24.11.13

Film•Peteback: Die fantastische Welt von Oz


Begeben wir uns in eine fantastische Welt!

Die fantastische Welt von Oz


Originaltitel: Oz the Great and Powerful
Deutscher Titel: Die fantastische Welt von Oz
Originalsprache: Englisch
Erschienen: 2013
Länge: ca. 127 Minuten
Regie: Sam Raimi
Drehbuch: Mitchell Kapner, David Lindsay-Abaire
Produktion: Joe Roth
Cast: u.a. James Franco, Mila Kunis, Michelle Williams, Rachel Weisz, Zach Brach, Bill Cobbs, Tony Cox

Trailer: Die fantastische Welt von Oz

Kurz gesagt: "Die fantastische Welt von Oz" ist ein US-amerikanischer 3D-Fantasy-Film aus dem Jahr 2013, von Regisseur Sam Raimi. Der Film bezeichnet sich als ein inoffizelles Prequel zu der Originalgeschichte "Der Zauberer von Oz" von Lyman Frank Baum sowie zu den Filmen "Der Zauberer von Oz" von Vicotor Fleming und "Oz - eine fantastische Welt" von Walter Munch. Raimis Film erzählt die Geschichte, wie der Zauberer von Oz in das namensgleiche Land kommt.




Der reisende Zauberkünstler Oscar "Oz" Diggs (James Franco) macht mit seinem Wanderzirkus, Anfang 1900, in seiner Heimat Kansas halt und gibt dort seine üblichen Zaubervorstellungen. Er ist weniger ein Zauber, sondern mehr ein Illusionist. Er weiß, wie er das Publikum durch sein Auftreten für sich gewinnen kann und vollführt dann eine Illusions-Show bei der er oft auf Schwindelein zurückgreift. Außerdem ist Oz ein leidenschaftlicher Frauenheld. Während eines Gesprächs mit seiner Jugendliebe Annie (Michelle Williams) wird ihm genau das zum Verhängnis. Der Gewichtheber des Zirkus hat nämlich Wind davon bekommen, dass Oz seiner Frau schöne Augen gemacht hat und will ihm nun zeigen, was er davon hält. Auf der Flucht vor dem angesäuerten Schläger flieht Oz ein einen Heißluftballon und kann gerade noch die Leine kappen, bevor der Gewichtheber daran hochklettern kann. Sein Assisten Frank (Zach Braff) kann ihm gerade noch seine Tasche zuwerfen. Der aufziehende Wirbelsturm trägt den Ballon hinfort und wird schwer beschädigt und droht beinahe im Tornado zerrissen zu werden. Als der Sturm sich beruhigt hat, findet sich Oz in einem seltsamen Land wieder, welches er nicht so recht einzordnen weiß. Er stürzt mit dem schwer beschädigten Ballon in einem Sumpf ab. Dies wird von Theodora "der Guten" (Mila Kunis) beobachtet, wie sie sich später vorstellt. Anscheinend ist Oz im magischen Land von Oz gelandet und ist, aufgrund seines Namens, der Erfülller eine Prophezeiung.




Ich war damals etwas entmutigt, als ich erfuhr, dass sich Sam Raimi nicht mehr an einen vierten Spider-Man-Film wagen wird. Die Gründe dafür seien hier mal nicht genannt und eine Meinung zu dem Reboot der Filme hab ich ja auch schon abgegeben. So ist es umso erstaunlicher, dass sich Raimi von dem Superheldenepos abwendet um sich einem Märchenfilm zu widmen. Ich war gespannt. Ich hab es leider nicht geschafft mir den Film im Kino anzuschauen, hatte aber nun genug Zeit für die BluRay-Fassung.
Wenn man an amerikanische Märchen denkt, dann kommt einem sofort "Der Zauberer von Oz" in den Sinn. Die Märchenbücher um das geheimnisvolle, magische Land von Oz waren und sind immer noch sehr beliebt. Genau beliebt, wie der erste Film von Victor Flemming, mit Judy Garland als Dorothy in der Hauptrolle. Mit Löwe, Zinnmann und Vogelscheuche tanzte und sang sie sich über den gelben Ziegelsteinweg hin zur Smaragdstadt. Und wer hat da nicht den Evergreen "Over the Rainbow" im Ohr? Ich habe den Film erst vor ein paar Jahren gesehen und er macht immer noch eine gute Figur. Wer sich die oben genannten Figuren auch in Sam Raimis Vorgeschichte vorstellt, der wird hier leider enttäuscht werden, denn sie haben keinen Auftritt. Auch wird auch nicht viel getanzt und gesungen (ein Glück). Naja, eine kurze musikalische Einlage gibt es doch. Die Drehbuchautoren Mitchell Kapner und David Lindsay-Abaire haben sich beim Schreiben weit genug vom 1939er Originalfilm entfernt, dass Vergleiche ins Leere laufen und der Film ganz für sich genommen werden kann. Das liegt auch daran, dass man über die Herkunft des Zauberers von Oz so gut wie nichts weiß, sodass Kapner und Abaire sich einige Freiheiten nehmen konnte.

Dazu muss man auch einen gewissen Kniff erwähnen. Der Film beginnt nämlich in einem kleinen Format, mit schwarz-weiß Bild und Mono-Ton. Eine kleine Parallele zum Nachfolgerfilm? Vielleicht. Aber stilistisch ein netter Schachzug. Erst nach ca. 20 Minuten, wenn Oz im selbigen Land angekommen ist, schaltet der Film in ein 16:9 Format, Farbe schleicht sich ein und der Ton schalt einem auch in wundervoller Stereoqualität entgegen. In Oz ist halt alles anders.
Der Märchenstoff kommt an allen Ecken und Enden hervor. Das fängt schon beim Hauptcharakter an. Oscar Diggs ist zwar in gewisser Weise auch ein Gentleman, ist aber auch ein sehr windiger Zeitgenosse. Er ist ein Möchtegernzauberer, der zwar mit Charme glänzen kann, aber im Grunde doch immer ein hinterlistiger Schausteller bleibt. Dabei bleibt die übliche Reinigung und Läuterung auf seiner Reise nicht aus. Bekannt und auch hier ganz gut eingesetzt. Man merkt aber auch schon von Anfang an, dass Oz kein negativer Charakter ist und ist auch ein passabler Sympathieträger. James Franco macht hier seinen Job auch wirklich nicht übel, wirkt stellenweise etwas unbeholfen, liefert im Großen und Ganzen aber ein gutes Schauspiel ab. Die Rolle passt auch zu ihm. Etwas farbenfroher, im wahrsten Sinne des Wortes, sind die Rolle der drei auftretenden Hexen. Michelle Williams als Gelinda, die gute Hexe ist bezaubernd und vertrauenserweckend. Rachel Weisz als die böse Hexe Evanora ist verführerisch-unscheinbar und weiß ihre Absichten zu verschleiern. Mila Kunis hat wohl die eindrucksvollste Rolle als Theodora, erst im roten Gewand und netten Auftreten, entwickelt sich aber mit der Zeit zu etwas viel Düsteren.

Raimi legte bei "Die fantastische Welt von Oz" viel Wert auf die Optik und die Präsentation. Das kann man auch verstehen, den Oz ist ein zauberhaftes Land in dem es viel zu sehen gibt. Der Film ist ein wahres Fest für die Sinne. Ob Wasserfälle, Wälder, Pflanzen oder kleine Städte und vor allem die Smaragdstadt an sich. Alles sieht wirklich wunderbar aus. Natürlich ist auch vieles computergeneriert und nachbearbeitet. Dennoch wurden auch viele Kulissen angefertigt und dann erst nachbearbeitet. Dazu zählen zum einen der Thronsaal in der Smaragdstadt oder das Porzellandorf. Handarbeit ist wirklich selten geworden in Hollywood. Allerdings hätte man etwas weniger nachbearbeiten können. In der Welt von Oz leben natürlich auch viele verschiedene Wesen, die auch alle meisterhaft in Szene gesetzt wurden. Angefangen bei Finley dem fliegenden Affen und Begleiter von Oscar, bis hin zum Porzellanmädchen. Jenes wurde von einem Puppenspieler bewegt und alle Bewegungen sowie das Aussehen wurde später nachbearbeitet. So sehen ihre Bewegungen immer authentisch aus. Natürlich haben auch alle Figuren auch irgendwie Parallelen zu der normalen Welt. Wer genau hinschaut, kann sie erkennen.
Fazit.
"Die fantastische Welt von Oz" ist wirklich ein sehr unterhaltsamer Film geworden, der durch fantasievolle Charaktere und eine tolle Optik glänzen kann. James Franco ist hier in einer seiner besseren Rollen zu sehen und agiert wirklich wunderbar mit den verschiedenen auftretenden Figuren. Die Handlung ist stets interessant und der Film kann über die fast zwei Stunden wirklich einen guten Spannungsbogen aufbauen. Alles in allem ein würdiges Prequel zu "Der Zauberer von Oz".





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_fantastische_Welt_von_Oz
Bilder:  http://www.dunkel-volk.de/index.php?page=Thread&threadID=8574
             http://www.moviegod.de/x/viewer/image_viewer.php?s=8&k=1844&i=47374
             http://www.tvmovie.de/die-fantastische-welt-von-oz-3866139.html
             http://www.blogbusters.ch/reviews/die-fantastische-welt-von-oz/

Kommentare:

  1. Da schließe ich mich an, ich war wirklich positiv überrascht von dem Film und hab auch einige Male herzlich gelacht. :)

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    1. Ohja. Nen guten Humor hat der Film auch :D

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