29.11.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #12




Liebes Tagebuch,

ich bin heute an der Schmiede vorbeigekommen und der kleine Schmied hat mich bei Seite genommen. Er hat mich verständlich gemacht, dass ich nicht immer in der selben Rüstung herumlaufen kann. Es ist zwar schön und gut, wenn man sich in einer bestimmten Rüstung wohl fühlt, allerdings muss ein erfolgreicher Jäger auf jeden Kampf mit der richtigen Ausrüstung reagieren. Momentan trage ich noch die gute, alte Jaggi-Rüstung. Sie hat mir bisher auch gute Dienste geleistet und ich habe keinerlei Nachteile entdecken können. Aber der Schmied hat natürlich Recht. Ich sollte mir mal eine neue Rüstung zulegen.

Durch ein kleines Beratungsgespräch hat mir der Schmied dann die Azuros-Rüstung empfohlen. Theoretisch hätte ich auch noch genug Materialien gehabt, aber ich habe mich lieber auf den Bau von Waffen beschränkt. Daher habe ich zwar ein attraktives Azuros-Nagi (Langschwert), ein Bärenhorn (Jagdhorn) und die Blauer Bär Axt (Morphaxt), aber muss nun wieder auf Jagd gehen um die nötigen Teile zu bekommen. Mir fehlen noch Pelze, Klauen und Stacheln. Die anderen Materialien habe ich noch auf Lager. Da traf es sich ganz gut, dass ein Auftrag mit dem Titel "Bärenbrüder" hereingeflattert kam. Anscheinend erschweren zwei Azuros-Brüder die Honigernte auf der Ödnis-Insel. Dort wachsen einzigartige Blumen, durch die die Bienen und auch die Farmer einen guten Honig herstellen können. Klar, dass die beiden Bären hinter dem süßen Zeug her sind. Geschwind wie der Wind machte ich mich auf zu der Insel, bewaffnet mit einem Wroggi-Langschwert mit eingebautem Gift-Effekt. Nach einer intensiven Suche konnte ich die Brüder in einer Höhle stellen. Wichtig war es, die beiden erst einmal zu trennen. Durch eine gezielt geworfene Dungbombe konnte ich einen in ein anderes Gebiet jagen. Somit waren diese gleichen Brüder auch kein Problem mehr.

Monster Hunter Tagebuch - Bärenbrüder


Die Arbeit nimmt aber kein Ende, liebes Tagebuch. Als ob der Kampf gegen gleich zwei Azuros nicht schon genug gewesen wäre, kam gleich noch eine Folge-Quest rein. Anscheinend handelte es sich wieder um einen König Ludroth. Dieses Mal aber nicht im Flutwald, sondern auf der Ödnis-Insel. Er hat die Künste in Beschlag genommen und verteidigt sein neues Zuhause gegen die ansässigen Fischer. 

Das sind die Tage an denen ich der Jagd nicht unbedingt zugetan bin. Wir Menschen nehmen uns unseren Lebensraum. Wobei wir aber schon in unseren Dörfern und Städten ziemlich eingezäunt sind. Der größte Teil der kontinentalen Landmasse ist immer noch wildes Gebiet. Man konnte die Gebiete zwar in Zonen einteilen, aber in vielen ist eine Besiedelung dennoch nicht möglich. Man müsste in ständiger Angst vor den verschiedenen Monstern und Wyvern leben, die dort ihren Lebensraum und ihre Jagdgebiete haben. Deswegen wollen Dörfer auch immer ihre eigenen, festen Jäger haben. Eine Art Stadtwache also. Eine friedliche Koexistenz wäre natürlich das Optimalste, aber das ist leider nicht immer möglich. Die Menschen passen sich an die Gegebenheiten der Umwelt an, und so müssen es auch die Lebewesen tun. Nun, ich muss den König Ludroth leider beiseitigen. Auch wir müssen unseren Lebensraum verteidigen. Und gilt nicht auch das Gesetz des Stärkeren? Auch für philosophische Fragen muss Zeit sein. Ein Jäger ist nicht nur ein abgebrühter, abgestumpfter Hau-Drauf-Typ. Jedefalls sollte er das nicht sein...

Monster Hunter Tagebuch - König des nördlichen Strandes


Fortsetzung folgt...

27.11.13

In Nuce #17 - Helden haben es nicht leicht


'In Nuce' am Mittwoch unter dem Motto:
"Ein Held ist nicht mutiger als ein gewöhnlicher Sterblicher - aber er ist es fünf Minuten länger."
                                                                                                                    - Ralph Waldo Emerson
Das Leben als Held ist nicht leicht. Das wissen wir alle aus Filmen, Serien, Büchern, Comics und Spielen. Noch schwieriger ist es, wenn man ein Held sein will, aber einem die Leuten immer wieder Steine in den Weg legen. Außerdem muss man schon ziemlich findig und einfallsreich sein, um sich gegen Gauner und Schurken zu behauptet, auch wenn man nur die Kräfte eines Normalsterblichen hat. Aber wünscht sich nicht jeder irgendwann mal ein richtiger Held zu sein?

Eben mit diesem Gedanken beschäftigt sich der neuste Anime aus dem Studio "Manglobe". Samurai Flamenco! Ein kurioser Name, kombiniert aus japanischen Kriegsadel und andalusischem Tanz und eben so kurios ist auch die Story. "Samurai Flamenco" ist außerdem die neuste Regiearbeit von Takahiro Omori, der schon bei Haibane Renmei, Power Stone und Durarara!! Regie führte und sich nun auf annährend neues Terrain begibt. Die Serie ist auch noch nicht komplett, denn sie wird momentan noch wöchentlich auf Fuji TV ausgestrahlt. 
Masayoshi Hazama ist ein bekanntes Model für Männer- und Jugendmode und führt ein luxuriöses Leben mit Fotoshootings, Managerin und reichlich Geld. Außerdem ist er noch ein großer Fan von Superheldenserien und Actionfiguren. Imposante Kostüme, spannende Kämpfe, gemeine Superschurken und heroisches Heldentum - das ist seine kleine, geheime Welt. Auf der anderen Seite steht Hidenori Goto. Er ist Mitte zwanzig und ist Polizeibeamter in einer kleinen Polizeistation in dem Distrikt wo auch Hazama wohnt. Ihr Wege kreuzen sich, als Hazama als Superheld verkleidet versucht in den Straßen von Tokio für Recht und Ordnung zu sorgen. Die beiden lernen sich kennen, als Goto aus Versehen Hazamas Kostüm in Brand steckt und ihm seine Klamotten leiht. Die beiden lernen sich kennen und das junge Model erzählt dem Polizist von seinem heimlichen Traum ein echter Held zu sein. Er hat sich auch schon eine Identität ausgedacht. Samurai Flamenco! Goto ist nicht sehr davon überzeugt, denn Selbstjustiz ist nicht gerne gesehen. Verkleidet mit rotem Anzug und Sturzhelm macht sich Hazama einen Namen in der Stadt und zieht damit nicht nur Applaus, sondern auch Spott, Gewalt und Trittbrettfahrer nach sich. 

Der Anime lässt sich am besten in die Genres Komödie, Alltagsleben (Slice of Life) und Action einordnen. Es ist nicht unbedingt die originellste Story um jemanden, der versucht ein Superheld zu werden, aber die Episoden sind humorvoll und spannend geschrieben und es gab bisher noch keinen Leerlauf. Die auftretenden Charaktere tragen auch viel zum Erfolg des Anime bei, denn sie sich durchweg sympathisch und ihre Interessen und Einstellungen immer nachvollziehbar und realistisch. Besonders hervorstechen da noch die ersten Episoden, wo man Hazama begleitet wie er unbeholfen versucht Recht und Ordnung zu verbreiten und dabei mehr als einmal versagt. Erst später kommt es wirklich zu "heldenhaften" Taten und er schafft es Fans zu gewinnen und sogar die regionalen Medien auf sich aufmerksam zu machen. Denn alle wollen wissen: Wer ist Tokios neuer Rächer?
Ich kann den Anime wirklich nur wärmstens empfehlen. Ich hatte schon lange keinen Anime mehr, der mich so begeistern konnte, dass ich auf jede neue Folge brennend warte. Die Charaktere sind toll, die Story interessant und sie entwickelt sich wunderbar. Der Stil ist auch sehr gut gehalten, nämlich Manglobe-typisch. Das alleine ist schon ein Aushängeschild. Wer Interesse hat, "Samurai Flamenco" erscheint bei Peppermint Anime wöchentlich und wer googled kann die Episoden auch mit englischen Subs finden. Bis zu diesem Zeitpunkt sind 7 Episoden erschienen. Schaut rein!





Bis dahin - Tschödeldö



25.11.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #11




Liebes Tagebuch,

mir ist eine große Ehre zuteil geworden. Ich wurde zum offiziellen Jäger des Dorfes ernannt. Anscheinend waren meine Jagderfolge sehr beeindruckend. Damit bin ich nun ein vollwertiges Mitglied des Dorfes und ich denke ich werde meinen Wohnsitz auch hierher verlegen. Eigentlich komme ich aus einer ländlichen Gegend, ein kleines Dorf mit ca. fünfzig Einwohnern. Ich vor kurzem wieder dorthin gereist um die Umstände zu klären. Der Dorfvorsteher hatte vollkommen Verständnis für meine Entscheidung. Es gibt halt Jäger die sässig sind und welche die durch die Weltgeschichte reisen. Und wer sagt, dass ich für ewig im Yukumo-Dorf bleiben werde? Man kann nie wissen, wohin einen das Schicksal verschlägt.

Ich glaube ich werde mir demnächst mal einen kleinen Urlaub gönnen. Ich weiß, Jäger sein ist ein Full Time Job und das kann man sich keinen Urlaub erlauben. Aber man muss auch den Ausgleich schaffen und ein wenig Abstand von der Jagd bekommen. Wann ich mir allerdings die Zeit nehmen kann, kann ich noch nicht sagen. Es kommen ja täglich neue Aufträge rein. Einer meiner letzten führte mich wieder in die Wüste, wo es einen Qurupeco zu fangen galt. Nicht töten. Fangen. Diese Vogel-Wyvern leben wirklich in allen Regionen des Landes, nun ja, bis auf die Tundra vermutlich. Aber würde mich auch nicht wundern, wenn dort auch irgendwo Qurupecos leben würden. Jedenfalls ging ich mit einer Gewehrlanze in den Kampf, die ich mir aus den Teilen eines Lagombi fertigen konnte. Der Qurupeco hasst Kälte. Deswegen auch der Gedanke mit der Tundra. Aber Lebewesen passen sich an und wer sagt, dass sich die Vögel nicht auch an das eisige Klima der Tundra gewöhnen konnten? Der Kampf war keine große Herausforderung und der bunte Vogel saß schon bald schlafend in der Schockfalle. Allerdings konnte er vor dem Fang noch einen Ruf ausstoßen, den ich vorher noch nie gehört habe. Ich ahnte also nichts böses und wurde plötzlich von einem Barroth überrascht, der dem Ruf des Qurupecos gefolgt ist. Zur Sicherheit zog ich mich erst einmal zurück.

Monster Hunter Tagebuch - Der Wüstenvogel



Ich bin zur Sicherheit also erst einmal wieder ins Dorf zurückgekehrt. Um den gefangenen Qurupeco können sich dann die Felyne kümmern. Sie sind am besten für den Job geeignet. Die kleinen Katzen haben damit eine eigene Wirtschaft aufgezogen, wozu halt auch das Abtransportieren von Monstern gehört. Auch wenn man sie nicht sieht, sie sind immer da und beobachten einen bei der Jagd. Sie sind auch sofort zur Stelle und ziehen den Jäger aus dem Kampfgeschehen, wenn er mal K.O. gehen sollte.

Wie zu erwarten war, führte mich der nächste Auftrag in die Wüste um den Barroth zu erledigen. Ich habe vorher noch nie gegen einen gekämpft und wusste nur bedingt über seine Angriffe und Angriffsmuster Bescheid. Ich weiß allerdings, dass er sich am liebsten im lockeren Schlamm eingräbt und damit seinen Körper einhüllt. Diesen benutzt er dann auch als Waffe um Gegner in Schlamm zu hüllen. Ich musste auch nicht, wie gefährliche die Viecher sein können, obwohl sie eigentlich nur Insekten fressen. Erstaunlicher Weise war der Barroth extrem aggressiv und kann sich für seine behäbige Gestalt ziemlich schnell bewegen. Vor allem seine Rammattacke ist nicht zu unterschätzen. Mit meiner Morphaxt war es mir allerdings möglich ihm viel Schlamm vom Körper zu schlagen und konnte ihm sogar seine Schwanzspitze abschlagen. Ein wertvollen Material für Waffen. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, ihm seinen Hornfortsatz am Kopf zu brechen, das wäre für eine Rüstung wirklich ein Gewinn gewesen. Ich werde vermutlich noch öfter auf einen Barroth treffen. Sie sind in der Wüste ja recht weit verbreitet.

Monster Hunter Tagebuch - Das Monster aus dem Schlamm



Fortsetzung folgt...

24.11.13

Film•Peteback: Die fantastische Welt von Oz


Begeben wir uns in eine fantastische Welt!

Die fantastische Welt von Oz


Originaltitel: Oz the Great and Powerful
Deutscher Titel: Die fantastische Welt von Oz
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2013
Länge: ca. 127 Minuten
Regie: Sam Raimi
Drehbuch: Mitchell Kapner, David Lindsay-Abaire
Produktion: Joe Roth
Cast: u.a. James Franco, Mila Kunis, Michelle Williams, Rachel Weisz, Zach Brach, Bill Cobbs, Tony Cox

Trailer: Die fantastische Welt von Oz

Kurz gesagt: "Die fantastische Welt von Oz" ist ein US-amerikanischer 3D-Fantasy-Film aus dem Jahr 2013, von Regisseur Sam Raimi. Der Film bezeichnet sich als ein inoffizelles Prequel zu der Originalgeschichte "Der Zauberer von Oz" von Lyman Frank Baum sowie zu den Filmen "Der Zauberer von Oz" von Vicotor Fleming und "Oz - eine fantastische Welt" von Walter Munch. Raimis Film erzählt die Geschichte, wie der Zauberer von Oz in das namensgleiche Land kommt.




Der reisende Zauberkünstler Oscar "Oz" Diggs (James Franco) macht mit seinem Wanderzirkus, Anfang 1900, in seiner Heimat Kansas halt und gibt dort seine üblichen Zaubervorstellungen. Er ist weniger ein Zauber, sondern mehr ein Illusionist. Er weiß, wie er das Publikum durch sein Auftreten für sich gewinnen kann und vollführt dann eine Illusions-Show bei der er oft auf Schwindelein zurückgreift. Außerdem ist Oz ein leidenschaftlicher Frauenheld. Während eines Gesprächs mit seiner Jugendliebe Annie (Michelle Williams) wird ihm genau das zum Verhängnis. Der Gewichtheber des Zirkus hat nämlich Wind davon bekommen, dass Oz seiner Frau schöne Augen gemacht hat und will ihm nun zeigen, was er davon hält. Auf der Flucht vor dem angesäuerten Schläger flieht Oz ein einen Heißluftballon und kann gerade noch die Leine kappen, bevor der Gewichtheber daran hochklettern kann. Sein Assisten Frank (Zach Braff) kann ihm gerade noch seine Tasche zuwerfen. Der aufziehende Wirbelsturm trägt den Ballon hinfort und wird schwer beschädigt und droht beinahe im Tornado zerrissen zu werden. Als der Sturm sich beruhigt hat, findet sich Oz in einem seltsamen Land wieder, welches er nicht so recht einzordnen weiß. Er stürzt mit dem schwer beschädigten Ballon in einem Sumpf ab. Dies wird von Theodora "der Guten" (Mila Kunis) beobachtet, wie sie sich später vorstellt. Anscheinend ist Oz im magischen Land von Oz gelandet und ist, aufgrund seines Namens, der Erfülller eine Prophezeiung.




Ich war damals etwas entmutigt, als ich erfuhr, dass sich Sam Raimi nicht mehr an einen vierten Spider-Man-Film wagen wird. Die Gründe dafür seien hier mal nicht genannt und eine Meinung zu dem Reboot der Filme hab ich ja auch schon abgegeben. So ist es umso erstaunlicher, dass sich Raimi von dem Superheldenepos abwendet um sich einem Märchenfilm zu widmen. Ich war gespannt. Ich hab es leider nicht geschafft mir den Film im Kino anzuschauen, hatte aber nun genug Zeit für die BluRay-Fassung.
Wenn man an amerikanische Märchen denkt, dann kommt einem sofort "Der Zauberer von Oz" in den Sinn. Die Märchenbücher um das geheimnisvolle, magische Land von Oz waren und sind immer noch sehr beliebt. Genau beliebt, wie der erste Film von Victor Flemming, mit Judy Garland als Dorothy in der Hauptrolle. Mit Löwe, Zinnmann und Vogelscheuche tanzte und sang sie sich über den gelben Ziegelsteinweg hin zur Smaragdstadt. Und wer hat da nicht den Evergreen "Over the Rainbow" im Ohr? Ich habe den Film erst vor ein paar Jahren gesehen und er macht immer noch eine gute Figur. Wer sich die oben genannten Figuren auch in Sam Raimis Vorgeschichte vorstellt, der wird hier leider enttäuscht werden, denn sie haben keinen Auftritt. Auch wird auch nicht viel getanzt und gesungen (ein Glück). Naja, eine kurze musikalische Einlage gibt es doch. Die Drehbuchautoren Mitchell Kapner und David Lindsay-Abaire haben sich beim Schreiben weit genug vom 1939er Originalfilm entfernt, dass Vergleiche ins Leere laufen und der Film ganz für sich genommen werden kann. Das liegt auch daran, dass man über die Herkunft des Zauberers von Oz so gut wie nichts weiß, sodass Kapner und Abaire sich einige Freiheiten nehmen konnte.

Dazu muss man auch einen gewissen Kniff erwähnen. Der Film beginnt nämlich in einem kleinen Format, mit schwarz-weiß Bild und Mono-Ton. Eine kleine Parallele zum Nachfolgerfilm? Vielleicht. Aber stilistisch ein netter Schachzug. Erst nach ca. 20 Minuten, wenn Oz im selbigen Land angekommen ist, schaltet der Film in ein 16:9 Format, Farbe schleicht sich ein und der Ton schalt einem auch in wundervoller Stereoqualität entgegen. In Oz ist halt alles anders.
Der Märchenstoff kommt an allen Ecken und Enden hervor. Das fängt schon beim Hauptcharakter an. Oscar Diggs ist zwar in gewisser Weise auch ein Gentleman, ist aber auch ein sehr windiger Zeitgenosse. Er ist ein Möchtegernzauberer, der zwar mit Charme glänzen kann, aber im Grunde doch immer ein hinterlistiger Schausteller bleibt. Dabei bleibt die übliche Reinigung und Läuterung auf seiner Reise nicht aus. Bekannt und auch hier ganz gut eingesetzt. Man merkt aber auch schon von Anfang an, dass Oz kein negativer Charakter ist und ist auch ein passabler Sympathieträger. James Franco macht hier seinen Job auch wirklich nicht übel, wirkt stellenweise etwas unbeholfen, liefert im Großen und Ganzen aber ein gutes Schauspiel ab. Die Rolle passt auch zu ihm. Etwas farbenfroher, im wahrsten Sinne des Wortes, sind die Rolle der drei auftretenden Hexen. Michelle Williams als Gelinda, die gute Hexe ist bezaubernd und vertrauenserweckend. Rachel Weisz als die böse Hexe Evanora ist verführerisch-unscheinbar und weiß ihre Absichten zu verschleiern. Mila Kunis hat wohl die eindrucksvollste Rolle als Theodora, erst im roten Gewand und netten Auftreten, entwickelt sich aber mit der Zeit zu etwas viel Düsteren.

Raimi legte bei "Die fantastische Welt von Oz" viel Wert auf die Optik und die Präsentation. Das kann man auch verstehen, den Oz ist ein zauberhaftes Land in dem es viel zu sehen gibt. Der Film ist ein wahres Fest für die Sinne. Ob Wasserfälle, Wälder, Pflanzen oder kleine Städte und vor allem die Smaragdstadt an sich. Alles sieht wirklich wunderbar aus. Natürlich ist auch vieles computergeneriert und nachbearbeitet. Dennoch wurden auch viele Kulissen angefertigt und dann erst nachbearbeitet. Dazu zählen zum einen der Thronsaal in der Smaragdstadt oder das Porzellandorf. Handarbeit ist wirklich selten geworden in Hollywood. Allerdings hätte man etwas weniger nachbearbeiten können. In der Welt von Oz leben natürlich auch viele verschiedene Wesen, die auch alle meisterhaft in Szene gesetzt wurden. Angefangen bei Finley dem fliegenden Affen und Begleiter von Oscar, bis hin zum Porzellanmädchen. Jenes wurde von einem Puppenspieler bewegt und alle Bewegungen sowie das Aussehen wurde später nachbearbeitet. So sehen ihre Bewegungen immer authentisch aus. Natürlich haben auch alle Figuren auch irgendwie Parallelen zu der normalen Welt. Wer genau hinschaut, kann sie erkennen.
Fazit.
"Die fantastische Welt von Oz" ist wirklich ein sehr unterhaltsamer Film geworden, der durch fantasievolle Charaktere und eine tolle Optik glänzen kann. James Franco ist hier in einer seiner besseren Rollen zu sehen und agiert wirklich wunderbar mit den verschiedenen auftretenden Figuren. Die Handlung ist stets interessant und der Film kann über die fast zwei Stunden wirklich einen guten Spannungsbogen aufbauen. Alles in allem ein würdiges Prequel zu "Der Zauberer von Oz".





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_fantastische_Welt_von_Oz
Bilder:  http://www.dunkel-volk.de/index.php?page=Thread&threadID=8574
             http://www.moviegod.de/x/viewer/image_viewer.php?s=8&k=1844&i=47374
             http://www.tvmovie.de/die-fantastische-welt-von-oz-3866139.html
             http://www.blogbusters.ch/reviews/die-fantastische-welt-von-oz/

22.11.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #10




Liebes Tagebuch,

ich stecke wirklich bis zum Hals in Arbeit. Seitdem ich mit dem Training fertig bin und endlich Aufträge im Alleingang und auf eigene Faust erledigen kann, komme ich kaum noch zur Ruhe. Es ist so viel passiert in letzter Zeit, dass ich kaum noch dazu komme alles aufzuschreiben. Ich war an einer Bullfango-Treibjagd dabei, für ein großes Fest. Die Tierchen sind nicht nur sehr angriffslustig, sondern auch noch ausgenommen lecker.

So einfach die kleineren Aufträge sind, wie Bullfangos oder Jaggis jagen, so anspruchsvoller sind doch die größeren Aufträge. Einer meiner letzten führte mich wieder einmal in das tropische Gebiet des Flutwaldes. Der Auftraggeber, einer Fisch gab an, dass ein gewaltiger Ludroth aufgetaucht sein soll, der die Flutläufe durch die Wälder zu seinem Territorium gemacht hat. Er soll auch schon ein paar Boote mit Waren versenkt haben. Im Monster-Almanach habe ich dann nachgeschlagen, dass es sich wohl um einen König Ludroth handeln musste. Eine größere, gefährlichere Art der normalen kleinen Wasserdrachen. Das war genau der perfekte Auftrag um eine neue Waffe aus meiner Waffenkammer zu testen. Eine Kettenklinge mit Sägeblatt und einem kleinen Motor, der die Klingenblätter unter Strom setzt. Perfekt für einen Gegner, der sich gerne im Wasser herumtreibt.

Ich konnte das Vieh schnell stellen, umringt von seinen kleinen Untertanen hielt er sich in einem Gebiet mit Wasserfällen und großen Seerosen auf. Er ging auch gleich zum Angriff über und zeigte mir, dass er nicht nur besonders massig ist, sondern auch ziemlich schnell. Es ist immer gefährlicher, wenn man den Gegner in seinem natürlichen Habitat stellt. Er hat den Heimvorteil. Mehrmals bekam ich seine Roll-Attacke zu spüren und auch seine Wasserbälle sind eine eindrucksvolle Attacke. Doch ein echter Gegner lässt sich nicht unterkriegen! Mein Felynen-Kumpel Yoshi war mir eine sehr große Hilfe, da er den König Ludroth die meiste Zeit ablenkte, damit ich seine Schwanzspitze attackieren konnte. Diese ist nämlich ein seltenes Material für Waffen. Yoshi ist eigentlich noch härter im Nehmen als ich es je sein könnte, so oft wie er wieder aufgestanden ist. So konnten wir den König auch schon bald in seiner Schlafhöhle erledigen und die Flüsse sind wieder sicher.

Monster Hunter Tagebuch - König Ludroth




Genau so wenig ein Zuckerschlecken war der Auftrag, der sich mit dem Titel "Hasenjagd" schmückte. Im Grunde hört sich das nach einer leichten Aufgabe an. Hasen jagen. Genau so gut könnte man mich Kartoffeln oder Obst ernten lassen. Warum man dafür aber einen Klingenmeister und keinen Schützen engagiert, hat mich dann doch stutzig gemacht. Ich sollte Recht behalten. Denn es war kein Rudel Hasen, die die Felder im Tal an den Rändern der Tundra durchwühlte und das Gemüse fraß. Es war ein ausgewachsener Lagombi. Das Monsterkarnickel! Nicht unbedingt ein aggressives Monster, aber dennoch sehr ungehalten, wenn man in sein Territorium eindringt. Ein massiger Körper und Hasenohren, dazu noch durch und durch ein Vegetarier. Vor Bissen musste ich mich nicht fürchten, aber vor seinem grandiosen Winterspeck und den massiven Pranken mit denen er auch den härtesten Boden nach Nahrung umgraben kann. Und er kann sich mit seinem Bauchpanzer wirklich sehr schnell über den Boden bewegen.

Mehr als einmal hat er mich durch die Gegend geschleudert. Zum Glück hatte ich genug Heißgetränke dabei, damit mir die Kälte nicht so viel anhaben kann. Yoshi hingegen hat sein flauschigen Felynenfell. Der Kampf viel aber schnell zu unseren Gunsten aus, da ich mir aus Materialien vom Qurupeco eine Gewehrlanze mit einem Feuer-Element machen konnte. Sie sieht bunt und niedlich aus, aber man sollte ihre Feuerkraft nicht unterschätzen. Schon gar nicht, wenn man noch gut mit einer Gewehrlanze umgehen kann. So machten wir dem Riesenkarnickel auch schnell richtig Feuer unterm Hintern und konnten die Quest abschließen. Zu Hause gab es dann erst einmal eine warme Mahlzeit und ein heißes Bad. So schnell will ich nicht wieder in die Tundra. :(

Monster Hunter Tagebuch - Hasenjagd



Fortsetzung folgt...

17.11.13

Film•Peteback: Ender's Game


Diese gibt es etwas aus dem aktuellen Kinoprogramm. SiFi ist angesagt!

Ender's Game


Originaltitel: Ender's Game
Deutscher Titel: Ender's Game - Das große Spiel
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2013
Länge: ca. 114
Regie: Gavin Hood
Drehbuch: Gavin Hood
Produktion: u.a. Roberto Orci, Alex Kurtzman, Orson Scott Card
Cast: u.a. Asa Butterfield, Harrison Ford, Ben Kingsley, Abigail Breslin, Hailee Steinfeld, Moises Arias, Nonso Anozie, Viola Davis

Trailer: Ender's Game

Kurz gesagt: "Ender's Game" ist ein US-amerikanischer SiFi-Film aus dem Jahr 2013, von Regisseur Gavin Hood. Der Film basiert auf dem gleichnamigen SiFi-Roman von Orson Scott Card, welcher auch an der Produktion beteiligt war, nicht aber an Drehbuch mitschrieb. Der Film spielt in einer fernen Zukunft und die Menschheit steht in einem Konflikt mit einer außerirdischen, insektoiden Rasse, die schon zwei Invasionen auf den Planeten gestartet haben.




In einer fernen Zukunft führt die Menschheit mit vereinten Kräften einen Krieg gegen eine insektoide Alienrasse, genannt Formics oder Krabbler, die schon zwei mal versucht hat den Planeten zu invadieren. Beide Male konnte die Invasion nur knapp verhindert werden, was nicht nur Millionen von Tote unter den Soldaten nach sich zog. 70 Jahre nach den Invasionen wird der junge Andrew "Ender" Wiggin (Asa Butterfield) auf eine Militärschule geschickt, um dort das strategische Kriegshandwerk zu lernen. Tests haben ergeben, dass er durchaus dafür geeignet ist, da er auch die richtigen mentalen Werte dafür besitzt. Sein älterer Bruder Peter wurde ebenso getestet und als zu brutal bewertet, seine jüngere Schwester Valentine (Abigail Breslin) hingegen als zu sanftmütig. Ender ist das genaue Mittelstück. Die irdischen Streitkräfte der Interstellaren Flotte (IF) planen einen Gegenschlag gegen die Aliens, um weitere Angriffe zu unterbinden. In dem Ausbildungsverfahren geht es auch darum, einen Nachfolger für Mazer Rackham (Ben Kingsley) zu finden. Eben dieser hatte durch eine taktische Glanzleistung eine der Invasionen verhindert. In der Ausbildung muss sich Ender in strategischen Denken beweisen, was in einer Art Simulation, dem Battle Room, geschult wird. Auch muss er sich gegen andere Kadetten durchsetzen, mit denen er schon bald aneinander gerät. Alles überwacht von Colonel Hyrum Graff (Harrison Ford). Die Ausbildung wird von Tag zu Tag härter, denn der Kampf gegen die Formics steht schon bald bevor.




Zu "Ender's Game" muss ich sagen, dass ich weder Trailer zu dem Film gesehen habe, noch die Romanvorlage studiert habe. Ist doch mal nicht schlecht, wenn man ganz unvoreingenommen in einen Film gehen kann. Das kann leicht ins Auge gehen und man kann ziemlich enttäuscht von dem Film sein. Bei diesem schwanke ich ein wenig zwischen zwei Extremen.

In der Nachbearbeitung habe ich mir dann den Plot vom Film noch einmal zu Gemüte geführt und dann im Vergleich noch den Plot der Romane bzw. des ersten Romans. Und ich muss wirklich zugeben, dass zwischen den beiden Handlungen gewisse Welten liegen. Man kann zwar den roten Faden in Film und Roman erkennen, aber das Drumherum wurde im Film schon stark reduziert. In vorläufigen Drehbüchern, die der Romanautor selber verfasst hat, ist das auch der Fall. Er hat seinen eigenen Roman beschnitten, weil er Vieles für uninteressant hielt. Ein Autor der mal nicht hinter seinen eigenen Werken steht. Interessant...
Ich werde nun nicht die Unterschiede herausfiltern, dass kann sich jeder selber zusammenlesen und bewerten. Die Einleitung von "Ender's Game" bildet ein Resumé von Ender selber, in der er die Invasion der Formics schildert und dem Zuschauer die wichtigsten Informationen vermittelt. Im Grunde ein solider Einstieg, den man aber doch etwas besser hätte ausarbeiten können. Der Film legt ein Augenmerk auf die Handlung, ein Augenmerk auf den Protagonisten und ein Augenmerk auf die Präsentation. Da frag ich mich, wieso man die Vorgeschichte so heruntergebrochen hat, wo sie doch einiges an dramaturgischen und optischen Potential bietet. Schon früh fängt man an die Gefühlswelt von Ender Wiggin kennenzulernen. Im Grunde ist er eine interessante Figur, die viel Identifikationspotential hat. Er ist auf der einen Seite ein mitfühlender Junge, der ein gutes Verständnis von Moral und Ethik hat. Auf der anderen Seite ist er ein kleiner Soziopath, der in gewissen Situationen sehr abgeklärt und kaltblütig agiert. Außerdem hat er ein Problem damit sich unterzuordnen.

Gavin Hood spart hier nicht mit der Moralkeule. Sei es der Kampf zwischen Menschen und den Aliens oder der Punkt, dass man gerade Kinder zu Soldaten ausbildet. Es wird lange nicht geschildert, was genau die Absichten der Formics sind, wieso sie die Erde invadieren wollten, denn eine Kontaktaufnahme hat auch nie wirklich stattgefunden. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Der Stärkere wird überleben, frei nach Charles Darwin. Lange ist nicht klar, wer nun der Unterlegende ist und wer mehr Aggressionspotential hat. Das gerade Kinder ausgewählt werden, die irdischen Flotten zu befehligen liegt an der Auffassungsgabe. Ender ist der beste Beweis dafür. Er hat die Fähigkeit unglaublich schnell Inforationen und Daten zu verarbeiten und für sich zu nutzen, was ihn zu einem guten Strategen machen kann, wenn er lernt es gezielt einzusetzen.

Wie der Kampf zwischen Mensch und Alien, gibt es auch einen Kampf unter den Kadetten, der auch nach dem "Der Schwächste fliegt"-Prinzip abläuft. Von den vielen Stereotypen unter den Kindern und Jugendlichen sehen wir mal ab. Möglichst schnell aufsteigen, keine Schwächen zeigen und sich einen Namen machen. Das hat auch Ender verstanden und hintergeht die höher gestellten Kadetten trickreich und schart einen Kern von Mitschülern um sich.. Auch weiß er es seine Handlungen zu durchdenken und auszuschmücken, sodass sie für ihn ein Vorteil entsteht. Auf der einen Seite fällt es dabei sehr schwer für Ender Sympathie und Empathie zu empfinden. Er ist im Grunde ein ziemlicher Kotzbrocken, undurchsichtig und alles andere als sympathisch. Auch wenn er von Asa Butterfield gut gespielt wird. Haben wir hier eher einen Anti-Held vor uns? Vielleicht.
Der Großteil des Film spielt sich in der Ausbildungsanstalt ab, wo die Schüler in einem "Battle Room" in Teams gegeneinander antreten. Dort wird taktischen Geschick und Teamfähigkeit trainiert. Eine Mischung aus Football und Quidditsch, in einem dreidimensionalen Raum wo die Kadetten frei schweben. Mit einer Art Betäubungspistole können Körperteile "eingefroren" und Spieler ausgeschaltet werden. Die Matches zwischen den Kadetten sind die ersten Mal schon irgendwie interessant, verlieren aber schnell ihren Reiz. Dem Zuschauer wird zwar eindringlich erklärt, wieso dieses Spiel wichtig ist, dennoch wird es aber zu weit ausgereizt und gerät in die Ecke der Belanglosigkeit. Erst gegen Ende des Films passiert das, was der Zuschauer sehen will. Die aktiven oder in diesem Fall passiven Weltraumschlachten. Die Simulationen an denen die Kadetten trainieren, sind wirklich gut in Szene gesetzt und sehen auch sehr gut aus. Hier kann Ender sein Potential entfalten und die Schlachten laufen zügig, hektisch und stressig ab. Im Vergleich zu der vorherigen Handlung geht es gegen Ende Schlag auf Schlag, was alles Vorherige wie pubertäres Geplänkel erscheinen lässt. Es fehlt an Balance in Bezug auf die Spannung.

Das Schauspiel ist durch die recht Bank solide. Gerade der Hauptcharakter, gespielt von Asa Butterfield, wird dem Zuschauer gut vorgestellt und seine Vielschichtigkeit kommt gut heraus. Heraus sticht auch das Spiel von Hailee Steinfeld, die hier ihren nächsten Hollywood-Auftritt nach "True Grit" hat. Umso belangloser Fallen dabei die Rollen der beiden Größeren, Ben Kingsley und Harrison Ford aus. Ben Kingsley gibt den Kriegsveteranen mit einem soliden Spiel, wirkt aber jederzeit austauschbar und irgendwie überzeichnet. Harrison Ford in der Rolle eines mürrischen, abgeklärten Colonel ist die Person hinter Ender. Er überwacht alles was der Junge tut und denkt und kommentiert es für den Zuschauer. Auch ist er es, der Ender Steine in den Weg legt um sein Potential zu fördern. Seine Rolle in der Handlung wird aber kaum in Frage gestellt. Mal davon abgesehen, wirkt er wie in allen seiner letzten Filme wie ein grimmiger Gorilla, was seine deutsche Synchronstimme noch einmal unterstreicht. Sehr schade.
Fazit.
"Ender's Game" ist ein Film, bei dem ich mir nicht ganz sicher bin, ob sich das Kinogeld gelohnt hat. Im Grunde hätte etwas mehr Nähe zur Romanhandlung dem Film sehr gut getan, weil der Film sich doch schon mit reichlich Belangloskeiten beschäftigt, bis er wieder ein Hoch erreicht. Das Schauspiel ist aber solide und die Visualisierung stimmt auf jeden Fall. Gerade in 3D kommt der Film sehr gut. Ein Film der wert auf Optik und weniger auf Story legt, ist gut zu ertragen. Wenn aber versucht wird beides auf einem hohen Niveau zu betreiben, dann enttäuscht Gavin Hoods Film leider. Auch mit der Gesellschaftskritik und den moralischen/ethischen Fragen geht Hood nicht gut um, sodass sie schon bald in den Hintergrund rücken. Ich würde daher auf eine DVD/BluRay-Veröffentlichung warten und dann mal einen Blick darauf werfen. Es ist vielleicht ein großes Spiel geworden, aber kein großer Wurf.





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Ender%E2%80%99s_Game_%28Film%29
             http://de.wikipedia.org/wiki/Das_gro%C3%9Fe_Spiel_%28Buch%29
Bilder:  http://www.businessinsider.com/the-first-enders-game-trailer-is-here-2013-5
             http://collider.com/enders-game-set-visit-harrison-ford/
             http://www.eggplante.com/2013/11/08/enders-game-review/
             http://www.itsartmag.com/features/enders-game-extended-tv-spot/#.UobeHT9c-So

13.11.13

In Nuce #16 ~ Ein Urlaub am See


In letzter Zeit schreibe ich fast nur noch über Spiele. Schlimm...


Urlaub hat jeder gerne. Noch besser, wenn man an einen schönen See fahren kann, mit Holzhütten, Sauna, Strand und Bootssteg und alles in schönster Natur. Einfach die Seele baumeln lassen, für sich selbst sorgen und den harten Alltag vergessen, indem man abends ein Bierchen auf dem Bootssteg zischt.

Genau das hatte der kleine, rothaarige Mann mit dem Flanellhemd in "Lakeview Cabin" vor. Man befindet sich auf einer kleinen Insel, oder Landzunge, genau kann man es nicht sagen. An einem Weg liegen vier Hütten und an beiden Enden ist ein Bootssteg. Leider ohne Boot. Es gibt ein Wohnhaus, eine Sauna, einen Geräteschuppen und ein attraktiv-nostalgisches Plumpsklo. Doch womit vertreibt man sich am besten die Zeit bis zum Abend? Nun, man kann die Gegend erforschen, mit dem Rasenmäher das Unkraut klein halten, auf Jagd gehen, Mädels auf der anderen Seeseite bespannen, oder Holz hacken.

Kommen wir mal zur Sache. "Lakeview Cabin" ist ein kleines Point'n Click Adventure mit dem gewissen Nervenkitzel. Erstellt wurde es von einem finnischen User namens "Hypnohustler", der zuvor schon ein paar andere kleine Flashgames gemacht hat. Das Ziel des Spiels ist es Achievements zu sammeln und ... zu überleben. Neben der idyllischen Umgebung und den verschiedenen Beschäftigungen ist das Adventure auch noch ein knallharter Schocker. Je länger man spielt, desto mehr Merkwürdigkeiten fallen auf. Hier ein Blubbern im See, dort eine Geistererscheinung und seltsame Geräusche in Gehölz. Und dann erscheint SIE und dann geht es um's nackte Überleben. Die Story hinter dem Spiel ist rein interpretativ, man bekommt nur ein paar Brocken zugeworfen. Das Spiel folgt dem Trial-And-Error-Prinzip. Man muss ein wenig herumprobieren, in welcher Kombination man welche Gegenstände erhält oder benutzen kann. Ich stand zum Beispiel lange vor dem Rätsel, wie man an den Schlüssel über der Tür des Plumpsklos kommt. Eines sei gesagt - beim Holz hacken fliegend die Scheite ganz schön durch die Gegend.

Wer ein bisschen Zeit mitbringt und "Lakeview Cabin" auch einmal ausprobieren möchte, der kann HIER das Spiel auf Newgrounds kostenlos spielen. Viel Spaß!




Bis dahin - Tschödeldö


10.11.13

Film•Peteback: After Earth


Begeben wir uns in eine ferne Zukunft und entdecken die Erde ganz neu.

After Earth


Originaltitel: After Earth
Deutscher Titel: After Earth
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2013
Länge: ca. 100 Minuten
Regie: M. Night Shyamalan
Drehbuch: u.a. Gary Whitta, M. N. Shyamalan, Will Smith
Produktion: u.a. James Lassiter, Jada P. Smith, Caleeb Pinkett
Cast: u.a. Jaden Smith, Will Smith, Sophie Okonedo, Zoe Kravitz

Trailer: After Earth

Kurz gesagt: "After Earth" ist ein US-amerikanischer SiFi-Film aus dem Jahr 2013, von Regisseur M. Night Shyamalan. Hauptrollen übernahmen sowohl Will Smith als auch sein Sohn Jaden Smith. Der Film wurde auch maßgeblich von der Smith-Familie finanziert. Der Film wurde außerdem in IMAX-Qualität gedreht, was ein Aushängeschild des Films ist. In einer fernen Zukunft hat die Menschheit die Erde verlassen und hat einen neuen Planeten besiedelt. Dort gerät die Menschheit aber in einen Krieg mit einer außerirdischen Spezies.




Vor tausenden von Jahren hat die Menschheit die Erde aufgrund einer schweren Katastrophe verlassen. Eine neue Heimat bildet der neu entdeckte, erdähnliche Planet "Nova Prime". Allerdings ist auch dort kein Frieden für die Menschen zu finden, denn schon seit einigen Jahren befindet sich die menschliche Rasse in einem Krieg mit einer außerirdischen Spezies. Diese tritt kaum in Erscheinung, sondern hat genetisch konstruierte Wesen erschaffen, die Menschen jagen. Sie werden "Ursas" genannt. Diese Wesen sind blind, können aber menschliche Pheromone auf weite Strecken wittern. Es war der Ranger Cypher Raige (Will Smith) der eine wirksame Taktik gegen die Ursas entwickelt hat. Er schaffte es durch strenge mentale Kontrolle die Angst zu unterbinden und konnte so für die Aliens unsichtbar werden. Diese Technik nennt man "Ghosting". Dadurch entwickelte sich auch eine neue, militärische Einheit. Die Ranger. Die Story setzt dort ein, als Cyphers 13-jähriger Sohn Kitai (Jaden Smith) es wieder einmal nicht schaffte die Ranger-Ausbildung abzuschließen. Vater und Sohn haben ein eher gestörtes Verhältnis zueinander. Trotzdem nimmt Cypher seinen Sohn mit auf eine Trainings-Mission auf einem anderen Planeten. Mit an Bord des Raumschiffes ist auch ein gefangener Ursas, der zu Forschungszwecken verschifft wurde. Das Schiff gerät aber in einen Asteroidenschauer und muss auf einem abgeriegelten Planeten notlanden und bricht dabei auseinander. Alle Crew-Mitglieder bis auf Cypher und Kitai sterben bei dem Absturz. Da sein Vater schwer verletzt ist, muss sich nun Kitai zum Heck des Schiffes aufmachen, um ein Notsignal abzusetzen. Bei dem Planet handelt sich anscheinend um die Erde...



Ich muss vorweg leider zugeben, dass mich die Vielzahl an negativen Kritiken zu "After Earth" davon abgehalten haben, ihn mir im Kino anzusehen. Da der Film nun endlich auf DVD und BluRay erschienen ist, kann man ihn sich ja mal bedenkenlos ausleihen. Normalerweise lasse ich mich von Filmen die schlechte Kritiken bekommen haben ja nicht ins Boxhorn jagen. Allerdings war ich doch skeptisch.

Gerade der Name M. Night Shyamalan lässt bei manchen Filmfreunden und Kritikern schon die Nackenhaare oder Fußnägel nach oben schnellen. Entweder man mag ihn, oder eben nicht. Ich gehöre zur ersten Kategorie. Dabei lege ich keinen Wert auf die ewig gleichen Phrasen, die dem Regisseur hinterhergeworfen werden. Man muss nicht pausenlos bombastische Filme drehen, ein gutes Mittelmaß ist allenfalls ausreichend, wenn der Film einem doch im Gedächtnis bleibt und irgendwie etwas an sich hat, was trotzdem mangelndem Handwerk oder wirrer Story begeistern kann.
Schließen wir erstmal die Dinge aus, die man bei dieser Review komplett vernachlässigen kann. Das sind zum einen die Vorwürfe in Bezug auf scientologische, unterschwellige Botschaften. Man kann ja in jeden Film irgendwelche Botschaften finden bzw. hineininterpretieren. Allerdings bringen auch unterschwellige Botschaften nichts, wenn man sie nicht deuten kann. Von daher geht der Aspekt schon einmal nach hinten los. Zum anderen die Vetternwirtschaft, dass der Vater Will Smith einen Film für seinen Sohn schreibt und auch kräftig finanziert hat. Natürlich will Smith (Wortspiel!) seinen Sohn pushen, damit er es in Hollywood auch weit bringt und Jaden die Rollen bald genau so zufliegen, wie dem Vater. Es lohnt sich also nicht, darüber zu fachsimpeln.

Was steckt also in dem Film? Shyamalan inszeniert hier in erster Linie einen generischen SiFi-Film und besinnt sich dabei auf ausgetretene Fade. Die Erde unbewohnbar, die Menschheit steht am Rande des Abgrunds und stehen dazu noch im Konflikt mit einer Alien-Rasse. Klingt bekannt und gab es hier und dort schon zur Genüge. Dennoch bietet dieser Ausgangspunkt auch Potential. Leider muss man zugeben, dass es hier nicht großartig um die Hintergründe zu den Ereignissen geht. Weder wird genau erläutert, wieso die Erde nun wieder urzeitliche Gestalt angenommen hat, noch, was die Aliens wollen, woher sie kommen und wie sie eigentlich aussehen. Von ihnen bekommt man so gut wie gar nichts mit, außer das sie die Ursas erschaffen haben, die nun Jagd auf die Menschen machen. Der Fakt, dass diese Wesen auf menschliche Angst reagieren, ist dabei schon interessant. Man nimmt eine der am tiefsten verwurzelten Emotionen des Menschen und richtet gerade diese gegen ihn. Fatal! Natürlich ist es einer der Hauptdarsteller, der eine effektive Waffe gegen die Ursas entwickelte und gleichzeitig wird so auch erklärt, wieso er so ist, wie er ist.
Im Vordergrund steht die Beziehung zwischen Kitai und seinem Vater Cypher. Die Namen wurden dabei auch nicht gerade zufällig ausgewählt, wenn man mich fragt. Shyamalan entspinnt hier eine typische Comming-Of-Age-Geschichte. Der Junge auf dem Sprungbrett zum Erwachsenwerden, der seinem Vater, welcher gleichzeitig auch sein Vorbild ist, imponieren will. Er will ihn beeindrucken und etwas wieder gut machen, was er sich einredet, seine Schuld ist. Kitai gibt sich die Schuld an dem Tod seiner Schwester, die von einem Ursas getötet wurde, während er selber als Kind in einem luftdichten Gewächshaus saß. Dabei nimmt ihm sein Vater das nicht mal übel. Es ist einfach sein militärischer Drill und seine Fähigkeit Angst und andere Emotionen zu unterbringen, die ihn so kalt und distanziert erscheinen lassen. Er steckt eigentlich sehr viel Hoffnung in seinen Sohn und möchte seine verstecken Talente wecken. Dorthin gipfelt dann auch der Showdown gegen Ende.

Zur Optik sein gesagt, dass "After Earth" wirklich gut ausschaut. Er bewegt sich nicht auf dem fantastischen Niveau eines "Avatar", kann aber durch eindrucksvolle Bilder und Landschaftsaufnahmen punkten. Die Erde hat sich in einen ursprünglichen Zustand zurückentwickelt, mit tropischen Zonen, wo vorher keiner waren und veränderten Tierarten. Die Atmosphäre hat sich verändert und die Luft nicht atembar gemacht. Der Mensch der einst auf der Erde dominierte, ist nun eine gefährdete, unangepasste Spezies. Dramatische Szenen, wo der junge Kitai mit den Lebewesen des Planeten konfrontiert wird, bieten auch die meiste Action. Ob der Kampf gegen eine Horde Paviane, die Verteidigung gegen Säbelzahntiger oder das eindrucksvolle Luftgefecht mit einem übergroßen Adler. Interessant ist, dass es gerade ein eher kleines Wesen ist, dass für einen der dramatischsten Momente sorgt. Schön dargestellt ist die nächtliche Kälte, die den Planeten mit Frost überzieht und man nur in einigen Hot Spots Schutz suchen kann. Kitai wird auf seiner Reise über den Planeten stets von seinem Vater begleitet, der über Funk und Überwachungsdrohnen immer bei ihm ist und ihm Instruktionen aus dem Raumschiff-Cockpit zukommen lässt. Auch wenn er körperlich nicht anwesend ist, ist seine Gegenwart doch steht spürbar und Kitai in vielen Situationen aufgeschmissen.
Wenn man Shyamalans Film mal herunterbricht, so bleibt leider nicht sehr viel von ihm übrig. Dafür das der Film gute 100 Minuten Laufzeit hat, passiert im Verhältnis sehr wenig. Dennoch verging die Zeit, aus irgendeinem Grund, wie im Flug. Die Story ist nicht unbedingt mitreißend und man wird sich hier und dort über Kitai ärgern, aber dennoch schaut man weiter. Da fällt einem dann doch auf, dass Jaden Smith noch kein vollwertiger Schauspieler ist und das er die Rolle des Hauptcharakters wieder einmal nicht ganz tragen kann. Selbst nicht, wenn ihm sein Vater zuspielt. Es kommt einem eher vor, als würde sich Will Smith bewusst zurückhalten.

Fazit.
"After Earth" bietet mittelmäßige SiFi-Action in einer hübsch-wilden Umgebung. Die Story ist im Grunde banal, reicht aber aus um den Zuschauer bei Laune zu halten. Wenn man sich mit dem Smith'schen Hauptcharaktergespann anfreunden kann, dann wird einem der Film schon Spaß machen. Widererwartend war M. Night Shyamalans Comming-Of-Age-Drama im SiFi-Look nicht so schlecht, wie ihn die teils vernichtenden Kritiken darstellen. Man muss sich nur drauf einlassen. Für einen Filmabend genau das Richtige.





Bis dahin - Tschödeldö






Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/After_Earth
Bilder:  http://www.movieinsider.com/m8144/after-earth/#.Un2bGD9c-Sp
             http://www.movieinsider.com/photos/130134/
             http://www.movieinsider.com/photos/128511/
             http://www.movieinsider.com/photos/128508/

06.11.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #9




Liebes Tagebuch,

es gibt Großartiges zu berichten. Es sieht so aus, als würde sich mein Training endlich dem Ende zuneigen. Der Meister meinte, ich hätte nun alle Waffen die man im Nahkampf benutzen kann durchgearbeitet. Nicht gemeistert, aber wenigstens durchgearbeitet. Nun kann ich auch endlich feststellen, mit welchen Waffen ich am besten umgehen kann. Es fehlen allerdings noch drei Waffen, aber die gehören zu einer ganz anderen Gattung.

Gestern habe ich mir nach dem Abendessen, es gab Königskrabben auf Goldreis und scharfes Gemüse, noch einmal Gedanken um mein weiteres Vorgehen gemacht. Ich habe mir ein paar Bücher herausgesucht, die sich mit Waffenkunde beschäftigen. Schild und Schwert, Großschwert, Langschwert, Doppelklingen, Morphaxt, Lanze, Gewehrlanze, Hammer und Jagdhorn. Ich schrieb mir die Vor- und Nachteile heraus und ließ die absolvierten Quests noch einmal Revue passieren. Schwierige Entscheidungen. Letzten Endes habe ich mich für Schild und Schwert, Langschwert, Morphaxt, Gewehrlanze und Jagdhorn entschieden. Damit habe ich verschiedene Kampfstile abgedeckt und kann mich auf jede Art von Gegner einstellen. So dürfte es laufen.

Am nächsten Tag kam ich in die Trainingsschule um mich an den Schusswaffen zu probieren, die ich vorher noch nie benutzt hatte. Ich betrachtete interessiert die Bogenkanonen. Kraftvolle Schusswaffen die mit spezieller Munition bestückt werden. Bevor ich das Training aber beginnen konnte, musste ich noch mal zum Schmied um meine Rüstung zu einer Schützenrüstung umarbeiten zu lassen. Weniger Panzerung für schnellere Bewegungen und Anpassungen an die Schusswaffen. Riemen und Taschen zum tragen von Köchern und Munition. Dann reiste ich mit einer leichten Bogenkanone zur Ödnis-Insel um ein paar Ludroth zu jagen. Die leichte Bogenkanone ist sehr gut in der Handhabung. Schnell zu ziehen und wegzustecken und man kann sogar noch modifizieren, mit einem längeren Lauf für mehr Schadenswirkung, einem besseren Zielfernrohr und einem Schalldämpfer. Das zielen mit der Waffe ist allerdings etwas ungenau und so schießt man bei schnelleren Gegnern schon schnell mal vorbei. Die Munitionsarten sind mannigfaltig. Es gibt normale Patronen in verschiedenen Stärken und dazu noch statusverändernde bzw. und welche mit Elementschaden. Es ist allerdings nicht immer leicht, sich aus dem Kampfgeschehen soweit herauszuhalten, dass man die geringere Panzerung der Rüstung auszubalancieren.

Nachdem ich die Ludroth beseitigt hatte, gib es auch gleich schon weiter in die Wüste, wo ich Fleisch von Rhenoplos besorgen sollte. Umgeschnallte hatte ich die schwere Bogenkanone. Diese wird im Gegensatz zur leichten Variante nicht über die Schulter gehängt, sondern muss zusammengeklappt werden und wird dann auf den Rücken geschnallt. Eine wirklich massive Kanone, die um einiges mehr WUMMS hat, als ihr leichteres Gegenstück. Man kann sich aber auch nur sehr langsam mit ihr bewegen und das Wegstecken und Nachladen dauert auch länger. Dafür verursacht man auch mehr Schaden und man kann die Waffe mit einem Schild modifizieren, um blocken zu können. Sehr praktisch! Auch gibt es teilweise andere Munition, die man nur mit dieser Waffe abfeuern kann. Dazu gehört Pierce-Munition, mit der man mehrere Körperteile des Gegners durchdringen kann, Cluster-Munition die kleinere Bomben beim Aufprall freisetzt, Crag-Munition die beim Aufprall explodiert und auch Cut-Munition, mit der man Schweife abtrennen kann. Wenn man denn trifft. Dazu natürlich noch die Status- und Element-Munition. Recht hilfreich ist das Rapid-Feuer, mit dem man mehrere Schüsse nacheinander abfeuern kann und nur eine Kugel verbraucht.

Waffentraining - Bogenkanonen



Schließlich habe ich mir dann auch die letzte Waffe geschnappt und habe mich auf den Weg in den Flutwald gemacht. Dort sollte ein extrem gefährlicher Bulldrom sein Unwesen treiben. Nicht, dass Bulldrom nicht so schon ziemlich gefährlich wären, aber nach der Höhe der Belohnung zu urteilen, musste dieses Wildschwein schon ein ziemlicher Teufel sein. Mit dabei hatte ich einen Knochenbogen. Den besten den man in der Trainingsschule finden konnte. Der Bogen ist um einiges leichter zu handhaben, als eine Bogenkanone. Man setzt einen Pfeil auf, spannt die Sehne und schießt. So einfach ist das. Gut, dass man sogar einen bis drei Pfeile auf einmal abfeuern kann. Man muss den Bogen nur länger spannen. So kann man auch einen Pfeilhagel erzeugen, der jeden Gegner in ein Stachelschwein verwandeln kann. Der Meister hat mir auch noch ein paar Tinkturen für die Pfeile mitgegeben. Die Fläschchen werden vorne in eine Vorrichtung gesteckt und die Tinktur wird beim Abschuss auf den Pfeil gegeben. Dadurch kann man Statusveränderungen beim Gegner hervorrufen, wie Schlaf oder Lähmung. Sehr nützlich! Allerdings ist der Bogen nicht besonders stark und so dauern Kämpfe um einiges Länger, als mit Nahkampfwaffen. Dafür ist man mit dem Bogen sehr agil und man kann häufiger angreifen, ähnlich wie mit den Doppelklingen.


Waffentraining - Bogen




Fortsetzung folgt...

03.11.13

Film•Peteback: Paranormal Activity: Tokyo Night


Es ist mal wieder an der Zeit für etwas Gruselstimmung.

Paranormal Activity: Tokyo Night


Originaltitel: Paranormal Activity 2: Tokyo Night (パラノーマル・アクティビティ 第2章 TOKYO NIGHT)
Deutscher Titel: Paranormal Activity: Tokyo Night
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2010
Länge: ca. 90 Minuten
Regie: Toshikazu Nagae
Drehbuch: Toshikazu Nagae
Produktion: u.a. Yasutaka Hanada, Takeshi Kase
Cast: u.a. Aoi Nakamura, Noriko Aoyama, Kazuyoshi Tsumura

Trailer: Paranormal Activity: Tokyo Night

Kurz gesagt: "Paranormal Activity: Tokyo Night" ist ein japanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2010, von Regisseur Toshikazu Nagae. Der Film basiert lose auf der amerikanischen Vorlage "Paranormal Activity"von Oren Peli, aus dem Jahr 2007. Die Handlung setzt nach dem amerikanischen Vorbild ein und versucht damit einen alternatives Sequel zu bilden, neben dem offiziellen zweiten Teil "Paranormal Activity 2" von Tod Williams. Die Geschichte dreht sich um die Geschwister Haruko und Koichi Yamano, die mit paranormalen Ereignissen in ihrem Elternhaus zu kämpfen haben.




2010 unternahm die junge Studentin Haruko Yamano (Noriko Aoyama) eine Reise in die USA, nach San Diego, Californien. Dort war sie in einen Autounfall verwickelt in dem sie sich beide Beine brach und wieder zurück nach Tokyo reiste. Nun, an den Rollstuhl gefesselt, ist sie auf ihren 19-jährigen Bruder Koichi (Aoi Nakamura) angewiesen, da ihr Vater Shigeyuki (Kazuyoshi Tsumura) geschäftlich viel in Singapur ist. Eines Morgens stellt Haruko fest, dass sich ihr Rollstuhl nicht an der Stelle neben ihrem Bett befindet, wo sie ihn hat stehen lassen. Das er weggerollt ist schließt die Studentin aus, denn sie hatte die Räder mit der Bremse blockiert. Erst verdächtigt sie ihren Bruder, ihre einen bösen Streich gespielt zu haben, aber dieser gibt sich unschuldig. Zur nächsten Nacht stellt Koichi also eine Kamera in Harukos Zimmer auf und streut einen Salzhaufen aus. Wenn es sich hierbei um ein übernatürlich Phänomen handeln sollte, sollte etwas mit dem Salz passieren. Am nächsten Morgen ist der Salzhaufen auf dem Boden verteilt. Die Geschwister schauen sich die Videoaufnahmen an und können mitbekommen, wie das Salz von unsichtbarer Hand weggewischt wird. Nun haben sie den Beweist, dass etwas paranormales im Haus vorgehen muss...



Ach ja, das leidige Thema "Paranormal Activity". Von den einen geliebt, von den anderen belächelt und auch von vielen gehasst. Ohne Frage, der erste Teil der Found-Footage-Gruselreihe ist wirtschaftlich ein enormer Erfolg gewesen und ist im Verhältnis Aufwand zu Ertrag ein Meilenstein der Filmgeschichte. Ich bin kein Fan des ersten Teils, da ich ihn zwar solide fand, aber leider zu banal. Teil zwei und drei gefielen mir dann schon etwas besser, da sie ein wenig intensiver in der Ausführung der paranormalen Ereignisse waren.

Was von vielen aber vergessen wurde, ist dieses semi-offizielle Sequel aus Japan. Von der Aufmachung her könnte man schon vermuten, dass es sich hier um einen 0815-Film handelt, der nur auf den Zug des paranormalen Found-Footage-Films aufspringen will. Hingegen aller Vermutungen ist "Paranormal Activity: Tokyo Night" eine alternative Fortsetzung zum ersten, amerikanischen Poltergeist-Film von Oren Peli. Die Handlung schließt dabei an eines der Enden des ersten Teils an.
Im Grund hat man nicht nur den Titel der Reihe übernommen, sondern auch die dramaturgische Vorgehensweise und den Aufbau der ersten beiden Teile. Man hat die Handkamera-Action gleich zu Anfang, sogar mit dem Satz "Was machst du da? Ist das eine Kamera? Hör doch auf zu Filmen". Wer schon einmal einen Film aus der Reihe gesehen hat, dem wird es hier im Gedächtnis klingeln. Wieder einmal hat sich ein paranormales Wesen in einem Haus breit gemacht und hat sehr viel Interesse daran, die Bewohner mit seiner Anwesenheit zu belästigen. Hausfriedensbruch der feinsten Sorte. Warum der Poltergeist nun aus den Staaten nach Japan verfrachtet wurde, wird auf der Hälfte des Films kurz und knapp erläutert. Für Kenner gibt es hier nun die Brücke zu dem Vorgänger, was allerdings auch die einzige, handlungstechnische Verbindung ist. Wenn man jedoch unkundig ist, ist das auch kein Beinbruch, denn der Film funktioniert in beider Hinsicht. Für die Kenner gibt es dann halt nur die Insider durch die Vorkenntnisse.

Toshikazu Nagae versucht hier einen eigenständigen Film zu inszenieren, dennoch bleibt die Eigenständigkeit ein wenig auf der Strecke. Der typische pseudodokumentarische Found-Footage-Stil, was ja schon fest verwurzelt ist und so wenig auftretende Personen wie möglich. Hier halt die Geschwister Koichi und Haruko. Die Ereignisse treten auf und es wird nach dem übernatürlichen Grund gesucht, bis die Ereignisse immer intensiver und bedrohlicher werden. Dabei leisten auch die typischen Nachtaufnahmen ihren Teil, wo die handelnden Personen im Bett liegen und man näher an den Bildschirm rutscht um zu erkennen, was nun passiert. Wie man sieht, es ändert sich nicht viel. Neu ist einfach die Aufmachung der japanischen Umgebung und das typisch japanische Schauspiel, was der einzige frische Wind ist. Mir waren die beiden Protagonisten aber um einiges sympathischer als ihre amerikanischen Pendant. Auch sind sie von ihrem Spiel und ihrem Auftreten authentischer und vor allem authentisch panisch. Damit wird eine spezielle Atmosphäre erzeugt, die man nur in diesem Film findet. Nicht so intensiv wie im dritten Teil, aber dennoch spürbar unbehaglich.

Subtiler Psychohorror liegt den japanischen Regisseuren ja irgendwie im Blut, wenn nicht gerade ein kleiner, bleicher Junge am Bettende sitzt oder man durch ein verfluchtest Video seinem Schöpfer gegenübertritt. Nagae baut eine bedrohliche Atmosphäre auf und wandelt damit auch auf traditionellen, japanischen Horrorpfaden. Und es funktioniert. Gerade gegen Ende entfaltet der Film sein volles Potential. Dennoch wünscht man sich hier und dort ein wenig Abwechslung, einen Ausbruch aus dem "Paranormal Activity"-Schema und eigenständige Ideen. Sei wie's sei.
Fazit.
"Paranormal Activity: Tokyo Night" ist ein würdiges, alternatives Sequel zu den ersten, amerikanischen Vorgängerteilen. Der Film kann durch eine intensive Atmosphäre, ein neues Umfeld und sympathische Charaktere punkten. Wer "Paranormal Activity" will, der bekommt hier auch das gewohnte Bild und die gewohnten Abläufe, nur etwas anders verpackt. Anders, aber doch gewohnt. Ein wenig mehr Eigenständigkeit hätte dem Film nicht geschadet, denn Regisseur Toshikazu Nagae scheint das richtige Gefühl für dieses Filmgenre zu haben. Alles in allem ein solides, sehenswertes Spin-Off der Reihe.




Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Paranormal_Activity_2:_Tokyo_Night
Bilder:  http://bloody-disgusting.com/film/114460/paranormal-activity-2-tokyo-night-japan-2/

             http://s2.postimg.org/9xd0mamt0/Paranormal_Activity_21.jpg
           http://youwin.altervista.org/immagini/P/Paranormal%20Activity%20-%20Tokyo%20Night.jpg

02.11.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #8




Liebes Tagebuch,

ich bin heute voller Tatendrang! Das liegt vor allem daran, dass mein Training fast beendet ist und ich es kaum erwarten kann, vollwertige Aufträge anzunehmen. Das wird auf jeden Fall gefeiert, da kannst du dir sicher sein. Wir überqueren die Brücke, wenn wir zu ihr kommen und es gibt nun noch drei Waffen, die ich austesten muss.

Zuletzt habe ich mich mit den Hammerwaffen befasst. Nach der erfolgreichen Quest mit der Gewehrlanze war ich geradezu beflügelt weitere Waffen unter die Lupe zu nehmen. Der Meister in der Trainingsschule hat mir aber nahe gelegt, vor der nächsten Trainingseinheit noch ein wenig Krafttraining zu machen. Ich wusste nicht genau wofür, aber ich erinnerte mich an die Quest mit dem Großschwert. Wer schwere Waffen führen will, der muss auch über Körperkraft verfügen, sonst ist man ein gefundenes Fressen für die Monster.

Nach zwei Tagen intensiven Krafttrainings konnte ich nun endlich mit dem Hammer loslegen. Dafür habe ich einen Gildenauftrag angenommen. Es ging darum einen Großen Jaggi zu erjagen. Allerdings war die Belohnung drei mal höher als sonst. Das musste etwas zu bedeuten haben. Entweder ist dieser Jaggi besonders gefährlich oder es gibt da irgendeinen anderen Haken. Jedenfalls habe ich mich mit einem Bulldrom-Hammer in das Nebelgebirge begeben um diesem Vieh auf den Reißzahn zu fühlen. Das Krafttraining war wirklich ein gute Idee, denn der Hammer ist keine leichte Waffe. Man kann mit ihm leider keine langen Combos ausführen und blocken kann man auch vergessen. Für die wenigen Angriffe die der Hammer hat, sind diese aber sehr kraftvoll. In den meisten Fällen schlägt man einfach auf den Boden oder verpasst dem Gegner einen Kinnhaken. Es gibt wirklich keine bessere Waffe um Gegner K.O. zu schlagen. Ein paar gezielte Schläge auf den Kopf und jeder Gegner verabschiedet sich für einen kurzen Moment ins Land der Träume. Dabei ist auch die Aufladung des Schlags sehr hilfreich, mit dem man den "Superpound" einsetzen kann, der jede Panzerung knacken kann. Ich habe einen Gegner noch nie so oft K.O. gehen sehen, wie den Jaggi.


Waffentraining - Hammer



Das Training mit dem Hammer war wirklich erfolgreich! Der Meister war überrascht, wie schnell ich wieder in der Trainingsschule war. Trotz all der positiven Erlebnisse konnte ich mich nicht wirklich mit dem Hammer anfreunden. Ein Jäger fühlt, wenn eine Waffe nicht zu ihm passt. Der Hammer ist leider etwas zu schwerfällig und die Angriffe zu langsam.

Aus diesem Grund habe ich mit das Jagdhorn geschnappt und bin mit dem Schiff zur Ödnis-Insel gereist, weil dort ein Azuros den Fischfang störte. Und ich dachte diese Wesen stehen nur auf Honig. Aber gegen einen guten Fisch ist auch nicht einzuwenden. Das Jagdhorn wird ähnlich geführt wie der Hammer, ist aber noch ein wenig schwerer. Man muss nicht nur den Jäger in sich entdecken, sondern auch den Musiker! Die Angriffe des Horns sind auch gleich Noten die man spielen kann. Die richtige Kombination von Noten kann dann einen Effekt erzeugen, der Einfluss auf den Jäger und die Jagdgruppe hat. Die gespielten Noten sollten am besten auch im Kampf gespielt werden, um dem Gegner Schaden zuzufügen und gleichzeitig die Effekte aufrecht zu erhalten. Mit meinem Yukumo-Horn konnte ich zum Beispiel meinen Angriff und die Verteidigung erhöhen, was sehr praktisch war. Auch andere Effekte sind möglich, wie die Ausdauer zu erhöhen oder Immunität gegen Statusveränderungen zu erzeugen. Ähnlich wie mit dem Hammer, kann man auch mit dem Jagdhorn den Gegner K.O. schlagen, wenn man mit Wucht den Kopf trifft. Allerdings gibt es keinen aufgeladenen Angriff und auch das Blocken fällt weg. Der Kampf gegen den Azuros war wirklich erstaunlich einfach, wenn man sich mit dem Jagdhorn stärken kann. Der Bär wurde nur so durch die Gegend geschleudert und ist dann auch schon bald in den Staub bzw. den Sand der Odnis-Insel gesunken.


Waffentraining - Jagdhorn




Fortsetzung folgt...