06.10.13

Film•Peteback: 21


Nach den Zehn Geboten geht es weiter mit einem ähnlichen Thema, nämlich einer einer Sünde, einem Teufelswerk. Dem Glücksspiel.

21


Originaltitel: 21
Deutscher Titel: 21
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2008
Länge: ca. 123 Minuten
Regie: Robert Luketic
Drehbuch: Peter Steinfeld, Allan Loeb
Produktion: Michael De Luca, Levin Spacey, Brett Ratner
Cast: u.a. Kevin Spacey, Jim Sturgess, Kate Bosworth, Laurence Fishburne, Liza Lapira, Aaron Yoo,

Trailer: 21

Kurz gesagt: "21" ist ein US-amerikanisches(er) Drama/Thriller aus dem Jahr 2008, von Regisseur Robert Luketic. Der Film basiert auf dem journalistischen Sachbuch "Bringing Down the House" von Ben Mezrich, wobei die Handlung nur sehr lose ans Buch angelehnt ist. Das Buch selber basiert auf den Erlebnissen eines Blackjack-Teams, welches seit den 70ern durch Kartenzählen hohe Gewinnsummen in verschiedensten Casinos einsackte. Der Film erzählt eine ähnliche Geschichte.




Ben Campbell (Jim Sturgess) ist ein aufstrebender Student am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Allerdings träumt er auch davon, an der Havard University Medizin zu studieren. Allerdings ist Havard eine Nummer größer als das MIT und verlangt einen aussagekräftige, beeindruckenden Lebenslauf und vor allem eine Menge Geld. Geld, welches Ben leider nicht hat. Da kommt ihm das Angebot seines Mathematikprofessors Micky Rosa (Kevin Spacey) gerade recht, an einem speziellen Projekt teilzunehmen. Bei diesem Projekt geht es darum das Spiel 'Black Jack' aufzuschlüsseln und berechnen zu können. Als sie in kleineren Spielhöllen Erfolg mit ihrem System haben, wollen sie nun größere Gewinne einfahren. Die Gruppe macht sich auf nach Las Vegas, um dort durch Kartenzählen und spezielle Zeichensprache diverse Casinos um Geld zu erleichtern. Es dauert allerdings nicht lange, bis Cole Williams (Laurence Fishburne), welcher für die Sicherheit in verschiedenen Casinos verantwortlich ist und nebenbei ein Spezialist auf dem Gebiet des strategischen Spielens zu sein scheint, auf die Gruppe aufmerksam wird. Es dauert allerdings nicht lange, bis die Gruppe und besonders Ben dem Reichtum und dem bunten Leben von Las Vegas erliegt und die Einsätze immer größer werden.




Filme über große Raubzüge sind ja immer gerne gesehen und das nicht nur seit "Ocean's Eleven". Der letzte Heist-Film über den ich geschrieben habe war "Now You See Me", nur geht es dieses Mal weniger um Zauberei, aber doch irgendwie um Täuschung und Kartentricks. Basierend auf dem Bestseller "Bringing Down The House" wird mit "21" ein gelungenes Popcornkino geboten.
Für die Adaption des Bestsellers hat man sich Peter Steinfeld (Be Cool, Reine Nervensache) ins Boot geholt, der in Zusammenarbeit mit Allan Loeb wirklich gute Arbeit geleistet hat. Sie adaptierten die Geschichte mit einer guten Mischung aus der Las-Vegas-Casino-Glitzerwelt und dem Alltag eines Studenten. Wobei Handlungen in Las Vegas allgemein immer gut ankommen. Ein Geheimrezept?

Regisseur Robert Luketic hat sich ja mit Filmen wie "Natürlich Blond" und "Das Schwiegermonster" eigentlich immer auf der Comedy-Schiene bewegt. Dennoch zeigt er mit seinem Casino-Heist-Film auch, dass er auch anders kann. Die Story wird gut aufgebaut und die Charaktere sind grundsympathisch, auch wenn die Story nicht ganz bis zum Ende durchhalten kann und im letzten Drittel etwas nachlässt. In "21" ist vor allem der Cast einer der Gründe, wieso der Streifen so überzeugen kann. Allen voran natürlich Kevin Spacey, der hier als Mathematikprofessor und Kopf einer Diebesbande eine gute Figur macht. Das Gauner-Sein hat er ja immer noch drauf, wie er schon in "Die üblichen Verdächtigen" beweisen konnte. Sein Gegenspieler ist dabei Laurence Fishburne, der sich in der Rolle des alternden, abgeklärten Sicherheitschefs Cole Williams. Gleich nach seinem ersten Auftritt im Film weiß man schon, dass mit ihm nicht gut Kirschen essen ist und dass er es den Studenten nicht leicht machen wird. Neben den beiden steht Jim Sturgess (Across the Universe, The Way Back, Cloud Atlas) als vermutlich klügster Kopf in der Bande. Er schlägt sich ganz gut neben Spacey und Fishburne, steht allerdings doch ein wenig in ihrem Schatten.
Fazit.
"21" ist wirklich ein überdurchschnittlicher Heist-Film geworden, der sich hinter Genre-Kollegen auf keinen Fall verstecken muss. Die Besetzung ist wirklich gut und sympathisch und die Story kann nicht bis zum Schluss fesseln, entfaltet aber schon früh ihr Potential und weiß zu interessieren. Genre-Fans sollten auf jeden Fall mal reinschauen.





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/21_%28Film%29
Bilder:  http://www.superiorpics.com/aaron_yoo/movie-picture/2008_21_034_big.html
             http://outnow.ch/Movies/2008/21/Bilder/movie.fs/06

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