteren hat man gute Arbeit geleistet.

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächsten Folgen und werde den Anime auf jeden Fall weiter verfolgen. Die nächste DVD/BluRay erscheint übrigens im November.




Bis dahin - Tschödeldö



20.10.13

Der Lachende Mann bedankt sich!


Na? Ist euch etwas aufgefallen?

Wer in den letzten Tagen meinen Blog besucht hat, dem dürften leichte Veränderungen aufgefallen sein was das Design des Blogs betrifft. Ein neuer, professioneller Header erblickt das Licht der Blogger-Welt, ein passender Hintergrund hat sich eingeschlichen, ein Symbol bzw. Favicon wurde erstellt und die Links im unteren Bereich wurden auch überarbeitet. Endlich fort vom laienhaften, selbstgebastelten Design. Veränderungen sind gut und schaffen Raum für Kreativität und Motivation. Mir persönlich gefällt das neue Design wirklich sehr gut! Was sagt ihr dazu?

Achja, da fehlt ja noch etwas!

An diesem Punkt bedanke ich mich herzlich bei der wundervollen, talentierten und kreativen Susan aka. Yume, die so viel Herzblut und Arbeit in das neue Design gesteckt hat. Es ist wirklich grandios geworden! :)
Wer noch ein bisschen mehr von Yume sehen möchte, darunter auch weitere Arbeiten und auch Let's Plays, für den gibt es hier noch ein paar Verweise:




Bis dahin - Tschödeldö




Film•Peteback: The Tall Man


Nach gemeinem Psycho-Horror gibt es diese Woche einen gemächlichen Msysty-Thriller.

The Tall Man


Deutscher Titel: The Tall Man
Originaltitel: The Tall Man
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Pascal Laugier
Drehbuch: Pascal Laugier
Produktion: u.a. David Cormican, Scott Kennedy, Kevin DeWalt
Cast: u.a. Jessica Biel, Jodelle Ferland, Stephen McHattie, Jakob Davies, William B. Davis, Samantha Ferris

Trailer: The Tall Man

Kurz gesagt: "The Tall Man" ist ein kanadischer Mystery-Thriller aus dem Jahr 2012, von Regisseur Pascal Laugier. Der Film wurde in Kootenay, einer Region in südöstlich British Columbia gedreht. Der Film spielt in einer kleinen Stadt, welche allein vom Bergbau einer Mine gelebt hat. Da die Mine stillgelegt wurde verwahrlost die Stadt immer mehr. Dazu kommen die zahlreichen Fälle von verschwundenen Kindern. Sie verschwinden in unregelmäßigen Abständen und man macht eine örtliche Legende, den "Tall Man", dafür verantwortlich.




Julia Denning (Jessica Biel) lebt in der kleinen Ortschaft Cold Rock im Staat Washington, inmitten von weitläufigen Wäldern. Sie ist die lokale Ärztin, obwohl sie eigentlich nur eine Krankenschwester ist. Sie hat damit die Arbeit ihres Mannes übernommen, welcher der einzige Arzt in der Stadt war. Die Stadt Cold Rock war einst eine Bergarbeiterstadt, doch seit die Mine geschlossen ist, verwahrlost die Stadt immer mehr. Geschäfte schließen, Häuser stehen leer und die Menschen ziehen weg. Es kommt kaum Krankenversorgung, nur zwei Polizisten und die Schule wurde auch geschlossen. Cold Rock verschwindet langsam von den Landkarten und ist bei weitem nicht mehr als eine Geisterstadt und das Leben für die Bewohner wird immer härter. Dazu kommen noch die Fälle einiger verschwundener Kinder. Die Kinder verschwinden einfach spurlos, ohne das jemand etwas mitbekommt. So hat sich bald eine urbane Legende gebildet - die, des "Tall Man". Eine große, vermutlich männliche Gestalt in schwarzer Kleidung, die die Kinder in die Wälder entführt und keine Spuren zurücklässt. Eines Abend kehrt Julia in ihr Haus am Rande der Stadt zurück, wo sie mit ihrem Sohn David und seiner Nanny lebt. Als sie in der Nacht von lauten Geräuschen aus der Küche geweckt wird, findet sie die Nanny gefesselt am Küchenboden vor und kann gerade noch mitbekommen, wie eine dunkle Gestalt mit ihrem bewusstlosen Sohn durch die Hintertür in einen Van verschwindet.



Pascal Laugier müsste Horrorfilm-Fans mindestens nach seinem Horror-Drama "Martyrs" aus dem Jahr 2008 bekannt sein. Ein wahrer Folterabtraum, der einem mit intensiven Bildern Unbehagen der besten Sorte vermittelt. Danach wurde es still um den Regisseur, bis er sich 2012 mit "The Tall Man" und an einem kanadischen Set wieder meldete. Vielleicht ist er dem Ruf der Ferne und dem amerikanischen oder kanadischen Traum gefolgt.

Für die erste US-Produktion hat er anscheinend einen Gang runtergeschaltet und schlägt klassische Töne an und versucht sich an einem Thriller, der vor allem durch Storywendungen und Charaktere überzeugen soll. Allerdings kann man schon sagen, dass die Atmosphäre und deren Intensität nicht an "Martyrs" herankommt. Aber vielleicht muss es das auch gar nicht, da der Film ja in eine ganz andere Richtung geht.
Man muss als erstes wirklich ein Lob für den Anfang aussprechen. Eine guter Einleitung macht einem Lust auf den Film und ist sehr wichtig für die passende Grundstimmung die vermittelt werden soll. "The Tall Man" schafft das alles sehr gut. Es wird die Umgebung gezeigt, in der der Film spielen wird und das gefällt mir persönlich schon sehr gut. Wenn ich etwas an Horrorfilmen bzw. Thrillern mag, dann sind es die ausgedehnten Wälder auf dem nordamerikanischen Kontinent. Das liegt nicht nur an der Natur, sondern auch an den Menschen die dort leben und wie sie dort leben. Die Stimme eines jungen Mädchens vermittelt dabei die Hintergrundgeschichte und führt auch schon an die namensgebende Figur des Films heran. "The Tall Man". Dabei wird man über längere Zeit im Ungewissen gehalten, wer oder was dieser "Große Mann" eigentlich ist. Ist er real? Ist er ein Mensch? Steckt eine Organisation oder ein Kult dahinter? Und wo bringt der die Kinder hin und was tut er mit ihnen? Man erfährt es später. Man kann Vermutungen anstellen, aber die werden bei den wenigen Informationen schnell beiseite geschoben. Ich war selber nicht sicher, was nun auf mich wartet, weil ich in erster Linie einen Horrorfilm erwartete, was ich aber bekam war etwas anderes.

Laugier beginnt den Film ebenfalls mit einem kleinen Portrait der Bewohner der Gegend und natürlich der kleinen Stadt Cold Rock, was nebenbei gesagt, ein furchtbar unkreativer Name ist. Hier haben wir ähnliche Zustände wie in Debra Graniks "Winter's Bone". Eine Region in der das Leben härter und rauer ist und wo man sich auf den Nachbarn verlassen muss, um nicht komplett unterzugehen. Arbeit ist rar und der Lebensunterhalt gering und so wirken die Menschen etwas sonderlich. Auch unter den Bewohnern gibt es gespaltene Meinungen den "Großen Mann" betreffend. Einige halten ihn für eine Legende, andere wollen ihn gesehen haben. Als Zuschauer weiß man es nach einer halben Stunde natürlich besser. Allerdings wird es mit dem Auftreten der mysteriösen Gestalt alles sehr seltsam. Der Film macht so gesehen eine Kehrtwende und führt den Zuschauer aufs gut eingesetzte Glatteis, sodass man das was man bisher verstanden hat noch einmal über den Haufen werfen kann. Das wird vor allem dadurch erreicht, dass die Erzählposition geändert wird, da man von Julia Denning wegkommt und den Blick auf ein junges Mädchen names Jenny (Jodelle Ferland) richtet.
So etwas hat man wirklich selten. "The Tall Man" beginnt wie ein typischer, generischer Horrorfilm, mit oberflächlichen Charaktere, einer unkreativen Umgebung und einer banal anmutenden Story, kriegt dann aber noch die Kurve und entwickelt sich zu einem Thriller mit dramatischem Kontext und pseudophilosophischen Fragen. Das alles wird dann unterstützt durch eine Inszenierung die in keiner Weise vorhersehbar ist und bei der man nie sicher sein kann, wer nun der Gute und wer der Böse ist. Man ist stellenweise fast versucht noch einmal zurückzuspulen um zu sehen, ob man nicht irgendwas verpasst hat. Alles ist geplant. Da beweist Pascal Laugier wirklich handwerkliches Geschick und zeigt, dass er niemand ist der stumpfe Filme drehen will. Er darf damit auf jeden Fall als ein solider Geheimtipp behandelt werden.

Fazit.
"The Tall Man" ist ein Film der auf jeden Fall überraschen wird und kann mit einer gut durchdachten, leicht verwirrenden Story und guten Ideen und Story Twists glänzen. Das Schauspiel der auftretenden Personen ist solide und man sieht hier Jessica Biel in einer ihrer besseren Rollen. Wer ein spannenden, unvorhersehbaren Thriller sehen möchte, der dürfte hier genau an der richtigen Adresse sein.




Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/The_Tall_Man_%28film%29
             http://www.imdb.com/title/tt1658837/
Bilder:  http://www.releasedonkey.com/dvd/the-tall-man-dvd-release-date-1697/still-186624000
             http://www.moviepilot.de/movies/the-tall-man/images/10023135
             http://adventureamigos.net/movie-review-the-tall-man-2012/
             http://bizzammovienews.com/2012/10/19/the-tall-man-2012-dvd-review/

16.10.13

In Nuce #13 ~ Eine Geschichte über meinen Onkel


Zeit für Indie Games!


Ich habe mich letztens ein wenig auf Youtube umgeschaut, um nach neuen Ideen für Flashgames und kostenlosen Indie Games zu stöbern. Warum elendig lang Seiten durchforsten, wo einem immer das selbe empfohlen wird? Da guckt man lieber auf Youtube nach Kurzprojekten oder auch "Let's Test"s, da bekommt man viel mehr Ergebnisse und kann sogar gleich Gameplay begutachten.

Das Spiel, welches mein Interesse geweckt hat, ist "A Story About My Uncle". Es ist ein First-Person-Platform-Adventure (man darf nie mit Bindestrichen geizen) und wurde von schwedischen Studenten, in elf Wochen als Teil eines Kurses, auf die Beine gestellt. Die Auflagen bestanden darin, eine gewaltfreies Spiel aus der Egoperspektive zu schaffen, basierend auf der Unreal Engine. Das Spiel gewann den Swedish Game Award 2012 und wurde außerdem in der Kategorie "Game of the Year" nominiert. Zurecht!

Die Geschichte dreht sich um einen Vater, welcher seiner Tochter eine Gutenachtgeschichte erzählen soll. Und es soll gerade die von Onkel Fred sein. Der Erzähler ist auch der Protagonist, als er sich in dem Labor des Onkels nach ihm umsieht. Allerdings schien er nicht da zu sein. Sein Onkel ist ein erfolgreicher Wissenschaftler, der Urkunden in seinem Labor zufolge, einiges auf dem Gebiet der Quantenphysik geleistet hat. Seine größte Erfindung (ob sie bekannt ist, erfährt man nicht) ist eine Art Dimensionsportal. Dafür hat der Onkel extra einen Anzug entwickelt um sich in dieser Welt zu bewegen. Der Protagonist macht sich auf die Suche nach seinem Onkel, in dieser anderen, fremden Dimension.

Das Spielprinzip ist dabei recht einfach gehalten. Da es sich um einem Platformer handelt bzw. ein Adventure hat man auch nur größtenteils Jump'n Run-Passagen zu bewältigen. Dabei hilft einem der vom Onkel entwickelte Anzug, den vor dem Betreten der Dimension bekommt. Er ermöglicht einem sich federlicht zu bewegen, heißt, höhere und weitere Sprünge und schnelleres Lauftempo. Mit den "Cores", also den "Kernen" werden bestimmt Fähigkeiten freigeschaltet. So kann man Energie im Anzug sammeln und einen extrem hohen Sprung oder einen extrem weiten Sprung vollführen. Später bekommt man noch einen Enterhaken oder "Grapple Beam" (ähnlich wie in Metroid) mit dem man sich an Oberflächen festhalten und heranziehen kann. Man bewegt sich also größtenteils springend und schwingend durch die Welt.

Die Spielmechaniken funktionieren erstaunlich gut und gehen sehr flüssig von der Hand. Die Sprünge und der Enterhaken lassen sich gut kombinieren, auch wenn man letzten nur höchstens 3-mal einsetzen kann. Dabei macht die Welt auch einen super Eindruck, nicht allzu detailliert, aber immer noch so schön ausgearbeitet, dass die Illusion einer anderen Dimension niemals abbricht. Dabei wird vor allem sehr schön mit Licht und Shader-Effekten gearbeitet. Gewisse Passagen sind leider etwas trister als andere geraten und bestehen größtenteils als Felswänden mit einwenig blauem Leuchten. Ich schätze mal, man hat sich mehr auf die Spielmechaniken konzentriert, als um das Drumherum. Das ist auch zu verschmerzen. Wer gut durchkommt, der wird das Spiel in einer oder eineinhalb Stunden beendet haben - es geht also nicht allzu lang.

Wer Interesse an "A Story About My Uncle" hat, der kann HIER auf die Entwicklerseite zugreifen, wo es auch noch einige Infos zum Spiel und den Entwickler gibt, sowie auch einen Download-Bereich für das Spiel. Viel Spaß!




Bis dahin - Tschödeldö



13.10.13

Film•Peteback: Lovely Molly


Gruselstimmung, Gruselstimmung!

Lovely Molly


Originaltitel: Lovely Molly
Deutscher Titel: Lovely Molly
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2012
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: Eduardo Sánchez
Drehbuch: Eduardo Sánchez, Jamie Nash
Produktion: -
Cast: u.a. Gretchen Lodge, Johnny Lewis, Alexandra Holden, Field Blauvelt, Rosemary Knower, Camilla Zaidee Bennett

Trailer: Lovely Molly

Kurz gesagt: "Lovely Moll" ist ein US-amerikanischer Horrorfilm/Psychothriller aus dem Jahr 2012, von Regisseur Eduardo Sánchez. Der Film lief zuerst unter dem Produktionsnamen "The Possession", wurde aber später umbenannt. Der Film erzählt die Geschichte um Molly und ihren Mann Tim und die merkwürdigen Vorkommenisse in Mollys Elternhaus, welches die beiden nach der Hochzeit bezogen haben. Molly wird von tiefsitzenden Erinnerungen geplagt.




Der Film beginnt mit einer Videoaufnahme mit einer Handkamera von Molly (Gretchen Lodge), die sich für alle ihre Taten entschuldigt und sich dabei ein Messer an den Hals hält. Darauf folgen Szenen von der Hochzeit von Molly und Tim (Johnny Lewis). Die beiden sind nun frisch verheiratet und da passt es doch gut, dass die Kinder das Haus der Eltern geerbt haben und das Paar dort einziehen kann. Mollys Schwester Hannah (Alexandra Holdon) hilft den beiden beim Einzug in ihr ehemaliges Elternhaus. Nicht lange nach dem Einzug wird das Paar in der Nacht von der Alarmanlage geweckt, die durch das Öffnen der Hintertür aktiviert wurde. Verängstigt versucht Tim den vermeidlichen Einbrecher einzuschüchtern, dennoch rufen sie lieber die Polizei. Ein Officer durchsucht das Haus und findet die offene Tür, von der er meint, dass sie wohl nicht richtig geschlossen wurde und es sich um einem falschen Alarm handeln muss. Tim ist sich aber sicher, dass er die Tür ordentlich verschlossenen hat. Einige Tage später muss Tim, als Fernfahrer, für einige Tage die Stadt verlassen und Molly, gelangweilt, macht sich mit einer Kamera auf Erkundungstour durch das Haus. Dabei findet sie einige Sachen, die sie schmerzhaft an ihre Kindheit und ihren Vater erinnern. Als sie ihr ehemaliges Kinderzimmer betritt, hört sie eine weinende Kinderstimme. die aus dem Kleiderschrank zu kommen scheint. Als Tim wieder zu Hause ankommt, findet er Molly nackt in dem Kinderzimmer sitzen, in eine Ecke starrend. Ihre einzigen Worte waren: Er ist noch am Leben...




Wenn man den Namen Eduardo Sánchez liest, dann denkt man an was? Genau. "Blair Witch Project", der Urvater des Found-Footage-Films, einer der besten Vertreter des modernen Horror-Kinos und einer der der wirtschaftlich erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Ende der 90er kam der Streifen in die Kinos und hat Millionen von Kinobesuchern das fürchten gelehrt und andere mit Kopfschütteln aus dem Saal entlassen. Die Meinungen, wie furchteinflößend der Film wirklich ist, gehen weit auseinander. Einer der Köpfe hinter "Blair Witch Project" hat sich also alleine an einen Film gemacht und die Erwartungen sind bei weitem nicht gering.
Sánchez bewegt sich auch bei "Lovely Molly" auf eher klassischen, found-footage-artigen Pfaden, wie er es mit seinem Erstlingswerk schon getan hat. Der Anfang gibt den Ton an, auch wenn es im Gesamtbild nicht allzu viele Szenen gibt, die mit einer Handkamera aufgezeichnet wurden und so ist  der Film auch für Gegner dieses Genres sehenswert. Was mich positiv überrascht hat, sind zum einem die Schocker, die im Verhältnis mild ausfallen, dafür aber sehr kraftvoll inszeniert sind. Es kommt kein "Oh Gott"-Gefühl auf, sondern eher eine Mischung zwischen Ekel, Unbehagen und Verständnislosigkeit. Das wird durch den ernsten Unterton der Geschichte und der Atmosphäre noch unterstrichen, was auch an den Darstellern liegt. Selbst in den ernst angelegtesten Horrorfilmen gibt es immer irgendwie einen Spaßvogel oder eine schräge Gestalt, die der ganzen Szenerie noch ein wenig Humor verleiht. Hier ist dies nicht der Fall. Dazu kommt noch, dass der Zuschauer über die Länge im Ungewissen gelassen wird, was nun genau Sache ist, wenn es um Geschehnisse in der Gegenwart oder Vergangenheit geht. Dennoch scheinen die Erinnerungen an Mollys Vater nicht sehr rosig zu sein.

Handwerklich kann sich "Lovely Molly" auch sehen lassen. Auf viel Blut wird verzichtet und wenn dann doch mal welches zum Vorschein kommt, dann ist es in Maßen verträglich. Es reicht auf jeden Fall um im Zusammenspiel mit der Atmosphäre und der düsteren, beklemmenden Stimmung ein Gefühl der Verstörung zu erzeugen. Dazu trägt natürlich auch die grandiose Hauptdarstellerin Gretchen Lodge bei, die mit unverbrauchten und frischen Spiel einen genialen Blick auf einen psychischem Verfall ermöglicht, aber trotzdem jederzeit attraktiv bleibt. Hervorzuheben sind ihre Blicke, die Mimik und vor allem die stillen Momente, in denen sie durch eine latent auftretende Gefahr, die Stimmung zu zerreißen spannt. Dem Drehbuch ist es wohl geschuldet, dass man sie nicht wirklich kennenlernt, was den Zugang zu diesem Charakter erschwert. Man muss sich schon sehr auf sie einlassen und sich für sie interessieren, um wirklich mit ihr zu fühlen oder Sympathie zu entwickelt. Aber will man das denn auch?
Ein Augenmerk sollte man auch auf die Vertonung des Films legen und dabei spreche ich nicht nur vom Soundtrack, den man wohl in das Genre des Psychodelic einordnen kann. Der Rest ist eher elektronisch geprägt, was den Szenen aber zu Gute kommt, wenn der Sound durch den Hintergrund wabert. Ebenfalls gibt es atmosphärische Sounds und Geräuschkulissen, wie sie in einem älteren Haus vorkommen und eine wohlige Schauerstimmung erzeugen. Umso suspekter sind dann die Szenen, wo es einfach keine Einspielungen gibt und man sich denkt, dass gleich irgendetwas passieren muss. Teilweise fühle ich mich an Stanley Kubricks "The Shining" erinnert, wo auch ein psychischer Verfall gezeigt wurde und die Musik ihren Teil dazu beträgt. Teilweise schräge, bohrende Sounds, die den Zuschauer anspannen sollen, von unreinen Rauschen bishin zum ansteigenden Pfeifton.

Fazit.
"Lovely Molly" ist garantiert kein Meisterwerk, aber bewegt sich schon leicht über den Durchschnitt und weiß durch eine Interessante Geschichte, eine interessante Hauptdarstellerin und durch eine morbide, düstere und beklemmende Atmosphäre überzeugen. Sicherlich nicht nach jedermans Geschmack, aber für flexible Horrorfans oder Freunden von Psychohorror einen Blick wert. Mich hat der Film trotz des geringen Budgets und des niedrigen Preises für die DVD schon sehr überrascht. Man erwartet Trash, bekommt aber etwas, was sehr weit vom gängigen Trash entfernt ist. Aber eines kann man sagen, "Lovely Molly" geht auf jeden Fall unter die Haut.




Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://www.imdb.com/title/tt1707392/
             http://en.wikipedia.org/wiki/Lovely_Molly
Bilder:  http://www.gothic.net/lovely-molly-baphomet-dark-delicacies/
             http://latorredelreloj.blogspot.de/2012/12/lovely-molly.html
             http://cinenematoblog.com/2012/08/28/lovely-molly-2011/
             http://www.movieramblings.com/2012/10/26/dvd-review-lovely-molly/

11.10.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #6




Liebes Tagebuch,

das Waffentraining mit den Klingenwaffen neigt sich langsam den Ende zu, denn es ist nur noch eine übrig. Der Meister sagt, dass ich gute Fortschritte mache und nach all dem Training wohl nie wieder Probleme bei der Jagd haben werde. Heute habe ich mich also mit der letzten Waffe beschäftigt, bevor ich zu einer anderen Gattung übergehe, auf dich auch schon sehr gespannt bin. Außerdem kam der Tag einem kleinen Event gleich, da ich eine Waffe benutzt habe, dich ich noch nie voher geführt habe. Die Morphaxt! Eine wirklich eindrucksvolle und spezielle Waffe. 

Nun, vielleicht sollte man nicht unbedingt von einer Waffen sprechen, da die Morphaxt eigentlich zwei Waffen in sich vereint. Dadurch herhält sie auch ihren Namen. In erster Linie ist sie im Axtmodus eine gewaltige Axt mit einer enormen Reichweite und durchschlagenden Angriffen. Leider fällt auch bei dieser Waffe der Block weg, allerdings kann man sich mit ihr sehr gut bewegen und Ausweichrollen machen. Die Axt hat ungefähr die Länge eines Langschwertes und wird auch ähnlich geführt, da die meisten Schläge über den Kopf oder von der Seite ausgeführt werden. Es gibt auch eine Art Stichangriff. Allerdings kann man mit der Morphaxt einen einzigartig hohen Aufwärtshieb machen, mit dem man auch an die höchsten Gliedmaßen herankommt. Sehr praktisch! Interessant ist auch die Endlos-combo wo man wie in Berserker auf den Gegner eindrischt, was allerdings an der Ausdauer zerrt. Im Kampf nicht unbedingt zu gebrauchen, aber wenn das Monster K.O. ist oder in einer Falle sitzt, sehr nützlich. Das wirklich spezielle an der Waffe ist allerdings der Schwertmodus. Durch einen Zug an einem Hebel setzt sich ein Mechanismus in Gang, der die Axt durch ein weiteres Klingenteil in ein Schwert verwandelt. Das geht auch während einer Schlag-Combo. Man nennt es dann 'switchen' oder 'morphen'. Der Axtmodus ist vergleichbar mit dem Großschwert, allerdings sich die Angriffe viel schneller und lassen sich besser verknüpfen. Man büßt Reichweite und Schnelligkeit ein, dafür bekommt man Angriffskraft und spezielle Effekte. 

In die Morphaxt werden Fiolen eingesetzt, die verschiedene Effekte im Schwertmodus bewirken können. Zum einen dringt man mit der Schwert durch jeden Panzer und kann Statusveränderungen beim Gegner hervorrufen. Mit verschiedenen Fiolen der verschiedenen Waffen kann man Schlaf, Lähmung oder Gift verursachen, sowie auch Elementschaden. Der Meister hat mich dann auf den "Phial Burst" hingewiesen. Dabei streckt man die Waffe nach vorne und die Fiolenkammer öffnet sich. Durch den Aufbau von Druck kann man eine Explosion erzeugen, wodurch der Effekt der Waffe aktiviert wird und die Fiole auf den Gegner angefeuert wird. Nach so einem "Phial Burst" muss man die Waffe nachladen. Das muss man auch, wenn man öfter mit dem Schwert zugeschlagen hat. Die Waffe wechselt dann automatisch in den Axtmodus zurück.


Waffentraining - Morphaxt




Fortsetzung folgt...

09.10.13

In Nuce #13 ~ Shingeki no Kyojin/Attack on Titan


Sie sind das Essen und wir sind die Jäger!


Wer sich in den in den letzten sechs Monaten mal im Internet herumgetrieben hat und öfter auf Tumblr oder in Anime/Manga-Foren unterwegs ist, der konnte um den Namen "Shingeki no Kyojin" oder auch "Attack on Titan" nicht herumgekommen. Der Hype um diesen Anime schwappte in Windeseile von Japan über die ganze Welt und machte die Geschichte um den jungen Eren Jaeger und den Kampf gegen die Riesen, in kurzer Zeit so populär, wie selten ein Anime vor ihm. Schon die Manga-Vorlange von Hajime Isayama war in Japan ein riesen Erfolgt und wurde mehrfach ausgezeichnet. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis der Manga und auch der Anime bei uns erscheinen wird. Es gibt auch jeden Fall deutschsprachige Interessen an der Anime-Lizenz.

Doch worum geht es genau. Die Geschichte spielt in einer fiktiven Fantasywelt, die an das Mitteleuropa zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert angelehnt ist. Die menschliche Zivilisation hat vor hundert Jahren einen herben Rückschlag erlitten und lebt nun innerhalb von 50 Meter hohen und 10 Meter dicken Mauern. Diese drei Mauern Maria, Rose und Sina sind ringförmig angeordnet, wobei die größte Mauer, Maria, ein Gebiet von rund 720.000km² umfasst und einen Umfang von 32000km hat. Die Mauern schützen die Menschen vor den Riesen oder auch Titanen. Es sind riesige, humanoide Wesen, die Größen zwischen zwei und fünfzehn Meter erreichen können und ihr einzigen Sinnen und Trachten ist das Fressen von Menschen. Warum, weiß niemand so genau. Diese Wesen sind deshalb so merkwürdig, da sie nur Menschen fressen, offensichtlich kein Verdauungsystem und keine Geschlechtsorgane haben und sich nur bei Tageslicht bewegen können.

Die Handlung setzt an einem markanten Punkt in der Geschichte ein, als einem die drei  Hauptcharaktere Eren Jaeger, Mikasa Ackerman und Armin Arlelt näher gebracht werden. Die drei sind gerade in der Stadt unterwegs, als plötzlich die Hölle über die Stadt an der äußersten Mauer hereinbricht. Durch einen Blitz am helllichten Tag erscheint ein kolossaler Riese an der äußeren Mauer, der ca. 60 Meter misst. Mit einem Fußtritt zerstört er das äußere Tor verändert damit das Schicksal von Eren und seinen Freunden, sondern auch das der ganzen Menschheit. Der Angriff der Riesen beginnt.
"Attack on Titan" ist ein Anime, der mich seit langem mal wieder Begeistern und richtig fesseln konnte. Die Story ist spannend erzählt und interessant, genau wie die Charaktere. Dabei halten einen vor allem die Merkwürdigkeiten und Geheimnisse dieser Welt bei der Stange, wobei das größte Geheimnis vermutlich die Riesen und ihre Herkunft und Absichten betrifft. Eine gute Mischung aus Horror, Fantasy und Action, wobei der Humor allerdings ein klein wenig auf der Strecke bleibt. Und wenn es mal welchen gibt, dass ist dieser eher schwarzer Natur. Wenn ich dem Anime jemandem empfehlen müsste, dann nur Leuten die ein wenig stärkere Nerven, denn der Gore-Faktor und die harten Schicksalsschläge haben schon dazu geführt, dass manche die Serie nicht weiterschauen. Was mich bei der Serie mit am meisten beeindruckt hat, sind die Kämpfe gegen die Riesen. Die Soldaten und eben auch Eren kämpfen mit einer 3D-Ausrüstung, die es ihnen erlaubt sich in die Luft zu katapultieren, mittels Enterhaken und Druckluft. Das verleiht der Serie noch eine gewisse Steam-Punk-Atmosphäre. Dadurch kann man den einzigen Schwachpunkt der Riesen angreifen. Ihren Nacken. Die Kämpfe sind schnell und extrem gut durchchoreografiert, wobei man auch noch verschiedene Stile bei verschiedenen Charakteren ausmachen kann. 

Ich kann die Serie nur weiterempfehlen. Vor allem, da die komplette erste Staffel in Japan schon ausgestrahlt worden ist und man nun auch 25 knackige Episoden + eine Recap-Episode zurückgreifen kann. Also einfach mal danach googeln oder bei Youtube schauen. Englische und deutsche Subs gibt es genug!

Einen kleinen Hinweis für alle Fans. Es gibt mittlerweile ein Flashgame, welches sich mit "Attack on Titan" befasst. Das Spiel basiert auf der 3D-Unity-Engine und ist von Fans gemacht worden, kann sich dafür aber wirklich sehen lassen. Spielprinzip ist es, als einer der Hauptcharaktere ein Gebiet von Riesen zu befreien, in dem man ihnen den garaus macht, durch einen gezielten Schwerthieb in den Nacken. Der Stil ist eher minimalistisch aber vollkommen vertretbar, da das Spiel immer weiterentwickelt wird. Attraktiv ist auch der Multiplayer! Wer Interesse hat, kann sich HIER ein Video anschauen, oder HIER gleich selber spielen. Es braucht ein wenig Eingewöhnungszeit um mit der Steuerung und den Enterhaken zurecht zu kommen, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Viel Spaß!



Bis dahin - Tschödeldö


08.10.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #5




Liebes Tagebuch,

das Waffentraining schlaucht wirklich. Nachdem ich mit gestern mit Schild & Schwert und dem Großschwert auseinander gesetzt habe, bin ich am Abend nur noch totmüde ins Bett gefallen. Dennoch habe ich vor dem erholsamen Schlaf noch schnell mein Poogie gefüttert, mein treues Hausschwein. Ich habe es im Dorf kennengelernt und es mochte wohl die Streicheleinheiten so gerne, dass es gleich bei mir eingezogen ist. Ungefragt. Es ist aber ein guter Mitbewohner. Ich fühle mich zufriedener seit ich es habe. Komischerweise erziele ich seitdem auch mehr Erfolge bei der Jagd. Ich habe so tief geschlafen wie lange nicht mehr. Nun, es ist auch etwas anderes, wenn man hier und dort mal Aufträge gemacht hat und nun an einem Tag mehrere Quests durchziehen muss. Wie konnte ich mich vorher als Jäger betiteln, wenn ich die Jagd nie so ganz ernst genommen habe.

Nach einem guten Frühstück habe ich mich wieder auf den Weg zur Trainingsschule gemacht, um das Training fortzuführen. Der frühe Rathalos fängt das Kelbi und ich werde es ihm gleich tun! Ich habe mich für das Training mit dem Langschwert eingetragen. Ich habe diese Waffe schon früher benutzt, habe sie aber nie wirklich meistern können. Anscheinend habe ich Probleme mit Waffen in Übergröße. Dabei ist diese Waffe unglaublich stark. Man kann sich schnell mit ihr bewegen und kann Combos sehr gut verknüpfen. Überkopfhieb, ein Stich, ein Aufwärtshieb und dann den Ausweichhieb. Letzterer ist wirklich praktisch, da man sich nach einer erfolgreichen Combo-Serie nicht unbedingt abrolle muss. Den Ausweichhieb kann man entweder nach hinten oder zur Seite machen. Wichtig bei dieser Waffe ist der Elan! Der Elan lädt sich mit jedem Treffer auf, bis man mit dem Maximum an Elan verheerend zuschlagen kann. Einige schnelle Schwerthiebe prasseln dann auf den Gegner ein. Dann begann das Schwert auf einmal zu glühen und ich habe mit merklich mehr Kraft zuschlagen können, als davor. Allgemein eine wirklich gute Waffe mit guter Reichweite, guten Combos und der Ausweichhieb und das hohe Lauftempo machen die fehlende Blockmöglichkeit wieder wett.

Waffentraining - Langschwert



Beflügelt durch meine grandiosen Erfolge mit dem Langschwert, ging auch gleich in die nächste Trainingseinheit über. Die Doppelklingen rufen nach mir! Für das Training mit den Zwillingsschwertern reiste ich wieder in den Flutwald um dort die Ludroth-Population ein wenig zu reduzieren. Auftrag ist Auftrag. Der Meister hat mir eigenes über die Doppelklingen erklärt, weil ihre Handhabung nicht ganz einfach ist und nicht jedem liegt. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass man mit den beiden Schwertern die besten Combo-Serien hinbekommt. Wenn man es richtig macht, kann man die Combos endlos fortsetzen, ohne irgendeine Verzögerung zwischen ihnen. Man ist wie in einem Rausch, einem Tanz. Da wären wir auch schon bei der Besonderheiten der Doppelklingen und das ist die Dämonisierung und der Dämonentanz. Die Dämonisierung wird mit jedem gelandeten Schlag erhöht und kann dazu verwendet werden Extra-Combos einzusetzen. Diese sind etwas schneller und man kann mit ihnen die normalen Angriffe noch mehr miteinander verbinden. Grandios! Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die Angriffe auch stärker sind. Leider ist man mit dieser Waffe sehr angreifbar und man hat auch keine Möglichkeit zu blocken. Die einzige Möglichkeit den Angriffen des Gegners zu entgehen ist die gute, alte Ausweichrolle. Ich bin im Endeffekt mit den zwei Klingen nicht besonders gut klar gekommen, ich weiß auch nicht direkt woran es gelegen hat. Ich richte meinen Blick lieber auf eine ganz andere Waffe...

Waffentraining - Doppelklingen





Fortsetzung folgt...

06.10.13

Film•Peteback: 21


Nach den Zehn Geboten geht es weiter mit einem ähnlichen Thema, nämlich einer einer Sünde, einem Teufelswerk. Dem Glücksspiel.

21


Originaltitel: 21
Deutscher Titel: 21
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 123 Minuten
Regie: Robert Luketic
Drehbuch: Peter Steinfeld, Allan Loeb
Produktion: Michael De Luca, Levin Spacey, Brett Ratner
Cast: u.a. Kevin Spacey, Jim Sturgess, Kate Bosworth, Laurence Fishburne, Liza Lapira, Aaron Yoo,

Trailer: 21

Kurz gesagt: "21" ist ein US-amerikanisches(er) Drama/Thriller aus dem Jahr 2008, von Regisseur Robert Luketic. Der Film basiert auf dem journalistischen Sachbuch "Bringing Down the House" von Ben Mezrich, wobei die Handlung nur sehr lose ans Buch angelehnt ist. Das Buch selber basiert auf den Erlebnissen eines Blackjack-Teams, welches seit den 70ern durch Kartenzählen hohe Gewinnsummen in verschiedensten Casinos einsackte. Der Film erzählt eine ähnliche Geschichte.




Ben Campbell (Jim Sturgess) ist ein aufstrebender Student am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Allerdings träumt er auch davon, an der Havard University Medizin zu studieren. Allerdings ist Havard eine Nummer größer als das MIT und verlangt einen aussagekräftige, beeindruckenden Lebenslauf und vor allem eine Menge Geld. Geld, welches Ben leider nicht hat. Da kommt ihm das Angebot seines Mathematikprofessors Micky Rosa (Kevin Spacey) gerade recht, an einem speziellen Projekt teilzunehmen. Bei diesem Projekt geht es darum das Spiel 'Black Jack' aufzuschlüsseln und berechnen zu können. Als sie in kleineren Spielhöllen Erfolg mit ihrem System haben, wollen sie nun größere Gewinne einfahren. Die Gruppe macht sich auf nach Las Vegas, um dort durch Kartenzählen und spezielle Zeichensprache diverse Casinos um Geld zu erleichtern. Es dauert allerdings nicht lange, bis Cole Williams (Laurence Fishburne), welcher für die Sicherheit in verschiedenen Casinos verantwortlich ist und nebenbei ein Spezialist auf dem Gebiet des strategischen Spielens zu sein scheint, auf die Gruppe aufmerksam wird. Es dauert allerdings nicht lange, bis die Gruppe und besonders Ben dem Reichtum und dem bunten Leben von Las Vegas erliegt und die Einsätze immer größer werden.




Filme über große Raubzüge sind ja immer gerne gesehen und das nicht nur seit "Ocean's Eleven". Der letzte Heist-Film über den ich geschrieben habe war "Now You See Me", nur geht es dieses Mal weniger um Zauberei, aber doch irgendwie um Täuschung und Kartentricks. Basierend auf dem Bestseller "Bringing Down The House" wird mit "21" ein gelungenes Popcornkino geboten.
Für die Adaption des Bestsellers hat man sich Peter Steinfeld (Be Cool, Reine Nervensache) ins Boot geholt, der in Zusammenarbeit mit Allan Loeb wirklich gute Arbeit geleistet hat. Sie adaptierten die Geschichte mit einer guten Mischung aus der Las-Vegas-Casino-Glitzerwelt und dem Alltag eines Studenten. Wobei Handlungen in Las Vegas allgemein immer gut ankommen. Ein Geheimrezept?

Regisseur Robert Luketic hat sich ja mit Filmen wie "Natürlich Blond" und "Das Schwiegermonster" eigentlich immer auf der Comedy-Schiene bewegt. Dennoch zeigt er mit seinem Casino-Heist-Film auch, dass er auch anders kann. Die Story wird gut aufgebaut und die Charaktere sind grundsympathisch, auch wenn die Story nicht ganz bis zum Ende durchhalten kann und im letzten Drittel etwas nachlässt. In "21" ist vor allem der Cast einer der Gründe, wieso der Streifen so überzeugen kann. Allen voran natürlich Kevin Spacey, der hier als Mathematikprofessor und Kopf einer Diebesbande eine gute Figur macht. Das Gauner-Sein hat er ja immer noch drauf, wie er schon in "Die üblichen Verdächtigen" beweisen konnte. Sein Gegenspieler ist dabei Laurence Fishburne, der sich in der Rolle des alternden, abgeklärten Sicherheitschefs Cole Williams. Gleich nach seinem ersten Auftritt im Film weiß man schon, dass mit ihm nicht gut Kirschen essen ist und dass er es den Studenten nicht leicht machen wird. Neben den beiden steht Jim Sturgess (Across the Universe, The Way Back, Cloud Atlas) als vermutlich klügster Kopf in der Bande. Er schlägt sich ganz gut neben Spacey und Fishburne, steht allerdings doch ein wenig in ihrem Schatten.
Fazit.
"21" ist wirklich ein überdurchschnittlicher Heist-Film geworden, der sich hinter Genre-Kollegen auf keinen Fall verstecken muss. Die Besetzung ist wirklich gut und sympathisch und die Story kann nicht bis zum Schluss fesseln, entfaltet aber schon früh ihr Potential und weiß zu interessieren. Genre-Fans sollten auf jeden Fall mal reinschauen.





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/21_%28Film%29
Bilder:  http://www.superiorpics.com/aaron_yoo/movie-picture/2008_21_034_big.html
             http://outnow.ch/Movies/2008/21/Bilder/movie.fs/06

03.10.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #4




Liebes Tagebuch,

das Waffentraining mit Schild und Schwert war ziemlich erfolgreich, meiner Meinung nach. Der Meister hatte natürlich kaum ein lobendes Wort für mich übrig und wirkte etwas ernüchtert. Natürlich, ich bin selber noch kein Meister, aber ich habe anscheinend Potential. Das sollte ich auf jeden Fall nutzen und ausbauen. Training, Training, Training!

Da ich noch genug Zeit hatte, habe ich mich auch gleich dem nächsten Trainingspunkt angenommen und habe mich mit der zweiten Waffe vertraut gemacht. Das Großschwert! Ich habe schon viele Jäger mit dieser kolossalen Waffe gesehen. Nun, wer große Monster erlegen will, der braucht auch entsprechende Waffen. Das Großschwert teilt natürlich um einiges mehr Schaden aus, als man mit Schwert und Schild je erreichen könnte. Dafür ist man mit so einem gewaltigen Balken nicht besonders schnell. Mit gezogener Waffe laufen ist nie eine gute Idee und das Abrollen ist die einzige Möglichkeit aus brenzligen Situationen zu entkommen. Um die größtmögliche Schadenswirkung zu erreichen, sollte man seine Kräfte sammeln und das Schwert dann wie ein Fallbeil auf den Gegner niedersausen lassen. Dazu noch ein Schlag mit der Schwertseite und dann noch ein aufgeladener Schlag hinterher. Die ultimative Combo, die jeden Gegner in die Knie zwingt. In der Theorie. Äußerst vorteilhaft ist die Möglichkeit mit dem Großschwert zu blocken. Da kann so manchen verheerenden Angriff abwehren und brutal kontern. Zum Abschneiden von Schwänzen und brechen von Panzern ist das Großschwert wirklich eine gute Wahl. So lassen sich einzigartige Materialien sammeln, die man sonst nicht bekommen würde.


Waffentraining #02 - Großschwert






Fortsetzung folgt...

02.10.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #3





Liebes Tagebuch,

heute habe ich mit dem Waffentraining angefangen und mich für die bevorstehenden Quests fit zu machen. Der Meister im Trainingslager ist ein ziemlich rauer Hund, hat vermutlich schon viel erlebt, hat aber auch einiges an Wissen und Erfahrung auf dem Kasten. Ich sollte mir seine Worte und Tipps zu Herzen nehmen. Ich habe mich mit ihm zusammengesetzt um herauszufinden, welche Waffe bzw. Waffen für mich am besten geeignet wären. Das hat allerdings zu keinem klaren Ergebnis geführt. Ausprobieren heißt die Devise! 

Als erstes hat mir der Meister Schild und Schwert in die Hand gedrückt. Den Allrounder, die Basiswaffe, der Alleskönner! Eine scharfe Klinge und ein massives Schild haben sich schon immer im Kampf bewährt. Einstecken und Austeilen, so behält man in jedem Gefecht die Oberhand. Da Schild und Schwert eine kleine Waffengattung ist, ist man damit natürlich besonders agil und beweglich. Dafür muss man allerdings auch geringe Schadenschwirkung in Kauf nehmen. Das gleicht sich dann allerdings wieder durch die hohe Anzahl an Combos aus, indem man den Gegner mehr Schläge verpassen kann. Ein gezielter Sprungangriff aus dem Lauf, plus ein paar flinke Schwerthiebe setzen dem Gegner ganz schön zu. Vorteilhaft ist natürlich das Schild, mit dem Angriffe geblockt werden können. Leider musste ich feststellen, dass härtere Angriffe doch noch sehr stark auf den Körper übertragen werden und man fast umgeworfen wird. Dadurch wird man nicht nur einen Moment angreifbar, sondern verliert auch eine große Menge Ausdauer. Sprintsaft kann da Abhilfe schaffen. Dafür lässt sich aber aus der Deckung angreifen und ich kann sogar Items verwenden, um dann sofort wieder in den Block zurückzukehren. Auch zum Abschneiden von Schwänzen ist Schild und Schwert ganz gut geeignet, weil man Angriffe sehr präzise anbringen kann. Allerdings muss man die Waffen dann gut auswählen um auch einen guten Grad an Schärfe zu haben, damit man nicht von diversen Panzern abprallt. Der Meister meinte, ich sollte auch immer ein Auge auf die Affinität haben, damit ich mehr kritischen Schaden austeilen kann.


Waffentraining #01 - Schwert & Schild





Fortsetzung folgt....