30.03.14

Anime•Peteback: Ano Natsu de Matteru/Waiting in the Summer


Endlich geht es mal wieder um einen Anime.

Ano Natsu de Matteru/Waiting in the Summer


Originaltitel: Waiting in the Summer/Ano Natsu de Matteru (あの夏で待ってる)
Deutscher Titel: Waiting in the Summer
Originalsprache: Japanisch
Erschienen: 2012/2013
Folgenlänge: ca. 25 Minuten
Regie: Tatsuyuki Nagai
Drehbuch: Yōsuke Kuroda
Studio: J.C. Staff/Genco, Inc.

Kurz gesagt: "Waiting in the Summer" oder "Ano Natsu de Matteru", wie es im Original heißt, ist ein eine 12-teilige Anime-Serie von Regisseur Tatsuyuki Nagai. Für den Anime zeichnet sich das Studio "J.C. Staff" verantwortlich. In "Waiting in the Summer" geht es um den jungen Kaito, der eines nachts unterwegs ist und Probeaufnahmen mit seiner Videokamera macht. Plötzlich erhellt sich der Himmel und es kommt zu einem Einschlag, der Kaito über die Brüstung einer Brücke schleudert. Doch wird er im letzten Moment von jemand oder etwas gerettet und erwacht am Morgen in seinem Zimmer.




Kaito Kirishima ist Highschool-Student im ersten Jahr und ein begeisterter Amateurfilmer. Aus diesem Grund trägt er auch immer eine kleine Handkamera mit sich herum und dokumentiert dieses und jenes. Eines nachts testet er die High-Speed-Kamera, als plötzlich ein gleißendes, blaues Licht am Himmel erscheint. Kaito wird über das Geländer des Staudamms geschleudert, auf der er gerade noch stand und stürzt in die Tiefe. Am nächsten Morgen erwacht er wie immer in seinem Zimmer. Das einzige an was er sich erinnern kann, ist die Explosion und eine Hand die nach seiner Griff. Am nächsten Tag kommt eine neue Austauschschülerin an die Highschool. Ichika Takatsuki. Sie geht in den dritten Jahrgang und irgendwie hat Kaito das Gefühl sie schon einmal getroffen zu haben, auch wenn das eigentlich nicht sein kann. Nach der Schule filmt Kaito wieder einmal die Gegend und findet Ichika mit ihrem Gepäck an einem Bach, wo sie gerade versucht Fische zu angeln. Wie es aussieht hat sie noch keine Bleibe und sie lädt er sie ein, für ein paar Tage bei ihm und seiner Schwester zu wohnen. Da seine Schwester Nanami für ein paar Monate ins Ausland muss, bietet Ichika ihre Hilfe als Haushälterin an, im Gegenzug darf sie im Haus für längere Zeit wohnen. Die hübsche Austauschstudentin findet sich schnell in den Freundeskreis ein, auch wenn Kaitos Freunde Kanna und Mio eher misstrauisch der Neuen gegenüber sind. Allein der Frauenheld Tetsurou und die elitäre Lemon sind ganz von der rothaarigen Fremden begeistert. Die Freunde planen über den Sommer einen Amateur-Alienfilm zu drehen, wobei Lemon das Drehbuch schreiben soll. Sie ist es auch, die Ichika am geeignetsten für die Rolle der hübschen Aliendame halt, unwissend, dass Ichika wirklich neu auf der Erde ist.




Es gibt ja einige interessante Kombinationen in der Anime-Welt, aber bei "Wating in the Summer" kommen SiFi, Romantic, Comedy, Drama und Shonen zusammen. Alles kollidiert miteinander und ergibt ein 12-teiliges Serienabenteuer, dass man einfach am Stück gucken kann und eine liebevolle und interessante Geschichte über sechs Teenager und einen unvergesslichen Sommer erzählt.

Das Wunderbare an diesem Anime ist wirklich, dass man gar nicht so viel über ihn sagen kann. Bei zwölf Episoden gibt es auch gar nicht so viel zu erzählen, da man sonst schon bald die ganze Geschichte preisgeben müsste. Es sei gesagt, dass einem ein spannender Einstieg geboten wird und man schnell an alle handlungsrelevanten Charaktere herangeführt wird. Dabei lässt die Geschichte auch keine Zeit verstreichen und schon ab der zweiten Folge ist man voll im Geschehen drin. Die meiste Zeit wohnt man den Drehtagen des sechs-köpfen Filmteams bei und erlebt, wie sie den Alien-Film aufziehen und wie die Charaktere ihren Sommer in der ländlichen Provinz verbringen. Dabei dürfen natürlich auch die zwischenmenschlichen Einblicke nicht fehlen.
Tatsuyuki Nagai legte viel Wert auf das, was sich zwischen den einzelnen Figuren abspielt und wie sie zusammenhängen. Jeder Charakter ist einzigartig und hat seine ganz eigenen Wesenszüge und Macken. Gut ist, dass das Pulver nicht schon in den ersten Folgen verschossen wird und man die handelnden Figuren bis zur letzten Episode kennenlernt. Seien es nun männliche oder weibliche Charaktere, alle sind liebevoll in Szene gesetzt, wirken sympathisch und interessant. Außerdem wirkt keiner wie eine Randfigur, wie das sonst in einem Anime gerne mal der Fall ist. Jede Episode ist dabei von Bedeutung und kann das Gefüge zwischen den Figuren aufrütteln oder verändern. Doch wer glaubt, dass die Teenager vorhersehbare Figuren sind, der liegt falsch, denn einige Fragen der Person betreffend, bleiben auch bis zum Ende ungelöst.

Wenn man so einen bunten Genre-Mix vor sich hat, gibt es dabei natürlich die dominierenden Genres und die, die sich einfach so nebenbei eingliedern. In erster Linie ist der Anime im Romantic-Genre einzuordnen. Über die Länge der 12 Episoden kommt es immer wieder zu romantischen Situationen zwischen den sechs Freunden und die Gefühle der einzelnen Figuren kommen zum Vorschein. Sei es eine alte Jugendliebe oder eine neue Liebe aus dem All, das Zwischenmenschliche dominiert diese Serie sehr stark. Da zeigt sich auch schon ein kleiner Negativpunkt auf, denn trotz aller Romantik sind viele Situationen furchtbar schmalzig und überzeichnet und rutschen auch gerne mal in blanken Kitsch ab. Das geht sogar soweit, dass Figuren in die Handlung geworfen werden, die auch nur zwei Folgen auftreten um ein wenig Dramatik in die Romanzen zu bringen. Weniger dominant sind die humorvollen Einlagen. Man spart sich größtenteils den Slap Stick Humor und legt viel mehr Wert auf den Humor der Charaktere, ihrer Eigenheiten und die Dialoge. Ichika ist zwar eine Außerirdische, dennoch kommt der SiFi-Part in dieser Serie ziemlich kurz. Erst gegen Ende der Serie kommt es verstärkt zur Einbindung dieses Genres. Es gibt hier und dort mal leichte Einblicke in Ichikas wahre Gestalt und die fortschrittliche Technik die sie bei sich hat. Ein kleiner Sympathieträger ist dabei ihr kleiner, organischer Bordcomputer namens "Rinon", der als klopsiges Wesen auftritt und auch für ein paar amüsante Momente sorgt.
Kommen wir mal zur Optik des Anime. Die Animationen sind wirklich sehr gut gelungen und das Design der Figuren ist wirklich ansehnlich. Augenmerk sollte man vor allem auf die Mimik der Figuren legen, denn diese ist trotz einfacher Gesichtsanimationen sehr ausgeprägt und vielsagend. Ein großes Lob muss man J.C Staff für die Hintergründe und die ganze Umwelt aussprechen. Das der Anime in einer eher ländlichen Gegend spielt ist natürlich viel Grün zu sehen und die Stadt wirkt gleichermaßen traditionell wie fortschrittlich. Die Landschaften sind wirklich eindrucksvoll und selbst ein normales Haus wirkt wie ein hübsches Gemälde in dem sich die Figuren bewegen. Wichtig dabei ist auch der Einsatz von Licht und die Lichtstimmung, denn der Sommer bietet schicke Einstellungen mit strahlendem Sonnenschein am Meer und malerische Sonnenuntergänge und Sternenhimmel.

Der letzte Punkt ist die Synchronisation. Diese ist widererwartend sehr gut gelungen und mit Jan Makino als Kaito, Florian Hoffman als Tetsurou, Damineh Hojat als Ichika und Sarah Alles als Mio, sind ein paar wirklich talentiere Sprecher am Werk, die auch zu den verschiedenen Charakteren passen. Somit kann man sowohl die deutsche Synchronisation, als auch den Originalton genießen, wobei ich wirklich die deutsche Fassung empfehle.
 Fazit.
"Waiting in the Summer" ist ein wirklich interessanter Anime im Romantic-Genre, welcher mit einer interessanten, aber nicht immer schlüssigen Handlung aufwarten kann und mit einer guten deutschen Synchronisation beschenkt wurde. Momentan ist der Anime in zwei Volumes erhältlich, sowohl als BluRay, als auch auf DVD. Ich hatte sehr viel Spaß mit der Serie und für ein Wochenende kann man sich die Boxen auch mal ausleihen, denn der Anime ist zwar gut, aber auch sehr kurzweilig.





Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Ano_Natsu_de_Matteru
             http://de.anisearch.com/anime/7266,ano-natsu-de-matteru
             https://www.synchronkartei.de/?action=show&type=serie&id=26646
Bilder:  http://www.animevice.com/dvd-release/22-2243/all-images/84-270950/dvd_vol/83-521981/
             http://www.animevice.com/forums/waiting-in-the-summer/1634/winter-watch-waiting-in-the-summer-11/331555/
             http://www.theotakugamer.com/otaku-in-review-episode-146-waiting-in-the-summer-in-the-winter/
             http://www.capsulecomputers.com.au/2013/01/waiting-in-the-summer-review/

1 Kommentar:

  1. Wer von Euch einen Grund da lässt, warum er das Spiel GUACAMEELE! bis zum 19.04. bei mir auf dem Blog gewinnen möchte kann es mit etwas Glück am Wochenende zocken! ;)

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